Timer / Unterspannungsüberwachung

OP #4628485
Hallo,

ich möchte mit sehr einfachen Mitteln eine Art Timer bauen. Er basiert 
auf der Zeit, in der 3 AA-Zellen auf eine bestimmte Spannung entladen 
werden. Die Ausgangsspannung versogt einen Aktor (Spule), der nach 
Ablauf der Zeit "deaktiviert" werden soll.

Zu Beginn haben die Zellen 4,7 V. Bei Unterschreiten von 4 V soll 
entweder der Stromkreis getrennt oder die Ausgangsspannung auf <=2 V 
gezogen werden. Der Aktor zieht seinen Läufer zurück (federbelastet), 
wenn eine Spannung von 2 V unterschritten wird.

Die Spule des Aktors hat etwa 16 Ohm, es fließen also um die 300 mA bei 
Direktversorgung durch Batterien.

Könnte ich eine Z-Diode nehmen, die einen Mosfet schaltet? Bei 
Unterschreiten der Zenerspannung von 4V geht der Mosfet aus und der 
Ausgangsstromkreis wird getrennt. Ich mache mir nur Sorgen, dass dann 
die Batteriespannung wieder steigt und das ganze anfängt zu schwingen. 
Mir wäre es egal, wenn der Strom dann irgendwo verbraten wird, 
Hauptsache, das ganze geht nicht wieder an. Der Eigenstromverbrauch ist 
auch egal, es muss nur möglichst einfach sein.

Ich habe auch gehört, man kann einen Komparator nehmen, aber mir ist 
nicht klar, wie ich den beschalte.

Vielen Dank im Voraus!
Gast #4628495
Hallo,

//Bei Unterschreiten von 4 V soll entweder der Stromkreis getrennt oder 
die Ausgangsspannung auf <=2 V gezogen werden.//

Nun das lässt sich schwer per Logik modellieren !

Eine Z-Diode ist keine Referenzspannung, rechne mal mit +/- 20% 
Unterschied.

Ich würde mir einen kleinen Atmel AVR µC aaus der Familie attiny85 
gönnen und die Schaltlogik in einem Programm abbilden.
Gast #4628653
Der Timer kann ja auch sich selbst abschalten, aus ist aus. Der Strom 
geht dann praktisch auf Null und man kann die Batterien noch für Uhren 
und so benutzen.
Gast #4628767
Wenn der Aktor losgelassen wird schließt der Aktor irgendwie die 
Batterien kurz(eventuell über einen niederohmigen Lastwiderstand), dann 
steigt die Spannung wohl nicht mehr von alleine.
Gast #4628772
>Wenn der Aktor losgelassen wird schließt der Aktor irgendwie die
>Batterien kurz(eventuell über einen niederohmigen Lastwiderstand), dann
>steigt die Spannung wohl nicht mehr von alleine.
Die fast ideale Art, wie man es nicht machen sollte...
OP #4629621
Es gibt doch Referenzspannungen. Würde es nicht ausreichen, mit einem 
Komparator und einer 4V-Referenzspannung zu arbeiten und dann einen 
Mosfet zu trennen, parallel ist ein Widerstand, damit die 
Batteriespannung nicht gleich wieder steigt.

Alternativ muss es doch fertige Bauteile geben, die bei Unterschreiten 
einer Spannung aus machen (Tiefentladeschutz, Unterspannungswächter,...) 
Ich habe bisher leider nichts plug-and-play-mäßiges gefunden.
Gast #4629644
Welchen Strom kann denn eine beliebiger Atmel deiner Meinung nach 
liefern?

Zur Ansteuerung einen Logic-Mosfet Uon ~ +2V reicht die Ausgangsspannung 
bestimmt aus.
Gast #4631491
'nen MOSFET direkt mit einer Z-Diode zu steuern gibt eine viel zu weiche 
Schaltschwelle. Ein TL431 würde schonmal für sauberes Schalten sorgen.
Und wenn der die Spannung hinter dem MOSFET (also am Verbraucher) 
überwacht anstatt die Batteriespannung, hat das auch 
Selbsthaltecharakteristik, d.h. wenn es einmal aus ist, bleibt es aus, 
selbst wenn die Batterie sich wieder erholt.
Nachteil: man braucht noch einen Taster zum Einschalten nach 
Batteriewechsel.

Alternative Überlegung: Wenn die Batteriespannung die untere Schwelle 
unterschreitet, soll der Verbraucher ausgeschaltet werden. Wenn die 
Batteriespannung die obere Schwelle überschreitet (frische Batterien), 
soll eingeschaltet werden. Dazwischen soll der bisherige Zustand 
erhalten bleiben.
Dazu braucht man also zwei Komparatoren und ein RS-Flipflop: NE555.

Antwort schreiben

Eine eigene Frage? Dieser Thread ist über 10 Jahre alt. Stell sie in einem eigenen Thread – dort lesen mehr Leute mit, und sie wird öfter und schneller beantwortet.

Neuen Thread starten

Eine Lösung, Ergänzung oder Rückmeldung zu diesem Thread? Dann antworte hier.

Formatierung
  • [c]C-Code[/c]
  • [code]Code in anderen Sprachen, ASCII-Zeichnungen[/code]
  • [math]Formel in LaTeX-Syntax[/math]
  • [[Titel]] – Link zu einem Artikel
  • Verweis auf einen anderen Beitrag: Rechtsklick auf dessen Beitrags-ID (#8078628), „Adresse kopieren“, in den Text einfügen

Mehr zur Formatierung

Längeren Sourcecode als Anhang, nicht in den Text. JPG nur für Fotos und Scans; Zeichnungen und Screenshots als PNG oder GIF. Siehe Bildformate.

Schon registriert? Anmelden

Wird nicht angezeigt. Wir schicken dir einen Link; sobald du damit bestätigst, erscheint dein Beitrag.

Mit dem Abschicken legst du einen kostenlosen Account an und erkennst die Nutzungsbedingungen und die Datenschutzerklärung an.