Hallo
Ich hoffe es ist OK, dass ich jetzt mal ohne Anmeldung schreibe.
Im nächsten Semester werde ich mit meinem Studium (Energietechnik)
fertig sein
und dann dem Arbeitsmarkt zur Verfügung stehen.
Meine akademische Laufbahn fing erst mit knapp 30 Jahren an, zum
Zeitpunkt meines Berufseinstiegs werde ich knapp 36 Jahre alt sein.
An Versicherungen habe ich eine private Haftpflicht, PKV (noch aus der
Selbsständigkeit vor dem Studium), Unfall und Rechtsschutz.
Jetzt kommt die Frage auf (Freundin fragte), ob ich eine BU-Versicherung
abschließen sollte.
Mein "Problem" ist, dass ich wahrscheinlich noch dieses Jahr eine
Psychotherapie anfangen werde.
Noch gibt es keine Diagnose, aber wohl in zwei Wochen.
Daher werde ich mich jetzt schnell für eine BU entscheiden müssen,
oder ich brauche es nicht mehr versuchen.
Blödes System, aber ist wohl so...
Was haltet ihr in meinem Fall, mitte dreißig und Berufsneuensteiger für
sinnvoll?
Wenn ich mich so durch Netzt klicke finde ich ich oft 50€/M für
1000€/Monat im Fall des Falles.
Da die BU aber voll auf Sozialleistungen angerechent wird, sind die
1000€ eigentlich deutlich zu wenig, für den monatlichen Beitrag.
Bevor ich jetzt einen Makler anrufe, wollte ich Euch um eure Meinungen /
Erfahrungen / Hinweise bitten.
AA (außnahmsweise anonym)
anonym schrieb:> Wenn ich mich so durch Netzt klicke finde ich ich oft 50€/M für> 1000€/Monat im Fall des Falles.
Rechne bei einer Versicherung im höheren qualitativen Bereich, bei 2000€
Rente mit ca 1000 € jährlichen Beiträgen. (30, ledig, Entwickler ohne
Außeneinsätze)
50€ im Monat ist keine BU.
Angenommen du bist gesund. Keine Unfälle, Knochenbrüche, usw. in den
letzten 10 Jahren. Nix chronisches usw. Arbeitsumfeld: kein Lärm, im
Büro.
Es hilft, wenn man bis 30 erstmal nicht zum Arzt geht, es sei denn es
drückt verdammt. Was dich bisher nicht behinderte und kein Arzt weiß,
mindert weder deine Beiträge noch ist es ein Grund die Leistungen zu
verwehren. Stellt sich halt nur die Frage ob du als Laie wissen
konntest, dass du "defekt bist", auch ohne einen Arzt besucht zu haben.
Lass es einfach. Geh erstmal geld verdienen bevor du es aus dem Fenster
schmeißt.
Die Versicherung wird eh nicht zahlen, die werden es im Leistungsfall
herausfinden, dass du sie belogen hast. Alleine die zeitliche nähe der
Therapie zum Vertragsabschluss reicht da schon aus.
Selbst wenn man nichts zu verbergen hat empfiehlt es sich eine BU nur
abzuschließen wenn man auch eine Rechtsschutz hat um im Leistungsfall
seine Rente zu erstreiten.
anonym schrieb:> Mein "Problem" ist, dass ich wahrscheinlich noch dieses Jahr eine> Psychotherapie anfangen werde.> Noch gibt es keine Diagnose, aber wohl in zwei Wochen.
Dann würde ich an deiner Stelle sofort Himmel und Hölle in Bewegung
setzen um diese Diagnose noch zu verhindern! Einmal aktenkundig wird dir
das dein Leben lang ein Klotz am Bein sein, egal wie es dir später geht.
Du wirst dann IMMER als Risiko betrachtet werden.
Du brauchst die Therapie? Dann lass dich behandeln, ABER MACH ES PRIVAT
bzw. geh ins Ausland, off-the-record halt. Ja, das ist nicht einfach und
billig aber es geht.
> anonym schrieb:> Mein "Problem" ist, dass ich wahrscheinlich noch dieses Jahr eine> Psychotherapie anfangen werde.
Warst du längere Zeit auf Inbetriebnahme ?
anonym schrieb:> Mein "Problem" ist, dass ich wahrscheinlich noch dieses Jahr eine> Psychotherapie anfangen werde.
Jetzt gibts die neue Winterzwangsjackenkollektion bei C&A, besser dort
sein Geld investieren.
Zocker_54 schrieb:> Warst du längere Zeit auf Inbetriebnahme ?
Glaub ich nicht, sonst wüsste er dass man so eine Verstimmungen nicht
mit einer Therapie sondern etwas Alkohol regelt.
> Autor: Claus M. (energy)> Datum: 10.09.2018 21:20> Glaub ich nicht, sonst wüsste er dass man so eine Verstimmungen nicht> mit einer Therapie sondern etwas Alkohol regelt.
Ja, ja, der Suff. Eine anerkannte Berufskrankheit auf Inbetriebnahme.
Dennis schrieb im Beitrag #5552336:
> So eine Therapie hast du wohl verpennt.
Differenziere zwischen verpennt und resistent - Zocker_54 ist nicht
therapierbar.
Claus M. schrieb:> herausfinden, dass du sie belogen hast. Alleine die zeitliche nähe der> Therapie zum Vertragsabschluss reicht da schon aus.
Bestehende Leiden werden oft ausgeschlossen oder sind nur sauteuer zu
versichern.
Peter schrieb:> Ist es nicht so dass man sich bis 1900€ Rente ohne ärtzliches Gutachten> versichern kann?
Nein, das ist Quatsch. Du gibst für eine BU-Versicherung immer eine
Selbstauskunft über deinen Gesundheitszustand ab, und wirst belehrt,
dass die Versicherung bei unwahren Angaben nicht zahlen muss bzw. bei
Vorsatz sogar nachträglich vom Vertrag zurücktreten kann. Oft sollst du
auch deine Ärzte von der Schweigepflicht entbinden.
Abradolf L. schrieb:> Peter schrieb:>> Habe sowas abgeschlossen für 50€ p.m. mit 5% steigerung>> p.a.>> lol?
Naja.. dass heisst dass er in 25 Jahren etwa 150 EUR im Monat zu
berappen hat... das haut mich jetzt noch nicht so von den Socken
cheers schrieb im Beitrag #5552142:
> anonym schrieb:>> AA (außnahmsweise anonym)>> AA steht für "Anonyme Alkoholiker" ;-)
Och, die Anons haben inzwischen für alles mögliche Selbsthilfegruppen,
die "Emotions Anonymous" könnten für einige Forumstrolle einen Versuch
wert sein. https://www.ea-selbsthilfe.net/> anonym schrieb:>> Mein "Problem" ist, dass ich wahrscheinlich noch dieses Jahr eine>> Psychotherapie anfangen werde.> Noch gibt es keine Diagnose, aber wohl in zwei Wochen.
In einer Psychotherapie wird keine Diagnose gestellt und Therapiestunden
werden meines Wissens nicht von der Berufsunfähigkeit gezahlt, eher von
der Rentenkasse, wenn die Krankenkasse nicht will. Und das eine
Versicherung bei bestehender Erkrankung abgeschlossen werden kann, ist
auch eher fraglich.
Für mich hört sich das eher nach Abzocke an, was du hier vor hast. Sach
mal welche Versicherung du abgeschlossen hast, das man "den Laden" dann
vermeiden kann.
Aber vielleicht überlegst du es dir ja anders sobald wegen
"psychiatrischen Erkrankung" Deine Fahrerlaubnis eingezogen wird. Dann
wird so mancher ganz schnell gesund und kann sich seine Brötchen als
Fahrer für Sozialdienste wieder selbst verdienen.
Klugscheisser schrieb:> Naja.. dass heisst dass er in 25 Jahren etwa 150 EUR im Monat zu> berappen hat... das haut mich jetzt noch nicht so von den Socken
Aber in 25 Jahren haben 150 Euro auch nicht mehr den Wert von heute.
Bei durschnittlich 2% Inflation ist das eine Steigerung von 3% pro Jahr:
(1,03)^25=2.09377792965 -> Also entsprechen 150 Euro in 25 Jahren
überschlagsweise heute 150€/2.09377792965 =71.6408354 €. Das ist dann
insgesamt auch nicht soviel mehr. Und wenn man die BU vom Netto bezahlt,
verringert sich noch die absolute Verteuerung um den den persönlichen
Steuersatz.
harri schrieb:> . Und wenn man die BU vom Netto bezahlt, verringert sich noch die> absolute Verteuerung um den den persönlichen Steuersatz.
Wovon sonst als vom netto? Was bitte verringert sich?
Peter schrieb:> Ist es nicht so dass man sich bis 1900€ Rente ohne ärtzliches> Gutachten> versichern kann? Habe sowas abgeschlossen für 50€ p.m. mit 5% steigerung> p.a.
Es gibt Anbieter, die solche Angebote machen. Die Rechtsprechung sagt
aber aktuell zu solchen Angeboten: "Wenn du beim Abschluss davon
ausgehst, demnächst in ärztliche Behandlung zu gehen, musst du das der
Versicherung mitteilen":
https://www.helberg.info/blog/2017/10/spontane-anzeigepflicht/
Ich vermute, wenn die Versicherung in Zukunft leisten soll, musst du
angeben, dass du eine Psychotherapie planst. Und dann wird die
Versicherung entweder deutlich teurer oder psychische Erkrankungen
ausschließen. Freier Markt eben.
MfG, Arno
Claus M. schrieb:> harri schrieb:>> . Und wenn man die BU vom Netto bezahlt, verringert sich noch die>> absolute Verteuerung um den den persönlichen Steuersatz.>> Wovon sonst als vom netto? Was bitte verringert sich?
Vom brutto, bretto oder nutto? Den Beitrag den du mehr bezahlst (150€ vs
50€)kannst du mehr absetzen. Die ersparnis hängt von deinem persönlichen
Grenzsteuersatz ab.
Meine Güte geistert hier viel Halbwissen und Blödsinn rum.
1. Eine BU für 50€ ist sicher keine BU, bestenfalls eine AU. AU steht in
D quasi kurz vor tot. Da ists vielelicht schlauer sich ne Dose Blausäure
besorgen..
2. BU's sind teuer, weil der Schadensfall relativ oft eintritt.
3. Versicherungsbedingungen sind wichtig. Unter welchen Bedingungen die
BU zahlt steht in den Vertragsbedingungen. Die variieren enorm zwischen
den Versicherungen.
Wichtige Eckpunkte sind ob auch nachträglich gezahlt wird, wenn sich
eine längere Krankheit später als BU herrausstellt und welche nachweise
für die BU erbracht werden müssen.
4. Wenn man alleinstehend ist, hat eine BU <1200 € wenig Zweck, nachdem
man sich dann im wesentlichen auf H4-Nivau versichert. Freut den Staat,
bringt einem aber nichts. Wenn man Frau&Kinder hat sieht die Sache
anders aus. Da hilft jeder Euro.
5. Die Lebenhaltungskosten sind eher höher als man denkt, nachdem grad
bei Ingenieuren die Behinderung schon schwerwiegend sein muss, damit man
BU ist.
6. Man kann auch eine BU abschließen bevor man anfängt zu arbeiten. Die
BU deckt den ERLERNTEN Beruf ab, nicht den zuletzt ausgeführten. Die
Hohe ist dann aber meistens auf 1000€ limitiert. Man kann allerdings bei
den meisten BUs bei besonderen Ereignissen den Beitrag erhöhen (Heirat,
neuer Job, Kinder). Meine BU hat auch bei 1000€ angefangen und ist nun
bei 2200€.
7. Man kann auch später wenn es das Geld zulässt oder der Bedarf wg.
einer Familie gegeben ist weitere BUs abschließen. Mann muss aber den
neuen Versicherungsträger über die bestehende BU unterrichten.
8.BU mit akuter Krankheitsgeschichte ist nahezu unmöglich. Am besten ist
es wenn die letzten 5 Jahre kein besonderer Arztbesuch stattgefunden hat
(Erkältung &Co sind irrelevant). Im zweifel die 5 Jahre warten und
hoffen das bis dahin nichts passiert.
9. BUs sind teuer wenn sie bis zur Rente laufen sollen. Das ist für die
meisten Ingenieure aber unnötig. Wenn man nicht absolut furchtbar mit
Geld umgeht sollte man ab 60-63 Jahren so weit abgesichert sein, dass
man zur Not die Jahre bis zur Rente überbrücken kann. Hängt auch davon
ab ob man z.B. ein größeres Erbe erwartet.
10. Bei eineigen Arbeitgebern gibt es Firmen-BUs die ohne
Gesundheitsprüfung abgeschlossen werden. Die Konditionen sind oft
schlechter, aber immer noch besser als mit krankenvorgeschichte auf dem
freien Markt.
Qwertz schrieb:> Nein, das ist Quatsch. Du gibst für eine BU-Versicherung immer eine> Selbstauskunft über deinen Gesundheitszustand ab, und wirst belehrt,> dass die Versicherung bei unwahren Angaben nicht zahlen muss bzw. bei> Vorsatz sogar nachträglich vom Vertrag zurücktreten kann. Oft sollst du> auch deine Ärzte von der Schweigepflicht entbinden.
So Quatsch ist das nicht. Bei einer Risiko-LV kann eine ärtzliche
Untersuchung Pflicht sein. Und diese Pflicht kann von der
Versicherungssumme abhängen.
Es gibt BU, die nach 5 Jahren Beitragsdauer darauf verzichten, sich auf
nicht angegebene Krankheiten zu berufen.
Es gibt BU, die eine spätere Höherversicherung ohne neue
Gesundheitsprüfung erlauben.
Es gibt BU, die die abstrakte Verweisung ausschliessen.
Ja, die sind etwas teurer, aber deren Chancen, sich im Zweifelsfall vor
der Zahlung zu drücken, sind erheblich geringer.
Und eine Summe unter 2000€/Monat ist witzlos.
Und zwei Wochen, um eine solche Enscheidung zu treffen, ist zu kurz.
Immerhin zahlt man locker 30.000€ in 30 Jahren ein.
Gruß
Axel
Axel L. schrieb:> Und zwei Wochen, um eine solche Enscheidung zu treffen, ist zu kurz.> Immerhin zahlt man locker 30.000€ in 30 Jahren ein.
Boa das ist ja ein ganzes Auto. Da habe ich noch nie 2 Wochen drüber
nachgedacht bevor ich eines gekauft habe.
30k in 30 Jahren ist ja echt heftig. Vielleicht gibst du lieber mal den
Betrag für 1000 Jahre an, damit es eindrucksvoller wird.
Cyblord -. schrieb:> Axel L. schrieb:>> Und zwei Wochen, um eine solche Enscheidung zu treffen, ist zu kurz.>> Immerhin zahlt man locker 30.000€ in 30 Jahren ein.>> Boa das ist ja ein ganzes Auto. Da habe ich noch nie 2 Wochen drüber> nachgedacht bevor ich eines gekauft habe.> 30k in 30 Jahren ist ja echt heftig. Vielleicht gibst du lieber mal den> Betrag für 1000 Jahre an, damit es eindrucksvoller wird.
Das verkaufst Du aber nach drei Jahren problemlos wieder. An der BU
klebst du, wenn es dumm läuft und du mal zum Psychiater musst, dein
ganzes Leben.
Deswegen auch die dreissig Jahre. Wenn man die mit 30 abschliesst, wird
es nach 20 Jahren erst so richtig interessant, weil dann die
Wahrscheinlichkeit, dass man sie braucht, deutlich höher ist,
andererseits die Wahrscheinlichkeit, dass man nicht mehr wechseln kann,
ebenso. Und dann brauchst Du sie noch 10 Jahre (was dann 240.000€ sind).
Eine BU, die dann 10€/Monat billiger ist, ist dann über die Laufzeit
gesehen 3600€ billiger. Kann man dann schon mal zwei Wochen drüber
nachdenken.
Übrigens müssen die Beiträge bei vielen BU auch im Erlebensfall weiter
gezahlt werden, von den 2000€ gehen also 100€ schon wieder weg.
Gruß
Axel
Fabian F. schrieb:> Meine Güte geistert hier viel Halbwissen und Blödsinn rum.> 1. Eine BU für 50€ ist sicher keine BU, bestenfalls eine AU.
Lesen: 50€/Monat. Macht 600€/Jahr. Das kann schon hinkommen. Nicht für
eine Versicherung bis 67 mit 3000€ monatlicher Rente für einen
45jährigen Dachdecker, aber die typischen Lockangebote für 1000€
monatliche Rente für Studierende/Absolventen in MINT-Berufen liegen
ungefähr in der Höhe. Dass das vollkommen ungenügend ist, steht hier ja
auch schon oft genug.
MfG, Arno
Harri schrieb:> Claus M. schrieb:>> harri schrieb:>>> . Und wenn man die BU vom Netto bezahlt, verringert sich noch die>>> absolute Verteuerung um den den persönlichen Steuersatz.>>>> Wovon sonst als vom netto? Was bitte verringert sich?>> Vom brutto, bretto oder nutto? Den Beitrag den du mehr bezahlst (150€ vs> 50€)kannst du mehr absetzen. Die ersparnis hängt von deinem persönlichen> Grenzsteuersatz ab.
Leider fließen deine BU-Beiträge in den selben "Topf" wie z.B. deine
GKV-Beiträge, und dieser Topf fasst nur 1900€.
Mit anderen Worten: wenn du jährlich mehr als 1900€ in die GKV zahlst
kannst du keine BU-Beiträge mehr absetzen.
Oder einfacher ausgedrückt: ab einem Bruttoverdienst von 20700€ kannst
du keine weiteren Versicherungsaufwendungen (z.B. BU) steuerlich
absetzen.
Egal ob nun 50€ oder 150€ im Monat, es macht für die Steuer keinen
Unterschied.
(Alle Zahlen für 2017)
Axel L. schrieb:> Es gibt BU, die nach 5 Jahren Beitragsdauer darauf verzichten, sich auf> nicht angegebene Krankheiten zu berufen.
Dies hat nichts mit der BU oder deren AVBs zu tun, sondern steht so im
Versicherungsvertragsgesetz (VVG) drin:
§19
https://www.gesetze-im-internet.de/vvg_2008/__19.html
in Verbindung mit
§21 (insbesondere Abs 3)
https://www.gesetze-im-internet.de/vvg_2008/__21.html
Hier ist man sogar mit Vorsatz oder Arglist (!) nach 10 Jahren "durch".
Dies soll natürlich keine Rechtsberatung oder gar Empfehlung zum Machen
von falschen/unvollständigen Angaben sein - aber der Versicherungsnehmer
ist nicht komplett rechtlos wie es immer dargestellt wird.
(das gilt im Übrigen auch für die PKV)
> Es gibt BU, die die abstrakte Verweisung ausschliessen.
Eine BU mit abstrakter Verweisung ist in meinen Augen keine BU.
Was ich noch sagen wollte.
Mein Vater hatte in den 70er Jahren durchs Motorradfahren ein appes Bein
erhalten. Die
blutigen Fotos möchte ich jetzt hier nicht hochladen. Acht Monate
Krankenschein, danach zum Glück eine Versetzung innerhalb der Firma auf
die Schreibstube.
Also nochmal gut gegangen.
Ein Kollege ist in den 2000ern mit dem Motorrad mit Schmackes vor eine
Strassenlaterne gefahren. Der hat es leider nicht überlebt.
Qwertz schrieb:>> Ist es nicht so dass man sich bis 1900€ Rente ohne ärtzliches Gutachten>> versichern kann?>> Nein, das ist Quatsch. Du gibst für eine BU-Versicherung immer eine> Selbstauskunft über deinen Gesundheitszustand ab, und wirst belehrt,> dass die Versicherung bei unwahren Angaben nicht zahlen muss bzw. bei> Vorsatz sogar nachträglich vom Vertrag zurücktreten kann. Oft sollst du> auch deine Ärzte von der Schweigepflicht entbinden.
In dem Fall hier ist ja noch recht aktuell mit dem zeitlichen
Zusammenhang zw. PT und Vertragsaabschluss.
Wenn es aber diesen zeitlichen Zusammenhang wohl gab (sagen wir
innerhalb 24 Monaten) dieser aber 10 oder 20 Jahre her ist, wer will mir
denn da was nachweisen?
oftmal werden für Studenten BU´s angeboten ohne eine Gesundheitsprüfung.
Das würde vielleicht gehen, aber da muß das Kleingedruckte gut beachtet
werden da die "nicht durchgeführte" Gesundheitsprüfung auch unter
Vorbehalt steht. --> uffbasse
Fabian F. schrieb:> 5. Die Lebenhaltungskosten sind eher höher als man denkt, nachdem grad> bei Ingenieuren die Behinderung schon schwerwiegend sein muss, damit man> BU ist.
Ganz wichtiger Punkt. Wir haben hier Kollegen, die nach einem Unfall auf
den Rollstuhl angewiesen sind, und als Entwicklungsingenieure weiterhin
100% einsatzbereit sind. Da musste lediglich der Arbeitsplatz etwas
angepasst werden, und die Reisetätigkeit eben eingeschränkt werden.
Deswegen sind diese BU-Versicherungen für Dachdecker auch teurer als für
Ingenieure.
nop schrieb:> als Entwicklungsingenieure weiterhin> 100% einsatzbereit
Aus dem Grund habe ich meine BU gekündigt. Klar, man kann sich für alles
und jeden Fall versichern. Jeder wie er will.
tnsz schrieb:> nop schrieb:> als Entwicklungsingenieure weiterhin> 100% einsatzbereit>> Aus dem Grund habe ich meine BU gekündigt. Klar, man kann sich für alles> und jeden Fall versichern. Jeder wie er will.
Ich habe nie eine abgeschlossen. Mittlerweile brauche ich nicht mehr
darüber nachdenken und bin im Nachhinein froh, dass ich es so gemacht
habe. So blieb und bleibt mir jeden Monat mehr Geld übrig. Aber man weiß
es als junger Berufsanfänger halt nicht, keiner kennt seine Zukunft.
Daher halte ich mich mit einem Ratschlag hier zurück, es muss wirklich
jeder persönlich für sich entscheiden, ob man dieses Risiko für sehr
viel Geld absichern möchte, wobei selbst diese Absicherung keine
Garantie darstellt (es gibt leider einige Fälle, die erst nach Jahren
vor Gericht entschieden werden).
Das bestgehütete Geheimnis wäre bei den BU-Versicherungen, wie hoch die
Quote jener ist, die um überhaupt eine Leistung zu bekommen klagen
mußten. Dieser Satz stammte von früheren Bekannten, die genau wußten
wovon diese sprachen.
Dr. Sommer schrieb im Beitrag #6449123:
> ja! also auch rechtsschutzversicherung am besten
Aber die nicht beim gleichen oder verbändelten Anbieter. Du bekommst
sonst keine Zusage von der Rechtschutzversicherung für die Klage. Die
wäre ja sonst doof, wenn diese das unterstützen würden.
Neben den gesetzlichen Sozialversicherungen braucht man nur
Privathaftpflicht, Kfz-Haftpflicht, Zahnzusatzversicherung und das war
es! Die Deutschen sind lächerlich überversichert. Handy, TV, Hausrat,
Bremsstreifen in der Unterhose, alles muss versichert werden. BU ist
totaler Quatsch , schon alleine wegen Hartz4. Aber bezahl den
VersicherungsVERKÄUFER ruhig. Dann kriegt wenigstens der kein Hartz4.
Und vergiss die Rechtschutz nicht, denn BU zahlen im Schadensfall IN DER
REGEL eh nicht ohne verklagt zu werden.
838383kek schrieb:> Eher Geldwechsel Geschaeft.
Worst case kriegst du wieder was du eingezahlt hast. Bei Fällen wie
Stefan Raab zahlt die Versicherung aber 10 Scheine für die Beißerchen,
während du in 25 Jahren nur 3000€ Beiträge eingezahlt hast.
Dieter schrieb:> Aber die nicht beim gleichen oder verbändelten Anbieter. Du bekommst> sonst keine Zusage von der Rechtschutzversicherung für die Klage.
Das ist Unsinn.
TrueStory schrieb:> Worst case kriegst du wieder was du eingezahlt hast. Bei Fällen wie> Stefan Raab zahlt die Versicherung aber 10 Scheine für die Beißerchen,> während du in 25 Jahren nur 3000€ Beiträge eingezahlt hast.
Ach ja, und wie rechnet sich das dann für die Versicherung? Die wollen
nämlich noch etwas daran verdienen, und tun das auch. Die sind ja nicht
verblödet.
TrueStory schrieb:> schon alleine wegen Hartz4. Aber bezahl den> VersicherungsVERKÄUFER ruhig. Dann kriegt wenigstens der kein Hartz4.
Das ist immer das dümmste aller Argumente was ich lese. Hartz4 gibt's
erst wenn du deine Vermögenswerte aufgebraucht hast. Mit einer BU, auch
wenn sie dann nur Hartz Level zahlt, bleibt dein Vermögen unangetastet
und musst dich auch nicht mit den Ämtern rumschlagen.
Ich hätte jedenfalls keinen Bock für die Hartz4 Krümel mich mit
minderbemittelten Idioten im Amt rumzuschlagen und mich schriftlich
nackig zu machen, mein Depot aufzuzehren und evtl. noch mein Haus
vertackern zu dürfen.
Und als normaler Ing. Mitte 40 hat man normalerweise solide
Vermögenwerte im mittleren 6-stelligen Bereich.
anonym schrieb:> Mein "Problem" ist, dass ich wahrscheinlich noch dieses Jahr eine> Psychotherapie anfangen werde.> Noch gibt es keine Diagnose, aber wohl in zwei Wochen.
bitte unbedingt eine zweite Meinung einholen, ansonsten spare dir das
geld für nutzlosen versicherungen und investiere lieber in Dich - neue
skills lernen z.b.
Dummer Quatsch schrieb:> Mitte 40 hat man normalerweise solide Vermögenwerte im mittleren> 6-stelligen Bereich.
Dann brauchst auch keine BU. Ohne 20 Jahre BU einzahlen hat dieser
Ingenieur noch deutlich mehr.
Dummer Quatsch schrieb:> Das ist immer das dümmste aller Argumente was ich lese. Hartz4 gibt's> erst wenn du deine Vermögenswerte aufgebraucht hast. Mit einer BU, auch> wenn sie dann nur Hartz Level zahlt, bleibt dein Vermögen unangetastet> und musst dich auch nicht mit den Ämtern rumschlagen.
Das ist das allerdümmste Argument was ich lese. Von 1000€ BU kannst du
nicht gleichzeitig die Familie versorgen und die laufenden Kosten sowie
Instandhaltung von Kfz und Haus leisten. Bitte die Krankenversicherung
nicht vergessen, die es bei Hartz4 gibt und ohne eben nicht. Das heisst,
entweder du findest als Ingenieur während der 12 Monate Arbeitslosengeld
eine neue Anstellung oder du rutscht schon wegen laufender Nebenkosten
(Kfz, Haus, Krankenversicherung) unweigerlich in Hartz4. Und eine 2000€
BU ist lächerlich teuer. Darum macht sie überhaupt gar keinen Sinn. Nur
für VersicherungsVERKÄUFER.
PS: Das Jobcenter zwingt auch nicht immer zum Verkauf des Hauses/der
Wohnung, wenn die Miete für eine Alternative sie nicht günstiger kommt.
Dann gibt es halt Hartz4 ohne Mietzuschuss.
TrueStory schrieb:> PS: Das Jobcenter zwingt auch nicht immer zum Verkauf des Hauses/der> Wohnung, wenn die Miete für eine Alternative sie nicht günstiger kommt.> Dann gibt es halt Hartz4 ohne Mietzuschuss.
Nö. Mit dickem Haus gibts gar kein H4. Es kann manchmal sein dass jemand
eine kleine Hütte behalten kann. Genau so wie sein rostiges Auto. Aber
generell muss das alles erstmal zu Geld gemacht werden.
Cyblord -. schrieb:> Mit dickem Haus
Wo war von einer Villa die Rede? Oder als was bezeichnet ihr in eurem
Stadtviertel als dickes Haus?
TrueStory schrieb:> nicht immerTrueStory schrieb:> , wenn die Miete für eine Alternative sie nicht günstiger kommt.
Lesen, verstehen und DANACH erst Posten.
TrueStory schrieb:>> , wenn die Miete für eine Alternative sie nicht günstiger kommt.>> Lesen, verstehen und DANACH erst Posten.
Nein das hat mit der Miete für die Alternative nichts zu tun. Bei H4
darf man so gut wie kein Vermögen mehr haben. Auch kein Haus.
TrueStory schrieb:> Von 1000€ BU kannst du> nicht gleichzeitig die Familie versorgen und die laufenden Kosten sowie> Instandhaltung von Kfz und Haus leisten.
1000€ BU ist ja wohl nicht der einzige Einkommensfluss.
Erwerbsminderungsrente sei ein Stichwort, eine Frau kann arbeiten gehen,
uswusf.
Das man Einschränkungen haben wird, ja, aber pleite wird man bei solider
Haushaltsplanung nicht gehen, der Luxus wird schrumpfen.
TrueStory schrieb:> Dann brauchst auch keine BU. Ohne 20 Jahre BU einzahlen hat dieser> Ingenieur noch deutlich mehr.
Keine Ahnung wie du 15-20 Jahre bis zur Rente überbrücken willst und in
denen du auch keine Rentenpunkte mehr sammelst. Da sind dann 1000€ haben
oder nicht haben doch ein gewisser Cashflowbetrag.
TrueStory schrieb:> Bitte die Krankenversicherung> nicht vergessen, die es bei Hartz4 gibt und ohne eben nicht.
Frau geht arbeiten, mitversichert über GKV.
TrueStory schrieb:> Das Jobcenter zwingt auch nicht immer zum Verkauf des Hauses/der> Wohnung, wenn die Miete für eine Alternative sie nicht günstiger kommt.> Dann gibt es halt Hartz4 ohne Mietzuschuss.
Schönes Reihenendhaus haben sie da in Böblingen, von den 600k€
Verkaufserlös können sie ja eine günstige bedarfsgerechte Wohnung
mieten.
Mal ganz davon abgesehen, gibt es genügend Fälle in denen man nicht ein
Leben lang BU ist, sondern aufgrund von beispielsweise Krankheit oder
Unfall über eine Strecke von Monaten bis Jahren. Hier nur die Extreme
anzuführen ist müßig. Ob man eine braucht oder nicht, hängt vom eigenen
Sicherheitsempfinden und Risikoprofil ab. Die Dinger sind auch deshalb
so teuer, weil die Eintrittswahrscheinlichkeit nicht gering ist. Ist
halt keine Privathaftpflicht die 50 Mio versichert für 50€ im Jahr.
Natürlich will ich die andere Seite nicht klein machen und man darf sich
immer wieder mal mit Klagen beschäftigen. Das kann man recherchieren und
wird feststellen, dass es klagefreudigere Gesellschaften gibt und
weniger klagefreudigere. Die unterscheiden sich dann auch im Preis, wo
der Billigheimer das fest im Geschäftsmodell einkalkuliert hat erstmal
nicht zu zahlen, mag eine seriösere Gesellschaft anders agieren.
Auf populistische Pauschalfloskeln lasse ich mich nicht ein.
Cyblord -. schrieb:> Nein das hat mit der Miete für die Alternative nichts zu tun. Bei H4> darf man so gut wie kein Vermögen mehr haben. Auch kein Haus.
Kannst du Dummschwätzer dich auch mal informieren, bevor du postest?
Zitat:
Nebenkosten für das Eigenheim (Betriebs- und Heizungskosten, Zinsen,
Grundsteuer und einige weitere Kosten) werden durch das Jobcenter
übernommen. Tilgungsraten für einen Immobilienkredit übernimmt das
Jobcenter – einmal abgesehen von wenigen Einzelfallentscheidungen –
nicht.
Der Besitz eines Hauses oder einer Eigentumswohnung stehen dem Bezug von
Hartz IV also vom Grundsatz her nicht entgegen. In § 12 Abs. 4 des
Zweiten Sozialgesetzbuches (SGB II) ist ausdrücklich vorgesehen, dass
selbstgenutzte Hausgrundstücke und Eigentumswohnungen in angemessener
Größe zum Schonvermögen zählen und folglich keine Anrechnung auf die
Sozialleistung erfolgt.
Selbst genutzte Einfamilienhäuser
- Haushalte mit ein bis zwei Personen – eine maximale Wohnfläche von
90 Quadratmetern
- Haushalte mit drei Personen – eine maximale Wohnfläche von 110
Quadratmetern
- Haushalte mit vier Personen – eine maximale Wohnfläche von 130
Quadratmetern
Dummer Quatsch schrieb:> 1000€ BU ist ja wohl nicht der einzige Einkommensfluss.> Erwerbsminderungsrente sei ein Stichwort, eine Frau kann arbeiten gehen,> uswusf.> Das man Einschränkungen haben wird, ja, aber pleite wird man bei solider> Haushaltsplanung nicht gehen, der Luxus wird schrumpfen.
Mit Investments in 6stelliger Höhe, einem Haus und einer arbeitenden
Frau, braucht man gar keine BU. Da reicht die Erwerbsminderungsrente und
die Dividenden neben dem Einkommen der Frau völlig aus. Wie schon
angesprochen wurde, werden Ingenieure und Informatiker auch extrem
selten berufsunfähig. Darum sind die Beiträge niedriger und das Ding
einfach nur Verarsche.
Dummer Quatsch schrieb:> Schönes Reihenendhaus haben sie da in Böblingen, von den 600k€> Verkaufserlös können sie ja eine günstige bedarfsgerechte Wohnung> mieten.
Nein. Siehe oben.
TrueStory schrieb:> - Haushalte mit drei Personen – eine maximale Wohnfläche von 110> Quadratmetern> - Haushalte mit vier Personen – eine maximale Wohnfläche von 130> Quadratmetern
Ja Käfighaltung halt, alles was darüber hinaus geht, geht nicht mehr.
Und danach geht es in die 70-80m² Mietswohnung.
Dummer Quatsch schrieb:> TrueStory schrieb:>> - Haushalte mit drei Personen – eine maximale Wohnfläche von 110>> Quadratmetern>> - Haushalte mit vier Personen – eine maximale Wohnfläche von 130>> Quadratmetern>> Ja Käfighaltung halt, alles was darüber hinaus geht, geht nicht mehr.> Und danach geht es in die 70-80m² Mietswohnung.
Eben. Darum schrieb ich ja: Kleine Hütte.
Schonmal ein HAUS mit 90 m² Wohnfläche gesehen? Das findet man
vielleicht in Schlumpfhausen.
Dummer Quatsch schrieb:> Und als normaler Ing. Mitte 40 hat man normalerweise solide> Vermögenwerte im mittleren 6-stelligen Bereich.
So ist es, dann hat man nämlich den Punkt erreicht, wo man keine
BU-Versicherung für den Fall der Fälle mehr benötigt. Man hat viel Geld
gespart, was in den eigenen Vermögensaufbau geflossen ist und diesen
beschleunigt. Es ist aber aus Sicht eines 25jährigen eben eine Wette auf
die Zukunft, eine sehr individuelle Entscheidung.
Cyblord -. schrieb:> Eben. Darum schrieb ich ja: Kleine Hütte.>> Schonmal ein HAUS mit 90 m² Wohnfläche gesehen? Das findet man> vielleicht in Schlumpfhausen.
Pickst du dir immer den einen passenden Fall raus und klammerst alles
andere aus? 110qm und 130qm ist auch heutzutage eine normale Größe.
Außer man ist ein Messi, der alles zu ballern muss.
Senf D. schrieb:> So ist es, dann hat man nämlich den Punkt erreicht, wo man keine> BU-Versicherung für den Fall der Fälle mehr benötigt.
Genau. Die Frage ist, ob zu diesen Vermögenswerten auch 20 Jahre lang
etwa 150€ monatlich + Zinseszins gehören, oder ob dieser Teil der
Versicherung geschenkt wurde.
Dummer Quatsch schrieb:> wenn die Miete für eine Alternative sie nicht günstiger kommt.> Dann gibt es halt Hartz4 ohne Mietzuschuss.
Das wird so berechnet. Und es muss auch eine bezahlbare Wohnung erst mal
gefunden werden. Beim Erben wird der Sack dann noch mal aufgemacht
werden. Also gut Informieren, welche Schuldeinragungen drauf sind.
Cyblord -. schrieb:> TrueStory schrieb:>> 130qm ist auch heutzutage eine normale Größe.>> Unsinn. So viel hat meine Wohnung.
Dieser Post fasst die Realitätsferne dieses Forums perfekt zusammen.
TrueStory schrieb:> 110qm und 130qm ist auch heutzutage eine normale Größe.> Außer man ist ein Messi, der alles zu ballern muss.
130m² für 4 Personen in einem Haus ist lächerlich, da kann ich in einer
Mietbude bleiben. In-House / Kreativhobbies sollte man dann auch nicht
haben, also wie schon gesagt, reine Lagerhaltung.
Gerade jetzt wo auch noch Home-Office angesagt, ist in so einem Käfig
dann nicht mal mehr Platz für ein Arbeitszimmer. Wohnküche, 2KZ, 1SZ,
1Bad, 1 Gästetoilette, das wars, da brauch ich kein Haus.
Schallendes Gelächter schrieb:> Dieser Post fasst die Realitätsferne dieses Forums perfekt zusammen.
Wieso, ein Niedriglöhner ohne Eigentum hat kein Problem auf Hartz4
umzusteigen, das Niveau ändert sich für den nicht, da eh nichts zu
verlieren.
Dummer Quatsch schrieb:> 130m² für 4 Personen in einem Haus ist lächerlich, da kann ich in einer> Mietbude bleiben.
Und das Indiz, dass das gerade so Existenzminimum ist, ist gerade, dass
einem soviel vom SGB zugestanden wird und es nicht aufbrauchen zu
müssen, um H4 beantragen zu können.
Schallendes Gelächter schrieb:> Cyblord -. schrieb:>> TrueStory schrieb:>>> 130qm ist auch heutzutage eine normale Größe.>>>> Unsinn. So viel hat meine Wohnung.>> Dieser Post fasst die Realitätsferne dieses Forums perfekt zusammen.
Inwiefern?
Dummer Quatsch schrieb:> Und das Indiz, dass das gerade so Existenzminimum ist, ist gerade, dass> einem soviel vom SGB zugestanden wird und es nicht aufbrauchen zu> müssen, um H4 beantragen zu können.
Wenn man vor H4 schon am Existenzminimum gelebt hat, ist es klar dass
man da nichts mehr wegholen kann. Nur trifft das für die meisten Leute
halt nicht zu. Wenn hier ein EFH oder auch nur eine DHH steht, dann hat
das mehr als 130m². Und im H4 Fall kann man das nicht behalten. Ganz
einfach.
Cyblord -. schrieb:> Wenn hier ein EFH oder auch nur eine DHH steht, dann hat das mehr als> 130m². Und im H4 Fall kann man das nicht behalten. Ganz einfach.
So pauschal ist das einfach falsch. Bediene einfach eine Suchmaschine
deiner Wahl, wenn du an der tatsächlichen durchschnittlichen Größe aller
Einfamilienhäuser, Doppelhaushälften und Reihenhäuser interessiert bist.
Cyblord -. schrieb:> TrueStory schrieb:>> 130qm ist auch heutzutage eine normale Größe.>> Unsinn. So viel hat meine Wohnung.
so viel hat meine klimatisierte garage :<
(und ich habe nicht mal Abitur)
Schallendes Gelächter schrieb:> Dieser Post fasst die Realitätsferne dieses Forums perfekt zusammen.
Du kapierst aber schon, dass du mit deinem Post automatisch zu DIESEM
FORUM dazugehörst.
Wobei du beweist, dass du locker unterdurchschnittlich intelligente
Posts verfassen kannst.
Die Frage ist, kannst du auch überdurchschnittlich intelligente?
Ungefaehr: 35qm eine Person, +16qm Partner +8 je Kind, +16 je Hund,
Katze hat Pech gehabt.
Schallendes Gelächter schrieb:> Dieser Post fasst die Realitätsferne dieses Forums perfekt zusammen.
Wer weniger Platz hat, der hat keine Chance zu basteln, es sei denn ein
Maker Lab ist in der Naehe, aber die 5...20 Euro/Monat Mitgliedsbeitrag
sind dann auch nicht mehr drin. Oder die Eltern sind uneinsichtig.
Schallendes Gelächter schrieb:> SchauInDenSpiegel schrieb:>> Die Frage ist, kannst du auch überdurchschnittlich intelligente?>> Nö, dafür bezahlt mich ja niemand.
Bezahlt dich denn jemand für deine unintelligenten Beiträge?
Durch Bezahlung ist noch niemand intelligenter geworden.
Cyblord -. schrieb:> Wenn hier ein EFH oder auch nur eine DHH steht, dann hat das mehr als> 130m².
Eine Verwertung wäre gleichwohl nur bei einem groben Missverhältnis zu
verlangen. Zur Frage der Angemessenheit kann auch die,Ortsüblichkeit
hera gezogen werden; hieraus erklärt sich auch, dass im ländlichen
Bereich größere Grundstücke zugebilligt werden als im städtischen.
Zu beachten ist weiterhin, dass eine Verwertung nur dann
verhältnismäßig wäre, wenn die Hilfsbedürftigkeit absehbar dauerhaft
bestehen wird.
Das Ganze ist btw nicht im Gesetz minutiös geregelt, sondern kursorisch
in einer Fachlichen Weisung, die auf der Rechtsprechung des BSG beruht.
Zu Ende gedacht könnte man sich fragen, ob es denn zuläsdig sein kann,
von einem Arbeitslosen gleichzeitig oder.sukzessive sowohl die
Verwerrtung seines Hausgrundstückes als auch die Teilnahme an einer
Fördermaßnahme zu verlangen: jedwede Eingliederungsvereinbarung kann nur
sinnvoll sein, wenn der Bedürftige hierdurch in den Arbeitsmarkt
integriert werden kann; dann aber ist seine Bedürftigkeit absehbar nur
eine vorüberhehende.
> Und im H4 Fall kann man das nicht behalten. Ganz einfach.
... ist das dann doch nicht.
Dein Häuschen - oder eine etwss kleinere Eigentumswohnung - darst Du
behalten. Dein Aktienpaket aber nicht.
Ob F.B., der sehr bescheiden wohnt und lebt, aber unglaubliches
Aktienvermögen anhäuft, wohl alles richtig macht? Nun, das kommt darauf
an: falls er seinen Lebensstil bis zum Ende seiner Tage aus seinem
Vermögen bestreiten kann, wird er nie auf H4 angewiesen sein, selbst
wenn er gegen Ende dazu berechtigt wäre. Da schmerzt der Vermögensvelust
vermutlich weniger als der Reparaturstau am mühsam geretteten Eigenheim.
SchauInDenSpiegel schrieb:> Bezahlt dich denn jemand für deine unintelligenten Beiträge?> Durch Bezahlung ist noch niemand intelligenter geworden.
Intelligenz ist überbewertet. Zitat Stephen Hawking: "Ich habe keine
Ahnung, wie hoch mein IQ ist. Leute, die mit ihrem IQ prahlen, sind
Verlierer.". Aber du bist bestimmt so intelligent, dass du mir gleich
erklärst, warum IQ != Intelligenz ist. Da muss ich mir gleich noch einen
passenden Konter auf Google suchen.
Claus M. schrieb:> Selbst wenn man nichts zu verbergen hat empfiehlt es sich eine BU nur> abzuschließen wenn man auch eine Rechtsschutz hat um im Leistungsfall> seine Rente zu erstreiten.
Hier hilft es gerüchteweise, mehrere kleine BUs bei konkurrierenden
Unternehmen abzuschließen. Zum einen ist der Anreiz für die Versicherung
geringer, nach Ausschluss-Gründen zu suchen oder zu klagen, zum anderen
bist du auch, wenn eine der Versicherungen Stress macht, durch die
anderen weiterhin abgesichert und kannst ruhig und gelassen den Klageweg
entlangschlendern.
Cyblord -. schrieb:> TrueStory schrieb:>> 130qm ist auch heutzutage eine normale Größe.>> Unsinn. So viel hat meine Wohnung.
Was soll man als Alleinstehender mit 130 m²? Da ist man doch nur mit
Putzen beschäftigt.
Εrnst B. schrieb:> Hier hilft es gerüchteweise, mehrere kleine BUs bei konkurrierenden> Unternehmen abzuschließen. Zum einen ist der Anreiz für die Versicherung> geringer, nach Ausschluss-Gründen zu suchen oder zu klagen, zum anderen> bist du auch, wenn eine der Versicherungen Stress macht, durch die> anderen weiterhin abgesichert und kannst ruhig und gelassen den Klageweg> entlangschlendern.
Genau, am besten 10 Stück. Aktien sind war für Idioten. Junge, junge,
hier ist wieder was los xD
Reinhard S. schrieb:> Was soll man als Alleinstehender mit 130 m²? Da ist man doch nur mit> Putzen beschäftigt.
Cyblord ist nicht alleinstehend.
Sustanon300 schrieb:> Putzen? hast du keine Putzfrau? na da hat sich ja das Studium mal> richtig gelohnt :<
Eben, DINKs können sich das ohne Probleme leisten. Immerhin schafft man
damit einen weiteren Arbeitsplatz.
Habe 2 BUs.
Eine bei ner privaten Verischerung über 3000 bis 65
Eine über den AG über 2.500 bis 65
Bin 39 und zusammen kosten mich die jeden Monat 200 Euro netto.
Abgeschlossen vor ca. 5 Jahren. Nachdem ich nun ein paar mal nach
Abschluss beim Doktor war würde ich sicherlich keine mehr bekommen.
Verdiene über 100k und bin Informatiker.
Senf D. schrieb:> Damit bist du überversichert.
Nicht wenn er aktiv an einer berufsunfähig arbeitet. Dann wäre es sehr
clever der Versicherung im Laufe des Berufslebens etwa 150k in den
Rachen zu werfen.
Senf D. schrieb:> Damit bist du überversichert.
Nein, Überversicherung könnte vorliegen bei überhöhter Versicherung bei
einem Versicherer, § 72 VVG.
Hier geht es aber um mehrere Versicherer, § 78 VVG.
Die Rechtsfolgen sind durchaus unterschiedlich; zudem ist § 77 VVG zu
beachten.
TrueStory schrieb:> Dann wäre es sehr> clever der Versicherung im Laufe des Berufslebens etwa 150k in den> Rachen zu werfen
Wie kommst du auf 150k?
31*12*200€ = 74.400€ wenn es Tarife ohne Dynamik sind
Er sagt, er zahlt für beide zusammen 200€.
Nochmal:
1. Versicherung (Privat BU, Schicht 3) - Abgeschlossen 2015, 3000 Euro
2. Versiccherung (BaV BU, Schicht 2) - Abgeschlossen 2019, 2500 Euro
Bruttolohn fix pro Monat: 9.200
Nettolohn fix pro Monat: 5.200
Habe mich wegen Nachmeldung von der später abgeschlossenen BaV BU beim
Makler der privaten BU gemeldet. Antwort: Nichts muss nachgemeldet
werden, erst im Schadenfall wird danach gefragt.
Die BaV BU hingegen hat gar nicht nach bestehenden Vorversicherung in
den Antragsfragen gefragt.
Hallo Claus.
Claus M. schrieb:> Die Versicherung wird eh nicht zahlen, die werden es im Leistungsfall> herausfinden, dass du sie belogen hast. Alleine die zeitliche nähe der> Therapie zum Vertragsabschluss reicht da schon aus.
Richtig. Das langt als Begründung für einen Zweifel. Und das Gegenteil
zu beweisen ist schwer.
> Selbst wenn man nichts zu verbergen hat empfiehlt es sich eine BU nur> abzuschließen wenn man auch eine Rechtsschutz hat um im Leistungsfall> seine Rente zu erstreiten.
Selbst mit Rechtsschutz: Es gibt eine riesige Lücke neben einer
anerkannter Berufsunfähigkeit, wo kine Versicherung zahlt: Eher kleine
Macken, die weder Arbeitsamt noch Versicherung anerkennen, die aber
trotzdem machen, dass Dich kaum einer einstellt. Da hilft auch eine
Rechtsschutzversicherung nicht weiter.
Mit freundlichem Gruß: Bernd Wiebus alias dl1eic
http://www.l02.de
Bernd W. schrieb:> Selbst mit Rechtsschutz: Es gibt eine riesige Lücke neben einer> anerkannter Berufsunfähigkeit, wo kine Versicherung zahlt: Eher kleine> Macken, die weder Arbeitsamt noch Versicherung anerkennen, die aber> trotzdem machen, dass Dich kaum einer einstellt. Da hilft auch eine> Rechtsschutzversicherung nicht weiter.
Da muss man halt "nachhelfen". Wenn man durch "kleine" Macken unfähig
ist seinen Beruf auszuüben, ist man eben berufsunfähig. Die Diagnose
F32.1 gibt es (fast) geschenkt und diese reicht grundsätzlich aus.
Bei einer Versicherung geht es immer nur um Papier. Ein Arzt/Gutachter
muss eine Bescheinigung ausstellen, welche die Berufsunfähigkeit
nachweist. Da hilft kein Herumjammern von wegen Lücke zwischen
ausreichend krank oder ausreichend gesund. Du musst immer diese
Nachweise sammeln.
Das beginnt mit einer klassischen Krankschreibung. Lasse dich 2 Jahre
krankschreiben. Das ist auch kein Mogeln. Wenn die berufliche
Leistungsfähigkeit aus gesundheitlichen Gründen so erheblich
eingeschränkt ist, dann ist das eine Arbeitsunfähigkeit. Es mag sich
zwar anfühlen wie "kleine Macken", das sind sie aber nicht! Viele
Krankheiten tun eben nicht weh. Es gibt ältere Menschen, die sich
schwach fühlen und glaube, das liege an der Altersschwäche. Eines Tages
sind sie plötzlich tot - Herzversagen. Diese "Altersschwäche" war eben
doch eine koronare Herzkrankheit und im Schlaf traf sie dann der
Infarkt. Mit entsprechender Diagnose und Behandlung wären diese Menschen
nicht so früh gestorben und würden sich auch wieder fit fühlen.
Diese 2 Jahre Krankschreibung sind ein nahezu sicherer Nachweise für BU.
Nach den 78 Wochen Krankengeld ALG1 beantragen und Termin beim Amtsarzt
geben lassen. Am besten dann noch einen Reha-Antrag (erst medizinisch
und dann beruflich) bei der DRV stellen. Wichtig ist während der Zeit
alles auszureizen, was an Diagnosen und Behandlungen geht. Am besten ist
immer vollstationär in ein Krankenhaus zu kommen. Man kann sich auch
direkt an der Aufnahmestation einer Klinik melden. Der Hausarzt oder
Facharzt muss dich nicht hinschicken. Zur Not ruf einfach den
Rettungswagen - Panikattacke, Atemnot, Suizidgedanken.
Du musst halt einfach Druck machen und dich nicht abwimmeln lassen. Wir
sind in Deutschland, einem Behördenland. Hier trägt dir niemand etwas
nach. Da kommt kein Amt auf dich zu: "Wir haben festgestellt, dass sie
berufliche Schwierigkeiten haben, möglicherweise könnte dies an ihrem
Gesundheitszustand liegen. Wir würden Ihnen gerne eine Untersuchung
anbieten."
Du musst einfach selbst aktiv werden, dann kannst du alles durchsetzen.
wenn du eine Rechtsschutzversicherung hast, hast du i. d. R. auch
Anspruch auf kostenfreie anwaltliche Beratung. Dann hole dir einen
Fachanwalt für Medizinrecht und bespreche das alles mit ihm. Der wird
dir genau sagen, wie du vorzugehen hast du dir bei jedem Antrag helfen,
dass dieser auch ohne Komplikationen durch geht.
Dummer Quatsch schrieb:> Wie kommst du auf 150k?>> 31*12*200€ = 74.400€ wenn es Tarife ohne Dynamik sind>> Er sagt, er zahlt für beide zusammen 200€.
Zinseszins nicht vergessen, denn er könnte auch Alternativ ETFs kaufen,
die nicht nur im Wert steigen, sondern auch Dividenden haben.
Außerdem ist das immer eine naive Vorstellung, dass der Arbeitgeber
einem etwas umsonst gibt. Natürlich zahlt er indirekt auch die zweite
BU. Oder durch welches Wunder wird die zweite BU finanziert? Das ist
Geld was auch anders ausgegeben werden könnte, z.B. an ihn ausgezahlt.
Ich zahle beide BUs aus meinem Netto. Also 200 Euro Netto aus meiner
eigenen Tasche sind weg. Die Bedingungen der Firmen BU sind nichtmal so
pralle. Dafür war die halt von den Gesundheitsfragen überhaupt noch
möglich, da mich andere Versicherungen nur noch mit Ausschluß genommen
hätten (wegen Themen wegen denen ich 0 Tage in AU war - die
Gesundheitsprüfung bei BU im Vorfeld ist "abartig" aus meiner Sicht).
Habe einige Fälle jetzt in meiner Firma, wo ein BU Fall > 50 aber < 60
Jahre bei Mitarbeitern eingetreten ist. Büroangestellte.
Das Geld ist oft ein Thema nachdem die Krankenkasse aufhört zu zahlen.
Andere Kollegnen die orher abwertend über eine BU Versicherung
gesprochen haben, sehen es anders wenn Sie mit 52 einen Herzinfarkt o.ä.
bekommen haben. Mein Vater wurde mit 57 auch BU und es stand zur Debatte
Immobilien zu verkaufen, der war bis zu Pensionierung BU.
Bin weiß Gott kein Fan der privaten Versicherungswirtschaft und denke
auch dass eine Auszahlung der BU absolut keine Selbstverständlichkeit
ist da - alle - nicht zahlen wollen. Nur: Zumindest hat man im Fall der
Fälle etwas wo man Klagen kann.
Das Problem an einer BUV ist doch, dass man schon halb tot sein muss
bevor man Leistungen bekommt. Solange man arbeitsfähig ist bekommt man
(so gut wie) nichts. Und wenn man erstmal älter als 40 ist wird eine BUV
immer teurer. Wird man mal arbeitslos und kann sich die Beträge nicht
mehr leisten wird es kritisch. Ob eine BUV wirklich erforderlich ist
kann niemand mit Bestimmtheit sagen.
sowe9d8ds schrieb:> Zumindest hat man im Fall der> Fälle etwas wo man Klagen kann.
Wenn man solange Zeit hat. So ein Verfahren kann sich Jahre hinziehen.
Früher war nicht alles schlechter:
Zu meiner Zeit musste man "nur" 5 Jahre Rentenversicherungszeit
(inklusive Praktika, Bundeswehr ...) angesammelt haben, um ein Minimum
an diesbezüglichen Versicherungsschutz aus der gesetzlichen
Rentenversicherung zu bekommen - OHNE Extra-Beiträge.
Damit verbunden war auch die gesetzliche Krankenversicherung
[die die inzwischen neu hinzugekommene Vertreter/Innen anderer
Provenienz -für sie völlig kostenfrei- aber unvermeidlich zu Lasten der
Allgemeinheit, d.h. in Zukunft vor allem auf EURE Rechnung,
für lau bekommen].
Denjenigen/Innen, die die wirkliche Macht ausüben und an den Fädchen
unserer Vorzeige-Koryphäen/Innen à la Kohl, Schröder, Merkel ...
ziehen, haben wir bzw. aktuell IHR es zu "verdanken", dass IHR
jetzt selbst zusehen müsst, wie Ihr einen diesbezüglichern
Minimal-Versicherungsschutz hinbekommt.
Klar, wurde das Deutschland ein gutes Stück asozialer.
Vor allem weil die privaten Versicherungen nur die besten Risiken
(geringe Wahrscheinlichkeit BU zu werden) mit 0 Vorerkrankungen wollen.
BU ist eine der wenigen Versicherungen, die sinnvoll sind. Wenn man
jünger ist mag man es nicht sehen, aber es geht schneller als man denkt,
auch als Schreibtischtäter (Psyche/Rücken). Bei der BU sollte man sich
unabhängig beraten lassen, da es da viele Dinge zu beachten gibt und die
Genehmigungsquoten wichtig sind.
Allerdings muss man auch sagen, dass es schon zu spät ist, wenn man beim
Arzt war, da diese Dinge meist ausgeschlossen werden oder die BU dann so
teuer ist, dass es sich nicht lohnt. Also BU so früh wie möglich
abschließen, am besten als Student.
Die BU kann man auch anders machen.
Einfache Logik wie ich das sehe. Habe ich ein Unfall während der Arbeit,
dann zahlt eh die Berufsgenossenschaft und die zahlt i.d.R. gut.
Habe ich ein Unfall außerhalb der Arbeit reicht eine normale günstige
Unfallversicherung.
Das einzige Restrisiko was ergo besteht ist eine Krankheit. Und dafür
extra eine Versicherung.
hmm wo bleibt da da Restrisiko. ;)
Davon abgesehen das die Krankenversicherung zahlt (jedenfalls die
Gesetzliche) und wenn ich nicht arbeiten kann die Rentenversicherung
(Berufsunfähigkeitsrente) Wie hoch die ist, bekommt jeder alle 2 Jahre
per Gesetz zugeschickt der schon mal eingezahlt hat.
Ich persönlich halte eine Berufsunfähigkeitsversicherung für Abzocke.
Aber ist nur meine Meinung. Sie fällt jedenfalls unter die 10
Versicherungen die ich NIE abschließen würde. Eher würde ich die Kohle
in einen Fond-Spar-Plan bei meiner Bank anlegen.
Schlaumaier schrieb:> dann zahlt eh die Berufsgenossenschaft und die zahlt i.d.R. gut.
Du Ahnungsloser. So gut wie Du meinst ist es eben nicht. Auch die GUV
zahlt in der Regel nur wenn sie muss.
René H. schrieb:> Schlaumaier schrieb:>> dann zahlt eh die Berufsgenossenschaft und die zahlt i.d.R. gut.>> Du Ahnungsloser. So gut wie Du meinst ist es eben nicht. Auch die GUV> zahlt in der Regel nur wenn sie muss.
Das sie nur zahlen wenn sie müssen ist klar. Die Frage ist nur, wie
einsichtig sind sie, und wie viel Stress hat man.
Ich hatte ein Arbeitsunfall. Bin von einer Tussi von Roller geworfen
worden auf den Weg zur Arbeit. 2 Tage Krankenhaus, nur Rippenprellung
(tut aber auch schön weh). Erst sollte ich zum Hausarzt zur
Weiterbehandlung, dann hieß es, das macht das KH selbst, weil das ist
ein Fall für die Berufsgenossenschaft.
Aber ich muss zugeben : Wer was bezahlt hat, weiß ich nicht. Ich hab
mein Anwalt eine Vollmacht geschrieben und dann auf die Kohle gewartet.
Nur wegen den 10 Euro für den Krankenwagen musste ich mal jemand nett
sagen wie Bürokratie geht. Die wollten die Kohle nämlich von mir. Meine
Antwort :"Dann schicken sie mir das bitte schriftlich, das ich das mein
Anwalt das als Schaden geltend machen kann, er darf dann entscheiden wer
das Zahlt. Die Unfallverursacherin, ihre Versicherung,die
Berufsgenossenschaft oder die Krankenkasse." Ich habe nie wieder was
davon gehört.
Ein Bekannter von mir hatte auch ein Unfall die haben ihn 2 Therapien
bezahlt, und für geschätzt 20.000 Euro Hilfsmittel zur Verfügung
gestellt.
Ich weiß nicht was ihr für Vorstellungen habt. Aber ich finde, die haben
sich fair verhalten. Aber o.k. ich kenne nur 2 Fälle.
Schlaumaier schrieb:> Ich hatte ein Arbeitsunfall. Bin von einer Tussi von Roller geworfen> worden auf den Weg zur Arbeit.
Du hattest keinen Arbeitsunfall sondern einen Wegeunfall.
Schlaumaier schrieb:> er was bezahlt hat, weiß ich nicht. Ich hab> mein Anwalt eine Vollmacht geschrieben und dann auf die Kohle gewartet.
Wer sollte dir "Kohle" schicken. Der Arzt bzw. das KH rechnet über die
BG ab.
Irgendwie habe ich das Gefühl, du möchtest einfach mal nur schlau daher
reden.
IchGlaubeEsNicht schrieb:> Wer sollte dir "Kohle" schicken. Der Arzt bzw. das KH rechnet über die> BG ab.
ca. 3.000 Euro überwiesen von meinen Anwalt + 1 repariertes Nokia 5800.
Der hat nämlich alles geregelt.
Vielleicht hat er mir mal ne Aufstellung geschickt wer was gezahlt hat,
aber die habe ich vergessen.
Und Fakt ist. Wegen der Berufsgenossenschaft musst ich 20 Km alle 3 Tage
ins KH fahren, statt 3 Km zu meinen Hausarzt.
IchGlaubeEsNicht schrieb:> Irgendwie habe ich das Gefühl, du möchtest einfach mal nur schlau daher> reden.
Sorry aber für deine Gefühle kann ich auch nix.
IchGlaubeEsNicht schrieb:> Irgendwie habe ich das Gefühl, du möchtest einfach mal nur schlau daher> reden.
Irgendwie habe ich das Gefühl, dass Du völlig schmerzfrei bist. Das
würde erklären, warum Dir jedes Verständnis für Schmerzensgeld fehlt.
Schlaumaier schrieb:> ca. 3.000 Euro überwiesen von meinen Anwalt + 1 repariertes Nokia 5800.> Der hat nämlich alles geregelt.
Das hat überhaupt nichts mit Arbeits- oder Wegeunfall zu tun.
Percy N. schrieb:> Irgendwie habe ich das Gefühl, dass Du völlig schmerzfrei bist. Das> würde erklären, warum Dir jedes Verständnis für Schmerzensgeld fehlt.
Irgendwie habe ich das Gefühl, dass du von deiner juristischen
Genialität völlig besoffen bist.
Schmerzensgeldfragen haben mit der BG nicht zu tun sondern sind
zivilrechtliche Ansprüche unabhängig von Wege- und Arbeitsunfall.
IchGlaubeEsNicht schrieb:> Irgendwie habe ich das Gefühl, dass du von deiner juristischen> Genialität völlig besoffen bist.> Schmerzensgeldfragen haben mit der BG nicht zu tun sondern sind> zivilrechtliche Ansprüche unabhängig von Wege- und Arbeitsunfall.
Irgendwie scheinst Du vom Thema BG dermaßen beeindruckt zu sein, dass Du
Dein eigenes Geschreibsel schon nicht mehr verstehst:
Wie Du richtig festgestellt hast, zahlt der Versicherer des
Unfallverursachers direkt an BG bzw KK sowie Arbeitgeber.
Was also soll wohl der Anwalt des Geschädigten eingefordert haben? Na?
Kommst Du auch diesmal drauf?
Nochmal zum Mit lesen.
Ich weiß bis heute nicht wer was bezahlt hat. Ich hatte eine
erstklassige Behandlung die weit über das übliche (auch nicht schlechte)
AOK-Level hinaus ging.
Und mein (leider verstorbener) Freund hatte von der Berufsgenossenschaft
sehr gute Therapie mit Kur etc. bekommen.
Wenn die so schlecht ist, wie ihr sagt, wieso gibt es sie dann
überhaupt. Davon abgesehen zahlt ihr ja nicht einmal dafür.
René H. schrieb:> sowe9d8ds schrieb:>> Zumindest hat man im Fall der>> Fälle etwas wo man Klagen kann.>> Wenn man solange Zeit hat. So ein Verfahren kann sich Jahre hinziehen.
...und die Gesellschaften wissen, dass Du irgendwann ausscheidest, da
schwerkrank...
Schlaumaier schrieb:> Die BU kann man auch anders machen.>> Einfache Logik wie ich das sehe. Habe ich ein Unfall während der Arbeit,> dann zahlt eh die Berufsgenossenschaft und die zahlt i.d.R. gut.>> Habe ich ein Unfall außerhalb der Arbeit reicht eine normale günstige> Unfallversicherung.>> Das einzige Restrisiko was ergo besteht ist eine Krankheit. Und dafür> extra eine Versicherung.>> hmm wo bleibt da da Restrisiko. ;)
Senf D.
Schlaumaier schrieb:> Wenn die so schlecht ist, wie ihr sagt, wieso gibt es sie dann> überhaupt. Davon abgesehen zahlt ihr ja nicht einmal dafür
In deinem Fall war die BG außen vor.
Und 20.000 € sind Peanuts, ehrlich.
Und wenn der AN die BG nicht zahlt, wer dann?
Gurkensaft schrieb im Beitrag #6454741:
> Wer unfähig ist, der bekommt mit dieser Versicherung sofort Kohle
Sicherlich nicht, weil zum Abschlusszeitpunkt ein Nachweis der aktuellen
Nichtunfähigkeit nicht möglich ist und somit von vorne herein nicht
ausgeschlossen werden kann. ;)
Schlaumaier schrieb:> Davon abgesehen das die Krankenversicherung zahlt (jedenfalls die> Gesetzliche) und wenn ich nicht arbeiten kann die Rentenversicherung> (Berufsunfähigkeitsrente) Wie hoch die ist, bekommt jeder alle 2 Jahre> per Gesetz zugeschickt der schon mal eingezahlt hat.
Berufsunfähigkeitsrente aus der gesetzlichen Rentenversicherung bekommen
nur noch ganz wenige - nämlich vor 2.1.1961 geborene, die noch nicht die
Regelaltersrente bekommen, also jünger als ca. 67 sind.
Jüngere, die berufsunfähig werden, aber nicht erwerbsunfähig, bekommen
von der gesetzlichen Rentenversicherung nichts. Wer also beispielsweise
wegen Rücken oder Konzentrationsverlust nicht mehr als Konstrukteur
arbeiten kann, darf immer noch sechs Stunden täglich Regale einräumen,
bevor er Erwerbsminderungsrente bekommt.
MfG, Arno
Arno schrieb:> Wer also beispielsweise> wegen Rücken oder Konzentrationsverlust nicht mehr als Konstrukteur> arbeiten kann, darf immer noch sechs Stunden täglich Regale einräumen,> bevor er Erwerbsminderungsrente bekommt.
Abgesehen von der Frage, ob man mit Rückenproblemen Regale einräumen
kann, finde ich das jetzt eigentlich fair. Immerhin geht um das Geld der
Allgemeinheit.
Wer eine private BU hast, kann diese abstrakte Verweisung ausschließen.
Cyblord -. schrieb:> Arno schrieb:>> Wer also beispielsweise>> wegen Rücken oder Konzentrationsverlust nicht mehr als Konstrukteur>> arbeiten kann, darf immer noch sechs Stunden täglich Regale einräumen,>> bevor er Erwerbsminderungsrente bekommt.>> Abgesehen von der Frage, ob man mit Rückenproblemen Regale einräumen> kann, finde ich das jetzt eigentlich fair. Immerhin geht um das Geld der> Allgemeinheit.
Ich wollte gar nichts zu der Frage sagen, ob fair oder nicht, nur die
Fehlaussage meines Vorposters richtigstellen, dass bei Berufsunfähigkeit
im Allgemeinen die Rentenversicherung einspringt. Das gilt eben erst bei
Erwerbsunfähigkeit.
Cyblord -. schrieb:> Wer eine private BU hast, kann diese abstrakte Verweisung ausschließen.
Abstrakte Verweisung ist nochmal etwas anderes - da muss der mögliche
Job dem alten (halbwegs) entsprechen. Einen Konstrukteur (Fachkraft oder
Ingenieur) zum Regale einräumen (Hilfsarbeiter) zu schicken ist auch bei
einer Berufsunfähigkeitsversicherung mit abstrakter Verweisung nicht
rechtens.
Denn "berufsunfähig" bedeutet, derjenige kann seinen bisher ausgeübten
Beruf nicht mehr ausüben. "Erwerbsunfähig" bedeutet, derjenige kann gar
keiner Arbeit mehr nachgehen.
MfG, Arno
Arno schrieb:> Abstrakte Verweisung ist nochmal etwas anderes - da muss der mögliche> Job dem alten (halbwegs) entsprechen.
Auch nicht richtig, das wäre die konkrete Verweisung.
https://www.krankenkassenzentrale.de/wiki/berufsunfaehigkeitsversicherung-verweisung#
Aus der Seite von Helberg:
Seit einigen Jahren verzichten erfreulicherweise immer mehr Versicherer
auf die abstrakte Verweisung, also auf den Einwand, man könnte ja noch
eine andere Tätigkeit ausüben und bekomme daher die
Berufsunfähigkeitsrente nicht. Hingegen spielt die konkrete Verweisung
nach wie vor eine große Rolle: Wenn Sie also zwar Ihren ehemaligen Beruf
nicht mehr ausüben können, aber bereits eine andere Tätigkeit
aufgenommen haben und ausüben, können Sie unter Umständen konkret auf
diese eine neue Tätigkeit verwiesen werden. Der Versicherer erkennt dann
die Berufsunfähigkeit erst gar nicht an, oder stellt später im Rahmen
einer jederzeit möglichen Nachprüfung die Zahlung der Rente aus diesem
Grund ein. Es gibt nur ganz wenige Tarife, bei denen der Versicherer
wenigstens in der Erstprüfung auf die Möglichkeit der konkreten
Verweisung verzichtet.
Und das auch:
Mal eben schnell eine BU abschließen?
Versicherungen sind ein kompliziertes Thema, weil es immer auch um
juristische Feinheiten geht. Das macht die
Berufsunfähigkeitsversicherung keine Ausnahme. Im Gegenteil: Selbst
Verbraucherschützer wie die Stiftung Warentest scheitern in schönster
Regelmäßigkeit mit ihren BU-Tests. Von Medien wie ZDF WISO ganz zu
schweigen. Bei der Absicherung Ihrer Arbeitskraft geht es um Ihr
vielleicht größtes Vermögen. Nehmen Sie sich dafür mindestens genau so
viel Zeit, wie wenn Sie ein Haus kaufen – das ist in aller Regel weniger
wert als Ihre Arbeitskraft.
Helberg hat auf seiner Seite einen genialen kostenlosen Vergleich:
https://www.helberg.info/berufsunfaehigkeitsversicherung/abschluss/berufsunfaehigkeitsversicherung-vergleich/
Der Mann ist übrigens sehr empfehlenswert.
Arno schrieb:> Denn "berufsunfähig" bedeutet, derjenige kann seinen bisher ausgeübten> Beruf nicht mehr ausüben
was bedeutet das für einen E-Ing wenn er im Rollstuhl nicht mehr auf
jede Baustelle zur Abnahme kann?
Richtig er kann locker noch 30 Jahre im behindertgerechtem Büro arbeiten
unabhängig davon ob er so eine Arbeit überhaupt findet und ihn einer
einstellt!
Joachim B. schrieb:> was bedeutet das für einen E-Ing wenn er im Rollstuhl nicht mehr auf> jede Baustelle zur Abnahme kann?> Richtig er kann locker noch 30 Jahre im behindertgerechtem Büro arbeiten
Stimmt ja auch.
> unabhängig davon ob er so eine Arbeit überhaupt findet und ihn einer> einstellt!
Das Problem haben wir schließlich alle. Und gerade die großen IGM Firmen
stellen bevorzugt Behinderte ein.
Halbleiter schrieb:> Arno schrieb:>> Abstrakte Verweisung ist nochmal etwas anderes - da muss der mögliche>> Job dem alten (halbwegs) entsprechen.>> Auch nicht richtig, das wäre die konkrete Verweisung.
Nein. Schreibt Helberg ja selbst in dem was du zitierst, ich fasse
nochmal zusammen: Bei konkreter Verweisung muss der Versicherte schon
einen neuen Job haben, damit die Versicherung nicht zahlt. Bei
abstrakter Verweisung reicht die Behauptung der Versicherung, dass es
einen zum alten Job vergleichbaren Job gibt, den der Versicherte noch
ausüben kann.
Halbleiter schrieb:> https://www.krankenkassenzentrale.de/wiki/berufsunfaehigkeitsversicherung-verweisung#>> Aus der Seite von Helberg:>> Seit einigen Jahren verzichten erfreulicherweise immer mehr Versicherer> auf die abstrakte Verweisung, also auf den Einwand, man könnte ja noch> eine andere Tätigkeit ausüben und bekomme daher die> Berufsunfähigkeitsrente nicht. Hingegen spielt die konkrete Verweisung> nach wie vor eine große Rolle: Wenn Sie also zwar Ihren ehemaligen Beruf> nicht mehr ausüben können, aber bereits eine andere Tätigkeit> aufgenommen haben und ausüben,
Das ist etwas anderes als der Unterschied zwischen Berufsunfähigkeit und
Erwerbsunfähigkeit: Kann der Versicherte seinen alten Job nicht mehr
ausüben (und auch keinen vergleichbaren), ist er berufsunfähig. Kann er
gar keinen Job mehr ausüben, ist er erwerbsunfähig.
MfG, Arno
Joachim B. schrieb:> Arno schrieb:>> Denn "berufsunfähig" bedeutet, derjenige kann seinen bisher ausgeübten>> Beruf nicht mehr ausüben>> was bedeutet das für einen E-Ing wenn er im Rollstuhl nicht mehr auf> jede Baustelle zur Abnahme kann?> Richtig er kann locker noch 30 Jahre im behindertgerechtem Büro arbeiten> unabhängig davon ob er so eine Arbeit überhaupt findet und ihn einer> einstellt!
Die Versicherung darf (*) in dem Fall nur unter zwei Bedingungen die
Zahlung verweigern:
Wenn er eine Versicherung abgeschlossen hat, die nach wie vor auf
abstrakte Verweisung setzt - was zumindest vor fünf Jahren viele nicht
taten. Da hat Halbleiter Recht: So eine Versicherung schließt man besser
nicht zwischen Tür und Angel ab, sondern liest vorher die Bedingungen
und recherchiert, was die in welchem Fall bedeuten. Helberg war da vor
fünf Jahren nicht die schlechteste Quelle.
Und wenn er im Büro ähnlich "hochwertige" Arbeit machen kann wie vorher
auf der Baustelle - was nicht zwingend so sein muss. Beispielsweise
dürfte etwas zu internationaler Inbetriebnahme vergleichbares - da
hatten wir hier doch so einen Spezialisten - schwer aus dem
behindertengerechten Büro heraus zu machen sein.
MfG, Arno
(*) und ich schreibe bewusst "darf", denn es kann durchaus sein, dass
die Versicherung das erst nach einem längeren Rechtsstreit einsieht.
Dann ist "Rollstuhl" noch die beste Berufsunfähigkeit - psychische
Krankheiten, die zum einen häufig schwieriger nachzuweisen sind, zum
anderen auch den langen Atem für den Rechtsstreit beeinträchtigen
können, sehe ich da viel kritischer.
Arno schrieb:> (*) und ich schreibe bewusst "darf", denn es kann durchaus sein, dass> die Versicherung das erst nach einem längeren Rechtsstreit einsieht.> Dann ist "Rollstuhl" noch die beste Berufsunfähigkeit - psychische> Krankheiten, die zum einen häufig schwieriger nachzuweisen sind, zum> anderen auch den langen Atem für den Rechtsstreit beeinträchtigen> können, sehe ich da viel kritischer.
Für manche Berufe ist hingegen ein Rollstuhl nahezu bedeutungslos,
wohingegen eine Depression oder andere psychische Probleme das Aus
bedeuten. Man stelle sich einen depressiven Steuerberater oder einen
Btm-abhängigen Patentanwalt, an einen spielsüchtigen RA mag man gar
nicht erst denken ...
Ganz ehrlich, wenn es einem Akademiker so schlecht geht, dass er eine BU
in Anspruch nehmen muss ist es eh meistens zu spät.
Dazu kommt, dass du damit rechnen solltest, dass du die Leistung
einklagen musst, und zwar IMMER!!!
An deiner Stelle würde ich pokern. Wenn du jetzt noch nicht mindestens
100-200k in Akien hast wirst du absehbar im Alter in Armut landen. Spar
die dir Kohle besser und pack Sie irgendwie gut investiert bei Seite.
Qerere schrieb:> An deiner Stelle würde ich pokern. Wenn du jetzt noch nicht mindestens> 100-200k in Akien hast wirst du absehbar im Alter in Armut landen. Spar> die dir Kohle besser und pack Sie irgendwie gut investiert bei Seite.
Genauso habe ich auch gehandelt, lieber das Geld für die eigene Zukunft
selbst investieren als einer Versicherung in den Rachen werfen. Der
große Vorteil dabei: wenn es gut geht, und man nicht berufsunfähig wird
(was als Ingenieur im Büro bzw. Home Office eh relativ unwahrscheinlich
ist), dann ist das Geld nicht weg, sondern mit Zins und Zinseszins noch
zur eigenen Verfügung vorhanden. :-)
Senf D. schrieb:> Genauso habe ich auch gehandelt, lieber das Geld für die eigene Zukunft> selbst investieren als einer Versicherung in den Rachen werfen. Der> große Vorteil dabei: wenn es gut geht, und man nicht berufsunfähig wird> (was als Ingenieur im Büro bzw. Home Office eh relativ unwahrscheinlich> ist), dann ist das Geld nicht weg, sondern mit Zins und Zinseszins noch> zur eigenen Verfügung vorhanden. :-)
Völlig richtig. BU macht nur Sinn, wenn auch halbwegs Risiko da ist. Das
ist bei 99% der Sesselpupsern aber nicht gegeben. Aber irgendwer muss
die Versicherungsverkäufer ja bezahlen.
A. S. schrieb:> Und wenn der AN die BG nicht zahlt, wer dann?
Der Arbeitgeber zahlt die Beiträge zur Berufsgenossenschaft zu 100 %.
Wenn du mal eine Gehaltsabrechnung gesehen hast, wüstest du, das dein
Anteil NICHT drauf steht. Und die Jungs schicken einen normalen
Arbeitnehmer keine Rechnung ;)
Arno schrieb:> Berufsunfähigkeitsrente aus der gesetzlichen Rentenversicherung bekommen> nur noch ganz wenige - nämlich vor 2.1.1961 geborene, die noch nicht die> Regelaltersrente bekommen, also jünger als ca. 67 sind.
Vielleicht hast du Recht. Aber ich bin etwas später geboren und auf
meinen Wisch steht drauf. "Wenn sie Berufsunfähig werden" Was für mich
bedeutet, der Arzt schreibt mich "halb tot" bekomme ich die angegebene
Rente.
Gibt ja in DE, genug Leute die das mit den Pychotrick geschafft haben.
EhrlicheAusnahmeHier schrieb:> Senf D. schrieb:>> Genauso habe ich auch gehandelt, lieber das Geld für die eigene Zukunft>> selbst investieren als einer Versicherung in den Rachen werfen. Der>> große Vorteil dabei: wenn es gut geht, und man nicht berufsunfähig wird>> (was als Ingenieur im Büro bzw. Home Office eh relativ unwahrscheinlich>> ist), dann ist das Geld nicht weg, sondern mit Zins und Zinseszins noch>> zur eigenen Verfügung vorhanden. :-)>> Völlig richtig. BU macht nur Sinn, wenn auch halbwegs Risiko da ist. Das> ist bei 99% der Sesselpupsern aber nicht gegeben. Aber irgendwer muss> die Versicherungsverkäufer ja bezahlen.
Wenn mehr Risiko, dann teurer. Gerade diejenigen mit dem höchsten Risiko
können sich die Absicherung meist nicht leisten (oder nur in
homöopatischer Höhe - unter Hartz IV+Wohngeld lohnt sich eine
BU-Versicherung nur, wenn man damit im Fall des Falls einen Partner
entlastet).
Schlaumaier schrieb:> Arno schrieb:>> Berufsunfähigkeitsrente aus der gesetzlichen Rentenversicherung bekommen>> nur noch ganz wenige - nämlich vor 2.1.1961 geborene, die noch nicht die>> Regelaltersrente bekommen, also jünger als ca. 67 sind.>> Vielleicht hast du Recht. Aber ich bin etwas später geboren und auf> meinen Wisch steht drauf. "Wenn sie Berufsunfähig werden"
Spannend. Hab extra nochmal auf meine letzte Renteninformation geschaut,
da steht drauf "Rente wegen voller Erwerbsminderung" - das Wort "Beruf"
kommt genau einmal darin vor - in der Liste der "Leistungen der
Deutschen Rentenversicherung", unter dem Punkt "Renten wegen teilweiser
Erwerbsminderung bei Berufsunfähigkeit für Versicherte, die vor dem
02.01.1961 geboren sind".
MfG, Arno
Arno schrieb:> "Rente wegen voller Erwerbsminderung"
Genau DIE meinte ich. Berufsunfähigkeit bedeutet in meinen Augen genau
das selbe.
Ich bin nicht mehr in der Lage zu arbeiten.
Schlaumaier schrieb:> Berufsunfähigkeit bedeutet in meinen Augen genau das selbe.> Ich bin nicht mehr in der Lage zu arbeiten.
Nö. Wenn ein Geigenvirtuose sich den kleinen Finger der linken Hand
ansägt, ist er voraussichtlich berufsunfähig. Fürxeinen Zimmermann ist
das eher qualifizierend, wenn man den hiesigen Helden des Handwerks
Glauben schenken darf.
(Ja, Django Reinhardt, Tony Iommi und Jerry Garcia hätten nötfalls auch
ganz ohne Arme Gitarre gespielt. Trotzdem!)
Schlaumaier schrieb:> Arno schrieb:>> "Rente wegen voller Erwerbsminderung">> Genau DIE meinte ich. Berufsunfähigkeit bedeutet in meinen Augen genau> das selbe.
Ja, weil Du keine Ahnung hast:
Erwerbsunfähigkeit: kann keine Erwerbstätigkeit auf dem regulären
Arbeitsmarkt ausüben
Berufsunfähigkeit: kann den erlernten/ausgeübten Beruf nicht mehr
ausüben
Jede Erwerbsunfähigkeit führt automatisch zur Berufsunfähigkeit.
Auch Bürohengste können schnell berufsunfähig werden: Herzinfarkt,
Niereninsuffizienz, Schlaganfall, Parkinson, Epilepsie, Schizophrenie,
Krebs, Narkolepsie
Qerere schrieb:> Dazu kommt, dass du damit rechnen solltest, dass du die Leistung> einklagen musst, und zwar IMMER!!!
Ich kenne einige Fälle. Meistens wurde die Leistung ohne Klage
genehmigt.
Habe momentan ca. 1800 € für 70-80 € Beitrag versichert.
Denke selbst, dass das im Ernstfall nicht annähernd ausreicht. Ich
möchte aber auch nicht viel mehr zahlen für eine Versicherung, die man
vermutl. nie braucht und die evtl. nie zahlt.
Wie seht Ihr das? Versichert jemand wirklich sein Netto?
Wenn man z.B. 4-6k absichern will wären die Beiträge wohl nicht mehr
tragbar, oder?
Ist ja eigentlich nur eine Risiko-Management-Aufgabe. Also liebe Risk
Manager, bitte um Antworten...
KC.Link schrieb:> Ist ja eigentlich nur eine Risiko-Management-Aufgabe. Also liebe Risk> Manager, bitte um Antworten...
Das ganze Leben ist ein Risiko, was heißt, dass man gewisse Risiken
einfach eingehen und akzeptieren muss. Berufsunfähigkeit gehört für mich
persönlich dazu, wenn man den relativ hohen Preis und die Unsicherheiten
einer solchen Versicherung nüchtern betrachtet.
Aber wenn man eine BU abschließt, dann geht man am besten auch auf den
Maximalbetrag. Meine Meinung: Ganz oder gar nicht. Ich habe mich für
"gar nicht" entschieden.
Ca. 2100€ für 900€/a mit 3% Dynamik
Ist zwar deutlich unter Netto aber über den Ausgaben und deutlich über
den wirklich notwendigen Ausgaben. Aber wenn ich jetzt berufsunfähig
würde wäre der Weg bis zur Rente noch weit und die Inflation würde viel
auffressen.
Übrigens kann man als Ingenieur nicht nur wegen Krankheiten
berufsunfähig werden. Ich durfte z.B. wegen Risikosport Tauchen nicht in
den günstigsten Tarif.
Blechbieger schrieb:> Übrigens kann man als Ingenieur nicht nur wegen Krankheiten> berufsunfähig werden. Ich durfte z.B. wegen Risikosport Tauchen nicht in> den günstigsten Tarif.
Man kann sich auch ein anderes Hobby suchen, was risikoärmer ist. Oder
man akzeptiert einfach, dass man mit gewissen Risiken leben muss.
kauft euch lieber ein Laufband (ca 500€) und hantel set (ca 90e) für
zuhause und investiert in vernünftiges essen bzw hormontherapie falls
man schon t mangel hat - das bringt euch weiter als "wertpapiere" und
sinnlose versicherungen :<
> Meine Meinung: Ganz oder gar nicht. Ich habe mich für> "gar nicht" entschieden.
Ein guter Arzt würde genauso entscheiden. Ich würde mich jetzt zu Dreck
ärgern, wenn ich jemals eine BU abgeschlossen hätte.
Bürovorsteher schrieb:> Ich würde mich jetzt zu Dreck> ärgern, wenn ich jemals eine BU abgeschlossen hätte.
Wahnsinn, wenn ich überlege, was ich schon an Geldsummen gespart habe
alleine dadurch, dass ich vor meinem ersten Job aus der Kirche
ausgetreten bin und keine BU-Versicherung abgeschlossen habe. Meine
Lebensqualität ist dadurch kein bisschen gesunken.
Versicherungs-Verdrehter schrieb im Beitrag #6458765:
> Im Schadensfall taucht dann die Versicherung unter.
Da ich es in der Selbstauskunft angegeben habe hat sie da eigentlich
keine Chance. Und falls ein Klage notwendig wäre habe ich genug
Rücklagen um die Zeit zu überbrücken. Aber die Rücklagen würden im
frühen Falle halt nicht bis zur Rente reichen, egal ob BU Beiträge
bezahlt oder stattdessen investiert. In den Fünfzigern kann ich mir dann
überlegen ob ich sie noch brauche.
Ich habe aber nur die hohen Risiken die einen ruinieren können
versichert, d.h. Haftpflicht, Auslandsreisenkrankenversicherung,
Rechtsschutz und BU. Sachen die ich aus laufenden Einnahmen oder
Rücklagen bezahlen kann nicht. Keine Handyversicherung,
Brillenversicherung, Kfz-Kasko oder Hausratversicherung. Haftpflicht
habe ich für kleine Schäden auch nicht in Anspruch genommen sondern
selbst gezahlt.
> Aber wenn man eine BU abschließt, dann geht man am besten auch auf den> Maximalbetrag.
Das ist aber auch Blödsinnn, dann ist nämlich das Verhältnis Risiko zu
Kosten einfach zu ungünstig.
KC.Link schrieb:> Habe momentan ca. 1800 € für 70-80 € Beitrag versichert.> Denke selbst, dass das im Ernstfall nicht annähernd ausreicht.
Dann hättest Du einen höheren Beitrag versichern sollen.
Es kommt aber darauf an, ob Du Familie hast usw. Wenn Du 4 Kinder und
ein Haus abzahlen musst, dann ist die Rechnung eine ganz andere.
So jemand wie Qwertz, der nie mit einer Frau zusammenziehen und Kinder
haben wird, braucht natürlich entweder keine oder nur eine kleinere
Deckung.
F.C. schrieb:> KC.Link schrieb:>> Habe momentan ca. 1800 € für 70-80 € Beitrag versichert.>> Denke selbst, dass das im Ernstfall nicht annähernd ausreicht.>> Dann hättest Du einen höheren Beitrag versichern sollen.> Es kommt aber darauf an, ob Du Familie hast usw. Wenn Du 4 Kinder und> ein Haus abzahlen musst, dann ist die Rechnung eine ganz andere.> So jemand wie Qwertz, der nie mit einer Frau zusammenziehen und Kinder> haben wird, braucht natürlich entweder keine oder nur eine kleinere> Deckung.
Richtig, auf die Lebensumstände kommt es an und wie die Kalkulation
aussieht, sollte der Fall mit 30, 40 oder 50 Jahren eintreten. Man kann
sich ja auch ausrechnen wie lange man die 80€ / Monat privat investieren
muss, bis man sich zuverlässig 1800€ / Monat auszahlen lassen kann.
Dann kommt es auch auf die Auszahlungsdauer an, ob man bis 58, 60, 65,
67 zahlen lässt. Ich würde davon ausgehen, wenn man es als Ing. bis 55
durchgehalten hat, wird man den Rest privat bestreiten können, zumal
dann auch Immos usw. normalerweise abbezahlt sind. Das macht einen
massiven Unterschied in den Monatsbeiträgen.
BU kann man einfach absolut nicht pauschalisieren. Alternative ist
natürlich statt BU, eine Risikolebensversicherung und wenn man BU wird
setzt man sich ins Auto und wickelt sich um den nächsten Baum, dann ist
die Familie auch abgesichert.
Ich finde es schade, dass man nur ca. 70% des bisherigen Einkommens
absichern kann. Bei einer Berufsunfähigkeit kommen ja U. u. noch weitere
Kosten dazu: Heimunterbringung, Pflege, alle Fahrten per Taxi, weil
Fahrtüchtigkeit wegen Krankheit eingeschränkt.
Stefan H. schrieb:> Kosten dazu: Heimunterbringung, Pflege, alle Fahrten per Taxi
Dafür brauchst du aber auch kein Auto und keine große Wohnung mehr und
teure Hobbys wirst du in so einem Zustand auch nicht mehr ausüben
können.
Stefan H. schrieb:> Heimunterbringung, Pflege, alle Fahrten per Taxi, weil> Fahrtüchtigkeit wegen Krankheit eingeschränkt.
Wenn du pleite bist, und das nötig hast, zahlt das eine Mischung aus
"Sozialamt des Kreis (nicht der Stadt), Pflegeversicherung und deine
Rente. Dir bleibt noch ein "Taschengeld" von ca. 120-150 Euro (weiß
nicht genau).
Eine Heimunterbringung mit Vollpflege kostet ca. 3500 -4000 Euro im
Monat.
Ach ja, bevor man Sozialleistungen beziehen kann wird dein Vermögen
angerechnet = heißt hast du ein Haus wird es verkauft. Hast du nix, ist
halt nix da. ;)
Stefan H. schrieb:> Ich finde es schade, dass man nur ca. 70% des bisherigen> Einkommens> absichern kann. Bei einer Berufsunfähigkeit kommen ja U. u. noch weitere> Kosten dazu: Heimunterbringung, Pflege, alle Fahrten per Taxi, weil> Fahrtüchtigkeit wegen Krankheit eingeschränkt.
Jemand bei einer guten Firma kann aber 70% absichern, von IGM in
Richtung Leihbude abstürzen und dann BU werden. 70% vom IGM Gehalt wird
unter Garantie mehr als 70% beim Sklaventreiber sein. Was dann????
Stefan H. schrieb:> Ja, weil Du keine Ahnung hast:>> Erwerbsunfähigkeit: kann keine Erwerbstätigkeit auf dem regulären> Arbeitsmarkt ausüben>> Berufsunfähigkeit: kann den erlernten/ausgeübten Beruf nicht mehr> ausüben>> Jede Erwerbsunfähigkeit führt automatisch zur Berufsunfähigkeit.>> Auch Bürohengste können schnell berufsunfähig werden: Herzinfarkt,> Niereninsuffizienz, Schlaganfall, Parkinson, Epilepsie, Schizophrenie,> Krebs, Narkolepsie
Welchen Job kann man denn noch ausführen, wenn selbst im Büro sitzen
nicht mehr geht?
Frührentner schrieb:> Welchen Job kann man denn noch ausführen, wenn selbst im Büro sitzen> nicht mehr geht?
Gerade im Büro ist es gefährlich. Besonders Rücken(genauer
Haltungsschäden) sind die Nr. 1 an Bürokrankheiten. Dazu halt
Herzinfarkt. Beides wegen Bewegungsmangel. Aber mal ehrlich, wer will
nach 8 Std. im Büro noch Sport machen wenn man ab 30 ist. ??
Ich rede aus Erfahrung. Mein Rücken geht es gut. Aber 25 Jahre als
EDV-Leiter bringen halt einige Herzprobleme.
Schlaumaier schrieb:> Aber mal ehrlich, wer will> nach 8 Std. im Büro noch Sport machen wenn man ab 30 ist. ??
Ging mir auch so, aber seit dem vielen Homeoffice hat sich das alles
gebessert. Koche jeden Tag selbst und gehe nachmittags gerne ein, zwei
Stunden ins Fitnessstudio um die Ecke, auf dem Rückweg noch kurz
einkaufen und dann fertig arbeiten. Außerdem jeden Tag komplett
ausschlafen. Fühle mich so viel besser seitdem.
Berufe über dauerhaft 50h/Woche sollten sowieso ein Fall für den
Arbeitsschutz sein. Versteh nicht warum die Leute sowas immer noch
mitmachen, und dann auch noch für eine Firma die ihnen niemals gehören
wird.
Schlaumaier schrieb:> Gerade im Büro ist es gefährlich. Besonders Rücken
Nein, Rücken kann man sehr gut vorbeugen. Eher: Besonders Psyche.
Verbringe ein bißchen Zeit im A&B Forum, dann siehst du das auch ein.
BU schrieb:> Nein, Rücken kann man sehr gut vorbeugen. Eher: Besonders Psyche.
JA. Mag bei vielen zutreffen, besonders wenn sie keine Eier haben auch
mal NEIN zu sagen.
Stress ist was anders. Den hatte ich in Schüben gewaltig. Aber wenn es
zu viel wurde, habe ich auch mal gesagt. "Such dir ein anderen, ich habe
zu tun".
Aber gegen den Bewegungsmangel tsja, da muss ich ehrlich zugeben, gab es
auf der Arbeit kaum eine Chance und nach der Arbeit. Naja, ich gebe
ehrlich zu, den Kampf gegen den inneren Schweinehund habe ich dauernd
verloren. Einfach gesagt 2 x 45 Minuten Fahrt auf ein Roller bei Wind
und Wetter (mein Schnee 2 x 90 Min Bus) + 8 Std. auf der Arbeit, da ist
nix mit Motivation.
Aber bei so einen Krankheitsbild was du da bekommst, zahlt KEINE
Versicherung was, oder du musst Kämpfen ohne Ende. Was Bedeutet :
Gutachter bis zum abwinken.
Hast du ein Unfall und dir fehlt ein Bein o.s. ist der Kampf schnell
gewonnen. So ist es halt. Wir sind in Deutschland. Zahlen tun die nur
stressfrei, wenn sie wissen das sie "nach Norm" verlieren.
Frührentner schrieb:> Stefan H. schrieb:>> Ja, weil Du keine Ahnung hast:>>>> Erwerbsunfähigkeit: kann keine Erwerbstätigkeit auf dem regulären>> Arbeitsmarkt ausüben>>>> Berufsunfähigkeit: kann den erlernten/ausgeübten Beruf nicht mehr>> ausüben>>>> [...]>> Welchen Job kann man denn noch ausführen, wenn selbst im Büro sitzen> nicht mehr geht?
Für "im Büro sitzen" wird ja keiner bezahlt. Irgendwas muss da schon
noch rauskommen. Wer sich - zum Beispiel - nur zehn Minuten
konzentrieren kann, kann vielleicht noch einen Job als Wachmann machen,
wird "im Büro" aber kein Bein mehr auf den Boden bekommen.
MfG, Arno
Schlaumaier schrieb:> den Kampf gegen den inneren Schweinehund habe ich dauernd> verloren.
Du hast also keine Eier, 10 min am Tag zu trainieren. Tz tz tz....
Klingelin schrieb:> Du hast also keine Eier, 10 min am Tag zu trainieren. Tz tz tz....
Die Eier schon. Die Motivation nicht. Und ich hasse Sport. Bin aber gut
im Schach ;)
Percy N. schrieb:> Ob F.B., der sehr bescheiden wohnt und lebt, aber unglaubliches> Aktienvermögen anhäuft, wohl alles richtig macht?
Sieht so aus. Das gesparte Geld wurde gewinnbringend investiert und mein
vor vier Jahren gesetztes Ziel ist erreicht. Nebenbei kassiere ich noch
ein fettes Gehalt, das gar nicht eingeplant war. Mein Vermögen steigt
immer schneller, so schnell kann ich das Geld gar nicht ausgeben. Gibt
also keinen Grund mehr zur Sparsamkeit. Ein dickes Auto werde ich mir
aber trotzdem nie kaufen, sondern weiter einen Kleinwagen, da ich noch
nie das Bedürfnis hatte, meinen Reichtum zur Schau zu stellen, wie es
manche hier im Forum scheinbar nötig haben.
F. B. schrieb:> Percy N. schrieb:>> Ob F.B., der sehr bescheiden wohnt und lebt, aber unglaubliches>> Aktienvermögen anhäuft, wohl alles richtig macht?>> Sieht so aus. Das gesparte Geld wurde gewinnbringend investiert und mein> vor vier Jahren gesetztes Ziel ist erreicht.
Herzlichen Glückwunsch, du hast bewiesen, dass du das Thema nicht
verstanden hast. Aber da bist du nicht alleine, ich schätze mindestens
die Hälfte der Deutschen kann Versicherung nicht von Geldanlage
unterscheiden.
MfG, Arno
P.S: Gut, dass du deinen Reichtum hier im Forum nicht zur Schau stellen
musst.
Arno schrieb:> P.S: Gut, dass du deinen Reichtum hier im Forum nicht zur Schau stellen> musst.
Lieber Arno,
der Kollege, den du damit ansprichst, versteht leider weder Ironie noch
Sarkasmus.
In Wirklichkeit ist F.B. ein Langzeitarbeitsloser, der mit dem Sammeln
von Pfandflaschen sein ALG II aufstockt. Zur Ablenkung von seiner
tristen Realität fabuliert er sich Geschichten aus'm Paulaner Garten
über angebliche Aktiengewinne zusammen.
Hallo Schlaumaier.
Schlaumaier schrieb:> Wenn du pleite bist, und das nötig hast, zahlt das eine Mischung aus> "Sozialamt des Kreis (nicht der Stadt), Pflegeversicherung und deine> Rente. Dir bleibt noch ein "Taschengeld" von ca. 120-150 Euro (weiß> nicht genau).
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> Ach ja, bevor man Sozialleistungen beziehen kann wird dein Vermögen> angerechnet = heißt hast du ein Haus wird es verkauft. Hast du nix, ist> halt nix da. ;)
Falls Du auch noch einen Betreuer bekommst: Bevor das Geld aus Deinem
Vermögen und dem verkauften (Grund)besitz aufgebraucht ist, wird davon
nur der Heimaufenthalt und medizinische Behandlung bezahlt. Taschengeld
aus Deinem eigenen Vermögen steht Dir NICHT zu. Erst wenn das Vermögen
aufgebraucht ist, gibt es wieder Taschengeld, und dann vom Staat. Und
der Zustand ohne Taschengeld dauert um so länger, je größer Dein
Vermögen ist. Also: Sie zu das Du bettelarm bist, bevor Du ins Heim
kommst.
Mit freundlichem Gruß: Bernd Wiebus alias dl1eic
http://www.l02.de
Senf D. schrieb:> In Wirklichkeit ist F.B. ein Langzeitarbeitsloser, der mit dem Sammeln> von Pfandflaschen sein ALG II aufstockt. Zur Ablenkung von seiner> tristen Realität fabuliert er sich Geschichten aus'm Paulaner Garten> über angebliche Aktiengewinne zusammen.
Sagt es nicht weiter, aber F.B. gibt mir immer wieder die Möglichkeit
meine Hose runterzulassen und meinen IGM Vertrag zur Schau zu stellen.
Mmmmh, ist das schön :-)
Aktuelles Beispiel zum Thema Schreibtischknechte bräuchten keine BU.
Einer unserer Kollegen ist grad wieder zur arbeit gekommen, nachdem er
22 Monate BU war nach einem Skiunfall.
Das Problem waren nicht die gebrochenen Knochen oder der verlorene Zeh,
sondern die Migräne-Kopfschmerzen die er die vergangenen Jahre hatte,
die jede Art von konzentierter Arbeit unmöglich machen. Nach fast zwei
Jahren Physio und verschiedenen Versuchen mit Medikamenten kann er jetzt
wieder 24h/Woche arbeiten.
Damit gilt man nicht als Arbeitsunfähig, wohl aber als BU. Nachdem die
Partnerin wg. Corona auch ca. 50% Umsatzrückgang hatte, war es
finanziell super eng bei denen letztes Jahr und die BU hat ihnen den
Arsch gerettet.
Qwertz schrieb:> Sagt es nicht weiter, aber F.B. gibt mir immer wieder die Möglichkeit> meine Hose runterzulassen und meinen IGM Vertrag zur Schau zu stellen.> Mmmmh, ist das schön :-)
Warum? Eine Bezahlung nach IG Metalltarif ist doch gar nichts
Besonderes, da gibt es Millionen Angestellte von in Deutschland. Also
ich bilde mir da nichts großartig drauf ein. Gutes Geld für gute Arbeit,
eine faire Bezahlung, mehr steckt da nicht dahinter.
Fabian F. schrieb:> Aktuelles Beispiel zum Thema Schreibtischknechte bräuchten keine BU.> Einer unserer Kollegen ist grad wieder zur arbeit gekommen, nachdem er> 22 Monate BU war nach einem Skiunfall.
Ich glaube keiner stellt in Abrede, dass solche Fälle passieren. Aber es
ist eine Frage der Eintrittswahrscheinlichkeit, die man der
Versicherungsprämie gegenüber stellen muss, und sich dann persönlich
entscheiden, ob einem die Absicherung dieses Risikos das gezahlte Geld
langfristig wert ist.
Die Entscheidung kann bei jedem anders ausfallen, und ob sie richtig
oder falsch war, weiß man erst hinterher.
Ich habe mich dagegen entschieden, und das eingesparte Geld lieber
langfristig investiert. Wenn es gut läuft, und ich nicht berufsunfähig
werde, habe ich zum Ende meiner Berufstätigkeit ein zusätzliches schönes
Sümmchen für mich erwirtschaftet, die Versicherung geht leer aus. Ob
mein Plan aufgeht, kann niemand sagen, auch kann ich schon morgen tot
umfallen, aber ich fühle mich gut mit meiner Entscheidung.