Hallo Leute,
vielleicht ist es eine Kuriose Frage, aber:
Reichen 80W aus um damit dünne Plättchen "Punkt zu schweißen"?
Ich würde gerne an Akkus kleine "Fähnchen" anheften, scheue aber die
tausende Euros für professionelle Geräte bzw traue den 200 Dollar
Geräten aus China nicht wirklich ihrer Funktionalität zu.
Ich habe aber noch Ringkerntrafos mit ~80 bis 90W rumliegen.
Wenn ich bei denen die Sekundäre Wicklungen entferne und statt dessen
einige wenige mit 6-8mm² aufwickle (so 0,1Vac pro Wicklung habe ich
ausgemessen) bis ich so bei vielleicht 1,5-2Vac ankomme, würde der Strom
noch für die 0,15mm stärken Materialien zum anschweißen reichen?
Davor noch einen Triak und einen Timer mit Fußschalter ;-)
Reicht das aus oder müssen da ganz andere Größen her?
Michael B. schrieb:> Nein.
Doch!. Im Prinzip sind 80 W völlig ausreichend, das Problem ist eher,
dass sie bei der Kontaktschweissung nicht am Blech ankommen, weil dort
der elektrische Widerstand extrem klein ist.
Richtig ist aber natürlich, dass er mit seinem kleinen Trafo in der
Praxis nichts wird.
Sunny Boy schrieb:> Wenn ich bei denen die Sekundäre Wicklungen entferne und statt dessen> einige wenige mit 6-8mm² aufwickle
Kannnst die Original Wicklung auch drauf lassen.
Platz genug für den dicken Draht dürfte trotzdem sein.
Zum Punktschweissen selbst kann ich dir leider nichts sagen, aber ich
denke, dass man es so oder so erst an ein paar alten Akkus ausprobieren
muss.
Sunny Boy schrieb:> traue den 200 Dollar> Geräten aus China nicht wirklich ihrer Funktionalität zu
Aus welchem Grund traust du 200 Euro Geräten aus China nicht, einer
selbstgewickelten Trafowicklung aber schon?
Kommt drauf an, für Lötfahnen and Akku o.ä. kann man das mit einem
dicken Kondensator machen.
Kommt ja auf den Strom an.
Also Kondi aufladen und dann PENG.
Was ist denn bei Dir "dünn", 1m, 1mm <1mm ?
Probier's halt aus, kost nicht die Welt.
Jan H. schrieb:> Aus welchem Grund traust du 200 Euro Geräten aus China nicht, einer> selbstgewickelten Trafowicklung aber schon?
Alleine schon, da der Trafo ja ein AC Signal aushustet und somit die
Polung des Stroms sich alle 1/50 Sekunde ändert :-) Soll vom vorteil
sein.
Noch dazu habe ich viele "Werbevideos" von den Teilen gesehen, bei denen
ordentliche Funken flogen... Ich denke die Schweißen über aufgeladene
Kondensatoren.
Gabriel M. schrieb:> Youtube-Video "Punktschweißen mit MosFet und Kondensator"> Grüse Gabriel
Da habe ich auch schon drüber nachgedacht, aber ich habe nirgends etwas
von den Peakbelastungen von den Caps gefunden, nicht mal von deren
Innenwiderstand :-( Und wenn man das mit ordentlichen Kondensatoren
(also teuer und vielen kleinen macht) bei 12-30Vdc kann ich mir auch
fast ein tausende Euro teures Gerät kaufen..
Gabriel M. schrieb:> Youtube-Video "Punktschweißen mit MosFet und Kondensator"
So einen Xentrix xc-2000 vom Edelausstatter für den gehobenen Anspruch
muss man sich allerdings leisten wollen (z.B. ebay 360567610522).
Ein alter Mikrowellentrafo, bei dem man die Sekundärwicklung durch etwas
massiveres Kupfer ersetzt, soll mit seinen 600W schon mehr Reserven
bieten.
Sunny Boy schrieb:> xyz schrieb:>> Was ist denn bei Dir "dünn", 1m, 1mm <1mm ?>> Sunny Boy schrieb:>> für die 0,15mm stärken Materialien zum anschweißen reichen?
Glatt überlesen ;-)
Das geht mit einem dicken Kondensator und Deinem Netzteil mit passender
Ladeschaltung ohne Probleme.
Ob Du nun 12V oder 80V nimmst bleibt sich gleich, der Strom macht's.
Daher passende Kapazität nehmen.
Such mal im Netz da gibt's einiges an Schaltungen dazu.
Das Video ist nur ein Beispiel was zu finden ist.
Sunny Boy schrieb:> Jan H. schrieb:>> Aus welchem Grund traust du 200 Euro Geräten aus China nicht, einer>> selbstgewickelten Trafowicklung aber schon?>> Alleine schon, da der Trafo ja ein AC Signal aushustet und somit die> Polung des Stroms sich alle 1/50 Sekunde ändert :-) Soll vom vorteil> sein.> Noch dazu habe ich viele "Werbevideos" von den Teilen gesehen, bei denen> ordentliche Funken flogen... Ich denke die Schweißen über aufgeladene> Kondensatoren.
Kondensatoren und Trafo widerspricht sich nicht. Man kann durchaus
beides Kombinieren (i.e. eine Kondensatorbank in einen Trafo entladen).
Ein Ringkerntrafo sehr schlecht geeignet für sowas. Man braucht einen
Trafo mit schlechterer Kopplung (Streufeldtrafo), damit das als
Stromquelle funktionert. Schweißen tut man mit Strom, nicht Spannung.
D.h. vergiss den Rinkerntrafo und besorg dir ein altes
Elektroschweißgerät, das dürfte deutlich besser dafür geeignet sein. Und
soo teuer ist das auch nicht.
Ein andere Möglichkeit fällt mir aber ein:
In der Arbeit verschweißen wir Thermoelemente mit einem Kondensator und
einem Thyristor. Der Kondenator hat ein paar 100µF und wird auf 400V
aufgeladen, und über den Thyristor entladen.
Das klappt gut, aber die Schweißstelle ist sehr klein.
Dumm ist auch, dass das nicht ungefährlich ist, weil 400V DC schon recht
unlustig ist. D.h anfassen ist nicht.
er verschweißt die Zellen erst inne dadurch reduziert sich der
Innenwiderstand, da nach verlötet er sie.
war früher gängige Praxis im Modellbau ging besonders gut mit sanyo
Zellen die Marktführer waren bei NICD Zellen.
Dadurch konnte man sie mit höheren Strömen belasten, dabei ging etwa
1/10 der Zellen ins Nirvana über der Rest wurde einfach besser.
Danach wurden die Zellen mit einem Hammerlötkolben zu strengen verlötet
ohne Kupfer dazwischen um noch geringere Verluste zu erreichen und vor
allem das Gewicht und die Baugröße zu reduzieren.
siehe Hammerschlag Methode
Marc E. schrieb:> er verschweißt die Zellen erst inne
Er BESCHÄDIGT die Zellen erst innen, dann aussen. Wer unbedingt Akkus
haben will, die statt 1000 nur noch 100 Ladezyklen aushalten, kann das
ihm natürlich nachmachen.
Marc E. schrieb:> strengen
strenge Stränge ?
die Reduktion der Zyklen waren und sind im Modellbau egal, Hauptsache
schneller länger weiter schwerer :-), Materialschlacht halt.
Damals gab es auch noch keine LIPO Akkus und auch noch keine Brushless
Motoren, deswegen hielten die Motoren meist nur 20 Flüge dann waren die
Bürsten durch und die Motoren meist entsorgt.
Stränge natürlich.
Hallo,
Wolfgang schrieb:> So einen Xentrix xc-2000 vom Edelausstatter für den gehobenen Anspruch> muss man sich allerdings leisten wollen (z.B. ebay 360567610522).
ist doch schon ein alter Hut, dass einige Anbieter Ihre Angebote bei
ebay parken, indem sie einfach einen Mondpreis angeben.
Hier ein beliebig ausgewähltes Alternativangebot auf ebay:
http://www.ebay.de/itm/191590853991
Mit freundlichen Grüßen
Guido
Guido C. schrieb:> Hier ein beliebig ausgewähltes Alternativangebot auf ebay:> Ebay-Artikel Nr. 191590853991
Aus diesem Angebot:
> Toleranz: ± 790 ‰
Das sind 79%.
Wenn man Pech hat, bekommt man also nur 0,42F an Stelle der bezahlten
2F.
Hp M. schrieb:> Guido C. schrieb:>> Hier ein beliebig ausgewähltes Alternativangebot auf ebay:>> Ebay-Artikel Nr. 191590853991>> Aus diesem Angebot:>> Toleranz: ± 790 ‰>> Das sind 79%.> Wenn man Pech hat, bekommt man also nur 0,42F an Stelle der bezahlten> 2F.
Das nennt sich Toleranz, nicht Verarschung?
Bleibtreu schrieb:> Das nennt sich Toleranz, nicht Verarschung?
Nun, es setzt voraus, daß die Kunden zumindest die simpelsten Grundlagen
der Prozentrechnung verstehen.
Rolf M. schrieb:> Bleibtreu schrieb:>> Das nennt sich Toleranz, nicht Verarschung?>> Nun, es setzt voraus, daß die Kunden zumindest die simpelsten Grundlagen> der Prozentrechnung verstehen.
Das heißt Kunden, nicht Dumme?