Anlaufleistung bei Energiemessgeräten

#3577845
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Zahnfee schrieb:
> Hat Anlaufleistung jetzt die Bedeutung, dass dieser Strom nicht
> mitgezählt wird? Also wenn ein Gerät in Wirklichkeit 10 Watt hat, werden
> dann nur 6 angezeigt?

Nein. Die Anlaufleistung bei mechanischen (Ferraris) Elektrozählern ist 
notwendig, um die Anfangsreibung zu überwinden. Wenn sich die Scheibe 
erst mal dreht, wird auch im Rahmen der angegebenen Genauigkeit 
gemessen.
#3578027
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Zahnfee schrieb:
> Energiemessgeräte haben einen Anlaufleistung - z.B. 4 Watt (darunter
> zählen sie nicht) - warum auch immer.

Haftreibung vs. Gleitreibung. Und das gilt natürlich nur für elektro- 
mechanische "Strom"zähler. Hättest vielleicht den Physik-Unterricht 
nicht so oft schwänzen sollen ;)

> Hat Anlaufleistung jetzt die Bedeutung, dass dieser Strom nicht
> mitgezählt wird? Also wenn ein Gerät in Wirklichkeit 10 Watt hat, werden
> dann nur 6 angezeigt?

Nein. Es bedeutet, daß unterhalb der Mindestlast der Verbrauch als 0 
angezeigt wird. Sobald die Mindestlast erreicht wird (Übergang von 
Haftreibung zu Gleitreibung), gilt die normale Meßgenauigkeit (sollte 
besser als 4W sein).


XL
Gast #3578665
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Zahnfee schrieb:

> Energiemessgeräte haben einen Anlaufleistung - z.B. 4 Watt (darunter
> zählen sie nicht) - warum auch immer.
>
> Hat Anlaufleistung jetzt die Bedeutung, dass dieser Strom nicht
> mitgezählt wird? Also wenn ein Gerät in Wirklichkeit 10 Watt hat, werden
> dann nur 6 angezeigt?

Vermutlich interessieren 4W keine Sau, das liegt bestimmt schon in der 
Toleranz der Zähler. Oder bist du dir sicher, daß beim Betrieb einer 
Kochplatte von 2kW nicht mal 1990Wh oder 2010Wh gezählt werden?
Gast #3578674
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Wilhelm F. schrieb:
> Vermutlich interessieren 4W keine Sau, das liegt bestimmt schon in der
> Toleranz der Zähler. Oder bist du dir sicher, daß beim Betrieb einer
> Kochplatte von 2kW nicht mal 1990Wh oder 2010Wh gezählt werden?

Mich interessieren grade einige der kleinen Verbraucher. Ich möchte z.B. 
messen, was Router verbrauchen oder andere kleine Geräte, die im 
Standby-Betrieb 0.5-4 Watt haben sollen, oder z.B. das Netzteil an einem 
Mikrocontroller .... Aber ich denke, dafür ist das kleine 
Energiekostenmessgerät, was ich habe, zu ungenau.

Ich weis nur noch nicht, was ich alternativ nehmen soll, was aber noch 
preislich einigermaßen ok ist (Preisgrenze bis 50 Euro).

Ich hab gesehen, dass einige Stromzangen gibt, die in der Lage sind, 
auch die Leistung zu messen, weil sie Spannung und Strom parallel 
erfassen können.

Z.B. dieses hier

http://www.reichelt.de/CEM-DT-3353/3/index.html?&ACTION=3&LA=446&ARTICLE=134761&artnr=CEM+DT-3353&SEARCH=stromzange+leistungsmessung

ist aber schon grenzwertig, was den Preis betrifft.
Gast #3578686
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Hab mal ne Frage - bei dem Gerät eben - der Stromzange, die ich verlinkt 
hatte - dort steht im Datenblatt:

ACA: Bereich: 40/100/400 A: Auflösung 0,1A, Genauigkeit +-2% + 5 Digit

230V * 0,1A = 23 Watt

Heisst das, dass diese Stromzange dann auch die Leistung ab 23 Watt 
messen würde?
Gast #3578693
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Wilhelm F. schrieb:
> Nimm das Oszi, und einen Meß-Shunt in Serie zum Gerät.

Ja, dass ist auch eine gute Idee. Ich kann ja dann glaub ich auch mit 
den mathematischen Funktionen die beiden erfassten Werte gleich 
multiplizieren.

Ich bin noch nicht so erfahren. Ich muss ja mit dem Oszi schneller 
abtasten, als mein Signal ist.

Das Signal hat 50Hz. Also muss ich doch mindestens mit 101Hz abtasten, 
damit keine Aliasing-Effenkte entstehen?
Gast #3578720
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Zahnfee schrieb:
> Mich interessieren grade einige der kleinen Verbraucher. Ich möchte z.B.
> messen, was Router verbrauchen oder andere kleine Geräte, die im
> Standby-Betrieb 0.5-4 Watt haben sollen, oder z.B. das Netzteil an einem
> Mikrocontroller .... Aber ich denke, dafür ist das kleine
> Energiekostenmessgerät, was ich habe, zu ungenau.
>
> Ich weis nur noch nicht, was ich alternativ nehmen soll, was aber noch
> preislich einigermaßen ok ist (Preisgrenze bis 50 Euro).


Dieses Messgerät kann auch die kleinen Standby-Ströme sehr genau messen:
KD 302 von profitec®
Der Messbereich reicht von 0,2-3600 Watt.

Gab's mal bei Firma Reich..

Jetzt für EUR 17,90 bei
http://www.amazon.de/Energiekosten-Messger%C3%A4t-KD-302-von-profitec%C2%AE/dp/B000NIYM7Q/
Gast #3578749
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Zahnfee schrieb:
> Mich interessieren grade einige der kleinen Verbraucher. Ich möchte z.B.
> messen, was Router verbrauchen oder andere kleine Geräte, die im
> Standby-Betrieb 0.5-4 Watt haben sollen, oder z.B. das Netzteil an einem
> Mikrocontroller .... Aber ich denke, dafür ist das kleine
> Energiekostenmessgerät, was ich habe, zu ungenau.

Dreh deine Heizung 0.1 Grad runter, da spart man wesentlich mehr ....

Nen halben Watt Leistung an der Steckdose messen wollen, Sachen gibs 
....
Gast #3578755
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>Mich interessieren grade einige der kleinen Verbraucher. Ich möchte z.B.
>messen, was Router verbrauchen oder andere kleine Geräte, die im
>Standby-Betrieb 0.5-4 Watt haben sollen, oder z.B. das Netzteil an einem
>Mikrocontroller...

Genaue Leistungsmessung über einen weiten Messbereich ist eine Kunst für 
sich. Deshalb bräuchtest du ein anständiges Messmittel, wie z.B. ein 
Metrahit Energy. Das Ding packt 360µW bis 3,6kW direkt bei einem Fehler 
<3%.
Das sprengt deinen Preisrahmen zwar um Faktor 20, ist aber genau das, 
was du brauchst ;)
Gast #3578861
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Die Garantiefehlergrenze oder Klassengenauigkeit von Messgeräten wird in 
der Regel als relativer Fehler angegeben, dimensionslos in %. Die 4W aus 
obigen Beispiel wäre der absolute Fehler. Ich nehme also meine "strenge" 
Aussage zurück.

Die erstere Angabe macht mehr Sinn, vor allem bei mehreren 
Messbereichen, es muß nur ein Zahlenwert angegeben werden, nicht einen 
für jeden MB. Mit dieser Angabe lassen sich die auch Geräte einfacher 
vergleichen.

Das KD302 hat in seiner Betriebsanleitung (was anderes habe ich nicht 
gefunden) keine Fehlerangaben, es ist damit kein Messgerät.

@Zahnfee
Das CM-DT-... hat im kleinsten Messbereich (für Netzspannung, 40A, 400V) 
bei
4-stelliger Anzeige eine spezifizierte Genauigkeit von +-(3%+5Digits), 
eine Auflösung von 10W. Damit wird Messwert = P_Anzeige +-3% +-50W.
Wer das versteht muß sich nicht um Aliasing kümmern.

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