Sicherung für 48V und etwa 100A gesucht - ANL?

OP #7154064
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Hallo,

ich suche für meinen Bootsmotor 4,4kW, 48V eine entsprechende Sicherung.

Bis dato war ich in Richtung ANL Sicherung unterwegs, nur habe ich 
gelesen, dass diese wohl weder für 48V, noch für Dauerbelastung gut sein 
sollen, sondern eher im HiFi-Bereich eingesetzt werden, wo es nur Peaks 
gibt.

Ich suche eine Sicherung, die mir die etwa 100A-125A absichert und auch 
dauerhaft betrieben werden kann.

Leider weiß ich nicht genau welchen Querschnitt meine Motorleitungen 
haben, 25qmm oder 35qmm, wobei ich eher 25qmm annehme.

Kann ich grundsätzlich Sicherung nehmen, die nur bis 32V angegeben sind?
Oder doch ANL?

Besten Dank!
lG, Thomas
Gast #7154087
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Eine Sicherung für 32V ist für 48V nicht zu empfehlen.(Ladespannung bis 
60V?)
Sehr wichtig ist das Abschaltvermögen in kA.
Den max Strom bei einem kapitalen Kurzschluss muss man dazu abschätzen
(-Anhand des Innenwiderstandes des Akkus und des Kabels)
Manche Sicherungen aus dem KFZ-Bereich haben nur 1....3 kA 
Schaltvermögen.
z.B. die Typen midiOTO od. maxiOTO bei Reichelt.
Das ist für eine grosse Akkubank (mehrere 100 Ah) zu wenig!
Die "Class T fuses" gibts bis 20kA Trennvermögen. und das könnte passend 
sein.
Sicherungen für Hubstapler könnten auch geeignet sein.....
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#7154487
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Gast #7154819
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a) Du benötigst die höchste Spannung, wenn der Akku geladen ist, also 
irgenswas über 50V.
b) Den Innenwiderstand Deines Akkuverbundes.
c) Daraus berechnest Du den maximalen Kurzschlussstrom am Akku.
d) grozügig hochrunden, bzw. Wahl der Spannungsobergrenze für die 
Sicherung. Mindestens 60, besser 80V.
e) Messen oder berechnen den Leitungswiderstand vom Akku zum Motor.
f) Daraus berechnest Du den maximalen Kurzschlussstrom mit Leitung.

Wenn es für den Fall c) keine geeignete Sicherung, dann muss es den Fall 
f) auf jeden Fall abdecken.
#7154844
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MaWin schrieb:
> Na ja, Batterien schaffen selten über 3000A, dafür liegt schon ihre
> Spannung zu niedrig bei der üblichen Verkabelung.

Bei 48V? Vier KFZ-Starterbatterien in Serie kommen da schon drüber. Und 
vermutlich hat der Bootsantrieb eher einen Lithium-Akku.

Mir wären die 3000A Abschaltleistung zu knapp, zumal die sich auf 30V 
beziehen. Wieviel wird davon wohl bei 48V übrigbleiben? 500A?
#7154951
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Mir sind Eure Antworten nicht ganz klar.
Wenn mein Sicherungsautomat bei 300A mit
seinem Bimetall abschaltet, ist der Fall
doch erledigt.

Oder wollt Ihr darauf hinaus, das ein wesentlich
höherer Stromstoß, der möglich sein könnte, den
Abschalter bereits zerstört, bevor dieser überhaupt
reagieren kann.

@Ernst ich sehe nur 30-300A im Bild und habe die
von Dir genannten 3000A nicht gefunden. Falls ich Tomaten
auf den Augen habe, dann bitte einen Schubs, wo ich diesen
Wert finde.

Danke!

Markus
#7154966
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Markus W. schrieb:
> Mir sind Eure Antworten nicht ganz klar.
> Wenn mein Sicherungsautomat bei 300A mit
> seinem Bimetall abschaltet, ist der Fall
> doch erledigt.

Dein 300A Sicherungsautomat schaltet Ströme im Bereich von 300 bis 3000 
Ampere ab.
Kleinere Ströme werden nicht abgeschaltet, sollen sie ja auch nicht.
Größere Ströme werden nicht abgeschaltet, kann er nicht.

Wenn der Bimetallschalter aufgeht, bildet sich ein Lichtbogen. Bei 
Wechselstrom ist der gleich wieder aus. Bei Gleichstrom brennt er 
weiter, was natürlich auch von der Spannung abhängt, die dann über dem 
offenen Bimetallschalter liegt.
Und dann geht's ganz schnell... der Lichtbogen hat viele, viele Kilowatt 
an Heizleistung, der brennt den Automaten ganz fix weg.

> Falls ich Tomaten
> auf den Augen habe, dann bitte einen Schubs, wo ich diesen
> Wert finde.

sh. Screenshot
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#7155003
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Eigentlich soll der Schalter eine "Ingition Protection" haben.
D.h. bis 3000A sollte, sofern dies stimmt, kein Funke zünden.
Ob das Ding eine Gasfüllung hat - keine Ahnung.
Wie weit meine vier alten (100Ah/Stück im Neuzustand) 320Ah Blei-Akkus
bei einem Kurzschluß den Strom über mein 35mm² Kabel schießen lassen
und ab wann die interne Wechselrichter Sicherung abschaltet kann ich
z.Z. nicht genau sagen.
Der WR kann 200A am Bat.-Eingang bei Vollast (2.5kW) und ich habe mir
250A und 300A Automaten bestellt.
Ursprünglich wollte ich drei 63A/240V B Automaten für Hutschienen 
nehmen,
davon habe ich einige, habe mich aber wegen der Montage für die von
Ebay entschieden. Wenn sie geliefert werden, werde ich mal an einem
alten 40Ah Akku testen, wie sie sich verhalten. (Mit Stromzange und
Oszi)

Markus
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#7155014
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Markus W. schrieb:
> Eigentlich soll der Schalter eine "Ingition Protection" haben.

das meint vmtl. nur, dass man kurzzeitig (also während des 
Startvorgangs) mal mehr Strom ziehen kann, das Bimetall also thermisch 
träge genug ist um nicht sofort auszulösen.

> D.h. bis 3000A sollte, sofern dies stimmt, kein Funke zünden.

vor allem wenn du nur 12 Volt hast.
#7155043
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Der CN-Mann testet unter Umständen nicht oder nicht gründlich.
Aber das Prinzip des Aufbaus eines solchen Automaten ist wahrscheinlich
leicht zu kopieren. Ob jetzt das Bimetall die Qualität hat, die
benötigt wird ist eine andere Sache, deshalb sollte man dem Produkt 
nicht
blind vertrauen und es eventuell auf seine grobe Funktion testen.

Dass kann man nicht von jedem Konsumenten verlangen, aber durchaus
von den Leuten die etwas Strom-Affinität besitzen und ein grobes
Verständnis für die Materie haben.

Trotzdem danke für Deine Hinweise und Bedenken.

LG
Markus
Gast #7155108
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H. H. schrieb:
> 100A LS:

Ist halt eher teurer als ein CBI der explizit für DC ist.

Jedenfalls wäre mir auf einem Boot wohler, wenn ich nach 
Motorüberlastung (Netz im Propeller) oder Kurzschluss 
(Salzwasserflutung) und dessen Behebung, den Sicherungsautomaten wieder 
einschalten könnte und nicht bis zum nächsten Hafen rudern müsste weil 
ich einen Ersatzsicherungsstreifen brauche.

De facto liebe ich aber offshore Boote mit 2 unabhängigen Motoren inkl. 
Tanks - oder Segel und Motor.
(Firma: matzetronics) #7155846
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Klaus P. schrieb:
> So etwas?
> 
https://www.yachtbatterie.de/de/blue-sea-100a-sicherungsautomat-12-48v-aufbau.html

Die Dinger funktionieren gut, schon des öfteren auf Booten verbaut. 
Allerdings sind 100A hier ein bisschen knapp. Würde also eher etwas mehr 
Auslösestrom kaufen. Wie alles im Bootsbau etwas teuerer halt.

Übrignes gibt es ANL auch bis 80VDC:
https://www.yachtbatterie.de/de/philippi-anl-sicherung-35-500a.html
#7166548
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MaWin schrieb:
> Jedenfalls wäre mir auf einem Boot wohler, wenn ich nach
> Motorüberlastung (Netz im Propeller)

Den Fall wirst Du nur schwer mit einer Sicherung abfangen können. Je 
nach Charakteristik hat diese einen Einstundenauslösestrom der deutlich 
über dem Nennstrom liegt. Daher wird diese Sicherung nur die Leitungen 
sinnvoll schützen können.

MaWin schrieb:
> oder Kurzschluss
> (Salzwasserflutung) und dessen Behebung,

Salzwasserflutung macht zunächst einmel keinen Kurzschluss. Das gibt 
aber unschöne Effekte an den betromten Bauteilen solange das Salzwasser 
diese umströmt.
Gast #7166582
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Naja im PV Bereich greift man bei 48 V auf NH Sicherungen zurück. Bis 
200/250 DC Zulassung. Trennvermögen über 30kA je nach Größe. Und günstig 
genug um Ersatz auf Lager zu legen. Für den Notfall gäbe es 
Messereinsätze.

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