Empfänger mit geringem Stromverbrauch?

Gast #3154129
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Moin,
wo finde ich HF-Empfänger mit einer Stromaufnahme unter 500µA?

Gängige SRD/ISM Module brauchen ja deutlich über 5 mA, andrerseits hab 
ich schon vor Jahrzehnten einen AM-Rundfunkempfänger mit einer OA90 
gebaut, der nur aus der Antenne gespeist wurde..

Ist die Stromaufnahme immer proportional zur Frequenz?

Oder hab ich bei der Suche nach Modulen für 433, 868 MHz oder 2.4 GHz 
die guten übersehen?
Gast #3154304
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Empfänger kurz anschalten und lauschen, dann längere Zeit schlafen 
schicken. Wenn man mit entsprechend verlängerten Reaktionszeiten leben 
kann, dann lässt sich der (durchschnittliche-) Strombedarf auf einen 
Bruchteil des Ursprungswertes bringen.
Moderator Persönliche Seite #3154408
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Funker schrieb:
> Ist die Stromaufnahme immer proportional zur Frequenz?

Nicht proportional, aber UHF ist halt nicht kostenlos zu bekommen,
Empfindlichkeit gibt's auch nicht zum Nulltarif.  Selbst einen
DCF-77-Empfänger wirst du nicht mit 500 µA Stromaufnahme bekommen,
weshalb batteriebetriebene Funkuhren den Empfänger in der Regel
nur einmal täglich für ein paar Minuten einschalten.
Gast #3154566
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OK,
jetzt habe ich mal zwei DCF77 Empfänger vermessen:

Modell LCD+DCF77 vom blauen Klaus, 20+Jahre alt:
RX: 600 µA; nur LCD: 27 µA (an 1.3V)

Modell unbekannt (Harzklecks+Ferritantenne - ohne Uhr):
RX: 18 µA (an 3V)

Es hat sich als doch was getan..

Hm,
wie weit kommt man bei erlaubter Sendeleistung auf 125 kHz mit 
kurzen/kleinen Ferritantennen?
Gast #3154718
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Funker schrieb:
> Oder hab ich bei der Suche nach Modulen für 433, 868 MHz oder 2.4 GHz
> die guten übersehen?

Es gibt jede Menge 433MHz-Module mit Stromaufnahme < 5mA.

Simple Pendelempfänger brauchen ab 100uA im Dauerbetrieb, Superhets tun 
es ab etwa 2mA.

Die Pendelempfänger haben eine Empfindlichkeit bis etwa -100dBm, die 
Superhets können auch <-127dBm erreichen (Minimalpegel meines 
Generators).

Bei ebay gibts billige Module z.B. mit dem HIMARK RX3400, der braucht 
2,1mA allerdings mindestens 4V. Empfindlichkeit -109dBm.

Bei ELV gabs mal ein weitgehend diskret aufgebautes HFS302-Modul, 
gleiche Stromaufnahme, aber viel bessere Empfindlichkeit.

Geringste Stromaufnahme erreichen Pendler: der aus einer Aldi-Türklingel 
hat bei überbrückter Taktung 150uA an 2,4V und -93dBm Empfindlichkeit. 
Getaktet braucht der nur 30uA.

Meine 2,4GHz Module habe ich noch nicht vermessen.
Moderator Persönliche Seite #3154794
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Funker schrieb:
> wie weit kommt man bei erlaubter Sendeleistung auf 125 kHz mit
> kurzen/kleinen Ferritantennen?

Du hast halt nur magnetische Kopplung.  "Erlaubte Sendeleistung"
gibt's da gar nicht, sondern Grenzwerte für die magnetische
Feldstärke in 10 m Abstand.

1 m wirst du damit kaum noch schaffen.  Wenn du um dein gesamtes
"Zielgebiet" eine große Rahmenantenne drumrum wickeln kannst, wäre
das wohl die beste Variante.

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