Die 32M1 und 32C1 sowie 16C1/16M1/64C1/64M1 gab es sehr lange nur als
Datenblätter, inzwischen bekommt man die 16M1 und 64M1 bei Digikey.
Naja, wie so vieles halt von Atmel, erstmal ankündigen und Datenblätter
raushauen, vermutlich weil ein Grosskunde das Teil haben will, dann
Jahre später die Teile in den allgemeinen Markt werfen.
Die Unterschiede zu dem 90CAN32 90CAN64 90CAN128 sind zumindest
bezüglich des CAN-Modules minimal.
Es wird immer das AVR-untypische Modul verwendet das Atmel mal aus ihren
8051er Designs übernommen hat.
Sind halt nur 6 Mobs statt 15.
Um die ganzen Message-Objekte zu nutzen muss der Bus aber schon etwas
voller werden, man kann mit einem Mob auch einen ganzen Bereich von IDs
empfangen.
Der wichtigste Unterschied ist aber die deutlich reduzierte Anzahl von
Pins.
Ich habe hier seit Anfang 2009 ein paar Muster von dem 32M1 rumliegen
die ich bis heute nicht auf eine Platine gebracht habe.
Ich hatte ein Layout angefangen und musste leider feststellen, dass
alleine schon die ISP zu verdrahten ein schlechter Witz ist.
Die Programmier-Schnittstelle findet sich nämlich auf den Pins 1,2, 12
und 31.
Der Rest vom Pinout ist ähnlich unlustig, da überschneidet sich einfach
zuviel, so ist der UART/LIN z.B. ebenfalls an den Pins 2 und 12 zu
finden.
Das kombiniert damit das ich die Controller sowieso nicht hätte bekommen
können haben mich die Dinger erstmal vergessen lassen.
Ein CAN-fähiger AVR im TQFP44 (mit JTAG) hätte was, also ein
aufgebohrter ATMEGA644PA, der 90CAN ist nicht nur langsam etwas
angestaubt, der ist mir auch mit seinem 64 Pin Gehäuse etwas zu dick.
Der UC3C sieht auch gut aus, vielleicht wird der in ein paar Jahren ja
mal verfügbar...
Naja, aber auch schick wäre ja, wenn Atmel endlich mal kleinere Gehäuse
anbieten würde, also TQFP mit 0,5 mm Pitch.
Ja, es gibt MLF, die kann man aber deutlich schwieriger von Hand
verbauen und da man bei den Dingern nicht nach innen routen kann, spart
das auf der Leiterplatte nur Platz, wenn man 4 oder noch mehr Lagen hat.