Ihr habt es sicherlich alle mitbekommen.
Continental streicht bis zu 7000 Stellen in Deutschland bis 2025.
Wenn man dort jetzt Ingenieur ist, wohin "rettet" man sich denn quasi?
Es betrifft die Produktion von Komponenten für Benzin- und
Dieselmotoren. Also nichts unerhebliches.
Ich frage aus reiner Neugier, bin selbst fachfremd. Könnt ihr so einfach
in Richtung Luftfahrt als Beispiel wechseln? Ich hätte Schwierigkeiten
zu Schlafen beträfe es mich, muss ich zugeben.
An alle die es betrifft - Ich wünsche euch viel Glück für eure Zukunft
und das ihr etwas passendes im Anschluss findet.
Die Ingenieure dürften den kleinsten teil der 7.000 ausmachen, wegfallen
werden v.a. die niedrigqualifizierten Jobs in der Produktion. Gestrichen
werden früher oder später natürlich auch Stellen von Ingenieuren, v.a.
im Bereich der Hydraulik bzw. allg. Verbrennungsmotoren. Soweit sich
diese nicht selbst andersweitig umsehen, wird man aber - davon gehe ich
aus - versuchen, sie soweit wie möglich auf andere Standorte zu
verteilen.
Der Gang zur Konkurrenz (Bosch, ZF, ...) dürfte aber auch nur
kurzfristig Abhilfe schaffen, die werden schon bald dem Beispiel von
Conti folgen.
Ingenieur schrieb:> Ihr habt es sicherlich alle mitbekommen.> Continental streicht bis zu 7000 Stellen in Deutschland bis 2025.
Bis 2025 gehen ohnehin die Babyboomer in Rente.
Wieviele von den 7000 sind nun wirklich gekündigt und gehen nicht bloss
in den Ruhestand/Vorruhestand/Altersteilzeit? Und wieviele davon sind
nun Ingenieure und nicht in der Produktion und Verwaltung? Eine
verschwindend geringe Anzahl. Die wenigen finden schnell etwas bei
Wolfsburg, wo es viele offene Stellen gibt. Dieses Jahr stellt VW z.B.
über 1200 Azubis ein, wie immer mit Übernahmegarantie.
Wie viele Mitarbeiter der aus Limbach, Roding und Babenhausen nach
Wolfsburg ziehen werden, lässt sich recht gut abschätzen, wenn man die
Entfernung auf Google Maps nachsieht.
Das wird sich an zwei Händen abzählen lassen.
Eine Übernahmegarantie gab es auch bei Conti, nur ist die nichts wert,
wie sich aktuell zeigt.
B. K. schrieb:> Wie viele Mitarbeiter der aus Limbach, Roding und Babenhausen nach> Wolfsburg ziehen werden, lässt sich recht gut abschätzen, wenn man die> Entfernung auf Google Maps nachsieht.> Das wird sich an zwei Händen abzählen lassen.
Mumpitz,
ist der Umzug und Neustart beschlossen ist die Umzugstrecke irrelevant.
Schau Dir doch an wieviele aus der Sächsischen Ödnis in die
Industrieregionen in S-Deutschland gezogen sind. Klar ein paar
Fremdenscheue Sitzenbleiber und Stubenhocker gibt es immer, Intelligenz
ist halt nicht gleichverteilt.
Ingenieur schrieb:> Könnt ihr so einfach> in Richtung Luftfahrt als Beispiel wechseln?
Einfach sicher nicht. Aber wenn man ohnehin schon rausfliegt , hat man
ja schon eine Referenz für die Luftfahrt.
B. K. schrieb:> Wie viele Mitarbeiter der aus Limbach, Roding und Babenhausen nach> Wolfsburg ziehen werden
Beantworte erstmal wieviele INGENIEURE aus Limbach, Roding und
Babenhausen gekündigt werden.
Aktuell sieht es danach aus als ob Conti da hauptsächlich Stellen von
Leuten nicht nachbesetzt, die ohnehin in Rente gehen. Von
betriebsbedingten Kündigungen habe ich noch nichts gelesen.
Ingenieur schrieb:> Dort steht auch noch etwas bzgl. der Mitarbeiter. Teile davon sollen> wohl umgeschult werden.
Zu was denn? Softwareentwickler? Wollt ihr mit ein paar umgeschulten
Fricklern Google Konkurrenz machen? Und dann noch IGM-Gehalt EG 16
zahlen für einen Softwareentwickler ohne relevante Berufserfahrung und
Motivation, den jeder durchschnittliche Studienabgänger in die Tasche
stecken wird?
Ingenieur schrieb:> Wenn man dort jetzt Ingenieur ist, wohin "rettet" man sich denn quasi?
Man hätte sich in die finanzielle Unabhängigkeit retten sollen, was ja
mit IGM-Gehalt kein Problem gewesen wäre. Jetzt ist es dafür zu spät.
F. B. schrieb:> Man hätte sich in die finanzielle Unabhängigkeit retten sollen, was ja> mit IGM-Gehalt kein Problem gewesen wäre. Jetzt ist es dafür zu spät.
Da gebe ich dir recht. Das Problem dieser Leute ist, dass sie glauben es
gehe immer so weiter. Milch und Honig würde für die Ewigkeit fließen.
F. B. schrieb:> Wollt ihr mit ein paar umgeschulten Fricklern Google Konkurrenz machen?
Wer hat das behauptet?
F. B. schrieb:> ohne relevante Berufserfahrung und Motivation
Woher willst du das denn wissen? Deine Entscheidung die fallende BYD
Aktie zu kaufen war genau so falsch wie dein Obstdiebstahl. So wird das
mit der Unabhängigkeit aber nichts.
Naja, ist halt immer fraglich, wie viele Stellen denn tatsächlich bis zu
diesem und jenem Zeitpunkt "abgebaut" werden und wen das dann im
konkreten Fall betrifft.
Hängt ja auch davon ab, wie sich die wirtschaftliche Situation in den
künftigen Jahren entwickelt.
Man wird sich halt zunächst von Leiharbeitern und befristeten
Mitarbeitern trennen. Vor allem von eben jenen, deren Arbeit unmittelbar
an der Auftragssituation bzw. der Auslastung der Produktion abhängt.
Dazu wird man ältere Mitarbeiter frühzeitig in die Rente verabschieden.
Die noch "brauchbaren" Mitarbeiter wird man dann an anderen Standorten
unterbringen oder versuchen, diese durch Umschulung anderweitig
einzusetzen.
Immerhin werden in D keine Werke geschlossen, wie das in anderen Ländern
geplant ist.
AVR schrieb im Beitrag #5984201:
> F. B. schrieb:> Man hätte sich in die finanzielle Unabhängigkeit retten sollen, was ja> mit IGM-Gehalt kein Problem gewesen wäre. Jetzt ist es dafür zu spät.>> Da gebe ich dir recht. Das Problem dieser Leute ist, dass sie glauben es> gehe immer so weiter. Milch und Honig würde für die Ewigkeit fließen.
Ja, davon gehe ich aus, trotzdem ist mein Depot gut gefüllt, und es
wächst und gedeiht. Es ist immer gut, wenn man einen Plan B in der
Hinterhand hat.
Ich hoffe ihr seid nicht auf ETF Hypezug aufgesprungen.
Ich bin Finanzexperte, ich habe den Kommer gelesen und weiß was ich
mache.
ETFs beste wo gibt, sicherste wo gibt!
Sobald etwas im Mainstream ankommt, sollte man dagegen wetten!
Baba Jaga schrieb:> Sobald etwas im Mainstream ankommt, sollte man dagegen wetten!
D.h. auf fallende Kurse? Das alle Unternehmen pleite gehen ist nämlich
extrem unwahrscheinlich. Besonders weil die Zinsen so extrem niedrig
sind und jeder auch Unternehmen sich quasi kostenlos verschulden können.
AVR schrieb im Beitrag #5984201:
> F. B. schrieb:>> Man hätte sich in die finanzielle Unabhängigkeit retten sollen, was ja>> mit IGM-Gehalt kein Problem gewesen wäre. Jetzt ist es dafür zu spät.>> Da gebe ich dir recht. Das Problem dieser Leute ist, dass sie glauben es> gehe immer so weiter. Milch und Honig würde für die Ewigkeit fließen.
Damit sind sie nicht allein. Auch die Gretajünger glauben anscheinend
ihr Wohlstand sein gesichert ganz egal wie es um die
Wettbewerbsfähigkeit dieses Landes bestellt ist.
"Umwelt, Umwelt über alles. Industrie = Igitt"
Das böse Erwachen wird noch kommen.
kik schrieb:> Immerhin werden in D keine Werke geschlossen, wie das in anderen Ländern> geplant ist.
Bist du dir da sicher?
https://www.welt.de/wirtschaft/article200960086/Continental-Wegfall-von-Stellen-offenbart-negative-Folgen-der-E-Mobilitaet.html
"Im Gegensatz zum Sparprogrammen bei einigen Autobauern schließt
Continental auch betriebsbedingte Kündigungen als letzte Möglichkeit
nicht aus. Mehrere Werke sollen in wenigen Jahren geschlossen werden,
dabei werden vor allem diejenigen Mitarbeiter ihre Jobs verlieren, die
bislang Teile für Verbrennungsmotoren bauen."
"Insbesondere drei deutsche Werke sollen betroffen sein: Im bayerischen
Roding soll die Produktion von Hochdruckpumpen für Benzin- und
Dieselmotoren 2024 eingestellt werden, 320 Jobs werden hier wegfallen,
die übrigen 220 Stellen sollen verlagert werden."
"Das Werk in Limbach-Oberfrohna (Sachsen) bekommt vier Jahre länger
Zeit: 2028 soll hier die Produktion von Injektoren für Dieselmotoren
auslaufen, 860 Arbeitsplätze fallen weg, 370 weitere Jobs werden
verlagert, die Fabrik geschlossen. Im hessischen Babenhausen sollen
Forschungs- und Entwicklungsaufgaben an andere Standorte verlagert
werden, um die Kosten auf ein „wettbewerbsfähiges Niveau“ zu senken. Das
soll schon bis 2021 geschehen, mehr als 2200 Stellen sind hier
betroffen."
B. K. schrieb:> soweit wie möglich auf andere Standorte zu> verteilen.
Mercedes stellt die Motorenentwicklung ein.
Bis die aktuellen Motoren veraltet sind, ist E-Mobilität normal und man
braucht Verbrenner höchtens noch als Range Extender oder für
Sondermaschinen.
Die werden viel einfacher aufgebaut sein.
VW erfindet sich als reiner E-Mobil Anbieter neu.
Die bauen ja ohnehin alles das was in einem ihrer anderen Zweige so auch
gebaut wird, verlieren also nichts dabei.
Wer sich einen aktuellen Skoda anschaut, findet eher bessere Quali als
bei VW.
Eine Branche im Umbruch.
Die Webstühle werden durch Dampfmaschinen ersetzt und die Weber müssen
umlernen.
Michael K. schrieb:> Eine Branche im Umbruch.> Die Webstühle werden durch Dampfmaschinen ersetzt und die Weber müssen> umlernen.
Und wo ist jetzt das Problem? Dinge ändern sich eben, ich finde das gar
nicht schlecht! Man muss sich halt der Zeit anpassen. Die deutsche
Industrie wir gestärkt aus diesem Umbruch hervorgehen, da bin ich
sicher.
Michael K. schrieb:> Eine Branche im Umbruch.
In Wahrheit ist es nicht nur Umbruch, sondern auch massiver Abbruch. Die
gesamte Deutsche Motorentechnologie, bisher weltweit führend, steht zur
Disposition. E-Motor bauen können auch andere, wahrscheinlich sogar
deutlich billiger. Der Verbrennungsmotor als Massenware steht in weniger
Jahren vor dem Aus. Damit ist die einstige Vormachtstellung einer
Schlüsselindustrie in Deutschland vorbei. Bleibt nur noch der
Chemiesektor und der Maschinenbau.
> Die Webstühle werden durch Dampfmaschinen ersetzt und die Weber müssen> umlernen.
Ein gern gemachter aber völlig falscher Vergleich. Mit dem Einzug der
Dampfmaschine BEGANN die Industrialisierung. Mit dem Zurückdrängen der
individuellen Mobilität beginnt hingegen eine Phase der
De-Industrialisierung zumindest beim Individualverkehr oder glaubst du
tatsächlich, es sei in diesem Land noch gewollt, 40 Millionen
Verbrenner-PWK durch E-Autos zu ersetzen? Unsere Städte sollen bald nur
noch für Fahrradfahrer, Taxis, den ÖPNV und den Lieferverkehr befahrbar
sein. Vielleicht noch für ein paar E-Roller. Das war es dann auch. Dem
privaten PKW wird man es so teuer wie möglich machen in die Stadt hinein
zu fahren, ganz egal ob mit E-Antrieb oder nicht. Dementsprechend werden
sich die Verkaufszahlen für E-Autos zum Verdruss der Autokonzerne nicht
wie erhofft entwickeln. Letzteres wird maßgeblich die Zahl der
Arbeitsplätze mit bestimmen. Den Rest wird der Einsatz von KI schlucken.
Die Zeit der Massenbeschäftigung neigt sich dem Ende zu. H4 wird das
Problem auch nicht lösen können.
3D-Druck schrieb:> oder glaubst du> tatsächlich, es sei in diesem Land noch gewollt, 40 Millionen> Verbrenner-PWK durch E-Autos zu ersetzen? Unsere Städte sollen bald nur> noch für Fahrradfahrer, Taxis, den ÖPNV und den Lieferverkehr befahrbar> sein. Vielleicht noch für ein paar E-Roller. Das war es dann auch. Dem> privaten PKW wird man es so teuer wie möglich machen in die Stadt hinein> zu fahren, ganz egal ob mit E-Antrieb oder nicht.
Hahahahaha!
Ernsthaft??
Tatsächlich will man die 40 Mio E-Autos zusätzlich zu den Verbrennern.
Die Fahrzeugflotte in Deutschland steigt jährlich, das bewegte
Durchschnittsgewicht steigt jährlich. Durch die E-Subventionen soll das
Autofahren steuerfrei gemacht werden, letztlich soll die Energie sogar
kostenlos bereit gestellt werden (Zero-Emission muss man ja politisch
unterstützen...). Die Klimadiskussion wird dazu genutzt den Konsum
auszuweiten, nicht zu verringern.
3D-Druck schrieb:> Unsere Städte sollen bald nur> noch für Fahrradfahrer, Taxis, den ÖPNV und den Lieferverkehr befahrbar> sein. Vielleicht noch für ein paar E-Roller. Das war es dann auch. Dem> privaten PKW wird man es so teuer wie möglich machen in die Stadt hinein> zu fahren, ganz egal ob mit E-Antrieb oder nicht.
Die Städte, zumindest in meiner Region, bemühen sich schon seit Jahren,
den Individualverkehr zu vergraulen. Ebenso lese ich regelmäßig Jammerei
über sterbende Geschäfte.
Niedersachsen ist ein Flächenland, wenn ich irgendwo hin will, brauche
ich mein Auto. Also, liebe Städte: Macht eure Läden zu, baut chice
Fußgängerzonen ... meine Einkäufe bringen DHL, Hermes und andere.
Lebensmittel bekomme ich in Klein-Sonstwo, verkehrsgünstig an der Straße
gelegen mit einem kostenfreien Parkplatz ohne Städtebauschikanen.
F. B. schrieb:> Ingenieur schrieb:>> Die deutsche Industrie wir gestärkt aus diesem Umbruch hervorgehen, da bin>> ich sicher.>> Mit dieser Meinung stehst du wohl ziemlich alleine. Wieso sollte die> deutsche Industrie gestärkt aus der Krise hervorgehen, wenn sie in fast> allen wichtigen Technologiefeldern abgehängt ist?>> Deutsche Autoindustrie in der Krise: Wo Jobs wackeln – und wo sie schon> weg sind>> https://www.focus.de/finanzen/boerse/aktien/continental-streicht-20-000-stellen-deutsche-autoindustrie-in-der-krise-wo-jobs-wackeln-und-wo-sie-schon-weg-sind_id_11182876.html
FOCUS Zitate sind dem Bild equivalent.
Welche Technologien sollen das sein, wo deutsche Hersteller abgehängt
sind? Doch nicht etwa Elektroautos? Die sind ja viel einfacher zu bauen
und man verdient schnell viel Geld damit oder? Oder warte mal, Tesla
schreibt immer noch Verluste. Ist doch nicht so einfach.
Ja, es gibt noch Waymo und Google mit Apple. Nur blos wo sind die Autos
von denen? Ach ja, die kooperieren mit den klassischen Herstellern. Dazu
kommt noch, dass bis jetzt die Kunden kein Mehrwert am autonomen Fahren
sehen und nicht bereit sind mehrere Tausend Euro dafür zu zahlen. Also
dauert es noch sehr lange bis Serie.
Ja Tesla will den Kram mit LIDAR sparen, weil zu teuer also setzt man
auf die Bildverarbeitung. Es gibt sogar noch mehr Startups die noch
innovativer sind als Google und Co und trotzdem ist noch nichts in
Serie.
Wir werden sehen was passiert, abeir kampflos wird die deutsche
Industrie nicht untergehen, auch wenn sie viele sterben sehen wollen.
Anarchisten haben noch nie gesiegt, sogar Lenin hat sie verfolgt.
Maxe schrieb:> 3D-Druck schrieb:>> oder glaubst du>> tatsächlich, es sei in diesem Land noch gewollt, 40 Millionen>> Verbrenner-PWK durch E-Autos zu ersetzen? Unsere Städte sollen bald nur>> noch für Fahrradfahrer, Taxis, den ÖPNV und den Lieferverkehr befahrbar>> sein. Vielleicht noch für ein paar E-Roller. Das war es dann auch. Dem>> privaten PKW wird man es so teuer wie möglich machen in die Stadt hinein>> zu fahren, ganz egal ob mit E-Antrieb oder nicht.> Hahahahaha!>> Ernsthaft??
So ist mein Eindruck.
> Tatsächlich will man die 40 Mio E-Autos zusätzlich zu den Verbrennern.
Das wird nicht gehen. Dafür reicht der Platz überhaupt nicht aus. Das
Auto wird aus den Innenstädten verbannt werden. Wie schnell das kommt
wird man sehen. Der Individualverkehr ist vielen ein Dorn im Auge. Das
wird inzwischen sogar von Frau "Kobold" und Konsorten ganz offen gesagt
(noch vor wenigen Jahren wären sie dafür kräftig abgestraft worden).
> Die Fahrzeugflotte in Deutschland steigt jährlich, das bewegte> Durchschnittsgewicht steigt jährlich.
Das stimmt. Bis jetzt ist das noch so. Genau das ist Wasser auf die
Mühlen der "Individualverkehrsabschaffwoller". ;)
> Durch die E-Subventionen soll das> Autofahren steuerfrei gemacht werden,
Na klar, sie werden zunächst alles versuchen, um die Verbrenner aus dem
Verkehr zu ziehen. Sonst wird es nix mit den deutschen Klimazielen. Die
Heizungen zu ersetzen alleine wird nicht reichen. Zusätzlich muss man
erst die Leute zum E-Auto-Besitz bringen und im zweiten Schritt dann
immer mehr anstatt über die Emissionen nun über die vielen, vielen
(dann) E-Autos mit ihrem "enormen" Platzverbrauch in den Innenstädten
klagen, bis die Regierenden erneut handeln müssen. Listig, listig.
> letztlich soll die Energie sogar> kostenlos bereit gestellt werden (Zero-Emission muss man ja politisch> unterstützen...).
Das werden sie nur ganz am Anfang noch so halten. Spätestens wenn der
E-Auto Verkauf anläuft wird die Sache zu teuer werden und man wird die
Subventionen zurückfahren (müssen).
> Die Klimadiskussion wird dazu genutzt den Konsum> auszuweiten, nicht zu verringern.
Wir sind längst mitten drin in der Diskussion über die Grenzen der
Wachstumsausweitung durch privaten Konsum. Die kommenden Jahre werden
durch immer mehr medial aufgebauschte "Horrorszenarien" über
Auswirkungen des Klimawandels (Überschwemmungen,
Polkappenabschmelzungen, Gletschertod, Dürreperioden etc.) den Konsum
als solchen zumindest hierzulande bei vielen Mitbürgern in der
Wahrnehmung stark infrage stellen.
Viele Deutsche lassen sich historisch bedingt (Kriegsschuld '45) gerne
ein schlechtes Gewissen einreden und versuchen das dann durch ein
Übermaß an Weltrettungsfantasien (Fleischverzicht, Autohass, Fatalismus)
zu kompensieren ("seht her, wir deutschen sind doch gar nicht so wie
unsere Großeltern einmal waren".
Während hierzulande der Michel sich den Flugverzicht aufschwatzen lässt,
nehmen die Chinesen in Peking gerade einen neuen Megaflughafen in
Betrieb 1), der bis 2025 72 Millionen Passagiere JÄHRLICH abfertigen
soll. Soviel zum "Klimaschutz" anderswo in der Welt. Hauptsache WIR
retten den Planeten.
1) die können das wenigstens, liebe Berliner ;)
Danilo H. schrieb:> FOCUS Zitate sind dem Bild equivalent.
und Weltonline gehört ebenfalls dazu. Eine frequente Verlinkungen dieser
drei "hochwertigen" Blätter, ist bei den F.B."Wutforisten", als eine
ziemlich intelligente Handlung eingestuft. Erklären hilft da wenig. Der
abstrakte Begriff Bildung hat bei denen nur etwas mit Bildschirm oder
Einbildung zu tun. Jedes kleine Stückchen seiner "intellektuellen und
super wichtigen Szene-News" werden hier hochspielt.
3D-Druck schrieb:> Viele Deutsche lassen sich historisch bedingt (Kriegsschuld '45) gerne> ein schlechtes Gewissen einreden und versuchen das dann durch ein> Übermaß an Weltrettungsfantasien (Fleischverzicht, Autohass, Fatalismus)> zu kompensieren ("seht her, wir deutschen sind doch gar nicht so wie> unsere Großeltern einmal waren".
Du lebst wohl in einen anderen Land. Wenn man es sich leisten kann,
verzichten nur wenige Leute "dem Tier oder der Umwelt zuliebe" komplett
auf ihre Gewohnheiten. Jeder Pflegt über die Zeit eine Maßvolle
Anpassung der eigene Lebensphilosophie und Individualität zu
unterschiedlichen Themen. Die Menschen die einen Radikalen Schnitt, also
Verzicht mit den erwähnten Fleischkonsum oder der Autonutzung, Rauchen
etc. machen, haben gewiss nichts mit deiner suggestive Aussage von
"Kriegsschuld '45 und deutsche Weltrettungsphantasien", zu tun. Diese
Aussage hört man von bestimmten, oft abgehängten Menschen oder "der
anders denkenden Fraktion" immer wieder. Praktisch hingt auch dein
Wahrheitsgehalt, den soweit ich weiß, ist unser pro Kopf Fleischkonsum,
im weltweiten und auch im EU Vergleich gar nicht so übel, dieser steht
ziemlich weit oben da. Die größte Pkw-Flotte innerhalb der EU hat auch
Deutschland. Autohass, also den Hass suggeriest du. Die allgemeine
Autoaffinität lässt, verständlicher Weise, in gut vernetzten, dicht
besiedelten Ballungsgebieten langsam nach.
Ganz interessanter Beitrag zum Thema Autofreie Stadt (> 10Jahre schon..)
https://www.youtube.com/watch?v=U8EpFt4oH7Y3D-Druck schrieb:> "seht her, wir deutschen sind doch gar nicht so wie> unsere Großeltern einmal waren"
Suggeriert durch das "WIR" wieder einen Komplex, den ich so aber nicht
kenne. Gewolltes einreden von Komplexen wie diejenigen die da rufen:
"man wird ja wohl noch sagen dürfen"... also diese Menschen haben
förmlich eine Neurosen und versuchen historischen Abschnitte in einen
neuen Kontext erscheinen zu lassen, können aus unterschiedlichen Gründen
nicht stolz auf dass sein, was in den vergangenen 70 Jahren geleistet
wurde.
3D-Druck schrieb:> Hauptsache WIR retten den Planeten.
Da ist es wieder, dieses Blödzeitungs-WIR Prinzip.. "WIR? sind Papst"
WIR? sind Weltmeister. Ein einfach zu durchschauendes Prinzip von
Nichtstuern bzw. Wichtigtuern, um eine bestimmte Stimmung in der
Bevölkerung erzeugen zu wollen.
Der Deutsche hat jahrzehntelange bewiesen, daß er nicht sinnvoll mit
Geld umgehen kann, mit seinem Geldplus die Umwelt mit großen, schweren,
starken Autos verschmutzt und mind. 1-mal im Jahr mit dem Flugzeug in
heiße, weit entfernte Gebiete fliegt und Schnitzel, Steaks und Geflügel
in rauhen Massen täglich in sich reinstopft. Dadurch ist er und sein
Nachwuchs immer größer und schwerer geworden und braucht damit noch mehr
Futter.
Deshalb ist es gut, wenn endlich die Arbeitgeber und Merkel den
Deutschen über den Geldbeutel auf Trennkost und ÖPNV setzen, um den
Teufelskreis zu durchbrechen.
Michael K. schrieb im Beitrag #5984575:
> Das E-Mobile teilweise eine schlechtere Umweltbilanz haben, verdrängen> wir mal ganz schnell.
Nee, du bist es der die Tatsachen verdrängt. Warum soll über die gesamte
Lebenszeit gesehen (ab Produktion), ein Elektroauto von der CO2 oder der
allgemeinen Umweltbilanz, schlechter sein als die der Fahrzeuge mit
konventionellen Antrieb?
https://edison.handelsblatt.com/erklaeren/elektroauto-akkus-so-entstand-der-mythos-von-17-tonnen-co2/23828936.htmlhttps://www.adac.de/verkehr/tanken-kraftstoff-antrieb/alternative-antriebe/co2-treibhausgasbilanz-studie/
Modellrechnung über 200.000km Fahrstrecke
- Benziner mit 7l/100km Verbrauch = 32t CO2
- Diesel 5,5 l = 29t CO2
- Elektro bei 14 KWh = 14t CO2 (Basis hier: Strommix
2017).
- Elektro mit Ökostrom = 1,4t CO2
Und wenn du der Auffassung bist, das ein Elektroauto zur erhöhten
Umweltverschmutzung beiträgt, empfehle ich dir, dich mal über den
Prozess der Erdölförderung zum Antrieb konventioneller Fahrzeuge zu
informieren. Ach und auch wie hier die seltenen Erden einfach,
unwiederbringlich verbrannt werden, sowie deren Auswirkungen auf Mensch
und Natur. Im übrigen gibt es Motoren ohne die Verwendung von seltenen
Erden, und an den Batterien arbeitet man aus mehreren Gründen auch
intensiv dran.
Neben das Verbrennen von seltenen Erden bei konventionellen Antrieben
benutzt man auch hier nicht gerade wenige fest verbaute Komponenten wo
seltenen Erden benötigt werden: Anlasser, Kraftstoffpumpe,
Kühlwasserpumpe, Scheibenwaschpumpe, Scheinwerfer, Nebelscheinwerfer und
LWR, Innenraumheizung, Gebläse, Klimaanlage, Kompressor, Elektrischer
Kühlerventilator, Motorkühlung, autom. Getriebe, ABS- AFR- FDR- ESP-
Motoren, Drosselklappe, Servolenkung, Scheibenwischer, Türschließer
(Heck, Schiebetür..), Fensterheber, Sonnendach, elek.
Rückspiegeleinstellung, elek. Sitzverstellung, elek. Lenkradverstellung,
elek. Gurtzuführung, Navi, CD.., Zentralverriegelung Sitzbelüftung
usw...
Ben schrieb:> Modellrechnung über 200.000km Fahrstrecke
Hält denn die Batterie so lange durch?
Es soll Leute geben die fahren gerade mal 10.000 KM pro Jahr, zahlen
dann bei einem E-Auto beispielsweise 60 EUR Batteriemiete pro Monat,
d.h. im Jahr 720 EUR.
Hält so eine Batterie 10 Jahre durch macht das 7.200 EURO
Batteriekosten, auf da Beispiel deiner Modellrechnung über 200.000km
Fahrstrecke bezogen wären das 14.200 EUR nur an Batterie-Mietkosten.
Bis 100.000 KM ist die Klimabilanz derzeit noch eher schlecht:
https://www.heise.de/newsticker/meldung/VW-Studie-E-Autos-sind-klimafreundlicher-als-Verbrenner-4407953.html
Und ob die Batterie bei Wenigfahrern überhaupt lange durchhält ...
svensson schrieb im Beitrag #5984979:
> Mein Eindruck ist, daß in diesem Land> nicht mehr viel klappt
Den Eindruck habe ich nicht.
Wir folgen nicht willenlos jeder neuen Sau die gerade durch Dorf
getrieben wird, aber was Hochtechnologie angeht sieht das bei uns
garnicht schlecht aus.
Unsere Industrie ist nicht halb so blöd wie immer gesagt wird.
Die schauen sich nur gut an welche Konzepte woanders funktionieren und
wann der Markt reif dafür ist mit guten Margen einzusteigen.
Das Problem ist, das wir durch unsere hohen Standards natürlich die Lohn
+ Lohnnebenkosten, Energiepreise, Entsorgungskosten und eigentlich so
ziemlich alles in die Höhe getrieben haben, was im Endeffekt den
Produktpreis ausmacht.
Dazu sind wie relativ schwach aufgestellt was Rohstoffe angeht.
Wir sind ein klassischen Rohstoffveredelungsland, das die Rohstoffe aber
zum großen Teil importieren muss.
Unsere Bevölkerungsdichte ist hoch und daher funktionieren viele
Konzepte nicht, die in anderen Ländern funktionieren.
Da wir Rohstoffe kaufen müssen, könne wir den Euro nicht abwerten.
Das müssten wir aber um unsere Produkte für nicht Euro Länder
attraktiver zu machen.
Im Gegensatz zu China.
Die haben massig Rohstoffe und eine Bevölkerung die zum größten Teil
sehr patriotisch ist und begeistert von dem brachialen Wachstum der
Wohlstand bringt. Meckert doch mal jemand ist der auch schnell weg.
Hier hier nicht vorstellbar.
Der Halbleitersektor z.B. braucht billige Energie.
Die Stahlindustrie auch, aber es ist ein riesen Unterscheid ob ich einen
Prozessor mit wenigen Gramm Gewicht aber einem VK von >200€ durch die
Gegend transportiere, oder einen Stahlträger von mehreren Tonnen Gewicht
und einer verschwindent geringen Marge.
Daher gibt es noch viel metalverarbeitende Industrie, aber nur sehr
wenig Halbleiterfertigung in DE.
Diese Schieflage löst auch so schnell keiner auf, denn wenn wir
energieintensive Betriebe von der EEG Umlage befreien gehen die
Gesinnungsgretas hier doch sofort auf die Barrikaden.
Zeitgleich belohnen wir Nichtarbeit.
Ich kann ehrlich gesagt die alleinerziehende Mutter verstehen die nicht
arbeiten geht. Solange sie das nicht tut, wird ihr alles bezahlt, inkl.
des Kinderhortes.
Nimmt die einen Job an, bleibt am Ende des Tages fast nichts über. Das
gleiche mit vielen Jobs für gering qualifizierte.
Das Gegenteil von 'gut' ist eben oft 'gut gemeint' und so war es ein
riesen Fehler das Anrecht auf Kinderbetreuung unabhängig vom Jobstatus
zu verankern.
Die Mütter sitzen jetzt immer noch Zuhause, weil sich Arbeit nicht lohnt
für sie, aber im Gegenzug sind die Kosten für den Staat enorm gestiegen
und er weiß nicht wo er all die Betreuer herbekommen soll.
Wenn ich einen relativ schlecht bezahlten Job hätte und davon Miete,
Strom, Wasser, Wärme, Auto um zum Job zu kommen und alles andere selbst
bezahlte hätte, was einem H4er alles bezahlt wird, bliebe mir auch nicht
mehr als wenn ich gleich Zuhause bleibe und H4 TV schaue.
Das Verrückze ist, das wir ein Heer an Menschen dafür bezahlen nicht zu
Arbeiten, während wir im Ausland aktiv nach Altenpflegern und
Kinderbetreuern schauen müssen.
Also Jobs, die früher von der nicht mitarbeitenden Hausfrau ohne jede
Ausbildung miterledigt wurde.
(Nein, ich bin nicht der Meinung das Frauen an den Herd gehören)
Fachkräfte fehlen überall.
Eine Katastrophe für ein Land das zu teuer für den Billiglohnsektor ist
und von hochqualifizierten Arbeitnehmern und modernen Maschinenparks
lebt.
Aber selbstverschuldet, weil wir ja zwanghaft der meinung sind, das wir
alle gleich wertvoll sind und um Gottes Willen bloß keine Eliten fördern
wollen. Alles wird gleich gemacht, also auf den kleinsten gemeinsamen
Nenner gebracht. Statt Kinder und Jugentliche zu fördern die einfach den
Drive haben Wissen in sich hineinzuschaufeln und später zur
hochqualifizierten Fachkraft zu werden, während andere gerade mal Ihren
Namen in den Schnee pinkeln können, tanzen wir unseren Namen und finden
soziale Kompetenz so viel wichtiger als Naturwissenschaften.
Wenn ich sehe was ein Maschinenbediener verdient, der Knöpfe nach
anweisung drückt und was ein Ingenieur, der diese Maschinen baut, gibt
es doch keinen großen finanziellen Anreiz was aus seinem leben zu
machen.
In Amerika werden Reiche bewundert. Hier werden sie gehasst.
Auf alles zu scheissen und vom Staat zu leben ist chik.
Viele Jahre die Schulbank zu drücken und sich dann 40Std/Woche in einem
arbeitsverdichteten Umfeld aufreiben zu lassen gilt als dumm.
Wagt jemand den Schritt in die Selbsständigkeit, ist er ein Ausbeuter,
wenn er Erfolg hat und ein Idiot dem es recht geschieht, wenn er
scheitert.
Ohnehin ist Scheitern hier ein Stigma, statt wie in USA zu erkennen, das
ich da jemanden vor mir habe der aus eigener Erfahrung gelernt hat wie
man es nicht machen sollte und mit diesem Wissen im zweiten oder dritten
Anlauf Großes erreichen könnte.
So schaffe ich mir keine Fachkräfte.
Jetzt möchte ich aber mal die kochende Volksseele sehen, wenn ein
Politiker auf die Idee kommt, diese Mißstände zu bennen und abzustellen.
Das würde nämlich heißen H4 noch viel unattraktiver zu machen, weil der
Mindestlohn nicht weiter erhöht werden kann ohne noch mehr Arbeitsplätze
zu vernichten.
Er kann die Steuern nicht erhöhen, die Förderung der Erneuerbaren nicht
verringern, die energieintensiven Betriebe nicht entlasten, den
Strompreis nicht erhöhen, muss billigen Atom und Kohlestrom abschalten
aber darf sich auch nicht weiter verschulden.
Die Schleife ist perfekt geschlossen und das liegt nicht an der Politik,
sondern an dem Bürger, der allen haben will und nicht verstehen kann und
will, das er damit jede notwendige Entscheidung blockiert.
Wir sind zu einem nöligen Protestvolk geworden, das ständig glaubt uns
ginge es furchtbar schlecht, weil es das Ausland nur aus der Sicht des
Pauschaltouristen sieht und keinen Plan von Weltwirtschaft und globalen
Wirtschaftsproblemen hat.
Wir sind es die alles blockieren und mit unserem Konsum die Umwelt
vernichten.
Nicht die böse Industrie oder die korrupten Politiker.
Die machen nur was wir ihnen aufzwingen.
Michael K. schrieb:> svensson schrieb im Beitrag #5984979:>> Mein Eindruck ist, daß in diesem Land>> nicht mehr viel klappt>> Den Eindruck habe ich nicht.> Wir folgen nicht willenlos jeder neuen Sau die gerade durch Dorf> getrieben wird, aber was Hochtechnologie angeht sieht das bei uns> garnicht schlecht aus.> Unsere Industrie ist nicht halb so blöd wie immer gesagt wird.> Die schauen sich nur gut an welche Konzepte woanders funktionieren und> wann der Markt reif dafür ist mit guten Margen einzusteigen.>
Das ist quatsch, mit Me-Too Produkten hat man keine guten Margen. Denn
bei dem, was funktioniert, sind schon alle möglichen anderen dabei, nur
billiger.
> Das Problem ist, das wir durch unsere hohen Standards natürlich die Lohn> + Lohnnebenkosten, Energiepreise, Entsorgungskosten und eigentlich so> ziemlich alles in die Höhe getrieben haben, was im Endeffekt den> Produktpreis ausmacht.
Eben, mit den Rahmebedingungen gibt es bei Me-Too Produkten keine gute
Marge.
> Dazu sind wie relativ schwach aufgestellt was Rohstoffe angeht.> Wir sind ein klassischen Rohstoffveredelungsland, das die Rohstoffe aber> zum großen Teil importieren muss.> Unsere Bevölkerungsdichte ist hoch und daher funktionieren viele> Konzepte nicht, die in anderen Ländern funktionieren.> Da wir Rohstoffe kaufen müssen, könne wir den Euro nicht abwerten.> Das müssten wir aber um unsere Produkte für nicht Euro Länder> attraktiver zu machen.
Wie tief soll der Euro denn noch gehen ? Der fällt seit 10 Jahren.
> Der Halbleitersektor z.B. braucht billige Energie.> Die Stahlindustrie auch, aber es ist ein riesen Unterscheid ob ich einen> Prozessor mit wenigen Gramm Gewicht aber einem VK von >200€ durch die> Gegend transportiere, oder einen Stahlträger von mehreren Tonnen Gewicht> und einer verschwindent geringen Marge.> Daher gibt es noch viel metalverarbeitende Industrie, aber nur sehr> wenig Halbleiterfertigung in DE.> Diese Schieflage löst auch so schnell keiner auf, denn wenn wir> energieintensive Betriebe von der EEG Umlage befreien gehen die> Gesinnungsgretas hier doch sofort auf die Barrikaden.
Gerade bei Halbleitern ist der Energieaufwand bezogen auf den Endpreis
im Vergleich zu Stahl wesentlich niedriger. Deine Theorie ist also
Quatsch.
> In Amerika werden Reiche bewundert. Hier werden sie gehasst.
Nö. Nur solche, die das nicht selbst verdient haben. Aber ich habe noch
nicht gehört, dass man z. B. die SAP Gründer hassen würde.
> Die Schleife ist perfekt geschlossen und das liegt nicht an der Politik,> sondern an dem Bürger, der allen haben will und nicht verstehen kann und> will, das er damit jede notwendige Entscheidung blockiert.
Da ist was dran. Die Politiker haben sich ihren Vollkaskobürger
hinerzogen.
Gruß
Axel
Ben schrieb:
Schon klar worauf du hinaus willst
> Modellrechnung über 200.000km Fahrstrecke> - Benziner mit 7l/100km Verbrauch = 32t CO2> - Diesel 5,5 l = 29t CO2> - Elektro bei 14 KWh = 14t CO2 (Basis hier: Strommix> 2017).> - Elektro mit Ökostrom = 1,4t CO2>> Und wenn du der Auffassung bist, das ein Elektroauto zur erhöhten> Umweltverschmutzung beiträgt, empfehle ich dir, dich mal über den
Deine Zahlen stimmen dennoch vorne und hinten nicht.
Schon ein Fahradfahren über 200tkm verursacht ca. 4,2t CO2 gegenüber dem
Füße stillhalten*. Die 200tkm sind ein wenig hoch für
Durschnittsleistung privater PKW aber erstmal egal. Konventionell liegen
die Herstellungskosten bei ca 5-6t/1000Kg, also ca 20%. die brauchbaren
e-autos bestehen auch aus Blech haben Sicherheitsglas, Airbags, laufen
auf Reifen etc. Die einen haben Platin im Kat die anderen Lithium oder
Kobolde ;) in der Batt. das wird sich ausser bei besonderen
Leichtbaufzg. nicht viel schenken. Wenn einer nur 5tkm/a fährt darf er
2,3 evtl mal den Akkusatz erneuern falls das Fzg. lange gehalten wird.
Und um den Akkusastz zu bezahlen darf man dann wochenlang zur Arbeit
fahren ausser nat. man spekuliert auf erneuerbare... ich sags nicht.
*
https://ecf.com/sites/ecf.com/files/ECF_CO2_WEB.pdf
E-mobile kommen darin aber leider noch nicht vor,
dennoch lesenswert, wenn schon Hosen runter dann mal alle :)
Fahrrad vs. Auto vs. Bus Stand 2011
Die Bewährungsprobe für Deutschland und Euro kommt 2020 und da es wohl
diesmal länger als bei der heftigen, aber kurzen Erkältung 2009 dauern
wird, auch noch 2021 plus die strukturellen Probleme.
Viele Hausbanken dürfte es durch die platzenden Immobilienkredite
ebenfalls zerlegen bzw. die Druckerpresse zum letzten Gefecht in den
Begrenzer hochdrehen.
tk schrieb:> Deine Zahlen stimmen dennoch vorne und hinten nicht.>> Schon ein Fahradfahren über 200tkm verursacht ca. 4,2t CO2 gegenüber dem> Füße stillhalten
Welche Zahlen/ Angaben stimmen vom Artikel nicht?oder sind es nur
Vermutungen..Behauptungen
Der Mensch als "Verbrenber" beim Fahrradfahren..geht's noch? fehlt nur
nur dass du jetzt Sam Boyle zitierst und den Diesel zum Luftreiniger
hervorhebst. Mensch als Verbrenber im Fitnesstudio beim Jogging etc.
schön von Thema ablenken..ach und Kühe pupsen auch. Wir Lebewesen
erzeugen vermutlich auch schon aus Prinzip die gefährlichsten und
giftigesten, unnachhaltigen Emissionen. Wo führt das hin? Richtig,
Fleisch vom Labor, vermutlich bald super billig in der Herstellung, CO2
Bilanz gut, und super teuer im Verkauf. Nee, halte mal Menschen, also
Fahrradfahrer und Kühe aus dem Spiel. Weder die Ököraudis noch Blaupilze
bringen uns da voran. Mobilität und Essen soll bezahlbar und sauber
sein. Beide extreme Ansichten verfolgen eigene Ziele, die entweder der
"Atomindustrie" oder der "Hipsterszene "dienen. Kein Platz für Normalos?
Ben schrieb:> Welche Zahlen/ Angaben stimmen vom Artikel nicht?oder sind es nur> Vermutungen..Behauptungen>>> Der Mensch als "Verbrenber" beim Fahrradfahren..geht's noch?
Aber sicher,
Fährt das von alleine? Jmd. der z.B. 200tkm mit dem Rad fährt erzeugt
nunmal diese ~4,2t CO2 mehr als derjenige der nur auf die andere
Straßenseite zur Arbeit läuft und dein e-mobil liegt nunmal nicht bei
1,4 sondern bei ~6 bis ... ? Und nicht unwahrscheinlich um so mehr je
seltener es benutzt wird die anderen Zahlen sind ebenfalls falsch und zu
niedrig. Ausserdem da der Zweck der Aktion die Überwindung ein Distanz
ist gibt man die Kosten gewöhnlich auch pro Streckeneiheit an. Da spielt
aber auch noch Nutzungsdauer hinein willst du die 200tkm in einem oder
in zwanzig Jahren zurücklegen
CO2 pro Passagier km
Beim selber treten ~ 21g
Pedelec entlastet ~ 22g
...
Bus ~ 100g
konventionell ~ 270g (Berechnungen in 2011)
e-auto ~ irgendo zwischendrin
inkl. Herstellung, Betrieb, evt. recycling
habs aber jetzt nicht nochmal gelesen
das was du nicht an Körperlicher arbeit leistest nimmt die Maschine ab
eben zu ihrem Preis.
Arbeite bei Conti, wir stellen nach wie vor massenweise ein.
Man muss eben am richtigen Standort sitzen und das "Richtige"
entwickeln, wie z.B. Steuergerät für autonomes Fahren...
Deutschland hat sich verhoben schrieb:> Die Bewährungsprobe für Deutschland und Euro kommt 2020 und da es wohl> diesmal länger als bei der heftigen, aber kurzen Erkältung 2009 dauern
Spanne den Bogen mal ein wenig weiter.
das ist kein deutsches Problem, es ist ein globales.
Uns geht es noch ganz schön gut, weil in DE eben nicht nur Idioten an
der Macht sind, wie viel uns ständig weismachen wollen.
DE ist so stabil, das Investoren uns Geld bezahlt haben, damit sie Ihr
Geld in unseren Staatsanleihen parken dürfen, wärend andere europäische
Länder aufgrund ihrer vollkommen desolaten Situation vom Kapitalmarkt
abgeschnitten waren.
Mit der Bankenrettung haben wir uns alle Zeit erkauft.
Nicht ein Problem wurde gelöst seit dem und es ist vielen Ländern
vollkommen klar das es ausgeschlossen ist Ihre Schulden jemals
zurückzahlen zu können.
Die Weltweite Geldmenge, die wir vom Ende WW2 bis 2009 aufgebaut haben
und die letztlich zum Crash geführt hat, haben wir seit dem verdoppelt.
Wir müssen negativ Zinsen einführen, weil zwar jede Menge billiges Geld
da ist, aber trotzdem die Wirtschaft nicht investiert, weil es keinen
Markt für weiteres Wachstum mehr gibt.
Im Gegenteil, die weltweite Produktivität ist viel zu hoch.
Selbst auf Pump für Minizinsen kaufen die Leute nicht mehr.
In der nächten Krise können sie dann Ihren Schuldendienst nicht mehr
bezahlen, keine neuen Kredite mehr aufnehmen und auch keine Löhne und
Renten mehr bezahlen.
Spanien konnte teilweise die Feuerwehrleute nicht mehr bezahlen.
Polizisten gingen Streife weil kein Geld für Sprit da war.
Griechenland konnte keine Medikamente mehr kaufen.
Spanien, Italien, Portugal, Frankreich haben alle erheblich größere
Probleme als wir. Wer es schafft in so eine katastrophalen Situation
weniger zu verlieren als alle anderen kann nicht alles falsch gemacht
haben.
Und da reden wir über die wohlhabenen Länder im Kern der EU.
Was in der Peripherie los ist sehen wor doch seit Jahren durch die
überall aufflammenden Konflikte und die daraus resultierenden
Flüchtlingsströme.
Das muss man sich mal vorstellen:
Da werfen alle Länder auf Teufel komm raus die Druckerpresse an und
drücken faktisch über äussert kreative Konstruktionen gigantische Mengen
Geld in den Markt und in der gleichen Zeit verlieren deren Bürger Stück
für Stück ihren Wohlstand. Eigentlich müssten die Börsen geradezu
explodieren bei so viel billigem Geld, aber statt dessen haben sich sich
gerade mal etwas erholt und verlieren schon wieder.
Das einzige was zuverlässig steigt sind Werte die als Krisensicher
empfunden werden.
Gold und Immobilen. Selbst Rohstoffe werden nicht in dem Maße gebraucht,
weil es ja kein ausreichendes Wachstum gibt um die auch zu verbrauchen.
Warum zoffen sich USA und China?
Weil beide nicht klein beigeben können.
China braucht das Wachstum um die Menschen aus der Landwitschaft zu
bekommen, die so viele nicht mehr beschäftigen kann.
Schaffen sie das nicht, droht eine Revolte, denn die Chinesen sind die
größten Kapitalisten und lieben Luxus.
Die halten nur still, weil die Komunistische Partei ihnen Wohlstand
bring.
USA geht das Geld aus also versuchen sie Ihren Markt dichtzunageln und
der ganzen Welt zu zeigen das sie so stark sind, das mal bloß keiner
versuchen soll ihnen blöd zu kommen wenn sie die Insolvenz hinlegen um
sich zu entschulden.
Daher müssen die Betrieb zurück in die USA, denn der weltweite Handel
ist dann tot und jeder muss von dem leben was er im eigenen Land
produziert.
Bricht auch nur ein großer Marktteilnehmer weg und setzt seine Schulden
auf Null, kippt sofort der nächste dessen imaginären Kreditgeberwerte
sich gerade in Luft aufgelöst haben und seine Kreditwürdigkeit
vernichtet haben.
Niemand gibt dann irgendwem noch irgendwas auf ein Zahlungsversprechen
hin.
Das ist dann das Ende des Wirtschaftssystems wie wir es kennen.
Das gabs aber schon mehrfach in der Weltgeschicht, nur noch nicht in
diesem Maßstab und niemals war der Fall so tief.
Wir alle fangen dann neu an, nur die Übergangsphase wird ziemlich
bitter.
Der Schuldendienst frisst bei den meisten Ländern die spärlichen
Einnahmen auf und wie bei jedem Schneeball System müssen neue Schulden
gemacht werden um die Zinsen der alten Schulden zu bezahlen.
Das ist weltweit so und niemand weiß wie wir rauskommen sollen aus der
Nummer, ohne das unsere moderen Gesellschaft dabei zusammenbricht.
Denn diese Gesellschaft ist auf maßlosen Konsum, ständiges
Wirtschaftswachstum und eine wachsende Bevölkerung aufgebaut.
Nur das die Zahl der über 60 Jährigen größer geworden ist als die Zahl
der unter 5 jährigen und zugleich die Lebenserwartung drastisch
gestiegen ist, das Renteneintrittsalter aber nicht.
Alles schon ganz lange nicht mehr bezahlbar und auf Pump finanziert.
Bevor jetzt wieder die Aluhut Wutbürger 'Merkel muss weg' skandieren:
Das machen die für Euch, oder wollt Ihr Euren Lebensstandard halbieren
und an vermeidbaren Krankheiten früh sterben, weil das gut für das
funktionieren der Gesellschaft wäre?
Wir wollten den Wohlstand und der Kapitalismus hat uns den gebracht.
Der Kapitalismus verteilt aber Geld um, von denen die wenig habe zu
denen die mehr haben. Geht das lang genug haben wenige fast alles und
alle anderen fast nichts.
Ständiges Wachstum schafft ständig neue Werte, die dann langsam wieder
umverteilt werden.
Bleibt das Wachstum aus, geht die Party vorbei und das erleben wir
gerade.
Da kann der beste Politiker der Welt nichts dran ändern.
Michael K. schrieb im Beitrag #5984575:
> Natürlich muss man was tun, aber dazu brauche ich keine pupertierende 16> jährige Rotzgöre die mit der wütendenden Arroganz einer pupertierenden> 16 jährigen Rotzgöre Erwachsene niederheult, weil Ihr> Gesammtzusammenhänge nicht in die Birne wollen.
Der Postillion: "12 Gründe, warum wir Greta Thunberg hassen"
https://www.der-postillon.com/2019/09/gruende-hass-greta.html
Georg A. schrieb:> Michael K. schrieb:>> Natürlich muss man was tun, aber dazu brauche ich keine pupertierende 16>> jährige Rotzgöre die mit der wütendenden Arroganz einer pupertierenden>> 16 jährigen Rotzgöre Erwachsene niederheult, weil Ihr>> Gesammtzusammenhänge nicht in die Birne wollen.>> Der Postillion: "12 Gründe, warum wir Greta Thunberg hassen">> https://www.der-postillon.com/2019/09/gruende-hass-greta.html
Passender Beitrag zu Punkt 8 von Norbert Hofer, der heute in einer
Wahlkampfsendung folgendes von sich gab (zufällig im Phoenix
mitverfolgt):
"Klimanotstand .. was kommt als nächstes .. das Klima Kriegsrecht .. und
dann ham mer dann eine Zöpferldiktatur mit der Frau Thunberg die dann
das Parlament auflöst .."
"Zöpferldiktatur"
:-)
Etechniker schrieb im Beitrag #5985376:
> Taten sie bei der Flüchtlingsaufnahme nicht und werden sie bei der> Klimapolitik auch nicht machen.
Hier wird Deutschland aber auch nie und nie vorangehen, wir sind späte
Nachzügler.
Großbritannien z. B. hat mit einer CO2-Steuer den Ausstoß um 40%
reduziert und den Anteil von Kohle am Strommix auf 6% (!) seit 1990. Das
wird Deutschland nie mehr einholen.