Hallo zusammen!
Ich bin noch Einsteiger in diesem Gebiet und ich hab mal versucht nach
ein paar Youtube Videos, eine ganz einfache 3-Kanal LED-Lichtorgel zu
mit Paint zu zeichnen. Ich möchte die hinter einen Audioverstärker für
zwei Breitbänder einbauen. Könnt Ihr vielleicht mal drüber schauen und
mir Eure Meinung dazu sagen? Wird das überhaupt funktionieren, was ich
da zusammengebastelt habe?
Vielen Dank für eure Hilfe
Felix
Hmmm,
die LEDs gehören mit Vorwiderständen zumindest in die Kollektorleitungen
der Transistoren. Die Kondensatoren (sollen ja wohl zur Frequenztrennung
dienen) müssten mit passenden Widerständen (RC-Glied) an die Basen. Ein
Transistor, der nicht galvanisch am Emitter einen (Gleich)Strompfad nach
Masse hat ist einigermaßen sinnlos. Ein Kondensator trennt diesen
Gleichstrompfad!
Nach welcher YT-Quelle hast Du denn gezeichnet (Link?)
Old-Papa
Hallo Felix,
schau doch mal hier:
http://www.b-kainka.de/bastel85.htm
Wenn du direkt am Kondensator 1µF einspeist kannst du den Vorverstärker
weglassen.
changman
Felix schrieb:> Wird das überhaupt funktionieren, was ich da zusammengebastelt habe?
Nein.
Felix schrieb:> Eure Meinung dazu sagen?
Ist zwar nett als Einsteigerschaltung, aber besser mal eine Schaltung
angucken die von jemandem stammt, der es schon kann.
Dein 'Daten' Musiksignal schliesst du für hohe Frequenzen erst mal mit
0.1uF unten kurz, was dann übrig bleibt darf durch die grüne LED den
unteren Transistor aktivieren, der dann deine Batterie kurzschliesst und
kaputt geht. Die anderen Transistoren kommen erst gar nicht zum Zuge (es
sei denn die rote LED ist mit deuglich weniger Spannung, z.B. 1.6V
zufrieden als die grüne mit 2.1V).
Das hast du sicher nicht so gewollt. Es sind so viele Fehler drin, dass
nach dem Korrigieren nichts übrig bleibt.
LEDs leuchten proportional zum Strom. Man braucht also gesteuerte
Stromquellen. Die wollen keine Musik, sondern ein gleichgerichtetes
gefiltertes sogenanntes Hüllkurvensignal. Das stammt aus 3 Filtern die
die Frequenzen des Musiksignals trennen. Dazu kann man durchaus
Hoch/Band/Tiefpassfilter 1. Ordnung passiver Bauart verwenden, wenn man
mit verstärktem Audio reinkommt.
Mr.Tom schrieb:> Das würde ich sein lassen, Lichtorgeln sind so 80er
Essen und kleiden auch. Das haben wir auch schon in den 80ern gemacht,
unbedingt sein lassen!
Old-Papa
Youtube Videos sind erfahrungsgemäß eine schlechte Quelle für
Bauanleitungen. Ich habe schon einige ausprobiert aber sie sind alle
misst.
Kennst du schon den "Hack", Schnittrosen in Kartoffeln zu stecken und
einzupflanzen? Klingt super, funktioniert aber auch garantiert nicht,
trotz der beeindruckenden Videos.
Oder die Smartphone-Killer Lichtorgel mit nur einem Transistor?
Bedenke, daß viele Youtuber auf eine hohe Klick-Zahl hoffen, um Geld zu
verdienen. Manche Leute schämen sich nicht, dazu schlecht Tipps und
gefälschte Aufnahmen einzustellen. Manche gehen sogar über Leichen, sie
ziehen ihr Video nichtmal zurück, nachdem viele ihr Smartphone aufgrund
des Videos gegrillt haben.
Meine Tipps sind auch nicht immer 100% sauber, aber ich mache das nicht
in böser Absciht und verdiene mit meiner Homepage auch kein Geld. Ganz
im Gegenteil, ich bezahle jährlich 50 Euro, damit meine Seite Werbefrei
ist. Außerdem korrigiere ich Fehler, wenn sie gemeldet werden.
Ha, der Kollege Kania hat schonmal genau das zu Papier gebracht, was ich
oben mit meinem Gestammel versuchte zu erklären.
Je nach LEDs müssten Spannung, Vorwiderstände und Transistoren (kühlen!)
angepasst werden.
Erwarte davon aber keine Wunder, die Tiefen, Mitten und Höhen sind nicht
besonders scharf getrennt. Zum angeben im Partykeller reicht das aber
;-)
Die Farben sollte man aber ändern: Rot = Tiefen, grün = Mitten und blau
= Höhen. Das entspricht eher dem menschlichen Empfinden.
Old-Papa
Stefan U. schrieb:> Tiefe Töne sind rot? Faszinierend.
Nein. Tiefe Töne sind grün. Der Tiefpass ist der obere Transistor mit
den davorgeschalteten 10k und 100nF nach Masse!
Stefan U. schrieb:> Tiefe Töne sind rot? Faszinierend.
Analog zur Wellenlänge ;-) Also Ja. Aber es muss ja nicht.
Ach Du grüne Neune schrieb:> Nein. Tiefe Töne sind grün. Der Tiefpass ist der obere Transistor mit> den davorgeschalteten 10k und 100nF nach Masse!
In der vorgestellten Schaltung ja. Du hast aber meinen Post nicht
verstanden.
Old-Papa
Axel R. schrieb:> Wenn man in den Emitter noch einen kleinen Widerstand einbaut
...dann werden die RC-Filter aber nicht mehr durch den Transistor
niederohmig belastet und funktionieren dann nicht mehr frequenzabhängig,
was aber bei einer Lichtorgel erforderlich ist. Früher in den 80ern
wurden die Glühlampen für die Lichtorgel mit Triacs hart geschaltet, je
härter um so besser sieht es aus.
Ach Du grüne Neune schrieb:> Früher in den 80ern> wurden die Glühlampen für die Lichtorgel mit Triacs hart geschaltet, je> härter um so besser sieht es aus.
.... und je mehr hat sich der Kollege am Mischpult (manchmal ich) in den
Ar*** gebissen.
Je härter geschaltet, desto mehr Störungen! Vor allem bei Thyristoren
und Triacs.
Nein, die Lampen wurden eher weich geschaltet, dazu wurden sie (bei
meinen Eigenbauten) immer leicht vorgeglüht. Das war der Lebensdauer vom
Glühobst dienlich und schneller waren sie dadurch auch ;-)
Old-Papa
Ach Du grüne Neune schrieb:> Früher in den 80ern wurden die Glühlampen für die Lichtorgel> mit Triacs hart geschaltet, je härter um so besser sieht es aus.
Nope.
Früher wurden Glühlampen vorgeheizt, damit sie überhaupt schnell genug
an gingen. Sie waren in der Lichtorgel also nie ganz aus, sondern
glimmten immer vor sich hin.
Und es machte schon Sinn, bei lauteren Tönen die Lampe heller, also mit
grösserem Phasenwinkel, zu betreiben, sonst wären nämlich meist alle
Lampen ganz an gewesen (ausser in den Pausen) - wahrlich keine
lichtorgel.
Mr.Tom schrieb:> Das würde ich sein lassen, Lichtorgeln sind so 80er
Dieses frequenzabhängige mehrkanalige Geflimmer wirkt heutzutage in
der Tat absolut vorgestrig und pubertär. Angesagt sind jetzt die
unter-schiedlichsten Lichteffekte, die ausschliesslich präzise vom Takt
der
Musik getriggert werden.
Ok vielen Dank für eure ganzen Tipps und Ideen.
Ja wie gesagt ich kenn mich da noch nicht so aus. Ich werd dann mal
meinen alten Schaltplan wegschmeißen und es noch einmal versuchen :)
Da bin ich noch einmal. Also jetzt mal rein theoretisch ich hab da eine
ganz einfache Zeichnung gefunden für eine Musik LED. Das ist dann zwar
keine Lichtorgel mehr aber ich könnte dann einfach eine 12V Lichterkette
anschließen und die würde im Rhythmus leuchten...
müsste ich da noch irgendwas beachten. Für mein Projekt würde solch eine
einfachere Beleuchtung vollkommen ausreichen.
Danke für eure Rückmeldung
Felix
Felix schrieb:> Also jetzt mal rein theoretisch ich hab da eine> ganz einfache Zeichnung gefunden für eine Musik LED. Das ist dann zwar> keine Lichtorgel mehr aber ich könnte dann einfach eine 12V Lichterkette> anschließen und die würde im Rhythmus leuchten...
Eine Lichterkette wohl niemals, eher würde der Transistor (soll wohl
einer sein) "leuchten"
> müsste ich da noch irgendwas beachten.
Ja, dass Du genügend Nachschub an Handys oder an was auch immer du das
anstöpseln möchtest, hast. Der Trend scheint zum Flatrat-Handy zu gehen
(jeden Tag ein neues....)
Old-Papa
Felix schrieb:> Da bin ich noch einmal. Also jetzt mal rein theoretisch ich hab da eine> ganz einfache Zeichnung gefunden für eine Musik LED.
Freitag ist übermorgen! Dann bist Du dran :-)
> Da bin ich noch einmal.> Beitrag Beitrag "Re: Einfache Lichtorgel bauen"
Das ist genau die Schaltung, die du NICHT bauen sollst. Damit haben
schon einige Leute ihr Smartphone gekillt. Ich hatte dazu den Auto
angeschrieben, under antwortete Sinngemäß "Ist mir doch scheiß egal,
Hauptsache die Klickraten sind gut".
Wenn du aus Versehen den Transistor verpolst oder sonstwie überlastet,
kann der Eingang zum Ausgang werden undd ann kommen da fast volle 12V
raus. Rate mal, wie dein Smartphone das mag. Oder deine sonstige
Signalquelle.
Ach Du grüne Neune hat wenigstens noch einen Widerstand (R2)
hinzugefügt, der deine Signalquellen vor dem Schlimmsten beschützt. So
ist es besser.
Dennoch ist die Schaltung Käse. Sie taugt nur für ein kurzen Aha Effekt
für den Elektronik-Experimente-Adventskalender. Mehr nicht. Du wirst
sehen.
Hier ist doch schon ein fertiger brauchbarer Schaltplan:
Beitrag "Re: Einfache Lichtorgel bauen"
Der einzige Haken - es ist kein Youtube Video, sondern ein Schaltplan.
Da musst du jetzt durch.
Matthias S. schrieb:> Da musst du jetzt durch.
Die Schaltung dauert beim Aufbauen zu lange. Es muss schnell gehen und
ein paar Lichtblitze reichen auch aus, die müssen nicht unbedingt
frequenzabhängig sein. Hauptsache hell und ganz viel davon und billig.
Danach geht's fluxartig zum nächsten Projekt. :D
Felix schrieb:> Also jetzt mal rein theoretisch ich hab da eine> ganz einfache Zeichnung gefunden für eine Musik LED
DAs ist schön, ne,
Ich habe auch eine einfache Zeichnung gefunden von Mona Lisa.
Michael B. schrieb:> Ich habe auch eine einfache Zeichnung gefunden von Mona Lisa.
Die ist aber sehr einfach gehalten, die markanten Merkmale von der Mona
Lisa sind bis auf's Minimum von Dir reduziert worden. Und trotzdem kann
jeder noch deutlich eine Mona Lisa auf dem Dance Floor erkennen,
faszinierend. :)
Michael, ich glaube Deine Mona Lisa wird gleich vom Moderator gelöscht.
Hier schnell nochmal die echte Mona Lisa zum Vergleich, ist schon ein
bisschen aufwändiger gezeichnet.
Deswegen habe ich auch in gewisser Weise Verständnis für den TO, weil er
mit seiner einfachen Schaltung ein schnelles Erfolgserlebnis bekommt.
Das kann auch wichtig sein.
Auf dem Auge von Mona Lisa steht sogar noch der Da-Vinci-Code drauf. Ich
kann ihn aber selbst bei starker Vergrößerung des Bildes, leider nicht
vernünftig entziffern. Schade. :/