Hallo zusammen,
ich plane gerade ein kleines Projekt zum Bau einer variablen
Spannungsquelle mit einem Atmega8.
In dem angehängten Schaltplan dürfte das Prinzip der Schaltung klar
werden. Je nachdem wie sich die Ein- und Ausschaltzeit an T1 verhält,
verändert sich die Spannung U(AB). Damit die Spannung je nach Last
einigermaßen konstant gehalten werden kann, soll U(AB) in den
Mikrocontroller zurückgeführt werden.
U(AB) muss meiner Meinung nach an Punkt B bezogen auf Punkt A gemessen
werden. Was also einer negativen Spannung entsprechen würde. Deshalb
habe ich (nach etwas googeln) einen Spannungsteiler gegen V+ geschaltet.
Auf meinem Experimentierboard funktioniert das schon ganz gut.
Allerdings ist dort V+ gleich der Betriebsspannung des Controllers.
Jetzt möchte ich aber V+ mit 12V annehmen (siehe Schaltplan, die
Versorgungspannung für den Controller liefert dann ein 7805 an 12V) und
U(AB) dann messen. Jetzt weiß ich nicht, ob ich in Sachen A(ref) noch
etwas unternehmen muss, oder ob mein Plan so schon funktioniert, bzw.
vielleicht auch gar nicht funktionieren kann.
Könnt ihr mir Rat geben? Wie muss ich den ADC versorgen, damit mein Plan
aufgeht? :-)
Freundliche Grüße, Christian
Hallo, interessanter Ansatz!
Welche Werte verwendest du für den Spannungsteiler (R4/R5)?
Was mir aufgefallen ist: Wenn T1 nicht angesteuert ist, liegt ADC1 auf
+12 V, das ist wahrscheinlich nicht so gut. Vielleicht solltest du
zwischen ADC1 und GND eine Zener-Diode hängen.
@ Christian (Gast)
Wie viel Strom soll deine Spannungsquelle maximal liefern?
So wie du das aufgezeichnet hast machst du dir den AVR kaputt (wegen der
hohen Spannung die in den ADC-Pin fließen kann) und wenn der Elko C1
leer ist und der Transistor T1 das erste mal durchschaltet ist es so als
ob der Transistor 12V mit GND verbindet (Kurzschluss) und dabei kaputt
geht.
Wenn der Strom recht klein sein kann (20mA) solltest du an den Ausgang
OC1A eine PWM-Frequenz erzeugen die zu einem Tiefpass (R-C-Glied)
geleitet wird und die resultierende Spannung kannst du dann auf die
Basis deines BC547 Transistors legen.
Den Collektor verbindest du mit 5V,
die Basis kommt an den Ausgang vom Tiefpass und
der Emitter des NPN-Transistors führt zu einen Kondensator an dem dann
die Spannungen an der Basis (also max. 5V) minus ca. 0.7V (also max.
4.3V) anliegt.
Ob die 12V, die an dem R11/R12 Spannungsteiler liegen, wirklich besser
als die interne Referenz sind?
Und dem µC fehlt an der VCC noch ein typ. 100 nF Kondensator.
Hallo Zusammen,
vielen Dank für die bis jetzt recht rege Teilnahme.
Markus W. schrieb:>interessanter Ansatz!
Danke, ich hatte schon Befürchtungen, dass das absoluter Unsinn ist und
ihr mich mit dem Todeslaser aufrauchen lasst :-)
> Welche Werte verwendest du für den Spannungsteiler (R4/R5)?
Im momentanen Aufbau sind das 2x 1kOhm, aber da habe ich mir noch keine
großen Gedanken zu gemacht. Vorschläge?
Mike J. schrieb:> Wie viel Strom soll deine Spannungsquelle maximal liefern?
Ich brauche einen Strom von bis zu 3,5A
> AVR kaputt (wegen der hohen Spannung die in den ADC-Pin fließen kann)
Was kann ich dagegen tun?
> der Transistor 12V mit GND verbindet (Kurzschluss) und dabei kaputt> geht.
Dessen bin ich mir leider bewusst, ich hatte da zuerst einen
Ladewiderstand eingebaut, aber mir ist dann im Betrieb die
Verlustleistung an diesem Widerstand zu hoch. Gibt es eine Möglichkeit
den Ladewiderstand nach erreichen einer Spannung X am Kondensator zu
überbrücken? Also einen Transistor parallel zum Ladewiderstand, der bei
einer bestimmten Spannung am Kondensator leitend wird.
> Wenn der Strom recht klein sein kann (20mA) [...]
Strom ist leider sehr hoch, kann ich dann mit deinen Ausführungen doch
was anfangen? Wenn ja, wäre es super, wenn du den Aufbau kurz skizzieren
könntest, ich konnte dem nicht ganz folgen.
egal schrieb:> und den Resetpin auf GND zu legen ist auch keine gute Idee...
Das habe ich bisher immer so gemacht, wenn ich ihn nicht benötigt habe.
Was spricht dagegen, wo soll er sonst hin?
... schrieb:> Ob die 12V, die an dem R11/R12 Spannungsteiler liegen, wirklich besser> als die interne Referenz sind?
Du magst vielleicht recht haben. Aber kann ich denn einfach die interne
Referenz nehmen? Misst der dann überhaupt etwas? Genau das ist mein
Hauptproblem, ich weiß nicht, wie ich den ADC beschalten muss, damit
meine Spannung zuverlässig misst.
> Und dem µC fehlt an der VCC noch ein typ. 100 nF Kondensator.
Dafür hatte ich eigentlich C4 gedacht.
Sebastian H. schrieb:> http://www.eevblog.com/2012/01/20/eevblog-238-powe...
Vielen Dank für den Link, aber ich wollte erstmal mit etwas kleinerem,
wenn auch nicht so profesionellem, anfangen.
Ich hoffe ich konnte eine paar Fragen beantworten und bin auf weitere
Reaktionen eurerseits sehr gespannt.
mfg, Christian
Mike J. schrieb:> StepDown Spannungswandler
Hallo Mike! Vielen Dank für deine sehr ausführliche Antwort. Ich denke
damit hast du schon ein sehr gutes Stichwort genannt. Ich werde mir die
Sache mal etwas genauer durchlesen.
Freundliche Grüße, Christian
Hallo Christian,
falls du trotzdem noch mit deiner ursprünglichen Schaltung
experimentieren möchtest, kannst du mit dem NPN-Transistor T1 einen
PNP-Transistor ansteuern, der dann die Plusspannung anstelle der Masse
schaltet. Vorteil: durch die nun gemeinsame Masse können über R4 keine
+12 V mehr in den µC gelangen.
Für T1 reicht dann ein kleines Exemplar, beispielsweise ein BC337,
vollkommen aus. Und anstelle des PNP-Leistungstransistors kann auch ein
P-Kanal MOS-Fet verwendet werden.
PS:
Nach diesem Prinzip habe ich bereits einige Ladegeräte für Bleiakkus
gebaut, die schon seit mehreren Jahren - eines davon im Dauerbetrieb -
hervorragend funktionieren. Aber wie gesagt, bei mir handelt es sich um
Ladegeräte, nicht um ein Netzgerät. ;)
Gruß, Joe