Hallo Leute, vielleicht ist es eine Kuriose Frage, aber: Reichen 80W aus um damit dünne Plättchen "Punkt zu schweißen"? Ich würde gerne an Akkus kleine "Fähnchen" anheften, scheue aber die tausende Euros für professionelle Geräte bzw traue den 200 Dollar Geräten aus China nicht wirklich ihrer Funktionalität zu. Ich habe aber noch Ringkerntrafos mit ~80 bis 90W rumliegen. Wenn ich bei denen die Sekundäre Wicklungen entferne und statt dessen einige wenige mit 6-8mm² aufwickle (so 0,1Vac pro Wicklung habe ich ausgemessen) bis ich so bei vielleicht 1,5-2Vac ankomme, würde der Strom noch für die 0,15mm stärken Materialien zum anschweißen reichen? Davor noch einen Triak und einen Timer mit Fußschalter ;-) Reicht das aus oder müssen da ganz andere Größen her?
Sunny Boy schrieb: > Reichen 80W aus um damit dünne Plättchen "Punkt zu schweißen"? Nein. http://www.dse-faq.elektronik-kompendium.de/dse-faq.htm#F.21.0
Michael B. schrieb: > Nein. Doch!. Im Prinzip sind 80 W völlig ausreichend, das Problem ist eher, dass sie bei der Kontaktschweissung nicht am Blech ankommen, weil dort der elektrische Widerstand extrem klein ist. Richtig ist aber natürlich, dass er mit seinem kleinen Trafo in der Praxis nichts wird.
Stefan S. schrieb: > Michael B. schrieb: >> Nein. > > Doch!. Woher soll das jemand wissen, der sich den Nick laberkopp gegeben hat?
Sunny Boy schrieb: > Wenn ich bei denen die Sekundäre Wicklungen entferne und statt dessen > einige wenige mit 6-8mm² aufwickle Kannnst die Original Wicklung auch drauf lassen. Platz genug für den dicken Draht dürfte trotzdem sein. Zum Punktschweissen selbst kann ich dir leider nichts sagen, aber ich denke, dass man es so oder so erst an ein paar alten Akkus ausprobieren muss.
Sunny Boy schrieb: > traue den 200 Dollar > Geräten aus China nicht wirklich ihrer Funktionalität zu Aus welchem Grund traust du 200 Euro Geräten aus China nicht, einer selbstgewickelten Trafowicklung aber schon?
Kommt drauf an, für Lötfahnen and Akku o.ä. kann man das mit einem dicken Kondensator machen. Kommt ja auf den Strom an. Also Kondi aufladen und dann PENG. Was ist denn bei Dir "dünn", 1m, 1mm <1mm ? Probier's halt aus, kost nicht die Welt.
Jan H. schrieb: > Aus welchem Grund traust du 200 Euro Geräten aus China nicht, einer > selbstgewickelten Trafowicklung aber schon? Alleine schon, da der Trafo ja ein AC Signal aushustet und somit die Polung des Stroms sich alle 1/50 Sekunde ändert :-) Soll vom vorteil sein. Noch dazu habe ich viele "Werbevideos" von den Teilen gesehen, bei denen ordentliche Funken flogen... Ich denke die Schweißen über aufgeladene Kondensatoren. Gabriel M. schrieb: > Youtube-Video "Punktschweißen mit MosFet und Kondensator" > Grüse Gabriel Da habe ich auch schon drüber nachgedacht, aber ich habe nirgends etwas von den Peakbelastungen von den Caps gefunden, nicht mal von deren Innenwiderstand :-( Und wenn man das mit ordentlichen Kondensatoren (also teuer und vielen kleinen macht) bei 12-30Vdc kann ich mir auch fast ein tausende Euro teures Gerät kaufen..
xyz schrieb: > Was ist denn bei Dir "dünn", 1m, 1mm <1mm ? Sunny Boy schrieb: > für die 0,15mm stärken Materialien zum anschweißen reichen?
Gabriel M. schrieb: > Youtube-Video "Punktschweißen mit MosFet und Kondensator" So einen Xentrix xc-2000 vom Edelausstatter für den gehobenen Anspruch muss man sich allerdings leisten wollen (z.B. ebay 360567610522). Ein alter Mikrowellentrafo, bei dem man die Sekundärwicklung durch etwas massiveres Kupfer ersetzt, soll mit seinen 600W schon mehr Reserven bieten.
Sunny Boy schrieb: > xyz schrieb: >> Was ist denn bei Dir "dünn", 1m, 1mm <1mm ? > > Sunny Boy schrieb: >> für die 0,15mm stärken Materialien zum anschweißen reichen? Glatt überlesen ;-) Das geht mit einem dicken Kondensator und Deinem Netzteil mit passender Ladeschaltung ohne Probleme. Ob Du nun 12V oder 80V nimmst bleibt sich gleich, der Strom macht's. Daher passende Kapazität nehmen. Such mal im Netz da gibt's einiges an Schaltungen dazu. Das Video ist nur ein Beispiel was zu finden ist.
Sunny Boy schrieb: > Jan H. schrieb: >> Aus welchem Grund traust du 200 Euro Geräten aus China nicht, einer >> selbstgewickelten Trafowicklung aber schon? > > Alleine schon, da der Trafo ja ein AC Signal aushustet und somit die > Polung des Stroms sich alle 1/50 Sekunde ändert :-) Soll vom vorteil > sein. > Noch dazu habe ich viele "Werbevideos" von den Teilen gesehen, bei denen > ordentliche Funken flogen... Ich denke die Schweißen über aufgeladene > Kondensatoren. Kondensatoren und Trafo widerspricht sich nicht. Man kann durchaus beides Kombinieren (i.e. eine Kondensatorbank in einen Trafo entladen).
Wolfgang schrieb: > (z.B. ebay 360567610522). WTF? Ich dachte eher an sowas: http://www.ebay.de/itm/1-Farad-Rohre-1F-Kondensator-CAP-Xentrix-XC-1000/360333980785?_trksid=p2047675.c100005.m1851&_trkparms=aid%3D222007%26algo%3DSIC.MBE%26ao%3D1%26asc%3D20140117130753%26meid%3D0be6e41854164839a757bb712a99c8e4%26pid%3D100005%26rk%3D1%26rkt%3D5%26sd%3D360567610522
Sunny Boy schrieb: > Da habe ich auch schon drüber nachgedacht, aber ich habe nirgends etwas > von den Peakbelastungen von den Caps gefunden, nicht mal von deren > Innenwiderstand :-( Du könntest deine Suchstrategie verfeinern und Datenblätter befragen ... Den ESR gibt es sogar als Parameter für die parametrische Suche: http://www.digikey.de/product-search/de/capacitors/electric-double-layer-capacitors-supercaps/131084?k=supercap
Gabriel M. schrieb: > WTF? Ich dachte eher an sowas: > Ebay-Artikel Nr. 360333980785 Geht natürlich auch ;-) (hat aber nur die halbe Kapazität)
Unter http://www.axel-bremer.de/richtwerte.htm sieht man ein paar Werte für die Ströme beim Punktschweißen. Man beachtet, daß der Strom dort in kA angegeben ist. Das wird man wohl eher nicht direkt aus dem kleinen 80W-Trafo rauskriegen. Hier hat einer ein Punktschweißgerät für seine Akkus gebaut: http://www.rc-network.de/forum/showthread.php/198342-Eigenbau-Punktschweißgerät-für-Akku-Verbinder Die Bilder zeigen auch ganz gut, mit welchen Strömen man arbeiten muss.
Ein Ringkerntrafo sehr schlecht geeignet für sowas. Man braucht einen Trafo mit schlechterer Kopplung (Streufeldtrafo), damit das als Stromquelle funktionert. Schweißen tut man mit Strom, nicht Spannung. D.h. vergiss den Rinkerntrafo und besorg dir ein altes Elektroschweißgerät, das dürfte deutlich besser dafür geeignet sein. Und soo teuer ist das auch nicht. Ein andere Möglichkeit fällt mir aber ein: In der Arbeit verschweißen wir Thermoelemente mit einem Kondensator und einem Thyristor. Der Kondenator hat ein paar 100µF und wird auf 400V aufgeladen, und über den Thyristor entladen. Das klappt gut, aber die Schweißstelle ist sehr klein. Dumm ist auch, dass das nicht ungefährlich ist, weil 400V DC schon recht unlustig ist. D.h anfassen ist nicht.
Marc E. schrieb: > http://www.michael-maly.de/Pushen.htm Die Apparatur wird nicht zum Punktschweißen genutzt ; er verlötet die Zellen.
er verschweißt die Zellen erst inne dadurch reduziert sich der Innenwiderstand, da nach verlötet er sie. war früher gängige Praxis im Modellbau ging besonders gut mit sanyo Zellen die Marktführer waren bei NICD Zellen. Dadurch konnte man sie mit höheren Strömen belasten, dabei ging etwa 1/10 der Zellen ins Nirvana über der Rest wurde einfach besser. Danach wurden die Zellen mit einem Hammerlötkolben zu strengen verlötet ohne Kupfer dazwischen um noch geringere Verluste zu erreichen und vor allem das Gewicht und die Baugröße zu reduzieren. siehe Hammerschlag Methode
http://wiki.rc-network.de/index.php/Pushen http://www.rc-network.de/forum/showthread.php/182043-Punktschwei%C3%9Fen-statt-Hartl%C3%B6ten http://www.rc-network.de/forum/showthread.php/511224-Lipozellen-Punktschwei%C3%9Fen
Marc E. schrieb: > er verschweißt die Zellen erst inne Er BESCHÄDIGT die Zellen erst innen, dann aussen. Wer unbedingt Akkus haben will, die statt 1000 nur noch 100 Ladezyklen aushalten, kann das ihm natürlich nachmachen. Marc E. schrieb: > strengen strenge Stränge ?
die Reduktion der Zyklen waren und sind im Modellbau egal, Hauptsache schneller länger weiter schwerer :-), Materialschlacht halt. Damals gab es auch noch keine LIPO Akkus und auch noch keine Brushless Motoren, deswegen hielten die Motoren meist nur 20 Flüge dann waren die Bürsten durch und die Motoren meist entsorgt. Stränge natürlich.
Rolf M. schrieb: > Man beachtet, daß der Strom dort in kA angegeben ist. Ebent Wolfgang schrieb: > Mikrowellentrafo, bei dem man die Sekundärwicklung durch etwas > massiveres Kupfer ersetzt http://www.youtube.com/watch?v=d5pGN6pqkyY http://www.youtube.com/watch?v=vrlvqib94xQ http://www.youtube.com/watch?v=jydUZ5OUWAk
Hallo, Wolfgang schrieb: > So einen Xentrix xc-2000 vom Edelausstatter für den gehobenen Anspruch > muss man sich allerdings leisten wollen (z.B. ebay 360567610522). ist doch schon ein alter Hut, dass einige Anbieter Ihre Angebote bei ebay parken, indem sie einfach einen Mondpreis angeben. Hier ein beliebig ausgewähltes Alternativangebot auf ebay: http://www.ebay.de/itm/191590853991 Mit freundlichen Grüßen Guido
Guido C. schrieb: > Hier ein beliebig ausgewähltes Alternativangebot auf ebay: > Ebay-Artikel Nr. 191590853991 Aus diesem Angebot: > Toleranz: ± 790 ‰ Das sind 79%. Wenn man Pech hat, bekommt man also nur 0,42F an Stelle der bezahlten 2F.
eventuell wäre das etwas für dich - lies es dir mal durch: https://endless-sphere.com/forums/viewtopic.php?f=31&t=68865
Hp M. schrieb: > Guido C. schrieb: >> Hier ein beliebig ausgewähltes Alternativangebot auf ebay: >> Ebay-Artikel Nr. 191590853991 > > Aus diesem Angebot: >> Toleranz: ± 790 ‰ > > Das sind 79%. > Wenn man Pech hat, bekommt man also nur 0,42F an Stelle der bezahlten > 2F. Das nennt sich Toleranz, nicht Verarschung?
Bleibtreu schrieb: > Das nennt sich Toleranz, nicht Verarschung? Nun, es setzt voraus, daß die Kunden zumindest die simpelsten Grundlagen der Prozentrechnung verstehen.
Rolf M. schrieb: > Bleibtreu schrieb: >> Das nennt sich Toleranz, nicht Verarschung? > > Nun, es setzt voraus, daß die Kunden zumindest die simpelsten Grundlagen > der Prozentrechnung verstehen. Das heißt Kunden, nicht Dumme?
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