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Forum: Ausbildung, Studium & Beruf Wo gehen die Ings. von Continental nun hin?


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Autor: Ingenieur (Gast)
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Ihr habt es sicherlich alle mitbekommen.

Continental streicht bis zu 7000 Stellen in Deutschland bis 2025.

Wenn man dort jetzt Ingenieur ist, wohin "rettet" man sich denn quasi? 
Es betrifft die Produktion von Komponenten für Benzin- und 
Dieselmotoren. Also nichts unerhebliches.

Ich frage aus reiner Neugier, bin selbst fachfremd. Könnt ihr so einfach 
in Richtung Luftfahrt als Beispiel wechseln? Ich hätte Schwierigkeiten 
zu Schlafen beträfe es mich, muss ich zugeben.

An alle die es betrifft - Ich wünsche euch viel Glück für eure Zukunft 
und das ihr etwas passendes im Anschluss findet.

: Gesperrt durch Moderator
Autor: B. K. (kork)
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Die Ingenieure dürften den kleinsten teil der 7.000 ausmachen, wegfallen 
werden v.a. die niedrigqualifizierten Jobs in der Produktion. Gestrichen 
werden früher oder später natürlich auch Stellen von Ingenieuren, v.a. 
im Bereich der Hydraulik bzw. allg. Verbrennungsmotoren. Soweit sich 
diese nicht selbst andersweitig umsehen, wird man aber - davon gehe ich 
aus - versuchen, sie soweit wie möglich auf andere Standorte zu 
verteilen.

Der Gang zur Konkurrenz (Bosch, ZF, ...) dürfte aber auch nur 
kurzfristig Abhilfe schaffen, die werden schon bald dem Beispiel von 
Conti folgen.

Autor: Ingenieur (Gast)
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Benedikt K. schrieb:
> Der Gang zur Konkurrenz (Bosch, ZF, ...) dürfte aber auch nur
> kurzfristig Abhilfe schaffen, die werden schon bald dem Beispiel von
> Conti folgen.

Das denke ich auch, im Handelsblatt ist davon auch die Rede.

Dort steht auch noch etwas bzgl. der Mitarbeiter. Teile davon sollen 
wohl umgeschult werden.

Zitat:
> Für die 370 verbliebenen Mitarbeiter sucht Continental nach einem
> Übergang in funktionsnahen Aufgabengeldern.

https://www.handelsblatt.com/unternehmen/industrie/zulieferer-continental-schliesst-werke-in-deutschland-7000-arbeitsplaetze-betroffen/25054202.html

Autor: NurMut (Gast)
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Ingenieur schrieb:
> Ihr habt es sicherlich alle mitbekommen.
> Continental streicht bis zu 7000 Stellen in Deutschland bis 2025.

Bis 2025 gehen ohnehin die Babyboomer in Rente.
Wieviele von den 7000 sind nun wirklich gekündigt und gehen nicht bloss 
in den Ruhestand/Vorruhestand/Altersteilzeit? Und wieviele davon sind 
nun Ingenieure und nicht in der Produktion und Verwaltung? Eine 
verschwindend geringe Anzahl. Die wenigen finden schnell etwas bei 
Wolfsburg, wo es viele offene Stellen gibt. Dieses Jahr stellt VW z.B. 
über 1200 Azubis ein, wie immer mit Übernahmegarantie.

Autor: Relax (Gast)
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Ach Gott wieder mal im Schweinezyklus. Conti schmeisst doch regelmäßig 
Leute raus und stellt sie nach der Krise wieder ein:
https://www.welt.de/wirtschaft/article3865949/Continental-streicht-2000-Stellen-in-Deutschland.html

Also macht man mal ein humanistsiche Sabbat-Jahr, studiert vielleicht 
mal was Neues etc. pp. Nichts was einen den Schlaf rauben sollte.
Das dagegen schon eher:
https://www.fr.de/kultur/angst-macht-verrohung-sprache-10965678.html

und andere tunichtgute Weltuntergangsbeschwörer wie der TO.

Autor: B. K. (kork)
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Wie viele Mitarbeiter der aus Limbach, Roding und Babenhausen nach 
Wolfsburg ziehen werden, lässt sich recht gut abschätzen, wenn man die 
Entfernung auf Google Maps nachsieht.
Das wird sich an zwei Händen abzählen lassen.
Eine Übernahmegarantie gab es auch bei Conti, nur ist die nichts wert, 
wie sich aktuell zeigt.

Autor: Relax (Gast)
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B. K. schrieb:
> Wie viele Mitarbeiter der aus Limbach, Roding und Babenhausen nach
> Wolfsburg ziehen werden, lässt sich recht gut abschätzen, wenn man die
> Entfernung auf Google Maps nachsieht.
> Das wird sich an zwei Händen abzählen lassen.

Mumpitz,
ist der Umzug und Neustart beschlossen ist die Umzugstrecke irrelevant.
Schau Dir doch an wieviele aus der Sächsischen Ödnis in die 
Industrieregionen in S-Deutschland gezogen sind. Klar ein paar 
Fremdenscheue Sitzenbleiber und Stubenhocker gibt es immer, Intelligenz 
ist halt nicht gleichverteilt.

Autor: MedizinMann (Gast)
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Ingenieur schrieb:
> Könnt ihr so einfach
> in Richtung Luftfahrt als Beispiel wechseln?

Einfach sicher nicht. Aber wenn man ohnehin schon rausfliegt , hat man 
ja schon eine Referenz für die Luftfahrt.

Autor: Abgesang (Gast)
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Nicht umsonst sind Elektrotechniker die Könige der Ingenieure.

Autor: NurMut (Gast)
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B. K. schrieb:
> Wie viele Mitarbeiter der aus Limbach, Roding und Babenhausen nach
> Wolfsburg ziehen werden

Beantworte erstmal wieviele INGENIEURE aus Limbach, Roding und 
Babenhausen gekündigt werden.

Aktuell sieht es danach aus als ob Conti da hauptsächlich Stellen von 
Leuten nicht nachbesetzt, die ohnehin in Rente gehen. Von 
betriebsbedingten Kündigungen habe ich noch nichts gelesen.

Autor: F. B. (finanzberater)
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Ingenieur schrieb:
> Dort steht auch noch etwas bzgl. der Mitarbeiter. Teile davon sollen
> wohl umgeschult werden.

Zu was denn? Softwareentwickler? Wollt ihr mit ein paar umgeschulten 
Fricklern Google Konkurrenz machen? Und dann noch IGM-Gehalt EG 16 
zahlen für einen Softwareentwickler ohne relevante Berufserfahrung und 
Motivation, den jeder durchschnittliche Studienabgänger in die Tasche 
stecken wird?

Autor: AVR (Gast)
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Abgesang schrieb:
> Nicht umsonst sind Elektrotechniker die Könige der Ingenieure.

Das stimmt. Wir sind der Gipfel der menschlichen Evolution.

Autor: F. B. (finanzberater)
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Ingenieur schrieb:
> Wenn man dort jetzt Ingenieur ist, wohin "rettet" man sich denn quasi?

Man hätte sich in die finanzielle Unabhängigkeit retten sollen, was ja 
mit IGM-Gehalt kein Problem gewesen wäre. Jetzt ist es dafür zu spät.

Autor: AVR (Gast)
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F. B. schrieb:
> Man hätte sich in die finanzielle Unabhängigkeit retten sollen, was ja
> mit IGM-Gehalt kein Problem gewesen wäre. Jetzt ist es dafür zu spät.

Da gebe ich dir recht. Das Problem dieser Leute ist, dass sie glauben es 
gehe immer so weiter. Milch und Honig würde für die Ewigkeit fließen.

Autor: NurMut (Gast)
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F. B. schrieb:
> Wollt ihr mit ein paar umgeschulten Fricklern Google Konkurrenz machen?

Wer hat das behauptet?

F. B. schrieb:
> ohne relevante Berufserfahrung und Motivation

Woher willst du das denn wissen? Deine Entscheidung die fallende BYD 
Aktie zu kaufen war genau so falsch wie dein Obstdiebstahl. So wird das 
mit der Unabhängigkeit aber nichts.

Autor: kik (Gast)
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Naja, ist halt immer fraglich, wie viele Stellen denn tatsächlich bis zu 
diesem und jenem Zeitpunkt "abgebaut" werden und wen das dann im 
konkreten Fall betrifft.

Hängt ja auch davon ab, wie sich die wirtschaftliche Situation in den 
künftigen Jahren entwickelt.


Man wird sich halt zunächst von Leiharbeitern und befristeten 
Mitarbeitern trennen. Vor allem von eben jenen, deren Arbeit unmittelbar 
an der Auftragssituation bzw. der Auslastung der Produktion abhängt.
Dazu wird man ältere Mitarbeiter frühzeitig in die Rente verabschieden.

Die noch "brauchbaren" Mitarbeiter wird man dann an anderen Standorten 
unterbringen oder versuchen, diese durch Umschulung anderweitig 
einzusetzen.


Immerhin werden in D keine Werke geschlossen, wie das in anderen Ländern 
geplant ist.

Autor: Ingenieur (Gast)
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AVR schrieb im Beitrag #5984201:
> F. B. schrieb:
> Man hätte sich in die finanzielle Unabhängigkeit retten sollen, was ja
> mit IGM-Gehalt kein Problem gewesen wäre. Jetzt ist es dafür zu spät.
>
> Da gebe ich dir recht. Das Problem dieser Leute ist, dass sie glauben es
> gehe immer so weiter. Milch und Honig würde für die Ewigkeit fließen.

Ja, davon gehe ich aus, trotzdem ist mein Depot gut gefüllt, und es 
wächst und gedeiht. Es ist immer gut, wenn man einen Plan B in der 
Hinterhand hat.

Autor: Baba Jaga (Gast)
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Ich hoffe ihr seid nicht auf ETF Hypezug aufgesprungen.
Ich bin Finanzexperte, ich habe den Kommer gelesen und weiß was ich 
mache.
ETFs beste wo gibt, sicherste wo gibt!

Sobald etwas im Mainstream ankommt, sollte man dagegen wetten!

Autor: NurMut (Gast)
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Baba Jaga schrieb:
> Sobald etwas im Mainstream ankommt, sollte man dagegen wetten!

D.h. auf fallende Kurse? Das alle Unternehmen pleite gehen ist nämlich 
extrem unwahrscheinlich. Besonders weil die Zinsen so extrem niedrig 
sind und jeder auch Unternehmen sich quasi kostenlos verschulden können.

Autor: 3D-Druck (Gast)
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AVR schrieb im Beitrag #5984201:
> F. B. schrieb:
>> Man hätte sich in die finanzielle Unabhängigkeit retten sollen, was ja
>> mit IGM-Gehalt kein Problem gewesen wäre. Jetzt ist es dafür zu spät.
>
> Da gebe ich dir recht. Das Problem dieser Leute ist, dass sie glauben es
> gehe immer so weiter. Milch und Honig würde für die Ewigkeit fließen.

Damit sind sie nicht allein. Auch die Gretajünger glauben anscheinend 
ihr Wohlstand sein gesichert ganz egal wie es um die 
Wettbewerbsfähigkeit dieses Landes bestellt ist.

"Umwelt, Umwelt über alles. Industrie = Igitt"

Das böse Erwachen wird noch kommen.

Autor: 3D-Druck (Gast)
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kik schrieb:
> Immerhin werden in D keine Werke geschlossen, wie das in anderen Ländern
> geplant ist.

Bist du dir da sicher?

https://www.welt.de/wirtschaft/article200960086/Continental-Wegfall-von-Stellen-offenbart-negative-Folgen-der-E-Mobilitaet.html

"Im Gegensatz zum Sparprogrammen bei einigen Autobauern schließt 
Continental auch betriebsbedingte Kündigungen als letzte Möglichkeit 
nicht aus. Mehrere Werke sollen in wenigen Jahren geschlossen werden, 
dabei werden vor allem diejenigen Mitarbeiter ihre Jobs verlieren, die 
bislang Teile für Verbrennungsmotoren bauen."

"Insbesondere drei deutsche Werke sollen betroffen sein: Im bayerischen 
Roding soll die Produktion von Hochdruckpumpen für Benzin- und 
Dieselmotoren 2024 eingestellt werden, 320 Jobs werden hier wegfallen, 
die übrigen 220 Stellen sollen verlagert werden."

"Das Werk in Limbach-Oberfrohna (Sachsen) bekommt vier Jahre länger 
Zeit: 2028 soll hier die Produktion von Injektoren für Dieselmotoren 
auslaufen, 860 Arbeitsplätze fallen weg, 370 weitere Jobs werden 
verlagert, die Fabrik geschlossen. Im hessischen Babenhausen sollen 
Forschungs- und Entwicklungsaufgaben an andere Standorte verlagert 
werden, um die Kosten auf ein „wettbewerbsfähiges Niveau“ zu senken. Das 
soll schon bis 2021 geschehen, mehr als 2200 Stellen sind hier 
betroffen."

Autor: Michael K. (Gast)
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B. K. schrieb:
> soweit wie möglich auf andere Standorte zu
> verteilen.

Mercedes stellt die Motorenentwicklung ein.
Bis die aktuellen Motoren veraltet sind, ist E-Mobilität normal und man 
braucht Verbrenner höchtens noch als Range Extender oder für 
Sondermaschinen.
Die werden viel einfacher aufgebaut sein.

VW erfindet sich als reiner E-Mobil Anbieter neu.
Die bauen ja ohnehin alles das was in einem ihrer anderen Zweige so auch 
gebaut wird, verlieren also nichts dabei.
Wer sich einen aktuellen Skoda anschaut, findet eher bessere Quali als 
bei VW.

Eine Branche im Umbruch.
Die Webstühle werden durch Dampfmaschinen ersetzt und die Weber müssen 
umlernen.

Autor: Ingenieur (Gast)
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Michael K. schrieb:
> Eine Branche im Umbruch.
> Die Webstühle werden durch Dampfmaschinen ersetzt und die Weber müssen
> umlernen.

Und wo ist jetzt das Problem? Dinge ändern sich eben, ich finde das gar 
nicht schlecht! Man muss sich halt der Zeit anpassen. Die deutsche 
Industrie wir gestärkt aus diesem Umbruch hervorgehen, da bin ich 
sicher.

Autor: 3D-Druck (Gast)
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Michael K. schrieb:
> Eine Branche im Umbruch.

In Wahrheit ist es nicht nur Umbruch, sondern auch massiver Abbruch. Die 
gesamte Deutsche Motorentechnologie, bisher weltweit führend,  steht zur 
Disposition. E-Motor bauen können auch andere, wahrscheinlich sogar 
deutlich billiger. Der Verbrennungsmotor als Massenware steht in weniger 
Jahren vor dem Aus. Damit ist die einstige Vormachtstellung einer 
Schlüsselindustrie in Deutschland vorbei. Bleibt nur noch der 
Chemiesektor und der Maschinenbau.

> Die Webstühle werden durch Dampfmaschinen ersetzt und die Weber müssen
> umlernen.

Ein gern gemachter aber völlig falscher Vergleich. Mit dem Einzug der 
Dampfmaschine BEGANN die Industrialisierung. Mit dem Zurückdrängen der 
individuellen Mobilität beginnt hingegen eine Phase der 
De-Industrialisierung zumindest beim Individualverkehr oder glaubst du 
tatsächlich, es sei in diesem Land noch gewollt, 40 Millionen 
Verbrenner-PWK durch E-Autos zu ersetzen? Unsere Städte sollen bald nur 
noch für Fahrradfahrer, Taxis, den ÖPNV und den Lieferverkehr befahrbar 
sein. Vielleicht noch für ein paar E-Roller. Das war es dann auch. Dem 
privaten PKW wird man es so teuer wie möglich machen in die Stadt hinein 
zu fahren, ganz egal ob mit E-Antrieb oder nicht. Dementsprechend werden 
sich die Verkaufszahlen für E-Autos zum Verdruss der Autokonzerne nicht 
wie erhofft entwickeln. Letzteres wird maßgeblich die Zahl der 
Arbeitsplätze mit bestimmen. Den Rest wird der Einsatz von KI schlucken.

Die Zeit der Massenbeschäftigung neigt sich dem Ende zu. H4 wird das 
Problem auch nicht lösen können.

Beitrag #5984433 wurde von einem Moderator gelöscht.
Beitrag #5984459 wurde von einem Moderator gelöscht.
Autor: F. B. (finanzberater)
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Ingenieur schrieb:
> Die deutsche Industrie wir gestärkt aus diesem Umbruch hervorgehen, da bin
> ich sicher.

Mit dieser Meinung stehst du wohl ziemlich alleine. Wieso sollte die 
deutsche Industrie gestärkt aus der Krise hervorgehen, wenn sie in fast 
allen wichtigen Technologiefeldern abgehängt ist?

Deutsche Autoindustrie in der Krise: Wo Jobs wackeln – und wo sie schon 
weg sind

https://www.focus.de/finanzen/boerse/aktien/continental-streicht-20-000-stellen-deutsche-autoindustrie-in-der-krise-wo-jobs-wackeln-und-wo-sie-schon-weg-sind_id_11182876.html

Autor: F. B. (finanzberater)
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AVR schrieb im Beitrag #5984201:
> Da gebe ich dir recht. Das Problem dieser Leute ist, dass sie glauben es
> gehe immer so weiter. Milch und Honig würde für die Ewigkeit fließen.

Ja, sie glauben an ihre Jobgarantie. Die werden sich noch wundern.

Betriebsbedingte Kündigungen sind bei BMW laut einer Vereinbarung mit 
den Arbeitnehmern ausgeschlossen, SOLANGE DAS UNTERNEHMEN GEWINNE 
ERWIRTSCHAFTET.

https://www.focus.de/finanzen/boerse/aktien/continental-streicht-20-000-stellen-deutsche-autoindustrie-in-der-krise-wo-jobs-wackeln-und-wo-sie-schon-weg-sind_id_11182876.html

Autor: Maxe (Gast)
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3D-Druck schrieb:
> oder glaubst du
> tatsächlich, es sei in diesem Land noch gewollt, 40 Millionen
> Verbrenner-PWK durch E-Autos zu ersetzen? Unsere Städte sollen bald nur
> noch für Fahrradfahrer, Taxis, den ÖPNV und den Lieferverkehr befahrbar
> sein. Vielleicht noch für ein paar E-Roller. Das war es dann auch. Dem
> privaten PKW wird man es so teuer wie möglich machen in die Stadt hinein
> zu fahren, ganz egal ob mit E-Antrieb oder nicht.
Hahahahaha!

Ernsthaft??

Tatsächlich will man die 40 Mio E-Autos zusätzlich zu den Verbrennern. 
Die Fahrzeugflotte in Deutschland steigt jährlich, das bewegte 
Durchschnittsgewicht steigt jährlich. Durch die E-Subventionen soll das 
Autofahren steuerfrei gemacht werden, letztlich soll die Energie sogar 
kostenlos bereit gestellt werden (Zero-Emission muss man ja politisch 
unterstützen...). Die Klimadiskussion wird dazu genutzt den Konsum 
auszuweiten, nicht zu verringern.

Beitrag #5984499 wurde von einem Moderator gelöscht.
Autor: Manfred (Gast)
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3D-Druck schrieb:
> Unsere Städte sollen bald nur
> noch für Fahrradfahrer, Taxis, den ÖPNV und den Lieferverkehr befahrbar
> sein. Vielleicht noch für ein paar E-Roller. Das war es dann auch. Dem
> privaten PKW wird man es so teuer wie möglich machen in die Stadt hinein
> zu fahren, ganz egal ob mit E-Antrieb oder nicht.

Die Städte, zumindest in meiner Region, bemühen sich schon seit Jahren, 
den Individualverkehr zu vergraulen. Ebenso lese ich regelmäßig Jammerei 
über sterbende Geschäfte.

Niedersachsen ist ein Flächenland, wenn ich irgendwo hin will, brauche 
ich mein Auto. Also, liebe Städte: Macht eure Läden zu, baut chice 
Fußgängerzonen ... meine Einkäufe bringen DHL, Hermes und andere.

Lebensmittel bekomme ich in Klein-Sonstwo, verkehrsgünstig an der Straße 
gelegen mit einem kostenfreien Parkplatz ohne Städtebauschikanen.

Autor: Danilo H. (danielohondo)
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F. B. schrieb:
> Ingenieur schrieb:
>> Die deutsche Industrie wir gestärkt aus diesem Umbruch hervorgehen, da bin
>> ich sicher.
>
> Mit dieser Meinung stehst du wohl ziemlich alleine. Wieso sollte die
> deutsche Industrie gestärkt aus der Krise hervorgehen, wenn sie in fast
> allen wichtigen Technologiefeldern abgehängt ist?
>
> Deutsche Autoindustrie in der Krise: Wo Jobs wackeln – und wo sie schon
> weg sind
>
> 
https://www.focus.de/finanzen/boerse/aktien/continental-streicht-20-000-stellen-deutsche-autoindustrie-in-der-krise-wo-jobs-wackeln-und-wo-sie-schon-weg-sind_id_11182876.html

FOCUS Zitate sind dem Bild equivalent.
Welche Technologien sollen das sein, wo deutsche Hersteller abgehängt 
sind? Doch nicht etwa Elektroautos? Die sind ja viel einfacher zu bauen 
und man verdient schnell viel Geld damit oder? Oder warte mal, Tesla 
schreibt immer noch Verluste. Ist doch nicht so einfach.
Ja, es gibt noch Waymo und Google mit Apple. Nur blos wo sind die Autos 
von denen? Ach ja, die kooperieren mit den klassischen Herstellern. Dazu 
kommt noch, dass bis jetzt die Kunden kein Mehrwert am autonomen Fahren 
sehen und nicht bereit sind mehrere Tausend Euro dafür zu zahlen. Also 
dauert es noch sehr lange bis Serie.
Ja Tesla will den Kram mit LIDAR sparen, weil zu teuer also setzt man 
auf die Bildverarbeitung. Es gibt sogar noch mehr Startups die noch 
innovativer sind als Google und Co und trotzdem ist noch nichts in 
Serie.
Wir werden sehen was passiert, abeir kampflos wird die deutsche 
Industrie nicht untergehen, auch wenn sie viele sterben sehen wollen. 
Anarchisten haben noch nie gesiegt, sogar Lenin hat sie verfolgt.

: Bearbeitet durch User
Autor: 3D-Druck (Gast)
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Maxe schrieb:
> 3D-Druck schrieb:
>> oder glaubst du
>> tatsächlich, es sei in diesem Land noch gewollt, 40 Millionen
>> Verbrenner-PWK durch E-Autos zu ersetzen? Unsere Städte sollen bald nur
>> noch für Fahrradfahrer, Taxis, den ÖPNV und den Lieferverkehr befahrbar
>> sein. Vielleicht noch für ein paar E-Roller. Das war es dann auch. Dem
>> privaten PKW wird man es so teuer wie möglich machen in die Stadt hinein
>> zu fahren, ganz egal ob mit E-Antrieb oder nicht.
> Hahahahaha!
>
> Ernsthaft??

So ist mein Eindruck.

> Tatsächlich will man die 40 Mio E-Autos zusätzlich zu den Verbrennern.

Das wird nicht gehen. Dafür reicht der Platz überhaupt nicht aus. Das 
Auto wird aus den Innenstädten verbannt werden. Wie schnell das kommt 
wird man sehen. Der Individualverkehr ist vielen ein Dorn im Auge. Das 
wird inzwischen sogar von Frau "Kobold" und Konsorten ganz offen gesagt 
(noch vor wenigen Jahren wären sie dafür kräftig abgestraft worden).

> Die Fahrzeugflotte in Deutschland steigt jährlich, das bewegte
> Durchschnittsgewicht steigt jährlich.

Das stimmt. Bis jetzt ist das noch so. Genau das ist Wasser auf die 
Mühlen der "Individualverkehrsabschaffwoller". ;)

> Durch die E-Subventionen soll das
> Autofahren steuerfrei gemacht werden,

Na klar, sie werden zunächst alles versuchen, um die Verbrenner aus dem 
Verkehr zu ziehen. Sonst wird es nix mit den deutschen Klimazielen. Die 
Heizungen zu ersetzen alleine wird nicht reichen. Zusätzlich muss man 
erst die Leute zum E-Auto-Besitz bringen und im zweiten Schritt dann 
immer mehr anstatt über die Emissionen nun über die vielen, vielen 
(dann) E-Autos mit ihrem "enormen" Platzverbrauch in den Innenstädten 
klagen, bis die Regierenden erneut handeln müssen. Listig, listig.

> letztlich soll die Energie sogar
> kostenlos bereit gestellt werden (Zero-Emission muss man ja politisch
> unterstützen...).

Das werden sie nur ganz am Anfang noch so halten. Spätestens wenn der 
E-Auto Verkauf anläuft wird die Sache zu teuer werden und man wird die 
Subventionen zurückfahren (müssen).

> Die Klimadiskussion wird dazu genutzt den Konsum
> auszuweiten, nicht zu verringern.

Wir sind längst mitten drin in der Diskussion über die Grenzen der 
Wachstumsausweitung durch privaten Konsum. Die kommenden Jahre werden 
durch immer mehr medial aufgebauschte "Horrorszenarien" über 
Auswirkungen des Klimawandels (Überschwemmungen, 
Polkappenabschmelzungen, Gletschertod, Dürreperioden etc.) den Konsum 
als solchen zumindest hierzulande bei vielen Mitbürgern in der 
Wahrnehmung stark infrage stellen.

Viele Deutsche lassen sich historisch bedingt (Kriegsschuld '45) gerne 
ein schlechtes Gewissen einreden und versuchen das dann durch ein 
Übermaß an Weltrettungsfantasien (Fleischverzicht, Autohass, Fatalismus) 
zu kompensieren ("seht her, wir deutschen sind doch gar nicht so wie 
unsere Großeltern einmal waren".

Während hierzulande der Michel sich den Flugverzicht aufschwatzen lässt, 
nehmen die Chinesen in Peking gerade einen neuen Megaflughafen in 
Betrieb 1), der bis 2025 72 Millionen Passagiere JÄHRLICH abfertigen 
soll. Soviel zum "Klimaschutz" anderswo in der Welt. Hauptsache WIR 
retten den Planeten.

1) die können das wenigstens, liebe Berliner ;)

Autor: Ben (Gast)
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Danilo H. schrieb:
> FOCUS Zitate sind dem Bild equivalent.

und Weltonline gehört ebenfalls dazu. Eine frequente Verlinkungen dieser 
drei "hochwertigen" Blätter, ist bei den F.B."Wutforisten", als eine 
ziemlich intelligente Handlung eingestuft. Erklären hilft da wenig. Der 
abstrakte Begriff Bildung hat bei denen nur etwas mit Bildschirm oder 
Einbildung zu tun. Jedes kleine Stückchen seiner "intellektuellen und 
super wichtigen Szene-News" werden hier hochspielt.

Autor: Kostenbalg (Gast)
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B. K. schrieb:
> Babenhausen

die bewerben sich schon seit Längerem bei Bosch in Marktheidenfeld

Beitrag #5984575 wurde von einem Moderator gelöscht.
Autor: Ben (Gast)
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3D-Druck schrieb:
> Viele Deutsche lassen sich historisch bedingt (Kriegsschuld '45) gerne
> ein schlechtes Gewissen einreden und versuchen das dann durch ein
> Übermaß an Weltrettungsfantasien (Fleischverzicht, Autohass, Fatalismus)
> zu kompensieren ("seht her, wir deutschen sind doch gar nicht so wie
> unsere Großeltern einmal waren".

Du lebst wohl in einen anderen Land. Wenn man es sich leisten kann, 
verzichten nur wenige Leute "dem Tier oder der Umwelt zuliebe" komplett 
auf ihre Gewohnheiten. Jeder Pflegt über die Zeit eine Maßvolle 
Anpassung der eigene Lebensphilosophie und Individualität zu 
unterschiedlichen Themen. Die Menschen die einen Radikalen Schnitt, also 
Verzicht mit den erwähnten Fleischkonsum oder der Autonutzung, Rauchen 
etc. machen, haben gewiss nichts mit deiner suggestive Aussage von 
"Kriegsschuld '45 und deutsche Weltrettungsphantasien", zu tun. Diese 
Aussage hört man von bestimmten, oft abgehängten Menschen oder "der 
anders denkenden Fraktion" immer wieder. Praktisch hingt auch dein 
Wahrheitsgehalt, den soweit ich weiß, ist unser pro Kopf Fleischkonsum, 
im weltweiten und auch im EU Vergleich gar nicht so übel, dieser steht 
ziemlich weit oben da. Die größte Pkw-Flotte innerhalb der EU hat auch 
Deutschland. Autohass, also den Hass suggeriest du. Die allgemeine 
Autoaffinität lässt, verständlicher Weise, in gut vernetzten, dicht 
besiedelten Ballungsgebieten langsam nach.

Ganz interessanter Beitrag zum Thema Autofreie Stadt (> 10Jahre schon..)
Youtube-Video "Spanien: Pontevedra - ein Paradies für Fußgänger | Weltspiegel"

3D-Druck schrieb:
> "seht her, wir deutschen sind doch gar nicht so wie
> unsere Großeltern einmal waren"

Suggeriert durch das "WIR" wieder einen Komplex, den ich so aber nicht 
kenne. Gewolltes einreden von Komplexen wie diejenigen die da rufen: 
"man wird ja wohl noch sagen dürfen"... also diese Menschen haben 
förmlich eine Neurosen und versuchen historischen Abschnitte in einen 
neuen Kontext erscheinen zu lassen, können aus unterschiedlichen Gründen 
nicht stolz auf dass sein, was in den vergangenen 70 Jahren geleistet 
wurde.

3D-Druck schrieb:
> Hauptsache WIR retten den Planeten.
Da ist es wieder, dieses Blödzeitungs-WIR Prinzip.. "WIR? sind Papst" 
WIR? sind Weltmeister. Ein einfach zu durchschauendes Prinzip von 
Nichtstuern bzw. Wichtigtuern, um eine bestimmte Stimmung in der 
Bevölkerung erzeugen zu wollen.

Autor: CO2-Fußabdruck einer Dampfwalze (Gast)
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Der Deutsche hat jahrzehntelange bewiesen, daß er nicht sinnvoll mit 
Geld umgehen kann, mit seinem Geldplus die Umwelt mit großen, schweren, 
starken Autos verschmutzt und mind. 1-mal im Jahr mit dem Flugzeug in 
heiße, weit entfernte Gebiete fliegt und Schnitzel, Steaks und Geflügel 
in rauhen Massen täglich in sich reinstopft. Dadurch ist er und sein 
Nachwuchs immer größer und schwerer geworden und braucht damit noch mehr 
Futter.
Deshalb ist es gut, wenn endlich die Arbeitgeber und Merkel den 
Deutschen über den Geldbeutel auf Trennkost und ÖPNV setzen, um den 
Teufelskreis zu durchbrechen.

Beitrag #5984609 wurde von einem Moderator gelöscht.
Autor: Ben (Gast)
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Michael K. schrieb im Beitrag #5984575:
> Das E-Mobile teilweise eine schlechtere Umweltbilanz haben, verdrängen
> wir mal ganz schnell.

Nee, du bist es der die Tatsachen verdrängt. Warum soll über die gesamte 
Lebenszeit gesehen (ab Produktion), ein Elektroauto von der CO2 oder der 
allgemeinen Umweltbilanz, schlechter sein als die der Fahrzeuge mit 
konventionellen Antrieb?

https://edison.handelsblatt.com/erklaeren/elektroauto-akkus-so-entstand-der-mythos-von-17-tonnen-co2/23828936.html

https://www.adac.de/verkehr/tanken-kraftstoff-antrieb/alternative-antriebe/co2-treibhausgasbilanz-studie/

Modellrechnung über 200.000km Fahrstrecke
- Benziner mit 7l/100km Verbrauch = 32t  CO2
- Diesel       5,5 l              = 29t  CO2
- Elektro bei 14 KWh              = 14t  CO2 (Basis hier: Strommix 
2017).
- Elektro            mit Ökostrom = 1,4t CO2

Und wenn du der Auffassung bist, das ein Elektroauto zur erhöhten 
Umweltverschmutzung beiträgt, empfehle ich dir, dich mal über den 
Prozess der Erdölförderung zum Antrieb konventioneller Fahrzeuge zu 
informieren. Ach und auch wie hier die seltenen Erden  einfach, 
unwiederbringlich verbrannt werden, sowie deren Auswirkungen auf Mensch 
und Natur. Im übrigen gibt es Motoren ohne die Verwendung von seltenen 
Erden, und an den Batterien arbeitet man aus mehreren Gründen auch 
intensiv dran.
Neben das Verbrennen von seltenen Erden bei konventionellen Antrieben 
benutzt man auch hier nicht gerade wenige fest verbaute Komponenten wo 
seltenen Erden benötigt werden: Anlasser, Kraftstoffpumpe, 
Kühlwasserpumpe, Scheibenwaschpumpe, Scheinwerfer, Nebelscheinwerfer und 
LWR, Innenraumheizung, Gebläse, Klimaanlage, Kompressor, Elektrischer 
Kühlerventilator, Motorkühlung, autom. Getriebe, ABS- AFR- FDR- ESP- 
Motoren, Drosselklappe, Servolenkung, Scheibenwischer, Türschließer 
(Heck, Schiebetür..), Fensterheber, Sonnendach, elek. 
Rückspiegeleinstellung, elek. Sitzverstellung, elek. Lenkradverstellung, 
elek. Gurtzuführung, Navi, CD.., Zentralverriegelung Sitzbelüftung 
usw...

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Autor: 3D-Druck (Gast)
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Ben schrieb:
> Modellrechnung über 200.000km Fahrstrecke

Hält denn die Batterie so lange durch?

Es soll Leute geben die fahren gerade mal 10.000 KM pro Jahr, zahlen 
dann bei einem E-Auto beispielsweise 60 EUR Batteriemiete pro Monat, 
d.h. im Jahr 720 EUR.

Hält so eine Batterie 10 Jahre durch macht das 7.200 EURO 
Batteriekosten, auf da Beispiel deiner Modellrechnung über 200.000km 
Fahrstrecke bezogen wären das 14.200 EUR nur an Batterie-Mietkosten.

Bis 100.000 KM ist die Klimabilanz derzeit noch eher schlecht:

https://www.heise.de/newsticker/meldung/VW-Studie-E-Autos-sind-klimafreundlicher-als-Verbrenner-4407953.html

Und ob die Batterie bei Wenigfahrern überhaupt lange durchhält ...

Beitrag #5984627 wurde von einem Moderator gelöscht.
Beitrag #5984979 wurde von einem Moderator gelöscht.
Beitrag #5985124 wurde von einem Moderator gelöscht.
Autor: Michael K. (Gast)
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svensson schrieb im Beitrag #5984979:
> Mein Eindruck ist, daß in diesem Land
> nicht mehr viel klappt

Den Eindruck habe ich nicht.
Wir folgen nicht willenlos jeder neuen Sau die gerade durch Dorf 
getrieben wird, aber was Hochtechnologie angeht sieht das bei uns 
garnicht schlecht aus.
Unsere Industrie ist nicht halb so blöd wie immer gesagt wird.
Die schauen sich nur gut an welche Konzepte woanders funktionieren und 
wann der Markt reif dafür ist mit guten Margen einzusteigen.

Das Problem ist, das wir durch unsere hohen Standards natürlich die Lohn 
+ Lohnnebenkosten, Energiepreise, Entsorgungskosten und eigentlich so 
ziemlich alles in die Höhe getrieben haben, was im Endeffekt den 
Produktpreis ausmacht.
Dazu sind wie relativ schwach aufgestellt was Rohstoffe angeht.
Wir sind ein klassischen Rohstoffveredelungsland, das die Rohstoffe aber 
zum großen Teil importieren muss.
Unsere Bevölkerungsdichte ist hoch und daher funktionieren viele 
Konzepte nicht, die in anderen Ländern funktionieren.
Da wir Rohstoffe kaufen müssen, könne wir den Euro nicht abwerten.
Das müssten wir aber um unsere Produkte für nicht Euro Länder 
attraktiver zu machen.
Im Gegensatz zu China.
Die haben massig Rohstoffe und eine Bevölkerung die zum größten Teil 
sehr patriotisch ist und begeistert von dem brachialen Wachstum der 
Wohlstand bringt. Meckert doch mal jemand ist der auch schnell weg.
Hier hier nicht vorstellbar.

Der Halbleitersektor z.B. braucht billige Energie.
Die Stahlindustrie auch, aber es ist ein riesen Unterscheid ob ich einen 
Prozessor mit wenigen Gramm Gewicht aber einem VK von >200€ durch die 
Gegend transportiere, oder einen Stahlträger von mehreren Tonnen Gewicht 
und einer verschwindent geringen Marge.
Daher gibt es noch viel metalverarbeitende Industrie, aber nur sehr 
wenig Halbleiterfertigung in DE.
Diese Schieflage löst auch so schnell keiner auf, denn wenn wir 
energieintensive Betriebe von der EEG Umlage befreien gehen die 
Gesinnungsgretas hier doch sofort auf die Barrikaden.

Zeitgleich belohnen wir Nichtarbeit.
Ich kann ehrlich gesagt die alleinerziehende Mutter verstehen die nicht 
arbeiten geht. Solange sie das nicht tut, wird ihr alles bezahlt, inkl. 
des Kinderhortes.
Nimmt die einen Job an, bleibt am Ende des Tages fast nichts über. Das 
gleiche mit vielen Jobs für gering qualifizierte.
Das Gegenteil von 'gut' ist eben oft 'gut gemeint' und so war es ein 
riesen Fehler das Anrecht auf Kinderbetreuung unabhängig vom Jobstatus 
zu verankern.
Die Mütter sitzen jetzt immer noch Zuhause, weil sich Arbeit nicht lohnt 
für sie, aber im Gegenzug sind die Kosten für den Staat enorm gestiegen 
und er weiß nicht wo er all die Betreuer herbekommen soll.

Wenn ich einen relativ schlecht bezahlten Job hätte und davon Miete, 
Strom, Wasser, Wärme, Auto um zum Job zu kommen und alles andere selbst 
bezahlte hätte, was einem H4er alles bezahlt wird, bliebe mir auch nicht 
mehr als wenn ich gleich Zuhause bleibe und H4 TV schaue.
Das Verrückze ist, das wir ein Heer an Menschen dafür bezahlen nicht zu 
Arbeiten, während wir im Ausland aktiv nach Altenpflegern und 
Kinderbetreuern schauen müssen.
Also Jobs, die früher von der nicht mitarbeitenden Hausfrau ohne jede 
Ausbildung miterledigt wurde.
(Nein, ich bin nicht der Meinung das Frauen an den Herd gehören)

Fachkräfte fehlen überall.
Eine Katastrophe für ein Land das zu teuer für den Billiglohnsektor ist 
und von hochqualifizierten Arbeitnehmern und modernen Maschinenparks 
lebt.
Aber selbstverschuldet, weil wir ja zwanghaft der meinung sind, das wir 
alle gleich wertvoll sind und um Gottes Willen bloß keine Eliten fördern 
wollen. Alles wird gleich gemacht, also auf den kleinsten gemeinsamen 
Nenner gebracht. Statt Kinder und Jugentliche zu fördern die einfach den 
Drive haben Wissen in sich hineinzuschaufeln und später zur 
hochqualifizierten Fachkraft zu werden, während andere gerade mal Ihren 
Namen in den Schnee pinkeln können, tanzen wir unseren Namen und finden 
soziale Kompetenz so viel wichtiger als Naturwissenschaften.
Wenn ich sehe was ein Maschinenbediener verdient, der Knöpfe nach 
anweisung drückt und was ein Ingenieur, der diese Maschinen baut, gibt 
es doch keinen großen finanziellen Anreiz was aus seinem leben zu 
machen.
In Amerika werden Reiche bewundert. Hier werden sie gehasst.
Auf alles zu scheissen und vom Staat zu leben ist chik.
Viele Jahre die Schulbank zu drücken und sich dann 40Std/Woche in einem 
arbeitsverdichteten Umfeld aufreiben zu lassen gilt als dumm.
Wagt jemand den Schritt in die Selbsständigkeit, ist er ein Ausbeuter, 
wenn er Erfolg hat und ein Idiot dem es recht geschieht, wenn er 
scheitert.
Ohnehin ist Scheitern hier ein Stigma, statt wie in USA zu erkennen, das 
ich da jemanden vor mir habe der aus eigener Erfahrung gelernt hat wie 
man es nicht machen sollte und mit diesem Wissen im zweiten oder dritten 
Anlauf Großes erreichen könnte.
So schaffe ich mir keine Fachkräfte.

Jetzt möchte ich aber mal die kochende Volksseele sehen, wenn ein 
Politiker auf die Idee kommt, diese Mißstände zu bennen und abzustellen.
Das würde nämlich heißen H4 noch viel unattraktiver zu machen, weil der 
Mindestlohn nicht weiter erhöht werden kann ohne noch mehr Arbeitsplätze 
zu vernichten.
Er kann die Steuern nicht erhöhen, die Förderung der Erneuerbaren nicht 
verringern, die energieintensiven Betriebe nicht entlasten, den 
Strompreis nicht erhöhen, muss billigen Atom und Kohlestrom abschalten 
aber darf sich auch nicht weiter verschulden.
Die Schleife ist perfekt geschlossen und das liegt nicht an der Politik, 
sondern an dem Bürger, der allen haben will und nicht verstehen kann und 
will, das er damit jede notwendige Entscheidung blockiert.
Wir sind zu einem nöligen Protestvolk geworden, das ständig glaubt uns 
ginge es furchtbar schlecht, weil es das Ausland nur aus der Sicht des 
Pauschaltouristen sieht und keinen Plan von Weltwirtschaft und globalen 
Wirtschaftsproblemen hat.

Wir sind es die alles blockieren und mit unserem Konsum die Umwelt 
vernichten.
Nicht die böse Industrie oder die korrupten Politiker.
Die machen nur was wir ihnen aufzwingen.

Autor: Axel L. (axel_5)
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Michael K. schrieb:
> svensson schrieb im Beitrag #5984979:
>> Mein Eindruck ist, daß in diesem Land
>> nicht mehr viel klappt
>
> Den Eindruck habe ich nicht.
> Wir folgen nicht willenlos jeder neuen Sau die gerade durch Dorf
> getrieben wird, aber was Hochtechnologie angeht sieht das bei uns
> garnicht schlecht aus.
> Unsere Industrie ist nicht halb so blöd wie immer gesagt wird.
> Die schauen sich nur gut an welche Konzepte woanders funktionieren und
> wann der Markt reif dafür ist mit guten Margen einzusteigen.
>
Das ist quatsch, mit Me-Too Produkten hat man keine guten Margen. Denn 
bei dem, was funktioniert, sind schon alle möglichen anderen dabei, nur 
billiger.

> Das Problem ist, das wir durch unsere hohen Standards natürlich die Lohn
> + Lohnnebenkosten, Energiepreise, Entsorgungskosten und eigentlich so
> ziemlich alles in die Höhe getrieben haben, was im Endeffekt den
> Produktpreis ausmacht.
Eben, mit den Rahmebedingungen gibt es bei Me-Too Produkten keine gute 
Marge.

> Dazu sind wie relativ schwach aufgestellt was Rohstoffe angeht.
> Wir sind ein klassischen Rohstoffveredelungsland, das die Rohstoffe aber
> zum großen Teil importieren muss.
> Unsere Bevölkerungsdichte ist hoch und daher funktionieren viele
> Konzepte nicht, die in anderen Ländern funktionieren.
> Da wir Rohstoffe kaufen müssen, könne wir den Euro nicht abwerten.
> Das müssten wir aber um unsere Produkte für nicht Euro Länder
> attraktiver zu machen.
Wie tief soll der Euro denn noch gehen ? Der fällt seit 10 Jahren.


> Der Halbleitersektor z.B. braucht billige Energie.
> Die Stahlindustrie auch, aber es ist ein riesen Unterscheid ob ich einen
> Prozessor mit wenigen Gramm Gewicht aber einem VK von >200€ durch die
> Gegend transportiere, oder einen Stahlträger von mehreren Tonnen Gewicht
> und einer verschwindent geringen Marge.
> Daher gibt es noch viel metalverarbeitende Industrie, aber nur sehr
> wenig Halbleiterfertigung in DE.
> Diese Schieflage löst auch so schnell keiner auf, denn wenn wir
> energieintensive Betriebe von der EEG Umlage befreien gehen die
> Gesinnungsgretas hier doch sofort auf die Barrikaden.

Gerade bei Halbleitern ist der Energieaufwand bezogen auf den Endpreis 
im Vergleich zu Stahl wesentlich niedriger. Deine Theorie ist also 
Quatsch.


> In Amerika werden Reiche bewundert. Hier werden sie gehasst.
Nö. Nur solche, die das nicht selbst verdient haben. Aber ich habe noch 
nicht gehört, dass man z. B. die SAP Gründer hassen würde.

> Die Schleife ist perfekt geschlossen und das liegt nicht an der Politik,
> sondern an dem Bürger, der allen haben will und nicht verstehen kann und
> will, das er damit jede notwendige Entscheidung blockiert.
Da ist was dran. Die Politiker haben sich ihren Vollkaskobürger 
hinerzogen.


Gruß
Axel

Autor: tk (Gast)
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Ben schrieb:

Schon klar worauf du hinaus willst


> Modellrechnung über 200.000km Fahrstrecke
> - Benziner mit 7l/100km Verbrauch = 32t  CO2
> - Diesel       5,5 l              = 29t  CO2
> - Elektro bei 14 KWh              = 14t  CO2 (Basis hier: Strommix
> 2017).
> - Elektro            mit Ökostrom = 1,4t CO2
>
> Und wenn du der Auffassung bist, das ein Elektroauto zur erhöhten
> Umweltverschmutzung beiträgt, empfehle ich dir, dich mal über den


Deine Zahlen stimmen dennoch vorne und hinten nicht.

Schon ein Fahradfahren über 200tkm verursacht ca. 4,2t CO2 gegenüber dem 
Füße stillhalten*. Die 200tkm sind ein wenig hoch für 
Durschnittsleistung privater PKW aber erstmal egal. Konventionell liegen 
die Herstellungskosten bei ca 5-6t/1000Kg, also ca 20%. die brauchbaren 
e-autos bestehen auch aus Blech haben Sicherheitsglas,  Airbags, laufen 
auf Reifen etc. Die einen haben Platin im Kat die anderen Lithium oder 
Kobolde ;) in der Batt. das wird sich ausser bei besonderen 
Leichtbaufzg. nicht viel schenken. Wenn einer nur 5tkm/a fährt darf er 
2,3 evtl mal den Akkusatz erneuern falls das Fzg. lange gehalten wird. 
Und um den Akkusastz zu bezahlen darf man dann wochenlang zur Arbeit 
fahren ausser nat. man spekuliert auf erneuerbare... ich sags nicht.

*
https://ecf.com/sites/ecf.com/files/ECF_CO2_WEB.pdf

E-mobile kommen darin aber leider noch nicht vor,
dennoch lesenswert, wenn schon Hosen runter dann mal alle :)
Fahrrad vs. Auto vs. Bus Stand 2011

Autor: Deutschland hat sich verhoben (Gast)
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Die Bewährungsprobe für Deutschland und Euro kommt 2020 und da es wohl 
diesmal länger als bei der heftigen, aber kurzen Erkältung 2009 dauern 
wird,  auch noch 2021 plus die strukturellen Probleme.
Viele Hausbanken dürfte es durch die platzenden Immobilienkredite 
ebenfalls zerlegen bzw. die Druckerpresse zum letzten Gefecht in den 
Begrenzer hochdrehen.

Autor: Ben (Gast)
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tk schrieb:
> Deine Zahlen stimmen dennoch vorne und hinten nicht.
>
> Schon ein Fahradfahren über 200tkm verursacht ca. 4,2t CO2 gegenüber dem
> Füße stillhalten

Welche Zahlen/ Angaben stimmen vom Artikel nicht?oder sind es nur 
Vermutungen..Behauptungen


Der Mensch als "Verbrenber" beim Fahrradfahren..geht's noch? fehlt nur 
nur dass du jetzt Sam Boyle zitierst und den Diesel zum Luftreiniger 
hervorhebst. Mensch als Verbrenber im Fitnesstudio beim Jogging etc. 
schön von Thema ablenken..ach und Kühe pupsen auch. Wir Lebewesen 
erzeugen vermutlich auch schon aus Prinzip die gefährlichsten und 
giftigesten, unnachhaltigen Emissionen. Wo führt das hin? Richtig, 
Fleisch vom Labor, vermutlich bald super billig in der Herstellung, CO2 
Bilanz gut, und super teuer im Verkauf. Nee, halte mal Menschen, also 
Fahrradfahrer und Kühe aus dem Spiel. Weder die Ököraudis noch Blaupilze 
bringen uns da voran. Mobilität und Essen soll bezahlbar und sauber 
sein. Beide extreme Ansichten verfolgen eigene Ziele, die entweder der 
"Atomindustrie" oder der "Hipsterszene "dienen. Kein Platz für Normalos?

Beitrag #5985340 wurde von einem Moderator gelöscht.
Autor: Etechniker (Gast)
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Beitrag #5985376 wurde von einem Moderator gelöscht.
Autor: tk (Gast)
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Ben schrieb:


> Welche Zahlen/ Angaben stimmen vom Artikel nicht?oder sind es nur
> Vermutungen..Behauptungen
>
>
> Der Mensch als "Verbrenber" beim Fahrradfahren..geht's noch?

Aber sicher,


Fährt das von alleine? Jmd. der z.B. 200tkm mit dem Rad fährt erzeugt 
nunmal diese ~4,2t CO2 mehr als derjenige der nur auf die andere 
Straßenseite zur Arbeit läuft und dein e-mobil liegt nunmal nicht bei 
1,4 sondern bei ~6 bis ... ? Und nicht unwahrscheinlich um so mehr je 
seltener es benutzt wird die anderen Zahlen sind ebenfalls falsch und zu 
niedrig. Ausserdem da der Zweck der Aktion die Überwindung ein Distanz 
ist gibt man die Kosten gewöhnlich auch pro Streckeneiheit an. Da spielt 
aber auch noch Nutzungsdauer hinein willst du die 200tkm in einem oder 
in zwanzig Jahren zurücklegen

CO2 pro Passagier km

Beim selber treten    ~ 21g
Pedelec entlastet     ~ 22g
...
Bus                   ~ 100g
konventionell         ~ 270g   (Berechnungen in 2011)


e-auto               ~ irgendo zwischendrin

inkl. Herstellung, Betrieb, evt. recycling
habs aber jetzt nicht nochmal gelesen



das was du nicht an Körperlicher arbeit leistest nimmt die Maschine ab 
eben zu ihrem Preis.

Autor: Contianer (Gast)
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Arbeite bei Conti, wir stellen nach wie vor massenweise ein.
Man muss eben am richtigen Standort sitzen und das "Richtige" 
entwickeln, wie z.B. Steuergerät für autonomes Fahren...

Autor: Michael K. (Gast)
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Deutschland hat sich verhoben schrieb:
> Die Bewährungsprobe für Deutschland und Euro kommt 2020 und da es wohl
> diesmal länger als bei der heftigen, aber kurzen Erkältung 2009 dauern

Spanne den Bogen mal ein wenig weiter.
das ist kein deutsches Problem, es ist ein globales.
Uns geht es noch ganz schön gut, weil in DE eben nicht nur Idioten an 
der Macht sind, wie viel uns ständig weismachen wollen.

DE ist so stabil, das Investoren uns Geld bezahlt haben, damit sie Ihr 
Geld in unseren Staatsanleihen parken dürfen, wärend andere europäische 
Länder aufgrund ihrer vollkommen desolaten Situation vom Kapitalmarkt 
abgeschnitten waren.

Mit der Bankenrettung haben wir uns alle Zeit erkauft.
Nicht ein Problem wurde gelöst seit dem und es ist vielen Ländern 
vollkommen klar das es ausgeschlossen ist Ihre Schulden jemals 
zurückzahlen zu können.
Die Weltweite Geldmenge, die wir vom Ende WW2 bis 2009 aufgebaut haben 
und die letztlich zum Crash geführt hat, haben wir seit dem verdoppelt.
Wir müssen negativ Zinsen einführen, weil zwar jede Menge billiges Geld 
da ist, aber trotzdem die Wirtschaft nicht investiert, weil es keinen 
Markt für weiteres Wachstum mehr gibt.
Im Gegenteil, die weltweite Produktivität ist viel zu hoch.
Selbst auf Pump für Minizinsen kaufen die Leute nicht mehr.

In der nächten Krise können sie dann Ihren Schuldendienst nicht mehr 
bezahlen, keine neuen Kredite mehr aufnehmen und auch keine Löhne und 
Renten mehr bezahlen.
Spanien konnte teilweise die Feuerwehrleute nicht mehr bezahlen.
Polizisten gingen Streife weil kein Geld für Sprit da war.
Griechenland konnte keine Medikamente mehr kaufen.

Spanien, Italien, Portugal, Frankreich haben alle erheblich größere 
Probleme als wir. Wer es schafft in so eine katastrophalen Situation 
weniger zu verlieren als alle anderen kann nicht alles falsch gemacht 
haben.

Und da reden wir über die wohlhabenen Länder im Kern der EU.
Was in der Peripherie los ist sehen wor doch seit Jahren durch die 
überall aufflammenden Konflikte und die daraus resultierenden 
Flüchtlingsströme.

Das muss man sich mal vorstellen:
Da werfen alle Länder auf Teufel komm raus die Druckerpresse an und 
drücken faktisch über äussert kreative Konstruktionen gigantische Mengen 
Geld in den Markt und in der gleichen Zeit verlieren deren Bürger Stück 
für Stück ihren Wohlstand. Eigentlich müssten die Börsen geradezu 
explodieren bei so viel billigem Geld, aber statt dessen haben sich sich 
gerade mal etwas erholt und verlieren schon wieder.
Das einzige was zuverlässig steigt sind Werte die als Krisensicher 
empfunden werden.
Gold und Immobilen. Selbst Rohstoffe werden nicht in dem Maße gebraucht, 
weil es ja kein ausreichendes Wachstum gibt um die auch zu verbrauchen.

Warum zoffen sich USA und China?
Weil beide nicht klein beigeben können.
China braucht das Wachstum um die Menschen aus der Landwitschaft zu 
bekommen, die so viele nicht mehr beschäftigen kann.
Schaffen sie das nicht, droht eine Revolte, denn die Chinesen sind die 
größten Kapitalisten und lieben Luxus.
Die halten nur still, weil die Komunistische Partei ihnen Wohlstand 
bring.

USA geht das Geld aus also versuchen sie Ihren Markt dichtzunageln und 
der ganzen Welt zu zeigen das sie so stark sind, das mal bloß keiner 
versuchen soll ihnen blöd zu kommen wenn sie die Insolvenz hinlegen um 
sich zu entschulden.
Daher müssen die Betrieb zurück in die USA, denn der weltweite Handel 
ist dann tot und jeder muss von dem leben was er im eigenen Land 
produziert.

Bricht auch nur ein großer Marktteilnehmer weg und setzt seine Schulden 
auf Null, kippt sofort der nächste dessen imaginären Kreditgeberwerte 
sich gerade in Luft aufgelöst haben und seine Kreditwürdigkeit 
vernichtet haben.
Niemand gibt dann irgendwem noch irgendwas auf ein Zahlungsversprechen 
hin.
Das ist dann das Ende des Wirtschaftssystems wie wir es kennen.
Das gabs aber schon mehrfach in der Weltgeschicht, nur noch nicht in 
diesem Maßstab und niemals war der Fall so tief.
Wir alle fangen dann neu an, nur die Übergangsphase wird ziemlich 
bitter.

Der Schuldendienst frisst bei den meisten Ländern die spärlichen 
Einnahmen auf und wie bei jedem Schneeball System müssen neue Schulden 
gemacht werden um die Zinsen der alten Schulden zu bezahlen.
Das ist weltweit so und niemand weiß wie wir rauskommen sollen aus der 
Nummer, ohne das unsere moderen Gesellschaft dabei zusammenbricht.
Denn diese Gesellschaft ist auf maßlosen Konsum, ständiges 
Wirtschaftswachstum und eine wachsende Bevölkerung aufgebaut.
Nur das die Zahl der über 60 Jährigen größer geworden ist als die Zahl 
der unter 5 jährigen und zugleich die Lebenserwartung drastisch 
gestiegen ist, das Renteneintrittsalter aber nicht.
Alles schon ganz lange nicht mehr bezahlbar und auf Pump finanziert.

Bevor jetzt wieder die Aluhut Wutbürger 'Merkel muss weg' skandieren:
Das machen die für Euch, oder wollt Ihr Euren Lebensstandard halbieren 
und an vermeidbaren Krankheiten früh sterben, weil das gut für das 
funktionieren der Gesellschaft wäre?

Wir wollten den Wohlstand und der Kapitalismus hat uns den gebracht.
Der Kapitalismus verteilt aber Geld um, von denen die wenig habe zu 
denen die mehr haben. Geht das lang genug haben wenige fast alles und 
alle anderen fast nichts.
Ständiges Wachstum schafft ständig neue Werte, die dann langsam wieder 
umverteilt werden.
Bleibt das Wachstum aus, geht die Party vorbei und das erleben wir 
gerade.
Da kann der beste Politiker der Welt nichts dran ändern.

Autor: Georg A. (georga)
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Michael K. schrieb im Beitrag #5984575:
> Natürlich muss man was tun, aber dazu brauche ich keine pupertierende 16
> jährige Rotzgöre die mit der wütendenden Arroganz einer pupertierenden
> 16 jährigen Rotzgöre Erwachsene niederheult, weil Ihr
> Gesammtzusammenhänge nicht in die Birne wollen.

Der Postillion: "12 Gründe, warum wir Greta Thunberg hassen"

https://www.der-postillon.com/2019/09/gruende-hass-greta.html

Autor: 3D-Druck (Gast)
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Georg A. schrieb:
> Michael K. schrieb:
>> Natürlich muss man was tun, aber dazu brauche ich keine pupertierende 16
>> jährige Rotzgöre die mit der wütendenden Arroganz einer pupertierenden
>> 16 jährigen Rotzgöre Erwachsene niederheult, weil Ihr
>> Gesammtzusammenhänge nicht in die Birne wollen.
>
> Der Postillion: "12 Gründe, warum wir Greta Thunberg hassen"
>
> https://www.der-postillon.com/2019/09/gruende-hass-greta.html

Passender Beitrag zu Punkt 8 von Norbert Hofer, der heute in einer 
Wahlkampfsendung folgendes von sich gab (zufällig im Phoenix 
mitverfolgt):

"Klimanotstand .. was kommt als nächstes .. das Klima Kriegsrecht .. und 
dann ham mer dann eine Zöpferldiktatur mit der Frau Thunberg die dann 
das Parlament auflöst .."

"Zöpferldiktatur"

:-)

Autor: Iro (Gast)
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Etechniker schrieb im Beitrag #5985376:
> Taten sie bei der Flüchtlingsaufnahme nicht und werden sie bei der
> Klimapolitik auch nicht machen.

Hier wird Deutschland aber auch nie und nie vorangehen, wir sind späte 
Nachzügler.

Großbritannien z. B. hat mit einer CO2-Steuer den Ausstoß um 40% 
reduziert und den Anteil von Kohle am Strommix auf 6% (!) seit 1990. Das 
wird Deutschland nie mehr einholen.

Autor: NurMut (Gast)
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Iro schrieb:
> Großbritannien z. B.

Schau dir mal an wie hoch der Anteil der Waldfläche zur Landesflächs in 
UK ist, bevor du die Briten lobst: 
https://de.m.wikipedia.org/wiki/Liste_der_L%C3%A4nder_nach_Waldfl%C3%A4che

Beitrag #5986148 wurde von einem Moderator gelöscht.
Beitrag #5986163 wurde von einem Moderator gelöscht.
Beitrag #5986166 wurde von einem Moderator gelöscht.
Beitrag #5986190 wurde von einem Moderator gelöscht.
Dieser Beitrag ist gesperrt und kann nicht beantwortet werden.