trx schrieb:> Redundanz
Das würde ich am ehesten vermuten, denn da rollen garantiert Köpfe, wenn
bei der Rede was schiefgeht...
> oder werden alle 4 Signale gemischt?
Kann man auch machen, wenn man schon 4 Mikros hat...
trx schrieb:> Warum verwendet man dann oft mehr als 2?
Weil Redner die dumme Angewohnheit haben sich zu bewegen. Man will kein
Stereo, man will eine gleichmäßige Lautstärke, egal in welche Richtung
grad gesprochen wird und das geht mit vier Mikrofonen besser als mit
zwei.
Won K. schrieb:> Weil Redner die dumme Angewohnheit haben sich zu bewegen. Man will kein> Stereo, man will eine gleichmäßige Lautstärke, egal in welche Richtung> grad gesprochen wird und das geht mit vier Mikrofonen besser als mit> zwei.
Da ist die dort gewählte Anordnung aber extrem ungünstig.
Oder andersrum: es hätten die beiden äusseren Mikros gereicht.
Es könnte auch schlichte Protzerei auf unterstem Niveau sein: "Schau
mal, wir können da vier anbauen, obwohl eins schon reichen würde!"
(wirklich cool wäre allerdings, wenn da kein Mikrofon zu sehen wäre
und man die Rede trotzdem verstehen könnte).
Einen guten und erfahrenen Redner erkennt man daran, dass er sein
"Instrument", das Mikrofon, kennt und weiß, dass er seinen Kopf so
bewegen und drehen muss, dass er immer in Richtung des Mikrofons
spricht.
Lothar M. schrieb:> Da ist die dort gewählte Anordnung aber extrem ungünstig.> Oder andersrum: es hätten die beiden äusseren Mikros gereicht.
Das kommt auf die Beschallungsanlage im Raum an. Wählt man nur 2 Mikros
mit breiter Charakteristik, könnte es zu Rückkopplungen kommen. Also
besser mehr Mikros mit enger Charakteristik. Teils werden auch 6 oder 8
verwendet, wovon 4 auf der Bühne symetrisch verteilt werden. Somit kann
man die Signalstärke besser auspegeln, Rückkopplungen vermeiden und hat
trotzdem noch die Chance den Redner zu verstehen.
Lothar M. schrieb:> Einen guten und erfahrenen Redner erkennt man daran, dass er sein> "Instrument", das Mikrofon, kennt und weiß, dass er seinen Kopf so> bewegen und drehen muss, dass er immer in Richtung des Mikrofons> spricht.
Ein guter Redner spricht an vielen Orten und muss nicht die örtlichen
PA-Verhältnisse kennen. Das ist Aufgabe eines Tontechnikers.
lächler schrieb:> Das kommt auf die Beschallungsanlage im Raum an.
Raum?
Was da in dem Link dargestellt ist, ist ein Autodach mit 4 Mikrofonen
in jeweils ca. 15cm Entfernung.
> Ein guter Redner spricht an vielen Orten und muss nicht die örtlichen> PA-Verhältnisse kennen. Das ist Aufgabe eines Tontechnikers.
Ein guter Gitarrist kann seine Gitarre auch mal selber stimmen und muss
dafür nicht seinen Roadie herbestellen. Sprich: er kennt wenigstens die
Grundlagen seines Instruments.
Um den Saitenwechsel und die Halskrümmung muss er sich dann nicht mehr
kümmern...
Mit 4 Mikros sollte man doch eine recht sehr gute Richtwirkung erzielen
können, um Störungen und Signale - auch Rückkopplungen - aus anderen
Richtungen auszufiltern?
Und sicher, etwas Protzerei ist auch dabei. Die Bilder, dass richtig
wichtigen Leuten zwei dutzend Mikros entgegengesteckt werden, sind
mindestens Unterbewusst in unseren Köpfen.
trx schrieb:> Hallo,> ich dachte immer 1 Mikrofon gibt Mono, 2 geben Stereo.> Warum verwendet man dann oft mehr als 2?>> Redundanz oder werden alle 4 Signale gemischt?
Weil die schizphrenen Politiker mit gespaltener Zunge reden. Macht dann
vier Möglichkeiten => 4 Mikrophone.
Hi, trx,
eine nützliche Anwendung wäre ein Phased Array, das sich auf die Lippen
des Redners fokussiert.
Das dürfte die Schallaussteuerung vereinfachen und verkürzen, durch
größere Unempfindlichkeit gegenüber reflektiertem Schall.
Wenn es das nicht schon gibt, wohl beginnend in Film- und
Fernsehstudios, dann ist es in Kürze zu erwarten.
Ciao
Wolfgang Horn
J. A. schrieb:> Manche haben ja, neben der Beifahrerin, auch mehrere Navis an Bord:
Ja, das gute an den Navis ist ja: Man sieht auf dem Bildschirm genau
wo man ist, also braucht man nicht mehr durch die Windschutzscheibe
blicken.
J. A. schrieb:> Heute hat doch jeder> Abgeordnete sein Smartphone dabei - mit der entsprechenden App könnten> die Leute auch direkt ins Spaßschachterl quatschen.
Mit Handy-Sprach-Qualität ... der Resonanzraum des mikes dieser
Handy-flunder macht aus jeder ausgefeilten Sprachrhetorik nach
altersschwäche klingendes Gekrächz.
Gruß
Selbst der unfähigste Politiker lässt sich heute durch nachträglich
Digitale Überarbeitung noch pimpen.
Das Ergebnis sieht man doch täglich in den Nachrichten :)
Das ist das Analogon zu einer Anordnung von Lautsprecher in einer Linie,
der Linienschallquelle. Bei einer punktförmigen Schallquelle nimmt die
Lautstärke mit 1/r² ab, bei einer Linienschallquelle mit 1/r (r ist der
Abstand orthogonal zur Linie.
Damit kann der Redner etwas mehr herumhampeln...
Hi, "Ich",
> Mikrofonarrays gibt es auch schon:> http://www.thomann.de/de/beyerdynamic_mpr_210.htm> http://www.beyerdynamic.de/shop/ct/conference-tech...
Js, "Array". Ein Mikrofonsystem von 30 cm Breite mag eine
Linearanordnung von mehreren Einzelmikrofongen enthalten, die parallel
geschaltet sind.
Das wirkt dann ähnlich wie ein Schalltrichter, der keine quadratische
Öffenung hat, sondern eine mit geringer Höhe, aber großer Breite.
Ich erwarte dagegen ein Mikrofonsystem, das die Signale der
Einzelmikrofone individuell verzögert, damit die Laufzeit von den Lippen
zum Summenpunkt für alle Mikrofone gleich ist.
Dazu muss es einen Algorithmus geben, der diese Laufzeiten an den Ort
des Sprechers anpasst - ihm dann auch folgen kann.
Hätten das die erwähnten Mikrofone, hätte das eine Schlagzeile
angekündigt.
Ciao
Wolfgang Horn
Werktätiger schrieb:> J. A. schrieb:>>> Heute hat doch jeder>> Abgeordnete sein Smartphone dabei - mit der entsprechenden App könnten>> die Leute auch direkt ins Spaßschachterl quatschen.>> Mit Handy-Sprach-Qualität ... der Resonanzraum des mikes dieser> Handy-flunder macht aus jeder ausgefeilten Sprachrhetorik nach> altersschwäche klingendes Gekrächz.>> Gruß
es sollte ja eigentlich auch der INHALT zählen und nicht der Worte
Wohlklang....
alf schrieb:> Es werden ja eher weniger Mikrofone.
Andere Baustelle. Das ist doch offenbar eine Pressekonferenz, und
da möchte natürlich jeder Journalist seinen O-Ton haben.
Der Verweis oben ist 'ne Militärparade, bei der der Kommandeur seine
Kommandos auf diese Weise an seine Schäfchen verbreitet wissen möchte.
Zu erwähnen ist bei dieser Aufstellung die ungünstige Auslöschung,
handelt es sich nicht um eine Stereo Wiedergabe. Die Mono Summierung
mehrerer nicht kohärenter Mikrofone führt natürlich zu
Kammfiltereffekten. Hört man immer wieder sehr schön (Kirchentag usw.)
Ein Mikrofon wäre ausreichend. Die bei Beschallungen üblichen
"Schwanenhälse", haben in der regel eine sehr enge Richtcharakteristik
Matthias L. schrieb im Beitrag #4258080:
>> Der hat ja einen ganzen Strauß Mikrofone vor sich. Das muß ein>> (ge)wichtiges Kerlchen gewesen sein.>> Offenbar, wenn die Bayern gleich einen Flughafen nach ihm benennen...
Das ist aber nur ein Flughafen mitten in der bayrischen Provinz
bei einem kleinen Dorf namens Attaching. :-)
Harald W. schrieb:> Das ist aber nur ein Flughafen mitten in der bayrischen Provinz> bei einem kleinen Dorf namens Attaching. :-)
Imnmerhin funktioniert dieser Flughafen!
Matthias L. schrieb im Beitrag #4258080:
> Paul B. schrieb im Beitrag #4258064:>> Der hat ja einen ganzen Strauß Mikrofone vor sich. Das muß ein>> (ge)wichtiges Kerlchen gewesen sein.>> Offenbar, wenn die Bayern gleich einen Flughafen nach ihm benennen...
Nach ihm sind Flughäfen, Komponisten und Vögel benannt.
Grüße
Richard
Matthias L. schrieb:>>Nach ihm sind Flughäfen, Komponisten und Vögel benannt.>> Bist du sicher, daß du die Reihenfolge nicht verwechselst?
Gut, dann erklär ich es Dir eben.
Der Satz stammt vom bayerischen Kabarettisten Helmut Schleich, der in
seiner Paraderolle FJS Jahrzehnte nach seinem Tod wieder auftreten und
ihn diesen Satz in Ich-Form aussprechen läßt.
Auf Youtube sollte dieser Auftritt zu finden sein.
Welchen Vorteil hat ein fest installiertes Mikrofon gegenüber einem
unauffälligen Lavaliermikrofon, das die Position zum Mund nicht laufend
ändert?
Bei Gesang, ok. Da bekommt man die Qualität auf der kleinen Fläche nicht
hin. Aber bei Reden doch nicht...
Korbinian G. schrieb:> Da bekommt man die Qualität auf der kleinen Fläche nicht> hin. Aber bei Reden doch nicht...
Eben. So gross kann die Fläche garnicht werden, das da Qualität in die
Rede kommt...