Guten Tag,
ich habe eine messtechnische Frage.
Ich habe ein Rechtecksignal (siehe Abbildung 1) mit einer Amplitude von
etwa 60-80Vpp. Dieses Signal wird gleichgerichtet und dann mit einem
Spannungsregler auf 5V gebracht.
Wenn ich am Glättungskondensator zwischen Gleichrichter und
Spannungsregler messe, hätte ich erwartet da nun 30-40V zu bekommen.
Stattdessen hab ich hier nur 10V (siehe Abbildung 2).
Gibt es dafür eine einfache Erklärung oder hab ich da Mist gemessen?
Mfg, Tommy
Da musst schon Deine Schaltung zur Gleichrichtung zeigen, Tommy,
sonst ist es schwer, dazu eine vernünftige Erklärung zu geben.
Was misst Du eigentlich mit der bauen Strommessung (1A)?
Das wird wohl kaum die Spannung nach dem Gleichrichter sein, oder?
Schaltung zeigen. Irgendwie ist das erste Bild seltsam, sieht aus als
wäre der Oszi Eingang AC gekoppelt, das Signal hätte aber einen DC
Offset.
Wo misst du den Strom? Bei beiden Bildern
Was ist das für eine Frequenz. Da steht einmal 100µs Ist das pro Div?
dann müsste die Frequenz um die 30kHz sein, aber da steht unten was von
47Hz und was von 9,3ms? Was sollen das für zeiten sein?
Wenn das 30kHz sind, was für ein Gleichrichter wird verwendet?
Okay, danke für die Antworten!
Hier noch mehr Infos.
Im Eröffnungspost auf Abb. 1 zu sehen ist die Spannung und der Strom des
Signals das ich erzeuge.
Das dritte Bild (TEK00054_2.png) zeigt den Strom in blau und darüber in
gelb die Gelichgerichtete Spannung.
Im Anhang dieses Posts die Schaltpläne.
Das Signal wird durch eine H-Brücke erzeugt. Dort wo es am rechten Rand
offen ist hängt dann meine Gleichrichterschaltung drin. Das ist dann der
zweite Schaltplan.
Tommy schrieb:> Im Anhang dieses Posts die Schaltpläne.
Wie sind denn die Potentialverhältnisse bzw. Erdverhältnisse?
Wie wird die Brücke versorgt und angesteuert und wie ist der "Taktgeber"
versorgt?
Hintergrund: wenn du hinter dem Gleichrichter misst wird der (-) über
die Oszi-Masse geerdet.
Gruß Dietrich
Da fliessen sicher weniger als 8 mA durch die Brücke, dann noch die
frequenzabhängigen Spannungsabfälle an den Kondensatoren und der Abfall
an den Widerständen. Dann noch der Abfall an den Gleichrichterdioden.
In deiner Simulation kannst du die Abfälle ja messen.
Gruss
Robert
R. F. schrieb:> Da fliessen sicher weniger als 8 mA durch die Brücke
Habs gerade mal simuliert. Durch die Spannungsversorgung fließen mehr
oder weniger konstant 120mA (schwankt um etwa 10mA)
Dietrich L. schrieb:> Wie sind denn die Potentialverhältnisse bzw. Erdverhältnisse?
Die signalerzeugende Schaltung wird über ein Schaltnetzteil versorgt und
ist damit vom Netz getrennt.
Das Oszilloskop hängt an einem Trenntraffo.
Tommy schrieb:> Das Oszilloskop hängt an einem Trenntraffo.
Macht man nicht.
Das zu testende Gerät wird per Trenntrafo verorgt und nicht das
Oszilloskop. Hintergrund ist der fehlende Berührschutz der Oszibuchsen.
Tommy schrieb:> gleichrichter.PNG
Wie kommst du denn auf 4700µF am Ausgang des TL783? Das ist viel zu
gross. Wenn man sich mal das Datenblatt des Reglers ansieht, gibt es da
kein Designbeispiel, bei dem mehr als 50µF verwendet werden. Wie lange
soll es denn mit deinen kurzen Pulsen dauern, ehe der geladen ist?
Und was soll der Regler tun, wenn er praktisch einen Kurzschluss am
Ausgang vorfindet? - Er regelt ab, weil er eine Strombegrenzung hat...
Und zusätzlich hebelst du mit so einem Kloß von Ausgangskondensator
natürlich die Regelung des Chips aus. Beachte auch Seite 14 des TI
Datenblattes, indem die Anwendung einer Schutzdiode empfohlen wird.
Matthias S. schrieb:> Wie kommst du denn auf 4700µF am Ausgang des TL783? Das ist viel zu> gross. Wenn man sich mal das Datenblatt des Reglers ansieht, gibt es da> kein Designbeispiel, bei dem mehr als 50µF verwendet werden. Wie lange> soll es denn mit deinen kurzen Pulsen dauern, ehe der geladen ist?> Und was soll der Regler tun, wenn er praktisch einen Kurzschluss am> Ausgang vorfindet? - Er regelt ab, weil er eine Strombegrenzung hat...
Der war eigentlich als Puffer gedacht, damit ich die Pausen überbrücken
kann.
Das hat auch immer ganz gut funktioniert, der Regler kommt damit
scheinbar zurecht. Ich ziehe hinten bei den 5V etwa 30mA raus. Während
der Pause fällt mir da die Spannung um ca. 100mV ab und steigt dann
während dem Rechteckpuls wieder.
Matthias S. schrieb:> Und zusätzlich hebelst du mit so einem Kloß von Ausgangskondensator> natürlich die Regelung des Chips aus. Beachte auch Seite 14 des TI> Datenblattes, indem die Anwendung einer Schutzdiode empfohlen wird.
Auf Seite 14 habe ich in meine Datenblatt Informationen zur Verpackung.
DAs mit der Diode finde ich auf Seite 9. Auf Seite 13 am Ende steht aber
auch dass diese Diode nur für Kapazitäten größer Co(µF) = 3*10^4/(VO^2)
benutzt werden sollen.
Bei 5V wären das 12000µF.
Aber ich kann mich da auch täuschen, vielleicht habe ich etwas vergessen
zu beachten. Ich hab noch relativ wenig Erfahrung mit solchen Dingen.