Hallo zusammen,
ich habe eine Frage zum Thema Lohn.
Momentan studiere ich im Master und bin nebenbei für 2 Tage/Woche
Werkstudent bei einem Mittelständler. Alle Werkstudenten verdienen
dasselbe, egal ob sie bereits Bachelor sind oder nicht. Der aktuelle
Stundenlohn beträgt ca 17€.
Ich bin seit rund 2 Jahren in der Abteilung und habe eigene Projekte und
aktuell ein Produkt für das ich alleine die Firmware entwickle. Das
Know-how dafür hab ich mir teils on the fly, teils nach Feierabend
erarbeitet und teils aus Meetings mit Entwicklern in anderen
Zweigstellen mitgenommen. An meinem Standort bin ich der einzige, der
was von dem Thema im Hinblick auf die Firmware versteht.
Neben mir gibt es noch einen FW-Entwickler in der Abteilung, der jedoch
demnächst für ein paar Monate erstmal weg ist.
Wäre es gerechtfertigt mehr Geld zu verlangen, aufgrund von
a) mache bereits Entwicklerarbeit
b) Verantwortung für eigenes Projekt
c) demnächst für 4 Monate der einzige FW-Entwickler bei nur 2 Tagen die
Woche, dadurch zusätzlicher Stress
Aufgrund der Firmengröße und der Tatsache, dass die Werkstudentenlöhne
für alle gleich sind wäre das wahrscheinlich ein relativ großes Theater,
das sich durch die Hierarchie ziehen müsste und da ich nach dem Master
dort auch gern anfangen würde vielleicht nicht der beste Weg hohe Wellen
zu schlagen. Die Arbeit ist schon stressig, aber macht mir Spaß, nur
fühlt es sich etwas ungerecht an Ingenieursarbeit zu leisten, aber weit
unterm Bachelor-Stundenlohn zu liegen.
Wie seht ihr das? Wäre mehr gerechtfertigt?
PLC schrieb:> Der aktuelle> Stundenlohn beträgt ca 17€.
Du jammerst auf relativ hohem Niveau.
Wenn man das mal auf 38h die Woche * 4 hochrechnet, ist das vergleichbar
mit einem Lohn von 2600 EUR.
Davon träumt mach fertig ausgebildeter Entwickler.
Und bei dir ist das zum großen Teil vermutlich steuerfrei.
Verschiebe deine Forderungen besser auf das Einstellungsgespräch nach
dem Abschluss.
PLC schrieb:> nur> fühlt es sich etwas ungerecht an Ingenieursarbeit zu leisten, aber weit> unterm Bachelor-Stundenlohn zu liegen.
Interessehalber: wo liegt bei euch denn so der "Bachelor-Stundenlohn"?
Joe F. schrieb:> Wenn man das mal auf 38h die Woche * 4 hochrechnet, ist das vergleichbar> mit einem Lohn von 2600 EUR. Davon träumt mach fertig ausgebildeter Entwickler.
Klar, knapp 32000 Jahresbrutto als Entwicklungsingenieur. Hast du einen
Dachschaden?
Carsten schrieb:> Joe F. schrieb:>> Wenn man das mal auf 38h die Woche * 4 hochrechnet, ist das vergleichbar>> mit einem Lohn von 2600 EUR. Davon träumt mach fertig ausgebildeter Entwickler.> Klar, knapp 32000 Jahresbrutto als Entwicklungsingenieur. Hast du einen> Dachschaden?
Dafür werkel in den neuen Bundesländern etliche!
Und auch in Ostbayern ist sowas nicht "unüblich"!
PLC schrieb:> Wie seht ihr das? Wäre mehr gerechtfertigt?
Gerechtfertigt, na klar!
Nur ob es bei deinem "Cheffchen" auch ankommt?
Denke eher nicht so gut!
PLC schrieb:> Aufgrund der Firmengröße
Gibts einen Beriebsrat? Der könnte was bewegen. Ansonsten dürften
die Chancen eher schlecht aussehen.
PLC schrieb:> Aufgrund der Firmengröße und der Tatsache, dass die Werkstudentenlöhne> für alle gleich sind wäre das wahrscheinlich ein relativ großes Theater,> das sich durch die Hierarchie ziehen müsste und da ich nach dem Master> dort auch gern anfangen würde vielleicht nicht der beste Weg hohe Wellen> zu schlagen.
Wenn die Angst schon dein ständiger Begleiter ist, dann ist die
Wertschätzung für deine Arbeit, für die Arbeit aller, wohl noch
geringer?
> Die Arbeit ist schon stressig, aber macht mir Spaß, nur> fühlt es sich etwas ungerecht an Ingenieursarbeit zu leisten, aber weit> unterm Bachelor-Stundenlohn zu liegen.
Gefühltes Unrecht spielt keine Rolle. Da wird man rechtlich nicht
viel machen können, als sich zu solidarisieren, die Konsequenz zu
ziehen, wenn man kann, oder den bereits vorgeschlagenen Weg (BR)
zu gehen.
Dafür ist die Position des Arbeitgebers vermutlich zu stark und
Werksstudenten dürften eher nur geduldet sein mit der Premisse mal ein
ordentliches wohlwollendes Werkstudenten- oder Arbeitszeugnis als
Anerkennung zu bekommen. So sind die AG nun mal gestrickt.
PLC schrieb:> Wäre mehr gerechtfertigt?
Locker, du hast ja schon einen Abschluss und was dein AG treibt ist eine
Sauerei! Ich würd da schon aus Prinzip hinschmeißen!
=> Schau dich nach alternativen um und verkauf dir da gut, sieh zu, dass
du das kriegst, was etwa einem Bachelorabschluss entspricht, also etwa
25€ die Stunde. Wenn du eine Zusage bekommst, kannst du immer noch bei
deiner Firma pokern.
Kann schon sein, dass die die Nase rümpfen, aber lass dir doch mal
erklären, warum du billiger sein sollst, als ein Bachelor, der frisch
eingestellt wird.
Joe F. schrieb:> Verschiebe deine Forderungen besser auf das Einstellungsgespräch nach> dem Abschluss.
Falsche Bescheidenheit, wenn er jetzt nichts einfordert, wird man sich
später auch leichter tun, ihn mit einem geringen Gehalt abzuspeisen.
Ist ja erbärmlich wie manche hier Gehälter runterbeten!
Das Geld sollte zweitrangig sein. Du bekommst da DIE Eintrittskarte für
eine richtiges Berufsverhältnis nach dem Master, der in etwa paritätisch
zu deinem Master ist: das Arbeitszeugnis.
Ich an deiner Stelle würde nicht auf das Geld schielen, sondern mehr
Leistung bringen und eventuell einen dritten Tag dort arbeiten für mehr
Erfahrung sammeln. Mit diesem Weg würdest gleichzeitig auch mehr Geld in
der Tasche haben.
17 € sind komfortabel. Frag mal anderer, nicht technischer Fächer, was
sie verdienen. Kellnern für 8,50 € oder Zeitarbeit für 9,00 €.
Werkstudentendasein ist ein Geben und Nehmen.
Berater schrieb:> Werkstudentendasein ist ein Geben und Nehmen.
Du darfst gerne mal erklären, warum er weniger verdienen sollte, als ein
frisch eingestellter Bachelor.
Berater schrieb:> 17 € sind komfortabel. Frag mal anderer, nicht technischer Fächer, was> sie verdienen. Kellnern für 8,50 € oder Zeitarbeit für 9,00 €.>> Werkstudentendasein ist ein Geben und Nehmen.
Habe eine Zeit lang neben dem Studium als Packer gearbeitet:
Mindestlohn, 1-2t (beispielsweise 100 x 15kg) Pakete am Tag. Von der
Palette abladen, aufmachen, etikettieren, zukleben, später dem
DHL-Fahrer beim Einladen helfen ...
Jammern auf hohem Niveau trifft beim Strangersteller voll ins Schwarze.
genervt schrieb:> Berater schrieb:>> Werkstudentendasein ist ein Geben und Nehmen.>> Du darfst gerne mal erklären, warum er weniger verdienen sollte, als ein> frisch eingestellter Bachelor.
Weil ein Bachelor 35h - 40h arbeitet. Mit angerechneten oder schon
abgegoltenen Überstunden sind das 45h - 50h.
Er ist ein Werksangehöriger, der eingebunden ist, alleinige
Verantwortung für Projekte hat ohne Betreuer, zu Kunden und zur
Inbetriebnahme muss.
Er ist ein Stütze der Firma.
Ein Werkstudent ist einer der dort seine Meriten verdienen darf, wobei
auch die Firma auch was davon hat.
Wenn er mehr Geld will mit seinem Bachelor, dann muss er auch sich
vollständig in die Firma einbringen.
Mit zwei Tagen in der Woche und dem Studium, demnächst die
Abschlussarbeit im Rücken, ist das kaum möglich.
Offenbar kommt einem selbst die eigene Arbeit als Werkstudent furchtbar
wichtig und elementar vor.
Wie profitabel der für die Firma tatsächlich ist, kann nur der Chef von
seinem Betreuer kalkulieren.
Außerdem gibt es eiserne Regeln, die nicht gebrochen werden.
Mag ja sein, dass der Werkstudent gute Entwicklungsarbeit bringt. Aber
der Status bestimmt in vielen Firmen den Gehalt, nicht die Leistung.
Tut mir leid das es ungerecht ist, aber dieses Gesetz hat sich wohl in
Deutschland bewährt. Weil wer führt in der Weltwirtschaft, der hat
recht.
Berater schrieb:> 17 € sind komfortabel. Frag mal anderer, nicht technischer Fächer, was> sie verdienen. Kellnern für 8,50 € oder Zeitarbeit für 9,00 €.
Da sind aber auch Ungelernte dabei!
genervt schrieb:> E. S. schrieb:>> Jammern auf hohem Niveau trifft beim Strangersteller voll ins Schwarze.>> Der TE hat einen ABSCHLUSS!
Schon klar. Ich habe damals auch nicht nur als Packer dort
angefangen/gearbeitet, sondern dort auch anspruchsvolle Aufgaben im
Bereich eBay/Amazon-Shop-Betreuung samt Produktmanagement gemacht. Ich
will das auch gar nicht als fair verkaufen, aber der Strangersteller ist
eben auch nur ein Werkstudent. Statt jetzt über den Stundenlohn zu
meckern, sollte er lieber zusehen seinen Master fertig zu machen und
kann dann Forderungen stellen.
Cha-woma M. schrieb:> Berater schrieb:>> 17 € sind komfortabel. Frag mal anderer, nicht technischer Fächer, was>> sie verdienen. Kellnern für 8,50 € oder Zeitarbeit für 9,00 €.>> Da sind aber auch Ungelernte dabei!
Der Junge ist auch Quasi ungelernt. Auf dem Weg zum richtigen Entwickler
hat er gerade mal 20% zurückgelegt. Er muss noch eine große, große Menge
Erfahrung sammeln, bevor er profitabel wird.
Insbesondere in kleineren Firmen kann nicht jeder Quasi-Ungelernte über
die Massenproduktion quersubventioniert werden.
In Ingenieurbüros ist das noch heftiger, da müssen richtige Experten
sitzen.
Berater schrieb:> Weil ein Bachelor 35h - 40h arbeitet. Mit angerechneten oder schon> abgegoltenen Überstunden sind das 45h - 50h.
Abgegoltene Überstunden sind ebenfalls Schwachsinn, das tut man sich
auch nicht ohne Not oder 6-Stelliges Gehalt an.
Berater schrieb:> Mit zwei Tagen in der Woche und dem Studium, demnächst die> Abschlussarbeit im Rücken, ist das kaum möglich.
Ich glaub in meiner Nachbarabteilung sind 1-2 Frauen halbtags unterwegs
- ohne Probleme und zum IGM-Satz versteht sich.
Berater schrieb:> Er ist ein Werksangehöriger, der eingebunden ist, alleinige> Verantwortung für Projekte hat ohne Betreuer, zu Kunden und zur> Inbetriebnahme muss.> Er ist ein Stütze der Firma.
Klar, ein frisch eingestellter Bachelor muss genau das machen! Was muss
man rauchen um solche Erwartungshaltungen zu haben?
Berater schrieb:> Außerdem gibt es eiserne Regeln, die nicht gebrochen werden.
Lahme Ausrede. Einfach ein paar Bewerbungen raushauen und schauen, wer
bereit ist was zu zahlen, dann wird sich schon zeigen, was geht.
Btw.: Es macht schon Eindruck, wenn man sich mit den Ambitionen woanders
bewirbt.
E. S. schrieb:> sollte er lieber zusehen seinen Master fertig zu machen und> kann dann Forderungen stellen.
Wie schon gesagt: Wenn er erst dann Forderungen stellt, wird nicht viel
rumkommen. Ihr habts alle nicht so mit dem Verhandeln?
DEI schrieb im Beitrag #4958443:
> €17 ist ein Traumgehalt für einen Werkstudenten.
Nochmal: Er hab einen ABSCHLUSS und für einen fertigen Bachelor ist das
ein HUNGERLOHN!
genervt schrieb:> E. S. schrieb:>> sollte er lieber zusehen seinen Master fertig zu machen und>> kann dann Forderungen stellen.>> Wie schon gesagt: Wenn er erst dann Forderungen stellt, wird nicht viel> rumkommen. Ihr habts alle nicht so mit dem Verhandeln?
Und du? Am besten kann man verhandeln, wenn man in einer Position der
Stärke ist, was er als Werkstudent aber wohl kaum ist, oder willst du
das bestreiten? Das trifft hier ja gleich doppelt zu, da er dort nicht
der einzige Werkstudent ist, sondern noch einige andere, die ebenfalls
"nur" 17€/h bekommen. Selbst wenn er vergleichsweise viel leistet, kann
ich da beim besten Willen keine sonderlich starke Verhandlungsposition
erkennen.
E. S. schrieb:> Selbst wenn er vergleichsweise viel leistet, kann> ich da beim besten Willen keine sonderlich starke Verhandlungsposition> erkennen.
Daher soll er auch schauen, was er woanders bekommen würde. Und selbst
wenn nicht, kann er auf andere Art pokern: Wenn sich das Studium gegen
Ende neigt, einfach woanders bewerben. Für die Abschlussarbeit muss er
ohnehin pausieren, schon dafür würde ich nach Alternativen suchen.
Wenn seine Einschätzung zu seiner Leistung richtig ist, dann wirkt es
manchmal Wunder, wenn man zeigt, dass man auf das Geld nicht angewiesen
ist.
genervt schrieb:> Wenn seine Einschätzung zu seiner Leistung richtig ist, dann wirkt es> manchmal Wunder, wenn man zeigt, dass man auf das Geld nicht angewiesen> ist.
ob man auf das geld angewiesen ist oder nicht stellt sich ja dann raus
wenn man den "hungerlohn-job" plötzlich los ist.
Wenn ich das hier so lese, wundert mich der Armutsbericht der
Regierung kein bisschen. Den Arbeitgebern macht man es ja auch
leicht und Abhilfe in Zukunft sehe ich da auch nicht kommen.
Cyborg schrieb:> Wenn ich das hier so lese, wundert mich der Armutsbericht der> Regierung kein bisschen. Den Arbeitgebern macht man es ja auch> leicht und Abhilfe in Zukunft sehe ich da auch nicht kommen.
Willkommen in der Realität, zumindest teilweise, wenn ich dich richtig
verstehe.
Joe F. schrieb:> Du jammerst auf relativ hohem Niveau.> Wenn man das mal auf 38h die Woche * 4 hochrechnet, ist das vergleichbar> mit einem Lohn von 2600 EUR.> Davon träumt mach fertig ausgebildeter Entwickler.> Und bei dir ist das zum großen Teil vermutlich steuerfrei.>> Verschiebe deine Forderungen besser auf das Einstellungsgespräch nach> dem Abschluss.>> PLC schrieb:>> nur>> fühlt es sich etwas ungerecht an Ingenieursarbeit zu leisten, aber weit>> unterm Bachelor-Stundenlohn zu liegen.>> Interessehalber: wo liegt bei euch denn so der "Bachelor-Stundenlohn"?
Was für ein Schwachsinn! Du hast sowas von keine Ahnung.
Willst du nach deinem Studium da Arbeiten? Wenn ja, dann lass es...
Wenn nicht, würde ich es zwar auch lassen, aber probieren kann man es
ja. (seien wir mal ehrlich, für andere bist DU der Werkstudent und nicht
der Ingenieur (wie wenn du als Bachelor eingestellt wärst).
Ob du pro Stunde für die Firma soviel wert bist, wie wenn du Vollzeit
eingestellt wärst, würde ich ebenfalls bezweifeln... (Wenns brennt bist
du nicht da, da du nur 2d arbeitest...)
PLC schrieb:> Wie seht ihr das? Wäre mehr gerechtfertigt?
IMHO hast du eine schlechte Verhandlungsposition. Entweder machst du es
für 17€/h oder du wirst halt gegen einen billigeren Werkstudenten
eingetauscht.
Das Gehalt ist - für eine normale Festanstellung als Student - schon
ziemlich gut. Zumal du wirklich nahezu alles von den Steuern abgesetzten
kannst. Da ist dein Netto ziemlich nah am Brutto.
Interessant wird es, wenn es irgendwann den Übergang zur regulären
Anstellung als Ingenieur geht. Dort solltest du einen guten
Verhandlungshebel (= Arbeitsverträge von anderen Arbeitgebern)
einsetzen, sonst bekommst du oftmals (und aus eigener Erfahrung) einen
verdammt schlechtes Gehalt. Da wird darauf gepokert, das du nichts
anderes hast und folglich alles akzeptieren musst.
Und nicht vergessen: Befristete Arbeitsverträge hebeln, ohne
entsprechende Klauseln, dein Kündigungsrecht vor Vertragsende nahezu
aus!
adal schrieb:> Und nicht vergessen: Befristete Arbeitsverträge hebeln, ohne> entsprechende Klauseln, dein Kündigungsrecht vor Vertragsende nahezu> aus!
nur auf dem Papier.
In der Praxis nicht. In hartnäckigen Fällen hilft Dienst streng nach
Vorschrift und gelbe Urlaubsscheine. Damit bekommt man die Zustimmung
des Arbeitgebers zur Kündigung recht schnell...
PLC schrieb:> Die Arbeit ist schon stressig, aber macht mir Spaß, nur> fühlt es sich etwas ungerecht an Ingenieursarbeit zu leisten, aber weit> unterm Bachelor-Stundenlohn zu liegen.>> Wie seht ihr das? Wäre mehr gerechtfertigt?
Du nix Inschenör, du Student. Du wollen Geld wie Bätschelor? Du machen
fertig Studium.
Du lernen lesen deutsche Sprache?
genervt schrieb:> E. S. schrieb:>> Jammern auf hohem Niveau trifft beim Strangersteller voll ins Schwarze.>> Der TE hat einen ABSCHLUSS!
Jungejungejungejunge
Karsten B. schrieb:> Du lernen lesen deutsche Sprache?>> genervt schrieb:>> E. S. schrieb:>>> Jammern auf hohem Niveau trifft beim Strangersteller voll ins Schwarze.>>>> Der TE hat einen ABSCHLUSS!> Jungejungejungejunge
?
E. S. schrieb:>>> Der TE hat einen ABSCHLUSS!>> Jungejungejungejunge>> ?
Naja, Bachelor hiess bei 'uns' früher mal Vordiplom und nicht Abschluss.
Feuer frei...
Joe F. schrieb:> E. S. schrieb:>>>> Der TE hat einen ABSCHLUSS!>>> Jungejungejungejunge>>>> ?>> Naja, Bachelor hiess bei 'uns' früher mal Vordiplom und nicht Abschluss.> Feuer frei...
Du bist ewig gestrig. Der heutige Bachelor ist mindestens so gehaltvoll,
wenn nicht sogar besser als Euer Dipl.-Ing. (FH), wobei das Kürzel (FH)
ich immer seltener sehe. Als ob es das sehr selten gegeben hätte,
hhhmmm???
PLC schrieb:> dasselbe, egal ob sie bereits Bachelor sind oder nicht. Der aktuelle> Stundenlohn beträgt ca 17€.
Da gabs schon vor über 10 Jahren mehr, ohne ersten Abschluss.
Wenn ich die Aufgabenbeschreibung sehe ist das Gehalt noch lächerlicher,
egal ob er dort als Werkstudent angestellt ist oder nicht. Entscheidend
ist der Abschluss und die Tätigkeit und sich hier mit 17€ abspeisen zu
lassen ist mehr als dumm. Da wäre es sinnvoller den Job an den Nagel zu
hängen und die Zeit für einen schnelleren Abschluss als Master zu
nutzen.
Merkt ihr Bachelordeppen nicht wie ihr euch selber die Gehälter in den
Keller absenkt? So dumm wäre nicht mal ein BWLer sich auf solche
Angebote einzulassen. Ingenieure waren ja noch nie die Hellsten wenn es
um Gehaltsverhandlungen geht, die glauben jeden Scheiss den man ihnen
als Ausrede auftischt, die idealen Ausbeutungsopfer.
Türsteher an der Ritze, St. Pauli schrieb:> Merkt ihr Bachelordeppen nicht wie ihr euch selber die Gehälter in den> Keller absenkt? So dumm wäre nicht mal ein BWLer sich auf solche> Angebote einzulassen. Ingenieure waren ja noch nie die Hellsten wenn es> um Gehaltsverhandlungen geht, die glauben jeden Scheiss den man ihnen> als Ausrede auftischt, die idealen Ausbeutungsopfer.
Was ist denn los hier? Wo gab es vor 10 Jahren schon mehr für einen
Werkstudenten?
€ 17,- müssen auch erst mal vom so verhassten Chef verdient werden. Und
da müssen alle mitmachen und nicht nur mit dem Fuß aufstampfen "Ich bin
Bachelor, gebt mir mehr!". Das ist die typisch linke Handaufhaltmethode
gegen das verhasste Unternehmertum.
Links? schrieb:> € 17,- müssen auch erst mal vom so verhassten Chef verdient werden. Und> da müssen alle mitmachen und nicht nur mit dem Fuß aufstampfen "Ich bin> Bachelor, gebt mir mehr!". Das ist die typisch linke Handaufhaltmethode> gegen das verhasste Unternehmertum.
Oder typisch konservatives Schmarotzertum: Leistung wollen aber die
Zeche prellen.
Links? schrieb:> € 17,- müssen auch erst mal vom so verhassten Chef verdient werden. Und> da müssen alle mitmachen und nicht nur mit dem Fuß aufstampfen "Ich bin> Bachelor, gebt mir mehr!". Das ist die typisch linke Handaufhaltmethode> gegen das verhasste Unternehmertum.
Wenn der Chef problem hat, mit der Arbeit 17€ + NK zu erwirtschaften,
dann ist er ein Vollpfosten, aber kein Unternehmer.
Vielleicht ist (ihm) die Arbeit nicht mehr wert, denn
es dürfte kaum ein strategisch wichtiges Produkt sein, das eine 40%
Anfängerkraft alleine entwickelt...
genervt schrieb:> Wenn der Chef problem hat, mit der Arbeit 17€ + NK zu erwirtschaften,> dann ist er ein Vollpfosten, aber kein Unternehmer.
Ach so.
Dann bist du ja auch sicher bereit ab sofort 25 EUR Versandkosten für
die nächste Bestellung bei Ali zu bezahlen, damit die Paketzusteller
endlich mal angemessen bezahlt werden können.
Joe F. schrieb:> genervt schrieb:>> Wenn der Chef problem hat, mit der Arbeit 17€ + NK zu erwirtschaften,>> dann ist er ein Vollpfosten, aber kein Unternehmer.>> Ach so.> Dann bist du ja auch sicher bereit ab sofort 25 EUR Versandkosten für> die nächste Bestellung bei Ali zu bezahlen, damit die Paketzusteller> endlich mal angemessen bezahlt werden können.
Du setzt Ali den Paketzusteller mit einem Masteranden gleich?
Joe F. schrieb:> genervt schrieb:>> Wenn der Chef problem hat, mit der Arbeit 17€ + NK zu erwirtschaften,>> dann ist er ein Vollpfosten, aber kein Unternehmer.>> Ach so.> Dann bist du ja auch sicher bereit ab sofort 25 EUR Versandkosten für> die nächste Bestellung bei Ali zu bezahlen, damit die Paketzusteller> endlich mal angemessen bezahlt werden können.
hmmm... Ok, so dass du es auch kapierst: Wenn der Gärnermeister ein
Problem damit hat, mit seinen Arbeitern für einen Stundensatz, der
deutlich unter dem marküblichen liegt zu wirtschaften, dann ist er ein
Bock und kein Gärtner.
Kommt deine Putze auch für 2€ die Stunde schwarz vorbei? Nein?
Putzfrauenmangel?
Joe F. schrieb:> genervt schrieb:>> der>> deutlich unter dem marküblichen liegt zu wirtschaften>> Das Ding ist halt, dass 17 EUR schon über dem marktüblichen liegen...> Die Spanne liegt in der Regel zwischen 8,50 und 15 EUR.
Martüblich für einen fertigen Bachelor wäre so um die 27€.
genervt schrieb:> Martüblich für einen fertigen Bachelor wäre so um die 27€.
Im Angestelltenverhältnis, 5 Tage die Woche anwesend.
Das wurde bereits diskutiert.
Im vorliegenden Fall handelt es sich um einen Werkstudenten.
genervt schrieb:> Lachhaft, es gibt keinen Grund warum das nicht auch mit "nur" 2 Tagen> ginge.
Weil die erforderliche Projektzeit sich dann auf das 2,5-fache
verlängert.
Klar, ist natürlich das Versagen des Chefs, dass dieser Vollpfosten das
dem Kunden nicht richtig erklären kann.
"Sorry, kostet das gleiche, braucht aber 2,5x so lange, weil
Werkstudent, ist halt nicht so oft da."
ROFL.
genervt schrieb:> Lachhaft, es gibt keinen Grund warum das nicht auch mit "nur" 2> Tagen> ginge.
Ganz einfach, weil er am ersten Arbeitstag der Woche nicht weit kommt,
da er sich erst wieder reinfinden und erarbeiten muss, was er nach dem
zweiten Arbeitstag schon wieder vergessen hat.
Er arbeitet also effektiv nur 1,5 Tage die Woche. So ein Leben hätte ich
auch gerne. Ich brüte eher 7 Tage die Woche über meine Arbeit.
Joe F. schrieb:> genervt schrieb:> Lachhaft, es gibt keinen Grund warum das nicht auch mit "nur" 2 Tagen> ginge.>> Weil die erforderliche Projektzeit sich dann auf das 2,5-fache> verlängert.> Klar, ist natürlich das Versagen des Chefs, dass dieser Vollpfosten das> dem Kunden nicht richtig erklären kann.> "Sorry, kostet das gleiche, braucht aber 2,5x so lange, weil> Werkstudent, ist halt nicht so oft da."> ROFL.
Die guten Freelancer kriegst du auch nicht 5 Tage die Woche, weil die
auf mehreren Projekten parallel sitzen, das ganze natürlich für bis zu
100€ die Stunde. Komisch, da ist das kein Problem...
Berater schrieb:> genervt schrieb:> Lachhaft, es gibt keinen Grund warum das nicht auch mit "nur" 2 Tagen> ginge.>> Ganz einfach, weil er am ersten Arbeitstag der Woche nicht weit kommt,> da er sich erst wieder reinfinden und erarbeiten muss, was er nach dem> zweiten Arbeitstag schon wieder vergessen hat.>> Er arbeitet also effektiv nur 1,5 Tage die Woche. So ein Leben hätte ich> auch gerne. Ich brüte eher 7 Tage die Woche über meine Arbeit.
Darfst nicht von dir auf andere schließen, nur weil du Probleme hast
und 24/7 dranhängen musst um "Leistung" zu bringen...
er_nervt schrieb:> Die guten Freelancer kriegst du auch nicht 5 Tage die Woche, weil die> auf mehreren Projekten parallel sitzen, das ganze natürlich für bis zu> 100€ die Stunde.
Lass' mich raten. Du bist einer von denen?
Joe F. schrieb:> er_nervt schrieb:> Die guten Freelancer kriegst du auch nicht 5 Tage die Woche, weil die> auf mehreren Projekten parallel sitzen, das ganze natürlich für bis zu> 100€ die Stunde.>> Lass' mich raten. Du bist einer von denen?
Lass den Freelancer weg und ersetzt den Stundenlohn durch IGM Tarif,
dann passt es.
qwertz schrieb:>> Klar, knapp 32000 Jahresbrutto als Entwicklungsingenieur.>> Das ist auch im Rhein-Main-Gebiet nicht unüblich.
Dann aber eher am Rande in Butterstadt. Zählt auch zum Gebiet. Oder
Seligenstadt. Oder man hat sonst nix gefunden und muss das annehmen. Ab
40k (+- 2-3 k je nach Situation) sollte man einsteigen können. Alles
darunter ist schlecht. Aber wenn man Nix anderes findet dann nimmt man
das und versucht es in einem Jahr wieder, nur diesmal mit mehr Erfahrung
etc.
genervt schrieb:> hmmm... Ok, so dass du es auch kapierst: Wenn der Gärnermeister ein> Problem damit hat, mit seinen Arbeitern für einen Stundensatz, der> deutlich unter dem marküblichen liegt zu wirtschaften, dann ist er ein> Bock und kein Gärtner.
Apropos Gärtner: Die Aushilfen beim örtlichen Baumschnitt und
Heckenservice
bekommen 15€/h, die nehmen jeden Schüler der noch nie ne Spaten in der
Hand hatte, ich hatte neulich so ne Truppe hier die den Heckenschnitt
abholte. Zwei Schulkinder und einen Studenten, die habe ich gefragt was
sie bekommen.
Wer als Bachelor für 17€/h in seinem Beruf arbeitet (ob Werkstudent,
Halbtags oder nur bei Vollmond ist abolut irrelevant), sass wohl zu
lange vorm Rechner und hat den Bezug zum realen Leben verloren und wird
dafür gnadenlos verarscht. Und euren Mindestlohn könnt ihr euch auch als
Argument sparen, den bekommt hier keiner, weil dafür keiner arbeitet,
nicht mal Spargelstecher, da gehts irgendwo bei knapp unter 10€ los,
weil sonst nicht mal der Pole kommt.
doedelsack schrieb im Beitrag #4960904:
> Mir wurden in München (!) €12-14 als Info-Bachelor und €13,5-15> Info-Master angeboten.>> Das ist leider so.
Von wem?
Leihbuden, KMU, ...?
Türsteher an der Ritze, St. Pauli schrieb:> da gehts irgendwo bei knapp unter 10€ los,> weil sonst nicht mal der Pole kommt.
Die Polen sind zu teuer, daher kommen eher die Rumänen, die sind
günstiger.
Ich fasse es mal einfach zusammen:
Wenn der sich seltsamerweise nicht mehr meldende TO mehr will, dann soll
er es verlangen. Wenn er oder seine Arbeit mehr wert ist, wird er es
bekommen. Und wenn es nicht klappt und er unzufrieden mit der Situation
ist, dann soll er wechseln.
Die Sache hat einen kleinen Haken: wenn seine Selbsteinschätzung nicht
mit der Realität zusammenpasst, könnte so natürlich ein Dauerwechsler
aus ihm werden...
Lothar M. schrieb:> Ich fasse es mal einfach zusammen:> Wenn der sich seltsamerweise nicht mehr meldende TO mehr will, dann soll> er es verlangen. Wenn er oder seine Arbeit mehr wert ist, wird er es> bekommen.
Der TO hat doch schon gute Gründe geliefert, warum seine Arbeit mehr
wert sein könnte.
Die muss er nur noch seinem Chef mitteilen.
doedelsack schrieb im Beitrag #4960904:
> Mir wurden in München (!) €12-14 als Info-Bachelor und €13,5-15> Info-Master angeboten.>> Das ist leider so.
Ich hatte 15 schon im ersten Semester. Irgendetwas hast du falsch
gemacht. Ich habe allerdings statistische Analysen gemacht und war quasi
unersetzbar. Die Chefs redeten schon nach 2 Monaten unbedingt verlängern
zu wollen... Bei 10 Monate Restvertrag
Statistiker schrieb:> Ich hatte 15 schon im ersten Semester. Irgendetwas hast du falsch> gemacht. Ich habe allerdings statistische Analysen gemacht und war quasi> unersetzbar. Die Chefs redeten schon nach 2 Monaten unbedingt verlängern> zu wollen... Bei 10 Monate Restvertrag
Ausnahmen und unverschämte Angebote gibt es immer, wenn man es sich
leisten kann, lehnt man diese ab.
Wieso ist man bei statistischen Analysen unersetzbar?
Chefs reden oft gerne viel, um Leute bei der Stange zu halten.
Was ist das überhaupt für eine Gurkenfirma, wenn sich mit der Firmware
nur der Werkstudent auskennt, der zwei Tage die Woche da ist?
Entweder ist das von der Firma Diletantismus hoch drei oder das Projekt
ist eh völlig irrelevant.
Bezüglich Gehaltsforderung: als Werkstudent mit Bachelor soll er besser
mal kleine Brötchen backen und die Füße still halten. Jeder hat mal
klein angefangen.
Ich schrieb:> Ausnahmen und unverschämte Angebote gibt es immer, wenn man es sich> leisten kann, lehnt man diese ab.>> Wieso ist man bei statistischen Analysen unersetzbar?>> Chefs reden oft gerne viel, um Leute bei der Stange zu halten.
Du findest nicht viele Leute, die Ahnung von Statistik und Machine
Learning haben. Als Data Mining Experte bist du konkurrenzlos.
Informatiker können zwar tum Teil ML, aber haben sonst keine Ahnung von
Statistik, genauso wie reine Mathematiker.
Kein wunder, an meiner Uni waren wir nur 20 Leute am Ende des Bachelors
von Anfangs 120.(LMU)
doedelsack schrieb im Beitrag #4961034:
> An der LMU gibt es auch den Master-Studiengang Data Science, der die von> dir beschriebene Nische zu füllen versucht. Ich erwäge, mich dort zu> bewerben. Kannst du etwas darüber sagen?
Der Studiengang richtet sich an LMU Studenten, die:
1. Informatik-Bachelor mit Nebenfach Statistik
oder Statistik-Bachelor mit Nebenfach Informatik(was ich habe)
2. Notendurchschnitt >1,5(was ich nicht habe)
haben.
Diese Kombis gibt es soweit ich weiß an keiner anderen Uni außer vllt.
TU Dortmund.
Ich empfehle zwei Möglichkeiten:
Statistik Bachelor mit Nebenfach Informatik, dann Master Informatik
Informatik Bachelor mit Nebenfach Statistik, dann Master Statistik.
Diese sind dem Studiengang Data Science überlegen.
Ersteres ist besser, wenn man mit Bachelor einsteigen will.
Im Endeffekt aber zählt Berufserfahrung vor allem in Data Mining am
meisten, sprich Werkstudent und viel, viel, viel Eigeninitiative. Man
lernt an der Uni nicht das Wissen, was man im Data Mining braucht(zu
wenig Praxis).
PLC schrieb:> Wie seht ihr das? Wäre mehr gerechtfertigt?
das musst DU doch wissen, man geht mit gradem Rücken zum Chef bringt
seine Argumente vor und wird sehen, das hatte ich schon erfolgreich als
Student vor den Abschlüssen gekonnt. Der Chef verstand meine Argumente
und es gab mehr.
Wenn der Chef deine Argumente nicht versteht warst du schlecht im
Argumentieren oder deine Arbeit ist nicht mehr wert.
PLC schrieb:> Momentan studiere ich im Master und bin nebenbei für 2 Tage/Woche> Werkstudent bei einem Mittelständler.> Der aktuelle Stundenlohn beträgt ca 17€.>> Ich bin seit rund 2 Jahren in der Abteilung und habe eigene Projekte und> aktuell ein Produkt für das ich alleine die Firmware entwickle.> An meinem Standort bin ich der einzige, der> was von dem Thema im Hinblick auf die Firmware versteht.>> Neben mir gibt es noch einen FW-Entwickler in der Abteilung, der jedoch> demnächst für 4 Monate weg ist.>
20€
Wenn Cheffe eine Revolution befürchtet, dann versprichst du ihm
Vertraulichkeit.
Begrenze auf 70 Tage pro Jahr -->
https://de.wikipedia.org/wiki/Geringf%C3%BCgige_Besch%C3%A4ftigung#Kurzfristige_Besch.C3.A4ftigung
Wichtiger Hinweis an alle nervenschwachen Leser:
-----------------
Nicht mehr weiter lesen, Gerät sofort abschalten!
70 Tage je 8h zu 20€/h = 11.200€ netto ;)
Entspricht bei 40h/W Vollzeitjob 3.520€ Nettogehalt :)
Jetzt toben sie :))
Frage zu Data Science:
Könnt ihr konkrete Bsp. für Data Mining Tätigkeiten bringen? Bin mir
nicht sicher, was das genau sein soll. Recherche nach Daten, nicht
Google, sondern irgendwie mehr "fancy"?
Jo S. schrieb:> 70 Tage je 8h zu 20€/h = 11.200€ netto ;)>> Entspricht bei 40h/W Vollzeitjob 3.520€ Nettogehalt :)
Das Arbeitsjahr hat etwa 220 Tage * 8 Stunden, also 1760 Stunden, somit
hast du mit 70 Stunden 3,82 Monate und effektiv etwa unter 3k€
Wenn er am 2. Januar angefangen hätte 5 Tage die Woche zu arbeiten, wäre
er Ende dieser Woche mit seiner "Jahresleistung 2017" fertig.
Soviel zu "wie viel kann ein 2-Tage-die-Woche-Arbeiter in etwa wuppen".
Abgaben- und steuerfrei
Statistiker schrieb:> Es gibt welche, die kriegen 25 die stunde. Tut nicht so, als wär 17 viel.
20€ sind der Stundenlohn eines jungen Facharbeiters.
80€/h würde ein Leih-Ing. mit spezifischer BE kosten.
Meine vorgeschlagenen 20€ sind eigentlich schon lächerlich wenig.
Schon merkwürdig,
wenn ich so manche Beiträge lese, krieg ich den Eindruck, dass der Euro
schon eine währungstechnische Hyperinflation durchläuft.
Also alle mal wieder runterkommen, soweit ist es noch nicht.
Und wie verhält es sich mit Euren Aussagen der Absolventenschwemme!?
Ein bisschen mehr Kohärenz, Konsistenz und Stringenz im Denken täten
Euch alle mal gut.
Wieso macht man denn eine Werkstudententätigkeit oder ein freiwilliges
Praktikum? Um Geld zu verdienen oder um Erfahrung zu sammeln und
Kontakte zu knüpfen? Ich bevorzuge letzteres und da verziechte ich gerne
auf die paar Euros. Ich kenne viele Leute, die bei Konzernen als
Werkstudent arbeiten und zwischen 12 und 14€ die Stunde verdienen. Das
reicht vollkommen aus, um die Miete zu bezahlen und sich mit Essen zu
versorgen. Will man einen hohen Lebensstandard als Student oder viel
Geld sparen? Dann ist man bei einer Werkstudententätigkeit an der
falschen Stelle.
Es ist echt lächerlich, wie es den meisten Leuten hier im Forum nur ums
Geld geht.
Gigolo schrieb:> Um Geld zu verdienen oder um Erfahrung zu sammeln und> Kontakte zu knüpfen?
ODER? Warum denn oder? Das eine schließt doch das andere nicht aus!
Ich verdiene doch auch ganz gut, sammle Erfahrung und erweitere meinen
Horizont, knüpfe kontakte ect...
Gigolo schrieb:> Will man einen hohen Lebensstandard als Student oder viel Geld sparen?> Dann ist man bei einer Werkstudententätigkeit an der falschen Stelle.
Dann sollte man tatsächlich einfach die 2 Tage pro Woche schneller
studieren (weil man dann auch weniger Geld zu verprassen hat, kann man
auch am Wochenende lernen) und danach als "richtiger" Ingenieur
"richtig" Geld machen.
> Es ist echt lächerlich, wie es den meisten Leuten hier im Forum nur ums> Geld geht.
Manchmal könnte man tatsächlich den Eindruck bekommen, das wäre alles,
was manche wollen und haben...
Lothar M. schrieb:>> Es ist echt lächerlich, wie es den meisten Leuten hier im Forum nur ums>> Geld geht.> Manchmal könnte man tatsächlich den Eindruck bekommen, das wäre alles,> was manche wollen und haben...
Konfusius sagt: Ihr tauscht Lebenszeit gegen Geld. Wer mehr Geld hat,
braucht weniger Lebenszeit einzutauschen!
Joe F. schrieb:> Laozi: "Wo man nehmen will, muss man geben"
Eben, nur scheint es bei den Nerds so eine Art Stockholm-Syndrom zu
geben: Der Lässt mich das machen, was mich ohnehin interessiert, da kann
ich doch kein Geld dafür nehmen...
genervt schrieb:> Joe F. schrieb:> Laozi: "Wo man nehmen will, muss man geben">> Eben, nur scheint es bei den Nerds so eine Art Stockholm-Syndrom zu> geben: Der Lässt mich das machen, was mich ohnehin interessiert, da kann> ich doch kein Geld dafür nehmen...
Darum geht es gar nicht. Geld verdienen ist schön und gut, aber das
sollte während dem Studium nicht oberste Priorität sein. Im Studium (und
in den ersten Jahren nach dem Studium) geht es darum zu lernen und sich
weiterzubilden. Darauf ist das Studium doch ausgerichtet und deswegen
wurden Universitäten (nicht die FHs) gegründet. Vor Jahrzehnten hat man
wirklich nur studiert, weil man sich für das Fach interessiert hat.
Heutzutage studiert einfacher jeder, der bis drei zählen kann, um
anschließend richtig Patte zu machen. Das ist die völlig falsche
Vorgehensweise. Und genau durch diese Vorgehensweise kommen dann solche
Diskussionen zu stande. An den TO: Mach dir keine Gedanken bezüglich des
Stundenlohns. Wenn du wirklich so eine gute Arbeit leistest, dann kannst
du nach dem Studium hoch genug einsteigen.
Gigolo schrieb:> Darum geht es gar nicht. Geld verdienen ist schön und gut, aber das> sollte während dem Studium nicht oberste Priorität sein. Im Studium (und> in den ersten Jahren nach dem Studium) geht es darum zu lernen und sich> weiterzubilden.
Ich dachte, ich hätte mich verständlich ausgedrückt: Das eine schließt
das andere nicht aus.
Zudem machst du einen Denkfehler: Du lernst als MINTler lebenslang. Wenn
du denkst, dass du nur in den ersten paar Jahren darum geht, zu lernen,
dann heulst du später hier im Forum rum, dass man mit 40 keinen neuen
Job mehr kriegt.
genervt schrieb:> Gigolo schrieb:> Darum geht es gar nicht. Geld verdienen ist schön und gut, aber das> sollte während dem Studium nicht oberste Priorität sein. Im Studium (und> in den ersten Jahren nach dem Studium) geht es darum zu lernen und sich> weiterzubilden.>> Ich dachte, ich hätte mich verständlich ausgedrückt: Das eine schließt> das andere nicht aus.
Tut es auch nicht, aber wenn man vor der Wahl steht, ob Geld oder
Erfahrung, dann wähle ich aufjedenfall die Erfahrung. Erfahrung scheint
der TO in seiner Tätigkeit doch zu sammeln, also warum muss man dann
über das Geld meckern (obwohl 17€ meiner Meinung nach schon recht
ordentlich ist).
> Zudem machst du einen Denkfehler: Du lernst als MINTler lebenslang. Wenn> du denkst, dass du nur in den ersten paar Jahren darum geht, zu lernen,> dann heulst du später hier im Forum rum, dass man mit 40 keinen neuen> Job mehr kriegt.
Habe ich etwa behauptet, dass man sich anschließend gar nicht
weiterbilden soll? Natürlich gehört das durch die ganze Karriere hinweg
dazu, aber in 10 Jahren spielt Geld eine größere Rolle als direkt nach
dem Studium (Familie dies das). Am Anfang sollte man sich auf die
Bildung konzentrieren, weil wenn du das nicht machst, "dann heulst du
später hier im Forum rum, dass man mit 40 keinen neuen Job mehr kriegt".
Der Grund hierfür ist (bevor du meinen Post wieder falsch verstehst und
nicht einen Schritt weiter denkst) , dass du dann nicht mehr so viel
Zeit hast (verglichen mit der Zeit im Studium), dich intensiv mit
aktuellen Themen und Innovationen deines Fachgebietes
auseinanderzusetzen.
Gigolo schrieb:> Wieso macht man denn eine Werkstudententätigkeit oder ein> freiwilliges> Praktikum? Um Geld zu verdienen oder um Erfahrung zu sammeln und> Kontakte zu knüpfen? Ich bevorzuge letzteres und da verziechte ich gerne> auf die paar Euros. Ich kenne viele Leute, die bei Konzernen als> Werkstudent arbeiten und zwischen 12 und 14€ die Stunde verdienen. Das> reicht vollkommen aus, um die Miete zu bezahlen und sich mit Essen zu> versorgen. Will man einen hohen Lebensstandard als Student oder viel> Geld sparen? Dann ist man bei einer Werkstudententätigkeit an der> falschen Stelle.>> Es ist echt lächerlich, wie es den meisten Leuten hier im Forum nur ums> Geld geht.
Ich konnte immer 600 bis 700 euro im Monat sparen als Werkstudent.
Hotel Mama eben. Dafür konnte ich Sprachreisen nach Asien bezahlen. Muss
man halt wissen was man machen will.. Entweder alleine leben und
kronisch pleite sein oder eben sein Studium genießen bei Mama zu Hause.
Selbstständigkeit hab ich dann eben im Ausland gelernt. Quasi eine
Win-Win-Situation.
genervt schrieb:> Die guten Freelancer kriegst du auch nicht 5 Tage die Woche, weil die> auf mehreren Projekten parallel sitzen, das ganze natürlich für bis zu> 100€ die Stunde. Komisch, da ist das kein Problem...
Bizzarer Thread!
Der TO hat einen Bachelor in der Tasche und jede Menge Möglichkeiten.
Zum Beispiel:
1. Er kann so ein guter Freelancer wie von Dir erwähnt für die 100€
Stunde werden.
Da gehört nur leider Mut und viele weitere Skills dazu!
2. Er kann als Bachelor anheuern und ein Bachelor-Gehalt bekommen.
3. Er kann den Master in Vollzeit ohne Werkstudententätigkeit machen.
4. Er kann den Master im Rahmen einer Werksstudententätigkeit machen.
Dieser Punkt 4 ist grundsätzlich von allen 3 oberen verschieden!
Aaaaber - die Welt ist trotzdem so ungerecht.
Und jeder AG ist diskussionslos ein Drecks*ck.
Der TO sieht das sicher nicht so extrem - aber Du, Herr "genervt" in
jedem Fall!
Lehn Dich zurück, reflektiere Dein Leben und überlege, wo Du was
verbessern kannst.
Dann musst Du nicht Deinen Hass auf andere projezieren.
Gigolo schrieb:> Es ist echt lächerlich, wie es den meisten Leuten hier im Forum nur ums> Geld geht.
Naja, als Gigolo verdienst du dir deinen hohen Lebensstandard eben auf
andere Weise ..... ;)
genervt schrieb:> Eben, nur scheint es bei den Nerds so eine Art Stockholm-Syndrom zu> geben: Der Lässt mich das machen, was mich ohnehin interessiert, da kann> ich doch kein Geld dafür nehmen...
Mit solchen Billigdödels finanziert sich Joe F. sein easylife ;)
Fakt ist, dass PLC nicht nur dumme Excel Rumschubserei erldigt sondern
produktiv eingesetzt wird.
Wieso sollt er denn nicht mehr verlangen?
Momentan wird er ja eher unterbezahlt.
Markus H. schrieb:> Fakt ist, dass PLC nicht nur dumme Excel Rumschubserei erldigt> sondern> produktiv eingesetzt wird.> Wieso sollt er denn nicht mehr verlangen?> Momentan wird er ja eher unterbezahlt.
Na und? Er sammelt Erfahrung, das ist als frischer Bachelor sehr viel
wichtiger. Es bekommen nun mal alle Werkstudenten den gleichen Lohn in
der Firma, das ist doch auch in Ordnung so. Er soll erst mal kleine
Brötchen backen und sich langsam hocharbeiten, und vor allem weniger
jammern.
Qwertz schrieb:> Markus H. schrieb:>> Fakt ist, dass PLC nicht nur dumme Excel Rumschubserei erldigt>> sondern>> produktiv eingesetzt wird.>> Wieso sollt er denn nicht mehr verlangen?>> Momentan wird er ja eher unterbezahlt.>> Na und? Er sammelt Erfahrung, das ist als frischer Bachelor sehr viel> wichtiger. Es bekommen nun mal alle Werkstudenten den gleichen Lohn in> der Firma, das ist doch auch in Ordnung so. Er soll erst mal kleine> Brötchen backen und sich langsam hocharbeiten, und vor allem weniger> jammern.
Ja die Erfahrung sammelt er mit mehr Gehalt auch.
Nach der Gehaltsverhandlung bekommen dann wohl nicht mehr alle gleich
viel - würdest du dich nicht auch beschweren, wenn du mit mehr
Verantwortung genausoviel bekommst wie andere Kollegen?
Ich weiß nicht was das mit Jammern zu tun haben soll. Wenn er es wert
ist soll er es doch versuchen. Was soll denn der Chef sagen - deine
Gehaltsvorstellungen sind so frech, dass ich dich nicht mehr verlängere,
auch wenn er dann gar niemanden mehr hat?
Gigolo schrieb:> Mach dir keine Gedanken bezüglich des> Stundenlohns. Wenn du wirklich so eine gute Arbeit leistest, dann kannst> du nach dem Studium hoch genug einsteigen.
Ne dann stehen genug Deppen bereit die sich genauso verarschen lassen.
Wenn er nach dem "Erfahrung sammeln" endlich mal mehr Geld sehen will
wird er vor die Tür gesetzt, den Job kann auch ein unerfahrener machen,
hat er ja selbst bewiesen. Er macht jetzt schon die gute Arbeit nicht
später, dafür will er jetzt entspr. vergütetet werden. Ich geh beim
Bäcker auch keine Brötchen kaufen und rede mich damit raus dass er ja
erst frischgebackener Bäcker ist und erst mal die Hälfte zahle, er solle
erst mal Erfahrung sammeln, später zahle ich dann mehr Geld.
Deshalb ist es unklug sich von Anfang an mit dummen Floskeln und
mickrigem Gehalt abspeisen zu lassen, er schneidet sich damit ins eigene
Fleisch. Klar den Arbeitgeber freut das, wenn er so die Leute
erfolgreich und billig verarschen kann, bist sicher auch einer sonst
würdest du nicht so einen einlullenden Stuss zusammenschreiben.
Qwertz schrieb:> Es bekommen nun mal alle Werkstudenten den gleichen Lohn in der Firma,> das ist doch auch in Ordnung so.
Da ist die Lösung doch einfach: er kündigt den Werkstudentenvertrag und
lässt sich als Teilzeitmitarbeiter einstellen.
Türsteher an der Ritze, St. Pauli schrieb:> Ich geh beim Bäcker auch keine Brötchen kaufen und rede mich damit raus> dass er ja erst frischgebackener Bäcker ist und erst mal die Hälfte> zahle, er solle erst mal Erfahrung sammeln, später zahle ich dann mehr> Geld.
In der Firma dort gibt es eine Regel: alle Werkstudenten bekommen gleich
viel. Und wo war jetzt nochmal das Problem?
Zudem hat der TO eh' kein ernsthaftes Interesse an Vorschlägen, sonst
hätte er sich ja wieder mal gemeldet und nicht nur eine Frage so
hingerotzt...
Das Problem bei Firmen, wo Werkstudenten alle dasselbe verdienen, ist
eben, dass das nicht wirklich leistungsgerecht ist. Wenn eine BWL-Tante,
die nur Kaffee kocht und Briefe verteilt genauso viel verdient wie ein
ITler, der für Production entwickelt, läuft etwas ganz gewaltig schief.
Ich würde da entweder auch mehr verhandeln oder mich verabschieden.
Jo S. schrieb:> Mit solchen Billigdödels finanziert sich Joe F. sein easylife ;)
Falsch. Angenehm wurde es, als die Dödels durch Profis ersetzt wurden.
;-) ;-)
Mal eine grundsätzliche Frage. Wenn der Werkstudent 25€/h verdienen
sollte, dann setzt man ihn doch auch gewaltig unter Druck, zu liefern.
Oder er sich selbst.
Er soll doch eben Freiräume haben, auch mal Fehler zu machen oder
zeitverzögert zu arbeiten.
Eigentlich tut dem Unternehmen für die paar Werkstudenten dieses mehr an
Geld nicht weh, aber es muss noch eine gesunde Distanz geben zw. den
Profis und dem Nachwuchs.
Statistiker schrieb:> Das Problem bei Firmen, wo Werkstudenten alle dasselbe verdienen, ist> eben, dass das nicht wirklich leistungsgerecht ist.
Herzlich willkommen in der realen Welt. Die ist nicht
"leistungsgerecht". Oder wo könnte man sowas auch nur annähernd
beobachten? Doch bestenfalls nur in (funktional oder räumlich) extrem
eng umgrenzten Bereichen. Aber niemals, wenn du ein wenig weiter
schaust...
> Wenn eine BWL-Tante, die nur Kaffee kocht und Briefe verteilt genauso> viel verdient wie ein ITler
Wer schreibt was von "verdienen". Es geht ums "bekommen".
> Ich würde da entweder auch mehr verhandeln oder mich verabschieden.
Da sagt das Personalbüro (in dem übrigens viele solcher BWL-Tanten
sitzen) dann einfach:
"Gemäß unserer Vergütungsrichtlinie für Werkstudenten: Tschüss!"
Lothar M. schrieb:> Statistiker schrieb:> Das Problem bei Firmen, wo Werkstudenten alle dasselbe verdienen, ist> eben, dass das nicht wirklich leistungsgerecht ist.>> Herzlich willkommen in der realen Welt. Die ist nicht> "leistungsgerecht". Oder wo könnte man sowas auch nur annähernd> beobachten? Doch bestenfalls nur in (funktional oder räumlich) extrem> eng umgrenzten Bereichen. Aber niemals, wenn du ein wenig weiter> schaust...
Danke für die Prise Realismus, die hier einigen Leuten wie Statistiker
offensichtlich abgeht.
Du hast als Werkstudent in einer solchen Konstellation ja auch die
Möglichkeit, deine Arbeitsleistung dem Lohn anzupassen.
Ansonsten: das Leben ist natürlich nicht gerecht, das sollte man als
erwachsener Mensch begriffen haben. Aber manchmal ist das sogar gut und
man profitiert davon. Ich zum Beispiel bin meiner Meinung nach
überbezahlt. Das ist zwar ungerecht, aber ich komme damit ganz gut
zurecht.
Qwertz schrieb:> Danke für die Prise Realismus, die hier einigen Leuten wie Statistiker> offensichtlich abgeht.
Meistens sind die Firmen nicht leistungsgerecht, wenn sie in der
Stellenangabe angeben, sie seien es. Ich war eben auch mal in solch
einer Situation am Anfang meines Studiums. Ich habe das Jahr überstanden
und konnte somit bei anderen Unternehmen fordern. Vor allem der erste
Job als Werkstudent ist derjenige, wo du am meisten ausgebeutet wirst,
vor allem wenn du was kannst. Ich wurde alle 10 Minuten mit neuen
Aufgaben bombadiert, weil die Vollzeitangestellten es nicht konnten. Am
besten ist natürlich, du kannst nichts und machst nur niedere Aufgaben
wie 95% aller Werkstudenten.
Zu gut zu sein kann auch ein Nachteil sein, vorallem weil es dir kaum
mehr Geld einbringt, nur meine Einschätzung.
Statistiker schrieb:> Ich wurde alle 10 Minuten mit neuen> Aufgaben bombadiert, weil die Vollzeitangestellten es nicht konnten.
Wohl eher, weil die keine Zeit oder Wichtigeres zu tun hatten.
> Zu gut zu sein kann auch ein Nachteil sein, vorallem weil es dir kaum> mehr Geld einbringt, nur meine Einschätzung.
Bitte auch nicht vergessen, dass das Fachliche maximal 10% (eher 5%) im
Job ausmacht. Zu gut sein riecht auch schon wieder nach einem arroganten
Besserwisser, den keiner mag.
Gigolo schrieb:> Tut es auch nicht, aber wenn man vor der Wahl steht, ob Geld oder> Erfahrung, dann wähle ich aufjedenfall die Erfahrung.
Meinst du, dass er einen 25€-Job bekommt, der weniger Erfahrung bringt?
Allgemein stiegt ja der Anspruch an die Leistung mit dem Gehalt, von
daher geht in das in der überwiegenden Mehrzahl Hand in Hand.
Zudem gibt man den teuren Leuten eher ungern die Drecksjobs, die weniger
Anspruchsvoll sind.
Statistiker schrieb:> Muss> man halt wissen was man machen will.. Entweder alleine leben und> kronisch pleite sein oder eben sein Studium genießen bei Mama zu Hause.
Du schließt von deiner Erfahrung und deinen Umständen auf alle. Die
äußeren Umstände sind bei jedem anders. Wenn die nächste Uni 150km
entfernt ist, hat man nicht die Möglichkeit bei Hotel-Mama zu wohnen und
das Geld zu sparen. Aber wem sag ich das. Du scheinst auch zu der Sorte
Menschen hier im Forum zu gehören, die so genial sind und schon als
Werkstudent allen anderen Entwickler im Unternehmen meilenweit voraus
war.
Felix schrieb:> Mal eine grundsätzliche Frage. Wenn der Werkstudent 25€/h> verdienen sollte, dann setzt man ihn doch auch gewaltig unter Druck, zu> liefern. Oder er sich selbst.> Er soll doch eben Freiräume haben, auch mal Fehler zu machen oder> zeitverzögert zu arbeiten.
Guter Punkt, danke!
Türsteher an der Ritze, St. Pauli schrieb:> Ich geh beim> Bäcker auch keine Brötchen kaufen und rede mich damit raus dass er ja> erst frischgebackener Bäcker ist und erst mal die Hälfte zahle, er solle> erst mal Erfahrung sammeln, später zahle ich dann mehr Geld.
Vergleichst du hier ernsthaft Ingenieure mit Bäcker?
Gigolo schrieb:> Felix schrieb:>> Mal eine grundsätzliche Frage. Wenn der Werkstudent 25€/h>> verdienen sollte, dann setzt man ihn doch auch gewaltig unter Druck, zu>> liefern. Oder er sich selbst.>> Er soll doch eben Freiräume haben, auch mal Fehler zu machen oder>> zeitverzögert zu arbeiten.>> Guter Punkt, danke!
Der Druck wäre auch nich größer, wenn er als Bachelor einsteigen würde.
Gigolo schrieb:> Türsteher an der Ritze, St. Pauli schrieb:>> Ich geh beim>> Bäcker auch keine Brötchen kaufen und rede mich damit raus dass er ja>> erst frischgebackener Bäcker ist und erst mal die Hälfte zahle, er solle>> erst mal Erfahrung sammeln, später zahle ich dann mehr Geld.>> Vergleichst du hier ernsthaft Ingenieure mit Bäcker?
Er vergleicht offensichtlich die Erfahrung.
genervt schrieb:> Er vergleicht offensichtlich die Erfahrung.
Das Brot eines frischgebackenen Bäckers würde ich kaufen. Ein Produkt,
welches ein Werkstudent (der auf die Hilfe der User hier im Forum für
ein recht einfach zu lösendes Problem angewiesen ist) entwickelt hat,
aufjedenfall nicht.
Gigolo schrieb:> genervt schrieb:>> Er vergleicht offensichtlich die Erfahrung.>> Das Brot eines frischgebackenen Bäckers würde ich kaufen. Ein Produkt,> welches ein Werkstudent (der auf die Hilfe der User hier im Forum für> ein recht einfach zu lösendes Problem angewiesen ist) entwickelt hat,> aufjedenfall nicht.
Man kann sich auch künstlich dumm stellen.
Qwertz schrieb:> Bitte auch nicht vergessen, dass das Fachliche maximal 10% (eher 5%) im> Job ausmacht
Wow, Qwertz, seit wann vertrittst du hier meine Standpunkte?
Du wirst ja noch ;-)
Masl schrieb:> Qwertz schrieb:>> Bitte auch nicht vergessen, dass das Fachliche maximal 10% (eher 5%) im>> Job ausmacht>> Wow, Qwertz, seit wann vertrittst du hier meine Standpunkte?> Du wirst ja noch ;-)
Ich entschuldige mich für die zufällige Überschneidung unserer
Einschätzungen. ;-)
Auf den oben genannten Punkt hat mich vor ein paar Tagen genervt
hingewiesen, und er hat recht. Immerhin kommt mir dieser Fakt, welcher
eigentlich eine Ungerechtigkeit darstellt, finanziell zu Gute. Viele
Kollegen, die mehr können als ich, verdienen weniger.
Gigolo schrieb:> Vergleichst du hier ernsthaft Ingenieure mit Bäcker?
Hmm, es gibt die Bäckereifachverkäuferin!
Warum sollte es den Bäckereifachingenieur dann nicht auch geben?
Cha-woma M. schrieb:> Hmm, es gibt die Bäckereifachverkäuferin!
Wo?
Die, die ich kenne, sind nur Bäckereifachwarenherausgeberinnen, die mir
genau das geben, was ich möchte.
Ein richtiger Verkäufer würde mir, wenn ich eigentlich nur zwei Wecken
(Semmeln, Brötchen) will, noch einen Laib Brot, sechs Brezeln und drei
Butterstreusel verkaufen.
Du beschwerst dich auf sehr, sehr hohem Niveau. Auch in München wird
kaum mehr als €12-14 für fachnahe Tätigkeiten geboten. (Entspricht
€25-30k im Jahr).
njo schrieb:> Du beschwerst dich auf sehr, sehr hohem Niveau. Auch in München> wird kaum mehr als €12-14 für fachnahe Tätigkeiten geboten. (Entspricht> €25-30k im Jahr).
Das entspricht gerade mal knapp 25k, wenn man 14€ kriegt.
Und zum xten mal: es ist ein absoluter armutsverdienst für einen
Bachelor.
Die Thematik über das Gehalt von Werkstudenten ist schon ein brisantes
Thema. Ich selbst habe im Laufe meines bisherigen Studiums schon einige
Erfahrungen diesbezüglich machen dürfen. Zuerst muss man zwischen den
Studenten unterscheiden, die im 1. Semester sind und keinen Plan haben,
wo der Hase lang läuft und Masterstudenten, die bereits über einen
Bachelor-Abschluss und fachliche Kompetenzen verfügen. Für
Studienanfänger ohne konkrete fachliche Kenntnisse, mögen die oft (meist
in dubiosen Berichten) genannten 10-15€ pro Stunde gerechtfertigt sein.
Natürlich hängt das Gehalt von der größe der Firma und dem Standort ab,
aber von der in der Politik oft benutzten Floskel "Gleiches Geld für
gleiche Arbeit" haben die meisten Firmen nie etwas gehört.
Kleines Beispiel aus eigener Erfahrung:
Zu dritt bei einem Projekt bei großem deutschem Konzern. Geleitet wurde
das Projekt von einem externen Mitarbeiter(Tagessatz etwa 600€). Dann
war da noch ein Master-Absolvent (etwa 3400€ Brutto) und meine Wenigkeit
(15€ / Stunde). Natürlich hatten wir alle unterschiedliche
Verantwortungen im Projekt, die Arbeit war aber identisch.
Schaut man sich aktuell die Stellenausschreibungen an, wollen viele
Unternehmen Werkstudenten, die alles können und nichts kosten. Wie kommt
das? Viele schreiben ja, dass Erfahrung wichtiger ist, als das Geld. Das
mag ja für die bereits angesprochenen Anfänger zutreffen. In dem hier
angesprochenen Fall liegt ja bereits ein Abschluss vor. Wer jetzt noch
mit dem Argument "Erfahrungsgewinn" kommt, kann ja selber sein ganzes
Leben als Praktikant von einem Job zum nächsten dümpeln! Als Ingenieur
sollt man immer dazulernen.
Also warum unterscheidet man beim Stundenlohn zwischen einem
Bachelor-Absolventen, der eine Vollzeitstelle besetzt und einem
Werkstudenten im Master? Die Argumente, dass ein Projekt von einem
Werkstudenten langsamer abgewickelt wird und der Werkstudent nur
20h/Woche da ist sind nur bedingt schlagkräftig.
Man liest in Stellenausschreibungen für Werkstudenten oft von fundierten
Programmier- und Programm-Kenntnissen sowie der "Unterstützung im
Tagesgeschäft". Es wird also gleiche Arbeit gefordert. Noch dreister
wird's, wenn selbstständige Planung, Durchführung und Auswertung von
Versuchsreihen in der Entwicklung durchgeführt werden sollen, aber nur
13€ bezahlt werden. Und das mit gutem Bachelor-Abschluss.
Um auf das eigentliche Thema zurück zu kommen... allen Werkstudenten den
selben Stundenlohn zu geben finde ich für wenig sinnvoll, da anscheinend
jeder eine andere Tätigkeit ausführt. Da er ja als einziger über das
Wissen zur Ausführung der Tätigkeit verfügt und somit auch die
Verantwortung für dieses Projekt hat, sollte er gute
Voraussetzungen/Argumente haben, weshalb er für die Firma unersetzlich
ist. Das momentane Gehalt von 17€/h scheint auf den ersten Blick für
viele hoch zu sein, ist es aber tatsächlich nicht. Natürlich sollte man
keine großen Gehaltssprünge erwarten, aber 20€/h sollten drin sein! Das
sind bei 80h im Monat 120€ mehr als vorher. Davon wird der Chef auch
nicht arm!
Meiner Meinung nach verkaufen sich zu viele Leute unter Wert, was ALLEN
schadet, weil dadurch die Löhne sinken. Leider findet sich immer ein
Dummer, der Erfahrung sammeln will und für umsonst arbeitet.
Ich sprach nicht davon, was man - aus wirtschaftsethischer Sicht -
verdient, sondern, was man angeboten bekommt. Mit einer Forderung nach
20 Euro ist man bei den meisten Jobs sofort raus.
Auch Bosch zahlt nur 13,50.
Qwertz schrieb:> Ich zum Beispiel bin meiner Meinung nach> überbezahlt. Das ist zwar ungerecht, aber ich komme damit ganz gut> zurecht.
Sollte das nicht "unterbezahlt" lauten? Wem gegenüber wäre das
denn ungerecht?
Gigolo schrieb:> Vergleichst du hier ernsthaft Ingenieure mit Bäcker?
Bäcker sind hochwertiger. Das ist ein Knochenjob, der schon morgens
um 3-4Uhr morgens beginnt. Der Teig ist schwer und muss von Hand noch
mal in großen Mengen vor dem Backen durch geknetet werden. Klar gibts
auch dafür Maschinen, aber wenn die Qualität stimmen soll wird man
auf Handarbeit kaum verzichten können.
Dazu mag nicht viel Intelligenz nötig sein, aber der persönliche
Energieverbrauch ist beim Bäcker erheblich höher als der
Denkprozess beim Ingenieur.
Außerdem ist die Tätigkeit des Bäckers täglich nahezu stumpfsinnig
gleich. Der Ingenieur hat da mehr mentale Abwechslung. Daher gibt es
kein Argument, warum Bäcker und Ingenieur einkommensmäßig nicht gleich
gestellt werden sollten. Durch die Schwemme an den Hochschulen fehlt
es dem Handwerk mittlerweile überall an Nachwuchs. Wenn es dann für
die Damen und Herren Akademiker keine Brötchen mehr gibt, weil keiner
mehr die backen will, möchte ich mal sehen wie die das Problem lösen
wollen.
Daheim selber backen ist nämlich nicht weniger aufwendig und da wird
sich schon aus Bequemlichkeit kein Ing. die Mühe machen wollen.
Cyborg schrieb:> Wenn es dann für> die Damen und Herren Akademiker keine Brötchen mehr gibt, weil keiner> mehr die backen will, möchte ich mal sehen wie die das Problem lösen> wollen.
OMG. Dann esse ich halt Kuchen!
Cyborg schrieb:> Qwertz schrieb:> Ich zum Beispiel bin meiner Meinung nach> überbezahlt. Das ist zwar ungerecht, aber ich komme damit ganz gut> zurecht.>> Sollte das nicht "unterbezahlt" lauten? Wem gegenüber wäre das denn> ungerecht?
Nein, überbezahlt ist schon richtig.
Ungerecht ist es im Prinzip gegenüber einigen Kollegen, die mehr können
und leisten als ich, aber weniger Lohn bekommen.
Für ein schlechtes Gewissen reicht es bei mir aber nicht, denn Geld ist
im Konzern genügend da, und die Kollegen müssen sich schon selbst um
ihre Gehaltsverhandlungen kümmern.
Mario Antoinette schrieb:> Cyborg schrieb:>> Wenn es dann für>> die Damen und Herren Akademiker keine Brötchen mehr gibt, weil keiner>> mehr die backen will, möchte ich mal sehen wie die das Problem lösen>> wollen.>> OMG. Dann esse ich halt Kuchen!
Der Michi versteht nichts von Marktwirtschaft. Werden Brötchen knapp,
steigen deren Preise und Bäcker lohnt sich wieder. So arbeitet der
Markt.
Manche können aber die Wahrheit nicht akzeptieren: Brötchen und anderes
Gebäck bekommt man heute in sehr guter Qualität sogar vom Discounter
oder Backshop. Auch die Mehrheit der Bäcker backt nur noch Teiglinge
auf. Backmischungen sind Standard. GERADE beim Kleinbäcker, der anders
gar nicht mehr leben kann. So läuft das eben.
Wenn es genug Kunden gibt, welche das Handerzeugte Bröchen für 4 EUR
kaufen, dann werden sich solche Ökobäcker halten. Wenn nicht, dann
nicht. So einfach ist das. Da braucht man keine Ideologie. Die Leute
stimmen mit den Füßen ab.
Aber das darf nicht sein, weil Brot geht nur vom Bäcker alles andere ist
"Müll" das essen nur die Schafe, nicht die Öko-Priester mit Soja-Latte
als Standessysmbol. Die verstehen nicht, warum nicht einfach alle so
denken wie die. Dann wär die Welt doch soo viel besser.
mutant schrieb:> Werkstudenten-Tätigkeiten sind nicht dazu da, um sich Autos und> Häuser> zu finanzieren, sondern um das Studium.
Man braucht schon einen arg eingeschränkten Horizont um zu glauben, daß
der Erwirtschaftete Betrag einer solchen Tätigkeit zweckgebunden ist.
genervt schrieb:> mutant schrieb:>> Werkstudenten-Tätigkeiten sind nicht dazu da, um sich Autos und>> Häuser>> zu finanzieren, sondern um das Studium.>> Man braucht schon einen arg eingeschränkten Horizont um zu glauben, daß> der Erwirtschaftete Betrag einer solchen Tätigkeit zweckgebunden ist.
Richtig, denn an geht ja nicht nur dauernd in die Arbeit, um das Studium
zu überleben, sondern man möchte sich ja auch mal was gönnen, bspw.
Mikrocontroller kaufen, Freizeitgeräte , ...
Es kommt halkt immer auf ein ausgeglichenes Verhältnis an.
Ich bin als Werksstudent bspw zeitlich sehr flexibel, aber man darf
deshalb den Lohn nicht ins Bodenlose treiben.
Auch ist es sehr mysteriös, wenn der Werksstudent, der Produktiv
Projekte gleich viel verdient genausoviel verdient wie der andere
Werksstudent, der ein bisschen im Sekretariat Dokumente durch die gegend
schiebt.
Markus H. schrieb:> Auch ist es sehr mysteriös, wenn der Werksstudent, der Produktiv> Projekte gleich viel verdient genausoviel verdient wie der andere> Werksstudent, der ein bisschen im Sekretariat Dokumente durch die gegend> schiebt.
Das ist nicht mysteriös, sondern eine gute Vorbereitung auf das spätere
Berufsleben, denn man lernt gleich, dass die Höhe des Gehalts nicht
unbedingt von produktiver Leistung abhängt. Ich zum Beispiel kann wenig
und verdiene trotzdem gut. :-)
Gut dotierte Stellen, vor allem in großen Konzernen, werden meistens nur
noch durch gesammeltes Vit. B vergeben! Werkstudi sollte man als
Investition für eine zukünftige Stelle sehen. Bei einer späteren
Festanstellung wird man auch evtl. z.B. bei einem Tarifvertrag in einer
höheren Stufe eingestuft.