Hallo,
ich beschäftige mich seit einiger Zeit mit der Theorie der Radiowellen
und wollte zwecks besseren Verständnisses einen 1MHz AM Empfänger
aufbauen. Ich wohne im Rhein-Neckar-Gebiet und nicht weit entfernt gibt
es einen Sender auf 1017KHz. Ich zahle übrigens auch Gebühren, nicht
dass hier jemand davon anfängt, das sei illegal... Es geht auch nur um
die Theorie.
Also, ich habe einen Parallelschwingkreis aus Spule und Kondensator.
Dieser hat bei der Resonanzfrequenz seinen größten Widerstand. Dadurch
fällt bei dieser Frequenz auch die größte Spannung ab. Als Erdung
benutze ich die übliche Heizungsleitung und als Antenne habe ich
entweder etwas Draht (5cm), etwas mehr Draht (30cm) oder 5m BNC-Kabel
(Mantel als Antenne benutzt).
Der Schwingkreis wird über einen 100nF Kerko auf die Basis einen
NPN-Transistors in Emitterschaltung gelegt. Kollektorwiderstand ist 470
Ohm, Stromverstärkung ist etwas mehr als 400, Widerstand zwischen Basis
und Kollektor 220 Kiloohm. An dem Kollektor wird dann das HF-Signal
abgegriffen. Erst kommt eine schnelle Schottky-Diode 1N6263, dann 100nF
als Tiefpass parallel zu einem kleinen Lautsprecher.
Mein Problem: Ich empfange nichts! Ich habe mal mit dem Oszilloskop das
Signal zwischen Kollektor und Emitter gemessen, aber ich sehe nur die
übliche Störung des Senders auf dem Königsstuhl. (Etwa 80 MHz bei 100
Watt)
Ich vermute dass mit dem Schwingkreis etwas nicht stimmt. Aber ich kann
das nicht prüfen bzw. weis nicht was ich machen soll. Es ist eine 100uH
Spule, ein 220pF Kerko-Scheibe und ein Trimmerkondensator 5-30pF. Die
Spule ist bei Reichelt vom Typ "L-07HCP".
Habt Ihr eine kleine Idee in welche Richtung mein Fehler geht? Ich habe
schon eigene Spulen gewickelt, Bauteile getauscht, hinzugefügt,
entfernt, ...
Viele Grüße
Sebihepp
Sebastian Hepp schrieb:> Als Erdung> benutze ich die übliche Heizungsleitung
... eine prima Antenne
> und als Antenne habe ich> entweder etwas Draht (5cm),
gar nichts (wäre für 1500 MHz eine Viertelwellenlänge)
> etwas mehr Draht (30cm)
nicht viel mehr (Viertelwellenlänge für 250 MHz)
> oder 5m BNC-Kabel> (Mantel als Antenne benutzt).
eine Kurzwellenantenne
> Der Schwingkreis wird über einen 100nF Kerko auf die Basis einen
Das Ding hat nicht viel mit HF zu tun. Geht vielleicht ja für
Mittelwelle gerade noch so, aber kurz danach ist Schluss. Nimm lieber
einen mit 1 nF oder wenig mehr.
> NPN-Transistors in Emitterschaltung gelegt. Kollektorwiderstand ist 470> Ohm,
Besser wäre ein Schwingkreis im Kollektorzweig, wobei man den nicht am
"heißen" Ende auskoppelt für die nächste Stufe, sondern an einer
Anzapfung, damit er nicht so starkt bedämpft wird. Den muss man dann
allerdings auf die Empfangsfrequenz abgleichen.
> Erst kommt eine schnelle Schottky-Diode 1N6263, dann 100nF> als Tiefpass parallel zu einem kleinen Lautsprecher.
Auch hier: 4,7 oder 10 nF genügen, keine fetten Vielschicht-
kondensatoren benutzen. Die haben zu hohe Verluste.
> Es ist eine 100uH> Spule, ein 220pF Kerko-Scheibe und ein Trimmerkondensator 5-30pF.
Der Abstimmbereich ist zu klein. Beschaff dir einen alten
Drehkondensator mit 500 pF, wie man ihn früher für Mittelwellenempfang
benutzt hat.
Du bedämpfst deinen Schwingkreis doch komplett mit deiner Antenne und
dem Eingangswiderstand deines Transistors. Dadurch wird der
Eingangskreis breit wie ein Scheunentor der alles mögliche durchläst. Du
must die Antenne und den Transistor bei einer Anzapfung (kapazitiv oder
induktiv) des Schwingkreises anschliessen. Aber auch dann kannst du
keine Wunder an Trennschärfe erhoffen. Auch ist die Spannungsverstärkung
mit nur einem Transistor sehr klein. Auch brauchst du eine
NF-Verstärkung hinter dem HF-Gleichrichter.
Dein Abstimmbereich ist sehr schmalbandig. Mit der ueblichen Formel
f = 1/(2*PI*sqrt(L*C))
mit L = 100E-6H, Cmin = (220+5) = 225pF, Cmax = (220+30) = 250pF
komme ich auf einen Bereich von
f_min = 1006 kHz bis f_max = 1061 kHz.
as waere ja noch ok. Aber uebliche Spulen haben zumindest 10-20%
Toleranz, Kondensatoren zumindest 5-10%. Insgesamt also rund +/-30%
Toleranz fuer das Produkt L*C, und das ergibt ca. +/-15% Unsicherheit in
der Frequenz. Dazu kommen noch parasitaeren Kapazitaeten der
Verbindungsleitungen, die auch schnell mal ein paar Prozent von 220pF
ausmachen koennen. Ist also gar nicht so unwahscheinlich, dass Du gar
nicht auf 1017 MHz abstimmen kannst.
Hast Du einen Funktionsgenerator zur Verfuegung? Dann koenntest Du mit
diesem ueber einen Widerstand einmal Deinen Schwingkreis speisen, um 1
MHz herum abstimmen, und mit dem Oszi die ungefaehre Resonanzfrequenz
bestimmen (Frequenz bei der das Maximum der abfallenden Spannung liegt).
Basierend auf den Ergebnissen kannst Du dann den Schwingkreis auf 1017
kHz trimmen.
Wenn das einmal geht, dann am besten mit einem simplen
Detektorempfaenger anfangen - Schwingkreis ueber Germanium- oder
Schottkydiode an einen Tiefpass (100nF-Kondensator Parallel zu ~100 kOhm
Widerstand und Piezo-Ohrhoehrer oder Oszi-Eingang). Einen nahen, starken
Sender kann man so auf jeden Fall empfangen. Und wenn das funktioniert,
kannst Du Dir ueber Transistor-Verstaerkerstufen Gedanken machen.
Wolfgang
Achja, nochwas, Deine Antenne ist auch viel zu kurz fuer so einen
einfachen Empfaenger. 10 - 20 Meter Draht koennen es schon sein! Dann
kriegst Du nachts sogar mit dem Detektorempfaenger mehrere Sender rein.
Ein 500pF-Drehkondensator aus einem aelteren Radio ist uebrigens auch
viel besser - die Dinger gehen ueblicherweise von 50 - 500 pF, somit
bekommst Du einen Abstimmbereich von 3x (z.B. 500 - 1500 kHz).
Wolfgang
>Antenne zu klein
Okay, mehr als 5m lässt sich in der Wohnung leider nicht machen. =)
>größeren Drehko
Bestelle ich bei der nächsten Lieferung mit. Reichelt hatte nur diese
winzigen Dinger...
>2. Schwingkreis im Kollektor => Filter 4. Ordnung
Das wollte ich anfangs vermeiden, weil ich dann beide Schwingkreise
abstimmen müsste. Aber als Verbesserung wenn ich wenigstens mal ein
Rauschen empfange...
>Keine großen Vielschicht
Gut, ich habe noch 1nF Folienkondensatoren von Wima. Die kann ich auch
gleich mal testen.
>Zu Starke Bedämpfung durch direkten Anschluss der Antenne und die Basis->Emitter-Strecke
Super, das könnte es sein. Also muss ich mir selber eine Spule
wickeln... Kann ich auch um eine Spule eine zweite Spule mit 1/10 der
Windungszahl wickeln anstatt den Draht anzuzapfen?
>NF-Verstärker, Tiefpass, etc.
Stimmt es, dass ich erst Gleichtrichten und dann Tiefpassen muss? Der
Tiefpass kann auch im NF-Verstärker sein, richtig? Wie realisiere ich so
einen Tiefpass am besten? 100 Ohm in Reihe und danach 100nF Parallel
hätten eine Grenzfrequenz von 15KHz?
Sebastian Hepp schrieb:>>größeren Drehko> Bestelle ich bei der nächsten Lieferung mit. Reichelt hatte nur diese> winzigen Dinger...http://www.oppermann-electronic.de/html/drehkos.html> Super, das könnte es sein. Also muss ich mir selber eine Spule> wickeln... Kann ich auch um eine Spule eine zweite Spule mit 1/10 der> Windungszahl wickeln anstatt den Draht anzuzapfen?+
Geht auch.
>>NF-Verstärker, Tiefpass, etc.> Stimmt es, dass ich erst Gleichtrichten und dann Tiefpassen muss? Der> Tiefpass kann auch im NF-Verstärker sein, richtig?
Ja. Beim Detektor hat man als Tiefpass einfach nur einen 10-nF-
Kondensator parallel geschaltet.
Sebastian Hepp schrieb:> Kann ich auch um eine Spule eine zweite Spule mit 1/10 der> Windungszahl wickeln anstatt den Draht anzuzapfen?
Man kann.
Sebastian Hepp schrieb:> 100 Ohm in Reihe und danach 100nF Parallel> hätten eine Grenzfrequenz von 15KHz?
Viel zu niederohmig. 15KHz brauchst du auch nicht 5Khz reichen, mehr hat
Mittelwelle nicht.
Vorsicht mit Schwingkreis an der Basis und einen Schwingkreis im
Kollektor.
Das kann schon mal selber schwingen über die Kollktor-Basis Kapazität.
Okay, mit dem Funktionsgenerator konnte ich die Resonanzfrequenz auf
4,1MHz bestimmen. Dabei scheint alleine der Kerko dafür ausschalggebend
zu sein. Wenn ich die Spule entferne ist dort immernoch das Maximum,
aber etwas geringer. Mit der Spule erhöht es sich um etwa 20%?
Ich glaube der Kerko ist mist für den Schwingkreis...
Hallo,
komisch, als ich das angefangen habe zu probieren, hatte ich weder
Funktionsgenerator noch Oszi noch hätte ich gewußt, was ich da rechnen
soll. ;-)
Im Ernst: mach es wie ganz früher: erstmal einen halbwegs hochohmigen
(2k - 4kOhm) Kopfhörer organisieren. Gibt es kaum noch, also kleinen
Netztrafo um 6V, Ohr-/Kopfhörer dran (mein Sennheiser macht das ganz
brauchbar, einige Billigohrhörer waren auch ganz gut.
Dann eben eine der klassischen Detektorschaltungen aufbauen und
probieren.
Nimm sowas also Ansatz:
http://www.b-kainka.de/bastel23.htm
Als Antenne reicht oft die Heizung alleine, ein halbwegs starker
Mittelwellensender in relativer Nähe ist für erste Experimente ohnehin
nötig.
Andererseits habt man am Anfang ja schließlich auch mit einem normalen
passiven Detektor Funkverbindungen um den halben Erdball realisiert...
PS: gerade kurz gegoogelt: müßte wohl der SWR-Sender in Wolfsheim sein,
der sendet wohl mit 100kW, das sollte also schon gehen.
Gut, RBI mit über 1000kW in wenigen Kilometer Entfernung damals war
einfach zu empfangen...
Gruß aus Berlin
Michael
Jipie, es funktioniert!
Ich habe eine Luftspule selber gewickelt, mit Anzapfung und noch einen
Drehko (Kenne den Wert nicht, geht aber^^) gefunden. Heizung plus 5m
Kabel und ich empfange zwar nicht SWR, dafür aber einen amerikanischen
Sender (Anscheinend hier aus Heidelberg).
Wenn ich am Drehko drehe, wird der lauter bzw. leiser. Also scheint der
Schwingkreis noch sehr gedämpft zu sein. Das versuche ich später zu
optimieren. Hauptsache es geht erst mal.
Ich frage mich nur, warum der Scheiben-Kerko nicht ging?
Bei der nächsten Bestellung kommen noch Spulenkerne und HF-Litze
hinzu.^^
Wenn du es ganz klassisch machen willst dann nimm statt einer Diode
ein Stueck Pyrit. Das ist ein natuerlicher Halbleiter. Gibts es im
Mineraliengeschaeft. Wenn du da mit einer spitzen Nadel an einer
bestimmten Stelle kommst hast du einen Gleichrichter aufgebaut und
solltest etwas hoeren.
http://de.wikipedia.org/wiki/Pyrit
Schön daß es funktioniert. Jetzt kannst du mit der Antennenankopplung
spielen. Lose gekoppelt gibt zwar weniger Pegel, dafür steigt die
Selektivität. Mit Pyrit würde ich mich nicht herumschlagen, AA118 gibts
noch oft genug.
Ich könnte ja gleich noch den Kondensator selber herstellen. :P
Ich probiere jetzt einfach etwas herum. Den Kondensator vom Schwingkreis
zur Basis... 100nF Kerko sind irgendwie am besten. 1nF Folie oder 220pF
Kerko geben alle einen viel leiseren Empfang.
>Lose Gekoppelt
Meinst du 2 getrennte Spulen? Eine für Antenne und eine für
Basis-Emitter? Dann könnte man auch die Rückkopplung versuchen.
Sebastian Hepp schrieb:> Ich könnte ja gleich noch den Kondensator selber herstellen. :P>
Dann kannst du dich wie der alte Marconi fuehlen :=)
> Ich probiere jetzt einfach etwas herum. Den Kondensator vom Schwingkreis> zur Basis... 100nF Kerko sind irgendwie am besten. 1nF Folie oder 220pF> Kerko geben alle einen viel leiseren Empfang.
Wie gesagt damit machst du den Schwingkreis platt.
Wenn schon dan so:
Antenne --C1-+----+
| |
C2 La
| |
GND +---C--- Basis
|
|
Lb
|
GND
C1 Einkoppelkondensator (10 .. 100pF) / oder weitere Wicklung
C2 Drehkondensator
La +Lb angezapfte Spule
C Koppel C zum Transistor.
C1 habe ich gar keinen... Welche Werte sind da angemessen?
Und für C habe ich beste Erfahrungen mit 100nF gemacht. Hey, ich könnte
das ja erhöhen und schauen was passiert (200nF). =)
Sebastian Hepp schrieb:> ich wollte zwecks besseren Verständnisses einen 1MHz AM Empfänger> aufbauen und als Antenne habe ich etwas Draht (5cm),
Das man fürs Radiohören eine vernüftige Antenne braucht, wusste man
schon in den Zwanziger Jahren des vorigen Jahrhunderts:
http://www.youtube.com/watch?v=JevnTSVKraA
Gruss
Harald
Sebastian Hepp schrieb:> Und für C habe ich beste Erfahrungen mit 100nF gemacht. Hey, ich könnte> das ja erhöhen und schauen was passiert (200nF). =)
Das bringt nix. Wie Joerg dir schon mal schrieb ist der viel zu gross.
Mal angenommen du hast 5mA Kollektorstrom B des Transistors liegt bei ca
100 bei 1MHz.
re = UT/IC = 25mV / 5mA = 5 Ohm
rbe = re * B = 5 Ohm * 100 = 500 Ohm
f = 1MHz
C = 1/(2*pi*f*rbe) = 318pF
Wenn du denn jetzt zu 1nF .. 3nF waehlst ist der gross genug fuer 1MHz.
Helmut Lenzen schrieb:> Wenn du es ganz klassisch machen willst dann nimm statt einer Diode>> ein Stueck Pyrit. Das ist ein natuerlicher Halbleiter. Gibts es im>> Mineraliengeschaeft. Wenn du da mit einer spitzen Nadel an einer>> bestimmten Stelle kommst hast du einen Gleichrichter aufgebaut und>> solltest etwas hoeren.
Es geht noch klassiger. Nimm einen Fritter auch Kohärer genannt.
Da hat Marconi noch seine Freude dran gehabt.
Ralph Berres
@Ralph
Und hast du schon mal einen Kohärer gebaut?
Das mit dem Pyrit hatte ich schon vor Jahren mal ausprobiert. Hatte so
ein Teil mal im Urlaub an einem Mineralienstand gekauft.
Ueber Marconi gab es letztens noch eine Sendung im Fernsehen. Der Kanll
seines Funkensenders war bald weiter zu hoeren als die HF-Abstrahlung.
PS: Mit Germanium oder Schottky Diode kann jeder :=)
Hier der Link zum Video:
http://terra-x.zdf.de/ZDFde/inhalt/5/0,1872,8211237,00.html
Hallo Helmut
Selbst gebaut habe ich noch keines. Aber ich habe ein uraltes
Bastelbuch.
Radiobasteln für Jungen oder so ähnlich aus dem Jahre 1914 . Noch in
altdeutscher Schrift. Da ist das Teil als Bauanleitung beschrieben.
Ralph Berres
Hallo Ralph
wäre mal vielleicht eine interessante Idee eine Funkstrecke ala Marconi
aufzubauen. Halt ohne moderne Teile. Frei nach dem Motto "Back to the
roots"
Und als Sender so eine schöne Funkenstrecke.
Helmut Lenzen schrieb:> Und als Sender so eine schöne Funkenstrecke.
Wie bekommst du den denn auf eine Afu-Frequenz abgestimmt? ;-)
Das ist doch kein Sender, sondern ein Frequenzbesen ...
Hallo,
naja, die Afu-Bänder liegen ja nicht umsonst bei 160-80-40-20-10m.
Auf 160m funken und Empfangsbestätigungen für alle Bänder bekommen. :-)
Ansonten hat ja keiner gesagt, daß der Knallfunkensender nicht auf einen
Schwingkreis arbeiten darf...
Gruß aus Berlin
Michael
Also ich habe hier auch nen Sender um die Ecke, bei 801khz.
Wenn ich meine 70cmx70cm Rahmenantenne darauf abstimme reicht eine Diode
dann ist die Ausgangsspannung genügend hoch.
OOch, ein Knallfunkensender ist doch altmodisch
und schwer aus dem QRM herauszuhören, da macht sich
ein mit 800 Hz tönender Löschfunkensender bedeutend besser. :--)
Achja, @Sebastian
Wenn du wirklich vom HF-Bazillus befallen sein solltest,
muss deine erste Anschaffung nach dem Multimeter ein
Dip - Meter sein! (einfach mal bei Ebay schauen ...)
Respekt,
hanna.
Michael U. schrieb:> naja, die Afu-Bänder liegen ja nicht umsonst bei 160-80-40-20-10m.> Auf 160m funken und Empfangsbestätigungen für alle Bänder bekommen. :-)
Die Legende besagt, dass man genau deshalb ja auch nicht nur einfach
"CQ" gerufen hat, sondern "CQ 80". ;-)
>Achja, @Sebastian>>Wenn du wirklich vom HF-Bazillus befallen sein solltest,>muss deine erste Anschaffung nach dem Multimeter ein>Dip - Meter sein! (einfach mal bei Ebay schauen ...)>>Respekt,>hanna.
Ich kann es kaum glauben. Da gibt es Geräte zur Messung der
Resonanzfrequenz und ich habe noch nie was davon gehört. :D
Vielen Dank, ich werde mich diesbezüglich (Dipmeter) informieren.
>100nF zu groß => Eher 1nF
Bei 1nF wird zwar die Bandbreite kleiner, aber dafür auch der Empfang
leiser. Ich könnte noch einen NF-Transistor-Verstärker hinten dran
schalten und schauen ob das hilft.^^
Ach herrje, da fällt mir ein: Der Kopplungskondensator vom Schwingkreis
zur Basis liegt, in Reihe mit der Basis-Emitter-Strecke, ja parallel zum
Schwingkreis! Warum ändert sich die Resonanzfrequenz nicht (oder nicht
stark)? Schließlich sind 300pF parallel zu 100nF!
Sebastian Hepp schrieb:> Ach herrje, da fällt mir ein: Der Kopplungskondensator vom Schwingkreis> zur Basis liegt, in Reihe mit der Basis-Emitter-Strecke, ja parallel zum> Schwingkreis! Warum ändert sich die Resonanzfrequenz nicht (oder nicht> stark)? Schließlich sind 300pF parallel zu 100nF!
Naja nicht ganz. Liegt immer noch die Basis-Emitter Strecke dazwischen.
Hast du schon mal gemessen wie breit dein Kreis ist?
Spendier mal dem Transistor im Emitter einen Widerstand das erhoeht
deinen Eingangswiderstand. Das kostet zwar Verstaerkung aber die kannst
du dir mit einem 2. Transistor wieder reinholen. Das erhoeht dann deine
Selektion. Du hast ja erstmal nur einen Kreis.
In den Anfangszeiten als Transistoren noch teuer waren hat man sie
praktisch 2 mal ausgenutzt. Einmal als HF-Verstaerker und dann nochmal
als NF- Verstaerker. Google mal nach "Reflex Empfaenger , Geradeaus
Empfaenger"
Eine OT Frage. Bei 20mA TX Leistung bei 1Mhz sowie 2Mhz und AM
Modulation. Wie lang sollte die Antenne sein (Platinenantenne) sowie
welche Reichweite ist zu erwarten, was wäre ein konkreter Vorschlag ?
Maximal sollte die
Antenne 3mt betragen. Auch würde mich interessieren, welche Reichweite
bei 3cm bzw 15cm möglich wäre und wie es rechtlich ausieht.
Chris schrieb:> Auch würde mich interessieren, welche Reichweite> bei 3cm bzw 15cm möglich wäre und wie es rechtlich ausieht.
1 MHz oder 2 MHz mit 3cm oder 15 cm Antenne? Da strahlst du nur
Spurenelemente ab.
1 MHz hat 300m Wellenlaenge. Da sollte die Antennenlaenge schon in der
Groessenordnung sein.
Die 3cm waere eine Optimale Laenge fuer einen Sender mit rund 2.5Ghz.
Man kann zwar das ganze ausrechnen wie weit das gehen koennte.
Du hast aber einige Faktoren die du nicht bestimmen kannst.
Wieviel strahlst du wirklich ab.
Empfindlichkeit deines Empfaengers.
Antennengewinne (Sende , Empfangsseite)
Daemfungen , Reflexionen deiner Umgebung.
Der einfachste Weg ist so was auszuprobieren.
Zur Rechtliche Seite sage ich hier nix. Das ist eher Joerg gefragt.
Hier ist noch eine schoene Schaltung fuer einen Reflexempfaenger
http://ee.old.no/library/EE1003-de.pdf
Seite 113
Die hatte ich damals in meiner Jugend nachgebaut.
Schon klar daß die Antenne nicht optimal ist. Mir würde es bei der
Anwendung um Messdaten/Debugdaten gehen, welche dann durch ein Gehäuse
extern ausgelesen werden können. Als Beispiel könnte man das Auslesen
eines Loggers einer S0 Schnittstelle nennen, auch wenn ich das für sowas
nicht nutzen würde. Klar werde ich es testen. Ziel ist eine Übertragung
zu 30 cm Entfernung. Ich wollte eigentlich nur eine oder mehrere
konkrete Ansätze
sowie Erwartungen, was da bie 3 sowie 15cm rauskommen sollte um das dann
mit den Resultaten zu vergleichen.
Als Empfänger würde ich gerne den ZN414 Radio IC MK484 einsetzen,
habe aber auch keine Problem wes empfindlicheres zu verwenden.
Ansonsten -93dbm für die Empfängerempfindlichkeit.
mfg Chris
@Chris
Die bevorzugte Antenne bei 1 MHz (MW) ist die Ferritantenne.
Das kaeme deinen Abmessungen entgegegen.
Bei 30cm kann man abe rauch komplett auf das Induktive Feld setzen.
Quasi 2 Spulen die sich sehen.
Oder auch einfach IR nehmen.
Chris schrieb:> Mir würde es bei der> Anwendung um Messdaten/Debugdaten gehen, welche dann durch ein Gehäuse> extern ausgelesen werden können.
Sowas ist eine typische Anwendung, bei der man rein mit der
magnetischen Feldkomponente arbeitet. Neben der schon genannten
Ferritantenne käme dafür auch eine Rahmenantenne in Frage.
Rechtliches:
Allgemeinzuteilung: Induktive Funkanwendungen
Ich glaube zumindest, die Rahmenantenne verstehe ich für den Empfang,
aber
nicht für das Senden. Mein derzeitiges Verständnis: Der Schwingkreis
welcher eine 90° Phasenverschiebung hat verstärkt die Amplitude der
eigentlichen Sendeantenne und generiert dabei eine virtuelle Masse,
welche entgegengesetzt dem Sendesignal ist. Das obige Schaltbild
angewand auf eine
Rahmenantenne würde laut meinem derzeitigen Wissensstand folgendes
erreichen.
Der äusere Antenne wird Moduliert direkt mit 1Mhz aus Pin3.
Pin 2 geht auf den LC Schwungkreis (ca 15 cm Länge sowie 0.1uF
Kondensator)
und wird als OC beschaltet. Gleichzeitig könnte/müsste es möglich sein,
mittels ADC was zu empfangen, zumendest ein OOK Signal.
Müsste dazu dar TX Teil an stelle von GND auf VCC/2 gelegt werden ?
Bin ich mit meiner speziellen Rahmenantenne soweit richtig oder ist das
totaler Schwachsinn ?
Chris schrieb:> Ich glaube zumindest, die Rahmenantenne verstehe ich für den Empfang,> aber> nicht für das Senden.
Warum?
Du wirst mit deinem Antennenstummel kein nennenswertes E-Feld abstrahlen
können, dafür ist der elektrisch einfach viel zu kurz. Dementsprechend
entsteht auch nichts, was sich als EM-Feld danach in einem H-Feld-
Sensor (Rahmenantenne) wiederfinden würde.
> Das obige Schaltbild
Welches denn?