Margaret war die erste, die richtige Software erfunden hat. Schaut selber nach bei Google, es lohnt sich - z.B. hier:
Ohne Margaret Hamiltons Leistung schmälern zu wollen…
Norbert, das ist doch was ganz anderes - siehe:
https://de.wikipedia.org/wiki/Margaret_Hamilton_(Informatikerin)
Kopie davon:
Hamilton popularisierte den Begriff Software-Engineering.[12][13][14] In diesem Bereich entwickelte sie Konzepte zu asynchroner Software, prioritätsgesteuerter Ausführung, Ende-zu-Ende-Tests und Man-in-the-loop-Entscheidungsfähigkeit, die durch Prioritätsanzeigen später die Grundlage besonders zuverlässiger Softwarearchitektur wurde.[15]
Das Umfeld ihrer Arbeit war davon geprägt, dass es in jener Zeit noch keine Ausbildungsrichtungen für Informatik oder Softwareentwicklung gab. Gelernt wurde durch praktische Erfahrung.[5]
Als Kind, welches mit der Mondlandung aufgewachsen ist, bin ich mit Margaret Hamilton und ihren Verdiensten durchaus vertraut. Nur fand ich die Referenz auf ›erste, die richtige Software erfunden hat‹ etwas, ähmmm…
Es ist wohl eine Frage der Definition was ›richtige Software‹ darstellt.
Es ist wohl eine Frage der Definition was ›...
Die Kritik wurde bereits entfernt.
Aber sie war noch vor vielen Jahren aktiv zu erleben 2012 in Huntsville Alabama und Houston Texas in einem der Science Center in der Sonderausstellung für bedeutende Frauen in der Raumfahrt. Ein interessanter Satz, der mir aus dem Video dort in Erinnerung blieb war, dass sie schon in der Kindheit lieber unter den Jungs war und mit dem Knatsch unter den Mädels nicht viel am Hut hatte. Mathematik und deren Anwendung hatte sie schon immer gerne gemacht.
Beim Wechsel nach Philly war erst mal etwas Geldverdienen angesagt. Allerdings kam dann Nachwuchs und somit war der Job wichtiger als einen Abschluss an einer anderen Universität zu machen. Im Nachhinein war entscheidend, dass sich das Team aus den SW-Entwicklerinnen/ern und Professoren erfolgreich bewarben diese Leistungen für die NASA zu erbringen. Können und Leistung haben bei ihr gezählt unabhängig von Farbe, Geschlecht und Herkunft. Nach den Videoausschnitten und den Ausstellungsobjekten durchaus gerechtfertig ihr zuzubilligen eine wichtige Scheibe zum Erfolg der NASA beigetragen zu haben.
"Richtige Software" im Sinne von Echtzeit-Steueranwendung mit Benutzeroberfläche. Quasi RTOS-Pionierarbeit. Das war schon eine außergewöhnliche Leistung, auch wenn man sich vor Augen führt, dass Arduino und sein kooperatives Multitasking heute immer noch vielfach an solchen Aufgaben scheitert, weil dort kaum eine Bibliothek Zeitverhalten dokumentiert zusichert.
LG, Sebastian
Unter "richtiger Software" meine ich:
• Determinismus: Reaktionen auf Signale oder Daten erfolgen in einer exakt bestimmbaren, garantierten Zeit. • Prioritätsbasiertes Scheduling: Wichtige Aufgaben (Tasks) erhalten höhere Prioritäten und verdrängen weniger wichtige Prozesse sofort. • Geringer Overhead: Im Gegensatz zu Allzweck-Betriebssystemen (wie Windows oder Linux) optimiert ein RTOS nicht den Gesamtdurchsatz, sondern die Vorhersagbarkeit.
Die erste die das erfunden hat war eben Margaret Hamilton. Damals gab es noch keine Hochsprache, sie verwendete nur reinen Assembler. Hier ein Bild von Margaret mit ihrem Ausdruck. Der bestand zu 99.999% aus Kommentaren und Erklärungen. Margaret verwendete diesen Computer: https://de.wikipedia.org/wiki/Apollo_Guidance_Computer Man beachte die Größe des Speichers und den Taktgeber: 512 kHz. Da es damals noch keine fertige Prozessoren gab wurde der in Handarbeit (Fädeltechnik) aus 4100 einzelnen Chips gebaut. Darum habe ich einen Riesenrespekt vor Margaret.
Damals gab es noch keine Hochsprache
Gabs schon, und auch da spielte eine Frau eine wesentliche Rolle: Grace Hopper.
Nur fand ich die Referenz auf ›erste, die richtige Software erfunden hat‹
War unglücklich formuliert, würde ich sagen. Bei Margaret Hamilton lag der Schwerpunkt auch auf den Methoden. Ist mit den Arbeiten von Lovelace nicht direkt vergleichbar.
Was man generell zu dem Thema sagen muss:
Die Frauen stechen auf dem Gebiet der SW besonders stark heraus, weil es eben nur sehr wenige gab. Auch von Männern wurde da ja viel beigetragen und insgesamt auch das Meiste. Wenn dann eine Frau auftaucht, die etwas herausragendes gebracht hat, erstarren alle vor Erfurcht wie vor einem Messias, weil sie entgegen der allgemeinen Strömung Frauen eben einfach zu wenig zugetraut haben.
Letzterdings ist das auch der Umstand, warum viele andere ähnlich wichtige Arbeiten von Frauen - gerade im Bereich Computertechnik - heute kaum bekannt sind: Sie wirkten meistens als Assistentinnen an Instituten und wurden in Publikationen regelmäßig nachrangig genannt und oft genug sogar regelrecht untergebuttert, um den Ruhm des männlichen Institutsleiters nicht zu tangieren. Selbst bei Nobelpreisen ist das oft so (gewesen) - siehe Rosalind Franklin.
Nur in Ausnahmefällen wird dann die Pionierarbeit von Frauen gewürdigt und dann oft genug dann doch noch irgendwie möglichs sexuell konnotiert, indem man herausstreicht, daß eine attaktive Frau dochj tatsächlich intelligent sein kann, wie bei Frances „Poppy“ Northcutt. Wenn die nicht im TV danals entsprechend gehyped und im Mini abgebildet worden wäre, täte die heute auch kaum einer kennen.
Letzterdings ist das auch der Umstand, warum viele andere ähnlich wichtige Arbeiten von Frauen - gerade im Bereich Computertechnik - heute kaum bekannt sind: Sie wirkten meistens als Assistentinnen an Instituten und wurden in Publikationen regelmäßig nachrangig genannt und oft genug sogar regelrecht untergebuttert, um den Ruhm des männlichen Institutsleiters nicht zu tangieren. Selbst bei Nobelpreisen ist das oft so (gewesen) - siehe Rosalind Franklin. Nur in Ausnahmefällen wird dann die Pionierarbeit von Frauen gewürdigt.
Matilda-Effekt.
"Richtige Software" im Sinne von Echtzeit-Steueranwendung mit Benutzeroberfläche. Quasi RTOS-Pionierarbeit. Das war schon eine außergewöhnliche Leistung, auch wenn man sich vor Augen führt, dass Arduino und sein kooperatives Multitasking heute immer noch vielfach an solchen Aufgaben scheitert, weil dort kaum eine Bibliothek Zeitverhalten dokumentiert zusichert. LG, Sebastian
Bei solchen Unsinn reagiere ich allergisch. Weil Arduino, ohne es verteidigen zu müssen, die Echtzeit nie zusichert und nie zugesichert hat. Ich weiß nicht warum du damit ausgerechnet auf Arduino rumhackst? Für Echtzeitzusicherung gibt es RTOS für viele Platformen, was Arduino eben nicht ist. Also was soll der dumme Vergleich? Auch ein Standard Raspi sichert keine Echtzeit zu und auch kein Standard Windows und auch kein Standard Linux. Also was soll der dumme Vergleich? Programmiert man einen µC bar metal konsequent darauf, kann man sich die maximalen Durchlaufzeiten im worst case selbst ausrechnen. Hier haben es Assemblerprogrammierer leichter.
Das erste bedeutende Femininum in der Computertechnik war "Lilith" (1980) gefolgt von "Lisa" (1983) und "Amiga" (1985).
Im Film "Hidden figures" werden noch einige mehr als "female Computers" aus der kulturellen Vergessenheit geholt:
Matilda-Effekt
Warum eigentlich nicht Jocelyn-Effekt ?!
