Ich möchte mit ein paar Kondensatormikrofonkapseln herumbasteln..die
Kapseln sind heute zu Tage nicht das Problem..aber die Widerstände
scheinbar.
Kennt Jemand einen Lieferanten bei dem man ein paar Höchstohmwiderstände
im Bereich 100Meg bis 1G bestellen kann ohne beim Versand sinnlos drauf
zu zahlen (Mouser) oder 5000 Stück abnehmen soll (Bürklin).
Lustig ist Conrad..deren neue parametrische Suche versteht wohl nur ein
SAP Programmierer..der höchste lieferbare Widerstandswert überhaupt
scheint 47,5 Kohm zu sein, dafür gibts Auswahlmöglichkeiten wie 8-farbig
oder Berlin-Schönefeld. Ich verstehe es nicht. TME hat 200Meg als
Höchstwert..30 Stück für 21,45 ..brauche ich nicht. Dann gibts noch so
Keramikplatten mit 500Meg..unpraktisch groß und deutlich spannungsfester
als ichs bräuchte..
Muß man Sowas auch in China bestellen?
Gruß,
Holm
Danke.
Digikey läuft auf die selben Konditionen wie Mouser heraus..die 50 Euro
bleiben.
Bei Farnell hab ich geguckt ..ähnlich wie RS, es gibt 100M und 1G und
die Preise sind seltsam. Ich habe ja keine besonderen Anforderungen
(Präzision, oder Spannungsfestigkeit an die Widerstände). Interessant
ist das z.B. Mouser Widerstände von Murata in Form von SIL
Widerstandsnetzwerken für Centbeträge hat un der größte Teil der anderen
Hersteller deutlich oberhalb 1 bis über 30 Euro angesiedelt sind
(natürlich dann entsprechend präzise).
Ich werde mal bei CSD gucken.
Gruß,
Holm
Holm T. schrieb:> mit ein paar Kondensatormikrofonkapseln herumbasteln
Hast du daran gedacht, dass solche Hochohmwiderstände merkliches
Spannungsrauschen erzeugen?
Ich könnte mir auch vorstellen den Koppelkondensator mittels JFET oder
Reedrelais einmal aufzuladen und dann stundenlang Freude haben.
Wegen der Kriechströme kannst du solche Widerstände sowieso nicht auf
der Platine montieren, sondern brauchst Freiluftverdrahtung,
PTFE-Stützen o.dgl.
Montage von neuen G-Ohm-Widerständen nur mit Handschuhen, sonst ist ein
umfangreiches Reinigungsritual fällig.
Hp M. schrieb:> Holm T. schrieb:>> mit ein paar Kondensatormikrofonkapseln herumbasteln>> Hast du daran gedacht, dass solche Hochohmwiderstände merkliches> Spannungsrauschen erzeugen?>> Ich könnte mir auch vorstellen den Koppelkondensator mittels JFET oder> Reedrelais einmal aufzuladen und dann stundenlang Freude haben.> Wegen der Kriechströme kannst du solche Widerstände sowieso nicht auf> der Platine montieren, sondern brauchst Freiluftverdrahtung,> PTFE-Stützen o.dgl.> Montage von neuen G-Ohm-Widerständen nur mit Handschuhen, sonst ist ein> umfangreiches Reinigungsritual fällig.
Ja, ist so weit Alles bekannt. Mir ist aber auch schleierhaft wie
Widerstände in 0207 bedrahtet mit 1GOhm existieren können...
Früher (Tm) schmolz man Sowas in Glas ein und hydrophobierte die
Oberfläche.
Gruß,
Holm
Holm T. schrieb:> Ja, ist so weit Alles bekannt. Mir ist aber auch schleierhaft wie> Widerstände in 0207 bedrahtet mit 1GOhm existieren können...> Früher (Tm) schmolz man Sowas in Glas ein und hydrophobierte die> Oberfläche.
Das ist ähnlich wie bei den vielfach angebotenen (SMD-)Widerständen mit
0,1% oder 0,01% initialer Toleranz. Das hört sich toll an, aber wenn man
solch einen Widerstand auch nur streng anguckt, driftet der schon um x%
weg. Und kauft man heutzutage (SMD-)Widerstände mit 1% oder gar 5%
initialer Toleranz, sind die Widerstandswerte auch nicht mehr
näherungsweise normalverteilt (Gauss-Verteilung), sondern die mittleren,
besonders präzisen Werte fehlen. Diese wurden nämlich nach der
Herstellung schon aussortiert, um sie für die genaueren Toleranzklassen
zu verwenden.
Dennoch ist es als Gerätehersteller durchaus interessant, eng tolerierte
Widerstände zu kaufen, weil man dadurch während der Stückprüfung,
insbesondere ICT, falsch negative Test und damit vermeidbaren Ausschuss
vermeiden kann. Die Dirfteigenschaften sind an dieser Stelle nämlich
nicht so relevant, da die Stückprüfung unter konstanten und
reproduzierbaren Bedingungen (Temperatur usw.) stattfindet.
Holm T. schrieb:> ohne beim Versand sinnlos drauf zu zahlen (Mouser)
"Oekel"s Sammelbestellung im Markt-Forum kennst du aber, oder?
Das wäre für mich jedenfalls der Weg, wenn man etwas bei Mouser kaufen
muss, nicht selbst in die Versandkostenfreiheit rutscht und die
Lieferzeit nicht ganz so wichtig ist. Ansonsten macht David da einen
netten Job, der wohl schon vielen hier im Forum geholfen hat.
Marek N. schrieb:> Quatsch! Immer diese Ammenmärchen.> 1 GOhm in SMD per Hand bestücken ist problemlos möglich. BTDT. Zumal er> nicht die absolute Präzision braucht, sondern nur was hochohmiges.> Völlig egal, ob 900 Meg oder 1,1 Gig.> Ich hatte 30 kV-Baugruppen mit bis 6 Gig auf normalem FR mit grünem> Lötstopp-Lack. Gewaschen wurden die Widerstände nur, wenn sie ins Vakuum> kamen.
Bei der Anwendung des TE kommt es tatsächlich nicht auf den genauen
Widerstand an, d.h. er kann sich das Reinigen sparen. Bei anderen
Anwendungen kann es schon anders aussehen. Die Leitfähigkeit eines
Fingerabdrucks hängt u.a. sehr deutlich von der Luftfeuchtigkeit ab.
Naja, ein Gigaohm ist schon mehr als ich möchte, 200, 300Meg wäre so
mein Ziel. Interessanterweise gibts die Reihe kaum, oft 100Meg als
Nächstes, aber davon schalte ich auch mal 2 in Reihe wenns sein muß.
Ich habe bei Farnell noch 470M und 100M gefunden, die werde ich wohl
bestellen. Mal sehen was ich noch dazu packen kann.
Bei Mouser gibts ne interessante Reihe MHR0317SA107F70 die auch noch
ziemlich preiswert ist, 7KV und 0,5% bis 100Meg..
Gruß,
Holm
Helmut S. schrieb:> Man beachte die Spannungsabhängigkeit
Eigentlich zeichnet sich ein Widerstand per Definition ja dadurch aus,
das das Verhältnis von Spannung und Strom konstant ist. Ist dieses
Verhältnis nicht konstant, ist es auch kein ohmscher Widerstand.
:-)
Gerald B. schrieb:> Harald W. schrieb:>> Ist dieses>> Verhältnis nicht konstant, ist es auch kein ohmscher Widerstand.>> :-)>> Dann ist es ein komischer Widerstand :D
Anscheinend gibts auch komische Kondensatoren. Die haben auch
ein solches, spannungsabhängiges Verhalten.
Holm T. schrieb:> 10M liegen hier in der Schachtel..und nein, ich wollte auf 200 bis> 300Mega raus, ich schalte nicht 20 bis 30 Widerstände auf einer> Lochrasterplatine zusammen und versuche das ins vorhandene Mikrogehäuse> zu prömpeln.
hier gibts 22M spart immerhin die Hälfte
https://www.segor.de/#Q=22M-0309-1%2525%252F2%252C5kV&M=1
Andreas S. schrieb:> Bei der Anwendung des TE kommt es tatsächlich nicht auf den genauen> Widerstand an, d.h. er kann sich das Reinigen sparen.
Dabei vergisst du, dass es durch die Verunreinigungen nicht nur zu
Leitfähigkeit kommt, wodurch die vom Hersteller garantierten 1% Toleranz
bei Präzisionswiderständen zur Illusion werden, sondern dass auch
elektrolytische Effekte Offsetspannungen und Rauschen verursachen
können.
Was dieser Grobmotoriker beschreibt:
Marek N. schrieb:> Quatsch! Immer diese Ammenmärchen.> 1 GOhm in SMD per Hand bestücken ist problemlos möglich. BTDT. Zumal er> nicht die absolute Präzision braucht, sondern nur was hochohmiges.> Völlig egal, ob 900 Meg oder 1,1 Gig.> Ich hatte 30 kV-Baugruppen mit bis 6 Gig auf normalem FR mit grünem> Lötstopp-Lack. Gewaschen wurden die Widerstände nur, wenn sie ins Vakuum> kamen.
ist völlig irrelevant.
Wie beschrieben, geht es hier um die Beschaltung von
Kondensatormikrofonen, und da liegen die Signalspannungen eher im
Mikrovoltbereich.
Die Spannungen von typisch einigen Zehntel Volt, die unterschiedliche
Metalle in Verbindung mit Wasser oder anderen Elektrolyten erzeugen,
sind da nicht akzeptabel.
Besonders, wenn diese Spannungen nicht stabil sind und sich sprunghaft
verändern.
Hp M. schrieb:> Die Spannungen von typisch einigen Zehntel Volt, die unterschiedliche> Metalle in Verbindung mit Wasser oder anderen Elektrolyten erzeugen,> sind da nicht akzeptabel.> Besonders, wenn diese Spannungen nicht stabil sind und sich sprunghaft> verändern.
Er will hier kein Thermoelement, keine ph-Sonde und auch keine Wägezelle
betreiben. Diese Anwendungen haben arbeiten mit kleinen DC-Spannungen,
mit wenig Dynamik, wo ein Offset äußerst störend ist.
Bein einem Kondensatormikro wird man eher einen AC gkoppelten Verstärker
benutzen, der das rausfiltert, sofern nicht gerade der Arbeitspunkt so
stark verschoben wird, das das Signal begrenzt wird.
Außerdem will er ja erstmal experimentieren. Wenn aus dem Experimenten
dann eine Leiterplatte hervorgeht, kann man sich um die Feinheiten
kümmern, richtig saubermachen und das Ganze lackieren oder vergießen, um
es langzeitstabil zu halten.