Frage zu 230 VDC Motor

Gast #3592358
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Hallo,

Ich habe eine kurze Frage und hoffe Ihr könnt mir kurz helfen.
Aus einem alten Kaffeevollautomaten habe ich einen Domel 482.3.504
230 VDC  Motor welcher am Mahlwerk angeschlossen war.
Da die Maschine defekt ist das Mahlwerk jedoch tadllos jedoch noch 
funktioniert habe ich es ausgebaut  und möchte den Motor nun an 230v AC 
anschließen.
Hättet ihr evtl einen kleinen Schaltplan für mich wie ich es am besten 
realisiere?
Falls der Motor über ein poti oder ähnliches geregelt werden könnte wäre 
von Vorteil aber kein Muss.

Ich hoffe ihr habt kurz Zeit,

Danke und schöne Grüße,
Thomas
#3592372
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Thomas schrieb:

> Aus einem alten Kaffeevollautomaten habe ich einen Domel 482.3.504
> 230 VDC  Motor welcher am Mahlwerk angeschlossen war.
> Da die Maschine defekt ist das Mahlwerk jedoch tadllos jedoch noch
> funktioniert habe ich es ausgebaut  und möchte den Motor nun an 230v AC
> anschließen.

Du brauchst einen Gleichrichter, der aber ja wohl bereits in Deiner
Maschine verbaut war. Am besten entnimmst Du nicht nur den Motor,
sondern auch die komplette Andteuerelektronik.

> Falls der Motor über ein poti oder ähnliches geregelt werden könnte wäre
> von Vorteil aber kein Muss.

"Regeln" kannst Du so nicht; bestenfalls steuern. Aber auch das ist
schwierig, wenn man den Motortyp nicht kennt.
Gruss
Harald
Gast #3592413
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Hallo,

hier ein kleiner Ausschnitt aus dem Datenblatt, ich hoffe das hilft 
irgendwie.
Leider ist der Rest der Leistungselektronik nicht mehr vorhanden.
Habe aber noch eine Kiste mir allen möglichen Bauteilen,Dioden.


Code: 482.3.504
Spannung/Frequenz: 230 V/50 Hz + Graetz
Nenneingangsleistung: 165 W
Nenndrehzahl: 13500 min-1
Nennausgangsleistung: 96 W
Nenndrehmoment: 6,8 Ncm / 9,6 oz-in
Drehrichtung: rechtsdrehend
Betriebsart: 7 s “EIN”, 23 s “AUS”, 140 Zyklen
Belüftung: intern
Masse: 0,26 kg
#3592433
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Thomas schrieb:

> Leider ist der Rest der Leistungselektronik nicht mehr vorhanden.

Das ist schlecht. :-(

> Habe aber noch eine Kiste mir allen möglichen Bauteilen,Dioden.

Bauteile sucht man nicht danach aus, was gerade in der Kiste ist,
sondern danach, was benötigt wird.

> Code: 482.3.504

Diese Daten helfen auch nicht allzuviel; sie schliessen nur den
erwähnten Kondensatormotor aus. Hat Dein Motor denn Kohle-
bürsten? Ist der Motor aus einzelnen Blechen aufgebaut, oder
hat er einen massiven Eisenkern? Ist der Anker und das Aussen-
teil mit Draht bewickelt? Bist Du Dir sicher, das der Motor
wirlich mit 230V läuft? In Haushaltsgeräten, z. B. in Haar-
trocknern werden auch gern mal 24V-Motore verbaut.
Gruss
Harald
Gast #3592449
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Thomas schrieb:
> Hättet ihr evtl einen kleinen Schaltplan für mich wie ich es am besten
> realisiert

Brückengleichrichter virschalten, Netz an 230V~, Motor an + und -

> Falls der Motor über ein poti oder ähnliches geregelt werden könnte wäre
> von Vorteil aber kein Muss.

Handelsüblichen Lampendimmer/Bohrmaschinendrehzahlregler in 
Wechselstromleitung vorschalten.
Gast #3592568
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Hallo,

danke für die Infos. Den link kannte ich aber bereits.


@Harald
ich meinte damit das in der Kiste evtl noch Bauteile vorhanden sind aus 
welchen ich mir einen Gleichrichter bauen könnte

24v ist auszuschliessen da es definitiv ein 230v dc motor ist.
Motor ist hier zu sehen
http://www.domel.com/de/produkte/gleichstrommotoren

Frage ob es reicht einfach nen Gleichrichter (aus Dioden selbstgebaut)
vorzuschalten
#3592718
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Thomas schrieb:

> Frage ob es reicht einfach nen Gleichrichter (aus Dioden selbstgebaut)
> vorzuschalten

Vermutlich ja. Als Dioden kann man z.B. 1N4007 nehmen. Normalerweise
sollte man dann den Motor samt Gleichrichter an einen Stelltrafo
anschliessen  und unter Kontrolle des Stroms langsam hochdrehen.
Wenn man den Motor ausgebaut hat, sollte man ihn vorher in einen
Schraubstock o.ä. spannen, damit er nicht wegläuft.
Gruss
Harald
#3594359
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magic smoke schrieb:
> Na dann muß ich Dich dazu wohl beglückwünschen. Das hab ich noch
> nicht
> mal mit 'nem Staubsaugermotor geschafft, der deutlich mehr Dampf haben
> dürfte als 'ne Kaffemühle.

Bei über 13.000 U/min wird er ganz gewaltig das Springen anfangen.

Staubsaugermotoren laufen viel zu träge hoch um sonderlich weit zu 
springen.

MaWin schrieb:
> Brückengleichrichter virschalten, Netz an 230V~, Motor an + und -

Mir dünkt, dass 230V AC * sqrt(2) = 325V DC etwas zu viel sein dürfte.
Gast #3594363
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Herr schick Hirn vom Himmel und lass den magischen Rauch aus Reflex mal 
in eine rotierende Welle greifen.
Ich muß Harald zustimmen. Es ist ein absolutes Muß den Motor irgendwie 
zu fixieren, bevor ich ihn einschalte.
Der Motor wird mit 230 V betrieben, was passiert, wenn er ev. von der 
Tischplatte fallen würde, und die Zuleitung abreisst?
Was passiert, wenn er vom Tisch zu fallen droht und Thomas aus Reflex 
versucht ihn festzuhalten und dabei in die rotierende Welle greift?

Also magischer Rauch, bevor man solch einen geistigen Dünnschiß wie du 
hier verlauten lässt, sollte man ein klein wenig an die Sicherheit und 
Gesundheit von Thomas denken!
#3594415
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Udo Schmitt schrieb:
> Martin Schwaikert schrieb:
>> Mir dünkt, dass 230V AC * sqrt(2) = 325V DC etwas zu viel sein dürfte.
>
> Das hat er nur wenn er einen Elko als Glättungskondensator dazuhängt.

Schon klar, aber davon ging ich eigentlich aus. Sonst wäre es ja nur 
eine Wechselspannung mit Gleichspannungsanteil, die zwar effektiv auch 
nur 220V DC ergibt, aber dennoch keine Gleichspannung ist :)

Edit: Vielleicht sollte ich noch dazu sagen, dass ich hier im Keller 
einen 200V DC Motor habe, dessen Regelung tatsächlich eine 
Gleichspannung erzeugt. Von daher denke ich da eher daran, als an das 
gerippelige Zeug.
#3594428
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Im Gegensatz zu euch ist mir schon lange klar, wer hier geistigen 
Dünnschiss labert. Wenn der Motor hüpft dann wegen der trägen drehenden 
Masse in Verbindung mit hohem Drehmoment. Und da hat ein Staubsauger 
definitiv mehr zu bieten als euer komischer Milchshaker.

Ich hab auch nicht gesagt, daß er den Motor unfixiert auf dem Tisch 
anschließen soll. Diesen geistigen Dünnschiss habt ihr euch ausgedacht. 
Aber man ballert das Ding doch nicht mit dem Schraubstock fest!!

Einen Spielzeugmotor für 12V kriegt man auch locker auf und deutlich 
über 13.000 U/min. Also nur wegen der Drehzahl passiert da gar nichts. 
Auch geistiger Dünnschiss von euch.

Naja mir doch egal. Es ist nicht mein Motor und meiner Meinung nach ist 
auch jeder selbst schuld, wenn er in eine drehende Welle grabscht (womit 
ihr ja Erfahrung zu haben scheint, ich nicht) oder an 230V anfasst. Also 
klemm das Ding in den Schraubstock bis er nur noch einen Zentimeter hoch 
ist. Das ist dann totaaal sicher, weil dreht sich garantiert nie wieder 
und das Anschließen von 230V kann man sich dann getrost sparen!
#3594444
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magic smoke schrieb:
> Aber man ballert das Ding doch nicht mit dem Schraubstock fest!!

Du hast wohl einen Binärschraubstock: der kennt nur 2 Zustände: offen 
und volle Gewalt zugedreht.
Man kann auch mit Gefühl arbeiten.
Ausserdem muss man nicht das Gehäuse einspannen, es tut vieleicht auch 
eine Halterung am Motor.

Und wer eine Stabsaugermotor unbefestigt auf einem Tisch liegend einfach 
anschliesst hat wahrscheinlich einfach Glück gehabt und sollte mal sein 
eigenes Tun kritisch überdenken bevor er andere beleidigt.
#3595153
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Wenn dieses Ding ach so gefährlich ist, daß es einem aus purer 
Langeweile oder wegen der riesen Gefährlichkeit seiner nicht 
handhabbaren Anschlußspannung anspringen und töten könnte, dann stellt 
sich mir die Frage ob man nicht gleich besser dazu raten sollte, das 
Ding NIE ohne Schutzgehäuse in Betrieb zu nehmen. Werd ich demnächst 
machen, kein Problem. Dann ist zwar niemandem geholfen, aber wenns dem 
Forenfrieden dient?

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