Hallo,
mein Ladegerät (Technoline BC 700) zeigt nach dem Ladevorgang manchmal
mehr geladene Kapazität an, als das Maximum des Akkus eigentlich zuläßt.
Bei einer vollständig entladenen NiMH-Micro-Zelle mit 850 mAh maximaler
Kapazität beispielsweise bekomme ich öfter mal Werte um die 1100 mAh
angezeigt. Aber auch bei Akkus anderer Baugröße und Kapazität kommt das
immer wieder vor.
Woran könnte das liegen, denn normalerweise sollte die geladene
Kapazität doch eigentlich immer kleiner sein als das Akku-Maximum und
mit dem Altern der Akkus auch weiter abnehmen?
Gruß,
Matze
Antwort eines Optimisten: Die Kapazität eines Akku ist nur ein
Anhaltswert. Manche können auch mehr Kapazität haben.
Antwort eines Pessimisten: Das Ladegerät zeigt nur, was es in den Akku
hineingepumpt hat. Ob das gespeichert ist oder verbraten, merkt man
erst, wenn man beim Entladen des Akku misst, was an Ah wieder
herauskommt.
Matze schrieb:> Woran könnte das liegen, denn normalerweise sollte die geladene> Kapazität
Dein Ladegerät zeigt nicht an, wieviel Ladung tatsächlich im Akku
gespeichert wurde, sondern wieviel Ladung es hineingepresst hat. Das
heisst aber noch lange nicht, dass der Akku das auch alles gespeichert
hat und nicht einiges davon zb in Wärme umgesetzt hat.
OK, ich danke Euch. Das klingt logisch :-).
Könnte man das evtl. auch verallgemeinern, d. h. ganz allgemein davon
ausgehen, daß je mehr Ladung das Ladegerät bis zur Ladeschlußspannung
eines Akkus über das vom Hersteller angegebene Lademaximum (+- Toleranz)
hinaus benötigt, desto minderwertiger ist der Akku?
Gruß,
Matze
Ich würds jetzt vielleicht nicht als 'Ehernes Gesetz' ansehen, würde
aber durchaus in diese Richtung tendieren, wenn der UNterschied krass
ist.
Denn das ein Hersteller einen 3000mAh Stunden als 2000mAh labelt, ich
denke den Fall kann man ausschliessen. Jagt das Ladegerät aber in einen
2000mAh Akku 3000mAh rein, dann müssen die 1000 Differenz ja irgendwo
geblieben sein :-) Ganz abgesehen davon, dass dann von 3000 nur noch
1500 wieder rauskommen :-)
Fazit: derartige Angaben sind alle mit Vorsicht zu geniessen.
Letztendes kann keiner in einen Akku reinschauen. Es gibt nur 1 Methode
festzustellen, wieviel wirklich drinnen ist: gezielt entladen.
Je höher der ladestrom, umso höher logischerweise auch die (thermischen)
Verluste. Manche Akkus kann man sehr schnell laden, andere eher nicht.
Die nur langsam ladbaren Akkus sind deswegen nicht automatisch
minderwertig. Sie könnten den schnelladefähigen zum Beispiel durch
höhere Kapazität oder Haltbarkeit oder durch längere Einsatzbereitschaft
überlegen sein.
Den Ladestrom hatte ich bei meiner Betrachtung noch gar nicht mit
einbezogen. Demnach könnte es natürich auch gut sein, daß die
ungewöhnlichen Ladekapazitäten immer nur beim Schnellladen aufgetreten
sind. Das werde ich auf jeden Fall noch mal testen und gegebenenfalls
einen Gang runterschalten oder ganz auf's Schnellladen verzichten.
Leider schweigen sich die Hersteller ja oft über den maximalen Ladestrom
aus und bezeichnen ihre Akkus einfach nur als "schnellladefähig".
Gruß,
Matze
Ich glaube, es gibt auch keinen konkreten maximalen Ladestrom. Je heißer
die Batterien werden, umso schneller gehen sie kaputt. Und selbst das
ist kein klar definierter Zeitpunkt. Akkus gehen ja nicht so plötzlich
kaputt, wie Glühbirnen (paff und aus).
Der sogenannte Akkuwirkungsgrad ist eigentlich recht schlecht. Meistens
sind es weniger als 60% und das heißt, dass von einer Ladung von 2000
mAh nur etwa 1200mAh zurückgegeben werden.
Entsprechend sieht dann die Ladeanzeige eines Ladegeräts aus.
Die oben genannten Werte zeigen eher, dass der Akku vorher nicht ganz
geleert war oder dass die Abschaltungsautomatik recht vorsichtig
schaltet.
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