Sind auf jeden Fall beide fast geschenkt. Ich würde beide nehmen, das
bessere + Tastköpfe behalten und das andere zur Reserve aufbewahren oder
wieder verkaufen.
Hi,
Stefan ⛄ F. schrieb:> Sind auf jeden Fall beide fast geschenkt. Ich würde beide nehmen, das> bessere + Tastköpfe behalten und das andere zur Reserve aufbewahren oder> wieder verkaufen.
Naja, "Fast geschenkt" würde ich da sicher nicht sagen:
~50Euro ist ein ganz normaler Preis für die Geräte wie das 412 u.ä.
Eher sogar am oberen Ende des normalen Spektrums.
Für den Preis bekommt man durchaus auch schon die Nachfolger in flacher
Bauweise (wie die HM203)
https://www.ebay-kleinanzeigen.de/s-anzeige/hameg-hm203-oszilloskop/1376699193-168-3408https://www.ebay-kleinanzeigen.de/s-anzeige/oszilloskop-hameg-hm-203/1406450779-168-6682
oder andere deutlich modernere.
@TE
Mit dem 412 könntest du sicher deine Messaufgaben erledigen.
Das kann alles was die späteren 20MHz (reinen) Analogskopes auch können.
Es hat halt nur schon reichlich Jahre auf dem Buckel.
Das 312 würde ich aber auf jeden Fall aussen vor lassen.
Es hat nur einen Kanal womit viele Messmöglichkeiten wegfallen!
Zudem ist es noch einmal sehr viel älter als das 412er
Ich weiß ja nicht aus welcher Ecke du kommst, aber falls du zufällig in
der Nähe dieses Anbieters wohnst:
https://www.ebay-kleinanzeigen.de/s-anzeige/hameg-hm-705-oscilloscope-oszilloskop/1409017623-168-8989
In etwa wie das 412, aber mit 70 statt 20MHz und das für weniger als die
Hälfte.
Gruß
Carsten
Kommt drauf an, was du messen willst. Er sollte vor allem zum
Frequenzbereich passen, den du sehen willst. Da Dir 20 MHz reichen,
tut's wohl jeder billige Tastkopf - es sei denn er ist so billig, dass
er auseinander Fällt oder das Kabel zu kurz ist.
Cellschock schrieb:> brauche ich nun einen besseren Tastkopf
Kann man, muss nicht. Ist die Frage, ob du die Grenzfrequenz des Oszis
ausreizen kannst/willst – ursprünglich wolltest du dich ja mit einem
20-MHz-Oszilloskop zufrieden geben. ;-)
Ist ja nicht so, dass der Tastkopf bei 61 MHz gar nichts mehr macht :),
ist auch nicht so, dass der Oszi bis 70 MHz schön glatt durchläuft: das
ist auch für seinen Ablenkverstärker bereits die 3-dB-Grenzfrequenz,
d.h. die Auslenkung ist schon nur noch 0,7 der tatsächlichen
Messspannung. Ein Rechteck von 20 MHz sieht sowohl bei 60 als auch bei
70 MHz 3-dB-Frequenz schon deutlich verschliffen aus.
Hallo zusammen,
Ich habe es leider noch nicht ganz verstanden. Wenn ich so einen
passiven Tastkopf habe und der einen Widerstand von 9 MOhm aufweist,
dann habe ich über die Spannungsteilerregel folgendes:
U/U1 = 1/(1+9) = 1/10
Das heißt meine Spannung, die ich messen möchte z.B. bei meinem Flipper
meistens 5 oder 12 V, kommt eigentlich nur 0,5 bzw 1,2 V an mit einer
bestimmten Frequenz. Habe ich das mehr oder weniger richtig gesagt?
Ich versteh nicht so ganz, was es mit der Frequenz auf sich hat. Ich
glaube, ich schmeiße da noch einiges durcheinander
Cellschock schrieb:> Habe ich das mehr oder weniger richtig gesagt?
Hast du.
> Ich versteh nicht so ganz, was es mit der Frequenz auf sich hat.
Wenn du ohne Spannungsteiler im Tastkopf arbeitest (Stellung 1:1), dann
hast du eine große kapazitive Belastung des Messobjekts durch das Kabel.
Das senkt massiv die reale Grenzfrequenz. Die 60 … 70 MHz erreichst du
daher nur mit einem vorgeschalteten Spannungsteiler (oder mit einem
aktiven Tastkopf, aber das ist 'ne ganz andere Nummer).
Der Spannungsteiler selbst muss dabei frequenzkompensiert werden, d.h.
an die tatsächliche Kapazität des Oszis angepasst. Dafür gibt es im
Tastkopf einen kleinen einstellbaren Kondensator. Mit dem stellt man mit
dem Testsignal schöne saubere Rechteckflanken ohne Verschleifungen und
Überschwinger ein.
Bei dem von mir genannten preiswerten Reichelt-Teil kann man den
Tastkopf außerdem noch mit einem Schalter auf 1:1 umstellen; dadurch
hast du, wenn das mit der kapazitiven Belastung gerade mal unwichtig
ist, die Möglichkeit, die volle elektrische Empfindlichkeit des Oszis
auszunutzen.
Cellschock schrieb:> Das heißt meine Spannung, die ich messen möchte z.B. bei meinem Flipper> meistens 5 oder 12 V, kommt eigentlich nur 0,5 bzw 1,2 V an mit einer> bestimmten Frequenz. Habe ich das mehr oder weniger richtig gesagt?
Das ist korrekt, das Oszilloskop sieht nur 1/10 der Spannung, moderne
Oszilloskope können den Teilerfaktor herausrechnen. Das ganze ist aber
kein Nachteil, die Konstruktion der passiven Teilertastköpfe setzen zwar
die Spannung herab (für die meisten Aufgaben ist die Empfindlichkeit des
Oszilloskop trotzdem gut genug), dafür verbessern sich aber 2 andere
Parameter deutlich, du hast eine deutlich geringere ohmsche und
kapazative Belastung deines Messsignals, in vielen Fällen verfälschst du
sonst deine Messung, bei hochohmigen Signalen verfälscht du zum Beispiel
die Amplitude oder Quarze könnten aufgrund der kapazativen Belastung das
Schwingen einstellen. Solche Messfehler werden durch Teilertastköpfe
verringert, je nach Anwendungsfall kann ein passiver Teilertastkopf für
die Messaufgabe ebenfalls ungeeignet sein und ein aktiver Tastkopf wird
benötigt, dieser enthält eine Schaltung welche unerwünschte
Signalbelastungen noch stärker unterdrückt.
> Ich versteh nicht so ganz, was es mit der Frequenz auf sich hat. Ich> glaube, ich schmeiße da noch einiges durcheinander
Naja die „Frequenzangabe“ bei Oszilloskopen gibt die Bandbreite zwischen
DC und oberer Grenzfrequenz an, die Grenzfrequenz stellt den Punkt dar
bei der ein Signal eine Dämpfung von 3dB erreicht, für deinen
Anwendungsfall spielt das ganze aber eine nebensächliche Rolle. Die
Signale an alten Flipperautomaten sind relativ langsam und weit von
20MHz entfernt.
Ich hoffe dem TO ist klar, dass man mit dem Oszilloskop nur periodische
Signale messen kann?
Speicher-Oszilloskope sind wesentlich teurer.
Grüße von petawatt
Marek N. schrieb:> Ist das 203 tatsächlich ein "dual trace"?
Meines Wissens nicht.
Das 705 ist aber eine gute Wahl, das hat eine deutlich höhere
Beschleunigungsspannung als die 412 oder 203 und leistungsfähigere
Triggermodi, incl. Verzögerung und soweit ich weiss 2. Triggerung nach
der Verzögerung.
Die Triggerung funktionierte bis über 100MHz Signale.
Aaah, jetzt ist mir einiges klarer, das habt ihr wirklich sehr
verständlich erklärt. Dann brauche ich mir also nicht so große Gedanken
um die Tastköpfe zu machen.
Danke und Gruß
Marcel
Marek N. schrieb:> Ist das 203 tatsächlich ein "dual trace"?> Ich habe da gewisse Zweifel ob der Nomenklatur.
Es ist ein "dual trace", aber kein "dual beam", falls du das gemeint
haben solltest.
Marek N. schrieb:> Ist das 203 tatsächlich ein "dual trace"?
Nein, das Ding hat einen Strahl.
Mit dem Schalter "Alt/Chop" unten in der Mitte wird zwischen
Kanalwechsel bei jedem Durchlauf und schneller abwechselnder Darstellung
umgeschaltet.
Wolfgang schrieb:> Marek N. schrieb:>> Ist das 203 tatsächlich ein "dual trace"?>> Nein, das Ding hat einen Strahl.
"trace" != "Strahl" == "beam"
Zwei Traces hat das Ding schon, nur eben keine zwei Beams. Aber das hat
auch niemand behauptet.