chris_ schrieb:> Was könnte man nützliches damit machen?
Lass mich raten: nichts
Selbst das unter alten Leuten beliebte Schwelgen in Erinnerungen kannst
du damit vergessen, denn diese Generation ist längst ausgestorben.
chris_ schrieb:> Was mich interessieren würde: Welche Programme wären für eine PDP-11> verfügbar? Was könnte man nützliches damit machen?
Mit RT-11 könnte man mal versuchen, in den Real-Time Bereich
einzubrechen.
Kann wer 8"-Scheiben (hard sector) lesen? Dann könnte ich auch noch ein
Basic beisteuern.
chris_ schrieb:> Was könnte man nützliches damit machen?
Einen Fortran-Compiler installieren - es gibt immer noch viel
Fortran-Software im wissenschaftlichen Bereich, nur so als Beispiel
Berechnungssoftware für die Ablenkmagnete in Massenspektrometern. Du
musst dir die Programme halt compilieren.
Georg
chris_ schrieb:> Welche Programme wären für eine PDP-11> verfügbar?
Das Kopierprogramm hiess PIP (peripheral interchange program),
Backups wurden mit BRU (Backup and Restore Utility) erstellt (auf
Bandlaufwerke).
Mehr weiss ich im Moment nicht, ich bin zwar noch nicht ausgestorben,
aber lange her ist es trotzdem.
Wechselplattenlaufwerke mit ca. 1x1x1,2m LxBXH mit Wechselplattenstapeln
mit 11 Platten ca. 40x15cm dxH hatten sagenhafte 58 MByte.
wendelsberg
chris_ schrieb:> Hier hat einer einen PDP-11 Emulator gebaut und lässt ihn auf> verschiedenen Mikrocontrollern laufen:>> https://hackaday.com/2021/11/19/run-unix-on-microcontrollers-with-pdp-11-emulator/>> Was mich interessieren würde: Welche Programme wären für eine PDP-11> verfügbar? Was könnte man nützliches damit machen?
Unix V6. Wir hatten das auf einer 11/40E, die erste Unix-Installation
auf dieser Seite des Teichs. Die 40E war mikroprogrammierbar. Es gab
nur 5, wir hatten 2 davon. Jemand, dem's vor garnix gegraust hat,
hat eine UCSD-ähnliche Maschine mikroprogrammiert. Die war brutal
schnell für damals.
UCSD-Pascal lief natürlich auch.
Wendels B. schrieb:> Wechselplattenlaufwerke mit ca. 1x1x1,2m LxBXH mit Wechselplattenstapeln> mit 11 Platten ca. 40x15cm dxH hatten sagenhafte 58 MByte.
Nicht nur größer, als eine Waschmaschine, sondern auch höheren
Stromverbrauch.
Am meisten Spaß hat mir damals das wechseln, putzen und justieren der
Köpfe gemacht.
Hatten so ab 1982 herum eine PDP/11 im Gestell mit 128 kB
Hauptspeicher, 2x5-MB-Wechselfestplatten, verschiedene VT100 und VT220
und hauptsächlich lief Assembler und Linker für die Motorola-MC6809
darauf, OS war VMS. Dazu HPGL-Plotter und irgendeine selbstgestrickte
Hardware, die die S11-Intel-Hexe in die MCUs schob. Backup mit
Scheibenwechsel der Festplatten war nicht ohne, damit nicht hinterher
spanabhebende Datenverarbeitung einsetzte.
> UCSD-Pascal lief natürlich auch.
An dem Tag an dem das auf einem Mikrocontroller laeuft bau
ich auch mal was retromaessigens nach.
Ich hoffe man muss dann auch die SD-Karte crunchen. :-)
Olaf
Moin, -
> verfügbar? Was könnte man nützliches damit machen?
Nuetzlich ist immer im Auge des Betrachters: Ich finde es beeindruckend,
dass man mit einen kleinen Arduino-artigen Microcontroller einen
kompletten Schrank ersetzen kann. Das man nur 5V USB-Versorgung braucht
und nicht 16A/230V verwenden muss.
Das dieses kleine Ding die gleiche Rechenleistung wie eine PDP11
anbietet.
Das zeigt doch schon etwas den Fortschritt in den 35 Jahren.
Ich habe noch eine uVAX II hier stehen (im Vollausbau: 16MB RAM), boot
dauert ca. 10 Minuten. Netzwerkanschluss nur mit 10MB/s. Eine simulierte
VAX auf einem Raspberry3 ist deutlich schneller...
Gruesse
Th.
> Ich habe noch eine uVAX II hier stehen (im Vollausbau: 16MB RAM), boot> dauert ca. 10 Minuten.
Dann regen sich die Verwoehnten heute auf wenn ihr neues Oszi 1min zum
booten braucht. :-D
Olaf
> Arduino-artigen Microcontroller einen> kompletten Schrank ersetzen kann
Nur beim gemeinen Steckbrettbastler.
Und da ist, auf die Evolution bezogen, gerade mal der Füsch
aufs Land gekrabbelt.
Olaf schrieb
>> UCSD-Pascal lief natürlich auch.>An dem Tag an dem das auf einem Mikrocontroller laeuft bau>ich auch mal was retromaessigens nach.>Ich hoffe man muss dann auch die SD-Karte crunchen. :-)
In dem Repository sind ja auch OS-Images mit drinn:
https://gitlab.com/ChloeLunn/sam11/
Leider sieht man ja nicht, was auf den Images drauf ist. Es könnte ja
sein, dass ein Pascal mit dabei ist ...
Georg schrieb:> Einen Fortran-Compiler installieren - es gibt immer noch viel> Fortran-Software im wissenschaftlichen Bereich, nur so als Beispiel
Das meiste dürfte als Lochkarte in irgendwelchen Pappkartons in
irgendwelchen Magazinen verschimmeln :-)
Gruß Rainer
Olaf schrieb:>> Ich habe noch eine uVAX II hier stehen (im Vollausbau: 16MB RAM), boot>> dauert ca. 10 Minuten.>> Dann regen sich die Verwoehnten heute auf wenn ihr neues Oszi 1min zum> booten braucht. :-D
An einer VAX-11/780 mit ähnlicher Leistung und 8 MB RAM konnten ein
Dutzend Studenten ihre Arbeit verrichten. Gleichzeitig. Nur wurde die
natürlich nicht alle paar Minuten neu gestartet.
Eng wurde es nur, wenn einige anfingen, darauf Space Invaders zu
spielen. Weshalb sowas routinemässig von der Platte gefegt wurde.
Günter R. schrieb:> OS war VMS
nee Günther, VMS war das VAX-Betriebssystem. Auf der 11 liefen RT11 oder
RSX-11.
... ausgestorben bin ich auch (noch lange??) nicht.
Kutte R
>Auf der 11 liefen RT11 oder RSX-11.
Mir sind die Eigenschaften dieser Betriebssysteme noch nicht so ganz
klar.
Was könnte man damit tun, wenn man das Ganze auf einen ESP32 portiert
und die Portpins für das System verfügbar machen würde?
(prx) A. K. schrieb:> An einer VAX-11/780 mit ähnlicher Leistung und 8 MB RAM konnten ein> Dutzend Studenten ihre Arbeit verrichten. Gleichzeitig. Nur wurde die> natürlich nicht alle paar Minuten neu gestartet.
Außer man saß ahnungslos am Server und hatte keine Ahnung davon. Wie man
ein defektes Eigenprogramm stoppt, wußten wir nicht. Da drückten wir
immer Knöpfchen. Irgendwann fiel uns das zeitlich koordinierte
Aufstöhnen der anderen Arbeitsplätze auf... :-)
Rainer V. schrieb:> Das meiste dürfte als Lochkarte in irgendwelchen Pappkartons in> irgendwelchen Magazinen verschimmeln :-)
Ja, und die halten eine Ewigkeit, länger als Bänder,CDs usw. Für einen
Retro-Bastler dürfte es doch kein Problem sein, einen Lochkartenleser zu
bauen. Für den hätte man Futter für Jahre.
Georg
chris_ schrieb:> Hier hat einer einen PDP-11 Emulator gebaut und lässt ihn auf> verschiedenen Mikrocontrollern laufen:>> https://hackaday.com/2021/11/19/run-unix-on-microcontrollers-with-pdp-11-emulator/>> Was mich interessieren würde: Welche Programme wären für eine PDP-11> verfügbar? Was könnte man nützliches damit machen?
Ja das waren noch Zeiten.
Der sowjetische PDP-11/30 (E60) an unseren Geräten
(Schablonen-/Waferbelichter) für die Halbleiterindustrie dran.
Sagenhafte 28kB Hauptspeicher und ein Dualfloppylaufwerk (das Teil wog
knapp 60Kg) für 8" Scheiben. An PIP, DUP und den Basicinterpreter kann
ich mich auch noch erinnern. Gestartet wurde das Ding mit 173000G vom
Floppy 0. Vom Floppy 1 ging es auch da mußte erst den Starzeiger
händisch umbiegen und dann wurde da mit 173004G gebootet.
Diverse Spiele im im Textmodus bzw. mit Pseudografik gab es auch. Bei
uns war da ein Adventure, Tetris, so ein Ballerspiel und Pacman im
Umlauf.
Am Elektronenstrahlbelichter war der größere E100 dran. Der hatte dann
Wechselplattenlaufwerke. Ob der auc noch die Standardfloppys hatte kann
ich gar nicht mehr sagen.
Interressant war das auf so eine 8" Scheibe mit 128kB das
Betriebssystem, das Steuerprogramm für die Maschine, ein Testsystem und
noch diverse andere Sachen drauf passten und da war immer noch genug
Platz für Anwenderdaten.
Georg schrieb:> Für einen> Retro-Bastler dürfte es doch kein Problem sein, einen Lochkartenleser zu> bauen
Na ja, wo heute jeder seinen 3-D-Drucker zusammenbaut und dann sein
individuelles Blinklicht designed, wird ein Lochkartenleser
wahrscheinlich keine Herausforderung sein...
Gruß Rainer
Rainer V. schrieb:> Na ja, wo heute jeder seinen 3-D-Drucker zusammenbaut und dann sein> individuelles Blinklicht designed, wird ein Lochkartenleser> wahrscheinlich keine Herausforderung sein...
Stattdessen kann man auch einfach einen normalen Flachbett- oder
Durchzugscanner oder auch eine schnöde Digitalkamera verwenden.
Zeno schrieb:> Ja das waren noch Zeiten.> Der sowjetische PDP-11/30 (E60) an unseren Geräten> (Schablonen-/Waferbelichter) für die Halbleiterindustrie dran.> Sagenhafte 28kB Hauptspeicher und ein Dualfloppylaufwerk (das Teil wog> knapp 60Kg) für 8" Scheiben. An PIP, DUP und den Basicinterpreter kann> ich mich auch noch erinnern. Gestartet wurde das Ding mit 173000G vom> Floppy 0. Vom Floppy 1 ging es auch da mußte erst den Starzeiger> händisch umbiegen und dann wurde da mit 173004G gebootet.> Diverse Spiele im im Textmodus bzw. mit Pseudografik gab es auch. Bei> uns war da ein Adventure, Tetris, so ein Ballerspiel und Pacman im> Umlauf.> Am Elektronenstrahlbelichter war der größere E100 dran. Der hatte dann> Wechselplattenlaufwerke. Ob der auc noch die Standardfloppys hatte kann> ich gar nicht mehr sagen.> Interressant war das auf so eine 8" Scheibe mit 128kB das> Betriebssystem, das Steuerprogramm für die Maschine, ein Testsystem und> noch diverse andere Sachen drauf passten und da war immer noch genug> Platz für Anwenderdaten.
So ein Ding habe ich noch, genauer den Rechnereinschub und das
Doppelfloppy. War nun 5 Jahre nicht an, aber ich hatte es repariert. Das
ist der Rechnertyp auf dem Tetris ursprünglich geschrieben wurde. Space
Invaders und solchen Kram habe ich dazu auch. Ich muß nur mal irgendwann
das CM5300.01 mal da anschließen, reparieren und ausprobieren.
Das Doppelfloppy GDM7012 wiegt bei Weitem keine 60Kg, im zugehörigen
Handbuch steht "ne bolje 27Kg". Es entspricht übrigens in Bauart und
Größe dem RX02 und wird intern durch 2 kaskadierte AM2901 (K1804WS1)
gesteuert, mikroprogrammierte Bit Slices.
Gruß,
Pille
Pille schrieb:> Das Doppelfloppy GDM7012 wiegt bei Weitem keine 60Kg, im zugehörigen> Handbuch steht "ne bolje 27Kg"
Das könnte hinkommen. Eine meiner ersten Steuerungen für Messmaschinen
in der Autoindustrie war ein 19-Zoll-Einschub mit 2 8-Zoll Floppies
(BASF) für die Werkzeugdaten. Aber zur Montage der Steuerung an der
Messmaschine waren schon 2 starke Männer nötig.
Bei 60 kg hätte man wohl einen Werkstattkran gebraucht.
Georg
Andreas S. schrieb:> Stattdessen kann man auch einfach einen normalen Flachbett- oder> Durchzugscanner oder auch eine schnöde Digitalkamera verwenden.
Ich will nur der Ordnung halber erwähnen, dass "richtige" Programme
(Fortran) schon mal 3 Schuhkartons Lochkarten bedeutet haben. Das liest
man ganz sicher nicht mit Spielzeug...und ehrlich gesagt, glaube ich
doch schon, dass die wirklich wichtigen Programme natürlich schon lange
irgendwie aus der Lochkarte weg archiviert wurden. Oder sie wurden
später überarbeitet und dann direkt in Silizium geschrieben. Als
Bastelprojekt allerdings wirklich schön, wie man sehen kann!
Gruß Rainer
chris_ schrieb:> Welche Programme wären für eine PDP-11> verfügbar? Was könnte man nützliches damit machen?
Du könntest dc https://en.wikipedia.org/wiki/Dc_%28computer_program%29
darauf laufen lassen "When its home Bell Labs received a PDP-11,
dc—written in B—was the first language to run on the new computer, even
before an assembler." und dann mit diesem selbsterklärenden Programm
Primzahlen berechnen.
echo
'2p3p[dl!d2+s!%0=@l!l^!<#]s#[s/0ds^]s@[p]s&[ddvs^3s!l#x0<&2+l.x]ds.x' |
dc
oder mit diesem Programm e auf 2570 Stellen genau berechnen:
https://rosettacode.org/wiki/Calculating_the_value_of_e#dc
Pille schrieb:> Das Doppelfloppy GDM7012 wiegt bei Weitem keine 60Kg, im zugehörigen> Handbuch steht "ne bolje 27Kg".
Da gab es 2 Sorten Floppies. Eines das war ein Würfel (erste Bauform),
danach es ein "relativ" flaches, das hatte aber eine größere Tiefe und
passte somit nicht mehr in die DDR-Standardelektronikschränke, weshalb
dann dort Rucksackrückwände erforderlich waren. Ich mußte mal so ein
neueres Floppy von unserer Basis in Moskau nach Leningrad bringen, das
habe ich alleine nicht heben können. Das war definitiv schwerer als ein
Sack Zement und die wogen damals 50kg.
Georg schrieb:> Bei 60 kg hätte man wohl einen Werkstattkran gebraucht.
2 starke Männer verzeifeln an an 60kg? Kann ich mir nicht vorstellen.
Wir haben seinerzeit das Reticlesystem (so um die 80kg) zu zweit auf den
Belichter gewuchtet. Mehr Leute wären da aus Platzgründen auch gar nicht
möglich gewesen.
Rainer V. schrieb:> Das meiste dürfte als Lochkarte in irgendwelchen Pappkartons in> irgendwelchen Magazinen verschimmeln :-)> Gruß Rainer
das glaube ich nicht, dass jemand auf einer PDP11 in Fortran mit
Lochkarten gearbeitet hat. Dafür waren die Kisten denn doch zu modern
und hatten Editoren für Displayterminals (VT52/VT100). Ein
Lochkartenleser war damals viel!!! zu teuer.
Bei kleinen Rechnern waren es eher Lochstreifen. Damit konnten viele
Fernschreiber etwas anfangen, auch bekannt als TTY. Kommt das Kürzel
bekannt vor? ;-)
Terminals kamen deutlich später auf, als die ersten PDP-11. Die heute
bizarr anmutenden Möglichkeiten der C-Shell von UNIX, in der
Kommandozeile zu editieren, werden unter dem Hintergrund der beliebten
weil günstigen Teletypes verständlich.
Vor ungefähr 3 Jahren hatte ich ja ein ähnliches Projekt vorgestellt:
https://hackaday.com/2018/06/03/its-unix-on-a-microcontroller/
Was ich dabei sehr interessant fand, einerseits dass man den Kernel noch
einigermaßen überblicken konnte. Und so konnte ich z.B. recht einfach
/dev/adc0 implementieren, um den ADC des µC auszulesen. Kernel
compilieren hat eh' nur knapp 5 Minuten gebraucht...
Außerdem war es ein Spielfeld zur Geschwindigkeits-Optimierung und
PowerPC ASM, den Emulator hatte ich bewusst komplett neu geschrieben um
bestimmte Dinge auszuprobieren (z.B. komplexe Sprungtabellen).
Jörg
(prx) A. K. schrieb:> Bei kleinen Rechnern waren es eher Lochstreifen. Damit konnten> viele> Fernschreiber etwas anfangen, auch bekannt als TTY. Kommt das Kürzel> bekannt vor? ;-)>> Terminals kamen deutlich später auf, als die ersten PDP-11. Die heute> bizarr anmutenden Möglichkeiten der C-Shell von UNIX, in der> Kommandozeile zu editieren, werden unter dem Hintergrund der beliebten> weil günstigen Teletypes verständlich.
Na das gabs aber schon bei Mirorechnern. Ich habe mal das TDL 8K Basic
für den Z80 aus Jux auf einen LC80 portiert, original war das von TDL
dynamisch beim Laden vom Lochstreifen relozierbar (der Linker war
faktisch im LB Lader) und es verfügt über Zeilenedtierfunktionen für
Teletypes. Zielrechner waren damals wohl Altair und IMSAI..
Ich hatte irgendwann auch mal einen TI Silentwriter vom Schrott gezogen,
zumindest als RS232 Zeilenterminal funktionierte der noch, ich habe den
mal probeweise an mein Unix zu Hause (Esix 3.2 oder 4.0 zu der Zeit?)
geknotet, aber das hält man auf die Dauer nicht durch
(Thermopapier..meterlange Girlanden..)
Die beiden Gummisauger des eingebauten Modems habe ich allerdings nie
getestet..
Gruß,
Pille
Pille schrieb:> Na das gabs aber schon bei Mirorechnern.
TTYs waren auch bei frühen Mikroprozessorsystemen beliebt. Manchem fiel
hierzulande ein Fernschreiber mit Baudot-Code vor die Füsse, was eine
zusätzliche Herausforderung darstellte.
Aber deine Z80 kam nicht vor der PDP-11 und den anderen Minicomputern
raus, sondern danach. Es war eher so, dass professionelle Entwicklung
für Mikroprozessoranwendungen anfangs nicht auf den dafür mangels
Ressourcen und Praktikabilität wenig tauglichen Mikros lief, sondern als
Cross-System auf Minicomputern wie eben DEC PDPs, Data General Novas
etc. Das Entwicklungssystem für 8051 oder STM32 läuft auch nicht auf
diesen Mikros selbst, sondern auf PCs.
(prx) A. K. schrieb:> Pille schrieb:>> Na das gabs aber schon bei Mirorechnern.>> TTYs waren auch bei frühen Mikroprozessorsystemen beliebt. Manchem fiel> hierzulande ein Fernschreiber mit Baudot-Code vor die Füsse, was eine> zusätzliche Herausforderung darstellte.>> Aber deine Z80 kam nicht vor der PDP-11 und den anderen Minicomputern> raus, sondern danach. Es war eher so, dass professionelle Entwicklung> für Mikroprozessoranwendungen anfangs nicht auf den dafür mangels> Ressourcen und Praktikabilität wenig tauglichen Mikros lief, sondern als> Cross-System auf Minicomputern wie eben DEC PDPs, Data General Novas> etc. Das Entwicklungssystem für 8051 oder STM32 läuft auch nicht auf> diesen Mikros selbst, sondern auf PCs.
Ich weiß das. ASR-33 und SIBM Selectric sind auch mir als Ossi durchaus
ein Begriff. Ich hatte früher eine SM4000 am Z80, später einen SD1134.
Die Cross-Entwicklung des OS meines Z80 Rechners fand anfangs auf einem
KRS4200 statt.
BTW: ein PC als Host ist ein Mikrorechner, oder nicht?
Gruß,
Pille
Pille schrieb:>>> Na das gabs aber schon bei Mirorechnern.>> BTW: ein PC als Host ist ein Mikrorechner, oder nicht?
Möglicherweise ein sprachliches Missverständnis. Das "gabs aber schon"
suggerierte mir, es hätte diese Mikrorechner schon vor der von mir
beschriebenen Zeit der Minicomputer gegeben.
Der Anfang der gesamten Videospiel- und damit der Homecomputer- und
damit der Multimediaära liegt in einem flimmerigen Vectorgraphic-Spiel
namens 'Spacewar!' das der damalige Student Nolan Bushnell auf einer
PDP-1 spielte, bevor er Atari gründete und vom damaligen Praktikanten
Steve Jobs ver*t wurde.
Ja, wenn Männer spielen entstehen Imperien ;-)
https://de.wikipedia.org/wiki/Spacewar!
https://www.youtube.com/watch?v=xCAXmH2jZII
Georg schrieb:
> Bei 60 kg hätte man wohl einen Werkstattkran gebraucht.
2 starke Männer verzeifeln an an 60kg? Kann ich mir nicht vorstellen.
Wir haben seinerzeit das Reticlesystem (so um die 80kg) zu zweit auf den
Belichter gewuchtet.
Die Umzugsfahrer der Speditionen machten damals beim Klaviertransport
(zu zweit 200-300kg bis in den 8. Stock) regelmässig ihr Kreuz kaputt.
Es gab zu dieser Zeit ja noch kaum adäquate elektronische Keyboards und
diejenigen wo es gab waren etwa so teuer wie die PDP11 und für
Privatpersonen unerschwinglich. Da die Klaviertransporteure auf Anraten
ihrer Ärzte fortan "nichts mehr so schweres" heben durfte, wurden sie
vom Arbeitsamt regelmässig auf PDP11 Operator umgeschult.
(prx) A. K. schrieb:> Bei kleinen Rechnern waren es eher Lochstreifen. Damit konnten viele> Fernschreiber etwas anfangen, auch bekannt als TTY. Kommt das Kürzel> bekannt vor? ;-)>> Terminals kamen deutlich später auf, als die ersten PDP-11. Die heute> bizarr anmutenden Möglichkeiten der C-Shell von UNIX, in der> Kommandozeile zu editieren, werden unter dem Hintergrund der beliebten> weil günstigen Teletypes verständlich.
Wer schon einmal an einem Hard-Copy-Terminal ( Drucker mit Tastatur )
sitzen musste, hat dann ein VT100 oder gar VT220 als absoluten Luxus
empfunden - wenn dann beim Booten der PDP11 das Boot-Script vom RSX11
über den Bildschirm huschte - und nicht auf ein paar Metern Endlospapier
am Hardcopy-Terminal hing
Walter K. schrieb:> Wer schon einmal an einem Hard-Copy-Terminal ( Drucker mit Tastatur )> sitzen musste
Etwa an einer IBM Schreibmaschine mit APL Tastatur und Kugelkopf, die
per Modem an einem Mainframe hing. So hats bei mir angefangen. APL ist
allerdings mit wenig Schreibarbeit verbunden, die Programme sind
erfrischend kurz.
Der "Upgrade" zum eigenen AIM65 bot dann eine 20-stellige
16-Segment-Zeile und fürs optionale Papier einen Kassenbondrucker.
Kutte R. schrieb:> das glaube ich nicht, dass jemand auf einer PDP11 in Fortran mit> Lochkarten gearbeitet hat. Dafür waren die Kisten denn doch zu modern> und hatten Editoren
Und du glaubst ernsthaft, jemand tippt ein Fortranprogramm einer
US-Universität zur Berechnung von Planetenbahnen von Hand ab? Das bekam
man als Karton mit Lochkarten, wie auch sonst - Ausdruck zum
Abschreiben?? Wissenschaftler hatten damals schon was besseres zu tun.
Georg
Georg schrieb:> Und du glaubst ernsthaft, jemand tippt ein Fortranprogramm einer> US-Universität zur Berechnung von Planetenbahnen von Hand ab?
Die Kosten der für Mainframes konzipierten Lochkartenleser und -stanzer
legen den Einsatz an einer kleinen PDP-11 nicht wirklich nahe. Ob es die
auch in "klein und billig" gab, weiss ich nicht.
Nützlich waren in diesem Zusammenhang Magnetbandgeräte. Magnetbänder
gingen auch gerne auf Reisen.
Rainer V. schrieb:> Das meiste dürfte als Lochkarte in irgendwelchen Pappkartons in> irgendwelchen Magazinen verschimmeln :-)
Erstens: keine Pappkartons, sondern Blechkartons. Das war früher das
Übliche für den Job-Betrieb.
Zweitens: Lochkarten nur für Job-Zeugs, Teile des OS oder der Compiler
waren auf Lochband im Schrank. Das Konfetti vom Stanzen war etwas, mit
dem man es sich mit seinen Kommilitoninnen auf Lebenszeit versauen
konnte. Das war - einmal geworfen - nicht mehr mit dem Staubsauger
komplett wieder wegzukriegen.
W.S.
Solche Retrocomputing-Projekte efüllen eigentlich nur den Zweck, zu
lernen, wie solche alten Maschinen damals funktioniert haben. Eine
sinnvolle Anwendung gibt es dafür nicht mehr, außer wenn vielleicht
jemand nochmal eine uralte Software laufen lassen muss umd irgendwelche
Daten zu retten. Das dann aber auch nur verübergehend.
Mein alter Z80-Rechner aus den 80ern steht bei mir auch zum Anschauen im
Regal, obwohl er noch funktioniert. Ich verbinde viele Erinnerungen
damit, die ersten Schritte in Basic, Assembler und Pascal und mit CP/M,
deswegen landet er nicht in der Mülltonne - reine Sentimentalität. Aber
mir fällt nichts Sinnvolles ein, was ich damit noch machen könnte. Ich
habe die meisten CP/M-Befehle längst vergessen, und jeder
Billig-Raspberry hat mehr Wumms unter der Haube. Die Erinnerungen sind
schön, aber Zeit ist einfach vorbei. Für Dampfmaschinen gibt es heute
auch keine sinnvollen Anwendungen mehr außer dem Museumsbetrieb von
Dampflokomotiven (den ich mir allerdings gerne öfters anschaue).
Vancouver schrieb:> Solche Retrocomputing-Projekte efüllen eigentlich nur den> Zweck, zu lernen, wie solche alten Maschinen damals> funktioniert haben.
Und indirekt auch, wie aktuelle Maschinen funktionieren. Die
Interrupt-Architektur eines STM32 wird für Studenten logischer, wenn man
sie mit den separaten Chips auf einem Z80-Board vergleicht - einige
Konzepte sind nach wie vor aktuell.
> Eine sinnvolle Anwendung gibt es dafür nicht mehr, außer wenn vielleicht> jemand nochmal eine uralte Software laufen lassen muss umd irgendwelche> Daten zu retten. Das dann aber auch nur verübergehend.
Oder noch im tatsächlichen Produktivbetrieb, wenn auch extrem selten.
Das sieht man z.B. an vDos (im Gegensatz zu DOSBox).
> Für Dampfmaschinen gibt es heute auch keine sinnvollen Anwendungen> mehr außer dem Museumsbetrieb von Dampflokomotiven (den ich mir> allerdings gerne öfters anschaue).
Aus dem gleichen Grund hat meine örtliche Fachhochschule ihr eigenes
Computermuseum mit funktionsfähiger Ost-Technik.
S. R. schrieb:> Die> Interrupt-Architektur eines STM32 wird für Studenten logischer, wenn man> sie mit den separaten Chips auf einem Z80-Board vergleicht
Sicher nicht.
S. R. schrieb:> Interrupt-Architektur eines STM32 wird für Studenten logischer, wenn man> sie mit den separaten Chips auf einem Z80-Board vergleicht - einige> Konzepte sind nach wie vor aktuell.
Die Konzepte von Z80 Interrupt Mode 2 und dem Interrupt Modell der
Cortex-M sind doch ziemlich verschieden.
Vancouver schrieb:> Für Dampfmaschinen gibt es heute> auch keine sinnvollen Anwendungen mehr außer dem Museumsbetrieb von> Dampflokomotiven (den ich mir allerdings gerne öfters anschaue).
Doch, es gibt auf der Erde einige entlegene Regionen, in denen auch
heute noch Dampflokomotiven eingesetzt werden, weil dort weder Diesel
noch Strom in hinreichender Menge verfügbar sind, dafür aber Unmengen an
Brennholz. Zumindest zu Beginn des 21. Jahrhunderts wurden hierfür sogar
noch neue, "moderne" Dampflokomotiven hergestellt.
W.S. schrieb:> Erstens: keine Pappkartons, sondern Blechkartons. Das war früher das> Übliche für den Job-Betrieb.
Also ich habe hier Lochkarten-Holzkisten. Die Lochkarten mit den
Fortran-Quelltexten selbst sind aber unvollständig und werden nur noch
als Lesezeichen genutzt.
Walter T. schrieb:> Also ich habe hier Lochkarten-Holzkisten. ... werden nur noch> als Lesezeichen genutzt.
Das ist dekadent! Verkauf die Karten doch bei ebay und finanzier deinen
Lebensabend ;-)
https://www.ebay.de/itm/223448419791
Andreas S. schrieb:> Vancouver schrieb:>> Für Dampfmaschinen gibt es heute>> auch keine sinnvollen Anwendungen mehr außer dem Museumsbetrieb von>> Dampflokomotiven (den ich mir allerdings gerne öfters anschaue).>> Doch, es gibt auf der Erde einige entlegene Regionen, in denen auch> heute noch Dampflokomotiven eingesetzt werden, weil dort weder Diesel> noch Strom in hinreichender Menge verfügbar sind, dafür aber Unmengen an> Brennholz. Zumindest zu Beginn des 21. Jahrhunderts wurden hierfür sogar> noch neue, "moderne" Dampflokomotiven hergestellt.
Hast du dazu irgend ne Quelle? Mich interessiert vor allem das
Herstellen der "modernen" Dampfloks.
mh schrieb:> Hast du dazu irgend ne Quelle? Mich interessiert vor allem das> Herstellen der "modernen" Dampfloks.
Diese Information erhielt ich vor einigen Jahren während einer
Besichtigung im Dampflokwerk in Meiningen. Damals hatten sie kurz zuvor
ein paar Dampfloks für China hergestellt, die dort wahlweise mit Holz
oder Kohle befeuert werden sollten. In Meiningen werden auch heute noch
neue Dampflokomotiven hergestellt, aber schwerpunktmäßig wohl eher für
Museumsbahnen:
https://www.dampflokwerk.de/dampfloks/
Andreas S. schrieb:> mh schrieb:>> Hast du dazu irgend ne Quelle? Mich interessiert vor allem das>> Herstellen der "modernen" Dampfloks.>> Diese Information erhielt ich vor einigen Jahren während einer> Besichtigung im Dampflokwerk in Meiningen. Damals hatten sie kurz zuvor> ein paar Dampfloks für China hergestellt, die dort wahlweise mit Holz> oder Kohle befeuert werden sollten. In Meiningen werden auch heute noch> neue Dampflokomotiven hergestellt, aber schwerpunktmäßig wohl eher für> Museumsbahnen:>> https://www.dampflokwerk.de/dampfloks/
Ok Meiningen kenn ich. "Neu herstellen" heißt dann vereinfacht soviel
wie "nach alten Plänen neu herstellen" und "modern" heißt "mit aktuell
zugelassenem Zugsicherungssystem".
(prx) A. K. schrieb:> Die Konzepte von Z80 Interrupt Mode 2 und dem Interrupt Modell der> Cortex-M sind doch ziemlich verschieden.
Die sind ziemlich ähnlich:
- Vektoren, also kein Sammel-Interrupt, sondern separate Serviceroutinen
für die unterschiedlichen Interrupt-Quellen
- ne Vektortabelle im ROM. Vergleiche mal mit ARM7TDMI.
- Priorisierung
reicht's?
Ich habe hier so oft gelesen, daß gerade Arduino-Leute irgendwelche
Callback-Funktionen komplett mit Interrupt-Service-Routinen verwechseln,
daß mir vom Lesen bereits schlecht wird. Die betreffenden Leute wissen
es nicht und es wird ihnen auch nicht erklärt.
Kurzum, es wird wohl niemand behaupten, daß Rechner auf Basis
historischer Bauteile das Nonplusultra für den produktiven Einsatz wären
- aber um den Neulingen die prinzipiellen Dinge klarzumachen und
Grundlagenwissen zu erzeugen, sind sie sehr wohl geeignet. Besser als
jede heutige All-In-One Lösung, die aus Sicht der Lernbegierigen nur
eine Blackbox ist.
W.S.
Georg schrieb:> Und du glaubst ernsthaft, jemand tippt ein Fortranprogramm einer> US-Universität zur Berechnung von Planetenbahnen von Hand ab? Das bekam> man als Karton mit Lochkarten, wie auch sonst
hallo, wir reden über PDP11en: also nix Lochkarten, denn sie hatten
DEC-Tapes und/oder Floppy-Disks, auch für Universitäten.
W.S. schrieb:> Vergleiche mal mit ARM7TDMI.
Die klassische ARM Architektur hatte von Anfang an genau zwei Interrupts
und zwei Vektoren, für jeden einen. Die ARM Architektur war auf kurze
Sicht gepeilt, als Prozessor für einen ACORN-PC. Nicht als
Mikrocontroller oder für Embedded Systems. Das kam später.
Die meisten Hersteller von Mikrocontrollern sahen sich deshalb
bemüssigt, an ARM7 unterschiedliche Interrupt-Controllern dranzupappen,
mitsamt Vektoren. Die Interrupt-Technik der ARM Architektur ist vor den
Cortex-M freilich in mehrerlei Hinsicht von Anfang an eine
Fehlkonstruktion, ein Negativbeispiel.
> Vektoren, also kein Sammel-Interrupt, sondern separate Serviceroutinen> für die unterschiedlichen Interrupt-Quellen
Zähle lieber Architekturen mit etlichen bereits in der Architektur
vorgesehenen Interrupts auf, die keine Vektoren für Interrupts haben.
Vektoren sind keine Besonderheit, sondern jenseits dahingehend
primitivster Prozessoren wie 6800 und 6502 die Regel. Der erste 16-Bit
Mikroprozessor, der National Semiconductor PACE von 1974 (also im
gleichen Jahr wie 6800), hatte bereits 6 vektorisierte und priorisierte
Interrupts. TIs 9900 von 1976 hatte 16. Die sind deutlich näher am
Cortex als Z80.
Ein bedeutender Unterschied zwischen Z80 IM2 und Cortex-M: Beim Z80 ist
ein wesentlicher Teil der Interrupt-Steuerung dezentral verteilt auf die
auslösenden Devices. Bei den Cortexen hingegen ist die ganze
Interrupt-Steuerung zentralisiert im Interrupt-Controller und die
Devices liefern sternförmig die Signale zu.
Vancouver schrieb:> Solche Retrocomputing-Projekte efüllen eigentlich nur den Zweck,> zu> lernen, wie solche alten Maschinen damals funktioniert haben. Eine> sinnvolle Anwendung gibt es dafür nicht mehr, außer wenn vielleicht> jemand nochmal eine uralte Software laufen lassen muss umd irgendwelche> Daten zu retten. Das dann aber auch nur verübergehend.>> Mein alter Z80-Rechner aus den 80ern steht bei mir auch zum Anschauen im> Regal, obwohl er noch funktioniert. Ich verbinde viele Erinnerungen> damit, die ersten Schritte in Basic, Assembler und Pascal und mit CP/M,> deswegen landet er nicht in der Mülltonne - reine Sentimentalität. Aber> mir fällt nichts Sinnvolles ein, was ich damit noch machen könnte. Ich> habe die meisten CP/M-Befehle längst vergessen, und jeder> Billig-Raspberry hat mehr Wumms unter der Haube. Die Erinnerungen sind> schön, aber Zeit ist einfach vorbei. Für Dampfmaschinen gibt es heute> auch keine sinnvollen Anwendungen mehr außer dem Museumsbetrieb von> Dampflokomotiven (den ich mir allerdings gerne öfters anschaue).
Gerhard?
Es gibt allen Ernstes Leute die setzen sich in ein Stadion und gucken
stundenlang bei Scheißwetter zu wie sich 22 Mann um einem Ball streiten.
Findest Du nicht das Retrocomputing auch eine schöne Sache sein kann?
Gruß,
Pille
W.S.:
>Ich habe hier so oft gelesen, daß gerade Arduino-Leute irgendwelche>Callback-Funktionen komplett mit Interrupt-Service-Routinen verwechseln,>daß mir vom Lesen bereits schlecht wird. Die betreffenden Leute wissen>es nicht und es wird ihnen auch nicht erklärt.
"Die" Arduinobenutzer ist keine Kathegorie, die eine Aussage über den
Wissenstand zulässt. Es ist genauso wenig eine Kathegorie wie "Die
Zahnbürstenbenutzer" oder "Die Seitenschneiderbenutzer".
Versuche mal einen Perspektivwechsel und gehe nicht davon aus, dass du
der Schlauste bist oder schlicht nicht Up-To-Date und dass es sehr
schlaue Leute gibt, die Arduinos verwenden. Genauso wie es sehr dumme
und sehr schlaue Leute gibt, die Zahnbürsten verwenden.
In meinem Berufsleben habe ich durchaus schon gut bezahlte
C-Programmierer von der Hochschule erlebt, die nie Arduinos verwendet
haben oder werden und die nicht wussten, dass Arrays in C nicht
grundsätzlich initialisiert sind und dann tagelang nach der
Absturzursache gesucht haben (um mal den handwerklich banalen Level zu
erwähnen).
Und dass sehr ernst zu nehmende Firmen das Arduino-Prinzip nutzen,
https://de.mathworks.com/matlabcentral/fileexchange/45071-simulink-support-package-for-arduino-due-hardware
ist heutzutage Standard und braucht außer bei ein paar alten Herren im
MC-Netz keines weiteren Kommentars.
Wenn's aber für dein Wohlbefinden wichtig ist, darfst du aber bei deinem
Selbstbild der Überlegenheit bleiben, könntest aber entsprechende Texte
unterlassen.
chris_ schrieb:> Und dass sehr ernst zu nehmende Firmen das Arduino-Prinzip nutzen,>> https://de.mathworks.com/matlabcentral/fileexchange/45071-simulink-support-package-for-arduino-due-hardware
Das Arduino-Support-Package von Matlab erlaubt es, einen Arduino als
I/O-Modul (Digital I/O, I2C, SPI) unter Matlab zu nutzen. Eine sehr
feine Sache ist das - habe es schon ein paarmal genutzt, um ein paar
Sachen interaktiv ausprobieren zu können.
Aber das als "Firmen nutzen das Arduino-Prinzip" zu bezeichnen, ist
etwas weit hergeholt.
Was aber nicht heißt, dass ich den Rest der Argumentation nicht absolut
stichhaltig finde.
Vancouver schrieb:> Solche Retrocomputing-Projekte efüllen eigentlich nur den Zweck, zu> lernen, wie solche alten Maschinen damals funktioniert haben. Eine> sinnvolle Anwendung gibt es dafür nicht mehr,
Naja die Problemmstellungen sind geblieben (embededed Steuerungen,
Briefe schreiben,Mensch-Maschine-Interface) und da lohnt es sich auf
jeden Fall die alten Maschinen als 'proof of concept' anzuschauen.
Insbesonders wie man mit einem Millionstel an Resourcen
(Speicherkapazität, Rechengeschwindigkeit) Aufgaben wenigsten partiell
löst.
Die 'richtigen rocket scientist' sind damals mit 16k Ferritkernspeicher
zum Mond geflogen, heute gurken selbsternannte Experten trotz
SAP-Rechenzentrum und BOS-Funk über die gesamte Baustelle jahrzehntelang
an der Erweiterung eines einzelnen Flughafens rum.
Wobei ein 60 Jahre alter Computer schon ein gewaltiger Griff in die
Retrokiste ist. Aber mit dem Wissen um Computern aus der ausgehenden
16bit Arä (i386, 20 MHz, 4MB speicher) auf denen man 'damals' Diplom und
Doktorarbeiten verfertigte, kann man locker gegen überzogene
Minimalanforderungen wie 400MHz ARM Prozessor mit 512 MB für ne
Kaffeemaschine argumentieren. Erst recht bei Handies und Co, man braucht
keinen Multicore-Prozessor für Mobilfunk., man kann die Problemstellung
"ortsungebundene Erreichbarkeit" auch mit viel weniger Hard- und
Software Resourcen lösen. Auch wenn manche Büroinformatiker nicht mal
mit dem Mauszeiger wackel wollen, wenn da nicht ein vollvernetzter
Octcore-Computer dahinter steht.
"Von retro lernen, heisst Effizienz* lernen", um mit einer
provozierenden These abzuschliessen.
(*Effizienz in Sache Hardware UND Software UND Arbeitsorganisation im
Allgemeinen)
Fpgakuechle K. schrieb:> Erst recht bei Handies und Co, man braucht> keinen Multicore-Prozessor für Mobilfunk., man kann die Problemstellung> "ortsungebundene Erreichbarkeit" auch mit viel weniger Hard- und> Software Resourcen lösen.
4G/5G wurden von vorneherein mit Blick auf die dann verfügbaren
Ressourcen konzipiert.
Fpgakuechle K. schrieb:> "Von retro lernen, heisst Effizienz* lernen", um mit einer> provozierenden These abzuschliessen.
Es heisst aber beispielsweise auch, mit primitiven Benutzerinterfaces zu
leben und auf Grafik-Spiele zu verzichten.
Retro heisst, mit einem 500 KHz MSP430 nicht nur die Heizung zu steuern,
sondern auch noch das erforderliche Entwicklungssystem mitsamt
Massenspeicher, Compiler und Benutzerinterface zu stemmen.
(prx) A. K. schrieb:> 4G/5G wurden von vorneherein mit Blick auf die dann verfügbaren> Ressourcen konzipiert.
Eher mit Blick auf den zukunftigen Markt - insbesonders wenn der
bisherige Markt mit den vorhanden Lösungen komplett übersättigt ist.
Aber wir schweifen von Technik-kritik zu System-kritik ab.
Fpgakuechle K. schrieb:> (prx) A. K. schrieb:>>> 4G/5G wurden von vorneherein mit Blick auf die dann verfügbaren>> Ressourcen konzipiert.>> Eher mit Blick auf den zukunftigen Markt
Ich dachte dabei nicht an die Smartphone-Apps, sondern an die Technik
der Implementierung. Sowohl der Modems, als auch der diversen
obligatorischen Software und Protokolle bis zur Audiokommunikation über
VoIP.
(prx) A. K. schrieb:> Fpgakuechle K. schrieb:>> "Von retro lernen, heisst Effizienz* lernen", um mit einer>> provozierenden These abzuschliessen.>> Es heisst aber beispielsweise auch, mit primitiven Benutzerinterfaces zu> leben und auf Grafik-Spiele zu verzichten.
Eben.
Was, wenn das als 'primitv' gescholtenen Benutzerinterface komplett
ausreichend ist, Beispiel Kaffeemaschine?!
Es gibt Anwendungen, die werden mit einfachen Bedienoberflächen
schneller und fehlerärmer 'bedient' als animierte Eingabemasken, bei
denen ständig ein Chat-robot aufgeregt über die Pixellandschaft hoppelt.
Da ist eine effizient gehaltenen Oberfläche IMHO nicht 'Verzicht'
sondern 'Ballast-befreit' aka aufgeräumt/entrümpelt. 'Effizienz' heisst
eben bewußte Entscheidung über 'Notwendig'/'Ballast'. Okay, in manche
Kulturkreisen fühlt man sich ohne 'protz' nicht wohl ... aber wir
schweifen schon wieder ab.
(prx) A. K. schrieb:> W.S. schrieb:>> Vergleiche mal mit ARM7TDMI.>> Die klassische ARM Architektur hatte von Anfang an genau zwei Interrupts> und zwei Vektoren, für jeden einen. Die ARM Architektur war auf kurze> Sicht gepeilt, als Prozessor für einen ACORN-PC. Nicht als> Mikrocontroller oder für Embedded Systems. Das kam später.
Das ergibt in meinen Augen keinen Sinn. Gerade ein PC ist doch ein
Gerät mit mehreren Interruptquellen. Wenn er modular ist (und das meint
nicht nur vom Anwender konfigurierbar, sondern auch vom Hersteller) gar
noch wechselnd viele.
Warum sollte man das absichtlich auf nur zwei Interrupts abbilden? Ich
denke vielmehr daß man das gemacht hat, weil man es nicht besser wußte
bzw. konnte. Man wollte z.B. nicht wie Zilog auch noch alle möglichen
Interface-IC selber backen, um das Interrupt-Handling nach eigenem Gusto
zu implementieren. Und eine feste Anzahl von Interrups ist für ein
modulares System auch Mist. Sieht man ja bestens am x86 PC mit ISA-Bus.
> Ein bedeutender Unterschied zwischen Z80 IM2 und Cortex-M: Beim Z80 ist> ein wesentlicher Teil der Interrupt-Steuerung dezentral verteilt auf die> auslösenden Devices. Bei den Cortexen hingegen ist die ganze> Interrupt-Steuerung zentralisiert im Interrupt-Controller und die> Devices liefern sternförmig die Signale zu.
Klar. Bei µC geht das. Denn da sind alle Interrupt-Quellen auf dem Die.
Die Hardware ist gerade nicht modular. Bzw. man kann (weil man ja nicht
Pin- oder Pad-begrenzt ist) einfach genügend viele Vektoren vorsehen.
Ein Interrupt-Controller mit 256 Vektoren (und ebensovielen
Trigger-Eingängen) frißt ja kein Brot.
Axel S. schrieb:> Das ergibt in meinen Augen keinen Sinn. Gerade ein PC ist doch ein> Gerät mit mehreren Interruptquellen. Wenn er modular ist (und das meint> nicht nur vom Anwender konfigurierbar, sondern auch vom Hersteller) gar> noch wechselnd viele.
Der erste ARM war bewusste Minimalistik, daher auch RISC statt dick
Microcode auf Nanocode wie 68000. Für einen zeitkritischen Interrupt gab
es den FIQ, der Rest musste sich einen unvektorisierten Interrupt
teilen. Ein PC ist keine Echtzeitsteuerung.
Klar hätte man es besser machen können. Es war bewusster Verzicht. Mit
"furchtbaren" Folgen bis heute.
Axel S. schrieb:> Ein Interrupt-Controller mit 256 Vektoren (und ebensovielen> Trigger-Eingängen) frißt ja kein Brot.
Weshalb man das ja auch macht. Anno 6800 war die Kalkulation anders,
auch bei ARM wie eben beschrieben.
Aber schon der 8080 konnte das, wenn man einen externen
Interrupt-Controller wie den 8259 einsetzte - der wurde eigentlich für
8080/8085 gebaut, nicht für 8086. Dessen Verhalten entspricht dem IM0
des Z80 und war der tiefere Sinn der 7-8 Interrupt-Vektoren des 8080
Befehlssatzes, besser bekannt als Restart Befehle.
War der Interrupt-Controller entsprechend gebaut, konnten da auch 3-Byte
CALL statt 1-Byte RST Befehle geliefert werden, was dann im Prinzip
beliebig viele Vektoren zuliess. AMDs 9519 kommt mir da in den Sinn.
Auch hier hat Zilog also die Sache nur dezentralisiert.
Fpgakuechle K. schrieb:> Aber wir schweifen von Technik-kritik zu System-kritik ab.
Retro ists eh schon.
Man konnte bereits von 100 Jahren Post verschicken, aber musste sich mit
der verfügbaren Technik begnügen. Und das waren Menschen, die sie
sortierten und verteilten. War das effizient oder ging es bloss nicht
anders? Heute kann man per Computer und Kamera Briefmarken automatisch
verifizieren und oft sogar handschriftliche Adressen lesen. Vielleicht
wäre das vor einem halten Jahrhundert bereits im Prinzip möglich
gewesen, aber dann sehr ineffizient.
Wenn man in den 70ern effizienter schien als heute, dann weil sich
damalige Lösungen per Computer meist auf Aufgaben beschränkten, die man
mit der damaligen Technik gut lösen liessen. Den Rest machte man
überhaupt nicht, oder mit Menschen. Oder aber mit heute grotesk
anmutendem Aufwand, wie SAGE in den 50ern.
https://en.wikipedia.org/wiki/Semi-Automatic_Ground_Environment
Effizienz ist also nicht zeitlos, sondern bezieht sich auf die
jeweiligen Möglichkeiten. Heute sind Aufgaben per Computer effizient
lösbar, die früher nicht oder nicht effizient lösbar waren. Dass man bei
der Gelegenheit auch Lösungen aufbläst und mit mehr Funktionalität
versieht, die damals schon gut lösbar waren, liegt auf der Hand. Und ja,
da kann man es auch übertreiben.
(prx) A. K. schrieb:> Wenn man in den 70ern effizienter schien als heute, dann weil sich> damalige Lösungen per Computer meist auf Aufgaben beschränkten, die man> mit der damaligen Technik gut lösen liessen. Den Rest machte man> überhaupt nicht, oder mit Menschen.
Zum Beispiel die Rechtschreibkontrolle in der Textverarbeitung - während
der Eingabe.
Stefan ⛄ F. schrieb:> Zum Beispiel die Rechtschreibkontrolle in der Textverarbeitung - während> der Eingabe.
Wie man sieht, klappt das bei Grammatikfehlern noch nicht ganz so gut.
(prx) A. K. schrieb:> Fpgakuechle K. schrieb:>> Aber wir schweifen von Technik-kritik zu System-kritik ab.>> Retro ists eh schon.>> Man konnte bereits von 100 Jahren Post verschicken, aber musste sich mit> der verfügbaren Technik begnügen. Und das waren Menschen, die sie> sortierten und verteilten. War das effizient oder ging es bloss nicht> anders?
Du argumentierts albern, demnächst versuchste noch eine Diskussion
Faustkeil gegen Fusionsreaktor zu führen.
Fakt ist, das man mit älterer Technik einige heutige Probleme
genausogutlösen konnte wie mit heutiger Technik. Und das begrenzte
ressourcen Probleme nicht der einzige Grund ist, manche Aufgabenstellung
'effizient' anzugehen. Ein Stichwort aus der Sicherheitstechnik
(Medizintechnik/Luftfahrt) hierzu ist "Komplexitätsvermeidung".
Retrotechnik zeigt eben, das man auch mit um Größenordnung einfachere
Technik Probleme abarbeiten kann und heutige Technik Zeit dasman sich
potentere Technik Potentere Probleme einhandelt die nicht sein müssten.
Beispiel ATM/Geldautomat. Funktioniert mit 8bit genausgut und ist vor
Windows ausfällen und Viren sichtbar. Kann aber dafür keine Werbung
einblenden, während der Kunde auf seine Auszahlung wartet ;-)
https://www.extremetech.com/extreme/173701-atms-running-windows-xp-robbed-with-infected-usb-sticks-yes-most-atms-still-run-windowshttps://www.robotrontechnik.de/index.htm?/html/computer/geldautomat.htm
Nicht das man heute alte Technik einsetzen muesste, aber sie sind ein
guter proof-of-concept was alles ohne die für obligatorisch' definierte
Software geht, insbesonders die obligatorischen modernen Probleme die
man sich damit einhandelt.
(prx) A. K. schrieb:> Ein bedeutender Unterschied zwischen Z80 IM2 und Cortex-M
Ach herrje. So abgrundtief gesunken ist mittlerweile der Stand des
Grundverständnisses? Also: ein Cortex-M Chip ist von hause aus ein
Mikrocontroller, beinhaltet also CPU+Bus(se)+Speicher+Peripherie. Ein
Z80 hingegen ist ein Mikroprozessor, beinhaltet also nur die CPU - und
alles Weitere wird draußen drangeflanscht. So etwas sollte auch noch
heutzutage gewußt werden.
W.S.
Ach herrje. So abgrundtief gesunken ist mittlerweile der Stand des
Grundverständnisses?
Ein Cortex-M ist erst einmal ein Prozessorkern. Dort werden außen dran
Speicher und Peripherie geflanscht, um eine MCU zu erhalten. Netterweise
liefert ARM zumindest den Speicherbus mit.
So etwas sollte heutzutage gewußt werden.
chris_ schrieb:> In meinem Berufsleben habe ich durchaus schon gut bezahlte> C-Programmierer von der Hochschule erlebt, die nie Arduinos verwendet> haben oder werden und die nicht wussten, dass Arrays in C nicht> grundsätzlich initialisiert sind und dann tagelang nach der> Absturzursache gesucht haben (um mal den handwerklich banalen Level zu> erwähnen).
Einerseits zeigt gerade dein Beispiel, daß 'gutbezahlt' nicht gleich
'fähig' ist und andererseits bringt es mich zur Erweiterung meiner
obigen Ausführungen dahingehend, daß zu den Ahnungslosen nicht nur gar
viele der Arduino-Benutzer zählen, sondern eben auch viele der
'gutbezahlten' C-Programmierer. Obwohl die sich selbst ganz anders
dünken, was man hier in diesem Forum auch schon zur Genüge hat sehen
können.
Muß ich das hier nochmal erweitern oder reicht's?
W.S
W.S. schrieb:> Muß ich das hier nochmal erweitern oder reicht's?
Mach ruhig. Hier läuft gerade ein Backup und ich muss meine Zeit
irgendwie vertrödeln. Kaffee habe ich schon zuviel getrunken. Ein netter
Rant hat da sicherlich einen guten Unterhaltungswert.
Walter T. schrieb:> Ein Cortex-M ist erst einmal ein Prozessorkern.
Genau. Und deshalb schrieb ich:
W.S. schrieb:> ein Cortex-M Chip
Lesen lernen.
W.S.
W.S. schrieb:> Genau. Und deshalb schrieb ich:> W.S. schrieb:>> ein Cortex-M Chip>> Lesen lernen.
Ich empfehle dir mal schreiben zu lernen.
Ein Cortex-M Chip wäre ein Chip, der nur ein Cortex-M enthält.
Was du villeicht ausdrücken willst wäre ein "System On Chip" = SOC.
Aber anscheinend machst du dich lieber wieder gerne lächerlich ;)
Pille schrieb:> Findest Du nicht das Retrocomputing auch eine schöne Sache sein kann?
+1 für dich.
Ganz deiner Meinung und wenn Spock das zu dir sagt,
.. muss was dran sein ...LOL
Nein im ernst wenn ich etwas zeit habe bastel ich auch lieber noch an
meiner original PDP/11 als dass ich Zuschaue wie die da einem Leder
nachrennen, und wenn sie es endlich haben wieder weggkicken :-)
Auch meine Orginal Apple ][ Pflege ich noch gerne.
(prx) A. K. schrieb:> Fpgakuechle K. schrieb:>> "Von retro lernen, heisst Effizienz* lernen", um mit einer>> provozierenden These abzuschliessen.>> Es heisst aber beispielsweise auch, mit primitiven Benutzerinterfaces zu> leben und auf Grafik-Spiele zu verzichten.>> Retro heisst, mit einem 500 KHz MSP430 nicht nur die Heizung zu steuern,> sondern auch noch das erforderliche Entwicklungssystem mitsamt> Massenspeicher, Compiler und Benutzerinterface zu stemmen.
500Khz ist eher ungewöhnlich für einen MSP430, aber entscheidender ist
wohl eher die Menge des verfügbaren Speichers und zwar RAM und ROM.
Einen MSP430 gehosteten Compiler habe ich bisher noch nicht erlebt, wer
macht Sowas?
Pille
Pille schrieb:> 500Khz ist eher ungewöhnlich für einen MSP430
Ich hatte runterskaliert, um auf ähnlichere Leistungswerte zu kommen.
> Einen MSP430 gehosteten Compiler habe ich bisher noch nicht erlebt, wer> macht Sowas?
Niemand, der bei Sinnen ist. Das wäre aber ungefähr vergleichbar zur
Situation in den 70ern bis Anfang der 80er mit Entwicklungssystem auf
jenem Mikroprozessor, für dem man entwickelt.
Den MSP430 nahm ich im Beitrag, weil es mit AVRs aufgrund der
Daten/Programm-Trennung nicht gut ginge. Aber ein MSP430 fürs
Entwicklungssystem, mit Kassettenrekorder als Massenspeicher, das wäre
doch mal effizient. ;-)
Pille schrieb:> Einen MSP430 gehosteten Compiler habe ich bisher noch nicht erlebt, wer> macht Sowas?
Sourceforge macht das, es gibt beispielsweise einen FORTH Compiler der
auf dem MSP430 Läuft.
https://www.mikrocontroller.net/articles/MSP430#MSP430_Forth
Dan gibt es SPS die über ein Terminal das SPS Programm mit dem darin
befindlichen Compiler, Compilieren.
Es gibt mittlerweile sogar ein BASIC Interpreter für den MSP430.
Warum nicht?
Wendels B. schrieb:> chris_ schrieb:>> Welche Programme wären für eine PDP-11>> verfügbar?>> Das Kopierprogramm hiess PIP (peripheral interchange program),> Backups wurden mit BRU (Backup and Restore Utility) erstellt (auf> Bandlaufwerke).
Z.B. TE16
> Mehr weiss ich im Moment nicht, ich bin zwar noch nicht ausgestorben,> aber lange her ist es trotzdem.>> Wechselplattenlaufwerke mit ca. 1x1x1,2m LxBXH mit Wechselplattenstapeln> mit 11 Platten ca. 40x15cm dxH hatten sagenhafte 58 MByte.>> wendelsberg
(prx) A. K. schrieb:> Pille schrieb:>> 500Khz ist eher ungewöhnlich für einen MSP430>> Ich hatte runterskaliert, um auf ähnlichere Leistungswerte zu kommen.>>> Einen MSP430 gehosteten Compiler habe ich bisher noch nicht erlebt, wer>> macht Sowas?>> Niemand, der bei Sinnen ist. Das wäre aber ungefähr vergleichbar zur> Situation in den 70ern bis Anfang der 80er mit Entwicklungssystem auf> jenem Mikroprozessor, für dem man entwickelt.>> Den MSP430 nahm ich im Beitrag, weil es mit AVRs aufgrund der> Daten/Programm-Trennung nicht gut ginge. Aber ein MSP430 fürs> Entwicklungssystem, mit Kassettenrekorder als Massenspeicher, das wäre> doch mal effizient. ;-)
Sicher, zumal der MSP430 wohl deutlich von der PDP11 inspiriert ist und
auch die selbe Wortbreite verwendet, in so fern erscheint allerdings
dann Deine Einschätzung "Niemand, der bei Sinnen ist" etwas fragwürdig,
es gibt also Leute die das im Prinzip bereits gemacht haben und RSX11
ist ja auch kein OS das keine allzugroßen Wünsche offen läßt (mir ist
2.11BSD aber lieber auf meiner 11/83).
Gruß,
Pille
Pille schrieb:> Sicher, zumal der MSP430 wohl deutlich von der PDP11 inspiriert ist
Oder von der eigenen Vergangenheit. TI hatte gleichzeitig mit den DEC
PDP-11 eine Minicomputer-Reihe TI-990, die in den kompatiblen TI-9900
Mikrocomputer mündete und auch eine gewisse Ähnlichkeit mit der PDP-11
aufweist. Während sich Data Generals Nova Minicomputer deutlich
abgrenzen.
Kann durchaus sein, dass es damals zwischen DEC und TI Inspirationen
gab, aber die könnten genauso umgekehrt gewesen sein, oder alle beide
von anderen Vorbildern stammen. Das alte Spiel mit Korrelation und
Kausalität grüsst.
Registersätze statt Akkumulatoren und universelle Adressierung von 8-Bit
Byte statt Wortadressierung mit Breiten von Vielfachen von 6 Bits lagen
in der Minicomputer-Ära in der Luft - spätestens seit IBMs 360
Mainframes den den Weg vorgaben. Als dann viel später MSP430 entstand,
war dieses Thema längst abgefrühstückt. Anders als anno 6502 waren die
Ressourcen für einen Registersatz kein Kostenproblem mehr.
Patrick L. schrieb:> Sourceforge macht das, es gibt beispielsweise einen FORTH Compiler der> auf dem MSP430 Läuft.
FORTH zählt nicht. FORTH läuft notfalls auf einem feuchten Putzlappen :)
FORTH war eine der Optionen die man früher beim Board bring-up oder CPU
bring-up zuerst implementierte. Am besten als Crosscompiler statt von
Hand assembliert. Dann über ein Mäuseklavier in Oktal oder Hex
eingegeben ...
Ein selbstgemachter Crossassembler war eine weitere Alternative zum
Handassemblieren.
> Es gibt mittlerweile sogar ein BASIC Interpreter für den MSP430.>> Warum nicht?
Eben. Tiny BASIC war unter 3k groß und es gab Versionen < 1k. Microsoft
BASIC-80 um die 8k. Die Copyright-Meldungen moderner Systeme sind schon
größer :)
aua schrieb:>> Es gibt mittlerweile sogar ein BASIC Interpreter für den MSP430.>>>> Warum nicht?>> Eben. Tiny BASIC war unter 3k groß und es gab Versionen < 1k. Microsoft> BASIC-80 um die 8k.
Ja, wenn man sich von der üblen Nachrede die Basic leider erdulden
musste, freimacht, kann man sich schon die Frage setllen, warum da nicht
per UART ein Hardware-BringUp per PEEK/POKE laufen lässt. Mindestens um
dem Faktor 100 kleiner als Linux/Uboot oder was sonst so zu
Inbetriebnahme Debug als urloader/monitor oder scripting Umgebung
angepriesen wird.
https://de.wikipedia.org/wiki/Das_U-Boot
(prx) A. K. schrieb:>> Interrupt-Architektur eines STM32 wird für Studenten logischer, wenn man>> sie mit den separaten Chips auf einem Z80-Board vergleicht - einige>> Konzepte sind nach wie vor aktuell.>> Die Konzepte von Z80 Interrupt Mode 2 und dem Interrupt Modell der> Cortex-M sind doch ziemlich verschieden.
Ich hab ja auch nicht die Details vom Z80 erklärt, sondern die Grundlage
für "man kann Interrupts auf drei Ebenen abschalten", Priorisierung und
so weiter.
Die antiken Designs haben im Allgemeinen getrennte Chips, an denen man
besser sieht, was wofür passiert. Im Cortex-M ist das alles eine Soße
und, wenn man mit den Konzepten nicht bekannt ist, ziemlich verwirrend.
Das Datenblatt trennt das auch nicht unbedingt sauber, weil das sowieso
alles "im Core" sitzt.
Wissen um die antike Welt ist manchmal doch relevant - Geschichte
wiederholt sich. Oder, wie ich letztens gelesen habe: "Geschichte
wiederholt sich nicht, aber sie macht Echos".
Dinge, die nicht existieren, können auch nicht angegriffen werden.
(prx) A. K. schrieb:> Pille schrieb:>> Sicher, zumal der MSP430 wohl deutlich von der PDP11 inspiriert ist>> Oder von der eigenen Vergangenheit. TI hatte gleichzeitig mit den DEC> PDP-11 eine Minicomputer-Reihe TI-990, die in den kompatiblen TI-9900> Mikrocomputer mündete und auch eine gewisse Ähnlichkeit mit der PDP-11> aufweist. Während sich Data Generals Nova Minicomputer deutlich> abgrenzen.>> Kann durchaus sein, dass es damals zwischen DEC und TI Inspirationen> gab, aber die könnten genauso umgekehrt gewesen sein, oder alle beide> von anderen Vorbildern stammen. Das alte Spiel mit Korrelation und> Kausalität grüsst.>> Registersätze statt Akkumulatoren und universelle Adressierung von 8-Bit> Byte statt Wortadressierung mit Breiten von Vielfachen von 6 Bits lagen> in der Minicomputer-Ära in der Luft - spätestens seit IBMs 360> Mainframes den den Weg vorgaben. Als dann viel später MSP430 entstand,> war dieses Thema längst abgefrühstückt. Anders als anno 6502 waren die> Ressourcen für einen Registersatz kein Kostenproblem mehr.
...glaube ich nicht das da der TI99 was mit zu tun hatte, die
Marktverbreitung in D war deutlich zu gering im Vergleich mit den PDP11
und der MSP430 ist ne deutsche Entwicklung.
Ich kenne nur ein paar ältere MSP430 bzw. habe da welche programmiert,
keinen mit FRAM. Gibts da Einen an den man extern ausreichend RAM
anflanschen könnte? IMHO auch nicht..
Gruß,
Pille
Pille schrieb:> ...glaube ich nicht das da der TI99 was mit zu tun hatte
Der TI-99/4A ist nicht ganz das, was ich mit TI-990 meinte.
https://en.wikipedia.org/wiki/TI-990
Und ob verbreitet oder nicht, es war immerhin die gleiche Firma.
Aber in dieser Distanz ist das sowieso müssig. MSP430 kam 1992, die
PDP-11 1970, da verschwimmen solche Beziehungen ohnehin.
Pille schrieb:> Gibts da Einen an den man extern ausreichend RAM> anflanschen könnte? IMHO auch nicht..
Ich fürchte, du nimmst meinen Vorschlag etwas zu ernst. ;-)
> anflanschen könnte?
Wozu anflanschen? Der 1611 hat 10 KB RAM und 48 KB Flash. Welch Luxus!
Mein AIM65 hatte 4 KB RAM und 20 KB ROM, auf Wunsch mit einem PL/65
Compiler drin in diesen ROMs. Und das war wirklich ein echter Compiler,
nicht das, was oben unter FORTH aufgeführt wurde.
Joachim B. schrieb:> Frauen durften schon damals abtippen, eintippen!
Nicht nur bei den Programmen mischten sie mit. Auch bei der Entwicklung
von Programmiersprachen: https://de.wikipedia.org/wiki/Grace_Hopper
Ob COBOL freilich als Meilenstein der Informatik gelten sollte, darüber
kann man geteilter Ansicht sein. Geschwätzig ist es jedenfalls, auch
wenn mir das einen 5er in die Chauvikasse einbringt. ;-)
Dass Mathe nichts für Frauen wäre, das wurde mir allerdings erst spät
erzählt, und wider besseren Wissens. In Schule und Jugend hatte ich
dahingehend genug gegenteilige Erfahrungen gesammelt.
(prx) A. K. schrieb:> Pille schrieb:>> Gibts da Einen an den man extern ausreichend RAM>> anflanschen könnte? IMHO auch nicht..>> Ich fürchte, du nimmst meinen Vorschlag etwas zu ernst. ;-)>>> anflanschen könnte?>> Wozu anflanschen? Der 1611 hat 10 KB RAM und 48 KB Flash. Welch Luxus!>> Mein AIM65 hatte 4 KB RAM und 20 KB ROM, auf Wunsch mit einem PL/65> Compiler drin in diesen ROMs. Und das war wirklich ein echter Compiler,> nicht das, was oben unter FORTH aufgeführt wurde.
Meine 11/83 hat IMHO 2MB RAM (müßte nachgucken, war lange nicht an).
Sag mal nicht das 2.11 BSD das nicht zu nutzen wüßte.
Den F1611 kenne ich, hab mal hier etliche für Kleingeld gekauft und mir
eine Art Arduinos damit gemacht, F149 paßt da auch, das ist das selbe
Pinout.
10Kb (5KW) sind für eine PDP11 nicht gerade Luxus. da hat ja die oben
gezeigte russische E60 schon 4KW on Board (Prozessor M2, DRAM K565RU1 ~
2107)
..und nein, ich nehme das sicher nicht zu ernst, ich leide nicht an
grüner Langeweile, aber man kann ja mal drüber philosophieren.
Gruß,
Pille
(prx) A. K. schrieb:> Joachim B. schrieb:>> Frauen durften schon damals abtippen, eintippen!>> Nicht nur bei den Programmen mischten sie mit. Auch bei der Entwicklung> von Programmiersprachen: https://de.wikipedia.org/wiki/Grace_Hopper>> Ob COBOL freilich als Meilenstein der Informatik gelten sollte, darüber> kann man geteilter Ansicht sein. Geschwätzig ist es jedenfalls, auch> wenn mir das einen 5er in die Chauvikasse einbringt. ;-)>> Dass Mathe nichts für Frauen wäre, das wurde mir allerdings erst spät> erzählt, und wider besseren Wissens. In Schule und Jugend hatte ich> dahingehend genug gegenteilige Erfahrungen gesammelt.
Nichts mit Programmiersprachen, aber ich finde Donnamaie E. White auch
extrem cool. Ich will mal irgendwann meinen eigenen
mikroprogrammierbaren Rechner mit AM2901 bauen..
http://www.donnamaie.com/AMD_2900.html
Gruß,
Pille
Pille schrieb:> Meine 11/83 hat IMHO 2MB RAM (müßte nachgucken, war lange nicht an).> Sag mal nicht das 2.11 BSD das nicht zu nutzen wüßte.
Ach menno... nimmst gleich die dickste, die sich finden lässt. Die war
ja schon eher Spätphase.
Thomas W. schrieb:> boot dauert ca. 10 Minuten.
Mancher heutige Server liegt auch nicht weit weg davon. Genau wie damals
werden die nicht häufig gestartet und genau wie damals legt man mehr
Wert auf Funktionstests und saubere Initialisierung als auf kurze
Startzeit.
(prx) A. K. schrieb:> Pille schrieb:>> Meine 11/83 hat IMHO 2MB RAM (müßte nachgucken, war lange nicht an).>> Sag mal nicht das 2.11 BSD das nicht zu nutzen wüßte.>> Ach menno... nimmst gleich die dickste, die sich finden lässt. Die war> ja schon eher Spätphase.
Die 11/93 oder 11/94 war dicker. Ich habe aber auch noch andere Teile
da, z.B. für ne 11/53 (KDJ-11D, 1,5MB auf dem CPU Board) und ne KDF11-A
treibt sich auch noch herum, zusammen mit RAM und diversen Emulex und
Dilog Controllern. Ich spiele halt gerne und Platz für ganz Schrankwände
habe ich eher nicht.
Gruß,
Pille
Nachtrag, die 11/83 wohnt in einer BA23 Box, ist also geometrisch eher
klein.
Das größte was ich mal hatte war ein VAX4000/300, die habe ich repariert
und später mal verkauft. Schon die nimmt Platz weg wie Sau. Ich habe
aber noch eine VS4000/90 und ne VS3100/M76..
Pille
Moin, -
neben der uVAXII habe ich eine 3100/38 und VS4000/90. Die alphas und die
IBM PC und AT habe ich verschenkt, zuviel Verbrauch des Real Estate. Die
vorhandenen drei Maschinen sind auch genug, wenn man die Dinger am Leben
lassen will.
Aber die Cluster-Technologie unter VMS ist/war schon genial.
Gruesse
Th.
ahh..1 oder 2 Miata PWS 500/AU sind auch noch im Lager :-)
Hatte ich vergessen.
Ich habe aber auch noch 2 DDR P8000 Compact..Z8000 mit 4Mhz und Unix
sowie einen A5120/16, ebenfalls mit einem Z8000 Subsystem auf Floppies
mit Unix (Mutos).
Gruß,
Pille
Ja, aber Du musst latuernich sehen, was Du fuer diese 10 Minuten
bekommst: 2-3 Minuten Selbsttest (die 16 MB RAM brauchen sehr lang),
dann Start des Betriebssystems (ein paar Devices konfigurieren) und, als
layered Product, DECNET und TCP/IP (Telnet und Name-Services).
Das Ding war (auch fuer damalige Zeiten [1992]) langsam (eine Einheit
hiess VUP [Vax unit of Performance]). Die Netzwerkperformance war
10Mbit/s (real nicht mehr 3-4 MBit/s), die Plattenperformance mit den
Emulex war MaMa. Aber OK, mit diesem Ding konnten wir Realtime Daten
erfassen und bischen verarbeiten.
Das war mehr als wir vorher hatten, und nebenbei musste ja eine
Apparatur konstruiert und gebaut werden und die Physik war ja auch noch
"undiscovered country". Da war ich schon froh, dass die Combo PDP11 als
Frontend und Vax als Backend einfach funktioniert.
Gruesse
Th.
Pille schrieb:> Ich kenne nur ein paar ältere MSP430 bzw. habe da welche programmiert,> keinen mit FRAM. Gibts da Einen an den man extern ausreichend RAM> anflanschen könnte? IMHO auch nicht..
Also man kann ja Externer Speicher zufügen und dann (Je nach Chip)
diesen per DMA-Kanal nutzen.
Habe selber Steuerungen Gebaut (Mussten extrem Stromsparend sein) die
via SPI RAM mal eben 2MB Datenspeicher und 128KB Externes FRAM
brauchten.
auch kann man über SIMO und SOMI Parallel Processing realisieren.
Prototyp siehe Bild
Pille schrieb:> Ja..das versteht sich von selbst. Ich meinte allerdings Arbeitsspeicher,> keine externen Datenspeicher.
Doch es lässt sich per DMA so auch der Arbeitspeicher "Swappen",
So das Interner und Externer (So wie Cache bei Prozessoren genutzt wird)
Swappen.
Dies funktioniert sehr Zuverlässig mit den "FR" Versionen, da kann man
sogar das Programm FRAM so "swappen"
Ist bei den FLASH versionen nicht möglich weil:
A: Zu Langsam (E/W/R Zyklen)
B: Nur begrenzte lösch/überschreib Zyklen
FRAM lässt den vollen Speed beim Lesen und Schreiben zu.
Man kann das Programm-FRAM so auch als Daten NVRAM brauchen, ohne die
Gefahr von "Toten Speicherzellen" einzugehen.
Praktiziere ich in Audioanwendungen, verwende da die Hälfte des FRAM als
Audiospeicher ;-)
So kann man dan per DMA ein quasi Cache realisieren der vom Externen
Speicher die Programmblöcke "reinholt", und bei Bedarf wechselt.
Lässt sich hervorragend dank der XCPU realisieren, sobald die BANK
(oberen 8Bit der 24-Bit-Register) anspricht. Dabei einen DMA auslösen
der den geforderten Block Cachet. ;-)
So habe ich Programme (Inklusive Fensterverwaltungen) realisiert, die
100 MB groß waren.
Allerdings verwende ich dann dazu ein Timer(der den Cache über DMA Lät),
der dann über 4 Port's bis auf,
4GB Speicher(22 Adress 8 Data 1 CE 1 WE) zugreifen kann.
War etwas "Hirnsport" das zu Realisieren, da kein Compiler dies von Haus
auf unterstützt, also alles(Management) im Purem Assembler.
aua schrieb:> FORTH läuft notfalls auf einem feuchten Putzlappen :)
Ja!
aua schrieb:> FORTH war eine der Optionen die man früher beim Board bring-up oder CPU> bring-up zuerst implementierte.
Es hat immer noch seine Bedeutung!
z.B.
1. Postscript basiert auf Forth.
2. "Open Firmware"/Bios
3. Robotik
Gerade in 3 ist noch viel recht Bewegung, z.B. bei Wettbewerben.
Ist Forth doch eins der wenigen System, welches eine Programmierung im
laufendem Betrieb ermöglicht
Ein recht aktueller Exot: Der GA144 von Green Arrays
http://www.greenarraychips.com/home/documents/index.html
Stefan ⛄ F. schrieb:> Lass mich raten: nichts>> Selbst das unter alten Leuten beliebte Schwelgen in Erinnerungen kannst> du damit vergessen, denn diese Generation ist längst ausgestorben.
Für 21 Dislikes hast du dir eine Antwort verdient :-) Du hast recht! Ich
erinnere mich mit Grausen an die VAX, die Mitte der 80iger bei uns an
der Uni stand und diesen Krampf mit FORTH und FORTRAN, da war UCSD
Pascal schon eine echte Wohltat auf dem Apple IIe, eine richtige
Programmiersprache, die die Hardware abstrahierte.
Anfang der 80iger habe ich mal den ersten KEIL Rechner auf 8085 Basis
nachgebaut, Assembler mit Codetabelle und Handumrechnung, dann alles
eintippen auf der Hex Tastatur. Man konnte sogar debuggen. Und für jede
Codeänderung musste man die Sprungadressen neu berechnen. Das war mein
erster eigener Rechner. Fliegt noch heute im Keller rum. Nutzlos.
Ich habe das Gebammel mit CPM und Co auch aufgegeben, da es eh nur
textbasierte Programme sind, die man damit schreiben kann. Vier Gewinnt
gegen den Computer, Morsecode Generator usw.
Die Beschäftigung damit ist vergeudete Lebenszeit. Zumindest meine
Meinung heute.
Vancouver schrieb:> Ich verbinde viele Erinnerungen> damit, die ersten Schritte in Basic, Assembler und Pascal und mit CP/M,> deswegen landet er nicht in der Mülltonne - reine Sentimentalität. Aber> mir fällt nichts Sinnvolles ein, was ich damit noch machen könnte.
Geht mir genauso! Trotzdem habe ich vor einigen Jahren meinen Apple III,
der damals ziemlich teuer war für den gleichen Preis in Euro vertickert,
glaube 1300 Euro hat er dafür bezahlt. Mit Bernstein Monitor und 180kb
Floppy, die allerdings dejustiert war, auch das Netzteil hatte einen
weg, der ging nach ein paar Minuten immer wieder aus. Hatte da einen,
der ganz wild rauf war da wieder AZTEC etc. drauf zu spielen oder zu
programmieren. Quit Update Compile, Run ... QUCR das waren die Tasten
damals.
Moin,-
Christian J. schrieb:> Stefan ⛄ F. schrieb:>>> Selbst das unter alten Leuten beliebte Schwelgen in Erinnerungen kannst>> du damit vergessen, denn diese Generation ist längst ausgestorben.>> Für 21 Dislikes hast du dir eine Antwort verdient :-) Du hast recht! Ich> erinnere mich mit Grausen an die VAX, die Mitte der 80iger bei uns an> der Uni stand und diesen Krampf mit FORTH und FORTRAN, da war UCSD
Natuerlich macht in 2021 nur ein Masochist SW-Entwicklung unter CP/M.
Auf der anderen Seite kannst Du die Konzepte von CP/M (BIOS, BDOS usw.)
mit dem Hirnstamm verstehen und deswegen ist die Beschaeftigung mit CP/M
sehr hilfreich (es gab auch nichts anderes fuer den kleinen Geldbeutel).
Ob Du die Hardware heute selbst baust ist Deine persoenliche
Entscheidung, Horst Seehofer hat eine Maerklin-Eisenbahn im Keller.
Jedem Tierchen sein Plaesierchen. Es gibt sehr gute Emulatoren.
Der Krampf mit der VAX: Hast Du mal den Debugger unter VMS benutzt? Ist
so aehnlich wie gdb, nur 30 Jahre frueher.
Gruesse
Th.
Thomas W. schrieb:> Der Krampf mit der VAX: Hast Du mal den Debugger unter VMS benutzt? Ist> so aehnlich wie gdb, nur 30 Jahre frueher.>> Gruesse>> Th.
Wir hatten an der Uni erst 2 SM4 (olle tschechische PDP11), danach eine
russische SM1420..ist wohl ungefähr eine PDP11/70 danach ein RVS K1840,
den DDR Nachbau der VAX11/780. Die SM4 liefen unter RSX11, Alles was
danach kam unter Unix. Die SM1420 IMHO unter 2.9BSD, die K1840 unter
MUTOS 1800 was ein 4.3BSD war und etwas neuer als das 4.3BSD von
Berkeley das wir auf den Tapes hatten.
Nach der Wende kamen dann diverse CONVEX und später eine SGI Origin
2000, Alles Unix. Am Institut für Geophysik haben wir mal von Motorola
in München eine Reihe ausrangierter Rechner geschenkt bekommen, darunter
eine Applicon Workstation ..das war mehr oder weniger eine MicroVAX I
mit QBUS und Unibus Bridge. Das Ding habe ich unter NetBSD noch viele
Jahre sein Dasein als FTP Server fristen lassen..
In ein VMS4.5 oder so habe ich damals mal reingeschnüffelt und mich
kopfschüttelnd gefragt wie man den Kram als Benutzerfreundlich
deklarieren kann..
Ich mach seit vielen Jahren Unix und ich komme auch damit klar :-)
VMS ist so eine Sache und seit HP die Hobbyist Lizenzen abgesägt hat,
muß man sich zu helfen wissen. (Ich glaube gehört zu haben das es wieder
Hobbyist Lizenzen irgendwoher gibt..keine Ahnung, interessiert mich
nicht mehr)
@Patrick:
Ehe ich so eine doofe Swapping Mimik impelmentiere, schaue ich mich eher
nach einem Prozessor um der das kann. Auch andere Eltern haben schöne
Töchter.
Gruß,
Pille
Christian J. schrieb:> Ich erinnere mich mit Grausen an die VAX, die Mitte der 80iger bei uns> an der Uni stand und diesen Krampf mit FORTH und FORTRAN
Einen C Compiler hatte sie bei uns auch, die VAX-11/780. Leider anfangs
keinen für VAX, sondern nur für das. weshalb sie -11 hiess, also die
PDP-11 Emulation. 32 Bit Kiste, auf der man in 16 Bits und 64KB mit
Overlays programmierte.
Erst mit Eunice wurde es besser. Das klingt nicht zufällig etwas nach
Unix, sondern war tatsächlich eine Unix Emulation auf VMS.
Stefan ⛄ F. schrieb:> Selbst das unter alten Leuten beliebte Schwelgen in Erinnerungen kannst> du damit vergessen, denn diese Generation ist längst ausgestorben
Also ist alles, was man nicht selbst erlebt hat, nicht wert, sich daran
zu erinnern?!?
Ist das nicht eine etwas eingeschränkte Sicht auf die Vergangenheit?
Auch Entwicklungen, die sich vor der eigenen Erinnerung (oder Geburt)
abgespielt haben, können interessant zu studieren sein. Und interessante
Einblicke in das warum-und-wieso heutiger Zustände (hier vor allem
technischer Lösungen) bieten.
GeradeVorbeiGesurft schrieb:> Auch Entwicklungen, die sich vor der eigenen Erinnerung (oder Geburt)> abgespielt haben, können interessant zu studieren sein.
Mag sein, aber dafür gibt es Originale in Museen, Bücher und Emulatoren
auf PC. Einen Emulator auf Mikrocontroller brauche dafür nicht zu
entwickeln. Damit macht man sich das Leben nur unnötig schwer.
(prx) A. K. schrieb:> Christian J. schrieb:>> Ich erinnere mich mit Grausen an die VAX, die Mitte der 80iger bei uns>> an der Uni stand und diesen Krampf mit FORTH und FORTRAN>> Einen C Compiler hatte sie bei uns auch, die VAX-11/780. Leider anfangs> keinen für VAX, sondern nur für das. weshalb sie -11 hiess, also die> PDP-11 Emulation. 32 Bit Kiste, auf der man in 16 Bits und 64KB mit> Overlays programmierte.>> Erst mit Eunice wurde es besser. Das klingt nicht zufällig etwas nach> Unix, sondern war tatsächlich eine Unix Emulation auf VMS.
Die ersten VAX Prozessoren konnten PDP-11 Code auf dem Prozessor selbst
ausführen und somit eine PDP-11 emulieren, das war also bei Euch wohl
keine Software, sondern ein native C-Compiler von der PDP-11.
Ich bezweifele aber das es zu der Zeit keinen C-compiler für VAX gab,
Ihr werdet nur keinen gekauft haben. ULTRIX und BSD für VAX hatten
zwangsläufig von Anfang an einen VAX C-Compiler, weil das OS in C
geschrieben war. DEC selbst war mehr Pascal lastig. Es gibt ja da auch
so eine Embedded VAX Geschichte (Vaxeln) die auch stark Pascal lastig
ist.
Es gab ne KA630 mit ausgeschaltetem Cache für Emmbeded aber es gab auch
solche VAXen wie abgebildet, rtVAX ... ein VAX Brick mit CVAX Prozessot,
Network und SCSI drin. Sowohl die ISA als auch die VME Karte treiben
sich noch ungenutzt herum..
Gruß,
Pille
Stefan ⛄ F. schrieb:> GeradeVorbeiGesurft schrieb:>> Auch Entwicklungen, die sich vor der eigenen Erinnerung (oder Geburt)>> abgespielt haben, können interessant zu studieren sein.>> Mag sein, aber dafür gibt es Originale in Museen, Bücher und Emulatoren> auf PC. Einen Emulator auf Mikrocontroller brauche dafür nicht zu> entwickeln. Damit macht man sich das Leben nur unnötig schwer.
Stefan..Deine Meinung in Ehren, aber meinst Du das "Damit macht man sich
das Leben nur unnötig schwer" zwangsläufig für jeden Menschen stimmen
muß?
Was ist mit den Fußballguckern?
Also bitte, formuliere das so das es für Dich stimmt, aber weiß nicht
besser für andere Leute, ja?
Gruß,
Pille
Pille schrieb:> Was ist mit den Fußballguckern?
Denen hilft so ein Emulator auf Mikrocontroller auch nicht.
> formuliere das so das es für Dich stimmt
Sicher, es ist eine Meinungsäußerung, keine Wissenschaftliche Arbeit.
Ich habe keine Lust, in jedem einzelnen Beitrag ausdrücklich zu
erwähnen, dass es meine Meinung ist. Das macht man in einem Gespräch
auch nicht.
Du verwechselst hier offizielle Publikationen mit Diskussionen.
Stefan ⛄ F. schrieb:> Pille schrieb:>> Was ist mit den Fußballguckern?>> Denen hilft so ein Emulator auf Mikrocontroller auch nicht.>>> formuliere das so das es für Dich stimmt>> Sicher, es ist eine Meinungsäußerung, keine Wissenschaftliche Arbeit.> Ich habe keine Lust, in jedem einzelnen Beitrag ausdrücklich zu> erwähnen, dass es meine Meinung ist. Das macht man in einem Gespräch> auch nicht.>> Du verwechselst hier offizielle Publikationen mit Diskussionen.
Du äußerst Deine Meinung aber in einem Thread in dem es sich um
Retrocomputing dreht, deshalb ist Deine undifferenzierte Meinung hier
genauso hilfreich wie es Deiner Meinung nach ein Emulator für
Mikrocontroller für Fußballgucker ist.
Ich hoffe ich habe Dir etwas geholfen Deine Defizite zur Einschätzung
der Relevanz Deiner persönlichen Meinung zu überwinden.
Gruß,
Pille
Pille schrieb:> Du äußerst Deine Meinung aber in einem Thread in dem es sich um> Retrocomputing dreht, deshalb ist Deine undifferenzierte Meinung hier> genauso hilfreich wie es Deiner Meinung nach ein Emulator für> Mikrocontroller für Fußballgucker ist.
Sorry dass ich meine Filterblase verlassen habe. Darf man sich jetzt nur
noch zustimmend äußern, wenn man sich äußert?
Keiler schrieb:> Pille, der Stefanus eckt immer wieder an. Mach dir nIX draus. Wird am> Namen liegen. Bei mir bewirkt selbiger Ekel.
Wieder mal so ein absolut hirnloser Gast! Mit absolut hirnlosen
Einlassungen...die sich wie die Pest bei anderen hirnlosen festsetzen.
Wer nichts wirklich zu sagen hat, trompetet vor allen erst mal laut
"meiner Meinung nach..." Mir dagegen ist klar, dass wenn jemand etwas
sagt und nicht explizit dazusagt, dass es ein Zitat ist, s e i n e
Meinung sagt! What else?
Rainer
Rainer V. schrieb:> "meiner Meinung nach..." Mir dagegen ist klar, dass wenn jemand etwas> sagt und nicht explizit dazusagt, dass es ein Zitat ist, s e i n e> Meinung sagt! What else?
Allgemein ausgedrückt, nicht auf diesen Thread bezogen: Man kann seine
Sprache nutzen, um sich in verschiedenen Graden der Sicherheit
auszudrücken. Das kann sehr sinnvoll sein, vorausgesetzt es
wiederspiegelt den Sachverhalt einigermassen. Solche Floskeln gehören zu
den Möglichkeiten, einen unbeabsichtigten SABTA Eindruck zu vermeiden.
Gerade in letzter Zeit gibt es im Forum ein paar Gesellen, die mit
demonstrativer Selbstsicherheit ziemlichen Unfug posten. Dummerweise
kann das nicht jeder einschätzen.
(prx) A. K. schrieb:> Gerade in letzter Zeit gibt es im Forum ein paar Gesellen, die mit> demonstrativer Selbstsicherheit ziemlichen Unfug posten. Dummerweise> kann das nicht jeder einschätzen.
Und du meinst nun, dass man das besser einschätzen kann, wenn der Poster
das ausdrücklich als seine Meinung deklariert???
Kopfschüttel, Rainer
Stefan ⛄ F. schrieb:> Pille schrieb:>> Du äußerst Deine Meinung aber in einem Thread in dem es sich um>> Retrocomputing dreht, deshalb ist Deine undifferenzierte Meinung hier>> genauso hilfreich wie es Deiner Meinung nach ein Emulator für>> Mikrocontroller für Fußballgucker ist.>> Sorry dass ich meine Filterblase verlassen habe. Darf man sich jetzt nur> noch zustimmend äußern, wenn man sich äußert?
Du kannst Deine Filterblase verlassen und Deine Meinung zum Besten
geben, Jederzeit. Nur solltest Du eben Als Bienenfeind nicht auf einer
Imkerversammlung auftreten und Deine Meinung nicht nur ein Mal sondern
gehäuft zum Besten geben. Ich hoffe Du kannst das diesmal
nachvollziehen, ich halte Dich eigentlich nicht für dämlich.
Gruß,
Pille
Rainer V. schrieb:> Und du meinst nun, dass man das besser einschätzen kann, wenn der Poster> das ausdrücklich als seine Meinung deklariert???
Der Stil einer Aussage, etwa wahrgenommene Selbstsicherheit und
Autorität des Autors, ist ein wesentlicher Teil menschlicher
Kommunikation. Auch in Foren. Das kann auch dem Autor eines Beitrags
helfen, nicht nur dem Leser. Nämlich dann, wenn man berechtigt
korrigiert wird. Manche sind dabei aber leider völlig schmerzfrei.
Pille schrieb:> Gerhard?
Nein.
> Es gibt allen Ernstes Leute die setzen sich in ein Stadion und gucken> stundenlang bei Scheißwetter zu wie sich 22 Mann um einem Ball streiten.
Habe ich nie verstanden, nicht mal bei schönem Wetter :-)
> Findest Du nicht das Retrocomputing auch eine schöne Sache sein kann?
Sicher. Ich mag auch alte Maschinen, nicht nur Computer. Aber ich würde
nicht so ein altes Teil mit viel Aufwand reanimieren oder auf einer
modernen MCU emulieren, um mir dann krampfhaft eine Anwendung dafür zu
überlegen.
Vancouver schrieb:> Pille schrieb:>> Gerhard?>> Nein.
Dann eben nicht.
>>> Es gibt allen Ernstes Leute die setzen sich in ein Stadion und gucken>> stundenlang bei Scheißwetter zu wie sich 22 Mann um einem Ball streiten.>> Habe ich nie verstanden, nicht mal bei schönem Wetter :-)>>> Findest Du nicht das Retrocomputing auch eine schöne Sache sein kann?>> Sicher. Ich mag auch alte Maschinen, nicht nur Computer. Aber ich würde> nicht so ein altes Teil mit viel Aufwand reanimieren oder auf einer> modernen MCU emulieren, um mir dann krampfhaft eine Anwendung dafür zu> überlegen.
Das Problem haben die Leute die das tun nicht, "der Weg ist das Ziel",
man freut sich daran das der alte Eimer noch tut.
Gruß,
Pille
Andreas S. schrieb:> Vancouver schrieb:>> um mir dann krampfhaft eine Anwendung dafür zu überlegen.>> Oh, weiß eigentlich jemand, wie es Josef G. geht? Hmm...
Wer ist Josef G. und was hat er mit dem Thread zu tun?
Gruß,
Pille
ok, habe die Forensuche bemüht, 8Bit auf FPGA.
Ich hab zufällig gelesen das da ein gewisser Andreas S. geschrieben hat
(sinngemäß) "schade das Zilog den Z800 nie in Serie gebaut hat"
..hat Zilog doch, das ist aber nicht der Z180 sondern der Z280 der auch
kompatibel zum Z80 ist, aber nicht zum Z180.
siehe auch https://en.wikipedia.org/wiki/Zilog_Z280
Tillmann Reh hat eine Europakarte damit Designt, da läuft CP/M 3.0 drauf
und wohl auch eine UZI Version.
Ich habe 2 solche Karten, ein ist gerade bei einem Freund der bei seiner
Karte einen Fehler sucht, und die 2. hat hier bei mir vorgestern den
Geist aufgegeben, muß mal gucken was da los ist. Die Karte hat 4MB DRAM
und läuft mit 12MHZ.
Gruß,
Pille
>Interessanter fände ich ja die Z380 - eine 32-Bit Z80. Wird aber leider>nicht mehr hergestellt.
Ich wusste gar nicht, dass es auch einen Z380 gab (klingt fast wie A380,
wird auch nicht mehr hergestellt :-) )
https://en.wikipedia.org/wiki/Zilog_Z380
Zum Z80 hätte ich ja noch eine Beziehung: der in meiner Jugend selbst
entwickelte Computer hatte diesen und den Hex-Code habe ich von Hand
asssembliert .. und falls mich meine Erinnerung nicht trügt:
1
0x3E, 0x11 => Ld A,0x11
Aber sei's drumm ... irgendjemand wird doch die Muße haben und den Z380
ein FPGA gießen ...
chris_ schrieb:>>Interessanter fände ich ja die Z380 - eine 32-Bit Z80. Wird aber> leider>>nicht mehr hergestellt.>> Ich wusste gar nicht, dass es auch einen Z380 gab (klingt fast wie A380,> wird auch nicht mehr hergestellt :-) )>> https://en.wikipedia.org/wiki/Zilog_Z380>> Zum Z80 hätte ich ja noch eine Beziehung: der in meiner Jugend selbst> entwickelte Computer hatte diesen und den Hex-Code habe ich von Hand> asssembliert .. und falls mich meine Erinnerung nicht trügt:> 0x3E, 0x11 => Ld A,0x11>> Aber sei's drumm ... irgendjemand wird doch die Muße haben und den Z380> ein FPGA gießen ...
Wozu? Kannste doch kaufen wenn Du willst, so teuer sind die auch nicht.
Suche mal nach Z8038018FSC00TR
Gruß,
Pille
(prx) A. K. schrieb:> Interessanter fände ich ja die Z380 - eine 32-Bit Z80. Wird aber> leider> nicht mehr hergestellt.
Utsource (die mir noch nie Scheiß verkauft haben) hat noch 33951 Stück.
Reicht das für Deine Zwecke?
Gruß,
Pille
auch wenn es evtl. hier keinen mehr interessiert
(was macht man schon mit einer pdp11 und rt-11?) ;) )
Ich habe im Moment Spass mit RT-11 (v5.04F mit BASIC-11, Focal und
Fortran)
auf einer pdp11/40-Emulation, die auf eine Raspberry Pi Pico(W) mit
SDCard-Adapter laeuft.
Github-Homepage zum Projekt: https://github.com/Isysxp/Pico_1140
>Github-Homepage zum Projekt: https://github.com/Isysxp/Pico_1140
Cool :-)
Allerdings verstehe ich immer nicht, warum die Leute die Sache nicht
einfach Arduino-kompatibel machen. Dann könnte ich es jetzt in 2 Minuten
flashen und schnell mal ausprobieren und eventuell würde es sogar
Out-Of-The-Box auf einem ESP32 oder STM32 laufen.
Die File-Endung *.cxx finde ich auch etwas ungewöhnlich.
chris_ schrieb:> Cool :-)> Allerdings verstehe ich immer nicht, warum die Leute die Sache nicht> einfach Arduino-kompatibel machen. Dann könnte ich es jetzt in 2 Minuten> flashen und schnell mal ausprobieren und eventuell würde es sogar> Out-Of-The-Box auf einem ESP32 oder STM32 laufen.> Die File-Endung *.cxx finde ich auch etwas ungewöhnlich.
Ist eben mit dem Pico-SDK erstellt.
Wenn Du einen Pico haettest, dann koennte ich Dir ein precompiled .UF2
Binary geben dass Du einfach per Drag&Drop auf den Pico flashst ;)
Klar, nett waere es auch dies auf einem ESP32 oder STM32 zu haben, aber
langsam werden die Pico fast schon billiger als ESP32/STM32 und flotter
ist der Pico meistens als der ESP32.
Guido L. schrieb:> auch wenn es evtl. hier keinen mehr interessiert> (was macht man schon mit einer pdp11 und rt-11?) ;) )
Mich interessierts. Und bis Januar 2022 habe ich noch Hardwaresupport
für mehrere PDP-11/23 mit RT-11/V4 gemacht, die in ESI Lasertrimmern
saßen und auf denen aktuelle Produktion gefahren wurde. Auch General
Electric garantiert noch PDP-11 Ersatzteile bis 2050, um Kernkraftwerke
am Laufen zu halten.
Ganz ausgestorben sind also weder die PDP-11 noch die dazugehörenden
Fachleute.
Gruß Klaus (der soundsovielte)
na - wenn es doch jemande interessiert ;)
Hier mal je ein gezipptes .UF2 Binary je fuer Pico oder PicoW
Dazu braucht es dann nur noch ein .dsk-image im RK(05) Format von RT-11
von z.B. https://skn.noip.me/pdp11/rk5.dsk
chris_ schrieb:> Allerdings verstehe ich immer nicht, warum die Leute die Sache nicht> einfach Arduino-kompatibel machen.
Programmierer hätten sicher ein erheblich einfacheres Leben, wenn alle
Programme der Welt in der selben IDE und dem selben SDK geschrieben
würden.
Aber das würde weder die technischen Bedürfnisse aller Anwendungsfälle
noch die Bedürfnisse aller Programmierer erfüllen. Hier könnten noch 20
andere Leute fragen, warum es nicht mit dem von ihnen präferierten
Framework gemacht wurde.
Wenn es nur eine einzige Programmierumgebung gäbe, hätte man zudem aus
Business Sicht gefährliche Abhängigkeiten. Dieser eine Hersteller könnte
dir weitgehend vorschreiben, was du wie zu machen hast, und wie viel du
dafür bezahlen sollst.
Nix mit A* kompatibel, sonst kommen die horden von Ahnungsloseren und
beschweren sich daß irgendwas doch nicht läuft, war es doch nicht soooo
Kinderleicht.
Tolles Projekt, der PDP-11 lebt !
Hat jemand eine Idee wie man den Festspeicher von einer alten pdp11
auslesen kann. Das Programm ist nur noch auf dem gewickelten Speicher.
Weder den lochstreifen noch die Sicherung davon gibt es noch,da liegen
gut 3 Insolvenzen dazwischen und ich habe nur die Maschine.
Klar kann ich das in ein paar Stunden auf einen avr neu schreiben, aber
das alte System würde mich interessieren.
Peter schrieb:> Hat jemand eine Idee wie man den Festspeicher von einer alten pdp11> auslesen kann. Das Programm ist nur noch auf dem gewickelten Speicher.
Wichtigere Information wäre, ob QBus- oder UniBus Interface.
Eine CPU mit BootPROM, ein Dual-UART-Interface, ein zweites
Memmorymodul, ein TU58-Emulator und ein Terminalprogramm auf einem PC
mit 2 seriellen Schnittstellen würden reichen. Been there, done that.
Gruß Klaus (der soundsovielte)
Der Speicher sieht so ähnlich wie auf dem Bild aus. Ich mache nächste
Woche mal ein Bild.
Klar mit dem Speicher zu jemandem fahren der das in ein paar Minuten
auslesen kann macht Sinn. Nur Stuttgart ist mir zuweit.
Peter schrieb:> Der Speicher sieht so ähnlich wie auf dem Bild aus.
Da fände ich erst mal spannend, wie lange diese Speicher überhaupt ihre
Daten behalten.
Peter schrieb:> Klar mit dem Speicher zu jemandem fahren der das in ein paar Minuten> auslesen kann macht Sinn. Nur Stuttgart ist mir zuweit.
Um Software zu transportieren muss man den Datenträger schon seit
Jahrhunderten nicht mehr persönlich begleiten.
Hat natuerlich Charm. Nur sind leider meine RT11-Kenntnisse irdend wie
aus dem letzten Jahrtausend und sind nicht mehr so frisch.
Ist aber auch genial, dass ein kleiner Microcontroller so ein Power auf
dem Silizium hat.
Gruesse
Th.
Thomas W. schrieb:> Nur sind leider meine RT11-Kenntnisse irdend wie aus dem letzten> Jahrtausend und sind nicht mehr so frisch.
Meine Kenntnisse dazu sind erst im Aufbau ;)
Aber es gibt sehr viele gute PDFs vom Hersteller, da wird man fast
erschlagen...
Moin, -
ich hatte vorhin Dein Zip-File mal ausprobiert und es fuktioniert gut.
Deutlich schnell als das Original aus den achtziger Jahren. Es fehlt nur
der Laerm von den 10 - 15 Lueftern...
Aber huebsch gemacht.
Gruesse
Th.
P.S.: Noch mal zu der Warum-Frage: Weil man es kann.
Stefan F. schrieb:> chris_ schrieb:>> Was könnte man nützliches damit machen?>> Lass mich raten: nichts>> Selbst das unter alten Leuten beliebte Schwelgen in Erinnerungen kannst> du damit vergessen, denn diese Generation ist längst ausgestorben.
Papperlapapp
Nein den Teletype habe ich leider nicht mehr(Aus Platzgründen
verschenkt)
Weine ihm zwar nach, weil der hatte Stanzer und Leser für Lochstreifen
fest eingebaut, und die runde Trommelkopf-Mechanik für den Ausdruck
war schon eine Sache für sich. ;-) Aber auch die Papierrollen waren kaum
mehr erhältlich.
Ich habe eine Kassetten-Station am PDP11 (Sehen fast aus wie normale
Musikkassetten), ist fest Eingebaut.
Wenn ich fertig Umgezogen bin (Ist auf Palette zum Umziehen) kann ich ja
mal Bilder davon machen.
MfG