Moin,
ich wollte obige Gegentaktstufe zur Ansteuerung eines p-Kanal-MOSFETs
nutzen, der eine ohmsche Last schalten soll. UB liegt im Bereich 11 bis
15 V, T1 wird mit 5 V von einem µC angesteuert.
Problem: die Schaltung funktioniert nur bis ca. 9 V. Bei höheren
Spannungen steigt die Spannung an der Basis von T2 und T3 nicht über 9 V
(UB unverändert), wenn T1 sperrt (Basis auf Masse). In der Folge liegt
am MOSFET deutlich weniger Spannung als UB an, wenn er eigentlich
sperren sollte (z.B. 9 V statt 13 V).
Wo bleibt die Spannung? Was ist an der Schaltung falsch?
Danke und Gruß, Udo
Moin,
ArnoR schrieb:>> Was ist an der Schaltung falsch?>> Drain und Source sind vertauscht.
Nein, das passt schon (p-Kanal). Darüber hinaus zeigt die Gegentaktstufe
das Verhalten auch, wenn der MOSFET nicht verlötet ist, und unter 10 V
funktioniert es sowieso.
Gruß, Udo
> Nein, das passt schon (p-Kanal).
Nein. Source muss an +Ub. Das Symbol ist total falsch, die
Rückwärtsdiode ist falsch gepolt. Und in der Schaltung sind Drain und
Soure vertauscht.
ArnoR schrieb:>> Nein, das passt schon (p-Kanal).>> Nein. Source muss an +Ub. Das Symbol ist total falsch, die> Rückwärtsdiode ist falsch gepolt. Und in der Schaltung sind Drain und> Soure vertauscht.
Also wenn ich mir das Datenblatt anschaue, sieht das Symbol und die
Verschaltung eigentlich völlig korrekt aus:
http://www.irf.com/product-info/datasheets/data/irf4905.pdf
Moin,
der MOSFET ist im Schaltplan korrekt eingezeichnet und in die Platine
richtig eingelötet. Er ist also sicher nicht das Problem.
Hätte vielleicht auch jemand eine Idee zum tatsächlichen Problem
Gegentaktstufe?
Gruß, Udo
> Also wenn ich mir das Datenblatt anschaue, sieht das Symbol und die> Verschaltung eigentlich völlig korrekt aus:> http://www.irf.com/product-info/datasheets/data/irf4905.pdf
Na dann schau nochmal genau hin, das Gate wird grundsätzlich am
Source-Anschluß herausgeführt und nicht am Drain. Irgendwas simmt also
nicht.
> steigt die Spannung an der Basis von T2 und T3 nicht über 9 V> (UB unverändert), wenn T1 sperrt (Basis auf Masse).
C und E von T1 beim Einbau vertauscht.
Udo schrieb:> Bei höheren Spannungen steigt die Spannung an der Basis von T2 und T3> nicht über 9 V (UB unverändert)...
Was meinst Du mit "UB unverändert"? Wo liegt die höhere Spannung an?
Moin,
MaWin schrieb:>> steigt die Spannung an der Basis von T2 und T3 nicht über 9 V>> (UB unverändert), wenn T1 sperrt (Basis auf Masse).>> C und E von T1 beim Einbau vertauscht.
Möchte ich ausschließen; habe ich zig Mal überprüft. Ich habe auch schon
eine Reihe neuer Transistoren durch. Immer wieder das gleiche Ergebnis,
das ich nicht verstehe.
Wenn T1 durchsteuert (Spannung an die Basis) geht das Gate von T4 sofort
auf Masse und T4 schaltet voll durch.
Wenn T1 sperrt - und sogar, wenn T1 ausgelötet ist - stellen sich an den
Basen von T2 und T3 nur max. 9 V ein, obwohl UB deutlich drüber liegt.
Ist denn wenigstens - Selbstzweifel machen sich breit ;-) - meine
Annahme richtig, dass sich an der Basis T2/T3 ca. UB einstellen muss?
T2 und T3 habe ich schon mehrfach getauscht (nagelneue Transistoren),
die Platine habe ich schon mit dem Mikroskop abgesucht, R8 hat
tatsächlich 470 Ohm. Ich verstehe das irgendwie nicht...
@MiWan: UB ist konstant, bricht also nicht ein. Mit über 9 V steigender
UB nimmt die Spannungsdifferenz zwischen UB und der Basis T2/3 stetig
zu, wenn T1 sperrt. Die Basisspannung kommt nicht über 9 V. Ja, auf dem
Schaltbild sind alle verbauten Komponenten vorhanden. Der Rest der
Schaltung besteht aus µC und dessen Eingänge.
Gruß, Udo
> wenn T1 ausgelötet ist - stellen sich an den> Basen von T2 und T3 nur max. 9 V ein, obwohl UB deutlich drüber liegt.
Dann kann bei T3 E und C vertauscht sein, denn dann geht die B-E-Strecke
in den Durchbruch.
@ArnoR (Gast)
>Na dann schau nochmal genau hin, das Gate wird grundsätzlich am>Source-Anschluß herausgeführt und nicht am Drain. Irgendwas simmt also>nicht.
Ich nix versteh'n ...
Wieso wird ein Gate am Source herausgeführt? Ein Gate wird doch beim
Gate herausgeführt?
@MaWin (Gast)
> C und E von T1 beim Einbau vertauscht.
Ich tippe eher auf selbiges (evtl. auch andere Anschlüsse) beim T3 ...
Bei diesen BC-Typen gibts nämlich unterschiedliche Anschlußreihenfolgen
(EBC, BCE, vielleicht noch mehr)
Also am besten die Transis rauslöten, Anschlüsse durchmessen, um eine
Idee von deren Funktion zu erhalten.
Moin,
Problem ist gelöst.
Es war ein Fehler in der genutzten Eagle-Lib. Bei T3 (dem pnp in der
Treiberstufe) waren tatsächlich die Pins E und C vertauscht :-(
Danke für die Hilfe und Gruß, Udo
Ich musste jetzt lange überlegen, was Du meinst.
Du störst Dich also daran, daß im Symbol das Gate auf derselben Höhe
links rausmacht, wie Drain auf dieser Höhe rechts rausmacht? Aha. Und
was hat das jetzt mit der eigenltlichen Funktion zu tun?
Mag ja sein, daß dies formell falsch ist, aber das sollte ja nicht das
Problem sein (selbst wenn D und S wirklich vertauscht wären, würde dies
nicht die beschriebenen Symptome verursachen).
> (selbst wenn D und S wirklich vertauscht wären, würde dies> nicht die beschriebenen Symptome verursachen).
Ja, da hast du recht. Aber wir sitzen ja nicht vor der echten
Schaltung,und können daher nicht wissen, was alles falsch ist. Die Infos
der TOs helfen meist nicht, wie auch in diesem Fall:
> Ich habe auch schon> eine Reihe neuer Transistoren durch. Immer wieder das gleiche Ergebnis,> T2 und T3 habe ich schon mehrfach getauscht (nagelneue Transistoren),> die Platine habe ich schon mit dem Mikroskop abgesucht, R8 hat> tatsächlich 470 Ohm.
Also erst mal alles genau abklären und wenns plausibel ist, dann über
das Problem reden. Das habe ich versucht und auch den richtigen Tipp
gegeben.
> Dann kann bei T3 E und C vertauscht sein, denn dann geht die B-E-Strecke> in den Durchbruch.> Bei T3 (dem pnp in der> Treiberstufe) waren tatsächlich die Pins E und C vertauscht :-(
ArnoR schrieb:>> (selbst wenn D und S wirklich vertauscht wären, würde dies>> nicht die beschriebenen Symptome verursachen).>> Ja, da hast du recht. Aber wir sitzen ja nicht vor der echten> Schaltung,und können daher nicht wissen, was alles falsch ist. Die Infos> der TOs helfen meist nicht, wie auch in diesem Fall:>>> Ich habe auch schon>> eine Reihe neuer Transistoren durch. Immer wieder das gleiche Ergebnis,>>> T2 und T3 habe ich schon mehrfach getauscht (nagelneue Transistoren),>> die Platine habe ich schon mit dem Mikroskop abgesucht, R8 hat>> tatsächlich 470 Ohm.
Was konkret hilft nicht an der Information, dass ein Bauteil-, Platinen-
oder Dimensionierungsfehler mit größter Wahrscheinlichkeit
auszuschließen ist? Diese Sachen also nicht "falsch" sind?
> Was konkret hilft nicht an der Information, dass ein Bauteil-, Platinen-> oder Dimensionierungsfehler mit größter Wahrscheinlichkeit> auszuschließen ist? Diese Sachen also nicht "falsch" sind?
Wenn alles richtig gewesen wäre, hätte die Schaltung ja funktioniert.
Wenn man so oft die Transistoren wechselt, muss man halt Datenblätter
lesen und nicht irgendwelche Infos aus zweiter Hand (Eagle) verwenden.
Nicht nur das Symbol des PNP ist falsch, auch das des P-Kanal-Mosfet.
ArnoR schrieb:>> Was konkret hilft nicht an der Information, dass ein Bauteil-, Platinen->> oder Dimensionierungsfehler mit größter Wahrscheinlichkeit>> auszuschließen ist? Diese Sachen also nicht "falsch" sind?>> Wenn alles richtig gewesen wäre, hätte die Schaltung ja funktioniert.
Irgendwie glaube ich, dass Du hier in erster Linie rumtrollen willst.
Keiner hat bislang geschrieben, dass alles richtig war, und der
Ausschluss der 3 o.a. Punkte bedeutet nicht, dass alles andere auch
richtig ist.
EOT
Hallo,
ich habe das gleiche Problem. Werden die Transistoren durch die
fehlerhafte Beschaltung zerstört, oder kann man die einfach auslöten und
andersrum wieder einlöten?
Danke!