Hallo,
es geht um eine Gasheizung mit Warmwasser von Vaillant, Modell VCW 180
XEU mit einem Raumtemperatur geführten Regler Modell VRT 332.
Der Regler ist an die Klemmen 7,8,9 angeschlossen. Er gibt eine analoge
Spannung ab, welche offensichtlich die Differenz zwischen Soll- und
Ist-Temperatur darstellt.
Die Anlage ist auf Stellung "S" Konfiguriert, was laut
Installationsanleitung "Pumpe wird bei Brennerbetrieb eingeschaltet,
nach Verlöschen des Brenners 5 Minuten Nachlauf". Laut
Installationsanleitung der Heizung ist dies die empfohlene Einstellung
bei diesem Regler.
Die Wunschtemperatur ist eingestellt auf Nachts 18°C und Tagsüber 20°C.
Heute morgen wurden Brenner und Pumpe automatisch eingeschaltet, so dass
der Raum auf 21°C beheizt wurde.
Jetzt kommt beim Problem:
Ich bin gewohnt, dass die Umwältzpumpe bei Erreichen der Soll-Temperatur
ein paar Minuten nach dem Brenner abschaltet. Also so, wie es auch in
der Installationsanleitung der Anlage steht.
Das tut sie aber nicht mehr, sie läuft ununterbrochen durch. Der Brenner
schaltet etwa alle 15 Minuten ganz kurz für wenige Sekunden ein. Die
Anlage scheint eine konstante Vorlauftemperatur von ca 38°C anzustreben.
Die ständig laufende Pumpe macht mich nervös, vor allem in Hinblick auf
die Stromkosten. Ich bin verunsichert, ob das beobachtete Verhalten
normal/korrekt ist, oder nicht.
Etwas Hintergrund dazu: In diesem Sommer wurde ein hydraulisches Ventil
erneuert, welches zwischen Heizung und Warmwasser umschaltet. Ich
glaube, dass der Fehler erst seit dem auftritt. Oder dass es vorher
immer falsch war und jetzt erst richtig läuft.
Kann das jemand einschätzen?
Nachtrag: Da es sich um eine Mietwohnung handelt will ich keinen
Reparaturversuch starten. Ich möchte nur wissen, ob etwas kaputt ist.
Stefanus F. schrieb:> Das tut sie aber nicht mehr, sie läuft ununterbrochen durch. Der Brenner> schaltet etwa alle 15 Minuten ganz kurz für wenige Sekunden ein. Die> Anlage scheint eine konstante Vorlauftemperatur von ca 38°C anzustreben.
Genau wie bei mir. Ich dachte auch erst, dass das falsch ist. Aber es
ist wohl korrekt. Die Heizung (Junker) ist bei mir immer noch komplett
ausgeschaltet, aber wenn die Außentemperatur unter 15 °C absinkt,
schaltet sich die Pumpe (60 Watt) ein und läuft und läuft... . Der
Brenner bleibt natürlich bis auf wenige Sekunden in der Stunde
ausgeschaltet.
Stefanus F. schrieb:> Die ständig laufende Pumpe macht mich nervös, vor allem in Hinblick auf> die Stromkosten.
Mich auch. Aber ändern kann man das wohl nicht.
7.7.2 Pumpennachlaufzeit
Die Pumpennachlaufzeit für den Heizbetrieb ist wrksseitig auf einen Wert
von 5 Minuten eingestellt. Sie kann unter dem Diagnosepunkt "d.1" im
Bereich von zwei bis 60 Minuten eingestellt werden.
Jürgen von der Müllkippe schrieb:> Mich auch. Aber ändern kann man das wohl nicht.
Ich habe zwischenzeitlich ein bisschen in den "Fachhandwerker"
Einstellungen des Reglers gefummelt. Da kann man die Betriebsart von
analog auf 2-Punkt umstellen, dann verhält sich die Pumpe so, wie ich es
gewohnt bin. Sie läuft nur wenige Minuten nach und geht dann aus.
Aber ob diese Einstellung fachlich korrekt bzw. in Ordnung ist, kann ich
nicht einschätzen. Außerdem soll das mal lieber ein Fachmann offiziell
umstellen, ich will keinen Ärger mit der Hausverwaltung.
Joe: Meine Heizung stammt aus den 80er Jahren, da stellt man die Zeit an
einem simplen Poti im Bereich 1-12 Minuten ein.
Wenn der Regler im Wohnzimmer auf "analog" eingestellt ist, läuft die
Pumpe aber unendlich lange nach, unabhängig von dem Poti an der
Steuerungseinheit der Heizung.
Stefanus F. schrieb:> Aber ob diese Einstellung fachlich korrekt bzw. in Ordnung ist, kann ich> nicht einschätzen. Außerdem soll das mal lieber ein Fachmann offiziell> umstellen
Gut, dann werde ich auch nochmal einen Fachmann kommen lassen müssen.
Danke.
Stefanus F. schrieb:> Joe: Meine Heizung stammt aus den 80er Jahren, da stellt man die Zeit an> einem simplen Poti im Bereich 1-12 Minuten ein.
Stimmt, ist ein sehr altes Modell.
Das scheint nach deiner Beschreibung ein Problem im (externen) Regler zu
sein. Das Poti ist ja nur in der Stellung "S" wirksam. Offensichtlich
kommt in der Stellung "analog" ein falscher Wert vom Regler, der ein
Ausschalten der Heizung verhindert. Erst in der Stellung
"Zweipunktregler" kommt ein korrektes Signal und die Pumpe schaltet je
nach Potistellung aus. Das Problem ist also nicht die Therme sondern der
Regler.
Guten Abend !
Die schon etwas in die Jahre gekommene, aber robuste VCW kann ihre
Heizleistung von etwa 50 bis 100% stufenlos ändern. Wenn der Regler auf
"2 Stufen" steht wird der Brenner einfach nur Ein- und Ausgeschaltet
(Gaskessel können meist nicht regeln). Im Analogbetrieb erzeugt der
Regler auf einer der Klemmen eine Spannung und regelt damit den Brenner.
Die Pumpe läuft dann durch. Offenbar ergibt sich Heute eine
Vorlauftemperatur von ca. 38°C. Sinn der Übung: Wenn die Pumpe warmes
Wasser förder und der Brenner aus ist, wirkt die Therme wegen des
Schornsteinzuges als Heizkörper.
Die Nachlaufzeit lässt, soweit ich mich errinere nicht einstellen. Im
Anschlußkasten gibt's einen Jumper, aber wozu der gut ist weiß ich nicht
mehr - ich mach' den Job schon zu lange nicht mehr.
@Jürgen: Witterungsgeführte Heizungen lassen die Pumpe erst ab 3-6°C
durchlaufen (Bedarfsweise aber Wochenlang) - da scheint was nicht in
Ordung zu sein.
MfG
Ich habe das jetzt den ganzen Tag lang mit der analogen Regelung
beobachtet, mit Multimeter an der Signalleitung vom Regler im
Wohnzimmer.
Wenn die Ist-Temperatur im Raum nur knapp über der Solltemperatur liegt,
läuft die Pumpe durch und die Vorlauftemperatur beträgt 38°C.
Für Heute gibt es nichts mehr zu beobachten, denn die Nachtabsenkung hat
begonnen.
Danke an Jürgen von der Müllkippe, für die Bestärkung der Annahme, dass
es vielleicht absichtlich so ist und kein Defekt.
Danke an knollo für die Erklärung, erscheint mir plausibel.
Ich schaue mir das noch ein paar Tage an. Wenn die Pumpe wiederholt
tagsüber durchläuft, werden ich wieder auf die 2-Punkt Einstellung
wechseln und die Hausverwaltung fragen, ob sie damit Einverstanden ist.
Joe: Ich schau mal nach, ob man die analoge Ausgangsspannung des Reglers
einstellen kann. Umlöten werden ich jedenfalls nichts, da mir die Anlage
nicht gehört.
Hallo !
So, ich hab' mal eine dicke Staubschicht von einer
Installationsanleitung geblasen! Mal kurz das Wesentliche:
Im Anschlußkasten :
Zwischen Kl. 3 und 4 Brücke (anstelle Raumthermostat 220V AC)
Kl. 7/8/9 Temp.-Regler (24V DC).
Der erwähnte Jumper:
Stellung I = III durchlaufend, Pumpe wird mit Heizungsschalter
geschaltet
Stellung II Intermittierend, Pumpe schaltet mit Brenner ca. 20s Nachlauf
Stellung S Nachlaufend; Wie II jedoch ca. 5min Nachlauf
Die Betriebsart "S" wird bei Betrieb mit Stetigregler (Kl. 7/8/9)
empfohlen.
Während des Pumpennachlaufs ist der Brenner gesperrt (damit der nicht
ständig An- und Ausgeht).
Die Zeiteinstellung kann nach ausschrauben der Schraube 2 Abb.10 (rechts
der Schalter, unter der Sicherung) am Poti verstellt werden (1 - 12min).
Ich denke es wird alles so sein wie es sollte.
Ach ja, aus Erfahrung: In dem Raum, wo der Raumregler ist, sollte kein
Thermostatventil montiert sein. Wenn doch, voll aufdrehen ! Sonst Regeln
die Zwei gegeneinander.
MfG
knollo schrieb:> So, ich hab' mal eine dicke Staubschicht von einer> Installationsanleitung geblasen!
Wir haben offensichtlich die selbe Anleitung vorliegen.
> Ach ja, aus Erfahrung: In dem Raum, wo der Raumregler ist, sollte kein> Thermostatventil montiert sein. Wenn doch, voll aufdrehen !
Das dachte ich mir schon, war auch schon immer so eingestellt.
Ich betreibe den Stetigregler inzwischen in der "2-Punkt" Betriebsart
und bin damit zufrieden. Die Pumpe läuft nicht mehr durch und die
Raumtemperatur ist angenehm.
Mir fiel neulich auf, dass meine Heizung (Ölkessel) den Vorlauf hoch
hält und die Pumpe laufen lässt, obwohl alle Heizkörperventile zu sind.
Da habe ich eingegriffen, indem ich den Außenfühler auf einen
Festwiderstand umschalte - ihr also 25° vorlüge. Das könnte ich mir auch
vorstellen, über eine eigene Steuerung zu tun.
Manfred schrieb:> über eine eigene Steuerung zu tun
So langsam habe ich den Eindruck, der Sefanus wohnt gar nicht
in den Staaten, sondern in einer Mietswohnung in Deutschland.
Deshalb darf er da nichts selbst basteln.
> So langsam habe ich den Eindruck, der Sefanus wohnt gar nicht> in den Staaten, sondern in einer Mietswohnung in Deutschland.> Deshalb darf er da nichts selbst basteln.
richtig. War das nicht klar?
Für alle die so ein Promlem haben:
Wenn dieser Zustand gerade besteht klopfe mit einem Hämmerchen auf das
Vorrangumschaltventil. Wenn dann dieser Zustand verschwindet, dann ist
der Fehler ein verklemmtes Schalteraggregat am Vorrangumschaltventil.
Kappe ab und mit MoS2 Spray den Dorn und Feder sprühen.
Sollte dann behoben sein.
stefandl schrieb:> So langsam habe ich den Eindruck, der Sefanus wohnt gar nicht> in den Staaten, sondern in einer Mietswohnung in Deutschland.> Deshalb darf er da nichts selbst basteln.
Er hat sogar in seinem Impressung als Standort "Düsseldorf" stehen. Und
wenn du denkst Düsseldorf liegt in den Staaten, naja...
MaWin schrieb:> stefandl schrieb:>> So langsam habe ich den Eindruck, der Sefanus wohnt gar nicht>> in den Staaten, sondern in einer Mietswohnung in Deutschland.>> Deshalb darf er da nichts selbst basteln.>> Er hat sogar in seinem Impressung als Standort "Düsseldorf" stehen. Und> wenn du denkst Düsseldorf liegt in den Staaten, naja...
Möglicherweise hat er in den letzten vier Jahren schon erfahren wo
Düsseldorf liegt.
Xavier N. schrieb:> Und warum ist die heizung noch an?
Nun, Ende September 2018 war sie an, weil die kalte Jahreszeit begann.
> Sowas hat 10W oder max 20W. Das merkt man kaum.
Schau mal in die technischen Daten der Anlage.
Inzwischen wurde die Anlage erneuert.