ATmega324P Ausgangspin "zerstören"

OP #7607982

Ich habe einen ATmega324P mit dem ich auf einem Steckbrett schon ein bisschen was entwickelt habe. Gestern Abend ist mir aufgefallen, dass der Pin PB1 stets High Level führt. Der Pin ist als Ausgang konfiguriert, lässt sich jedoch nicht mehr umschalten. Die Pins PB0 und PB2 funktionieren wie sie sollen.

Jetzt meine (eher theoretische) Frage: Wodurch kann man einen Pin so zerstören, dass er sich nicht mehr toggeln lässt?

Auf dem Steckbrett habe ich immer einen 7805 verwendet und außer LEDs, Taster, LCD, Transistoren und ISP habe ich an dem 324 nichts verwendet.

(Firma: Gast) #7608052

Troll A. schrieb:

Jetzt meine (eher theoretische) Frage: Wodurch kann man einen Pin so zerstören, dass er sich nicht mehr toggeln lässt?

Einmal habe ich es geschafft einen AVR kaputt zu machen. (sind erstaunlich robust die Dinger)

Bei einem Experimentalaufbau mit 12V versehentlich über einen Pin gewischt. Danach: Gleiche Fehlerbild wie bei dir.

(Firma: Jasinski) #7608119

Troll A. schrieb:

Gestern Abend ist mir aufgefallen, dass der Pin PB1 stets High Level führt. Der Pin ist als Ausgang konfiguriert, lässt sich jedoch nicht mehr umschalten. Die Pins PB0 und PB2 funktionieren wie sie sollen.

Bis 5V ist es bei den üblichen AVRs gar nicht so einfach einen Output kaputtzubekommen - bei einem Kurzschluss mit GND/VCC fließen ca. 83mA, ich habe vor einigen Jahren solche Tests durchgeführt, der µC überlebte das einige Sekunden ohne Probleme - je nach Herstellungsprozess kann das aber auch mal anders ausgehen, mit einem neuen oder wertvollen µC sollte man solche Tests deswegen nicht unbedingt tun, sondern nur mit einem, den man auch bereit ist eventuell zu opfern.

=> Den ATMEGA herausnehmen und messen, ob der obere MOSFET einen Kurzschluss zu VCC hat; auch auf dem Steckbrett ohne µC diese Messung durchführen, danach ohne µC alles einschalten und an dem besagten Pin auf dem Steckbrett die Spannung messen, ob da nicht zufällig weiter diese 5V sind, weil irgendetwas anderes hier kurzschließt. Danach weiß man etwas mehr - also ob es einen Kurzschluss im µC selbst, auf dem Steckbrett oder womöglich gar keinen gibt. Auch an der Software kann es liegen - um das auszuschließen, einfach einen anderen/neuen µC einsetzen und messen, ob es mit diesem geht oder sich alles genauso verhält. 12V, induktive Lasten etc. sind natürlich Tabu bei solchen µC an den IOs, auch nicht über Widerstände, aber das wird nur so nebenbei erwähnt und sollte jedem eigentlich klar sein.

#7608250

Gregor J. schrieb:

12V, induktive Lasten etc. sind natürlich Tabu bei solchen µC an den IOs, auch nicht über Widerstände, aber das wird nur so nebenbei erwähnt und sollte jedem eigentlich klar sein.

Nun ja, Atmel selbst legt ja in einer ihrer Appnotes 230V über einen Widerstand an einen IO, denen scheint das nicht so klar zu sein.

LG, Sebastian

#7608281

Ich hab mal auf dem 328 einen Pin versehentlich auf dem Steckbrett auf 12V gelegt (war so eine 0 - 10V Geschichte) Da war auch nur der eine Pin tot. Wenn man es darauf anlegen würde, springt wahrscheinlich der ganze Chip über die Klinge ;-)

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