100 Notebooks, man kann da ja eigentlich nur den Kopf schütteln.
Die NASA hat ein IT Problem.
Sinnvoller wäre meiner Meinung nach ein paar Redundante 19" Serverracks,
die man jederzeit gegen bessere HW austauschen kann.
Und dazu vielleicht eine Handvoll Notebooks als Thinclients um die Daten
und Software nutzen zu können.
Die Verwaltung der Daten, der Software usw. wäre dann auf diese 3
Serverracks zentralisiert.
Und man müsste so auch nicht 100 * ca. 3 kg = 300 kg an extra Nutzlast
jedes mal wieder anschieben.
8 NBs und 3 Serverracks wiegen deutlich weniger und der Austausch der HW
ist auch einfacher.
Alter Rack raus, neuer rein, fertig.
Zudem leicht austauschbar und ein redundantes System. Im Text steht
eigentlich alles. Die werden wissen was sie tun. Es gibt keinen Grund
als nicht involvierter eine Anschuldigung zu machen
Max schrieb:> Das Laptop hat den Vorteil des eigenen Akkus
Du findest sicherlich überall in der ISS irgendwo ne Steckdose und dann
ist der Computer an dem Akku der ISS angeschlossen.
> Zudem leicht austauschbar und ein redundantes System.
Das ist nicht leicht austauschbar, weil auf jedem Ding ne spezifische
Software läuft die bspw. irgendein Forschungsprojekt überwacht und das
umkopieren vom alten Notebook zum neuen mit sehr viel Aufwand verbunden
ist.
Wenn's dumm läuft, dann nutzt die alte SW noch eine Serielle
Schnittstelle des Uraltnotebooks.
Eine ausreichend gute redundants kriegt man auch mit 3 Serverracks hin.
Bei den Thin Clients wirds noch einfacher, da die nur als Ein und
Ausgabeplattform dienen.
Es hat einen guten Grund warum man in Firmen alles redundant
zentralisiert und, da wo es möglich ist und Sinn macht, in eine
Weblösung verlegt.
Die Vorteile solcher Lösungen greifen überall, auch bei der ISS, aber
dazu müsste man es versuchen und die NASA eine gute IT haben.
Nano schrieb:> 100 Notebooks, man kann da ja eigentlich nur den Kopf schütteln.>> Die NASA hat ein IT Problem.>> Sinnvoller wäre meiner Meinung nach ein paar Redundante 19" Serverracks,> die man jederzeit gegen bessere HW austauschen kann.> Und dazu vielleicht eine Handvoll Notebooks als Thinclients um die Daten> und Software nutzen zu können.>> Die Verwaltung der Daten, der Software usw. wäre dann auf diese 3> Serverracks zentralisiert.> Und man müsste so auch nicht 100 * ca. 3 kg = 300 kg an extra Nutzlast> jedes mal wieder anschieben.>> 8 NBs und 3 Serverracks wiegen deutlich weniger und der Austausch der HW> ist auch einfacher.> Alter Rack raus, neuer rein, fertig.
Blöd nur das Dir schon das sinnverstehende Lesen des Textes
schwergefallen ist, von dem das die ISS ua. ein solides Politikum ist
scheinst Du auch nicht viel zu verstehen...
Und noch blöder das Dir die NASA nicht zuhört und Du daher Deine
geballte, profund recherchierte und mit Quellen unterlegte Expertise in
einem deutschen Bastlerforum loswerden mußt. Muß schlimm sein so ein
unerkannter Experte zu sein.
Nano schrieb:> 100 Notebooks, man kann da ja eigentlich nur den Kopf schütteln.>> Die NASA hat ein IT Problem.
Aus meiner Sicht hat sie das nicht. Die Jungs dort sind schlau.
Nano schrieb:> Sinnvoller wäre meiner Meinung nach ein paar Redundante 19" Serverracks,> die man jederzeit gegen bessere HW austauschen kann.
Klar, und dann werden die gleich noch zum Computer-Profi ausgebildet,
der die teilweise aufwändige Fehlersuche inklusive herum schrauben an
der Hardware mit links durchführt? Ich hätte auch keine Lust, vor jedem
Manöver die Server wegen potentieller Vibrationen herunterzufahren.
Notebooks sind da ziemlich unempfindlich und können notfalls einfach
zugeklappt und nach dem Manöver wieder aus dem StandBy aufgeweckt
werden.
Mit einer klassischen Server-Infrastruktur holen die sich nur unnötige
Probleme ins Haus. Da sind die auf geringes Gewicht und
Energie-Effizienz getrimmten Notebooks in deutlicher Überzahl ein viel
zuverlässigeres Redundanz-Konzept. Einzig wegen der Qualität der Akkus
hätte ich da Bedenken, aber da müsste sich hier mal ein Akku-Spezialist
zu äußern. Notebooks sind in so einer Umgebung sowieso sinnvoller als
fest installierte Arbeitsplätze und dank moderner Imaging- und
BackUp-Lösungen kann man die SSD-Inhalte oft in wenigen Minuten auf
andere Geräte kopieren. Da wird schon nicht jeder einfach so aus dem
Internet heruntergeladene Programme nutzen, die bei Systemwechsel
erstmal ne Online-Aktivierung verlangen. :)
Nano schrieb:> 100 Notebooks, man kann da ja eigentlich nur den Kopf schütteln.>> Die NASA hat ein IT Problem.
Die NASA hat sicher viele Probleme, ob aber ein paar Notebooks mehr oder
weniger ein Problem darstellen, möchte ich bezweifeln. Wenn die alles
soviel hätten wie Strom...
Die Kosmonauten auf der ISS sind ja nicht dazu da, um sich den ganzen
Tag die Erde anzuschauen, sondern die haben einen straffen Tagesablauf.
Dazu gehört u.a. die Durchführung von wissenschaftlichen Experimenten.
Diese stammen in den meisten Fällen von externen Instituten und werden
komplett von diesen zur NASA geliefert. Da man nicht sicher sein kann,
dass z.B. Messwandler A mit Software B auf Server C auf der ISS läuft
und man auch schlecht zurück fahren kann um ein anderes Teil zu holen,
schickt man halt die komplette IT mit. Außerdem kann ein Experiment
laufen lassen und macht derweil das nächste am nächsten Laptop.
>>100 Notebooks, man kann da ja eigentlich nur den Kopf schütteln.>>Die NASA hat ein IT Problem.
Ah. Ja. Hat sie das ? Erstmal ... ISS steht fuer Internationale
Raumstation. Und ganz klar bringt jeder sein eigenes Notbook mit. Wuerd
ich auch wollen. Ich nehme an, die haben Internet ueber Wifi dort oben.
Also Skype anwerfen und ein kleiner video chat mit zuhause, bis die
Verbindung abreisst...
ich könnte mir vorstellen, dass MS die 100-tägige Re-Aktivierung der
Windows-Lizenz für die ISS 'ausnahmsweise' entfernt hat :-)
wobei die ISS vermutlich eine bidirektionale Datenverbindung zur
Ground-Control hat.
Nur fraglich, ob hier Gigabyte-Weise Windowsupdates hin- und her
gesendet werden können...!?
Nano schrieb:> Sinnvoller wäre meiner Meinung nach ein paar Redundante 19" Serverracks,> die man jederzeit gegen bessere HW austauschen kann.
Die Rechner werden kaum alle auf einmal hoch gebracht worden sein - das
Inventar ist also mit der Zeit "gewachsen" und die Umstellung auf ein
zentrales System ist riskant und sehr teuer, vor allem bei
experimentellen Umgebungen, wie sie in der ISS zweifellos vorliegt.
Ich frag mich, warum die überhaupt auf so eine missionskritische Anlage
Windows draufgepackt haben...
Jeder normaldenkende Ingenieur schwört auf Linux.
Nicht weil es so bedienerfreundlich ist, sondern Abstürze und
Filesystemkatastrofen wie damals bei Win95 gab es nicht.
Heute ist es anders, Windows hat sich weiterentwickelt und Ubuntu ist
auch ganz brauchbar geworden. Da ist es eigentlich egal. OK die Updates
vom Win10 können nerven, und ich denke die lassen die Updates nicht zu,
sondern nehmen die auf USB stick mit.
Martin G. schrieb:> Ich frag mich, warum die überhaupt auf so eine missionskritische Anlage> Windows draufgepackt haben...
Nicht gelesen.
Die Steuerung der Maschine läuft auf vernünftigen erprobten Teilen. Die
schon damals alt waren, als das Ding gebaut wurde.
Nur die Bedienung der Steuerung ist "modern", und selbst da bleibt alter
erprobter Kram stehen.
Genau deswegen gibt es ja die 300 Computer da oben: Das
sicherheitskritische Erprobte wird nicht angefasst, aber für moderne
Experimente was danebengestellt.
Martin G. schrieb:> Heute ist es anders, Windows hat sich weiterentwickelt und Ubuntu ist> auch ganz brauchbar geworden. Da ist es eigentlich egal. OK die Updates> vom Win10 können nerven, und ich denke die lassen die Updates nicht zu,> sondern nehmen die auf USB stick mit.
Windows ist auf dem absteigenden Ast, denn die Updates des letzten
JAhres waren zum Großteil arger Schrott mit schlimmen Fehlern bis runter
zur unbenutzbarkeit und Datenverlust.
Ich würde eher sagen, das da in der Bodenstation eine Firewall ist, die
den Zugriff soweit möglich reduziert.
Wo kein Zugriff auf Windowsupdate.com da keine Probleme mit Updates. Den
Rest machen die Maschinen durch nichterreichbarkeit der meisten
Webseiten wett.
Und da werden keine Sticks hochgeschickt, die Bodenstation wartet die
Rechner per fern, inklusive Datensicherung/Imaging in beiden Richtungen.
Die Leute da oben sind teuer genug, die haben anderes zu tun als danach
zu sehen warum KB4711815 jetzt mit 0xDEADBEEF failt und das
100Mio€-Experiment nicht läuft.
Nano schrieb:> Sinnvoller wäre meiner Meinung nach ein paar Redundante 19" Serverracks,> die man jederzeit gegen bessere HW austauschen kann.
Bissel sehr Sysadmin-Perspektive. ;-)
Rack-Komponenten sind weder auf Gewicht optimiert, noch auf Platz und
ruhigen Betrieb. Laptops sind all dies, somit geradezu ideal fürs diesen
Einsatzzweck.
"Hinflug ab 22.000 Dollar pro Kilo"
https://www.astronews.com/news/artikel/2000/03/0003-001.shtml
Nachschubflüge könnten zudem ein Problem damit haben, grosse Einheiten
fertig am Stück zu befördern. Inkrementell und kompakt ist es einfacher.
Martin G. schrieb:> Ich frag mich, warum die überhaupt auf so eine missionskritische Anlage> Windows draufgepackt haben...
Und ich frage mich, warum da oben überhaupt so ein missionskritischer
Dreck rumfliegen muss. Irgend welche Forschungsergebnisse, zu denen man
auf der Erde (preiswerter und schneller) hätte erlangen können, gab es
bislang noch nicht, oder?
Achim B. schrieb:> Und ich frage mich, warum da oben überhaupt so ein missionskritischer> Dreck rumfliegen muss. Irgend welche Forschungsergebnisse, zu denen man> auf der Erde (preiswerter und schneller) hätte erlangen können, gab es> bislang noch nicht, oder?
Doch. Wie sich Schwerelosigkeit mit der Zeit auf den Menschen (und
anderes Leben) auswirkt. ;-)
Das geht wirklich nur dort.
A. K. schrieb:> Doch. Wie sich Schwerelosigkeit mit der Zeit auf den Menschen (und> anderes Leben) auswirkt. ;-)
Aber wozu muss man das wissen? Bemannter Raumflug ist blödsinnig.
A. K. schrieb:> Wo kriegt man sonst Amis und Russen dazu, friedlich zusammen zu leben und> zu arbeiten?
Och, Russen sind eigentlich eine ziemlich friedliche Spezies, an denen
wirds kaum liegen…
Uhu U. schrieb:> Ruhiger Betrieb? Von wegen, da oben herrscht ein übler Krach…
Ich habe nicht geschrieben, dass es in der ISS ruhig zugeht, sondern
dass man beim verbauten Gerät sicherlich leise Typen vorzieht. Schon mal
einem Server beim Powerup zugehört, bis der Management so weit oben ist,
dass es die Lüfter kontrolliert? Das hört man ggf durch die Wand durch.
Uhu U. schrieb:> Och, Russen sind eigentlich eine ziemlich friedliche Spezies, an denen> wirds kaum liegen…
Da will ich dir hierauf bezogen ausnahmsweise mal zustimmen. ;-)
Nano schrieb:> 100 Notebooks, man kann da ja eigentlich nur den Kopf schütteln.>> Die NASA hat ein IT Problem.>>> Sinnvoller wäre meiner Meinung nach ein paar Redundante 19" Serverracks,> die man jederzeit gegen bessere HW austauschen kann.> Und dazu vielleicht eine Handvoll Notebooks als Thinclients um die Daten> und Software nutzen zu können.>> Die Verwaltung der Daten, der Software usw. wäre dann auf diese 3> Serverracks zentralisiert.> Und man müsste so auch nicht 100 * ca. 3 kg = 300 kg an extra Nutzlast> jedes mal wieder anschieben.>> 8 NBs und 3 Serverracks wiegen deutlich weniger und der Austausch der HW> ist auch einfacher.> Alter Rack raus, neuer rein, fertig.
So ein Quatsch!
Viele Testbenche brauchen Zugriff auf die Hardware der Rechner, z.B. für
Realtime und so weiter...
Wieviele Kabel von den überall verteilten Forschungstests zur Hardware
der Server bräuchte man da?
Es werden aus Gründen der Zuverlässigkeit viele HPIB-Meßgeräte
verwendet, dann viel Spaß mit den 31 Adressen und maximal 20m
Kabellänge, die der HPIB zulässt.
Was ist denn los, wenn ca 100 Forschungsstationen wochenlang (ohne
Pausen!) testen und die IT-Leute mal wieder Wartung machen wollen?
Nano schrieb:> Und dazu vielleicht eine Handvoll Notebooks als Thinclients um die Daten> und Software nutzen zu können.
Genau, es fehlt nun nur noch Windows10 und die Garantie der Thinclients
von HP, steht ja drauf:
Vor-Ort-Garantie und -Service: 3 Jahre eingeschränkte Garantie auf
^^^^^^^^^^^^^^^^
Ersatzteile und Arbeitszeit (3-3-0)
Da bleibt die NASA lieber bei deren uralten, aber bewährten Laptops mit
Aluminium-Magnesium-Legierungen-Gehäusen.
;-)