Hallo,
habe hier einen LiFePo Akku mit 12 Zellen in Serie. Daran ist eine
Einzelspannungüberwachung über 13 Leitungen angeschlossen. Die
Einzelspannungüberwachung versorgt sich über die unteren 2 Zellen mit
Strom. Dies debalanciert mir den Akku, wenn ich die Schaltung angesteckt
lasse.
Momentan arbeite ich mit einem Steckverbinder, dies ist jedoch kritisch,
denn viele Steckverbinder sind nicht für das andauerne Stecken und
Trennen gemacht. Zusätzlich besteht das Risiko, das Abstecken oder das
Anstecken zu vergessen. Beides darf nicht passieren.
Ich plane ein Schloss in den Akku einzubauen, mit dem u.a. auch die
Einzelspannungüberwachung vom Akku getrennt wird. Eine Methode wäre über
12 Relais bzw. 6 Relais bei 2xEin Kontakten. Die Masseleitung darf
verbunden bleiben. Hätte den Vorteil, dass diese Lösung keinen Ruhestrom
zieht.
Gibt es eine andere (bessere) Methode, die 12 Leitungen zu trennen? Ich
denke an ein IC mit 12 Ein- und Ausgängen und einem Enable. Leider keine
Ahnung, ob es sowas gibt. Die max. Akkuspannung wäre 43.2V, die
Stromaufnahme der Einzelspannungüberwachung schätze ich auf 100mA, wenn
die Beleuchung des TFT-Displays an ist. Sonst eher 10mA.
Michael
Max D. schrieb:> Probier mal ob es reicht wenn du Masse oder plus abtrennst. Wenn dein> Ding teuer ist, dann analysier die Schaltung.
Teuer ist das Ding nicht gerade, aber seit längerem nicht lieferbar. Man
arbeite an einer neuen Version. Ob die jemals kommt, ist fraglich. Also
besser Vorsicht. Plus abtrennen macht keinen Sinn, da sich die Schaltung
aus den unteren beiden Zellen eines 12 Zellen Strangs speist.
Michael B. schrieb:> Hängt vom Strom ab, der über die Leitungen fliesst. Wenn es nur> ZellenÜBERWACHUNG ist, ist der ja gering, so daß hochohmige Verbindungen> ausreichen.
Der Messstrom ist minimal. Eine Abschaltung wäre problemlos, wenn die
Schaltung eine eigene Stromversorgung z.B. über einen DC/DC Wandler
hätte, der sich aus der Gesamtspannung des Akkus speist. Dann könnte man
den DC/DC Wandler abschalten und der Fall wäre erledigt.
Bei dem Ding hier ist die 3. Leitung von unten gleichzeitig die
Stromversorgung. Wenn ich in diese 3. Leitung ein Amperemeter
einschleife (Messbereich 100mA), erhalte ich schon einen gewaltigen
Messfehler.
Als Stromaufnahme an der 3. Leitung messe ich 70mA, ich muss mit der
Strombegrenzung aber über 100mA bleiben, weil sonst die
Einzelzellenüberwachung dauernd resetet (pulst). Mit dem MAX-IC wird das
wohl leider nix.
Michael
Hast du mal nachgeschaut wie das intern gekabelt ist? Vlt kannst du
gezielt das Netzteil von der messspannung trennen oder man sieht, dass
nur spannungsteiler angeschlossen sind, dann kann man normal einfach die
Spannung abklemmen (mit einem einzelnen relais an der zweiten Zelle)
ohne dass die Schaltung Probleme macht.
Max D. schrieb:> Hast du mal nachgeschaut wie das intern gekabelt ist?
Das ist schwierig, auf der Oberseite der Platine ist ein kleines
TFT-Display mit irgendeinem doppelseitig klebenden Schaum aufgeklebt.
Irgendein winziger SMD-Folienstckverbinder ist auch noch dazwischen und
Bauteile ebenso. Aber die Idee ist gut. Ich verschiebe die Operation,
bis ich ein zweites Gerät als Ersatz habe. Die Wahrscheinlichkeit ist
gross, dass das Gerät bei einer solchen Operation defekt geht.
Michael
Bei klebirgem Kram wirkt Wärme Wunder.
Evtl. Kannst du ja von der anderen Seite die Platine anwärmen, normale
Bauteile sind bis 85°C spezifiziert, sind also nicht gleich kaputt...
Zwischen Display und Platine ist ein grosses Pad in der Art wie
doppelseitiges Klebeband, nur ca. doppelt so dick. Die Rückseite des
TFT-Displays scheint mir zudem aus Folie zu besten. Man wird das
doppelseitige Klebeband mit einer Klinge durchtrennen müssen. Wenn da
der Foliensteckverbinder nicht wäre. Das Ganze ist eher was für einen
Gefäßchirurgen.
Micha