Stroboskop mit Ringröhre und 1350uf?

OP #7218508
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Hallo, hat jmd einen Schaltplan für ein Strobo mit etwas mehr Dampf? Die 
Magie wird sein, wie man den 1350uF ans Netz anschliesst...direkt ist 
sicher keine gute Idee und mit nem VorW auch iwie nicht so das 
wahre...gibts da nen Trick? Röhre und 2 Elkos stammen aus nem 
Studioblitz.

Vll im Nulldurchgang mit nem MOC?

Klaus.
#7218586
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Strobo heisst doch viele schwache Blitze in sehr kurzem Abstand.
Du musst dir da eher drum Sorgen machen, dass du die Zündung passend 
hinkriegst. Sinnvoll ist natürlich ein Elko, der nur ne geringe Ladung 
aufnimmt, aber dafür in keine Ahnung was dir als höchste Frequenz 
vorschwebt
geladen ist. Du solltest dir aber Gedanken um die Kühlung machen. So 
eine Röhre produziert dabei natürlich ne Menge Wärme, die irgendwie 
wegmuss.
Dazu sind die Röhren auch nur auf 10.000 Blitze ausgelegt. Inwieweit 
sich das mit niedrigerer Energie verlängert ist mir aber nicht bekannt.
#7218755
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Klaus R. schrieb:
> 10k Blitze bei 10Hz wären nur wenige Minuten...ok, ich geh mal auf 300uF
> runter und kühle zudem aktiv. Bei ner Industrieblitzleuchte im Fundus
> scheint Rv aus Fokos zu bestehen??? Die hat auch 300uf mit URohr aber
> vermtl nur 1...2Hz.
>
> Klaus.

Viel mehr wirst Du auch nicht schaffen, wenn du keine
spezielle Stroboleuchte hast.
Mein Setup wäre:
230v zu 300 V Trenntrafo !!, Gräzgleichrichter, 100 Watt oder größere
Glühlampe als Vorwiderstand, 450 uF Elko, Blitzröhre

Oder--
Warum experimentierst Du nicht mal mit den billig zu erhaltenden
Baustrahlern mit LED?
Die könntest Du dann mit nem solid state Relais ansteuern.


mfg
Gast #7218770
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Neben dem Blitzrohr wird es den Elko in kuerzester Zeit zerlegen.
Ich habe vor droellfzig Jahren dafuer eine Batterie von
MP-Kondensatoren benutzt.
Die originale Schaltung taugt dafuer ueberhaupt nicht.
#7218781
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... schrieb:
> Neben dem Blitzrohr wird es den Elko in kuerzester Zeit zerlegen.
> Ich habe vor droellfzig Jahren dafuer eine Batterie von
> MP-Kondensatoren benutzt.
> Die originale Schaltung taugt dafuer ueberhaupt nicht.

Genau!

Wir haben damals den Elko auch in 10 mit radialen Anschlüssen
aufteteilt, die in 2 gegenüberstehenden Messingscheiben eingelötet
waren, um den Strom aufzuteilen, das hält länger.
Und ne Spannungsverdoppelung ist zu hochohmig, und
wer will schon ne 300 V - Bastelei ohne Trenntrafo
auf der bühne haben? :-O

mfg
#7218827
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Moin,

PC-Freak schrieb:
> Ich denke dass 1300 uF bei 230V, oder eben 300V kaum realisierbar
> sind.
>
> Und vor allen Dingen, warum 1300 uF für ne Strobo-Röhre? - da reichen so
> ca. 30 - 100 uF.

Tja, dann waren die Erbauer des Apparillos wohl nicht so zaghaft wie du.
Mal kurz rechnen - ich koennt' mir vorstellen, dass im Original beide 
Kondensatoren in Reihe geschaltet waren und ueber eine 
Spannungsverdopplerschaltung am Netz hingen. iirc war das eine uebliche 
Schaltung.
Alzont:
1
230V*2*sqrt(2) = 650V
mit
1
E=0.5*C*U²
also:
1
0.5*1350µF/2*(650V)²=140Ws
Na, die Groessenordnung haut wohl hin fuer die Roehre.
Nur muss man halt im Hinterkopf haben, dass wenn diese Roehre dann eine 
Entladung pro sec. macht, sie also 140W umsetzt. Das meiste davon in 
Waerme. Das wird der begrenzende Faktor sein.

Gruss
WK
#7219199
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>Die hatten ca 50cm lange Blitzröhre
Conrad hat sowas noch Nr. 591299
46cm breites Gehäuse, "2500Watt" aber "1500 W Blitzröhre "
https://www.conrad.de/de/p/eurolite-2700-dmx-stroboskop-weiss-591299.html

"Das Gerät ist nicht für den Dauerbetrieb geeignet
Leistungsaufnahme  1540W max.
Leuchtmittel 1500W-Blitzröhre LA601"

https://www.ebay-kleinanzeigen.de/s-anzeige/stroboskop-mccrypt-tl-1500w-auto-musiksteuerung-dmx/2222887593-74-9436
"Wir sind ein Musikduo, und das 1500W-Stroboskop war einfach Overkill 
für uns."

Mich wundert, dass nirgends Sicherheitshinweise zu möglichen 
Gesundheitsschäden stehen.
#7219312
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Die Parallelschaltung hat halt den Vorteil, dass man bei einfachen 
Geräten ganz simpel 1 Elko rausnehmen und dadurch die Leistung halbieren 
kann.
Ich habs mal nachgemessen und bin auf ca 330V gekommen. Also lediglich
1 Gleichrichter direkt am Netz. Heute haben aber wahrscheinlich selbst 
die simpelsten Studioblitzer eine stufenlose Einstellung. Aber wie das 
gemacht wird? Ein einfacher Dimmer wird dafür wohl nicht reichen.
(Firma: egal) #7219331
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Christoph db1uq K. schrieb:
> Conrad hat sowas noch Nr. 591299
> 46cm breites Gehäuse, "2500Watt" aber "1500 W Blitzröhre "
> https://www.conrad.de/de/p/eurolite-2700-dmx-stroboskop-weiss-591299.html
> ...
> Mich wundert, dass nirgends Sicherheitshinweise zu möglichen
> Gesundheitsschäden stehen.

Da ist schon was drin beschrieben:
- 
https://asset.conrad.com/media10/add/160267/c1/-/gl/000591299ML02/bedienungsanleitung-591299-eurolite-2700-dmx-stroboskop-weiss.pdf

Stroboskop ist irgendwie sowas von 80er, wer nutzt denn sowas Heute noch 
freiwillig?
Gast #7219498
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Ich hab hier noch Überbleibsel von meinen Disco - Strobos. Die laufen an 
230V und mit 3 x 8 uF 450V Becherkondis. Die Stroborhre ist ein U und 
einmal gewendelt. Die Dinger sind vollkommen ausreichend. Waren damals 
in den 80er in deutschlands größter Disco. Wer weiß die noch?
Gast #7219521
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Peter D. schrieb:
> Ich hatte auch mal ein Stroboskop mit ner normalen Fotoblitzröhre
> gebastelt. Ich meine, da waren so max 1..10µF (MP-Kondensator)
> angegeben.

Als es noch in Mode war, Stroboskop und Lichtorgel zu haben, hatten wir 
einen 3µF im Einsatz. Das Ding ist mit 260V AC anegeben und wurde 
einfach mit Diode + Vorwiderstand aus der Netzspannung geladen. Die 
Röhre war ein etwas dickeres U, kleinere lebten nicht lange.

Mir sind im Testaufbau alle Blitzröhren 'leise' verstorben, einfach 
damit, dass sie Zündaussetzer bekamen.

Mit dieser Konstruktion, die wurde von einem Elektronikhändler in 
Heimarbeit gefertigt und als "Miranda" in diversen Läden vertrieben. 
Wenn man die mal messen würde ... jeder EMV-Tester prügelt einen direkt 
aus dem Labor.

So einen C habe ich mal auf einen Kontaktblock gelötet und eine Weile in 
der Spülmaschine als Motorkondensator betrieben, bis der korrekte Ersatz 
eingetroffen war. Im Gegensatz zu den bekannten 'Knallbonbons' waren die 
problemlos.
Angehängte Dateien:
Gast #7219921
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> von Musik und den 80er.
> DAS war die beste Musikzeit.

Unfug.
Mit so Schrottbands wie U2 "formed in 1976" fing es an.
Eher: Hoerte es auf...

Da war Punk ja noch besser.
Da musste man wenigstens nicht nach intellektuellem Inhalt suchen.
OP #7221770
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Peter D. schrieb:
> Die Schaltung funktioniert nicht, nur der untere 47µF wird aufgeladen,
> die 3 anderen Elkos haben alle 0V.

Korrekt, verzeichnet...so machts mehr Sinn! Heißt, die Elkos sind ein 
kapazitiver Vorwiderstand, korrekt? Hab die Elektronik aus dem 
Industrieblitzer genommen, aber die hat 3uF Fokos als Rv undvpumpt die 
130uF nicht schnell genug voll...4Hz max.

Der Triac mit Nulldurchgang ist vermtl auch essentiell?
Edit: Ne, da man ja die Blitzintensität einstellen kann, wird damit 
vermtl nur die im Elko gespeicherte Energie gesteuert...nen IGBT o.ä. 
gibt nicht, die Elkos hängen direkt an der Röhre.
Klaus.
Angehängte Dateien:
#7221876
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Moin,

Naja, was heisst Sinn? Das ist halt, wie wenn du einen Porsche hast und 
da tut dir die Werkstatt irgendwelche Winterreifen drauf, und 
zusaetzlich ein Bapperl ans Amaturenbrett mit einer z.b. 140km/h 
Geschwindigkeitsbegrenzung. Weil die Reifen halt nicht fuer schneller 
gedacht sind.
Musst halt vom Gas gehen, wenn die Karre 140 faehrt...
Hier solltest du den Triac nicht mehr zuenden, wenn die Spannung 360V 
betraegt. Lieber dann die Roehre zuenden. Dann wird die Spannung wieder 
kleiner :-)

Gruss
WK
#7221983
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Moin,

Klaus R. schrieb:
> ...und wenn der Triac legiert dann gibts ne Kernschmelze?
Naja, daher wundert mich diese Schaltung ja auch etwas. Aber vielleicht 
gibts noch ein paar mehr Sicherungsmassnahmen im nicht gezeichneten Teil 
der Schaltung.
> Bei nem Markenprodukt von Mettle?
Klingt fuer mich wie eine Firma, die Knoblauchbutter aus Streichwurst 
fertigt.

> Iwie...kaum zu glauben. Und die 30V sollens
> dann bringen? Hm.
Welche 30V?

Gruss
WK

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