Hallo,
es geht darum, zwei Motoren an Akkus zu betreiben.
Da ein Bleiakku platztechnisch wohl nicht möglich ist, wollte ich
normale AA Akkus verwenden. Diese habe jedoch das Problem, dass sie
offensichtlich die Akkus mit ihrem Startstrom überfordern.
Meine Messung an 6 x 1.2V mit einem 10R Widerstand hat ergeben, dass
diese Akkus offensichtlich nur max. 450mA liefern. Der benötigte
Anlaufstrom liegt aber bei >2A.
Die Motoren selbst starten überhaupt erst bei 5V, weswegen auch
Sanftanlauf vermutlich nicht soweit möglich ist, dass die Motoren mit
450mA auskommen.
Habt ihr noch Ideen, wie ich die Motoren sonst betreiben kann?
Würden 3.7V LiIon Akkus genug Strom liefern?
Gibt es die auch im AA Format oder nur in 18650?
Einziger Nachteil bei denen wäre eben, dass die nicht ganz billig sind.
Die Anforderungen an die Spannungsquelle sind eigentlich nur:
11-12V
min. 2A
min. 2(-3)Ah
preislich nicht allzu teuer (max. 25€ für Ladegerät + Akkus mit obigen
Anforderungen; bei LiIon-Akkus also der Preis für 3 Akkus)
Ist das realistisch oder sind das einfach zu hohe Anforderungen?
Danke!
Fleiner schrieb:> Diese habe jedoch das Problem, dass sie> offensichtlich die Akkus mit ihrem Startstrom überfordern.> Meine Messung an 6 x 1.2V mit einem 10R Widerstand hat ergeben, dass> diese Akkus offensichtlich nur max. 450mA liefern. Der benötigte> Anlaufstrom liegt aber bei >2A.
komisch in jedem neueren Canon Blitz schaffen 4 Mignon AA die 48Ws in 6
Sekunden reinzupumpen.
Mal rechnen
48Ws / 6s = 8W
4 x 1,2V = 4,8V
8W / 4,8V = 1,666A
und ich weiss mit guten Kontakten kann man locker >1C (mehr als 2A) aus
den AA saugen, dann aber keine Stunde
Ich bin soeben noch einmal zwei Akkus durchgegangen, diese scheinen zu
limitieren. Die geben nämlich irgendwie nur 300mA.
Ich tippe darauf, dass die relativ alt sind, alle anderen sind >2013,
darauf kann ich aber auch leider kein Datum finden.
Joachim B. schrieb:> Fleiner schrieb:>> Da ein Bleiakku platztechnisch wohl nicht möglich ist,>> Einspruch>> klein> https://www.hobbydirekt.de/Graupner/Akkus/Bleiakku...>> Spannung [V]: 2 V> Gewicht [g]: 310 g> Kapazität [mAh]: 4500 mAh> Abmessungen [LxBxH in mm]: 100 x 45 x 25 mm>> 6V> Ebay-Artikel Nr. 301935049746> Technische Daten:> Nennkapazität 1,3 Ah> Nennspannung 6 Volt> Gewicht 0,3 kg> Länge 96 mm> Breite 24 mm> Höhe 51 mm
Naja, das sind auch 10cm in der Länge. Von dem ersten bräuchte ich dann
noch 5 weitere und von dem zweiten auch noch einen dazu, um auf 11-12V
zu kommen.
Außerdem ist auch das Gewicht problematisch. Die Größe könnte ich
(vllt.) noch irgendwie unterbringen - wohlbemerkt einen davon. Aber beim
Gewicht sollten es nicht über 700-800g sein. Und da wird es mit 2Ah+ und
12V schon enger.
Fleiner schrieb:> Naja, das sind auch 10cm in der Länge. Von dem ersten bräuchte ich dann> noch 5 weitere und von dem zweiten auch noch einen dazu, um auf 11-12V> zu kommen.
Das Problem bei den 18650 ist aber das 3 Zellen am Anfang die gewünschte
Spannung liefern, aber eben nur am Anfang. Die 11 Volt werden schnell
unterschritten. 4 davon hätten aber das Problem das die Spannung zu hoch
ist.
10 AA Zellen wollen vernünftig kontaktiert werden.
Fleiner schrieb:> Naja, das sind auch 10cm in der Länge. Von dem ersten bräuchte ich dann> noch 5 weitere und von dem zweiten auch noch einen dazu, um auf 11-12V> zu kommen.
Dann brauchst Du aber auch 10 Mignons für 12V.
> Außerdem ist auch das Gewicht problematisch.
Bleiakkus sind natürlich immer schwerer, platzmäßig dürfte der
Unterschied aber nicht allzugross sein. Bleiakkus haben meist
einen geringeren Innenwiderstand als Ni oder Li, falls das
der limitierende Faktor ist.
Jörg R. schrieb:> Fleiner schrieb:>> Naja, das sind auch 10cm in der Länge. Von dem ersten bräuchte ich dann>> noch 5 weitere und von dem zweiten auch noch einen dazu, um auf 11-12V>> zu kommen.>> Das Problem bei den 18650 ist aber das 3 Zellen am Anfang die gewünschte> Spannung liefern, aber eben nur am Anfang. Die 11 Volt werden schnell> unterschritten. 4 davon hätten aber das Problem das die Spannung zu hoch> ist.>> 10 AA Zellen wollen vernünftig kontaktiert werden.
Gäbe es denn einen Bleiakku mit meinen Anforderungen? Wenn nicht, müsste
ich mir auch nicht die Mühe machen, noch einmal das komplette Design neu
aufzustellen.
Jetzt klappt es auch. Irgendwie waren das echt zwei Akkus, die da
limitiert haben. Nachdem ich die ersetzt habe, läuft alles problemlos an
und danach mit konstanten 0.5-0.6A weiter.
Würdest du mir denn dann die AA Akkus empfehlen, Bleiakku, 4 LiIon-Akkus
mit Spannungsregulator oder 3 LiIon-Akkus? Die Spannung darf sonst auch
auf 10V abfallen. Tiefer allerdings nicht. Dann muss ich die halt
entsprechend früh wieder aufladen.
Harald W. schrieb:> Fleiner schrieb:>>> Naja, das sind auch 10cm in der Länge. Von dem ersten bräuchte ich dann>> noch 5 weitere und von dem zweiten auch noch einen dazu, um auf 11-12V>> zu kommen.>> Dann brauchst Du aber auch 10 Mignons für 12V.
Ja, ich sagte ja, dass das jetzt nur ein Probedurchlauf war, ob die
Akkus überhaupt genug Strom liefern.
Real würde die Spannung nicht ausreichen. Da würden dann 10 AAs zum
Einsatz kommen.
>> Außerdem ist auch das Gewicht problematisch.>> Bleiakkus sind natürlich immer schwerer, platzmäßig dürfte der> Unterschied aber nicht allzugross sein. Bleiakkus haben meist> einen geringeren Innenwiderstand als Ni oder Li, falls das> der limitierende Faktor ist.
Mit den anderen Akkus, die nicht so alt sind, erreiche ich bis zu 1.5A.
Eigentlich reicht das nicht, um den Anlaufstrom zu decken. Aber es
genügt offensichtlich. 2A wären aber wohl besser.
Wie gesagt, 700g wären noch in Ordnung. Gibt es Bleiakkus mit der Größe,
dem Gewicht, der Spannung und der Kapazität?
Stefan U. schrieb:>> Eigentlich reicht das nicht, um den Anlaufstrom zu decken.>> Aber es genügt offensichtlich.>> Das heißt auf deutsch was?
Dass die Motoren gerne mehr Strom hätten, aber nicht mehr bekommen
können. Trotzdem geben sie sich damit aber zufrieden und laufen an
(vermutlich langsamer als mit mehr Strom, für das menschliche Auge aber
nicht bemerkbar).
Stefan U. schrieb:> Damit würde ich mich nicht zufrieden geben. Denn wenn die Akkus> altern,> steigt wahrscheinlich ihr Innenwiderstand weiter an.
Deswegen frage ich ja auch nach Alternativen.
Ich habe noch einmal gesucht, ein Bleiakku mit 2Ah wiegt üblicherweise
0.9-1kg und das ist vermutlich dann doch ein wenig zu schwer.
Oder kennt noch jemand besonders leichtgewichtige Bleiakkus?
Ansonsten werde ich mir wohl einfach LiIon-Akkus besorgen. Habt ihr da
Empfehlungen oder noch irgendwelche Tipps?
Fleiner schrieb:> Ich habe noch einmal gesucht, ein Bleiakku mit 2Ah wiegt üblicherweise> 0.9-1kg und das ist vermutlich dann doch ein wenig zu schwer.
Das kann ich nicht glauben.
Zeig' mal was Du gefunden hast!
Fleiner schrieb:> Deswegen frage ich ja auch nach Alternativen.> Ich habe noch einmal gesucht, ein Bleiakku mit 2Ah
Wenn dein Wunsch 2Ah Akkukapazität ist musst Du bei Bleiakkus Minimum! 4
Ah einplanen, wenn du lange was von den Akkus haben willst. Je öfter ein
Bleiakku weit entladen wird umso kürzer ist seine Zyklenzahl =
Lebensdauer.
Vorteil bei einem Bleiakku mit 12 Volt ist der relativ einfache
Ladevorgang. Es wird kein Balancer benötigt.
Fleiner schrieb:> Mit den anderen Akkus, die nicht so alt sind, erreiche ich bis zu 1.5A.> Eigentlich reicht das nicht, um den Anlaufstrom zu decken. Aber es> genügt offensichtlich. 2A wären aber wohl besser.
Das ist wohl eher Müll. Die NiMH vertragen lange Lagerzeiten nicht gut.
Bevor die Lipos aufkamen, flogen Micro-Helis mit NiMH Mircozellen (AAA)
bei Strömen um 4-5A dauerhaft rum.
Peter M. schrieb:> Fleiner schrieb:>> Ich habe noch einmal gesucht, ein Bleiakku mit 2Ah wiegt üblicherweise>> 0.9-1kg und das ist vermutlich dann doch ein wenig zu schwer.>> Das kann ich nicht glauben.> Zeig' mal was Du gefunden hast!
1.52kg:
https://www.ebay.de/itm/ECTIVE-EBC-12V-2-3Ah-Blei-Akku-AGM-GEL-USV-Batterie-Blei-Vlies-Blei-Gel-VRLA-2Ah/172802369210?hash=item283bd2e6ba:g:6I0AAOSwfghaoQNK
0.9kg:
https://www.ebay.de/itm/Blei-Gel-Akku-12V-2-3Ah-von-goobay-L178xB35xH61-67mm-Anschlus-T1-187-4-8mm/252900798962?hash=item3ae20ff1f2:g:HLUAAOSwjXVaq7dR
etc.
der 0.9kg Akku war bereits der leichteste, den ich gefunden habe. Ich
lasse mich aber gerne vom Gegenteil überzeugen.
Jörg R. schrieb:> Fleiner schrieb:>> Deswegen frage ich ja auch nach Alternativen.>> Ich habe noch einmal gesucht, ein Bleiakku mit 2Ah>> Wenn dein Wunsch 2Ah Akkukapazität ist musst Du bei Bleiakkus Minimum! 4> Ah einplanen, wenn du lange was von den Akkus haben willst. Je öfter ein> Bleiakku weit entladen wird umso kürzer ist seine Zyklenzahl => Lebensdauer.>> Vorteil bei einem Bleiakku mit 12 Volt ist der relativ einfache> Ladevorgang. Es wird kein Balancer benötigt.
Damit würden die Anforderungen aber auch bereits auf 4Ah ansteigen. Da
kann ich mir das entsprechende Gewicht wohl abschminken.
batman schrieb:> Fleiner schrieb:>> Mit den anderen Akkus, die nicht so alt sind, erreiche ich bis zu 1.5A.>> Eigentlich reicht das nicht, um den Anlaufstrom zu decken. Aber es>> genügt offensichtlich. 2A wären aber wohl besser.>> Das ist wohl eher Müll. Die NiMH vertragen lange Lagerzeiten nicht gut.> Bevor die Lipos aufkamen, flogen Micro-Helis mit NiMH Mircozellen (AAA)> bei Strömen um 4-5A dauerhaft rum.
Naja, wenn ich mir neue Akkus kaufe, dann werden das wohl vermutlich
eher LiIon werden. Die sind zwar ein wenig teurer, aber dafür braucht
man davon weniger. Die AAA müssten aber ja eigentlich noch weniger
Ampere liefern. Vermutlich sind die schlicht und ergreifend qualitativ
(und damit teurer) besser und neuer. Oder das waren andere.
Ich kann ja nur sagen, was ich messe. Vermutlich ist es aber wohl
tatsächlich die Lagerzeit.
Wobei das mit der maximalen Entladung ja auch auf LiIon-Akkus zutrifft.
Entsprechend sollte ich davon wohl dann auch eher 3S2P verschalten.
Joachim B. schrieb:> batman schrieb:>> Die NiMH vertragen lange Lagerzeiten nicht gut>> heute nutzt man ja eher LSD> https://de.wikipedia.org/wiki/NiMH-Akkumulator_mit...> eneloop ready2use usw. die können lange Lagerzeiten.
Meine sind dann vermutlich keine LSD.
Danke für eure Hilfe.
Aber was würdet ihr mir eigentlich empfehlen bei LiIon vs. NiMH, wenn
NiMH neu auch mehr Strom liefert?
Fleiner schrieb:> Aber was würdet ihr mir eigentlich empfehlen bei LiIon vs. NiMH
LiIo sind energiereicher, haben mehr Spannung ABER sind nicht
unproblematisch
es gibt viele Rohrbomben dabei, welche ohne Sicherung, ohne
Tiefentladungsschutz oder mit unbestückter Sicherungsplatine.
Gerne werden die auch aus recycelten Zellen neu zusammen gesetzt, da
wird viel Schindluder mit getrieben.
https://www.youtube.com/watch?v=sYHdW3DdOpkhttps://www.youtube.com/watch?v=ZTzEHsJVZhA ab 3:30 knallts
Eneloop sind mir da sympatischer
Joachim B. schrieb:> Modellbauer zu schrieb:>> 10 neue NiMh mit Lötfahnen, zu einem Pack verlötet und gut ist.>> sehe ich auch so> Ebay-Artikel Nr. 401503993193>> Modellbauer zu schrieb:>> Wenn Du über 2Ah haben willst musst Du die teuren Eneloop nehmen...>> aber die haben weniger Ladecyclen, also nur nehmen wenn sie gebraucht> werden!
Die von Joachim verlinkten haben ca. 2 Ah, mit relativ hoher Zyklenzahl.
Es gibt noch eine Ausführung in schwarz, mit ca. 2,5 Ah. Die haben auch
noch um die 500 Zyklen. Also, klare Empfehlung.
Das es die auch mit Lötfahnen gibt ist mir neu, aber gut zu wissen.
Den Preis finde ich für diese Qualität absolut in Ordnung.
batman schrieb:> Oder wars andersrum, die ready2go haben weniger Kapazität aber mehr> Zyklen und Lebensdauer generell?
Weniger Kapazität mehr Zyklen, geringe Selbstentladung und eine höhere
Spannungslage.
Vorher gab es Mignonzellen von Panasonic mit 2700mAh.
Wenn ich jetzt zu horrenden Preisen Mignonzellen unter dem Label Eneloop
auf den Markt mit 2500mAh sehe, regt sich bei mir der Verdacht auf alten
Wein in neuen Schläuchen.
hier gibts noch was zum Lesen
http://main.panasonic-eneloop.eu/sites/default/files/Catalogue_eneloop_ENG_2017_DEF_LR.pdf
die weißen um 2000mAh
eneloop is a long-life, pre-charged, energy and money saving, recyclable
rechargeable battery
which can be charged and discharged now even up to 2100 times.
die schwarzen um 2500mAh (>500 Cyclen nur als Bild)
eneloop pro batteries are the perfect choice for powering high current
consuming
devices such as photo flash lights, wireless keyboard & mouse, game
controllers, radio
controlled toys and a range of household devices. They can all realize
extended
performance when powered by eneloop pro batteries
die hellblauen (halbe Kapazität aber über 3000 Cyclen) um 950mAh
eneloop lite batteries are ideal for low-to-medium power consumption
devices, such as
DECT phones and remote controls. They are rechargeable for up to 3000
times which
makes it even more economically and environment-friendly.
Bei Reichelt gibt es 10er Mignonhalterung. Vor vielen Jahren gekauft und
gut, da mit kraeftigen Federkontakten.
Etwas Memoryeffekte bei NiMh gibt es auch zu beobachten. Aber das
dauert viel laenger und betrifft mehr Spannungslevel und Peakstrom im
Vergleich zur Kapazitaet bei NiCd.
Mit guenstigen NiMh wuerde ich einen zweiten Pack zusammenstellen.