87C51 kopieren

OP #5969041
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Guten Tag,

In einer alten Steuerungsplatine sind zwei Microcontroller verbaut. 
Gehäuse 40 Pin in Sockel

Funktionstüchtig: P87C51 FA -4N
Defekt P89C51 RD+IN
Ich vermute und hoffe, dass beide das gleiche Programm haben, da sie 
exakt die gleiche Funktion ausführen.
Jetzt suche ich eine möglichst professionelle Hilfe für einen 
Kopierversuch. Ob der Kopierschutz aktiviert wurde ist nicht bekannt.
Wer kennt eine Firma, die sich damit befasst. Bzw. wer kann Hilfe 
anbieten.
Ideal wäre in der Umgebung von Berlin. Meine Firma zahlt aber auch eine 
Reise.
#5969062
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Wenn der Controller geschützt ist gibt es keinen bezahlbaren Weg das 
Programm auszulesen. Ansonsten ist es einfach
Controller auf der Galep stecken auslesen und das Hexfile durch einen 
Disassembler jagen. SFRs kontrollieren da der andere Controller 
vermutlich etwas unterschiedlich ist was clocks und ähnliches angeht. Im 
einfachsten Fall wird sogar das Original File laufen.

Thomas
#5969215
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... schrieb:
> Meines Wissens existiert gerade fuer die 8051er eine Methode
> auch evtl. geschuetzte 8051 auszulesen.
>
> Die kennt der Galep natuerlich nicht.

Dann bist du ja der richtige Ansprechpartner für den TO. Magst du dein 
Wissen auch teilen? Und ja ich kenne Solche Methoden wie Powerglitch und 
ähnliche Theorien, ich zähle die aber nicht zu den bezahlbaren Methoden.

Thomas
Gast #5969238
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Jakob K. schrieb:

> Funktionstüchtig: P87C51 FA -4N
> Defekt P89C51 RD+IN

Diese beiden Typen haben eine zusätzliche Compare-Capture Unit (PCA). 
Normale 8051 haben die nicht. Falls diese Funktion verwendet wird, muss 
auch das Ersatzteil passend ausgestattet sein. Das schränkt die Auswahl 
deutlich ein.

Ansonsten dürfte ein Microchip AT89C51 oder AT89S51 die günstigste 
Alternative sein.
(Firma: L-E-A) #5969458
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Jakob K. schrieb:

(...)
> Gehäuse 40 Pin in Sockel
>
> Funktionstüchtig: P87C51 FA -4N
(...)
> Jetzt suche ich eine möglichst professionelle Hilfe für einen
> Kopierversuch. Ob der Kopierschutz aktiviert wurde ist nicht bekannt.

Mein TL866 behauptet den P89C51FA auslesen zu können, vgl. Anhang. 
Getestet hab' ich es aus Ermangelung eines Testexemplars nicht. Der 
TL866-Programmer sollte jedoch so weit verbreitet sein, dass Du im 
Großraum Berlin unter Garantie einen Besitzer eines solchen Teils finden 
kannst. Ansonsten sollte der Anschaffungspreis auch kein wirkliches 
Hindernis darstellen.

Grüßle
Volker
Angehängte Dateien:
(Firma: Vescomp) #5969587
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... schrieb:
>> Ja, ich gucke grade mal durch meine Dokusammlung.
>
> Gefunden.

 Ich liebe diese geheimnisvollen Zauberer, die solche "Tricks"
 ganz einfach aus ihrer Dokusammlung ziehen und diese dann an
 TO verschicken...

 Wenn der Kopierschutz aktiv ist, wird es natürlich nix mit deiner
 Dokusammlung.
 Wenn nicht, braucht es keine Tricks, jeder Prommer kann das.
Gast #5969629
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> Ich liebe diese geheimnisvollen Zauberer, die solche "Tricks"
> ganz einfach aus ihrer Dokusammlung ziehen und diese dann an
> TO verschicken...

In dieser Sammlung stecken auch fast 3 Jahrzehnte Arbeit.
Und der TO hat nun nicht etwa diesen "Trick" vorliegen, sondern
weiss jetzt nur um die Moeglichkeit das auch geschuetzte 8051/52
auszulesbar sind.

Der Prommer kann das uebrigens nicht.
#5969759
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S. R. schrieb:

> Und was nützt ihm diese Information?

Na, seine Firma zahlt doch eine Reise. Sicher auch plus Sachkosten. Ist 
auch ok, schließlich soll Arbeitsleistung bezahlt werden. Es wäre 
allerdings auch ok, wenn der (Gast) etwas weniger wichtigtuerisch 
herüberkäme.

Übrigens fehlt uns auch die Information, warum man sich solcher Mittel 
bedienen muss. Ich hatte vorsichtig danach gefragt, allerdings 
ergebnislos. Etwas mehr Klarheit vom TO wäre da wünschenswert gewesen. 
Es ist ja nicht auszuschließen, dass an dem Original-Prozessor und 
dessen Firmware noch aktive Rechte bestehen, die zu beachten wären.
(Firma: Vescomp) #5969792
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S. R. schrieb:
> Ich kann dir auch ohne jahrzehntelanges Datenblattstudium sagen, dass
> jeder Mikrocontroller mit hinreichend hohem Aufwand ausgelesen werden
> kann.

 Ja, nur würde ich
  hinreichend hohen Aufwand
 eher als
  für normale Menschen, bzw. Firmen nicht bezahlbaren Aufwand
 formulieren.

> Nur bringt dir das nichts, wenn du einen auslesen möchtest.

 Immerhin weiß der TO jetzt mit Sicherheit, da er aus zuverlässiger
 quelle einen email bekommen hat, daß diese Möglichkeit besteht.
#5969944
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Marc V. schrieb:
>> Nur bringt dir das nichts, wenn du einen auslesen möchtest.
>
>  Immerhin weiß der TO jetzt mit Sicherheit, da er aus zuverlässiger
>  quelle einen email bekommen hat, daß diese Möglichkeit besteht.

Ich betrachte einen anonymen Gast, der keine Details preisgibt, nicht 
unbedingt als zuverlässige Quelle. Und ob er eine E-Mail bekommen hat, 
ist auch nicht ersichtlich.
OP #5970099
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Hallo zusammen

danke für die vielen Antworten.
Kurz zu meiner Person. Bin zwar Nachrichtentechniking. allerdings 
Schwerpunkt Analog- und Optoelektronik. Meine letzten eigenen 
Erfahrungen mit Controllern liegen 38 Jahre zurück. Weiß natürlich was 
sich damit machen lässt aber sonst nicht mein Thema.
Es handelt sich um eine Sondermaschine, die für uns entwickelt wurde. 
Unterlagen sind rudimentär, die Entwicklungsfirma hat angeblich auch 
nichts mehr... Liegt  20 Jahre zurück.
Intern ist keine Entscheidung gefallen, wie es weiter gehen soll.
Den verbleibenden Controller würde man sicherlich nur in eine 
Wanderkiste legen, wenn man praktisch aufgegeben hat. Ist ja sozusagen 
Goldstaub.
#5970181
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Jakob K. schrieb:

> Es handelt sich um eine Sondermaschine, die für uns entwickelt wurde.
> Unterlagen sind rudimentär, die Entwicklungsfirma hat angeblich auch
> nichts mehr... Liegt  20 Jahre zurück.

Nach zwanzig Jahren Einsatz der Maschine eine Neuentwicklung, mit 
aktueller Technik und dieses Mal ordentlich dokumentiert? Wäre das nicht 
eine echt sinnvolle Option? Unabhängig davon, ob man mit Tricks den 
Prozessor ausgelesen bekommt?
#5970198
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Wenn das eine Sondermachine war stehen die Chancen gar nicht schlecht, 
dass die Lockbits nicht gesetzt sind. Falls du dir das zutraust besorg 
dir einfach den vorgeschlagenen Programmer und lade den Code hier hoch. 
Ich bin sicher es gibt hier genügend Leute die dir sagen können ob der 
Code sinnvoll ist.

Eine Alternative in Berlin kenn ich noch. Die Fa. Taskit sollten in 
jedem Fall über die Kompetenz und Ausstattung verfügen um dir ev. 
weiterhelfen zu können. Die machen seit vielen Jahren mit Controllern. 
Der CT Eprop war beispielsweise deren Produkt. Einfach mal anrufen.

Thomas
Gast #5970223
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In Berlin gab's früher die Firma Segor Elektronik. Falls die noch 
existieren -- vernünftige Programmiergeräte und kompetente Mitarbeiter 
haben sie.


Ein Intel P87C51FA mit aktivem Ausleseschutz liefert 0xFF zurück. Das 
kann auch ein Laie auf den ersten Blick erkennen.
Gast #5970441
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Ausser einem:
> Intern ist keine Entscheidung gefallen, wie es weiter gehen soll.

Eine Antwort auf meine Nachricht ist der TO bis jetzt schuldig 
geblieben.
Er soll sich mal einen anderen suchen. Eine Mail spar ich mir auch.
Das kann er jetzt ja hier nachlesen.

Scheinbar sind seine Erfahrungen im Umgang mit anderen auch 38 Jahre 
alt.
(Firma: Vescomp) #5970509
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... schrieb:
> "Of course the fact that the program in the 8052 could be read and
> examined"

 Welcher fact denn?

 Nur weil jemand behauptet, daß etwas getan worden ist, muß es noch
 lange nicht wahr sein.
 Und was noch schlimmer ist - die meisten dieser Behauptungen sind
 einfach irgendwo aus dem Internet abgeschrieben worden, ohne die
 Originalquelle überhaupt zu kennen und geistern dann weiter als
 absolute Wahrheit.
 Meines Wissens gab es nur einen ernsthaften Versuch mit einigermaßen
 brauchbaren Ergebnissen und das waren die Jungs von irgendeinem Uni
 in US (Ich habe vergessen wo das war, weil für normale Leute überhaupt
 nicht nachvollziehbar).
 Von Kosten, Aufwand und benötigter Ausrüstung will ich gar nicht reden.

 Und wenn in deiner Dokusammlung nur solche "Fakten" existieren, wurde
 ich dir dringend raten, die ganze Sammlung schleunigst wegzuwerfen.


> Sicher auch ein Maerchen.

 Mit Sicherheit.
Beitrag #5970623 wurde von einem Moderator gelöscht.
OP #5971134
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soul e. schrieb:
> In Berlin gab's früher die Firma Segor Elektronik. Falls die noch
> existieren -- vernünftige Programmiergeräte und kompetente Mitarbeiter
> haben sie.
>
>
> Ein Intel P87C51FA mit aktivem Ausleseschutz liefert 0xFF zurück. Das
> kann auch ein Laie auf den ersten Blick erkennen.
 Danke für den Tipp mit Segor bin mit ihnen im Kontakt und werde mein 
Glück dort versuchen.
Dank an alle für die vielen Nachrichten. Bitte um Verständnis, das ich 
nicht jede beantworten kann.
OP #5971143
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Thomas Z. schrieb:
> Eine Alternative in Berlin kenn ich noch. Die Fa. Taskit sollten in
> jedem Fall über die Kompetenz und Ausstattung verfügen um dir ev.
> weiterhelfen zu können.

Danke für den Tipp mit Taskit. Wir versuchen es erst einmal mit Segor 
bin mit ihnen im Kontakt und werde mein Glück dort versuchen.
Dank an alle für die vielen Nachrichten. Bitte um Verständnis, das ich 
nicht jede beantworten kann.
Gast #5971179
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Dieter R. schrieb:
> mit
> aktueller Technik und dieses Mal ordentlich dokumentiert? Wäre das nicht
> eine echt sinnvolle Option?

Die Software ist ja nicht alles, man kennt ja i.d.R. auch die Hardware 
nicht und weiss daher nicht, mit welchen Adressen und Bits z.B. die 
Achssteuerung zu programmieren ist, dafür braucht man ein eigenes 
Handbuch, und für alle anderen Teile der Steuerung auch.

Das das Reengineering so einfach erscheint beruht nur auf 
Ahnungslosigkeit.

Georg

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