Ich versuche gerade einen Einstieg in das Thema zu finden, um bewerten
zu können ob sich das für unsere Familie rentiert.
Unsere Grundvoraussetzungen sind: 70m² Garagendach 45° Neigung,
ausgerichtet nach SW, keine Verschattung (Die 70m² sind nach SW
ausgerichtet, insg. hat das Dach 140m²)
Zurzeit verbrauchen wir ~3600kWh im Jahr als 4P-Haushalt und Ziel wäre
den Eigenbedarf mit Reserve (zukünftiges eBike + kleines Elektroauto für
die tägliche 15km Fahrt zur Arbeit) zu decken.
Lohnen sich Wallboxen um überschüssigen Strom zu speichern für
Schlechtwettertage? Wieviel sollte man aufs Dach packen, so viel wie
geht?
Worauf muss ich beim Angebotsvergleich zwischen den hiesigen
Solarinstallateuren achten?
habe selbst noch keine Erfahrung, stöbere aber gerne hier herum:
https://www.photovoltaikforum.com/
meine subjektive Zusammenfassung, packe soviel wie möglich drauf bis
9,9KW
(keine Ahnung ob das geht, aber ideal wäre es wenn man noch mehr darauf
packen dürfte und ein technisches limit von 9,9KW einbaut. Die
theoretischen 9,9KW peak erreicht man ja eh nie, dann lieber mehr im
Winter produzieren.)
Batteriespeicher(falls du das mit Wallbox meinst) sind immer noch nicht
wirtschaftlich, das "NETZ" ist der billigere Speicher.
Solarteur schrieb:> Warum genau 9,9kWp?
Achtung abolutes halbwissen, daher überprüfe es bitte nochmal.
ab 10KW fällst du in eine andere gesetzliche Gruppe, Ich glaube man
bekommt dann weniger EEG Zuschuß und wird auch steuerlich etwas anders
behandelt.
Ben W. schrieb:> Solarteur schrieb:>> Warum genau 9,9kWp?>> Achtung abolutes halbwissen, daher überprüfe es bitte nochmal.> ab 10KW fällst du in eine andere gesetzliche Gruppe, Ich glaube man> bekommt dann weniger EEG Zuschuß und wird auch steuerlich etwas anders> behandelt.
nein, nicht ganz.
Ab 10kWp muss (reduzierte) EEG Umlage auf den Eigenverbrauch gezahlt
werden. Bei weniger als 10kWp (und weniger als 10MWh/a) ist
Eigenverbrauch komplett Abgabenfrei.
Trotzdem nicht von abschrecken lassen. 1.) Bei 3600kWh wären das bei
2.75ct/kWh knapp 100€
2.) Das wird sich ab ca. 2021 Ändern. Es gibt eine EU-Richtlinie wonach
Eigenverbrauch bis 30kWp Abgabenfrei sein muss. Das muss bis 2021 in
nationales Recht umgesetzt werden.
Solarteur schrieb:> Ich versuche gerade einen Einstieg in das Thema zu finden, um bewerten> zu können ob sich das für unsere Familie rentiert.
Nein.
Es rentiert sich nie. Nichtmal seit dem der Importstrafzoll auf
chinesische Solarpanels aufgehoben wurde.
Dein Haus hat Anschluss an das öffentliche Stromnetz, und dein Zähler
eine Rücklaufsperre.
Damit wird Solarstrom inklusive Amortisation niemals billiger sein als
bezahler Strom vom Energieversorger, und Akkustrom erst recht nicht.
Und Elektroautos laden nicht mit dem geringen und schwankenen Strom
einer Solaranlage.
Michael B. schrieb:> Nein.>> Es rentiert sich nie. Nichtmal seit dem der Importstrafzoll auf> chinesische Solarpanels aufgehoben wurde.>> Dein Haus hat Anschluss an das öffentliche Stromnetz, und dein Zähler> eine Rücklaufsperre.>> Damit wird Solarstrom inklusive Amortisation niemals billiger sein als> bezahler Strom vom Energieversorger, und Akkustrom erst recht nicht.>> Und Elektroautos laden nicht mit dem geringen und schwankenen Strom> einer Solaranlage.
Nomen (laberkopp) est omen.
Timo schrieb:> Bei weniger als 10kWp (und weniger als 10MWh/a) ist Eigenverbrauch> komplett Abgabenfrei.
Wirklich komplett? Ich kenne es so, dass dennoch die 19% abgeführt
werden müssen.
Hans schrieb:> Wirklich komplett? Ich kenne es so, dass dennoch die 19% abgeführt> werden müssen.
Jain. Das kommt drauf an.
Wird die Anlage gewerblich gekauft und Vorsteuer abgezogen (d.h. das
Finanzamt erstattet die Mehrwertsteuer für den Anlagenkauf/aufbau), muss
jede eigenverbrauchte Kilowattstunde versteuert werden. Das nennt sich
"unentgeltliche Wertabgabe".
Wird die Anlage privat gekauft oder die Kleinunternehmerreglung in
Anspruch genommen (es wird also keine Mehrwertsteuer erstattet), so muss
auch der Eigenverbrauch nicht versteuert werden.
Basis für die Berechnung ist der Strombezugspreis. Zahlt man z.B.
27ct/kWh, so muss pro kWh Eigenverbrauch ca. 4,3ct an Umsatzsteuer
gezahlt werden.
Was davon sich lohnt kommt ganz drauf an. Ist die Anlage teuer und der
Eigenverbrauchsanteil gering (typisch bei groß dimensionierten Anlagen
zum Einspeisen), so ist es sinnvoll sich die Mehrwertsteuer aus der
Errichtung erstatten zu lassen und den Eigenverbrauch zu versteuern.
Bei kleinen Anlagen mit hohem Eigenverbrauchsanteil verzichtet man
besser auf die MwSt-Erstattung.
Und dann gibt es auch noch die Möglichkeit zum tricksen: Gewerbe
anmelden, auf Kleinunternehmerreglung verzichten, MwSt erstatten lassen
und Eigenverbrauch versteuern. Nach 5 Jahren kann man sich umentscheiden
und die Kleinunternehmerreglung in Anspruch nehmen. Ab dann muss auf den
Eigenverbrauch keine MwSt gezahlt werden.
Viele Grüße
Timo
Timo schrieb:> Und dann gibt es auch noch die Möglichkeit zum tricksen: Gewerbe> anmelden, auf Kleinunternehmerreglung verzichten, MwSt erstatten lassen> und Eigenverbrauch versteuern. Nach 5 Jahren kann man sich umentscheiden> und die Kleinunternehmerreglung in Anspruch nehmen. Ab dann muss auf den> Eigenverbrauch keine MwSt gezahlt werden.
Prima Anleitung, wie man der Allgemeinheit schadet :-)
Timo schrieb:> 2.) Das wird sich ab ca. 2021 Ändern. Es gibt eine EU-Richtlinie wonach> Eigenverbrauch bis 30kWp Abgabenfrei sein muss. Das muss bis 2021 in> nationales Recht umgesetzt werden.
Dieses böse bürokratische EU-Monster verbietet den, der Nation
wohlwollenden, nationalen Regierungen auf den nationalen Sonnenschein
Abgaben zu erheben! Ich bin für einen Dexit!!!
Dieter F. schrieb:> Prima Anleitung, wie man der Allgemeinheit schadet :-)
Ganze Wirtschaftszweige verdienen mit solchen Tipps viel Geld und die
Politik schaut zu. Es brächte schon Millionen Kleinunternehmer um nur
den "Steuervorteil" eines Konzern zu erwirtschaften. Die bezahlen
übrigens gar keine Umsatzsteuer. Für Banken konnte man sich noch nicht
mal's auf 0,01 % Festlegen, das war zu viel. Und der Michel zahlt seine
19% und klatscht Beifall, wenn der Altmaier fordert, wie Wirtschaft muss
entlastet werden!
Karl schrieb:> Und der Michel zahlt seine> 19% und klatscht Beifall, wenn der Altmaier fordert, wie Wirtschaft muss> entlastet werden!
Die 19% sind O.K., wenn man sich nicht nicht gerade 19% Vorsteuer
erstatten lässt - aber dann die Umsatzsteuer für Leistungen / Waren
nicht abgeben will.
Dieter F. schrieb:> Es gibt ausreichend Länder außerhalb der EU - Du hast die Wahl :-)
Ich habe es geahnt, IRONIE muss in diesem Forum klar gekennzeichnet
werden.
[IRONIE]
Die EU sollte ein Kennzeichnungspflichtverordnungserlass für
Sprachmittel, die des Autors wahren Einstellung oder Überzeugung nicht
entspricht, für alle Forenbetreiber erlassen!!!
[\IRONIE]
Dieter F. schrieb:> Die 19% sind O.K., wenn man sich nicht nicht gerade 19% Vorsteuer> erstatten lässt - aber dann die Umsatzsteuer für Leistungen / Waren> nicht abgeben will.
Dafür gibt es die 5 Jahre Bindungsfrist, vollkommen ok. Unternehmerische
Situationen können sich verändern, durch die Frist wird ständiges
Hopping vermieden.
Karl schrieb:> Ich habe es geahnt, IRONIE muss in diesem Forum klar gekennzeichnet> werden.
Gut erkannt. Hier schwallen so viele anonyme Trolle rum, dass man diese
Kennzeichnung als sinnvoll erachten sollte.
Steueroptimierer schrieb:> Dafür gibt es die 5 Jahre Bindungsfrist, vollkommen ok. Unternehmerische> Situationen können sich verändern, durch die Frist wird ständiges> Hopping vermieden
... und Steuerhinterziehung unterstützt. Prost :-)
Solarteur schrieb:> zukünftiges eBike + kleines Elektroauto für> die tägliche 15km Fahrt zur Arbeit
Denk daran: Li-Akkus sind umweltschädlich! In Chile sind ganze
Landstriche im Namen des E-Autos vernichtet worden! Und wenn man mal
nachschaut wem die Firmen gehören und wer in der Politik dessen
Familienmitglied ist, merkt man das Umweltschutz auf Kosten der Zukunft
und Gesundheit anderer Menschen gemacht wird, wärend hier die Ökoidioten
Beifall klatschen...
Solarteur schrieb:> Ich versuche gerade einen Einstieg in das Thema zu finden, um bewerten> zu können ob sich das für unsere Familie rentiert.
Das ist sehr unterschiedlich. Je nach Gegebenheiten und Auslegung
rechnet sich eine PV Anlage in 4-100 Jahren. Mit EEG Vergütung
normalerweise in 8-15 Jahren.
Allgemein: Falsches Forum! Frag lieber mal hier:
https://www.photovoltaikforum.com/> Zurzeit verbrauchen wir ~3600kWh im Jahr als 4P-Haushalt und Ziel wäre> den Eigenbedarf mit Reserve (zukünftiges eBike + kleines Elektroauto für> die tägliche 15km Fahrt zur Arbeit) zu decken.
4 Personen hört sich noch einem halbtags Berufstätigem und zwei Kindern
an. D.h. es ist Tagsüber häufig jemand zu Hause? Das ist vorteilhaft für
den Eigenverbrauch. Das Elektroauto wären dann teilweise tagsüber zu
hause? Oder erst Abends zurück? 15km pro Tag (oder sind 2x15km gemeint?)
macht aber auch nicht viel aus. Das wären ca 2,5kWh pro Tage bzw 12,5kWh
pro Woche. Die lassen sich auch am Wochenende laden.
Wie viel Eigenverbrauch (ohne Akku) möglich sind, hängt von den
Gegebenheiten ab. Ist Tagsüber/Nachmittags jemand zu hause, wird
Mittags/Nachmittags gekocht, gewaschen, gebügelt... ist ein hoher Anteil
realistisch. Bei zwei vollzeit Berufstätigen die erst nach 18Uhr zu
Hause sind eher schwierig. Früh-/Spätschicht ist auch vorteilhaft. Die
Art der Verbraucher ist auch wichtig. Wärmepumpen und Durchlauferhitzer
sind ungünstig für Eigenverbrauch.
> Lohnen sich Wallboxen um überschüssigen Strom zu speichern für> Schlechtwettertage?
Akkus rechnen sich wirtschaftlich nur sehr knapp. Günstige Angebote und
niedrige Kapazitäten (wird jede Nacht leer, somit maximale Nutzung)
können sich teilweise in 15Jahre amortisieren. Da es aber auch wenige
Anbieter gibt, läuft es bisher meist auf 20+ Jahre hinaus. Das ist aber
auch sehr abhängig von den Bezugspreisen vor Ort. Je höher die
Strompreise, je eher amortisiert sich ein Akku.
> Wieviel sollte man aufs Dach packen, so viel wie> geht?
Wenn schnellstmögliche Amortisation, dann eher wenig. Ich schätze mal so
ca 3-5kWp. Da kommst du mit deinem Verbrauch wahrscheinlich auf einen
guten Eigenverbrauchsanteil. Also so ausgelegt, das in den Sommermonaten
ein guter Teil des Ertrags verwendet werden kann. Bei größeren Anlagen
steigen die Investitionskosten schneller als der Eigenverbrauch zunimmt.
Da EEG-Vergütung ca 10,5ct/kWh aber gesparter Bezug min. 25ct/kWh sind,
amortisiert sich die Anlage bei hohem Eigenverbrauchsanteil schneller
Große Anlagen bringen mehr Einnahmen, es muss aber erst mal viel
investiert erden. Das hängt auch von den finanziellen Möglichkeiten ab.
Wenn das Geld vorhanden ist, gibt eine möglichst große Anlage später
entsprechend hohe Gewinne.
Raph schrieb:> Li-Akkus sind umweltschädlich!
Gar nicht! Die sind toll - sagt Scheuer. Die Automobilindustrie fährt
verzögert darauf ab und alle sind zufrieden. In Chile warten
Milliarden-Erträge und in Deutschland findet man auch schon "seltene
Erden" in jetzt lukrativen Lagen.
Das Recycling funktioniert (sagt irgendein Professor) und alle freuen
sich auf ca. 10 Stunden Tankzeit für eine Akku-Ladung)).
Wasserstoff wird wohl noch am Rande diskutiert - ist aber eigentlich
(vorerst) abgeschrieben. Kurzfristige Gewinne locken - da sind
langfristige Investitionen doch eine Frage der Zukunft - oder?
Dieter F. schrieb:>> und die Kleinunternehmerreglung in Anspruch nehmen. Ab dann muss auf den>> Eigenverbrauch keine MwSt gezahlt werden.>> Prima Anleitung, wie man der Allgemeinheit schadet :-)
Nein, es wird Schaden abgewendet. Notwehr gewissermaßen. Es ist nämlich
nicht einzusehen warum sich der Staat erdreistet auf selbst erzeugte und
selbst verbrauchte Güter überhaupt irgendwelche Abgaben zu erheben.
Bernd K. schrieb:> Nein, es wird Schaden abgewendet. Notwehr gewissermaßen. Es ist nämlich> nicht einzusehen warum sich der Staat erdreistet auf selbst erzeugte und> selbst verbrauchte Güter überhaupt irgendwelche Abgaben zu erheben.
Ja - Vorsteuer für die Anschaffung absetzen - aber keine Mehrwertsteuer
für der Verbrauch abführen. Hast Du das überhaupt begriffen?
(Entschuldige - aber die Frage drangt sich mir auf).
Dieter F. schrieb:> Bernd K. schrieb:>> Erklär mal kurz was seltene Erden mit LiIon-Akkus zu tun haben sollen.>> Google? Oder ist Lithium überall in Massen verfügbar?
Und was hat Lithium mit seltenen Erden zu tun?
Bernd K. schrieb:> Und was hat Lithium mit seltenen Erden zu tun?
Na, dann erkläre doch bitte mal warum es nicht "selten" ist. Wo wird es
denn gewonnen. Woher kommt denn wie viel der benötigten Menge (pro Land)
in 2018 (2019 geht ja noch nicht).
Dieter F. schrieb:> Bernd K. schrieb:>> Und was hat Lithium mit seltenen Erden zu tun?>> Na, dann erkläre doch bitte mal warum es nicht "selten" ist.
Beantworte erst meine Frage.
Dieter F. schrieb:> Google? Oder ist Lithium überall in Massen verfügbar?
Laut Wikipedia ist Lithium ein Alkalimetall und gehört somit nicht zu
den seltenen Erden.
Dieter F. schrieb:> Bernd K. schrieb:>> Beantworte erst meine Frage>> Lithium ist eine "seltene Erde"
Das Umdefinieren von Begriffen damit Du recht behalten kannst ist nicht
zulässig. Ein Li-Ion Akku enthält exakt NULL seltene Erden.
Dieter F. schrieb:> Ja - Vorsteuer für die Anschaffung absetzen - aber keine Mehrwertsteuer> für der Verbrauch abführen. Hast Du das überhaupt begriffen?
Ja und? Glaubst Du der Bauer zahlt Steuern, wenn er die Milch seiner
Kühe selber trinkt? Oder der Bäcker für Brötchen, die er selber isst?
Timo schrieb:> 4 Personen hört sich noch einem halbtags Berufstätigem und zwei Kindern> an. D.h. es ist Tagsüber häufig jemand zu Hause?
Ich bin außer Haus, der Arbeitsweg ist 2x15km. Meine Frau ist
selbstständig und ganztags zuhause und ja irgendwas läuft da immer,
Waschmaschine, Rechner, Herd, … also ich denke Eigenverbrauch verteilt
sich über den ganzen Tag. Untertags wenn High-Life ist mehr als abends.
Batterie wäre die Idee gewesen, die so auszulegen, dass man die
Mehrerzeugung am Tag für den Abend übrig hat. Aber ich sehe schon, man
muss da wirklich den konkreten Einzelfall betrachten und konservativ
durchrechnen (Einspeisevergütung sinkt ja auch stetig). Es ist ja nicht
nur der Aspekt, ob man da jetzt ein nominelles Geldplus rauszieht oder
+/- 0 rauskommt. Ich nehme an, die kWh vom Netzbetreiber werden in
Zukunft auch nicht billiger. Man könnte auch betrachten, wie teuer es
wäre einen gewissen Grad an Autarkie zu erreichen, auch wenn da ganz
sicher kein + mehr in der Bilanz rauskommt.
Claus M. schrieb:> Ja und? Glaubst Du der Bauer zahlt Steuern, wenn er die Milch seiner> Kühe selber trinkt? Oder der Bäcker für Brötchen, die er selber isst?
Ich esse meine selbst gezogenen Gurken immer heimlich im Keller, da kann
mich das Finanzamt mal!
Die Akkus werden jedenfalls auch langsam leistbar. Die LiFePo4 Packs von
Polytech gibt's zB für ca 500€/KWh.
Bin selbst am überlegen etwa 5kWp PV mit ~10 kWh Speicher zuzulegen. Das
kommt dann mit einphasigen (3.68kW AC) Hybridwechselrichter auf knapp
10000€.
Damit wäre ich beim einem Jahresverbrauch von ~3200 kWh wohl fast
vollständig autark unterwegs. Hat schon seinen Reiz.
Für zukünftiges Elektroauto müsste man noch etwas aufstocken...
Ben W. schrieb:> das "NETZ" ist der billigere Speicher
der Unterschied zwischen Einspeisetarif und Verbrauchstarif ist ca. 1:3
Unsere Anlage ist für ca. 2,4kW Spitze ausgelegt und lieferte seit Okt
2017 ca. 3,75MWh
Hätten wir den gesamten Strom eingespeist, dann hätten wir 226€ bei
einer Investition von 6000€ "verdient".
Man muss daher möglichst viel Ström selbst verbrauchen.
Eine Puffer mit Akkus würde noch einmal soviel kosten.
Im Winter ist der Wirkungsgrad der Anlage besser, aber Schnee macht die
Stromerzeugung zu nichte, da die Panels abgedeckt werden.
Einziger sinnvoller Einsatz ist die Kompensation des Energieverbrauches
einer Klimaanlage, denn im Sommer, wenn die Sonne gnadenlos scheint,
wird auch genug Solarenergie erzeugt.
Solateur schrieb:> gewissen Grad an Autarkie zu erreichen
Fotovoltaikanlage, die am Netz hängen, müssen sich bei Netzausfall
abschalten. Es darf keine Einspeisung ins Netz erfolgen.
GEKU schrieb:> Solateur schrieb:>> gewissen Grad an Autarkie zu erreichen>> Fotovoltaikanlage, die am Netz hängen, müssen sich bei Netzausfall> abschalten. Es darf keine Einspeisung ins Netz erfolgen.
Es gibt auch Anlagen die für Inselbetrieb vorgesehen sind. Und es würde
mich wundern wenn man nicht mit handelsüblichen Komponenten eine Anlage
bauen könnte die man bei Bedarf unkompliziert (oder sogar automatisch)
komplett vom Netz abtrennen und auf Inselbetrieb umschalten kann,
zumindest technisch spricht nichts dagegen.
Bernd K. schrieb:> Es gibt auch Anlagen die für Inselbetrieb vorgesehen sind. Und es würde> mich wundern wenn man nicht mit handelsüblichen Komponenten eine Anlage> bauen könnte die man bei Bedarf unkompliziert (oder sogar automatisch)> komplett vom Netz abtrennen und auf Inselbetrieb umschalten kann,> zumindest technisch spricht nichts dagegen.
Klasr gibt es Anlagen mit Notstrombetrieb E3DC oder Fronius haben sowas
im Angebot andere Hersteller sicher auch.
Auch gibt es WR, die sich auf Insel programmieren lassen.
GEKU schrieb:> Fotovoltaikanlage, die am Netz hängen, müssen sich bei Netzausfall> abschalten. Es darf keine Einspeisung ins Netz erfolgen.
Wie sieht es aus, wenn eine Batterie dazwischen hängt, damit die noch
geladen wird? Oder ist das schon Inselbetrieb?
Solateur schrieb:> GEKU schrieb:> Fotovoltaikanlage, die am Netz hängen, müssen sich bei Netzausfall> abschalten. Es darf keine Einspeisung ins Netz erfolgen.>> Wie sieht es aus, wenn eine Batterie dazwischen hängt, damit die noch> geladen wird? Oder ist das schon Inselbetrieb?
Dann muss die Fotovoltaikanlage samt Pufferbatterie in Bruchteilen einer
Sekunde vom zusammengebrochen Netz abgetrennt werden. Es muss
sicherstellt sein, dass gefahrenlos Wartungstätigkeiten am Netz
durchgeführt werden können.
GEKU schrieb:> Dann muss die Fotovoltaikanlage samt Pufferbatterie in Bruchteilen einer> Sekunde vom zusammengebrochen Netz abgetrennt werden.
Was Du hier so dramatisch formulierst als wären größte Anstrengungen
dafür nötig das so hinzubekommen ist seit jeher selbstverständliches
Funktionsmerkmal eines jeden handelsüblichen Einspeisewechselrichters,
so selbstverständlich daß man gar nicht mehr darüber spricht.
Bernd K. schrieb:> Was Du hier so dramatisch formulierst als wären größte Anstrengungen> dafür nötig das so hinzubekommen ist seit jeher selbstverständliches> Funktionsmerkmal eines jeden handelsüblichen Einspeisewechselrichters,> so selbstverständlich daß man gar nicht mehr darüber spricht.
So isses.
Ein Wechselrichter zur Einspeisung gibt nur dann "Saft" ab, wenn er auf
eine vorhandene Wechselspannung aufgeschaltet wird, ohne diese,
verweigert er den Dienst. Der WR detektiert nichtnur, sondern er muss
auch seine Frequenz mit der Netzfrequenz synchronisieren.
Mein Konzept ist nur bedingt für ein Haus umsetzbar, aber könnte
eventuell auch in Betracht gezogen werden. Ich habe eine Inselanlage für
meine Wohnung und versorge alles was nicht 230V braucht. Ladegeräte,
Laptops, externe Festplatten, Telefon/Smartphones, Licht, LED Stipes
etc. aus dieser Anlage. Im Jahr spare ich ~200kWh. Kaufpreis der Anlage
250 Euro. Man kommt etwa bei Null raus, da in gewissen Abständen doch
mal der Akku schlapp macht, irgendwann die Solarpanels nachlassen oder
ein DC/DC Wandler defekt ist. Dafür ist mir Netzausfall egal. Im Notfall
kann ich nen 230V Wandler dranhängen und alle Geräte weiter betreiben.
GEKU schrieb:> Einziger sinnvoller Einsatz ist die Kompensation des Energieverbrauches> einer Klimaanlage, denn im Sommer, wenn die Sonne gnadenlos scheint,> wird auch genug Solarenergie erzeugt.
Man wird sich wundern. An heißen Tagen liefern die Solarzellen weniger
als an kalten Tagen. Deswegen etwas großzügiger auslegen.
oszi40 schrieb:> An heißen Tagen liefern die Solarzellen weniger> als an kalten Tagen. Deswegen etwas großzügiger auslegen.
Der Unterschied ist wirklich gewaltig. Jetzt ist die beste Zeit für die
Fotovoltaik, obwohl der Sonnenstand und die Dauer nicht so optimal sind.
Aber im Vergleich im Hochsommer spare ich Energie: Klimalage 500W
Fotovoltaik 2kW
Nebenbei schatten die Solar-Panele die Sonne am Dach ab! Und so brauche
ich weniger Energie.