Hallo, ich bin mitlerweile an dem Punkt angekommen, an dem mir printf-debugging nicht mehr ausreicht. Um noch mehr lernen zu können brauche ich mehr Mittel. Ich arbeite unter Linux (OpenSuse) und möchte auch damit debuggen. Ich bastle viel mit ATMega-AVR (hauptsächlich ATMega644) und möchte in naher Zukunft erste Experimente mit Cortex M3 machen. Was mir noch fehlt sind Antworten auf einige Fragen die ich habe. Wenn mir da einer Helfen könnte wär das super. Mein aktueller Stand ist, das ich drei Dinge benötige um unter Linux cross-debuggen zu können: 1. JTAG Interface 2. gdb debug server 3. debugger frontend (gdb, Insight, DDD) Eine Funktionale Kombination scheint JTAG-ICemk2 + avarice + DDD zu sein. Die 300€ für das Gerät kann ich mir aber nicht leisten. Daher habe ich mir hier bei mikrocontroller.net einige Links zu debuggern angeschaut. Auf den meisten Herstellerseiten gibts aber nur Windows Treiber und Software, was mir nicht weiter hilft. Irgendwie bin ich beim Olimex AVR-JTAG-USB hängen geblieben. Allerdings steht da nur dass er die selben Controller wie das Original unterstützt. Auf der Atmel Homepage gibt es aber dazu keine Datenblätter. Weiß einer wo man die unterstützten Controller in Erfahrung bringt? Des weiteren würde mich interessieren welche gdb server es gibt, und welche Hardware sie unterstützen. Ich habe oft vom avarice gelesen, allerdings noch keine liste mit unterstützter Hardware gefunden. Es gibt eine Sourceforge Seite aber keinerlei Infos. Wär schön wenn jemand ein paar Tipps / Alternativen für mich hat. Vielen Dank, toni
Gast
#2338529
Thomas Weinhold schrieb: > Irgendwie bin > ich beim Olimex AVR-JTAG-USB hängen geblieben. Allerdings steht da nur > dass er die selben Controller wie das Original unterstützt. Auf der > Atmel Homepage gibt es aber dazu keine Datenblätter. Weiß einer wo man > die unterstützten Controller in Erfahrung bringt? Vergiß den am besten ganz schnell wieder. Die unterstützten µC sind: ATmega16, ATmega32, ATMega323, ATmega162, ATmega169, ATmega128 Steht aber auch so im auf der Seite verlinkten user guide: http://www.olimex.com/dev/pdf/avr-usb-jtag.pdf Bei Atmel ist dazu nichts mehr zu finden, weil das Teil schon seit etlichen Jahren obsolet ist und dafür nichts mehr entwickelt wird. Wenn Dir das ICEmkII zu teuer ist, warum dann kein Dragon? Zumindest unter Windows wird der auch von avarice unterstützt.
Gast
#2338537
Thomas Weinhold schrieb: > Ich habe oft vom avarice gelesen, > allerdings noch keine liste mit unterstützter Hardware gefunden. Hier mal ein paar Ausgaben von avarice 2.9 aus WinAVR-20100110:
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Warum reicht die printf-Methode nicht mehr aus? Ein Protokoll in Form eines "log files" ist m. A. nach jedem Debugger überlegen, auch weil es später in der Produktionsphase unschätzbare Dienste erweisen kann. Spätestens unter Hochlast mit vielen Threads geht's eh nicht anders. Aber jeder Jeck ist anders :-) Abgesehen davon, wenn die Reise Richtung Cortex-M3 gehen soll, dann kaufe Dir ein STM32VL Discovery. Kostet 13 EUR inkl. Programmierer und Debugger via USB. gdb-Anbindung unter Linux, alles als Open-Source. Aber rechne mit Problemen, die arm-utilities sind noch nicht ganz ausgereift, ich hab's inzwischen stabil am Laufen und bin sehr zufrieden. Alternativ ein LPCXpresso für 24 EUR. NXP legt diesem eine Code Red IDE Umgebung bei. Damit soll wohl Debugging funktionieren, mir kam dieses Ding nicht auf die Platte, da es zwingend mit root-Rechten zu installieren ist und ggf. z. B. libusb überschreibt. Auch mit dem Teil bin ich sehr zufrieden. In beiden Fällen soll es sogar möglich sein, den Programmierer/Debugger auch "separat" einsetzen zu können. Da musst Du ggf. selbst recherchieren. Wenn ich mir diese Preise ansehe, dazu die Leistung des Cortex-M3, dann stellt sich die Frage nach AVR-Debugging nicht mehr. Es gibt nur ein Hindernis, und das nennt sich DIP.
Das ist doch mal eine Aussage. Ich denke wenn avarice den Dragon unter Windows unterstützt wird das auch unter Linux funktionieren. Der Dragon an sich hat ja eine lange Liste von unterstützten Controllern, das finde ich gut. Muss man noch irgend etwas beachten, ein Datenblatt für den Dragon scheint es ja nicht zu geben? An sonsten werde ich mir das Gerät wohl zulegen. Vielen Dank für die Info!
Roland H. schrieb: > Warum reicht die printf-Methode nicht mehr aus? Ein Protokoll in Form > eines "log files" ist m. A. nach jedem Debugger überlegen, auch weil es > später in der Produktionsphase unschätzbare Dienste erweisen kann. > Spätestens unter Hochlast mit vielen Threads geht's eh nicht anders. > Aber jeder Jeck ist anders :-) > > Abgesehen davon, wenn die Reise Richtung Cortex-M3 gehen soll, dann > kaufe Dir ein STM32VL Discovery. Kostet 13 EUR inkl. Programmierer und > Debugger via USB. gdb-Anbindung unter Linux, alles als Open-Source. Aber > rechne mit Problemen, die arm-utilities sind noch nicht ganz ausgereift, > ich hab's inzwischen stabil am Laufen und bin sehr zufrieden. > > Alternativ ein LPCXpresso für 24 EUR. NXP legt diesem eine Code Red IDE > Umgebung bei. Damit soll wohl Debugging funktionieren, mir kam dieses > Ding nicht auf die Platte, da es zwingend mit root-Rechten zu > installieren ist und ggf. z. B. libusb überschreibt. Auch mit dem Teil > bin ich sehr zufrieden. > > In beiden Fällen soll es sogar möglich sein, den Programmierer/Debugger > auch "separat" einsetzen zu können. Da musst Du ggf. selbst > recherchieren. > > Wenn ich mir diese Preise ansehe, dazu die Leistung des Cortex-M3, dann > stellt sich die Frage nach AVR-Debugging nicht mehr. Es gibt nur ein > Hindernis, und das nennt sich DIP. Also Multithread versuch ich erst garnicht auf dem AVR. Ein OS mit 2kB RAM dürfte schwierig werden. Auch das printf debugging funktioniert nur dann, wenn es nicht printf ist, das man debuggen will ;) . Die ersten Experimente mit Cortex M3 werden noch etwas dauern. Von daher lohnt es sich für mich schon noch für den AVR Geld auszugeben (wenn es im Rahmen bleibt). Die DIP Problematik sehe ich nicht. Für den Einstieg hatte ich an ein Starterkit gedacht. Für richtige Projekte mach ich auch schon mal ein Platinendesign. Für so ein discovery Board bin ich nicht zu begeistern. Mir ist es lieber wenn ich zwei Geräte habe: Einen Programmierer/Debugger und das Target. Wenn die Teile aber seperat einsetzbar sind wäre das für Hobby/Educational Zwecke Ok, Das schau ich mir dann aber an wenn die Zeit reif ist. Ich danke Dir auf jeden Fall.
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