5V Lüfter Drehzahl reduzieren

OP #2944472
Hallo zusammen,

Da ich nur ein sehr laienhafter Bastler bin, wollte ich um Rat bitten, 
die Drehzahl eines 5V Lüfters zu reduzieren.
Lt. Datenblatt zieht er bei 5V I=0,187A. Ich möchte mittels eines Potis 
in Reihe zum Lüfter die Spannung so zwischen 1V bis 2V reduzieren (je 
nachdem ab wann der Lüfter dann nicht mehr anläuft).

Soweit meine Überlegungen:
Halbiere ich die Spannung am Lüfter auf 2,5V so brauche ich einen 
Widerstand mit:
R = 5V / 0,187A = 26 Ohm

Leistung am Poti verbrate ich damit maximal
P = 5V^2 / 26 Ohm = 0,9 W

Konrad 50 Ohm Poti 2W
http://www.conrad.de/ce/de/product/442818/TT-Electronics-AB-Draht-Potentiometer-ABW2-3114303605-Drahtanschluss-Lin-50-2-W-10-

Um die Anlaufeigenschaften ein bisschen zu Unterstützen noch einen Elko 
mit 1000 uF parallel zum Lüfter:
http://www.conrad.de/ce/de/product/443933/Alu-Elko-Low-ESR-Low-ESR-x-L-10-mm-x-16-mm-Rastermass-5-mm-1000-F-16-V

Macht das Ganze Sinn oder ist da völlig der Wurm drin?

Viele Grüße,

Thilo
#2945137
Also Da du ja nicht schreibst um welchen Lüfter es Geht.
Kann ICH nur sagen komme mit der Spannung bei PC Lüftern nicht unter 4 
Volt dann Laufen die nicht mehr sauber zb: starten nicht immer oder so 
langsam das es egal wird ob du ein verbaust oder nicht.
Gast #2945151
> Macht das Ganze Sinn

Nein.

Es ist schon überhaupt fraglich, ob es Sinn macht, den Lüfter in der 
Drehzahl zu regeln.

Wenn der Lüfter etwas kühlen soll, wird das dann zu heiss und du merkst 
es nicht. Es wäre in dem Fall besser, den Lüfter nach der Temperatur zu 
regeln, das ist dann auch ein echter Regelkreis.

Lüfter an geringerer Spannung betrieben sind zunächst mal schwächer. 
Erst deswegen laufen sie langsamer. Sie laufen aber auch schlechter an. 
Und weil ein Lüfter genau dann kaputt ist, wenn er nicht mehr anläuft, 
verringert man durch die Spannungsreduktion auch die zu erwartende 
Lebensdauer. Das versuchst du mit dem Elko zu verhindern, weisst aber 
letztendlich nicht, wie gross du ihn auslegen musst.

Ein Poti, z.B. 50 Ohn/2W ist für 200mA tauglich. Theoretisch passt das 
also vor deinen Lüfter, und es kann sogar auf 0 gestellt werden. Nur 
regeln kannst du damit nicht. Du kannst nur stellen.
#2945152
> hinz schrieb:
> Wurm!

Warum?

Aus meiner Sicht ist ein Widerstand voll in Ordnung um die Drehzahl 
eines Lüfters zu drosseln!
Die Rechnung ist trotzdem falsch, da Du ja nur 2,5V Spannungsabfall 
haben willst. Also muss der Vorwiderstand R=2,5V/0.187A=13.4 Ohm sein 
und eine Leistung von P=2.5V*0.187A=0,5W vertragen.
Ob der Lüfter bei der Spannung sicher anläuft, musst Du testen!
OP #2946012
Ersteinmal vielen Dank für die Rückmeldungen. Vielleicht zum Hintergrund 
des Ganzen: Der Lüfter soll in einem älteren Guru-Plug ein wenig 
erzwungene Strömung rein bringen.
Mit passiven Kühlkörpern habe ich sein 
"Schmelzofen-Für-Silizium-Verhalten" schon einigermaßen in den Griff 
bekommen. Aber die 3800 RPM des unterstützenden Lüfters ist einfach zu 
viel Lärm.

Eine Regelung wäre natürlich top aber erstens ist der Lüfter nicht PWM 
geeignet und zweitens killt mich meine Frau wenn ich mit meinen 
bescheidenen Elektronikkenntnissen noch mehr Zeit mit dem Ding verdaddle

DAVID ------ schrieb:
> Also Da du ja nicht schreibst um welchen Lüfter es Geht.
http://de.farnell.com/sunon/kd0506phs2-gn/luefter-60x60x15mm-5vdc/dp/1568438

Nico ... schrieb:
> Die Rechnung ist trotzdem falsch, da Du ja nur 2,5V Spannungsabfall
> haben willst. Also muss der Vorwiderstand R=2,5V/0.187A=13.4 Ohm sein
> und eine Leistung von P=2.5V*0.187A=0,5W vertragen.
Verstehe ich nicht. Ich dachte wenn ich den gleichen Widerstand nehme, 
den quasi der Lüfter auch hat, dann bekomme ich quasi einen 1:1 
Spannungsteiler, also fällt am Lüfter und am Widerstand jeweils die 
gleiche Spannung ab.
Aber generell nach U=R*I hast du natürlich recht. Um...???

hinz schrieb:
> Wurm! Ersetze den Widerstand durch Dioden, und parallel zu denen dann
> der Elko.
Wäre so was wie im angehängten Screenshot denkbar? So müsste ich doch 
zwischen 0V und 2,1V Spannungsabfall realisieren können.
Was ist der Vorteil der Dioden-Lösung?
Angehängte Dateien:
Gast #2946021
> Der Lüfter soll in einem älteren Guru-Plug ein wenig
> erzwungene Strömung rein bringen

Du willst also Kühlen.
Dann regle die Temperatur.

> zweitens killt mich meine Frau wenn ich mit meinen bescheidenen
> Elektronikkenntnissen noch mehr Zeit mit dem Ding verdaddle

Es gibt fertige Lüfter mit Temperatursensor.
Das kostet weniger Zeit, als ein Stillstand im unterversorgten Lüfter.
OP #2946397
MaWin schrieb:
> Es gibt fertige Lüfter mit Temperatursensor.

Da habe ich leidlich Zeit mit verbracht. Im 12V Bereich kein Problem. Da 
gibts Temp. geregelte Lüfter und auch Lüfter zwischen 11dB und 15dB wo 
ich mir niemals die Mühe mit gemacht hätte.

Wenn du einen solchen Lüfter mit 5V kennst, wäre ich um einen Link oder 
Typenbezeichnung dankbar.
Gast #2946408
Thilo Anders schrieb:

>> Die Rechnung ist trotzdem falsch, da Du ja nur 2,5V Spannungsabfall
>> haben willst. Also muss der Vorwiderstand R=2,5V/0.187A=13.4 Ohm sein
>> und eine Leistung von P=2.5V*0.187A=0,5W vertragen.
> Verstehe ich nicht. Ich dachte wenn ich den gleichen Widerstand nehme,
> den quasi der Lüfter auch hat, dann bekomme ich quasi einen 1:1
> Spannungsteiler, also fällt am Lüfter und am Widerstand jeweils die
> gleiche Spannung ab.

Ein solcher Luefter hat keinen "Widerstand". Darin verbaut ist eine 
elektronische Schaltung, die Impulse fuer den Motor erzeugt.

fonsana

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