Hallo,
sorry evtl. falsches Forum.
Aber ich sehe bei der Siemens S7-1500 eine Bitbearbeitungszeit von 2 ns.
Wow.
Was ist denn da für eine MCU drin ?
Die müsste ja mindestens mit 1 GHz getaktet sein, oder ?
Gruß Dirk
Dirk F schrieb:> Die müsste ja mindestens mit 1 GHz getaktet sein, oder ?
Kein Problem. Nimm einfach einen ARM-Prozessor für 10€.
Dort gibts solche CPU-Boards ab 39,95: https://www.toradex.com/products
Also noch viel Luft nach oben bis zur 10k€-SPS.
Lothar M. schrieb:> Dirk F schrieb:>> Die müsste ja mindestens mit 1 GHz getaktet sein, oder ?> Kein Problem. Nimm einfach einen ARM-Prozessor für 10€.> Dort gibts solche CPU-Boards ab 39,95: https://www.toradex.com/products>> Also noch viel Luft nach oben bis zur 10k€-SPS.
Danke.
Dirk F schrieb:> Aber ich sehe bei der Siemens S7-1500 eine Bitbearbeitungszeit von 2 ns.
Das steht dort nicht.
"2ns bit performance", könnte man als 2ns Bitleistung übersetzen.
> Was ist denn da für eine MCU drin ?> Die müsste ja mindestens mit 1 GHz getaktet sein, oder ?
Nö. Das ist so oder so nichtssagendes Marketinggeschätz. Auch die
schnellste SPS hat mit Zeiten im 2ns Bereich nix zu tun. Damit meine ich
den Hauptprozessor, nicht irgendwelche exotischen Interface- oder
Spezialmodule. Ein 1G Ethernetport mit optischer Schnittstelle muss 1,25
Gbit/s brutto verarbeiten. Klingt viel, ist es aber nicht wirklich
heutzutage, zumal diese Geschwindigkeit nur von einem kleinen Stück
Hardware beherrscht werden muss. In Richtung CPU geht es dann meist mit
32 Bit Parallelbus, ggf. sogar DMA, das sind dann nur noch 125MB/s
bzw. 31,25 MTransfers/s bei 32 Bit Busbreite. Das reißt heute keinen
mehr vom Hocker.
Um einen Schalter in 2nS überhaupt nur zu sehen, darf die Zuleitung zum
Eingang nicht länger als 30cm sein. Die SPS könnte damit Signale bis 500
Mhz abtasten. Also Druckfehler oder typisches Marketinggeschwätz von
Siemens. Lichtgeschwindigkeit ist 299792458 m/sec.
J. V. schrieb:> Um einen Schalter in 2nS überhaupt nur zu sehen, darf die> Zuleitung zum> Eingang nicht länger als 30cm sein. Die SPS könnte damit Signale bis 500> Mhz abtasten. Also Druckfehler oder typisches Marketinggeschwätz von> Siemens. Lichtgeschwindigkeit ist 299792458 m/sec.
Es ist kein Druckfehler. Es geht hier nicht um das Prozessabbild der
Eingänge sondern um die Bitbearbeitungszeit. D.h. um die Zeit in der ein
Bitbefehl abgearbeitet wird. Die Gesamtzykluszeit setzt sich auf
hunderten oder tausenden Befehlen zusammen. Das Prozessabbild er
Eingänge wird pro Zyklus nur einmal aktualisiert.
Dirk F schrieb:> Was ist denn da für eine MCU drin ?
Das sind proprietäre ASICs. Die für normale Entwickler zugängliche
Programmiersprache AWL und das zugehörige Registermodell stellen somit
eine Teilmenge des Funktionsumfanges der CPU dar.
> Die müsste ja mindestens mit 1 GHz getaktet sein, oder ?
Vermutlich. Es gibt ja auch etliche ARM-basierten Prozessoren mit
Taktfrequenzen in diesem Bereich.
Um auf eine "Bitbearbeitungszeit" (=Ausführungsdauer einfacher Befehle
mit reinen Registerzugriffen) von 2 ns zu kommen, wird sicherlich wie
bei jedem anderen Prozessor der letzten dreißig Jahre auf Pipelining
usw. zugegriffen.
Lothar M. schrieb:> Kein Problem. Nimm einfach einen ARM-Prozessor für 10€.
Das sind aber Anwendungsprozessoren. Die können nicht konsistent mit 500
MHz Pins samplen. Allein schon der Zugriff auf die IO-Register dauert
Dutzende bis Hunderte Takte. Mit DMA kann man vielleicht so schnell
samplen, aber nicht verarbeiten/reagieren. 2ns werden also höchstens bei
internen Verarbeitungen erreicht, und das auch nicht garantiert immer.
Man müsste also eher bei Cortex-R schauen, und da ist die Auswahl schon
knapper (und teurer!).
Niklas G. schrieb:> Das sind aber Anwendungsprozessoren. Die können nicht konsistent mit 500> MHz Pins samplen. Allein schon der Zugriff auf die IO-Register dauert> Dutzende bis Hunderte Takte. Mit DMA kann man vielleicht so schnell> samplen, aber nicht verarbeiten/reagieren.
Hast Du Dich überhaupt schon einmal mit der Funktionsweise "richtiger"
SPS befasst? Das (oder die) Prozessabbild(er) wird/werden nur zu festen
Zeiten aktualisiert, d.h. die Zustände aller IO-Module in das RAM
geklimpert bzw. ausgegeben. Und anschließend erfolgen die Zugriffe nur
auf diesem Abbild. Ich gehe ganz schwer davon aus, dass bei den ASICs in
den Siemens-SPS das Aktualisieren des Prozessabbildes für lokale
Module(!) nahezu komplett in Hardware realisiert sein wird.
> 2ns werden also höchstens bei> internen Verarbeitungen erreicht, und das auch nicht garantiert immer.
Genau. Die Angabe bezieht sich wohl auf reine Registeroperationen
("Bitbefehle"). Im Gegensatz zu normalen Anwendungungsprozessoren muss
aber nicht bei jeder Bitverarbeitung umfangreich maskiert werden.
> Man müsste also eher bei Cortex-R schauen, und da ist die Auswahl schon> knapper (und teurer!).
Auch Cortex-R-Prozessoren sind nicht auf Einzelbitverarbeitung
optimiert.
Niklas G. schrieb:> Das sind aber Anwendungsprozessoren. Die können nicht konsistent mit 500> MHz Pins samplen
Es geht auch nicht um einen Eingang, sondern um ein Bit. Das ist eine
logische Informationseinheit (löse mal ein paar Kreuzworträtsel, da wird
das ab&zu gefragt) im Prozessor. Der Prozessor braucht für die
Verarbeitung eines Bits überhaupt keine EA. Und deshalb ist es auch
völlig irrelevant, wie schnell die Eingänge eingelesen werden können.
Andreas S. schrieb:> Hast Du Dich überhaupt schon einmal mit der Funktionsweise "richtiger"> SPS befasst?
Nö, das kommt in meiner Profession (Informatik) absolut nicht vor.
Andreas S. schrieb:> Ich gehe ganz schwer davon aus, dass bei den ASICs in den Siemens-SPS> das Aktualisieren des Prozessabbildes für lokale Module(!) nahezu> komplett in Hardware realisiert sein wird.
Aha, aber bei den gezeigten Cortex-A wohl nicht.
Andreas S. schrieb:> Die Angabe bezieht sich wohl auf reine Registeroperationen> ("Bitbefehle").
Wenn das so ist, macht es Sinn. Das kann ein Cortex-A im Durchschnitt
(!) auch, aber eben nicht garantiert.
Andreas S. schrieb:> Auch Cortex-R-Prozessoren sind nicht auf Einzelbitverarbeitung optimiert
Aber darauf, Befehle mit vorhersehbarer Latenz auszuführen.
Lothar M. schrieb:> löse mal ein paar Kreuzworträtsel
Wenn ich in Rente bin.
Lothar M. schrieb:> Und deshalb ist es auch völlig irrelevant, wie schnell die Eingänge> eingelesen werden können.
Die Informationen müssen ja schon irgendwo her kommen, oder soll die
Maschine lediglich simuliert werden?
Niklas G. schrieb:> Die Informationen müssen ja schon irgendwo her kommen
Wer sagt das? Für so eine
Marketingangabe/Werbeaussage/Idealzustand/Traumwert/usw. reicht es aus,
anzunehmen, die Daten wären schon vorhanden.
> oder soll die Maschine lediglich simuliert werden?
Wenn dadurch eine Bitverarbeitungszeit von 2ns erreicht wird, dann darf
man auch das annehmen.
> Lothar M. schrieb:>> löse mal ein paar Kreuzworträtsel> Wenn ich in Rente bin.
Immerhin ein Lichtschimmer am Ende des Tunnels.
Niklas G. schrieb:> Aha, aber bei den gezeigten Cortex-A wohl nicht.
Es geht hier aber ganz konkret um die in Siemens S7-1500 enthaltenen
Prozessoren/ASICs.
Andreas S. schrieb:> Niklas G. schrieb:>>> Aha, aber bei den gezeigten Cortex-A wohl nicht.>> Es geht hier aber ganz konkret um die in Siemens S7-1500 enthaltenen> Prozessoren/ASICs.
Ich habe aber ganz konkret auf Lothars Anmerkungen geantwortet, dass das
so mit dem Cortex-A ginge.
Andreas S. schrieb:> Dirk F schrieb:>> Was ist denn da für eine MCU drin ?>> Das sind proprietäre ASICs. Die für normale Entwickler zugängliche> Programmiersprache AWL und das zugehörige Registermodell stellen somit> eine Teilmenge des Funktionsumfanges der CPU dar.
Jain. AWL wird normalerweise auf der CPU interpretiert ( war schon immer
so ) Inzwischen verwendet Siemens aber auch Compiler die AWL, KOP, FUP,
ST (sowas wie Pascal) und neuerdings manchmal sogar C direkt in den
passenden Maschinencode für die SPS übersetzen. Die 2ns beziehen sich
auf compilierten Code.
>> Die müsste ja mindestens mit 1 GHz getaktet sein, oder ?
Ja sind sie auch. Der Inhalt des Gehäuses besteht zu 70% aus Kühlkörper,
zusätzlich fungiert die Montageschiene als Wärmeableiter.
> Vermutlich. Es gibt ja auch etliche ARM-basierten Prozessoren mit> Taktfrequenzen in diesem Bereich.
Bei der ist aber kein ARM drinnen :-) Siemens verwendet alle möglichen
Architekturen in Ihren PLCs. Gerade in den kleineren auch gerne aus dem
Automotive Bereich.
Niklas G. schrieb:> Ich habe aber ganz konkret auf Lothars Anmerkungen geantwortet, dass das> so mit dem Cortex-A ginge.
Ich habe nirgends behauptet, dass da drin ein Cortex A werkelt. Ich habe
lediglich behauptet, dass schon eine 10€ CPU im GHz-Bereich solche
logischen Elementarfunktionen im ns-Bereich abhandeln kann. Und dann auf
die Deduktionsfähigkeit vertraut, dass eine tausendmal teurere Steuerung
das sicher noch besser und schneller hinbekommt.
Hat offenbar nicht bei jedem geklappt. Pech.
Also nochmal die kurze Variante:
Dirk F schrieb:> ich sehe bei der Siemens S7-1500 eine Bitbearbeitungszeit von 2 ns.
Ja, der aktuelle Stand der Technik gibt das her.
Andreas M. schrieb:> Bei der ist aber kein ARM drinnen :-)
Genau das hatte ich ja auch geschrieben. Da aber ein typischer
SPS-Prozessor ganz grob ähnliche Anforderungen wie ein aktueller ARM
hat, dürften hierfür ähnliche Halbleiterprozesse eingesetzt werden.
Somit lassen sich dann auch ähnliche Taktfrequenzen erreichen.
Lothar M. schrieb:> Hat offenbar nicht bei jedem geklappt. Pech
Das hab ich alles schon genau so verstanden. Ich weiß überhaupt nicht,
wie man darauf kommt, dass ich behauptet hätte, SPS würden Cortex-A
nutzen oder was eine SPS kann oder nicht kann.
Ich wollte lediglich klar stellen, dass der Cortex-A (der sich NICHT in
einer SPS befindet!!!) externe Pinsignale eben nicht mit 2ns Latenz
bearbeiten kann, man also eben nicht mit einem Cortex-A so eine
Verarbeitungszeit erreichen kann. Also nur der Cortex-A auf einem
gängigen Board. Nicht in einer nichtexistenten SPS. Wenn der Cortex-A
das nicht kann, folgt daraus nicht, dass die SPS das kann.
Ob die SPS das tatsächlich doch kann oder die 2ns nur intern sind, weiß
ich nicht.
Der Preis ist übrigens ziemlich losgelöst von der Leistung. So ein
ARM-Anwendungsprozessor ist um viele Größenordnungen komplexer und
leistungsfähiger als ein ähnlich teurer Mikrocontroller, das kommt also
nur von der Massenfertigung.
Nur weil ein massengefertigter 10€-Prozessor etwas kann heißt das nicht,
dass ein für SPS gebauter Spezialprozessor das auch für 10€ kann.
Andreas S. schrieb:> Da aber ein typischer> SPS-Prozessor ganz grob ähnliche Anforderungen
Heute wird in SPSen eigentlich nur noch Stangenware eingesetzt. Das
höchste der Gefühle ist es einen Standard CPU Chiplet zu nehmen und den
eventuell noch mit einem extra Chiplet für die Kommunikation im selben
Package zu kombinieren. Meist ist aber der Kommunikationsprozessor
extern per PCIe angebunden.
Die ganz alten Simotion Controller D435 (Die es jetzt nicht mehr gibt,
also nicht die D435-2) hatten z.B. ne Pentium III CPU + eine Siemens
Profinet Baugruppe. Der Pentium wurden mit einem speziellen RT Linux
betrieben, da konnte/musste man sogar Bios-Updates einspielen :-)
Niklas G. schrieb:> Ob die SPS das tatsächlich doch kann oder die 2ns nur intern sind, weiß> ich nicht.
Wie schon mehrfach in dem Thread beschrieben geht es hier rein um die
Zeit die die SPS benötigt um zwei im RAM liegende Variablen miteinander
Bit zu verküpfen. Und genau das beschreibt die Siemens Angabe.
IOs sind bei solchen SPS fast immer remote, also über Netzwerk
angeschlossen, Aktualisierungszeit typischerweise 1-2ms.
Dirk F schrieb:> Was ist denn da für eine MCU drin ?> Die müsste ja mindestens mit 1 GHz getaktet sein, oder ?
Ich lese das als 500MHz (=1/2ns).
Zum Vergleich: Ein Teensy 4.0 oder 4.1 hat einen 600 MHz µC drauf.
Jim M. schrieb:> Ich lese das als 500MHz (=1/2ns).
Das 1GHz bzw. die 600MHz sind auch nur die Taktfrequenz zur
schnellstmöglichen Ausführung eines NOPs.
Lothar M. schrieb:> Das 1GHz bzw. die 600MHz sind auch nur die Taktfrequenz zur> schnellstmöglichen Ausführung eines NOPs.
Das ist die Kernkompetenz einer SPS, besonders von Siemens! ;-)
Die Aussage ist, wie schon mehrfach festgestellt, wertloses
Marketinggeschwätz. Ob eine SPS damit schnell ist oder nicht,
entscheiden viele andere Komponenten, sei es das Betriebssystem, der
Compiler und last but not least das Anwenderprogramm! Auch moderne PCs
kann man MÜHELOS mit Müll in die Knie zwingen, das ist kinderleicht.
Alles nix Neues.
Andreas S. schrieb:> Ich gehe ganz schwer davon aus, dass bei den ASICs in> den Siemens-SPS das Aktualisieren des Prozessabbildes für lokale> Module(!) nahezu komplett in Hardware realisiert sein wird.
Nein, auch Deine sonstigen Vorstellungen über SPSen sind eher
Träumereien.
SPSen haben ganz normale Prozessoren. Die kleinen SPSen haben kleine
Mikrocontroller, die mittleren SPSen haben mittlere Controller, und die
fetten SPSen haben eben PC-Prozessoren.
Der ASIC in SPSen ist der vom jeweiligen Hersteller propagierte, eigene
Bus-Chip. Bei Siemens der Profinet-Kram, bei Beckhoff der Ethercat-Kram,
usw.
SPSen sind nicht besonders schnell. Sie sind eigentlich relative lahm im
Vergleich zu einem normalen PC. Für manche Bewunderer erscheinen sie nur
schnell, weil die Programme auf SPSen trivial sind. Die paar Kilobyte
Daten und Programmcode passen komplett in den L1-Cache der verwendeten
CPUs. Dazu fast ein komplett linearer Programmablauf, da kommt Prefetch
voll zum tragen.
Und auch die großen Kühlkörper haben einen simplen Grund:
Mittelprächtige Alltagsprozessoren die passiv gekühlt auch bei höheren
Umgebungstemperaturen laufen sollen.
Nein, an einer SPS ist nichts besonderes dran. SPS ist viel Marketing
und Vendor-Lockin und "Haben wir schon immer so gemacht".
SPSen leben von ihrer modularen IO-Hardware die so robust und flexibel
gebaut ist, dass sie auch der Behandlung von Grob-Elektrikern widersteht
und auch bei Nichtbeachtung irgendwelcher EMV-Überlegungen durch
unwissenden Elektrokonstrukteure trotzdem funktioniert.
SPSen gibt es weil das Zeug mechanisch und elektrisch robust ist aber
nicht wegen der mäßigen Rechenleistung der CPUs.
Siemens soll für SPS-Geräte einen eigenen Hauptprozessor haben?
Das ich nicht lache.
Die haben über Jahrzehnte hinweg nichts hinbekommen ausser den ollen
(von Intel abgekupfterten) 8051, und '166er.
(später dann TriCore (was definitiv gelogen ist, denn es sind keine 3
Kerne)).
Auch steckt in der Angabe "2ns/Bitbefehl" keine Information, auf welch
grossen Speicher sich das bezieht, ob es über SIMD geht, und wie das
überhaupt adressiert werden kann.
(es ist - falls es überhaupt stimmt - wohl jeweils das simpelste (!)
anzunehmen) (auch kennt der typ. SPS-Programmier weder SIMD noch
Adressierungsarten).
Die Zykluszeit ist (wie schon genannt) auch grottenschlecht, Bereich ms
nicht ns.
Bei Siemens ist sehr viel Angebertum mit dabei.
Stinknormale EPROM-Module haben die für hunderte EUR verkauft.
MCUA schrieb:>> (später dann TriCore (was definitiv gelogen ist, denn es sind keine 3> Kerne)).
Du hast offensichtlich nicht verstanden woher der Name "TriCore" kommt.
Ein wenig dazu steht hier:
https://de.wikipedia.org/wiki/Infineon_TriCore
MCUA schrieb:> später dann TriCore (was definitiv gelogen ist, denn es sind keine 3> Kerne))
Aktuelle TriCore haben bis zu 6 Kerne, und das sind echte
Prozessorkerne, jeweils mit eigenen Speicherblöcken (SRAM+Flash) und
Caches ausgestattet. Unter "ferner liefen" kommt noch ein
8051-LowPower-Prozessor dazu. Die Flash-Zugriffe erfolgen über 6 weitere
Spezial-Prozessorkerne, welche man zum Flashen (z.B. Bootloader) mit
Befehlen füttern muss.
Das sind richtig komplexe Schlachtschiffe, so ein popeliger STM32H7 o.ä.
ist nichts dagegen. Die Komplexität dürfte sogar einen Cortex-A8
übertreffen, so ein TI AM335x ist einfacher Bare Metal zu programmieren.
Auch die Toolchains sind nicht ohne, da wünscht man sich die wunderschön
einfach elegante STM32CubeIDE zurück.
Niklas G. schrieb:> richtig komplex> Komplexität> TI AM335x ist einfacher Bare Metal zu programmieren> Toolchains sind nicht ohne
Wenn man nur genügend Komplexität in das System einbringt, kann man die
Bugs vor lauter Komplexität gar nicht mehr finden, Genies sind das!!1
...und wer verkauft das?
TriCore ist raus gekommen 1997, 1 Kern, RISC-CPU mit DSP-Befehlen,
Periferie, sollte ca 80MHz.
Holz-Elektronik hat damit geprahlt wie sonst was.
Spätestens 1999 wird das den Markt völlig umkrempeln, sagten die.
Geliefert haben Sie: Nichts.
Für GeneralPurpose ist TriCore eher nicht existent.
Fred R. schrieb:>> Nie einen Tricore in einer 300 oder 400er gesehen.
Ich habe das mit den TriCore zwar nicht geschrieben aber hier
sieht man zumindest einen TriCore auf der Platine:
http://s7detali.narod.ru/S7_317/S7_317.html
Ist das eine 300er oder eine andere Geräteklasse?
MCUA schrieb:> Die Zykluszeit ist (wie schon genannt) auch grottenschlecht, Bereich ms> nicht ns.
Du hast Null Ahnung laberst aber einen Haufen Blödsinn. Die Trägheit
einer Ventilinsel oder eines Temperatursensors ist Faktor 100 größer als
1ms Zykluszeit. Warum also den Bus (das Netzwerk) sinnlos mit Daten
auslasten. Da packt man lieber 256 Remote I/Os bei 4ms oder ähnlich
dran. (Das sind dann schon 50% bei 100 MBit/s) Die 400er CPUs können
sogar noch mehr. Schließlich soll über die selbe Leitung ja auch noch IP
Telefone am Ende der Halle und die Arbeiter PCs gehen.
Eine 1517/1518 schafft deterministisch 250µs Zykluszeit in der
Applikation mit einer Abweichnung von max 1µs (eher besser) über die
gesamte Anlagenausdehnung, das können viele 100m Kabel sein.
Dieter schrieb:> http://s7detali.narod.ru/S7_317/S7_317.html>> Ist das eine 300er oder eine andere Geräteklasse?
Ja, das ist eine (alte) 300er. Die hat noch nicht mal nen Ertec drinnen.
(Hat nur einen Port) Die 300er sind aber schon länger am Auslaufen.
Wobei sich die Modelle einer Baureihe massiv unterscheiden können. Die
letzten zwei Ziffern sind ein Indikator für die Performance.
>> Die Zykluszeit ist (wie schon genannt) auch grottenschlecht, Bereich ms>> nicht ns.>Du hast Null Ahnung laberst aber einen Haufen Blödsinn.
Du redest hier den Blödsinn.
Schon mal eine CPU von innen gesehen?
Die Zykluszeit ist so schlecht, wegen extrem grossen Overhead vom
System.
Wenige us sind damit nicht machbar.
Und das eine schnarchlangsame Ventilinsel im ns_Bereich schalten soll
hat hier keiner behauptet.
Dieter schrieb:> 2ns pro bit sind 65MHz fuer 1 byte. Nichts weltbewegendes. Das Oszi mit> 1GS hat demnach 0,125ns oder 125ps pro bit.
So betrachtet könnt ein Marketeer die CPU meines Laptops mit 100
Femtosekunden pro Bit anbieten. ;-)
(prx) A. K. schrieb:> So betrachtet könnt ein Marketeer die CPU meines Laptops mit 100> Femtosekunden pro Bit anbieten. ;-)
Hat das was mit Feminismus und #metoo zu tun?
Andreas M. schrieb:> Dieter schrieb:>> http://s7detali.narod.ru/S7_317/S7_317.html>>>> Ist das eine 300er oder eine andere Geräteklasse?>> Ja, das ist eine (alte) 300er. Die hat noch nicht mal nen Ertec drinnen.> (Hat nur einen Port) Die 300er sind aber schon länger am Auslaufen.> Wobei sich die Modelle einer Baureihe massiv unterscheiden können. Die> letzten zwei Ziffern sind ein Indikator für die Performance.
Auf der obigen Webseite findet man weiterer Bilder von anderen
Geräteklassen.
Interessant ist auch die Analyse des SoC einer 1200 hier:
https://sec-consult.com/blog/detail/reverse-engineering-architecture-pinout-plc/
Bei einer Annahme ver-AND-ung von max 54 int. vorliegend. Bits mit
anschliessender ver-OR-ung max 5 dieser Terme schafft das ein 95XLer-PLD
in lediglich ca 0,0044 ns / Bitbefehl.
Bei max 15 dieser Terme sind es lediglich ca 0,0022 ns / Bitbefehl.
MCUA schrieb:> ...und wer verkauft das?> TriCore ist raus gekommen 1997, 1 Kern, RISC-CPU mit DSP-Befehlen,> Periferie, sollte ca 80MHz.> Holz-Elektronik hat damit geprahlt wie sonst was.> Spätestens 1999 wird das den Markt völlig umkrempeln, sagten die.> Geliefert haben Sie: Nichts.> Für GeneralPurpose ist TriCore eher nicht existent.
Der allererste TriCore den es gab, war tatsächlich mal für
Industriezwecke angedacht und hatte sogar eine MMU und es gab ein
portiertes Linux dafür.
Inzwischen automotive only und eher als größere uC Architektur
angedacht.