Ich muss mal um Rat fragen. Ich arbeite als Doktorand an einer Uni im
Bereich Elektrotechnik. Ein Projekt geht gerade zu Ende muss muss fertig
werden. Mein Teil ist durch aber für einiges benötige ich die Hilfe
eines technischen Mitarbeiters. Dieser ist jedoch alles andere als
willig. Das geht nicht nur mir so.
Der Mensch macht immer nur das nötigste und stellt nun meine Sachen
völlig hinten an. Kommt erst so gegen 12 und geht um 17 Uhr. Das Problem
bei dem ist, dass immer gerade so viel gemacht wird damit der Chef
nichts merkt und die Sachen werden dann auch gut gemacht. Der Chef hört
auf ihn und die haben ein gutes Verhältnis. Generell ist es so, dass
viel Hobby während der regulären Arbeitszeit betrieben wird.
Meine Frage ist nun, wie man den dazu bekommt was zu machen und zwar mal
konsequent ohne zum Chef zu rennen weil das eh nichts bringt?
Kevin schrieb:> Der Mensch macht immer nur das nötigste und stellt nun meine Sachen> völlig hinten an. Kommt erst so gegen 12 und geht um 17 Uhr. Das Problem> bei dem ist, dass immer gerade so viel gemacht wird damit der Chef> nichts merkt und die Sachen werden dann auch gut gemacht. Der Chef hört> auf ihn und die haben ein gutes Verhältnis. Generell ist es so, dass> viel Hobby während der regulären Arbeitszeit betrieben wird.
Der Typ macht alles richtig :)
Von wegen Sie sind Doktorand...
Sie sollten als Erstes einmal lernen, wie man sich klar und verständlich
ausdrückt.
Ihr gesamtes Pamphlet erinnert an ein einziges Gestammel.
Unglaublich das sich so etwas heutzutage Doktor nennen möchte.
Kevin schrieb:> Meine Frage ist nun, wie man den dazu bekommt was zu machen und zwar mal> konsequent ohne zum Chef zu rennen weil das eh nichts bringt?
So ist es eben im ÖD; ich habe damals während meines Studiums in
mehreren Instituten gesehen, was dort für Leute herumlaufen und welche
Arbeitseinstellung sie besitzen. Es wird Dir nicht gelingen, solche
Leute zur Arbeit zu bewegen. Das haben vor Dir auch schon etliche andere
versucht und sind daran gescheitert. Und das gilt als Erfolg.
Die einzige Möglichkeit besteht darin, solche Leute zu umgehen und
notfalls vieles selbst zu machen. Es kann durchaus passieren, dass man
so viel Zeit dabei verliert, dass man seine eigene (Abschluss-)Arbeit
nicht mehr schafft und dann selbst auf der Strecke bleibt. Es gab damals
bei uns mehrere solche Leute, die man auf den ersten Blick für etwas
schnarchige "Vollakademiker" hielt, aber in Wirklichkeit gestrandete
Studenten waren, die seit zwanzig Jahren auf ihrer halben Hiwi-Stelle
saßen und nebenher Taxi fuhren oder Fritten brieten. Die Krönung war
aber ein promovierter Physiker, der keinerlei wissenschaftliche Aufgaben
hatte, sondern nur zwei Aufgaben: Schlüssel und Parkausweise. Manchmal
musste er irgendwelche Übungsgruppen leiten und ließ dann willkürlich
den Großteil der Studenten durchfallen. Lehrveranstaltungen: nope. Ich
hatte sehr großes Glück, mit ihm fast nie etwas zu tun gehabt zu haben.
Dann gab es noch einen Techniker, in dessen Arbeitsvertrag stand, dass
er als Mitarbeiter von Prof. X. beschäftigt sei. Dieser Professor war
aber schon lange im Ruhestand. Der Techniker hatte dann keine Aufgaben
mehr, musste aber weiterhin beschäftigt werden. Er saß schon seit über
zehn Jahren in einem ansonsten leeren Minibüro und achtete darauf, sehr
pünktlich zur Arbeit zu kommen und seine Zeit abzusitzen. Alle warteten
darauf, dass er sich irgendwann einmal verspätete, um ihn abmahnen und
ggf. rauswerfen zu können, aber dies geschah nicht.
Ein anderer Techniker hatte auf Grund seines Dilletantismus
Zutrittsverbot zu fast allen Laborräumen. Er saß in einem vollgemüllten
Minibüro, köchelte den ganzen Tag auf seiner Erbsensuppe herum, deren
Geruch den ganzen Flur füllte, und verwaltete das Lager mit
elektronischen Bauelementen. Hierbei musste man aber gewaltig aufpassen.
Die Elkos waren in den Lagerbehältnissen fein säuberlich mit den
Anschlussdrähten nach oben aufgereiht. Der Techniker lud jeden Tag die
Elkos auf ihre Nennspannung auf, damit das Dielektrikum nicht
degeneriert. Ein erheblicher Teil des Lagerbestandes waren aber Elkos
aus Röhrenzeiten, die dann eben mit mehreren hundert Volt im Lager
lagen. Immerhin wies der Techniker einen darauf hin, wenn man etwas aus
dem Lager benötigte. Es gab aber keine Warnschilder o.ä..
Was viele Promotionsstudenten übersehen: Die Techniker arbeiten da Jahre
lang, die schlauen Studenten wechseln alle drei Jahre (im Mittel sogar
weniger). Wer im ÖD mehr macht, als das hier beschriebene, macht etwas
falsch...
Das gleiche habe ich aber auch erlebt. Ich war in einem Institut und da
war so einer der unglaublich viel konnte und fachlich unglaublich gut
war. Der war technischer angestellter. Das Problem was ich mit dem
hatte, dass man für manches auf ihn angewiesen war und er für diverse
Dinge die Verantwortung hatte und dann nichts fertig wurde.
Das ging sogar so weit, dass es bei wirklich wichtigen Projekten wo es
um viel Geld ging einfach nichts passiert ist. Der wusste natürlich
genau, dass ÖD als technischer Angestellter Unkündbarkeit heißt.
Trotzdem würde ich mich schämen andere so hängen zu lassen.
Kevin schrieb:> Der Mensch macht immer nur das nötigste und stellt nun meine Sachen> völlig hinten an. Kommt erst so gegen 12 und geht um 17 Uhr. Das Problem> bei dem ist, dass immer gerade so viel gemacht wird damit der Chef> nichts merkt und die Sachen werden dann auch gut gemacht. Der Chef hört> auf ihn und die haben ein gutes Verhältnis. Generell ist es so, dass> viel Hobby während der regulären Arbeitszeit betrieben wird.
Geiler Typ! Nicht jeder ist so ein High potential wie du ?
Chistoph S. schrieb:> Das gleiche habe ich aber auch erlebt. Ich war in einem Institut und da> war so einer der unglaublich viel konnte und fachlich unglaublich gut> war. [...]> Trotzdem würde ich mich schämen andere so hängen zu lassen.
Da stellt sich sogleich die Frage, ob der gute Mann eine Stelle
bekleidete, die seiner Qualifikation entsprach.
Weiter fragt sich, ob die ihm angetragenen Aufgaben seiner
Stellenbeschreibung entsprachen.
Wenn beide Antworten "nein" lauten, ist sein Verhalten zu verstehen. Man
muss es nicht mögen, aber das beabsichtigt er dann wohl auch eher nicht.
Kevin schrieb:> Meine Frage ist nun, wie man den dazu bekommt was zu machen und zwar mal> konsequent ohne zum Chef zu rennen weil das eh nichts bringt?
Das ist der völlig falsche Ansatz. Du bist noch nicht allzu lange dabei
oder?
Lass dir gesagt sein: Lerne das System zu nutzen und such dir
langfristig was anderes. Bei allen anderen Optionen arbeitest du dich
selbst auf.
Letzteres kann ich jedem halbwegs motivierten und leistungsfähigem
Menschen empfehlen: Promotion und weg. Ist auch mein Ziel.
Also nutze den Laden für deine Zwecke. So ist das auch gedacht. Wir
haben hier teils Forschunsprojekte gehabt, wo Monate lang irgendwas
zusammengetragen werden sollte an Infos. Welch ein Schwachsinn, dachte
ich erst. Das machen wir in 1-2 Wochen! Den Rest der Zeit können wir
dann für eigene Zwecke nutzen. Sprich: Die Promotionsthemen. Und sehe
das keinesfalls so eng. Wenn du Thema X machen sollst, dich aber auch
Thema Y interessiert, dann mach einfach mal ein wenig Thema Y. Es wird
sich schon ne Option finden, das in Richtung X reinzuverkaufen. Und wenn
nicht, dann hast du halt so was gelernt.
Letztendlich: Entweder den Leuten/Geldgebern ist das total egal oder sie
freuen sich sogar noch, dass du über den Tellerrand blickst.
Kevin schrieb:> Das Problem> bei dem ist, dass immer gerade so viel gemacht wird damit der Chef> nichts merkt und die Sachen werden dann auch gut gemacht.
Genau der hats verstanden wie es läuft. Je nach Projekt kommt es auch
gar nicht so auf die Ergebnisse an. Ich habe genügend Projekte gesehen
wo gar nix rausgekommen ist. Oder sogar innerhalb von 2-3 Tagen gezeigt
werden konnte, dass die Entwicklung der letzten 3 Jahre, wo ein großes
Team richtig stolz war, konzeptionell so fehlerhaft ist, dass es
(beweisbar!) in die Tonne getreten werden MUSS. Was ist daraufhin
passiert? Rückforderung der Projektmittel? Kündigung? Abmahnung? Nein.
Es gab eine Fortsetzung des Projekt. Denn das erste hat ja geklappt, man
hat sich nicht zerfleischt. Also machen wir mal weiter.
Ich würde sogar soweit gehen und sagen, dass das eigentliche
Projektergebnis gar nicht wichtig ist, alles andere was außenherum
entstehe ist richtig wertvoll: Kontakt werden aufgebaut, Ideen
ausgetauscht, Fähigkeiten erlernt, etc.
Kevin schrieb:> Meine Frage ist nun, wie man den dazu bekommt was zu machen und zwar mal> konsequent ohne zum Chef zu rennen weil das eh nichts bringt?
Kannst du gern machen, zum Chef zu rennen. Das kann aber schnell zu mehr
Arbeit führen. Weil wenn du jetzt auf die andere Person warten musst,
dann mach doch lieber stattdessen erstmal was anderes...
Generell lässt sich aber sagen: Diese Phase tritt erst ein wenn die
Leute entfristet sind. Solange die halbwegs was tun bzw. den Anschein
erwecken, bleiben sie. Es muss schon richtig viel zusammenkommen, dass
jemand rausgeworfen wird.
Lass dir das auch eine Warnung sein: Lass dich NICHT entfristen, solange
du noch nicht mit der Promotion durch bist. Ich kenne so viele Leute
mit: "Promoviere ich dieses Jahr nicht, dann promoviere ich vielleicht
nächstes Jahr, oder auch nicht, ist ja Zeit ...".
Zu guterletzt: Versuch externe Abhängigkeiten in deinem
Promotionsprojekt soweit wie möglich zu reduzieren. Entweder indem du
fremde Teilergebnisse gar nicht brauchst, oder indem du sie selbst
erzeugst. Wir haben hier schon Schatten-Entwicklung betrieben, weil wir
wussten, dass es einer der Projektpartner vermutlich nicht rechtzeitig
in der erforderlichen Qualität hinbekommt. Ressourcen? Siehe oben:
Irgendwo lässt sich immer Zeit dafür finden oder Geld umdefinieren.
(Und nein, das hier ist nicht übertrieben. Ich hab mein Ziel soweit fast
erreicht und das ein paar Jahre bereits mitgemacht. Das hier ist eher
noch eine schöne Beschreibung von dem, was wirklich vor sich geht. Du
hast es nämlich noch gut. Noch keine Intrigen offenbar, niemand klaut
dir Ergebnisse, schleicht sich auf Paper drauf, blockiert absichtlich
Equipment um dich auszubremsen etc.).
> > Meine Frage ist nun, wie man den dazu bekommt was zu machen
Eine bewährte Methode ist die glaubhafte Androhung körperlicher
Gewalt. Dazu müsstest du aber auch Arme haben, und keine
Klingeldrähte.
Chistoph S. schrieb:> Der wusste natürlich> genau, dass ÖD als technischer Angestellter Unkündbarkeit heißt.
Na da hat aber wieder einer eine große Kelle aus der öffentlich
aufgestellten Suppe der Halbwahrheiten genommen und verteilt das ganze
nun auch weiter.
Wow. Selten so einen Bullshit gelesen.
Manuel X. schrieb:> Chistoph S. schrieb:>>> Der wusste natürlich>> genau, dass ÖD als technischer Angestellter Unkündbarkeit heißt.>> Na da hat aber wieder einer eine große Kelle aus der öffentlich> aufgestellten Suppe der Halbwahrheiten genommen und verteilt das ganze> nun auch weiter.>> Wow. Selten so einen Bullshit gelesen.
Ok lass mich korrigieren: Unkündbar aus betrieblichen Gründen. Wer klaut
oder sich sonst extrem daneben benimmt kann natürlich rausfliegen aber
unterschätze niemals die Macht des Personalrates im ÖD.
Vielleicht kannst du ihn mit etwas locken. Handwerkern stellt man auf
der Baustelle einen Kasten Bier hin und serviert Leberkäse Semmeln.
Vielleicht mag der ja auch was das du ihm bieten kannst.
Chistoph S. schrieb:>> Ok lass mich korrigieren: Unkündbar aus betrieblichen Gründen. Wer klaut> oder sich sonst extrem daneben benimmt kann natürlich rausfliegen aber> unterschätze niemals die Macht des Personalrates im ÖD.
Dessen bedarf es mitunter überhaupt nicht.
Ich erinnere mich an einen Sektionsgehilfen, der seine Coladosen im den
Kühlschubladen, notfalls zwischen den Füßen der Leichen, bunkerte.
Mittags hatte der vermutlich schon die erste Flasche Schnaps weg.
Der Mann war eine Seele von Mensch (das war wohl mit das Problem) und
insbesondere zu uns Studenten immer super nett. Solange der
funktionierte, und das tat er eigentlich immer, bestand kein Anlass zu
arbeitsrechtlichen Maßnahmen. Ob aus fürsorglichen Erwägungen heraus
eine Intervention sinnvoll und damit geboten gewesen wäre, mag ich nicht
beurteilen.
Kevin schrieb:> Der Mensch macht immer nur das nötigste und stellt nun meine Sachen> völlig hinten an.
Werd einfach mal ein normaler Mensch und lern wir arbeiten funktioniert.
Ben S. schrieb:> Leistung muss sich wieder lohnen! schrieb:>> Leistung muss sich wieder lohnen!>> Leistung muss sich wieder lohnen! Der Westerwelle war das oder? Die> Reduzierung des Menschen auf ein Humankapital, das ist was heutzutage> zählt.>> Youtube-Video "Best of Dude Karl - Leistungsträger - Minderleister"
Kannst du dich mit diesem Typen identifizieren? Mein Beileid. Denke aber
das spiegelt das Publikum ganz gut wieder.
Fred schrieb:> Kannst du dich mit diesem Typen identifizieren? Mein Beileid. Denke aber> das spiegelt das Publikum ganz gut wieder.
Vollkommen, denn er hat mit allen seinen Videos absolut Recht.
Ben S. schrieb:> Fred schrieb:> Kannst du dich mit diesem Typen identifizieren? Mein Beileid. Denke aber> das spiegelt das Publikum ganz gut wieder.>> Vollkommen, denn er hat mit allen seinen Videos absolut Recht.
Der Typ ist völlig Banane und peinlich ohne Ende. Auch wenn das Satire
und eine Kunstfigur sein soll, reicht es maximal zum Fremdschämen. Recht
hat er nur in dem Punkt, dass er sich selbst als Minderleister
bezeichnet.
Ben S. schrieb:> Fred schrieb:>> Kannst du dich mit diesem Typen identifizieren? Mein Beileid. Denke aber>> das spiegelt das Publikum ganz gut wieder.>> Vollkommen, denn er hat mit allen seinen Videos absolut Recht.
Dann weiß man ja wo man bei dir dran ist. Verteilst du die Scheiße auch
in deinem Kollegenkreis? Vielleicht kannst du die Firma nennen, die du
hast oder in der du arbeitest damit ich weiß womit ich nie Interaktion
haben sollte.
Fred schrieb:> Vielleicht kannst du die Firma nennen, die du> hast oder in der du arbeitest damit ich weiß womit ich nie Interaktion> haben sollte.
Träum weiter ?. Ich bin ja auch ein Minderleister. Ich habe 10 Jahre in
Vollzeit gearbeitet, mit dem verdienten Geld gut gewirtschaftet und habe
nun meine abbezahlte Bude. Jetzt arbeite ich nur noch 16 bis 20h und
mache Dienst nach Vorschrift. Und ich lache über all, die tagtäglich zu
ihrer Arbeit müssen und im Stau stehen. Das sind alles arme Würstchen,
die mir leid tun...
Aber jeder soll nach seiner Façon selig werden...
Qwertz schrieb:> Im Home Office gibt es keinen Stau.
Tja. Ich mache auch kein Homeoffice. Ich habe 5 Tage Wochenende, während
du auch daheim buckeln musst. Ansonsten fahre ich mit meinen Koga E-Bike
zur Arbeit. Hast du erst einmal keinen Kredit oder Miete mehr an der
Backe, dann lebt es sich ganz ungeniert. Und das soll kein Angeben sein
- das kann jeder hier studierte Masterand/Bachelorette in Informatik,
E-Technik und sonstigen Ingenieurwissenschaften erreichen.
Ben S. schrieb:> Qwertz schrieb:> Im Home Office gibt es keinen Stau.>> Tja. Ich mache auch kein Homeoffice. Ich habe 5 Tage Wochenende, während> du auch daheim buckeln musst. Ansonsten fahre ich mit meinen Koga E-Bike> zur Arbeit. Hast du erst einmal keinen Kredit oder Miete mehr an der> Backe, dann lebt es sich ganz ungeniert. Und das soll kein Angeben sein> - das kann jeder hier studierte Masterand/Bachelorette in Informatik,> E-Technik und sonstigen Ingenieurwissenschaften erreichen.
Ich muss zugeben, dass ich ein bisschen neidisch bin. Wie lange hast du
dafür gebraucht?
Sachengibts schrieb im Beitrag #6274489:
> Im ÖD sind doch lauter High Performer
*innen (m/w/d). Bitte um die Beachtung aller Geschlechter.
Meinst du dass sich dort manche einfach nur nach oben gebumst haben? ?
Und am Ende sogar noch stolz darauf sind?
Ben S. schrieb:> Ich habe 5 Tage Wochenende, während du auch daheim buckeln musst.
Ich muss gar nichts, ich mache das gerne. Mein Beruf macht mir nämlich
Spaß, ich sehe das als eine Art gut bezahltes Hobby an. Trotzdem bleibt
neben der Arbeit immer noch genug Zeit für Anderes. Arbeit im
Wunschberuf ist meiner Meinung nach jedenfalls nichts, was es im Leben
mit allen Mitteln zu vermeiden gilt, sondern ein integraler Bestandteil
des eigenen Lebens.
Selbst wenn ich bereits so viel Vermögen hätte, dass ich nicht mehr
arbeiten müsste (was auf einem bestimmten Level bereits der Fall ist,
der mir aber nicht ausreicht), dann würde ich mich trotzdem mit
ähnlichen Themen beschäftigen wollen wie in meinem aktuellen Job als
Ingenieur.
Qwertz schrieb:> Ich muss gar nichts, ich mache das gerne.
Naja, stimmt zwar so, aber viele Leute wollen sich nicht stigmatisieren.
Wenn du nicht mehr arbeiten musst aufgrund deines Vermögens und das auch
so machst, dann bist du bei viele als faule Sau etc. unten durch - etwas
was mir völlig egal ist. Das könne dann auch die Nachbarn etc. sein, das
möchten viele nicht riskieren.
Qwertz schrieb:> Mein Beruf macht mir nämlich> Spaß, ich sehe das als eine Art gut bezahltes Hobby an.
Mein erlernter Beruf hat mir vor dem Studium auch Spaß gemacht. Die
Arbeit in diesem dann überhaupt nicht mehr. Inzwischen schaue ich halt,
was ich stattdessen machen könnte. Ich werde aber ganz bestimmt nichts
in VOllzeit machen und schon gar nicht as angestellter Knecht.
Qwertz schrieb:> Trotzdem bleibt> neben der Arbeit immer noch genug Zeit für Anderes.
Flacher Spruch. Wenn du 40h arbeitest + Anfahrt, evtl. noch dich um
Kinder kümmern musst (was de facto auch Arbeit ist, denn das kannst du
nicht einfach so mal nichtmachen), dann bleibt ausser Sa+So nicht viel
übrig. Und das ist für mich nicht viel übrige Zeit. Magst du anders
sehen.
Qwertz schrieb:> Arbeit im> Wunschberuf ist meiner Meinung nach jedenfalls nichts, was es im Leben> mit allen Mitteln zu vermeiden gilt, sondern ein integraler Bestandteil> des eigenen Lebens.
Glücklich ist der, der seinen Wunschberu erlernt hat und dieser es auch
bleibt.
Ben S. schrieb:> Qwertz schrieb:>> Trotzdem bleibt>> neben der Arbeit immer noch genug Zeit für Anderes.>> Flacher Spruch. Wenn du 40h arbeitest + Anfahrt, evtl. noch dich um> Kinder kümmern musst (was de facto auch Arbeit ist, denn das kannst du> nicht einfach so mal nichtmachen), dann bleibt ausser Sa+So nicht viel> übrig. Und das ist für mich nicht viel übrige Zeit. Magst du anders> sehen.
Ich habe vor ein paar Jahren sogar freiwillig von 35 auf 40
Wochenstunden aufgestockt, und es hat sich im Rückblick als gute
Entscheidung herausgestellt. So mache ich weniger Überstunden und das
Gehalt ist dauerhaft erhöht.
Eine Anfahrt zur Arbeitsstelle entfällt durch Corona seit Wochen quasi
komplett, und vorher habe ich auch schon häufig Home Office gemacht, das
klappt bei mir prima.
Um Kinder muss ich mich zum Glück nicht kümmern, denn ich habe keine,
und es sind auch keine geplant. Ich habe nichts gegen Kinder im
Allgemeinen, aber eigene möchte ich mir definitiv nicht antun.
Wenn ich wirklich mal das Gefühl haben sollte, dass ich mehr Freizeit
brauche, kann ich kurzfristig wieder auf eine 35h-Woche zurückwechseln.
Davon bin ich derzeit aber weit entfernt.
Naja, wie ich bereits schrieb jedem das Seine. Solange es nicht um meine
pure Existenz geht werde ich nie wieder Vollzeit arbeiten gehen oder gar
pauschal Überstunden machen (wie in deinem Fall deswegen extra von 35h
auf 40h).
Kevin (KPMG) schrieb im Beitrag #6274579:
> Qwertz schrieb:>> Ben S. schrieb:>>> Um Kinder muss ich mich zum Glück nicht kümmern, denn ich habe keine,>> und es sind auch keine geplant. Ich habe nichts gegen Kinder im>> Allgemeinen, aber eigene möchte ich mir definitiv nicht antun.>>> Kann ich verstehen. Dafür haben wir auch viele Goldstücke ins Land> geholt. Wir Deutschen sind doch jetzt schon fremde im eigenen Land.>> Du machst alles richtig.
Was willst du denn? Das ist hier kein scheiß rechtes Forum.
Fred schrieb:>> Was willst du denn? Das ist hier kein scheiß rechtes Forum.
Das ist noch die Frage.
Oder hältst Du all das braune Zeugs, was hier so herumtreibt, für
Fäkalien? Kann natürlich auch sein ....
Qwertz schrieb:> Eine Anfahrt zur Arbeitsstelle entfällt durch Corona seit Wochen quasi> komplett, und vorher habe ich auch schon häufig Home Office gemacht, das> klappt bei mir prima.
Läuft Powerpoint denn so gut auf deinem Firmenlaptop?
Dienstleister schrieb:> Einen Ingenieur, der mehr als 3 Tage/Wo. HomeOffice ohne> Produktivitätsverlust machen kann, kann man doch auch durch einen> Fachinformatiker ersetzen.
Den kann man vermutlich geich ganz streichen ?
Ben S. schrieb:> Flacher Spruch. Wenn du 40h arbeitest + Anfahrt, evtl. noch dich um> Kinder kümmern musst (was de facto auch Arbeit ist, denn das kannst du> nicht einfach so mal nichtmachen), dann bleibt ausser Sa+So nicht viel> übrig.
40h geht auch super als 4-Tage-Woche.
Arbeit ist auch das Haus in Schuss halten, putzen, etc... :P
Reinhard S. schrieb:> Arbeit ist auch das Haus in Schuss halten, putzen, etc... :P
Ich hab n' Haus. Soviel Arbeit wie man immer sagt ist es nicht - es sei
denn es darf kein Staubkorn liegen. Es war einmal ordentlich Arbeit den
Altbau zu sanieren, aber ansonsten..
Dienstleister schrieb:> Qwertz schrieb:>> Eine Anfahrt zur Arbeitsstelle entfällt durch Corona seit Wochen quasi>> komplett, und vorher habe ich auch schon häufig Home Office gemacht, das>> klappt bei mir prima.>> Läuft Powerpoint denn so gut auf deinem Firmenlaptop?
Ja, man muss nur aufpassen, dass die Webcam aus ist, wenn man wieder
einer Runde 5-gegen-Willy spielt.
POIUZ schrieb:> Dienstleister schrieb:>> Qwertz schrieb:>>> Eine Anfahrt zur Arbeitsstelle entfällt durch Corona seit Wochen quasi>>> komplett, und vorher habe ich auch schon häufig Home Office gemacht, das>>> klappt bei mir prima.>>>> Läuft Powerpoint denn so gut auf deinem Firmenlaptop?>> Ja, man muss nur aufpassen, dass die Webcam aus ist, wenn man wieder> einer Runde 5-gegen-Willy spielt.
Ohje schlimme Erfahrung. Das ist mit mal passiert. Konferenz war
stinklangweilig und alle konnten mich abwichsen sehen.
Henri schrieb:> POIUZ schrieb:>> Dienstleister schrieb:>>> Qwertz schrieb:>>>> Eine Anfahrt zur Arbeitsstelle entfällt durch Corona seit Wochen quasi>>>> komplett, und vorher habe ich auch schon häufig Home Office gemacht, das>>>> klappt bei mir prima.>>>>>> Läuft Powerpoint denn so gut auf deinem Firmenlaptop?>>>> Ja, man muss nur aufpassen, dass die Webcam aus ist, wenn man wieder>> einer Runde 5-gegen-Willy spielt.>> Ohje schlimme Erfahrung. Das ist mit mal passiert. Konferenz war> stinklangweilig und alle konnten mich abwichsen sehen.
Konnte man da was sehen?
Ja toll
Was erwartet ihr?
Mit solchen Leuten muss man sich gut stellen, die sieht man eh nicht
wieder, oder man ist größtenteils unabhängig.
Es ist ja ganz klar, dass irgendwo auch die "normalen" also das untere
Drittel der Entwickler usw. arbeiten müssen, zumal das auch eine
Einstellungssache ist, manche sind mit einem Durschnittsgehalt und
gesicherten Verhältnissen total zufrieden.
Unis sind da halt ein Brennpunkt da sowohl die Topleute mit >50h Wochen
als auch die ÖDler auf-einander treffen.
Ich perönlich möchte das nicht, im Gegenteil, zuerst bau ich mir ein
Unternehmen auf, dann baue ich ein Haus und hab 3-5 Kinder.
Mir wäre es auch zu dumm meine Zeit "abzusitzen" das ist ja wiederlich
wenn man nicht schafft für Monate.
Ich sehe ihr hattet ein schönes Wochenende.
Ich hatte selbst einige Jahre an einer Akademischen Institution als
Laborbetreuer/Technischer Mitarbeiter gearbeitet und erzähl euch mal ein
paar Dinge:
1. Mit der Zeit merkt man dass Studenten zum großteil (Besonders die die
vorher noch nie gearbeitet haben) eingebildete Säcke sind die selbst
immer die wichtigsten sind. Wenn man über Jahre mit solchen Leuten
arbeiten muss entwickelt man mit der Zeit eine gewisse
"Scheissegaligkeit" gegen diese Leute. Ich hatte anfangs immer den
Fehler gemacht meinen Job zu ernst zu nehmen und die Studenten zu
untestützen so gut es geht. Aber es ist scheissegal, man bekommt dadurch
null Dank und brennt sich selbst nur aus.
2. Studenten stellen meist die dümmsten Anfragen. Meist sind sie selbst
zu blöd die einfachsten Aufgaben zu lösen und lassen andere ihre Sachen
erledigen. Wir sind nicht eure Deppen die für euch die Arbeit erledigen.
3. Studenten wechseln sich dauernd durch. Und jede Generation wird
gefühlt arroganter und dümmer (und ich fange jetzt nicht über
Ausländische Gaststudenten an sonst bin ich nur wieder der Rassist).
Dein Projekt geht nicht? Egal du bist eh bald wieder weg. Und solltest
du dich beim Vorgesetzten beschweren: Tja ... rate mal wer schon länger
da ist und am längeren Hebel sitzt. Du machst dich nur selbst zum
Deppen.
Willst du was dann gibt es genau folgende Möglichkeiten:
a. Mach es selbst. Jeder wirklich motivierte Student bekommt in der
Regel alle Möglichkeiten und es wird sehr gerne gesehen. Jeder der
selbst anpackt hat immer alles geschafft.
b. Stell dich gut und rede mit den Leuten. Eine Hand wäscht die andere.
Das ist überall so.
c. Sei weiterhin ein eingebildeter Akademiker und heul herum dass der
niedere Pöbel da unten nicht deine erhabenheit anerkennt. Fake die
Messergebnisse und hoffe auf das beste
Das hier Geschilderte trifft auf die Gesetzmäßigkeit, dass mit der
reinen Größe jeder Organisation (Industrie so ab 200 MA pro Firma
überexponentiell zunehmend, in Behörden oft schon bei mehr als einem
Mitarbeiter pro Gebäude) zeitweilig folgende Punkte in den Vordergrund
treten:
a) Fleiß ist Verrat an den Kollegen, jeder Betrieb kann mindestens einen
Faulen vertragen, gerne mehr.
b) Beim Pförtner werden immer mehr Schließfächer notwendig. Jeder, der
die Firma betritt, hat dort seinen Verstand abzugeben (Angestellte,
damit sie ihn nicht versehentlich einsetzen; Besucher, damit sie ihn
nicht verlieren, wenn sie sehen, wie gearbeitet wird).
Öffentlicher Dienst bedeutet beim dort Angestellten (im Gegensatz zum
implizierten Werkvertrag des Angestellten in der Industrie) nicht, dass
gearbeitet wird, sondern die Anwesenheit geschuldet ist, um Weisungen
des Dienstherren auszuführen (siehe (a)).
Wer das begriffen hat, geht in den ÖD und nutzt gewisse Vorteile. Keinem
MA des ÖD kann eine Nebentätigkeit verweigert werden, z.B. als
Elektroniker ein Reisebüro zu betreiben (kein Interessenkonflikt!) oder
Fachbücher über Hobbys (Aquaristik) zu schreiben. Keinem MA des ÖD darf
fachliche, gesellschaftliche oder politische Weiterbildung verweigert
werden, daher gibt es jede Menge wichtige Gremien
(Gleichstellungskommissionen, Mitarbeitervertretungen,
Parteiveranstaltungen zu Arbeitsthemen, Weiterbildung in 'Europäischem
XYZ' in Bruxelles). Wenn das nur während der Arbeitszeit möglich ist,
dann eben dann.
Da aber alle der im ÖD Arbeitenden irgendwie anständige Menschen sind,
funktioniert das System trotzdem. Ich habe außer langer
Industrietätigkeit auch sechs Jahre in einem Institut Studenten betreut
und dabei die o.a. Fälle von Dämlichkeit erlebt. Schon die griechischen
Philosophen haben über die Jugend von heute geschimpft.
The Weasel schrieb:> Studenten wechseln sich dauernd durch. Und jede Generation wird gefühlt> arroganter und dümmer (und ich fange jetzt nicht über Ausländische> Gaststudenten an sonst bin ich nur wieder der Rassist).
Naja...ich finde unsere Jugend schon am arrogantesten. Manchmal bin ich
echt froh, einen gut erzogenen Ausländer vor mir zu haben.
Kevin schrieb:> Der Mensch macht immer nur das nötigste und stellt nun meine Sachen> völlig hinten an. Kommt erst so gegen 12 und geht um 17 Uhr.
Super Job, was verdient man da?
The Weasel schrieb:> 1. Mit der Zeit merkt man dass Studenten zum großteil (Besonders die die> vorher noch nie gearbeitet haben) eingebildete Säcke sind die selbst> immer die wichtigsten sind. Wenn man über Jahre mit solchen Leuten> arbeiten muss entwickelt man mit der Zeit eine gewisse> "Scheissegaligkeit" gegen diese Leute. Ich hatte anfangs immer den> Fehler gemacht meinen Job zu ernst zu nehmen und die Studenten zu> untestützen so gut es geht. Aber es ist scheissegal, man bekommt dadurch> null Dank und brennt sich selbst nur aus.>> 2. Studenten stellen meist die dümmsten Anfragen. Meist sind sie selbst> zu blöd die einfachsten Aufgaben zu lösen und lassen andere ihre Sachen> erledigen. Wir sind nicht eure Deppen die für euch die Arbeit erledigen.>> 3. Studenten wechseln sich dauernd durch. Und jede Generation wird> gefühlt arroganter und dümmer (und ich fange jetzt nicht über> Ausländische Gaststudenten an sonst bin ich nur wieder der Rassist).> Dein Projekt geht nicht? Egal du bist eh bald wieder weg. Und solltest> du dich beim Vorgesetzten beschweren: Tja ... rate mal wer schon länger> da ist und am längeren Hebel sitzt. Du machst dich nur selbst zum> Deppen.
Es mag ja alles richtig sein. Aber ich würde das nicht verallgemeinern.
Ich denke, dass Leute, die so etwas hier schreiben, oft vergessen, wie
sie selbst früher als junge Menschen mal waren.
Peter123 schrieb:> Ich denke, dass Leute, die so etwas hier schreiben, oft vergessen, wie> sie selbst früher als junge Menschen mal waren.
Wenn ich an meine Uni-Zeit zurückdenke, fallen mit neben wenigen echt
tollen Typen jede Menge Arschgeigen und Volldeppen ein. Die Einführung
der obligatorischen Leistungskontrollklausuren scheint daran nicht viel
geändert zu haben.
Elektrokurt schrieb:> Ich perönlich möchte das nicht, im Gegenteil, zuerst bau ich mir ein> Unternehmen auf, dann baue ich ein Haus und hab 3-5 Kinder.
Alternativ:
- du findest keine Frau -> keine Kinder
- du findest eine Frau, die trennt sich aber, weil du zuviel arbeitest.
Idealerweise natürlich, nachdem die Kinde da sind.
> Mir wäre es auch zu dumm meine Zeit "abzusitzen" das ist ja wiederlich> wenn man nicht schafft für Monate.
Absitzen ist Konzern, nicht ÖD :D
Peter123 schrieb:> Ich denke, dass Leute, die so etwas hier schreiben, oft vergessen, wie> sie selbst früher als junge Menschen mal waren.
ich weiss das ich fürchterlich war, aber auch nicht nur für Klausuren
lernte, sogar im Urlaub und das ich mich in Zeiten ohne Internet selber
durchbeissen musste, keiner hat mir wie hier die Hausaugaben gemacht.
Percy N. schrieb:> Leistungskontrollklausuren scheint daran nicht viel> geändert zu haben.
Wie auch?
Die coolsten und besten Typen sind fast nie 1.0er.
Im Gegenteil, die besten Entwickler sind Notentechnisch bestenfalls
Durchschnitt, mich selbst eingeschlossen.
Ob man fähig ist -oder Lust hat- irgendeinen sinnlosen Schrott auswendig
zu lernen sagt nichts aus.
Es gibt ja immer Ausnahmen, aber wenn ich mir ansehe wer alles mit guten
Noten studiert hat, blärg.
Es gibt einfach zu viele Leute die das nicht aus Leidenschaft studieren
oder machen.
Ben S. schrieb:> Ich habe im Studium nie gelernt
deswegen heisst es ja studieren und nicht lernen und Studium und nicht
Lehrstelle.
Das ist das Problem mit vielen Studierten, die haben nie was gelernt!
Elektrokurt schrieb:> Percy N. schrieb:>> Leistungskontrollklausuren scheint daran nicht viel>> geändert zu haben.>> Wie auch?>> Die coolsten und besten Typen sind fast nie 1.0er.> Im Gegenteil, die besten Entwickler sind Notentechnisch bestenfalls> Durchschnitt, mich selbst eingeschlossen.>> Ob man fähig ist -oder Lust hat- irgendeinen sinnlosen Schrott auswendig> zu lernen sagt nichts aus.
Das war bei uns nicht anders, nur hätte man da mit Auswendiglernen keine
einzige Klausur bestanden.
Trotzdem schienen die LKKen keine Besserung zu bringen.
Fred schrieb:> Jetzt mal an alle. ÖD mag verlockend sein aber da verrottet man bis zur> Rente. Ich rate jedem ab sowas zu machen.
Das ist doch Unsinn. Man muss/sollte das machen was einem Spaß macht.
Mein Beruf war vor der Bahnreform auch mal öffentlicher Dienst, aber ich
habe es nicht bereut dabei geblieben zu sein und es auch bis zur Rente
zu machen. Mal davon abgesehen. Wenn niemand mehr im öffentlichen Dienst
arbeiten würde, möchtest Du von privaten Unternehmen behandelt werden?
Stell Dir mal vor man müsste Personalausweis, Fahrerlaubnis,
Geburtsnachweise etc. pp. bei privaten Diensten kaufen, die könnten dann
Preise nehmen die sicher niemand bezahlen möchte (vielen sind die
Gebühren schon zu hoch). Und würdest Du eine Privatpolizei wollen?
Hoheitliche Dienste sollten beim Staat bleiben, also braucht es den
öffentlichen Dienst. Man sieht ja heute was passiert wenn man
Staatsbetriebe privatisiert.
René H. schrieb:> Hoheitliche Dienste sollten beim Staat bleiben, also braucht es den> öffentlichen Dienst.
Nicht nur da, sondern auch im Bereich der Daseinsvorsorge. Dazu zähle
ich jetzt zwar keine Friseure, aber zB Wasser- und Energieversorgung,
Müllabfuhr, Kitas ...
> Man sieht ja heute was passiert wenn man> Staatsbetriebe privatisiert.
Der Anschluss- und Benutzungszwang entbindet anscheinend auch von der
Pflicht, wirtschaftlich uu arbeiten. Jedenfalls scheinen das manche zu
meinen ...
René H. schrieb:> Man sieht ja heute was passiert wenn man> Staatsbetriebe privatisiert.
das hätte man schon früher sehen können in GB z.B. aber nein man muss ja
Fehler von Anderen selbst erleben, ist wie bei Kindern Vorsicht heiss an
der Herdplatte wird oft erst geglaubt wenn das Patschhändchen verbrannt
ist
Was machen wir heute?
Netze zurückkaufen, so ein Dummfug (war die Privatisierung).
lächler schrieb:> Fred schrieb:>> ÖD mag verlockend sein aber da verrottet man bis zur>> Rente.>> Stammtisch-Genöhle.>> :-)
Nein im ÖD kommen in der Regel die Minderleister unter.
René H. schrieb:> Fred schrieb:>> im ÖD kommen in der Regel die Minderleister unter.>> Danke für die Beleidung. Die freche Antwort darauf verkneife ich mir.
Sad but true.
René H. schrieb:> Stell Dir mal vor man müsste Personalausweis, Fahrerlaubnis,> Geburtsnachweise etc. pp. bei privaten Diensten kaufen,
Das wird sofort billiger, es sei denn man macht ein Monopol daraus.
Aber selbst wenn der Preis sich verdoppeln würde, bei über 50%
offizieller Staatsquote (und bei vielen 70% realer) wird es unter dem
Strich deutlich günstiger.
Dass es dann keine Bundesbahn mehr geben würde (bzw weniger aber
rentable Stecken), ein drittel arbeitslos wären (da wenig Steuerzahler
die nicht aus Steuern bezahlt werden) und hier kaum einer noch nen Arzt
bezahlen könnte (s. USA) wäre der Preis. Für Nutznießer ist der
allerdings nie zu hoch, zahlen ja andere.
Nachteil ist natürlich das der ÖD entsetzlich ineffizient ist. Hab da
direkten Einblick in die Leitungsebene. Was die für Probleme haben wäre
nicht mal bei "privaten Behörden" wie Siemens auch nur ansatzweise
akzeptabel.
Für mich ware das unerträglich, endlos verschwendete Zeit. Wenn man
allerdings eh nichts mit sich anfangen kann und auch sonst nicht will
ist es alle mal besser als in den Rattenrennen der Privatwirtschaft
mitzuhecheln.
René H. schrieb:> Fred schrieb:>> im ÖD kommen in der Regel die Minderleister unter.>> Danke für die Beleidung. Die freche Antwort darauf verkneife ich mir.
Nicht zu vergessen die dauernd beleidigten Gemüter im ÖD wenn mal nicht
jeder nach seiner Meinung gefragt wird.
Fred schrieb:> Nein im ÖD kommen in der Regel die Minderleister unter.
Dann erkläre bitte auch gleich, wie es sein kann, dass massenhaft
Stellen im ÖD nicht besetzt werden, weil es an hinreichend
qualifizierten Bewerbern fehlt. Nein, diese Stelken werden eben nicht
mit Minderleistern besetzt, sondern überhaupt nicht.
Percy N. schrieb:> Dann erkläre bitte auch gleich, wie es sein kann, dass massenhaft> Stellen im ÖD nicht besetzt werden, weil es an hinreichend> qualifizierten Bewerbern fehlt.
Das kann an der Bezahlung liegen.
René H. schrieb:> Fred schrieb:>> im ÖD kommen in der Regel die Minderleister unter.>> Danke für die Beleidung. Die freche Antwort darauf verkneife ich mir.
Nach dem was ich so mitbekomme wird man da zum Minderleister gemacht.
Grade die mit hoher Motivation resignieren oder gehen.
Das ist in der Privatwirtschaft nicht anders, aber meist auf deutlich
anderem Niveau. Im übrigen kann man da nicht verallgemeinern, es gibt
auch anstrengende Jobs im ÖD.
Toby P. schrieb:> Das kann an der Bezahlung liegen.
Eher nicht. In bestimmten Bereichen sind die Einstellungsvoraussetzungen
tatsächlich ausgesprochen elitär, zumindest im höheren Dienst.
Im technischen Bereich mag das anders aussehen, auch hinsichtlich der
Bezahlung.
Percy N. schrieb:> In bestimmten Bereichen sind die Einstellungsvoraussetzungen> tatsächlich ausgesprochen elitär, zumindest im höheren Dienst.
Ist das Ebene Vorstand oder Abteilungsleiter?
Percy N. schrieb:> Fred schrieb:>> Nein im ÖD kommen in der Regel die Minderleister unter.>> Dann erkläre bitte auch gleich, wie es sein kann, dass massenhaft> Stellen im ÖD nicht besetzt werden, weil es an hinreichend> qualifizierten Bewerbern fehlt. Nein, diese Stelken werden eben nicht> mit Minderleistern besetzt, sondern überhaupt nicht.
Du hast absolut keine Ahnung wie das im ÖD läuft. Stellen werden
ausgeschrieben heißt, dass irgendwas gemacht wurde aber keiner Bock hat
wirklich jemanden einzustellen. Das ist genauso wie dieser Satz "Wir
förder Menschen mit Behinderung". Nein machen wir nicht das müssen wir
nur schrieben und der nächste Rollstuhlfahrer wird schön einbestellt
aber doch nicht genommen. ÖD ist absolut unfähiges, willenloses absitzen
bis zur Rente und schön Haus abbezahlen.
Toby P. schrieb:> Percy N. schrieb:>> In bestimmten Bereichen sind die Einstellungsvoraussetzungen>> tatsächlich ausgesprochen elitär, zumindest im höheren Dienst.>> Ist das Ebene Vorstand oder Abteilungsleiter?
Nein. Anders als bei Lehrern, bei denen wiederum die Eingruppierung je
nach Bundesland problematisch ist, werden im Bereich Richter und
Staatsanwälte nur die mit den allerbesten Noten eingestellt.
Seltsamerweise sind im Bereich der Verwaltung die Kriterien nicht ganz
so streng, aber für die breite Masse nicht erfüllbar, obwohl dort, im
Gegensatz zur Justiz, teilweise erheblich mehr Verantwortung zu
übernehmen ist.
Für Mediziner sind weitgehend die Arbeitsbedingungen abschreckend, auch
wenn es om privaten Bereich dieses Sektors auch nicht viel besser
aussieht, dafür mit erheblichem wirtschaftlichen Risiko verbunden sein
kann.
Das BKA findet nicht genügend Nachwuchs, weil die jungen Beamten
angeblich zu große Probleme mit der deutschrn Sprache haben ...
Aber letztlich läuft es wohl tatsächlich darauf hinaus, dass die
öffentlichen Kassen leer sind. Irgend jemand scheint zu glauben, man
könne die Arbeit von 100 guten Amtsträgern auf 50 sehr gute oder noch
besser auf 25 exzellente verteilen.
Toby P. schrieb:> Percy N. schrieb:>> Dann erkläre bitte auch gleich, wie es sein kann, dass massenhaft>> Stellen im ÖD nicht besetzt werden, weil es an hinreichend>> qualifizierten Bewerbern fehlt.>> Das kann an der Bezahlung liegen.
Ja, definitiv. Im Vergleich zum IG Metalltarif zahlt der öffentliche
Dienst wirklich unterirdisch. Das wäre definitiv keine Alternative für
meine Kollegen oder mich.
Holger schrieb:> Könnt ihr drehen wie ihr wollt. Der ÖD bleibt ein scheiß Arbeitgeber.> Könnt ihr euch ja schön reden.
Ohne Begründung?
Ich finde, solche Pauschalaussagen sind natürlich etwas grenzwertig...
Holger schrieb:> Der ÖD bleibt ein scheiß Arbeitgeber.
Die Privatwirtschaft ist auch nicht besser. Da gibt es sogar Schlimmere,
solche die die Gesetze mit Füßen treten und sich die Untergebenen alles
gefallen lassen (man könnte es auch Sklaverei nennen).
René H. schrieb:> Die Privatwirtschaft ist auch nicht besser. Da gibt es sogar Schlimmere,> solche die die Gesetze mit Füßen treten und sich die Untergebenen alles> gefallen lassen (man könnte es auch Sklaverei nennen).
Da gebe ich dir recht. Gerade wenn man als Student neben seinem Studium
was hinzuverdienen muss, dann nutzen die meisten Arbeitgeber diese
Situation gnadenlos aus. Da bekommt man in der Regel nur sehr schlechte
Angebote bezüglich des Stundenlohns.
Kommt darauf an. Meine Partnerin und ich sind Ingenieure und wollen
demnächst ein Haus sowie eine Familie gründen. Sie ist im höheren
Dienst, ich bei einem Konzern nach Chemietarif eingestellt.
Sie will unbedingt zurück in die freie Wirtschaft, da ÖD für sie nicht
herausfordernd genug ist. Ich habe ihr aber gesagt, dass sie das lassen
soll, da:
- ÖD: Krisensicherer Job ist.
- Gehalt im höheren Dienst ok ist. Besser als viele kleine Ing.-Büros
- Work-Life Balance sehr gut ist.
- zeitliche Flexibilität gegeben ist. Sie kann nach der Mutterschaft
jederzeit wieder anfangen - Teilzeit oder Vollzeit, je nach gusto. Sie
kann theoretisch 3 Jahre zu hause bleiben und wenn sie wieder zurück
will, bekommt sie ihre Stelle wieder. Bei uns im Konzern theoretisch
auch möglich, aber nur theoretisch…
- man günstige Kredite bekommt.
Wir haben zurzeit ein Haushaltsnettoeinkommen von ca. 6k (Beide Stk. 1).
Geht sie in Mutterschaft/Teilzeit, haben wir ca. 300-500 weniger. Bei
mir kommen aber auch noch automatisch Stufensprünge oder demnächst gar
beim internen Wechsel nächste Entgeltgruppe oder gleich AT. Deswegen
würden wir wohl die 6k halten können - und für uns reicht es.
René H. schrieb:> Holger schrieb:>> Der ÖD bleibt ein scheiß Arbeitgeber.>> Die Privatwirtschaft ist auch nicht besser. Da gibt es sogar Schlimmere,> solche die die Gesetze mit Füßen treten und sich die Untergebenen alles> gefallen lassen (man könnte es auch Sklaverei nennen).
Und im ÖD werden Gesetze beachtet. In welchem Teletubbieland lebst du
denn?
Holger schrieb:> René H. schrieb:>> Holger schrieb:>>> Der ÖD bleibt ein scheiß Arbeitgeber.>> Die Privatwirtschaft ist auch nicht besser. Da gibt es sogar Schlimmere,>> solche die die Gesetze mit Füßen treten und sich die Untergebenen alles>> gefallen lassen (man könnte es auch Sklaverei nennen).>> Und im ÖD werden Gesetze beachtet.
Und deshalb ist ÖD ein Scheißarbeitsumfeld?
> In welchem Teletubbieland lebst du> denn?
Würdest Du bitte mal erklären wollen, was Du meinst, nachdem Du es
herausgefunden haben wirst?
Himmel wie naiv muss man sein zu glauben, dass im ÖD alles Gesetze brav
beachtet werden. Da sind auch Leute am Werk, die nur ihren eigenen
Vorteil wollen. Kann man anfangen mit Profesoren, die ihre Firma als
Nebenerwerb haben und Doktoranden dürfen dafür entwickeln. Na wo ist
sowas schön gesetzestreu? Erklär mir das mal.
Qwertz schrieb:> Ja, definitiv. Im Vergleich zum IG Metalltarif zahlt der öffentliche> Dienst wirklich unterirdisch. Das wäre definitiv keine Alternative für> meine Kollegen oder mich.
Das täuscht ein wenig. Die Gesamteinnahmen sind zumindest vergleichbar.
Wenn du den relativ sicheren Arbeitsplatz kapititalsierst und bei
Beamten die Pensionen sieht die Sache nun mal ganz anders aus.
Mit dem signifikant höheren Krankenstand im ÖD kann man das noch mehr
auch relativieren, je nachdem wie man so was interpretiert. Dann kommt
noch hinzu das viele auf "Schulung" sind, dies und jenes an externen
Dingen machen und das in der Kaffeküche häufig keine Stechuhr ist.
Aber das sind meine Erfahrungen, wird wohl nicht überall im ÖD so sein,
zumindest nicht alles auf einmal ;-).
Ben schrieb:> Kann man anfangen mit Profesoren, die ihre Firma als> Nebenerwerb haben und Doktoranden dürfen dafür entwickeln. Na wo ist> sowas schön gesetzestreu?
Das Feudalsystem an der Uni kann man schlecht mit der Verwaltung - von
was auch immer - vergleichen.
Deutsche Unis sind schlicht eine korrupte Faulenzerveranstaltung deren
Ergebnisse so ziemlich am unteren Ende der Industrienationen rangieren.
Ausnahmen bestätigen aber auch hier die Regel.
Es geht immer noch schlechter, aber wenn der Rest der deutschen
Verwaltung so organisiert wäre dann würden hier Warlords durch die
Gegend ziehen (genderbeauftragte Included) und der Rest wäre verhungert.
Toby P. schrieb:> Das täuscht ein wenig. Die Gesamteinnahmen sind zumindest vergleichbar.> Wenn du den relativ sicheren Arbeitsplatz kapititalsierst und bei> Beamten die Pensionen sieht die Sache nun mal ganz anders aus.
Selbst wenn man die Pension berücksichtigt, von der man logischerweise
aber erst im hohen Alter profitiert, ist das Lebenseinkommen in der
Industrie immer noch deutlich höher. Ich habe mir das alles schon
durchgerechnet; ich müsste bereits heutzutage mindestens A16 bekommen
für ein vergleichbares Nettoeinkommen, das sind aber bereits hohe
Führungspositionen im höheren Dienst, an die man - wenn überhaupt - erst
spät in der Beamtenlaufbahn kommt, zudem sind das nur eine Handvoll
Stellen.
Toby P. schrieb:> Deutsche Unis sind schlicht eine korrupte Faulenzerveranstaltung deren> Ergebnisse so ziemlich am unteren Ende der Industrienationen rangieren.> Ausnahmen bestätigen aber auch hier die Regel.
Endlich mal einer der die Wahrheit mit Ausspricht. Was Professoren da
teilweise abziehen ist absolut kriminell. Der Rest hat Befristung bis
zum abwinken und Professoren können den Rachen mit Geld und Ruhm nicht
voll kriegen. Das gehört eigentlich konsequent geahndet und die Stelle
samt Beamtenstatus entzogen.
Ben schrieb:> Endlich mal einer der die Wahrheit mit Ausspricht. Was Professoren da> teilweise abziehen ist absolut kriminell. Der Rest hat Befristung bis> zum abwinken und Professoren können den Rachen mit Geld und Ruhm nicht> voll kriegen. Das gehört eigentlich konsequent geahndet und die Stelle> samt Beamtenstatus entzogen.
Sag denen mal, daß der akademische Mittelbau keine Leibeigenen sind. Was
da abgeht, kann sich keiner vorstellen.
Das Problem ist eben, dass die Privatwirtschaft in Deutschland kaum
attraktiv ist. Ich habe mich bei einigen privaten Unternehmen beworben.
Das max. Gehalt ging so bis 45k€/Jahr bei 40h/Woche. Im ÖD habe ich nun
60k€/Jahr bei 39h/Woche. Das Argument der Privaten ist eigentlich immer
gleich: "Wir müssen das Geld am freien Markt verdienen. Uns wird hier
nichts geschenkt. Der Staat kann das Geld nach Belieben ausgeben. Er
holt es sich ja durch Steuern rein und kann es daher auch verschenken."
Stefan H. schrieb:> Das Problem ist eben, dass die Privatwirtschaft in Deutschland kaum> attraktiv ist. Ich habe mich bei einigen privaten Unternehmen beworben.> Das max. Gehalt ging so bis 45k€/Jahr bei 40h/Woche.
Und dann behaupten manche hier im Schwanzlängen Vergleich Thread, wie
viel sie angeblich verdienen :D
Chief Home Officer schrieb:> 50k sind> normalerweise immer drin.
Vielleicht bei den großen Firmen ohne Tarifbindung. Die kleinen
Mittelständigen Unternehmen können sich 50k nicht immer leisten.
Stefan H. schrieb:> Ich habe mich bei einigen privaten Unternehmen beworben.> Das max. Gehalt ging so bis 45k€/Jahr bei 40h/Woche.
Für einen Anfänger vielleicht. Nach zwei drei Wechseln bist du deutlich
drüber, kommst du in einen Laden mit IGM-Tarif siehts noch besser aus.
Dafür muss ich nicht mal studiert haben. ÖD: oh sie haben keinen
Bachelor gleich untersterste Gehaltsklasse, sie haben nur Bachelor:
keine höhere Beamtenlaufbahn.... Kastensystem um die Leute vom eigenen
Fleischtopf fernzuhalten und selbst wenn du die höheren Abschlüsse hast,
ist es einfach nicht attraktiv, die Gehälter sind grottenschlecht.
> Im ÖD habe ich nun 60k€/Jahr bei 39h/Woche.
Da tut sich dann aber im Gehalt auch nix mehr. Tröpfchenweise Erhöhungen
und irgendwann gibts ne fette Pension aber auch nur bei Verbeamtung und
die ist eher selten wenn man als Techi im ÖD arbeitet. Selbst wenn immer
damit geworben wird, das wird dann erst mal "in Aussicht gestellt", wird
geprüft,... die haben 10000 Ausreden und alles erst mal befristet, was
sowieso schon ein no-go ist. Ich habe mich mal vor einiger Zeit bei
einer grossen Behörde beworben, der IT der Arbeitsagentur in Nürnberg.
In der Anzeige stand dass es kein befristeter Vertrag sei. Tja und dann
im Laufe des Bewerbungsverfahrens kam raus, dass alles Hinhaltetaktik
und gelogen war. Man hat das so reingeschrieben, weil sich sonst keiner
bei denen bewirbt. Man dachte halt der Bewerber würde im Laufe des
(absichtlich) ewig langen Bewerbungsverfahrens dann doch noch zusagen.
In der Zeit hatte ich schon mehrere Zuagen von anderen Firmen.
Zusätzlich warb man auch mit einem Zuschlag auf das mickrige
Tarifgehalt, da war es das selbe. Man gab nen grossen Aufschlag an Aber
den gibts erst nach und nach und ist von den Sternenkonstelationen oder
sonstigen seltenen Konstellationen abhängig, sprich den kann man sich
abschminken. Nach langem hin und her wurde dann der zu erwartende Betrag
genannt, so um die 100€ also ein Taschengeld obendrauf, netto macht es
sich kaum bemerkbar.
Da sieht man schon was für Idioten dort arbeiten, die glauben ernsthaft
mit solchen Methoden Personal zu finden. Dort fängt doch nur der
unterste fachliche Abschaum an, jeder der nicht total bekloppt in der
Birne ist geht in die freie Wirtschaft.
Ich verdiene lieber jetzt viel Geld und warte nicht Jahrzehnte auf den
Pensionsjackpot bzw. die Verbeamtung bzw. einen unbefristeten Vertrag.
Das ist das selbe System wie beim Esel mit der Karotte.
M.Sc.-Ing. Univ. schrieb:> Meine Partnerin und ich sind Ingenieure und wollen> demnächst ein Haus sowie eine Familie gründen.M.Sc.-Ing. Univ. schrieb:> Wir haben zurzeit ein Haushaltsnettoeinkommen von ca. 6k (Beide Stk. 1).> Geht sie in Mutterschaft/Teilzeit, haben wir ca. 300-500 weniger.
Zweimal Vollzeit als Ing. und dann nur 6k netto? Und ihr wollt Haus und
Kinder? Wovon wollt ihr euch das leisten? Da reicht es nur für eins von
beiden, glücklicherweise braucht man ohne das Eine das Andere nicht und
spart sich beides.
M.Sc.-Ing. Univ. schrieb:> Sie will unbedingt zurück in die freie Wirtschaft, da ÖD für sie nicht> herausfordernd genug ist.
Vor allem, wenn ihr dann merkt wieviel "Herausforderung" ein Kind dann
sein kann, leg schon mal die 500€ / Monat Kitagebühren zur Seite, damit
ihr möglichst früh in die kuscheligen Bürosessel zurück könnt. Bleibt
einer von euch zuhause werdet ihr schon merken, was der Terminus
"Herausforderung" alles beinhalten kann, BTDT.
Vorab: Unabhängig von der finanziellen Seite wollen wir von so oder so
ein Kind bekommen. Mindestens eins!
6k Haushaltseinkommen ist der Ist-Zustand. Wie schon erwähnt, kommen bei
mir noch automatisch innerhalb der Grupppe einen Gehaltssprung. Mit AT
sind die 100k-Grenze im Konzern auch locker drin. Falls Sie also jetzt
in Teilzeit geht haben wir ab sofort ca. 500 € weniger. Zeitnah werden
die aber s.o. ausgeglichen. Aber klar für den mikrocontroller- und
wiwitreff-Highperformer sind unser 6k-Haushaltsnettoeinkommen
Unterschicht ;)
Hinsichtlich der Kita: Ich bin der Meinung, dass das Kind in den ersten
2-3 Jahren die größte Zeit mit einem Elternteil verbringen soll. Wenn
die Großeltern noch in der Nähe prima! Deswegen soll sie auch im zweiten
Jahr , wenn sie es will, nur in Teilzeit gehen. Mein Konzern bietet
übrigens auch Kita-Zuschuss bzw. hat eine eigene Kita, die aber zurzeit
max. 50 Kinder aufnehmen kann.
P.S.: Mal ne kleine Rechenaufgabe für dich. Fürs Haus haben wir bereits
ca. 33 % eines 600k-Hauses gespart. Von den 30 % sind ca. 30 % in
Aktien/ETFs investiert, Rest in Risiko-/Anlagenklasse 1. Wir können also
je nach gusto den Aktien-/ETFanteil jederzeit erhöhen. Das hängt
natürlich davon ab, wann wir unsere Immobilie kaufen.
M.Sc.-Ing. Univ. schrieb:> Ich bin der Meinung, dass das Kind in den ersten> 2-3 Jahren die größte Zeit mit einem Elternteil verbringen soll.
Ist SIE auch dieser Meinung? Du bist es ja offensichtlich nicht, der
sich diese 2-3 Jahre zuhause aufhalten wird.
M.Sc.-Ing. Univ. schrieb:> Mit AT> sind die 100k-Grenze im Konzern auch locker drin.
Du rechnest mit ungelegten Eiern. Was glaubst du eigentlich wie sich
deine Partnerin freuen wird, wenn du deinen Einsatz für die Arbeit als
frischgebackener Jungvater erhöhst, um deine Chancen auf AT zu erhöhen?
Alternativ, wie wird sich dein Arbeitgeber freuen, wenn du etwas mehr
auf "Work-Life"-Balance zugunsten der Familie achten möchtest?
M.Sc.-Ing. Univ. schrieb:> Aber klar für den mikrocontroller- und> wiwitreff-Highperformer sind unser 6k-Haushaltsnettoeinkommen> Unterschicht ;)
Man kann mit 6k vernünftig leben, aber als
Doppelverdiener-Ing.-Haushaltsnetto ist das nichts besonderes.
M.Sc.-Ing. Univ. schrieb:> Deswegen soll sie auch im zweiten> Jahr , wenn sie es will, nur in Teilzeit gehen.
Der beste Plan fällt mit dem ersten Feindkontakt, weniger voraus planen,
mehr Flexibilität. Spielt lieber verschiedene Randszenarien durch, z.B.
wenn sie garkeinen Bock mehr auf Arbeit hat aufgrund bisher unentdeckter
Mutterlieberessourcen.
M.Sc.-Ing. Univ. schrieb:> Fürs Haus haben wir bereits> ca. 33 % eines 600k-Hauses gespart.
Reihenmittelhaus ohne Keller, spart euch euer Geld und bleibt während
der Kleinkindjahre zur Miete wohnen, spart euch einiges an Stress.
Franko S. schrieb:> Dafür muss ich nicht mal studiert haben. ÖD: oh sie haben keinen> Bachelor gleich untersterste Gehaltsklasse, sie haben nur Bachelor:> keine höhere Beamtenlaufbahn.... Kastensystem um die Leute vom eigenen> Fleischtopf fernzuhalten und selbst wenn du die höheren Abschlüsse hast,> ist es einfach nicht attraktiv, die Gehälter sind grottenschlecht.
Hier wird immer nicht Zusammengehöriges zusammengeschmissen. Bei Beamten
ist das sicherlich richtig, dass ohne Sonderausnahme (also Minister oder
Ähnliches) der Bildungsabschluss entscheidend für die Laufbahn ist.
Als Angestellter im ÖD ist der Abschluss aber tarif- und
arbeitsrechtlich irrelevant. Den Behörden ist es also freigestellt, wie
sie die Stellen ausschreiben und im IT-Bereich finden sich immer mehr
Stellen ohne einen Studienabschluss als Voraussetzung.
>> Im ÖD habe ich nun 60k€/Jahr bei 39h/Woche.> Da tut sich dann aber im Gehalt auch nix mehr. Tröpfchenweise Erhöhungen> und irgendwann gibts ne fette Pension aber auch nur bei Verbeamtung und> die ist eher selten wenn man als Techi im ÖD arbeitet.
Mein Nachbar hat "nur" Abitur, er bekommt aber bei seiner E12-Stelle im
ÖD ein Jahresgehalt von über €86.500, demnächst steigt das automatisch
auf über €90.000.
Er hat dabei keine Personalverantwortung und auch sonst macht er einen
mehr als entspannten Eindruck. Aufgrund der flexiblen Arbeitszeit (und
Zeitkonto) fahren die entweder zweimal im Jahr für drei Wochen in Urlaub
oder einmal für 8 Wochen.
Ich bin selbständig und verdiene deutlich mehr, aber ich muss ganz
ehrlich gestehen: Wenn ich nochmal von vorne anfangen könnte, würde ich
lieber seinen Weg gehen.
John Doe schrieb:> Mein Nachbar hat "nur" Abitur, er bekommt aber bei seiner E12-Stelle im> ÖD ein Jahresgehalt von über €86.500, demnächst steigt das automatisch> auf über €90.000.
Woher hast du bitte diese Zahlen?
Laut Entgelttabelle beläuft sich das monatliche Brutto-Gehalt im Bund in
der Gruppe E12 in der höchsten Stufe auf ca. 5790 Euro (12,8 x 5790 Eur
= 74112 Eur).
Peter123 schrieb:> der Gruppe E12 in der höchsten Stufe auf ca. 5790 Euro (12,8 x 5790 Eur> = 74112 Eur).
Weihnachtsgeld und Urlaubsgeld berücksichtigt? Zuschläge und Zulagen
berücksichtigt?
Oooof schrieb:> Man kann mit 6k vernünftig leben, aber als> Doppelverdiener-Ing.-Haushaltsnetto ist das nichts besonderes.
Wohl wahr. Das habe ich ja fast schon als Alleinverdiener bei
Steuerklasse I im Jahresdurchschnitt auf dem Konto. Für zwei Personen
mit Kindern ist das eher so lala.
René H. schrieb:> Weihnachtsgeld und Urlaubsgeld berücksichtigt? Zuschläge und Zulagen> berücksichtigt?
Ja, Weihnachtsgeld ist berücksichtigt (siehe oben; Faktor 0,8 in der
Rechnung).
Ok, wenn man halt noch Kinder hat, dann kriegt man noch etwas mehr.
Und die Zulagen, wenn man welche bekommt, sind nicht der Rede wert.
(Macht vielleicht brutto 150 Euro im Monat aus.)
Welches Urlaubsgeld meinst du?
Peter123 schrieb:> Welches Urlaubsgeld meinst du?
Urlaubsgeld gibt es meist im Zahlmonat Juni. Zumindest bei uns gibt es
das, war früher auch öD und hat sich bis heute erhalten (je nach
Wahlmodell). Kommt darauf an was im Tarifvertrag des öffentliches
Dienstes steht. Oder wurde das Urlaubsgeld im öD etwa abgeschafft?
„ Ist SIE auch dieser Meinung? Du bist es ja offensichtlich nicht, der
sich diese 2-3 Jahre zuhause aufhalten wird.“
- Ja, ist sie.
„Du rechnest mit ungelegten Eiern. Was glaubst du eigentlich wie sich
deine Partnerin freuen wird, wenn du deinen Einsatz für die Arbeit als
frischgebackener Jungvater erhöhst, um deine Chancen auf AT zu erhöhen?
Alternativ, wie wird sich dein Arbeitgeber freuen, wenn du etwas mehr
auf "Work-Life"-Balance zugunsten der Familie achten möchtest?„
- Das ist mir klar. Deswegen muss der Schritt Richtung AT sehr gut
überlegt sein. Tarifgehalt + (freiwillige) Zulage sind auf den
Stundenlohn gerechnet oftmals besser als ein AT-Vertrag. Ab einer
gewissen Position bekommt man aber bei uns im Konzern nur einen
AT-Vertrag vorgelegt (Überstunden sind ja auch abgegolten).
„ Reihenmittelhaus ohne Keller, spart euch euer Geld und bleibt während
der Kleinkindjahre zur Miete wohnen, spart euch einiges an Stress.“
- Wir sind nicht in Münchner-Umgebung sondern wohnen in einer
100kEinwohner-Stadt. Für 600k bekommt man hier ein Haus und Garten
gebaut aber natürlich keine Villa.
John Doe schrieb:> Ich bin selbständig und verdiene deutlich mehr, aber ich muss ganz> ehrlich gestehen: Wenn ich nochmal von vorne anfangen könnte, würde ich> lieber seinen Weg gehen.
Naja, Nachbars Garten ist immer etwas grüner als der eigene. ;-)
Er denkt vermutlich das Gleiche von Dir.
René H. schrieb:> Urlaubsgeld gibt es meist im Zahlmonat Juni. Zumindest bei uns gibt es> das, war früher auch öD und hat sich bis heute erhalten (je nach> Wahlmodell). Kommt darauf an was im Tarifvertrag des öffentliches> Dienstes steht. Oder wurde das Urlaubsgeld im öD etwa abgeschafft?
Mir ist das nicht bekannt. Aber vielleicht gibt es das noch in
irgendeinem anderen Tarifvertrag. (Es gibt ja einige davon)
Reich wird man im ÖD nicht.
Qwertz schrieb:> Oooof schrieb:>> Man kann mit 6k vernünftig leben, aber als>> Doppelverdiener-Ing.-Haushaltsnetto ist das nichts besonderes.>> Wohl wahr. Das habe ich ja fast schon als Alleinverdiener bei> Steuerklasse I im Jahresdurchschnitt auf dem Konto. Für zwei Personen> mit Kindern ist das eher so lala.
Wir sind beide noch Young Professionals, also Berufserfahrung < 6 Jahre.
Wieviel Berufserfahrung hast du denn schon Qwertz, wenn ich fragen darf?
Nichtsdestotrotz, als IGM-ler hast du natürlich den besseren
Tarifvertrag. Meine ehrlichen Glückwünsche hast du!
M.Sc.-Ing. Univ. schrieb:> - Ja, ist sie.
Schonmal gut, abgerechnet wird nach dem ersten Halbjahr tägliches "baba
bubu" :-)
M.Sc.-Ing. Univ. schrieb:> Für 600k bekommt man hier ein Haus und Garten> gebaut aber natürlich keine Villa.
Na gut, wenn ihr Grundstück schon habt, ist es natürlich einfacher.
Trotzdem werdet ihr euch einen Gefallen tun Hausbau und Kleinkindphase
nicht zeitgleich auszuführen und meine Empfehlung ist, erst Kind(er),
dann Immobilie, alleine schon, weil ihr euch nochmal neu kennen lernen
werdet.
Peter123 schrieb:> John Doe schrieb:>> Mein Nachbar hat "nur" Abitur, er bekommt aber bei seiner E12-Stelle im>> ÖD ein Jahresgehalt von über €86.500, demnächst steigt das automatisch>> auf über €90.000.>> Woher hast du bitte diese Zahlen?>> Laut Entgelttabelle beläuft sich das monatliche Brutto-Gehalt im Bund in> der Gruppe E12 in der höchsten Stufe auf ca. 5790 Euro (12,8 x 5790 Eur> = 74112 Eur).
€5517,78 Grundgehalt
€4414,22 Jahressonderzahlung
€250 Behördenzulage
€1000 IT-Fachkräftezulage
Letztes Jahr hat er noch eine Prämie dazubekommen, waren aber nur um die
€900.
Oooof schrieb:> M.Sc.-Ing. Univ. schrieb:>> - Ja, ist sie.>> Schonmal gut, abgerechnet wird nach dem ersten Halbjahr tägliches "baba> bubu" :-)
Darauf freue ich mich schon!
> Na gut, wenn ihr Grundstück schon habt, ist es natürlich einfacher.> Trotzdem werdet ihr euch einen Gefallen tun Hausbau und Kleinkindphase> nicht zeitgleich auszuführen und meine Empfehlung ist, erst Kind(er),> dann Immobilie, alleine schon, weil ihr euch nochmal neu kennen lernen> werdet.
Sorry, Grundstück sind in den 600k auch inbegriffen. Ich habe das schon
mal gerechnet. Würde ich für den Hausbau für jeden kleinen „Mist“ jmd.
beauftragen, dann wird es natürlich teuer. Meine Partnerin ist
Bauing./Statikerin, ich kann „bissl“ Elektrik ;) und mittlerweile hat
man den einen oder anderen Bauarbeiter, TGA-ler im Konzern
kennengelernt.
Oooof schrieb:> erst Kind(er), dann Immobilie, alleine schon, weil ihr euch nochmal neu> kennen lernen werdet.
Ein kluger Satz, dem kann man nur zustimmen.
Es ist im übrigen der einzig konkrete hier. Öffentlicher Dienst ist ein
Sammelbegriff für alles mögliche und es gibt da nur diffuse Meinungen.
Ist schon im Titel so angelegt, Trollthema per se.
Der alte Spruch dass eine Behörde mit mehr als 50 Mitarbeitern keine
externen Aufgaben mehr benötigt ist aber auch nicht falsch.
Peter123 schrieb:> Laut Entgelttabelle beläuft sich das monatliche Brutto-Gehalt im Bund in> der Gruppe E12 in der höchsten Stufe auf ca. 5790 Euro (12,8 x 5790 Eur> = 74112 Eur).
Es gibt aber auch noch die Fachkräftezulage bis zu 1000 € pro Monat.
Also die 86.500 € / Jahr sind geradeso möglich. Ohne Hochschulabschluss
ist die E12 aber schwer möglich. Die hohe Zulage gibt es eigentlich auch
nur beim BND. Ist er der neue 007?
Peter123 schrieb:> Reich wird man im ÖD nicht.
"Reich" wird man auch im IGM Umfeld nicht. Gut Leben, ja das kann man.
Oooof schrieb:> M.Sc.-Ing. Univ. schrieb:>> Für 600k bekommt man hier ein Haus und Garten>> gebaut aber natürlich keine Villa.>> Na gut, wenn ihr Grundstück schon habt, ist es natürlich einfacher.> Trotzdem werdet ihr euch einen Gefallen tun Hausbau und Kleinkindphase> nicht zeitgleich auszuführen und meine Empfehlung ist, erst Kind(er),> dann Immobilie, alleine schon, weil ihr euch nochmal neu kennen lernen> werdet.
Es bestreitet niemand das es andersrum einfacher ist. Aber tausende
machen es genauso, mit teilweise weniger Eigenkapital/Einkommen. Klappt
auch.
Hier bekommt man für 500k ein großzügiges EFH mit 1000qm Grundstück..
Und nein, nicht in der letzten Ecke der Republik, sondern im Speckgürtel
um Nürnberg.
Peter123 schrieb:> René H. schrieb:>> Weihnachtsgeld und Urlaubsgeld berücksichtigt? Zuschläge und Zulagen>> berücksichtigt?>> Ja, Weihnachtsgeld ist berücksichtigt (siehe oben; Faktor 0,8 in der> Rechnung).>> Ok, wenn man halt noch Kinder hat, dann kriegt man noch etwas mehr.>> Und die Zulagen, wenn man welche bekommt, sind nicht der Rede wert.> (Macht vielleicht brutto 150 Euro im Monat aus.)>> Welches Urlaubsgeld meinst du?
Üblicherweise wurden Zulagen etc aus den BAT Zeiten in die Exx Zeiten
mit rüber genommen. Da kann man die pure Aussage "E12" nicht einfach in
den TVÖD Rechner knallen udn dann behaupten "FAKENEWS" ... Zeugt davon
das die meisten Null Ahnung haben...
Qwertz schrieb:> Oooof schrieb:>> Man kann mit 6k vernünftig leben, aber als>> Doppelverdiener-Ing.-Haushaltsnetto ist das nichts besonderes.>> Wohl wahr. Das habe ich ja fast schon als Alleinverdiener bei> Steuerklasse I im Jahresdurchschnitt auf dem Konto. Für zwei Personen> mit Kindern ist das eher so lala.
Och das is aber toll das du angeblich so viel bekommst. Sorry, aber
solche Schaumschlägereien glaube ich HIER erst wenn ich eine (gerne
anonymisierte) Gehaltsabrechung sehe. Werde ich aber nicht. also so
what. Vermutlcih eher Hartz IV ;)
Mit 6k NETTO kann man a) gut Leben (wenns nicht grad München ist) und b)
auch Haus bauen. Vorallem wenn man dann auch noch (wei imemr empfohlen)
30% der Baukosten als Eigenkapital einbringt.
Wir haben den Schritt mit 4k Netto gewagt und noch davor das erste Kind
und mittendrin das zweite bekommen.. UND ich bin auch noch im ÖD ...
Dürfte ja laut der gequirlten Scheiße die man hier ließt eigentlich
nicht klappen...
Zusammenfassend muss man eines feststellen:
Die allermeisten haben null Plan wie es im öD wirklich läuft.
Da ließt man Stammtischgelaber und dergleichen, Vermutungen, "Ich hab
mal gehört vom Kumpel dessen Kumpel"-Mist usw.
JA - Der öD zahlt schlecht
JA - Im öD gibt es, insbesondere im höheren Dienst/Leitungsebene,
zahlreiche Flaschen. Die gibt es in der Industrie aber mindestens
genauso oft, wenn nicht öfter und in "höherer Qualität"
JA - Man hat, wenn man es sich nicht selbst schwer macht, ein schönes
Leben im öD
JA - in der richtigen Ecke des öD ist der Job maximal krisensicher
(Stichwort KritisV)
NEIN - Im öD arbeiten nicht nur "Minderleister", "Vollidioten", oder
sonsite Leute ohne Plan und Ahnung.
Ich bin ganz bewusst aus der freien Wirtschaft in den öD. Ja, mein Netto
hat sich um 1 Drittel verringert. Und? Ich kann damit gut Leben, hab
definitiv bedeutend weniger Stress, hab meine Kinder aufwachsen sehen,
...
Alle Poser die hier meinen sie verdienen ihre 6k netto und haben dafür
ein schönes Homeoffice Leben, am besten noch mit 20h: Sorry, aber
Bullshit. Vermutlich seid ihr die letzten Knechte die permanent vom Chef
von hinten genommen werden...
John Doe schrieb:> €5517,78 Grundgehalt> €4414,22 Jahressonderzahlung> €250 Behördenzulage> €1000 IT-Fachkräftezulage>> Letztes Jahr hat er noch eine Prämie dazubekommen, waren aber nur um die> €900.
Ok, die ganzen Zulagen habe ich jetzt nicht berücksichtigt.
Allerdings "nur" mit Abitur und ohne Hochschulabschluss hat er wohl den
Sechser im Lotto gezogen.
Peter123 schrieb:> Reich wird man im ÖD nicht.
Reichtum ist auch nicht alles. Vor allem dann nicht wenn man sich dafür
krummbuckeln muss. Und das letzte Hemd hat keine Taschen.
MSC ing univ was laberst du für einen Müll? Du bist der klassische Fall
von Überschuldung durch hauskauf und die alte lässt sich nach 2 Kindern
scheiden dann ist dein Konto leer und du kaputt.
M.Sc.-Ing. Univ. schrieb:> Darauf freue ich mich schon!
Ja, die eine Stunde am Tag zwischen Heimkommen und Bettzeit kann man
schon fröhlich mitnehmen, am besten kommt es dann wenn du deiner
Partnerin im gleichen Atemzug noch sagst, sie soll sich doch nicht so
haben deine Arbeit ist schließlich auch anstrengend :-)
M.Sc.-Ing. Univ. schrieb:> Sorry, Grundstück sind in den 600k auch inbegriffen. Ich habe das schon> mal gerechnet. Würde ich für den Hausbau für jeden kleinen „Mist“ jmd.> beauftragen, dann wird es natürlich teuer. Meine Partnerin ist> Bauing./Statikerin, ich kann „bissl“ Elektrik ;) und mittlerweile hat> man den einen oder anderen Bauarbeiter, TGA-ler im Konzern> kennengelernt.
Ok, wir fassen zusammen:
- Young Professionals
- Frau ist schon ganz heiß aufs Mutter sein, nachdem sie ihr öD Job
unterfordert
- Du rechnest schon mit AT und Muskelhypothek (und trotzdem kommen noch
600k zusammen?)
Klingt nach einem soliden Plan.
Meine Intention war lediglich dir ein paar Denkanstöße mit auf den Weg
zu geben. Das erste was du dir als Jungvater zulegen solltest, mehr
Gelassenheit, dass du sofort in den Rechtfertigungsmodus verfallen bist
spricht Bände ;) Gelassenheit hilft auch im Beruf.
M.Sc.-Ing. Univ. schrieb:> Wir sind beide noch Young Professionals, also Berufserfahrung < 6 Jahre.
Young Professionals? Ist das ein selbst ernannter Titel? Das hört sich
so hippsterisch an?
Young Professional ist einfach der Corporatesprech für Leute unter 5
Jahren Berufserfahrung. Bei uns im Laden gibt's dann noch Professional
5-10 Jahre und experienced Professional mehr als 10 Jahre.
Business schrieb:> Young Professional ist einfach der Corporatesprech für Leute
Das dürfte hier wohl bekannt sein. Nichtsdestotrotz ist das eine alberne
Hipstersprache.
Das Wort "Corporatesprech" macht das Ganze übrigens auch nicht besser
René H. schrieb:> Oder wurde das Urlaubsgeld im öD etwa abgeschafft?
Also zumindest ein den bayerischen Landesbeamten gibt es das schon
länger nicht mehr.
Was soll das der Typ hat weder ne olle noch 6k im Monat. 600k für ein
Haus wo man viel selber macht? Wenn du das machst sollte man dich sofort
entlassen, denn du kannst nicht mit Geld umgehen und bist für
Projektplanung schlicht inkompetent.
Kann es sein, dass man hier sehr viel Neid heraushört?
Mit ging es mit meiner Beruflichen Entscheidung ähnlich, weniger Gehalt
und noch viel weniger Arbeit. Dafür kaufte man die Autos gebraucht und
kaufte das Haus etwas außerhalb ohne so einen wunderschönen mehrfarbigen
Steingarten.
Dennoch wird man häufig dafür angefeindet, sich nicht bedingungslos der
Tretmühle unterworfen zu haben und mit seinem Leben glücklich zu sein.
Vermutlich gönnt einem so ein Mensch hier (treffend beschrieben)
"Alle Poser die hier meinen sie verdienen ihre 6k netto und haben dafür
ein schönes Homeoffice Leben, am besten noch mit 20h: Sorry, aber
Bullshit. Vermutlich seid ihr die letzten Knechte die permanent vom Chef
von hinten genommen werden..."
nicht, dass man ihn weder um seinen Job noch um seine dicke Karre
beneidet und lieber mit dem Fahrrad zur Arbeit fährt, während er sich
darüber beschwert, dass sein neuer Wagen bei 250 abgeriegelt war und er
das erst mal freischalten lassen musste...
Business schrieb:> Young Professional ist einfach der Corporatesprech für Leute unter 5> Jahren Berufserfahrung. Bei uns im Laden gibt's dann noch Professional> 5-10 Jahre und experienced Professional mehr als 10 Jahre.
Und ab 15 Jahren dann Senior Professional. Falls einer den Quatsch so
lange durchhält.
Carl-Gustaf schrieb:> Dennoch wird man häufig dafür angefeindet, sich nicht bedingungslos der> Tretmühle unterworfen zu haben und mit seinem Leben glücklich zu sein.
Mit wenigem glücklich zu sein ist eine seltene Kunst.
René H. schrieb:> Carl-Gustaf schrieb:>> Dennoch wird man häufig dafür angefeindet, sich nicht bedingungslos der>> Tretmühle unterworfen zu haben und mit seinem Leben glücklich zu sein.>> Mit wenigem glücklich zu sein ist eine seltene Kunst.
Und, wie Du lesen konntest, neiderregend ...