Abartige Bio-Mülltonne

OP #1750833
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Moin,

Seit dem letzten Umzug wohnen wir in einem Stadtteil, in dem Biomüll 
getrennt entsorgt wird. Dafür haben wir ne schnicke braune Tonne, die 
allerdings nur alle 2 Wochen entsorgt wird.
Nun hatten wir ja in der letzten Zeit öfter Mal höhere Temperaturen. Und 
dabei bildet sich innerhalb weniger Tage eine wirklich beeindruckende 
Tierwelt in so einer Tonne. Vom Geruch ganz zu schweigen.

Gibt's da irgendwelche Hausmittel, mit denen man die ganze Sache ein 
wenig entschärfen kann? Hab keine Lust, mich jedesmal fast übergeben zu 
müssen, wenn ich die Tonne aufmache...
OP #1750876
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Oliver Stellebaum schrieb:
> Ab und zu eine Schaufel Chlorkalk...
> Oder einfach den Deckel offen lassen bei der Wärme, dann trocknet alles
> ein.

Chlorkalk? Kann (darf) man das in ne Bio-Tonne werfen?

Ich glaube "Deckel offen" ist keine gute Idee. Das stinkt doch zum 
Himmel. Und die Fliegen kommen noch besser ran zur Eiablage.




Reinhard S. schrieb:
> Bei uns wird die je nach Bedarf direkt auf den Komposthaufen im Garten
> entleert ;)

Diese Option hab ich leider nicht.

Mario K. schrieb:
> Dann hau das zeug in die andere Tonne. Zumindesten im Sommer.

Dann hab ich das Desaster in der anderen Tonne. Das verschiebt die 
Problematik bloß um 50 cm weiter nach rechts.
Gast #1750896
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Lord Ziu schrieb:

> Mario K. schrieb:
>> Dann hau das zeug in die andere Tonne. Zumindesten im Sommer.
>
> Dann hab ich das Desaster in der anderen Tonne. Das verschiebt die
> Problematik bloß um 50 cm weiter nach rechts.

Wird die Restmülltonne bei euch nicht jede Woche geholt oder alle 2 
Wochen. Bei uns werden die beiden Tonnen im 2-Wochenrythmus alternierend 
geholt. Jenachdem was gerade dran ist fliegt das stinkende Zeug in die 
eine oder andere Tonne
#1750930
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@ lordziu:

Das mit der Biotonne funktioniert auch bei 2-wöchiger Leerung problemlos 
auf folgende Weise:
- Bio-Müll in Biomüll-Tüte sammeln (im Haushalt im zusätzlichen 
20l-Mülleimer)
- volle Tüte in Zeitungspapier einschlagen und als "Paket" in die 
Bio-Tonne
- Deckel der Bio-Tonne immer ein Spalt (ca. 5 cm) offen lassen
- Bio-Tonne nach Entleerung kurz ausspritzen (Gartenschlauch) und auf 
dem Kopf stehend mit offenem Deckel trocknen lassen

Gut, die Prozedur ist ein bißchen aufwendig, aber sie hat auch in den 
heißen Sommern 2000 und 2003 (reale Temperatur jeweils ca. 40°C) 
funktioniert.

Bernhard

BTW: Unsere Biomüll-Tonne wird von 3 Haushalten gemeinsam auf diese 
Weise benutzt - ohne Probleme.
#1750934
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Gelegentlich eine Schicht Zeitungspapier dazwischen, das saugt den 
Sabber und die Flüssigkeit auf.

Ich bin froh dass wir keine Biomülltonne mehr haben - wenn es dich im 
Sommer nervt, dann warte mal bis zum Winter ab!
Da friert dir nämlich der ganze shice in der Tonne fest und fällt beim 
leeren nicht heraus!
Den Müllmann interessiert das nicht und so ist die Tonne im Winter immer 
halb voll nachdem das Müllauto da war!
Gast #1750951
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Die Biomülltonne scheint ja ein echtes Hassthema zu sein.

> - Bio-Müll in Biomüll-Tüte sammeln (im Haushalt im zusätzlichen
> 20l-Mülleimer)
Pfui Teufel, was sich mancheiner so alles in der Küche aufbewahrt, bevor 
er es wegwirft. Als Exzess dessen gibt es 6-fach-Mülltrennsysteme, die 
in Küchenschränke eingebaut werden. Gesamtfassungsvermögen gefühlte 200 
l. Das müffelt dann alles fröhlich vor sich hin, bis sich der 
Müllbesitzer dann doch schweren Herzens von den Nachlässen trennt.
Als ich meine ETW bezogen habe, habe ich über diesen Umstand nachgedacht 
und bin zu dem Entschluss gekommen, dass der 2 x 15 l Einbaumülleimer in 
die Tonne fliegt und durch einen einzigen 11-l-Eimer ersetzt wird. Den 
muss man mindestens jeden zweiten Tag leeren. Die olfaktorischen 
Tiefschläge beim Öffnen des Spülenunterschrankes sind damit 
Vergangenheit.

- Deckel der Bio-Tonne immer ein Spalt (ca. 5 cm) offen lassen

Da freut sich bei uns der Waschbär (Berliner Stadtgebiet).
Also alles ganz gezielt in die schwarze Tonne, außer Pappe und Papier.
Gast #1750984
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Bernd G. schrieb:
> Also alles ganz gezielt in die schwarze Tonne, außer Pappe und Papier.

Das mache ich genauso, Stinketonne gibt's keine.
Wenn man Abfall hat, der nach ein paar Stunden stinkt, dann von 
vornherein in einen Müllbeutel und zuknoten. Mülltonne an ein kühles 
Plätzchen stellen, dann hält's die maximal zwei Wochen.
OP #1751024
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D. I. schrieb:
> Wird die Restmülltonne bei euch nicht jede Woche geholt oder alle 2
> Wochen. Bei uns werden die beiden Tonnen im 2-Wochenrythmus alternierend
> geholt. Jenachdem was gerade dran ist fliegt das stinkende Zeug in die
> eine oder andere Tonne

Tja, bei uns ist das so clever gelöst, dass eine Woche 
Gelber-Sack/Papier und die andere Woche Rest-/Bio-Müll geholt wird.
Man hat den Dreck also immer 2 Wochen an den Hacken, egal in welche 
Tonne das wandert.

Ich lese aus den Beiträgen heraus, dass man
a) Die Tonne offen lassen sollte, damit es trocknet
b) Die Tonne in den Schatten stellen sollte


Was wir da reinwerfen? Na täglich mehrere Kadaver von streunenden Katzen 
und überfahrenen Hunden...
Nein, im Ernst: Nur ganz normaler Bio-Abfall, ich schätze das 
Fleischreste das fiese an der Sache sind. Hab jedenfalls noch nicht 
gehört, dass Fliegen ihre Eier in Kartoffelschalen ablegen.
#1751027
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Hier wird die Biotonne wöchentlich geleert, was aber bei entsprechendem 
Sommerwetter auch nicht verhindert, daß die Fliegenmaden Umzüge 
veranstalten und die ganze Gegend stinkt.

Die, die Biotonnen nur zweiwöchentlich leeren, bezwecken damit wohl, daß 
die Leute ihren Müll im Kühlschrank lagern...
OP #1751062
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Na gut, wenigstens weiß ich jetzt, dass ich mit dem Problem nicht allein 
da stehe...

Hab schon überlegt, einfach mal ne halbe Dose Insektenvernichter-Spray 
in die Tonne "einzuleiten".

<wahnnsinn an>

Man könnte das natürlich auch µC-basiert automatisieren ... ;-)

Mit Bewegungs- oder "Geräusch"-Sensoren detektieren, ob Viehzeug drin 
ist. Wenn ja, dann dosiert Chemie einleiten...

<wahnnsinn aus>
Gast #1751102
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> Na gut, wenigstens weiß ich jetzt, dass ich mit dem Problem nicht allein
> da stehe...

Ja, so sind wir Deutschen. Wir trennen auch nach dem 
Kernkraftwerksuntergang gleich um die Ecke noch sauber unseren Müll!
OP #1751118
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Bernd G. schrieb:
> Ja, so sind wir Deutschen. Wir trennen auch nach dem
> Kernkraftwerksuntergang gleich um die Ecke noch sauber unseren Müll!

Och.. Prinzipiell hab ich nix gegen die Mülltrennung. Wenn ich was zum 
wegwerfen habe, ist es ja kein Mehraufwand, das in den einen oder den 
anderen Behälter zu werfen. Und wenn man die Biomüll dann tatsächlich 
noch für was sinnvolles verwendet (ich kann leider nicht prüfen, wohin 
der Biomüll geht), finde ich es besser, als wenn es auf ne Deponie 
kommt.

Aber die Sache mit dem Mini-Zoo in der Biotonne stört mich doch schon 
gewaltig.
#1751124
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Lord Ziu schrieb:
> Och.. Prinzipiell hab ich nix gegen die Mülltrennung. Wenn ich was zum
> wegwerfen habe, ist es ja kein Mehraufwand, das in den einen oder den
> anderen Behälter zu werfen.

Und rat mal, was dann auf dem Müllhof passiert: Wertstoff und Restmüll 
werden zusammengekippt und verbrannt...

Lediglich der Biomüll wird anders behandelt.

> finde ich es besser, als wenn es auf ne Deponie kommt.

Seit einigen Jahren darf kein Müll mehr deponiert werden.
#1751256
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Wir schreiben das Jahr 2010, ganze Welt schmeisst Ihren Muell in eine 
gemeinsame Tonne. Die ganze Welt? Nein. Ein von unverbesserlichen 
Spiessern bevoelkertes Land in Mitteleuropa hoert nicht auf den 
Abzockern Gehorsam zu leisten....

Wird doch hinterher eh alles wieder zusammmen gekippt. Pack Dein Zeug in 
dicke Plastiksaecke und gut ist mit dem Geruch, dem Zoo und der Sauerei.
Die Muelltrennung wurde doch nur erfunden damit man fuer eine Sache 5x 
zahlen darf.
Gast #1751275
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Thilo M. schrieb:

>Ab und zu einen Sprüher davon in die Tonne:

Sollte da nicht auch was mit CO2 möglich sein? Immerhin wird CO2 auch in 
Gewächshäusern umweltfreundlich verwendet. Es erspart Pestizide. Und das 
CO2 ist doch auch noch ein Produkt, was es in fast unbegrenzten Mengen 
gibt. Manche haben so viel davon, daß sie es schon in die Erde leiten 
oder in den Weltraum schießen möchten.
#1751284
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> Sollte da nicht auch was mit CO2 möglich sein?

Ich habe damit mal versucht, Spinnmilben auf Zimmerpflanzen zu killen: 
Die ganze Pflanze in einen dichten Plastiksack, so viel Luft, wie 
möglich rausgedrückt und innen drin dann 2 CO2-Patronen geöffnet.

Effekt nach 2 Tagen gleich NULL.
Gast #1751304
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Uhu Uhuhu schrieb:

>Effekt nach 2 Tagen gleich NULL.

Die Pflanze selbst erzeugt Sauerstoff. Vielleicht so wenig, daß 
Kleinsttiere direkt an einem Blatt überleben. Daran könnte es liegen.

Dann wirkt das CO2 wohl nur bei größeren Viechern direkt, z.B. bei 
Fliegen. Immerhin verwenden es ja Gewächshäuser.
Gast #1751362
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Uhu Uhuhu schrieb:
>> Sollte da nicht auch was mit CO2 möglich sein?
>
> Ich habe damit mal versucht, Spinnmilben auf Zimmerpflanzen zu killen:
> Die ganze Pflanze in einen dichten Plastiksack, so viel Luft, wie
> möglich rausgedrückt und innen drin dann 2 CO2-Patronen geöffnet.
>
> Effekt nach 2 Tagen gleich NULL.

Geht auch mit einer CO2-Kartusche aus der Getränkeindustrie. Darfst halt 
den Deckel nach dem Füllen nicht mehr öffnen.
Wir haben damit schon Wühlmäuse bekämpft. Einfach das höchstgelegene 
Loch fluten, das Zeug bleibt schön unten und killt die Mäuse samt Brut 
'human' und umweltfreundlich. Geht auch mit Stickstoff, dann ist der 
Boden auch gleich gedüngt. ;-)

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