Darlington schaltung pwm

OP #7418935

Guten Tag,

ich habe eine schaltung, die leider nicht funktioniert und verstehe einfach nicht warum. Hier mal der schaltplan. Über pwm soll ein led-streifen gedimmt werden. ich habe dort 2 transistoren verschaltet, damit ich höhere ströme dimmen kann.

hab ich irgendeinen fehler in der schaltung? sie schaltet immer voll durch.

pwm von 0-5v funktionieren(arduino).

Angehängte Dateien:

Jörg B. schrieb:

pwm von 0-5v funktionieren(arduino).

Und welche Frequenz? Wenn zu hoch, können die Transistoren mit ihren PullDown-Rs nicht mehr schnell genug schalten. Und welche Lastströme sollen denn geschaltet werden? Heutzutage nimmmt man aber eher LowLevel-Mosfets, die man direkt an den µC anschließen kann.

Jörg B. schrieb:

ich habe eine schaltung, die leider nicht funktioniert und verstehe einfach nicht warum. Hier mal der schaltplan. Über pwm soll ein led-streifen gedimmt werden. ich habe dort 2 transistoren verschaltet, damit ich höhere ströme dimmen kann.

hab ich irgendeinen fehler in der schaltung? sie schaltet immer voll durch.

Dann ist wohl was falsch angeschlossen. Das kann man mit einem Multimeter prüfen.

pwm von 0-5v funktionieren(arduino).

Gut. Dann mach keine PWM, sondern Takte im 5s Takt LOW/HIGH. Da kann man auch mit einem Multimeter schnell genug messen.

Allerdiungs geht es auch einfacher. Nimm einen IRLZ34N, den kann man direkt mit 5V treiben und gut. Kein zusätzlicher Transistor nötig und bis 5A geht der auch ohne Kühlkörper.

Die Schaltung sollte so eigentlich funktionieren: Ein Emitterfolger treibt den eigentlichen Schalter

Was ist denn ein "PWM-Streifen"? LED in Reihe oder Parallel? Was fliesst denn da für ein Strom, wenn man die einfach so ohne Vorwiderstand an 12V hängt?

OP

Erstmal vielen Dank für eure Rückmeldungen. Ich werde morgen nochmal nach der Pinbelegung gucken obwohl ich schon gefühlt 10 Mal ins Datenblatt geschaut habe. Immerhin weiß ich daß die Schaltung funktionieren sollte. Der LED Streifen hat immer glaub 4 Led in Reihe mit eingelöteten Widerständen. Dort fließt ein Strom von ca 350ma. Ich möchte diesen Streifen allerdings erweitern sonst hätte ein Transistor ja gereicht 😃. Mit einer längeren Taktung zum Messen ist auch eine gute Idee das Versuche ich dann wenn ich die Pinbelegung kontrolliert habe.

Moderator (Firma: Titel) Persönliche Seite

S. L. schrieb:

BC337 (von unten) richtig?

Besser ist es, die Anschlussreihenfolge ohne verbogenen mittleren Anschluss von unten zu betrachten:

1
     
2
           ___ 
3
         /     \
4
        | E B C |
5
        '-------'

Jörg B. schrieb:

Ich werde morgen nochmal nach der Pinbelegung gucken obwohl ich schon gefühlt 10 Mal ins Datenblatt geschaut habe.

Zeig doch mal ein paar brauchbare Fotos von deinem Aufbau.

Der LED Streifen hat immer glaub 4 Led in Reihe mit eingelöteten Widerständen. Dort fließt ein Strom von ca 350ma. Ich möchte diesen Streifen allerdings erweitern

Und wieviel Strom fließt dann statt der bisherigen 350mA?

sie schaltet immer voll durch. pwm von 0-5v funktionieren(arduino).

Wenn du da mit ein paar kHz reintaktest, dann kann es sein, dass der voll aufgesteuerte BD235 vom 10k-Widerstand zu langsam "ausgeräumt" wird. Mit den Standardwerten von 490Hz/980Hz sollte das allerdings kein Problem sein.

pwm von 0-5v funktionieren(arduino).

Hast du ein Oszilloskop?

Jörg B. schrieb:

habe dort 2 transistoren verschaltet

Das ist aber keine Darlington-Schaltung. Bei der Darlington-Schaltung sind die Kollektoren beider Transistoren zusammengeschaltet. Das resultiert in einer recht hohen Ucesat von ca. 1V.

BTW: diese Aufgabe würde ich wie Falk mit einem Mosfet lösen.

Moderator (Firma: Titel) Persönliche Seite

Rainer W. schrieb:

Mit welchem Stromverstärkungsfaktor rechnest du?

Laut Datenblatt hat der bei IC=1.0A, VCE=2V einen Wert von 25.

Für 1A müssen also 40mA fließen und es fallen immer noch 2V ab. Da ist es schon ratsam, etwas mehr reinzugeben.

Da wird einem dann schnell klar: ja, bipolare Transistoren sind so schlecht. Deshalb haben sich in diesem Spannungsbereich für solche Schaltaufgaben breitflächig Mosfets durchgesetzt.

(Firma: Autotronic)

Rainer W. schrieb:

Warum ist der Basisvorwiderstand beim ersten Transistor so klein gewählt?

Da es sich beim BC337 um einen Emitterfolger handelt und sowieso schon kaum Strom in die Basis vom BC337 reinfließt, kann der 480R auch komplett entfallen. Der 150R genügt für eine mehr als ausreichende Strombegrenzung für die Basis des BD235 (25mA). Er könnte sogar noch auf 68R verkleinert werden.

Für ein schnelleres Ausräumen der Basis, kann noch ein 1k Widerstand an die B-E-Strecke geschaltet werden.

Lothar M. schrieb:

Deshalb haben sich in diesem Spannungsbereich für solche Schaltaufgaben breitflächig Mosfets durchgesetzt.

Der würde bei 4,3V nicht richtig durchschalten. Dann müsste das Treiberkonzept komplett geändert werden. Ja, das ist dann tatsächlich auch besser.

Angehängte Dateien:

Michael M. schrieb:

Lothar M. schrieb:

Deshalb haben sich in diesem Spannungsbereich für solche Schaltaufgaben breitflächig Mosfets durchgesetzt.

Der würde bei 4,3V nicht richtig durchschalten. Dann müsste das Treiberkonzept komplett geändert werden. Ja, das ist dann tatsächlich auch besser.

Der MOSFET ???

Es gibt genug, die schon bei 2,5V voll durchschalten.

(Firma: Autotronic)

Wf88 schrieb:

Es gibt genug, die schon bei 2,5V voll durchschalten.

Warum?

Lothar M. schrieb:

Woher weißt du denn, welcher das ist?

Ist doch egaal.

Bei einer üppigen Versorgungsspannung von 12V bin ich nicht an einem Logic-Level-Mosfet gebunden. Da wird die Ansteuerschaltung natürlich so konstruiert, dass ein Feld, Wald und Wiesen Mosfet eingesetzt werden kann.

(Firma: Autotronic)

Wf88 schrieb:

Was wird daran aufwändiger?

Nein, das ist ein Missverständnis. Mein Konzept ohne LL-Mosfet wird natürlich aufwendiger.

Puhh! Ihr habt gewonnen! Dann nehmt euren LL-Mosfet und schiebt euch den Strom vom uC direkt ins Gate vom LL-Mosfet rein, so wie Wf88 es oben in Prosa beschrieben hat:

Wf88 schrieb:

uC-Pin -> (evtl Rg) + Pull-Down ans Gate -> LL-MOSFET.

Ich gebe unumwunden zu, dass das das Einfachste ist. Ende der Durchsage!

Falk B. schrieb:

Allerdiungs geht es auch einfacher. Nimm einen IRLZ34N, den kann man direkt mit 5V treiben und gut. Kein zusätzlicher Transistor nötig und bis 5A geht der auch ohne Kühlkörper.

Dazu hatte ich kürzlich ein zwei Bilder mit Ansteuerung durch einen ATmega328 gemacht, was selbst bei hohen PWM-Frequenzen kein Problem ist: Beitrag "Re: DC Motor piepst/jault bei PWM-Ansteuerung mit Atmega 168p"

Dein µC - wenn abweichend von einem AVR - dürfte ähnlich starke Ausgänge haben, sodaß Du den BC337 auch weglassen kannst und den BD235 über 150 Ohm direkt vom Controller ansteuerst. Das Abschalten dürfte dabei deutlich schneller gehen.

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