Hätte ich das ins OT stellen sollen...? Naja, es geht schon um Mechanik.
Aufgabe: Ich möchte ein Gerät bauen, das jeden Tag eine Walnuss
ausspuckt. Gesucht ist eine bastel/hobbytaugliche Lösung.
Futterautomaten für Fische oder Katzen gibt es ja nun, aber sie
funktionieren nach zwei Prinzipien: Eher kleines Schüttgut wird
ausgegeben oder es gibt feste Fächer, die man vorab füllt und die dann
per Uhr freigegeben werden.
Etwas in dem Stil
https://aquarium-perfekt.de/graesslin-rondomatic-400-test/ könnte man
natürlich auch für Walnüsse bauen, wird aber schnell gross.
Besser wäre ein Gerät, in das man ein Kilo einfüllen könnte und sie dann
einzeln ausgibt. Industriell würde man einen Schwingförderer nehmen
http://www.radine.nl/de/product/vibrationsforderer-fur-grosse-produkte/
- aber für zuhause geht das wohl kaum. An Bestückungsautomaten gibt es
bulk feeder
(http://www.asm-smt.com/de/asm-smt/placement-solutions/highlights/bulk-feeder
- unbedingt Video anschauen!). Auch keine basteltaugliche Lösung.
Etwas naheliegendes wie eine Förderschnecke wird wohl schnell mal
verklemmen.
Jemand eine Idee?
Hmm, wie wärs mit einer flachen Scheibe die eine ungefähr wallnussgroße
Öffnung mit einem darunterliegenden, an der Scheibe befestigtem Fach
hat?
Das Fach muss genau so tief sein dass die maximalgroße Nuss grade noch
so drunter verschwindet.
Diese Scheibe stellt dann den Boden des Behälters mit den Nüssen dar.
Dreht sich diese Scheide sollte nur eine Nuss rein fallen und es sollte
noch möglich sein das Fach aus dem Behälter raus zu drehen (wobei der
Rand des Behälters die anderen Nüsse drin hält).
Dann brauchts nur noch eine Möglichkeit die Nus aus dem relativ engen
Fach raus zu bekommen. Ein Löchlein im Boden und ein T-förmiges Teile
könnte das ermöglichen.
Wie aufwändig darf es denn werden?
Wenn man etwas einzeln ausgeben will, muss es auch einzeln "vorliegen".
Ein Rüttler, mit einem vernünftigen Abstreifer fällt mir da ein. Ob das
aber bei Teilen, die sich gerne ineinander "verschränken", praktikabel
ist weiß ich aber nicht.
Auch wird es nicht ganz einfach werden, saubere Walnüsse (ohne
Bruchstücke) zu bekommen. Sonst wird eine Reinigungsstufe nötig.
Eine Normwalnuss wird auch schwierig zu definieren sein. Also wird es
auch nicht ganz einfach mit einer Öffnung, durch die nur eine passt.
Ein Greifer wird sich wegen der Form schwer tun. So denn ein Einzelstück
zu erwarten ist.
Greifen mit Vakuum wird wohl auch nicht gehen, da die Teile nicht dicht
halten.
Wir haben früher Teile mit einer Kombination aus Schikanen am
Rüttlerausgang, Druckluft für die blinden Passagiere und unterschiedlich
schnell laufenden Förderbändern, vereinzelt.
Ich würde also sagen: Es könnte gehen, wird aber nicht einfach.
Martin schrieb:> Aufgabe: Ich möchte ein Gerät bauen, das jeden Tag eine Walnuss> ausspuckt. Gesucht ist eine bastel/hobbytaugliche Lösung.
Meinst Du:
ganze Walnüsse mit Schale - und die Mäuse müssen sich dann da
hineinarbeiten?
Walnuss-frucht - als ganzes?
Das, was normalerweise nach dem Knacken einer Walnuss übrigbleibt: ein
Haufen Brösel mit ein oder 2 größeren Stücken der Frucht?
Vielleicht Prinzip Kartoffellegemaschine?
https://www.youtube.com/watch?v=enr-03wALHE
ab 9:45.
Bei diesem Modell überprüft ein Rad ob jeder Greifer belegt ist und
falls nicht fällt das Rad in die Kerbe des leeren Greifers und der
Teller oben wird um ein Fach weiter gedreht, wodurch eine Kartoffel aus
dem Drehteller fällt um trotzdem eine Kartoffel zu legen. Das war als
Kind immer unsere Aufgabe hinten drauf zu sitzen und die Teller wieder
zu befüllen. Mich hat der Mechanismus immer fasziniert und ich habe
immer absichtlich Kartoffeln runter geschubst um zu sehen wie der
Mechanismus auslöst :-)
40er KG Rohr in dem die Nüsse eingefüllt werden, schräg oder senkrecht.
Am Ende eine Wippe, die eine Nuss freigibt. Auslöser Servo oder
Hubmagnet.
Kann man natürlich per Lichtschranke überwachen und ggf. nochmal
auslösen und nach x Versuchen dann Alarm/Fehlermeldung geben.
Oder 40er KG-Rohr befüllen, und mit Gewindestange oder Seilzug von unten
die Nüsse nach oben rausschieben (oder das Rohr absenken) bis eine Nuss
rausgefallen ist.
Danke für die bisher gesammelten Ideen. Es geht wirklich um ganze Nüsse
und nicht nur den Inhalt. Problem dürfte hauptsächlich die Toleranzen
der Abmessungen sein. Der Ansatz mit dem 40er Rohr und "Vorschub, so
lange bis eine Nuss rausfällt" gefällt mir gut als es robuster ist als
ein Mechanismus, der immer genau eine Nuss dosieren soll und trotzdem
noch recht einfach (Lichtschranke).
dntr schrieb:> Wie es sich wohl auf die Mensch-Tier-Beziehung auswirkt, wenn die Mieze> alle Wohltat (Futter) von der KI bekommt?
Seit wann ernähren sich Katzen von Walnüssen?
Martin schrieb:> Ich möchte ein Gerät bauen, das jeden Tag eine Walnuss> ausspuckt.
trägt zwar nix zur Lösung bei, aber aus Neugier: wer bekommt die Nuss?
Für solche Zwecke eignet sich auch eine Förderschnecke, deren Wendel so
dimensioniert ist, das eine Walnuss sicher hineinpasst, aber zwei nicht
mehr. Die Förderschnecke muss recht steil und lang sein, so dass
huckepack reitende Nüsse irgendwann hinunterkullern. Ggf. sollte ein
Abstreifer über der Schnecke nachhelfen. Die Förderschnecke wird dann
über eine Lichtschranke gestoppt, sobald eine Walnuss über das obere
Ende gefallen ist.
Christijan schrieb:> düsentrieb schrieb:>> Seit wann ernähren sich Katzen von Walnüssen?>> Oachkatzerl?
Wie wäre mit Eichhörnchen? Die sind darauf spezializiert.
Hat ja Willi Wonka auch in seiner Fabrik in Gebrauch ;)
Tipp: Eine mechanische Zeitschaltuhr dreht sich in 24h genau einmal.
Auf den drehbaren Teil einen zylindrischen Aufsatz drauf kleben mit
einer Mulde an der Seitenfläche in die genau eine Nuss rein passt.
Oben ein feststehendes Rohr in dem sich der Vorrat an Nüssen befindet.
MiWi schrieb:> Das, was normalerweise nach dem Knacken einer Walnuss übrigbleibt: ein> Haufen Brösel mit ein oder 2 größeren Stücken der Frucht?
Ich frage mich immer, wie das wohl die Verkäufer
von fertigen Walnusshälften machen.
Harald W. schrieb:> MiWi schrieb:>>> Das, was normalerweise nach dem Knacken einer Walnuss übrigbleibt: ein>> Haufen Brösel mit ein oder 2 größeren Stücken der Frucht?>> Ich frage mich immer, wie das wohl die Verkäufer> von fertigen Walnusshälften machen.
Ich vermute, die sortieren (sieben) die Kerne und verkaufen die
Bruchstücke gesondert - ggf. gemahlen.
Gerd schrieb:> sieht irgendwie nicht so aus als könnte ein Tierchen das bedienen. ^^
Wie man unschwer erraten kann, ist es für menschliche Bediener
gedacht...
Teo D. schrieb:> Selbstbedienung führt nur zur Fettsucht
Klar, sind wir doch alle als Kinder am Kaugummiautomaten und mit Hilfe
von Supermärkten dick und fett geworden ;)
Ich tippe da eher auf Pulverzeugs, Saisonferne, wenig Bewegung,
Langeweilefutterei und Monotonie.
rbx schrieb:> Ich tippe da eher auf Pulverzeugs, Saisonferne, wenig Bewegung,> Langeweilefutterei und Monotonie.
Kam das Futter nicht aus dem Automaten, mit was würdest du dann wohl
deine Zeit verbringen. :)
Wollvieh W. schrieb:> Jetzt wo der Herbst und damit Halloween naht: Ist das auch für Kürbisse> skalierbar?
Sicherlich. Schliesslich braucht man sowas
für die Kürbisbowle mit ganzen Früchten.
Vielleicht mal anders herum?
Ein Stößel mit dem Durchmesser einer Walnuss wird in einem Trichter nach
oben geschoben.
Auf dem Stößel ist eine Mulde, in der eine Walnuss geführt werden kann.
Überzählige Nüsse rollen von der ersten herunter und fallen in den
Trichter zurück.
Der Stößel muss so glatt sein, dass er beim Herunterfahren nicht keilt.
Der oben am Deckel angedeutete Keil soll die selektierte Nuss auf die
Schräge schieben.
Vielleicht muss hierzu eine Kerbe in den Stößel eingebracht werden.