Türklingel-Signal mit Attiny85 per 433MHz versenden

Gast #5596934
Hallo zusammen,

ich bin derzeit dabei meine Türklingel in mein Smart Home einzubinden.
Den µC würde ich gerne zusammen mit dem 433MHz-Modul mit der Spannung 
des Trafos versorgen (direkt am Gong angeschlossen).
Mein Trafo liefert 9V Wechselspannung die ich durch eine
Gleichrichterschaltung zu einer Gleichspannung umforme und mit einem
Kondensator versehen habe.

Von da gehe ich an einen Voltage Regulator auf 5V-Ausgangsspannung.
Daran habe ich einen Attiny85 und einen 433MHz-Sender angeschlossen.
Sobald der µC Spannung bekommt sollte er genau ein mal eine Nachricht
aussenden.

Wenn ich mit einer Gleichspannung in die Schaltung gehe funktioniert
alles einwandfrei. Sobald ich aber den Gong anhänge sendet der µC nicht
mehr.

In dem Beitrag hier habe ich das Thema Potentialtrennung aufgeschnappt.
Ich würde gerne die Schaltung ohne zusätzliche Batterie betreiben. An
welche Stelle müsste ich eine Potentialtrennung einkoppeln?

Und noch wichtiger: Warum brauche ich das? Aktuell verwende ich die
Negativ-Seite der Gleichrichterschaltung als GND. Warum funktioniert das
nicht?
Oder ist vll. einfach mein Kondensator nicht groß genug?

Danke im Voraus!
Ben
Gast
Eventuell steigt die Versorgungsspannung nicht schnell genug an. 
Aktiviere die Fuses für den Brown-Out Detektor und hänge ein R/C Glied 
an den Reset Pin (z.B. 10k Ohm und 10µF).
Gast
Meine Messungen haben ergeben, dass die Wechselspannung am Gong direkt 
stabil bleibt.
Ich habe jetzt testweise einen 1000µF Kondenstor hinter den 
Gleichrichter geschaltet und jetzt funktioniert es zumindest sporadisch.

Könnte für den Spannungseinbruch sprechen?
Gast
Hattest du vorher keinen Kondensator hinterm Gleichrichter?
Da gehört auf jeden Fall einer hin. 1000µF ist nicht schlecht.

Außerdem benötigt der Spannungsregler zwei Kondensatoren gemäß 
Empfehlung im Datenblatt.

> Meine Messungen haben ergeben, dass die Wechselspannung
> am Gong direkt stabil bleibt.

Das kannst du nur mit einem Oszilloskop überprüfen.
Gast
Stefanus F. schrieb:
> Hattest du vorher keinen Kondensator hinterm Gleichrichter?
> Da gehört auf jeden Fall einer hin. 1000µF ist nicht schlecht.

Doch, hatte ich aber nur 10µF. Das scheint dann ein paar Größenordnungen 
zu niedrig zu sein?


Stefanus F. schrieb:
> Außerdem benötigt der Spannungsregler zwei Kondensatoren gemäß
> Empfehlung im Datenblatt.
Habe ich! Einen mit 1µF hinten dran und der 10µF hinter dem 
Gleichrichter war ja zwangsweise vor dem Regler.


>> Meine Messungen haben ergeben, dass die Wechselspannung
>> am Gong direkt stabil bleibt.
>
> Das kannst du nur mit einem Oszilloskop überprüfen.
Habe ich leider nicht verfügbar.
Ich hatte zwischendurch mal einen Arduino mit dem Analog-Eingang an den 
Spannungsregler geschaltet. Dabei ist aber der Arduino abgestürzt??

Stefanus F. schrieb:
> Aktiviere die Fuses für den Brown-Out Detektor und hänge ein R/C Glied
> an den Reset Pin (z.B. 10k Ohm und 10µF).

Das mit dem Brownout werde ich mal testen!
Gast
Ben schrieb:
> Doch, hatte ich aber nur 10µF. Das scheint dann ein paar
> Größenordnungen zu niedrig zu sein?

Du brauchst pi mal Daumen 5000µF pro Ampere.

>> Außerdem benötigt der Spannungsregler zwei Kondensatoren gemäß
>> Empfehlung im Datenblatt.
> Habe ich! Einen mit 1µF hinten dran und der 10µF hinter dem
> Gleichrichter war ja zwangsweise vor dem Regler.

Das entspricht sicher nicht den Empfehlungen des Datenblattes. 
Falsche/fehlende Kondensatoren können zu einem völligen Versagen des 
Spannungsreglers führen, manchmal sogar mit Überspannung am Ausgang und 
dann killt es Dir den Mikrocontroller.

> Ich hatte zwischendurch mal einen Arduino mit dem Analog-Eingang
> an den Spannungsregler geschaltet.

Der ist jetzt wohl kaputt, da du zu viel Spannung an seinen Eingang 
angelegt hast.

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