Recht einfach ist ein Discovery oder Nucleo Board mit STM32. Da ist ein
Programmer schon drauf und es reicht ST-Link auf dem Rechner, um den MC
über USB zu programmieren. Die Boards gibt es mit Peripherie (Discovery)
oder nahezu Barebone (Nucleo) und in so gut wie allen Spielarten der
STM32 Serie.
https://www.st.com/content/st_com/en/search.html#q=Discovery-t=tools-page=1
DankeAnAlle schrieb:> Was wird in der Industrie so gemacht?
Kein Kinderspielzeug, wie du es dir kaufen willst.
Obwohl 'die Industrie' darauf achtet, dass das spätere Produkt möglichst
billig wird, und ein 3ct Prozessor von Padauk oder Puolop oder 20ct USB
Controller von WCH verbaut, darf die Entwicklungsumgebung dort schon was
kosten, und 'USB-Jack statt Verkabelung' ist für die in der Industrie
angestellten Entwickler kein Thema, die nehmen sogar OTP Controller, und
Starterkits enthalten dort keine Steckbretter.
Du hast also diametral entgegengesetzte Anforderungen, als 'die
Industrie'.
Weils Spass macht! AVR werden in der Industrie schon verwendet (zwari
mmer weniger aber trotzdem). Einfach nicht als Arduino - sondern
Bare-Metal, und da ist nunmal kein USB dabei.
Weil die Aussage von MaWin nur einen kleinen Teil der "Industrie"
widerspiegelt und keinesfalls allgemeingültig ist.
Es gibt Bereiche wo hohe Stückzahlen hergestellt werden, da wird
natürlich jeder Cent optimiert.
Aber es gibt einen mindestens ebenso großen Bereich, in dem die
Stückzahlen deutlich geringer sind. Dort kommen die üblichen
Mikrocontroller von NXP, STM, ehemals Atmel, Microchip usw. zum Einsatz.
Dort stehen die Entwicklungskosten und die Produktionskosten in einem
Verhältnis, bei dem sich der Zeitaufwand die Produktionskosten um ein
paar Cent zu senken zu drücken einfach nicht lohnt.
In der Industrie gibt es ALLES: inclusive aller Hobbyprodukte wie
Raspies oder Arduinos. Einfach weil die Industrie vielfältig ist. Wenn
Du 2 Relais übers Internet von Indien aus bedienen lassen musst, dann
machst Du das mit dem, was Du gerade da hast und kannst. Egal ob das
auch in Stückzahlen zuverlässig wäre. "Industrie" gibt es natürlich auch
in Millionen-Stückzahlen, aber viel öfter ist 1 und Gebastel. Eine
Testkiste, ein intelligenter Umschalter, eine Sensor-Emulation, .... Für
das alles macht niemand ein PCB mit Bare Metal und eigenem RTOS etc.
Also der Weg von
"ich suche ein Starterkit um ein wenig mit µC durchzustarten"
ist von
"Was wird in der Industrie so gemacht?"
etwa so weit entfernt wie
"ich gehe morgen das erste mal zur Schule"
zu
"wo soll ich mich mit meinem Master in genderneutralem Ikebana
bewerben?".
Du lernst auch erst mal mit Fingermalfarben und Wachsmalstiften, bevor
du dann mit CAD etwas zeichnest. Erstmal muss es Spaß machen, dann muss
es funktionieren, dann muss es mal was neues sein und dann muss es gut
gemacht werden. Das ist ein weiter Weg.
Wenn er wirklich was haben will, was in der Industrie eingesetzt wird,
dann müsste man erstmal wissen in welcher Industrie.
In Weißware und Haushaltsgeräte findet man viel Holtek.
In Fahrzeugen Infineon und in vielen anderen Bereichen findet man eher
PiCs, statt AVR.
Dave Jones hatte das einmal in einem Video ziemlich deutlich gesagt.
Ob man mit Cortex anfängt, ist so eine Frage, denn da ist man nicht so
schnell "drinnen", Erstmal 3000 Seiten lesen und(!) verstehen.
Mit Arduino hat man schon einmal schnell etwas zum Laufen bekommen und
hat dann eine vertraute Hardware.
Hätte ich mit Cortex angefangen, ich glaube ich hätte den Krempel nach
kurzer Zeit in die Ecke geworfen. Klar, man kann auch Cube nehmen und
vieles ist schon fertig, aber da wirklich alles verstehen zu wollen, ich
hätte nicht einmal jetzt die Zeit dazu.
Aber alles natürlich nur mein "Point of view".
Wenn ich mir noch was anderes als AVR antue, dann lieber Holtek.
Die Leistung von 32 Bit brauche ich nicht für mein Hobby.
F. F. schrieb:> Ob man mit Cortex anfängt, ist so eine Frage, denn da ist man nicht so> schnell "drinnen", Erstmal 3000 Seiten lesen und(!) verstehen.> [..] Klar, man kann auch Cube nehmen und> vieles ist schon fertig, aber da wirklich alles verstehen zu wollen, ich> hätte nicht einmal jetzt die Zeit dazu.
Ich vermute mal, das kommt etwa aufs selbe raus, ob ich jetzt die ewig
lange PDF zum MCU lese oder mich durch die abertausenden von HAL-Klassen
und Files zwänge, weil ich irgend ein Konzept falsch verstanden habe.
Arduino macht vieles gut, so wie es LabView oder VisualBasic auch tut.
Alles in seinem Bereich.
Carl Egon schrieb:> Arduino macht vieles gut, so wie es LabView oder VisualBasic auch tut.> Alles in seinem Bereich.
Eben!
Wenn ich irgendwas machen, da komme ich meistens mit nem Attiny10 aus.
Lässt sich schön auf einem Arduino Nano testen und wenn es doch großer
werden sollte, ist ja eh schon auf dem Nano.
Anders natürlich, wenn ich das beruflich brauche.
Bei uns ist Infineon in den Steuerungen drin.
Dann wäre klar, das müsste dann halt Infineon sein.
Schau mal in das andere Thema bzgl. Qualitätssicherung von Arduino, da
gibt es genug Pro und Kontra.
+ Es geht natürlich schnell
+ Für einen Anfänger ist es sicherlich einfacher als direkt die Hardware
zu programmieren.
- Die Arduino API dürfte langfristig nicht so stabil sein. C gibt es
seit bald 60 Jahren, C++ bald 30 Jahre, entsprechend lange kann man den
Programmcode verstehen/weiterverwenden. Die Arduino Bibliotheken sind
nach ein paar Jahren vermutlich obsolete.
- Die Hardware wird so weit wegabstrahiert, dass sich komplexere
Aufgaben nicht erledigen lassen.
- In sich geschlossenes Ökosystem. C Compiler für z.B. ARM gibt es wie
Sand am Meer, aber es gibt halt nur ein Arduino. Geht das den Bach
runter war's das.
- Du hast keine Kontrolle über die Qualität der Bibliotheken. Wenn du
was besseres brauchst (Funktionsumfang, Fehlersicherheit, Testabdeckung
usw.), schreibst du es am Ende doch wieder selbst. Betrifft natürlich
eher professionelle Produkte, privat würde es mich aber auch stören.
- Du weist am Ende gar nicht so recht, was du da eigentlich tust. Du
verstehst die Hardware nicht so richtig sondern baust halt nur fertige
Libraries zusammen.
- etc.
- pp.
Ich hab mir damals ein Arudino-UNO Starterset gekauft wie es viele gibt.
Bis auf den UNO und einige Teile des Sets nutze ich davon alles. Ach und
kauf dir gleich noch 120 Kabel extra. 40 je Sorte = papa-papa -/-
papa-mama -/- mama-mama . Die dabei sind sind immer die falschen und zu
wenige. Ist halt so. ;(
Den UNO habe ich inzwischen aus Bequemlichkeit gegen ein NANO
ausgetauscht. Der Grund ist einfach: weniger Kabelfummelei. Ich habe
viele Nanos gekauft. Die stecke ich DIREKT auf das Steckbrett. Dort
bastele ich dann meine Schaltung zusammen und teste sie.
Wenn sie läuft, baue ich sie auf Kicad nach. Erstelle eine Platine und
brenne den Chip mit mein Gulo-Progammer mal eben. Ist ja fast 0 Risiko
da die Schaltung vorher getestet wurde. (Es sei denn das ich Mist gebaut
habe)
ABER ich mache das nur Hobby-Mässig mit den Ziel "Modellbau". Also
keinen Mega-Platinen und nur einseitig. Außer ein paar Kabelbrücken die
ich über die Unterseite verlege wenn es nicht anders geht.
Warum ich das erzähle. Damit du weißt wie ich angefangen habe, und
vielleicht ein ähnlichen Weg gehst. Starterkits gibt es wie Sand am
Meer. Sogar mit hervorragenden deutschen Hilfen und Lieferanten.
Achja. Programmieren kann man die Teile prima in BASIC. Sogar in einer
Art Visual-Basic. www.b4x.com <- da saugen.
Und das Angebot in den Link finde ich viel zu teuer und die
Bauteilauswahl sehr speziell.
Gruß
Pucki
Hallo,
Johannes schrieb:> - Du weist am Ende gar nicht so recht, was du da eigentlich tust. Du> verstehst die Hardware nicht so richtig sondern baust halt nur fertige> Libraries zusammen.
Mit anderen Worten: du machst genau das gleiche wie z.B. bei der
Programmierung von SOCs oder Prozessoren, deren Hardware nicht gänzlich
dokumentiert ist und auf die nur mittels fertiger, nicht einsehbarer
Bibliotheken zugreifen kannst. Komischerweise stört sich daran kaum
jemand, während es beim Arduino offensichtlich ein K.O.-Kriterium für
eine Einsatz darstellt (und das obwohl hier sogar die Quellcodes
einsehbar sind und die Hardware vollständig dokumentiert ist!).
Johannes schrieb:> Korrektur: C gibts natürlich erst seit bald 50 Jahren, nicht 60.
Und C++ rund 40 Jahre.
rhf
DankeAnAlle schrieb im Beitrag #6314620:
> Warum ist der Arduino bei Etechnikern so verhasst?
Weil er vorspiegelt es wäre einfach, aber einfach nur extrem wenig von
dem was ein uC kann zulässt.
Nicht ohne Grund glauben viele Arduino-Anfänger, schon beim 2. Projekt
einen schnelleren Prozessor '400MHz Teensy' zu brauchen, eben weil
Arduino-Code alles so ausbremst.
Johannes schrieb:> - Du weist am Ende gar nicht so recht, was du da eigentlich tust. Du> verstehst die Hardware nicht so richtig sondern baust halt nur fertige> Libraries zusammen.
Naund. Wieso soll man auch das Rad neu erfinden. ???
Ich muss wissen was die Libs machen. Das reicht mir völlig. Meine
Programme auf den PC benutzen Maus und Tastatur trotzdem weiß ich nicht
wie der Tastaturtreiber funktioniert.
Es kommt halt meiner Meinung nach nur darauf an, vorhandene Hilfsmittel
zu nutzen und das was fehlt dazu zu machen. Irgendwie ist das nämlich
immer so.
Assembler ist schöner, Assembler ist schneller, etc. Alle 5 Minuten
was neues. Mir persönlich reicht es völlig wenn ich einen Sprache gut
beherrsche und der Compiler die Übersetzung macht so das derjenige den
ich Programmiere weiß was ich von ihm will.
Und ich programmiere aktuell : Arudino, PC, Raspberry, Android u.s.w.
alles in einer Sprache. Nämlich Visualbasic
O.K. mit Geräte spezifischen Anpassungen, die ich aber mal eben in 1-2
Tagen gelernt habe.
Wie oben schon gesagt, man muss das Rad nicht neu erfinden. Man muss
eine Lösung für ein Problem finden. Nicht mehr und nicht weniger.
Gruß
Pucki
Alexander K. schrieb:> Naund. Wieso soll man auch das Rad neu erfinden. ???
Arduino heisst:
Arduino kaufen
Shield kaufen
Sketch downloaden
Von der albernen Geheimsprache mal abgesehen, mit "Programmieren lernen"
hat das kaum was zu tun, das ist eher so wie sich Hausaufgaben im
Internet zusammenklicken mit Null Lerneffekt.
Und was "die Industrie" angeht: wie populär ein Prozessor (angeblich)
ist, spielt keine wesentliche Rolle, das Wichtigste ist dass er
zuverlässig langfristig lieferbar ist.
Georg
Vieles läuft am Ende auf das Stichwort "Abstraktion" hinaus. Hat immer
Vor- und Nachteile die Abstraktion. Es ist aber auch nicht so, dass jede
Abstraktion immer die gleichen Vor- und Nachteile hat.
Wenn man nicht/wenig programmieren kann und es auch nicht lernen will
ist Arduino vermutlich schon ok. C ist aber, wie bereits angesprochen,
eine 50 Jahre alte Sprache. Die ist echt einfach! Einige werden jetzt
sicher stöhnen, aber vergleicht das mal mit z.B. C++, C#, Rust, Haskell
usw.
C ist nicht umsonst die Lingua Franca in der Informatik, sie ist schnell
gelernt und vermittelt einen sehr guten Eindruck, was die typische
Computerhardware kann. Egal ob x86, ARM, AVR, 8051 etc. Von daher bietet
es sich halt einfach so sehr an.
Johannes schrieb:> C ist nicht umsonst die Lingua Franca in der Informatik, sie ist schnell> gelernt und vermittelt einen sehr guten Eindruck, was die typische> Computerhardware kann.
Und ermöglicht dir eine Grosszahl an Fehlern, eben WEIL sie so einfach
ist (e.g. dangling pointer, buffer overflow, buffer overread, double
free, ....). Da hab ich lieber eine Sprache wie Rust die zwar
schwieriger zu lernen ist, aber dafür viele Fehlerquellen by design
schonmal ausschliesst.
Wenn du Rust kennst solltest du doch wissen, dass das nicht (wirklich)
auf Mikrocontrollern läuft.
Außerdem geht es hier um den Einstieg für Leute, die sich weniger für
Computersoftware sondern eher für Mikrocontroller interessieren.
Ich nehme auch selbst auf uCs nur noch C++ weil einfach angenehmer. Tut
hier aber nix zum Thema beitragen, gell?
Johannes schrieb:> Wenn du Rust kennst solltest du doch wissen, dass das nicht (wirklich)> auf Mikrocontrollern läuft.
Woher hast du den schmarren? Ja, Xtensa und AVR sind noch nicht
offiziell unterstützt, ARM und MSP430 ist aber absolut brauchbar:
https://docs.rust-embedded.org/
Im speziellen die Controller von Nordic (nRF52) sowie von STM (STM32)
sind hervorragend unterstützt, auch was HAL angeht. Alle anderen Cortex
kann man problemlos programmieren, hat aber evtl keine HAL dazu -
sondern nur eine Abstraktion über die Register (wie man es von den AVRs
in C kennt).
Hier eine Liste mit vielen Dingen in Rust:
https://github.com/rust-embedded/awesome-embedded-rustJohannes schrieb:> Außerdem geht es hier um den Einstieg für Leute, die sich weniger für> Computersoftware sondern eher für Mikrocontroller interessieren.
Und genau der wird zum Verhängnis, wenn man es falsch lernt - respektive
kein tieferes Wissen hat.
Man merkt, dass du dafür Werbung machen willst. Ist ja gut und schön,
gehört hier aber nicht hin, oder?
Ich schätze vom Codeanteil her ist Rust auf uC noch sehr
experimentell. Was denkst du kommt da realistisch raus? Über alle µC?
1%? Ist vermutlich immer noch zu hoch gegriffen.
Was bringt es denn, dem TE hier eine Programmiersprache vorzustellen,
die
1. auf seiner Zielarchitektur (AVR) nicht läuft, und die
2. so experimentell ist, dass sich erst mal zeigen muss, ob da was
langfristiges draus wird?
Erklär mir doch mal kurz den Sinn dahinter.
Sucher schrieb:> Und ermöglicht dir eine Grosszahl an Fehlern, eben WEIL sie so einfach> ist (e.g. dangling pointer, buffer overflow, buffer overread, double> free, ....). Da hab ich lieber eine Sprache wie Rust die zwar> schwieriger zu lernen ist, aber dafür viele Fehlerquellen by design> schonmal ausschliesst.
Viele Fehler kannst du nicht "by Design" ausschließen, weil deren
Vermeidung zur Laufzeit stattfinden muss. Das hat mit der Sprache schon
mal wenig zu tun.
Sage mir, wie du "per Design" den Fehler ausschließen willst, dass zur
Laufzeit ein Array mit Benutzerdefinierter Länge n angelegt wird, aber
dann n+1 Element reingeschrieben werden.
1.) Ist das völlig unabhänging von der Sprache.
2.) Dazu musst du zur Laufzeit eine Prüfung in den Code einbauen. Und
schon hast du auf Systemebene ein Problem. Weil das alles Rechenzeit und
Speicher kostet. In C verzichtet man absichtlich auf solche Features
weil sie nicht umsonst zu haben sind. Und solcher "automatisch"
eingefügter Check-Code das Programm viel weniger vorhersagbar macht.
Für die Systementwicklung brauchst du an einer Stelle eine Sprache
welche direkt und ohne solchen Overhead daherkommt. Daher ist sie auch
auf Controller so verbreitet. Es ist gut und schön wenn es Rust und Java
gibt, mit Garbage Collector und allem. Aber auf Systemebene will man das
meistens nicht.
Natürlich versteht das aber ein LED-Blink-Programmierer nicht sofort,
weil alles was der sieht, sein verkorkstes Array und einen Null-Pointer
ist, was man sooo leicht hätte vermeiden können. ja, bei einem 5 Zeilen
Programm geht das.
Oh, jeee ...
Hier sind ja wieder die Arduino Basher/Ablehner unterwegs....
Lügen, keine Ahnung davon haben und die Unwahrheiten predige predigen
und predigen....
Mir ist völlig egal, wer welches Board/µC oder IDE nutzt!
Ja, Arduino bietet einen einfachen ersten Zugang, auch durch das
Framework welches auf allen µC (für die es eine Boarddefinition gibt)
funktioniert.
Und das dürften so ziemlich alle µC sein, für die es C/C++ Kompiler
gibt.
Noch beschränkt auf den Gcc.
Aber das ändert sich z.Zt.
Niemand ist gezwungen die IDE zu verwenden.
Gibt mittlerweile genügend andere IDEs, welche den Arduino Zoo
unterstützen.
Ein eigener Editor lässt sich integrieren.
Auch Kommandozeilenliebhaber werden unterstützt.
Niemand ist gezwungen das Framework zu verwenden.
Lässt man setup() und loop() weg, und setzt stattdessen eine main() ein,
ist das Framework außen vor.
Niemand ist gezwungen die Arduino Boards zu verwenden.
Die vielen Tausend Libs, kann man lieben, oder hassen, weglassen, oder
selber bessere schreiben.
Viele Programme, in C, C++ und Assembler, die gar nicht speziell für
Arduino geschrieben wurden, lassen sich mit der Arduino IDE problemlos
kompilieren und übertragen.
Das habe ich hier schon dutzende von malen vorgeführt.
Also, nochmal:
Es ist mir egal, ob du mit Arduino anfängst.
Du wirst sowieso viel lernen müssen.
Du musst die Sprache lernen, C,C++ oder/und Assembler
Du musst die Datenblätter studieren, wenn du "Fortschritte" machen
willst.
Aber prüfe die hier in diesem Thread aufgelisteten Argumente sorgfältig,
denn vieles ist einfach nur Dummschwätz von Leuten, welche sich GEGEN
Arduino entschieden haben, und jetzt die eigene Entscheidung vor sich
selber rechtfertigen. Durch stetes predigen (von Unwahrheiten,
Verallgemeinerungen) ihre eigene Rechtfertigung bauen.
Hmmm schrieb:> Alexander K. schrieb:>> Ich muss wissen was die Libs machen. Das reicht mir völlig.>> Sobald Du etwas Timing-Kritisches machst, reicht das nicht mehr.
Oder gar zwei Funktionen nutzen willst, welche die gleiche Ressource
(Pin, Timer etc.) nutzen.
Bei den meisten recht es ja schon nicht für einfachstes "Multitasking".
Eine LED blinken lassen und gleichzeitig auf ein Byte per UART zu warten
ist schon die große Hürde.
Lieber ordentlich lernen wie es geht anstatt eine Krücke welche aufgibt
sobald man aufrecht stehen will.
DankeAnAlle schrieb:> Moin,>> ich suche ein Starterkit um ein wenig mit µC durchzustarten.
Das geht nicht. Durchstarten kann man nur, wenn man sich schon im Flug
befindet, aber die Landung abbrechen muß. Ein wenig durchstarten geht
auch nicht, weil man unweigerlich abstürzt, wenn man die
Mindestgeschwindigkeit nicht hält.
DankeAnAlle schrieb im Beitrag #6314620:
> Warum ist der Arduino bei Etechnikern so verhasst?
Einige gibt es da, die mussten sich durch den Controller zu Fuß kämpfen
und meinen, jeder der das nicht macht, darf eigentlich keinen Controller
anfassen.
Warum in C?
Weil Arduino eben beschränkt ist auf die unterstützten Controller.
Attiny10 Code kann ich auf auf nem Uno oder Nano schreiben und testen,
wenn ich fertig bin, schreibe ich eben die Ports um und packe so einen
Tiny in meinen Adapter (selbstgebaut) und löte ihn programmiert in die
Schaltung. Da so ein Tiny auch nicht unendlich Speicher hat, könnte es
mit Arduino Code etwas eng werden.
F. F. schrieb:> Da so ein Tiny auch nicht unendlich Speicher hat, könnte es> mit Arduino Code etwas eng werden.
Mit dem Framwork: Ja!
Da ist schlicht kein Raum für...
Was aber nicht heißen muss, dass man den Tiny10 nicht mit der Arduino
IDE bespielen kann!
http://www.technoblogy.com/show?1YQY
Niemand bestreitet, dass Arduino auch Vorteile haben kann. Viele sind
sich halt nur den Nachteilen nicht bewusst. Man kann damit recht schnell
schöne Sachen machen, benutzt aber eben vielleicht nur ~20% der
Möglichkeiten der Hardware.
Das sollte einem klar sein. Dazu mal ein Beispiel aus dem echten Leben:
Aufgenommen werden soll der Stromanstieg über eine Spule an DC.
(Messgerät)
Dafür wurde diese über ein FET gegen eine Spannung geschaltet.
Per ADC wurde die Spannung über einen in Reihe liegenden Shunt gemessen,
natürlich über die Zeit. (Also nicht nur ein Messwert.) Parallel dazu
noch 2 weitere Spannungswerte, ebenfalls über die Zeit.
Die Zeitdauer, für die die Spule gegen die Spannung geschaltet wurde,
sollte präzise einstellbar sein im Bereich von µs. Sonst raucht es recht
schnell.
Die ADC Aufzeichnung soll schon kurz vor dem Schalten der Spule gegen DC
anfangen.
Die Kurven per USB an einen Rechner, ohne FTDI oder andere
Zwischenchips.
Da das ganze periodisch reproduzierbar ist, reichte ein STM32F103 aus.
Die Abtastrate lag bei 72MSPS für jeden ADC Kanal (kein Witz!). Die
Zeitauflösung sowohl für den Vorlauf als auch die On-Zeit der Spule bei
1/72MHz.
Wenn man die Timer sinnvoll verschaltet, lässt sich mit dem ADC
problemlos eine Überabtastung realisieren, bei der der ADC bei jeder
Iteration einen CPU Takt verzögert aufnimmt. Die Analogbandbreite vom
ADC liegt um die ~5MHz. Mit den Timern kann man auch die anderen Pulse
sauber und taktgenau positionieren. Dafür wurden 4 Timer miteinander
verschaltet.
Sowas geht mit Arduino halt einfach nicht. Sowas geht auch mit einer
400MHz CPU mit Arduino nicht.
Johannes schrieb:> Sowas geht mit Arduino halt einfach nicht.
Habe das nicht geprüft...
Wenn du die analogRead() Funktion meinst, dann wirst du sicherlich recht
haben.
Aber warum das mit Arduino nicht gehen soll, hast du leider vergessen zu
sagen. Damit ist dein Argument leider etwas Sinnentleert..
Aus meiner Sicht, geht alles, was mit handgedengeltem Code geht auch mit
der Arduino IDE.
Ausnahme:
Wenn man die verwendete, und dafür zwingend notwendige, ToolChain nicht
in die IDE integrieren kann.
Wie schon gesagt:
Die Arduino Ide zwingt niemanden das mitgelieferte Framework zu nutzen.
georg schrieb:> Arduino heisst:> Arduino kaufen> Shield kaufen> Sketch downloaden
Arduino kaufen <- hab ich gemacht
Shield kaufen <- hab ich noch nie gemacht
Sketch downloaden (wenn du meinst aus den Internet habe ich das auch
noch nie gemacht.
Das einzige was ich oft mache ist mir die kleinen China-Module zu
kaufen, weil mir das etwas Zeit und Arbeit während der Entwicklungsphase
spart.
Fakt ist :
Ich benutze den Arduino weil er
1.) Sehr günstig ist.
2.) Eine Software mal eben schnell geschrieben ist.
3.) Er für die meisten meiner Zwecke reicht.
Ich muss kein Quad-Core-Prozessor mit X-GB Ram haben um ein kleines
Programm zu schreiben.
Ich habe meine ersten Programme auf einen ZX-81 mit 1 KB Ram entwickelt
und die liefen auch prima. Diese Unsitte in den letzten 30 Jahren immer
mehr Mist in ein Programm / Entwicklungsumgebung zu machen damit man
neue CPU's / RAM verkaufen kann die den Wust verwalten kann kotzt mich
eh an.
Als Beispiel : Ich habe neulich ein Grafikkartentreiber mit 1.4 GB
runter geladen. Was für ein Wahnsinn.
Ich baue in meine Modellautos eine vernünftige Beleuchtungssteuerung mit
Situationsbeleuchtung ein. Das geht mit einen Atiny85 (ne Art
mini-Arduino halt) prima. Inkl. Auslesen einer Infrarot-Diode mit der
ich die verschieden Beleuchtungsprogramme schalten kann.
Fakt ist also. Es ist wie bei allen.
Wenn man seine Sachen halbwegs optimieren kann, und die Hardware an die
Aufgabe anpasst geht vielen mit kleinen Teilen.
Ich würde ein Arduino auch nicht dazu verwenden meine
Excel-Kalkulationen zu berechnen obwohl ich weiß der Prozessor auch
rechnen kann.
Einfach gesagt gilt der Spruch : "jedem tierchen sein pläsierchen".
Und C ist sowieso eine Sprache die vor Libs nur so trieft. Oder wozu
brauche ich 1 Mio. *.h Dateien zum Compilieren wenn eine normale
Textdatei das auch macht. ???
Gruß
Pucki
Alexander K. schrieb:> Und C ist sowieso eine Sprache die vor Libs nur so trieft. Oder wozu> brauche ich 1 Mio. *.h Dateien zum Compilieren wenn eine normale> Textdatei das auch macht. ???
Nicht jedes Header-File bedeutet eine weitere Library. Im einfachsten
Fall hast Du die libc und ggf. die libm, sonst nichts. Und je nach
Anwendungsfall kannst Du auch die weglassen.
DankeAnAlle schrieb:
> Warum ist der Arduino bei Etechnikern so verhasst?
.....geproggt...proggen...Kein Bock.....
------------------------------------------------------
Eventuell ist es nicht das Arduino-Universum welches so verhasst ist,
sondern d13 3l173 w3lch3 v3r5uch7 35 zu v3rw3nd3n.
>Bräuchte also so gut wie alles
Multimeter und Lötkolben hast du schon?
u.A. wären Lötzinn und Lochrasterplatinen aus dem Set sonst ziemlich
nutzlos.
es ist sehr löblich dass du versuchst dich an aktuellen
Industrie-Standards zu orientieren!
Aber du solltest eher stehen/gehen lernen anstatt zu erwarten sofort
Meister in der uC-Programmierung zu sein.
"proggen" alleine reicht da nicht (oder es endet beim Raspberry Pi 4 mit
8GB fürs LED-Blinken lassen)!
Hi
Scheinbar habt ihr mit eurem Fachgequatsche den Fragesteller vergrault.
Bei eurer netten Diskussion um Controller und Sprache habt ihr
vergessen, das der Fragesteller null Ahnung hat, was die Arbeit mit
einem Controller bedeutet. Von der Hardware bis zur Software muss alles
gelernt werden. Mögliche Ausnahme, man hat ein entsprechendes Studium
"Informatik' oder 'Elektronik" und bekommt Vorgaben vom Kunden oder
Arbeitgeber. Allgemein würd ich aber sagen, ein Controller allein nützt
gar nix, wenn's denn mit der Peripherie harpert. Sprache allein nützt
gar nix, wenn man keine Ideen hat oder keine Vorgaben bekommt. Das
Ganze ist ein langwieriger Lernprozess. Nicht selten auf Hardware- und
Softwareebene gleichzeitig. Da ist nix mit "ich Kauf mir Mal ne
Milch,schüttel sie ein bisschen und genieß das Ergebnis". Da sind schon
ein paar Rezepte zu lesen, um einen Kuchen zu backen.
Also, DankeanAlle, vergiss erst Mal alles, was du von Controllern gehört
hast. Was willst du bauen? Hast du ein Ziel? Wenn ja, dann prüfe, ob du
dafür eine Elektronik brauchst und im Weiteren, ob ein Controller
erforderlich ist. Dann schau dich um, welcher Elektronikhandel deinen
Bedarf decken kann. Google hilft dir da auch ein bisschen. Wenn du dann
dein Ziel umsetzen willst, egal mit welchem Controller, dann kannst du
in der Regel hier auch kompetente Hilfe bekommen.
Gruß oldmax
Naja, wir (inkl. ich) haben den Fragesteller einige GUTE Starter-Kits
empfohlen. Die muss er sich nur kaufen. Und sich dann dadurch wusseln.
Und gerade der Arduino ist für so Leute ja entwickelt worden. Mit im
Schnitt weniger als 100 Euro ist man voll dabei.
NUR
Es ist noch kein Meister vom Himmel gefallen. Und vor den Erfolg hat man
halt die Arbeit gesetzt. Ich persönlich habe auch alles mir
autodidaktisch bei gebracht.
Sicher sind da Lücken. Aber eins ist sicher. Wo ich einmal viel Zeit mit
verbracht habe, das weiß ich noch in 100 Jahren. ;)
Gruß
Pucki
Hi
Nun, viele von uns haben gute Ansätze gezeigt, sicher, aber wer soweit
unten wie der Fragesteller anfängt, der hat ein Problem mit der
Diskussion um Programmiersprachen und spezielle Controller. Aufzeigen,
welche Sprachen und welche Controller es gibt,ok, aber ein Glaubenskrieg
jedweder Art ist hier fehl am Platz. Ich persönlich glaub auch nicht,
das der Fragesteller überhaupt ein Interesse an Controllern hat, es ist
halt eine Frage eines, sagen wir mal, naiven Jugendlichen, der glaubt,
es reichen ein par Bauteile, um bei einer Bewerbung in den Lebenlauf
"µC" schreiben und mitreden zu können. Aber sorry, das ist meine
persönliche Meinung und mein persönlicher Eindruck aus der Fragestellung
heraus. Vielleicht irre ich mich und da gebe ich ihm gern eine Quelle,
die ihm auf eine unkomplizierte Weise den Umfang des Umgangs mit
Programmiersprachen und Controllern zeigt.
https://www.makerconnect.de/media/user/oldmax/PC%20und%20Mikrocontroller%20Teil%201%20und%202%20Stand%2026.07.2019.pdf
Aber vermutlich wird er sich das nicht antun. Da muß man lesen und
nacharbeiten. Dennoch, vielleicht hilft es dann wenigstens anderen
Anfängern.
Wer nicht zu sehr fixiert auf einen Controller und eine Sprache ist,
kann leicht viele Informationen auf andere Systeme umsetzen, weil jeder
Schritt mit dem Sinn dahinter erklärt ist. Aber ich sage nicht, das es
leichte Lektüre ist.
Gruß oldmax