Das Modul stellt einen mit 1GHz getakteten ARM Cortex-A5, 256MB Arbeitsspeicher und 500MB Flash zur Verfügung. Dabei kann der Speicher über eine microSD-Karte erweitert werden, Kompatibilität zu Ubuntu, Debian und Android werden ebenfalls zugesichert. Die Platine bietet WLAN, Bluetooth und darüber hinaus die Möglichkeit, eine Sim-Karte für den Mobilfunkbetrieb einzusetzen. Hier werden GSM, GPRS und EDGE unterstützt.
Weiter können an den Orange Pi 2G-IoT je ein LCD und ein Kameramodul an die dafür vorgesehenen Konnektoren angeschlossen werden. Auf Schnittstellen wie HDMI oder DisplayPort wird dafür verzichtet. Das 68*42mm große Modul ist bei AliExpress im Shop des Herstellers verfügbar.
narko schrieb:> Toll ein 2G Wlan Router
Für übliches IoT reicht das doch. Wirklich viele Daten sind da
normalerweise nicht zu übertragen. Meist geht es ja nur um Messwerte
oder um kleinere Steuerungsaufgaben.
Ich finde die Idee (zu dem Preis) genial.
Die Idee zu dem Preis ist genial,
das Problem ist, dass das 2G Netz abgeschaltet wird bzw. in manchen
Gebieten bereits abgeschaltet ist.
Von der Netzperformance her würde das 2G Netz absolut ausreichen und das
Board wäre der echte Hammer.
Aber die Tatsache, dass das 2G Netz - mit dem sogar im Produktnamen
geworben wird - bald Geschichte ist bedeutet einfach, dass eines der
Hauptargumente bereits obsolet ist.
Wahrscheinlich wird es so aussehen, dass wie bei vielen solcher Boards
die Softwareunterstützung und die Doku eher mangelhaft sein wird.
Falls aber die SoC Doku verfügbar wäre und man mit dem Basebandprozessor
seine eigenen Ideen im ISM Band implementieren könnte wäre das ding ein
9,90$ SDR.
Und das würde es auch noch in 5 Jahren ein Knaller sein lassen.
Dennis R. schrieb:> das Problem ist, dass das 2G Netz abgeschaltet wird bzw. in manchen> Gebieten bereits abgeschaltet ist.
Oder umgekehrt vielleicht das 3G Netz vor dem 2G Netz abgeschaltet wird,
weil zu viele Automaten am 2G hängen.
Da muss man sich eben dran gewöhnen. Die Waschmaschine hielt früher 20
Jahre, heute 10, künftig nur noch 2, weils dann kein Update vom
eingebauten IoT mehr gibt und du wahlweise keine Verbindung mehr kriegst
oder die Waschmaschine spätestens nach 15 Minuten im Netz zur
Dreckschleuder wird, mit Spam, Trojanern und DoS um sich werfend.
Dennis R. schrieb:> Die Idee zu dem Preis ist genial,> das Problem ist, dass das 2G Netz abgeschaltet wird bzw. in manchen> Gebieten bereits abgeschaltet ist.
Das halte ich in Deutschland für unwahrscheinlich.
Erstens weil man dazu erstmal 3G oder 4G in den ländlichen Gegenden
kräftig ausbauen müsste (teuer)
Zweitens weil ein erheblicher Teil der indoor-Versorgung nur mit 2G
arbeitet.
Drittens weil viel zu viele M2M-Anwendungen über 2G laufen. Das Geschäft
will sich keiner entgehen lassen. Wütende Gewerbe- und Großkunden will
(in dem Bereich) auch keiner.
Und viertens weil die neueren Basisstationen mittels SDR 2G und 3G oder
2G und 4G auf dem gleichen Frequenzband ohne zusätzliche Hardware
bereitstellen können.
Kaj schrieb:> USA zum Jahreswechsel auf GSM verzichtet
In den USA war GSM nie die lingua franca des Mobilfunks wie in D. Wenn
es früher keinen Standard für alle gab, sondern jeder Provider machte
was er wollte, dann ist der Abbau jedes einzelnen Verfahrens leichter.
> Die Deutsche Telekom und die UMTS-Abschaltung
Eben. UMTS ist 3G. Gut möglich, dass in D 3G vor 2G völlig verschwindet.
Rückbau von 2G muss nicht gleich den vollständigen Abschied bedeuten.
Für weniger Verbindungen braucht man u.U. nicht so viel Spektrum.
Schreiber schrieb:> Das halte ich in Deutschland für unwahrscheinlich.> Erstens weil man dazu erstmal 3G oder 4G in den ländlichen Gegenden> kräftig ausbauen müsste (teuer)
So siehts aus. Hier aufm Dorf gibts bloß Edge (für Prepaid-Kunden) oder
LTE (für Vertragskunden). Und ich sehe nicht, daß sich das in näherer
Zukunft ändert. Oder weiß vielleicht jemand, ob LTE für Prepaid
verfügbar ist?
Dorfkind schrieb:> Oder weiß vielleicht jemand, ob LTE für Prepaid> verfügbar ist?
Jup, bei der Telekom. Funktioniert sogar EU-weit mit dem gleichen Paket,
das man in Deutschland gebucht hat. Unlängst in Italien raus aus dem
Flieger, Flugmodus am Handy abgeschaltet und alles lief wie daheim,
inklusive Flatrate ins eigene Netz.
Die Frage ist halt, ob an Deinem Standort LTE des entsprechenden
Betreibers verfügbar ist.
Als Datentarif kann ich Netzclub (dauerhaft kostenfrei) oder Congstar
(hier muss man alle paar Monate zwangsaufladen) empfehlen, da bekommt
man für 0€/Monat einen auf ca. 32kbit/s begrenzten Datentarif, das
sollte für dieses Teil aber alle mal ausreichen.
Kann man so ein Teil eigentlich auch in einen stromsparenden Sleep-Mode
versetzen, wie viel Strom braucht das Gerät dann minimal und wie lange
dauert das Aufwachen ?
Würde mich auch für den Raspberry Pi Zero W interssieren.
ArduStemmi schrieb:> Kann ich das über AVRISP mkII bespielen?
Wieso? Sieht das wie ein AVR aus?
Das ist ein Kleincomputer mit einer SD-Karte auf der ein Linux oder
Android läuft.