Linu schrieb:
> Angenommen, nur mal angenommen deine Recherche ergibt eine Lastkapazität
> von 8pF, dann musst du berücksichtigen, dass die beiden Cs bei einem
> Colpitts aus sicht des Quarzes in Serie geschaltet sind. Wenn beide
> gleich größ sind, müsste man also 2x16pF nehmen. Wenn jeweils noch 1pf
> Eingangskapazität oder Leiterplattenkapazität hinzukommen, dann eben nur
> 2x15pF.
Das Problem ist, dass der Oszillator selber auch noch eine Kapazität
hat. Die ist selten bekannt.
Im Endeffekt ist das hald berechnen (so wie du schon geschrieben hast)
und dann hinziehen. Also Lastfrei (!!!) Frequenz messen und dann
Kapazität anpassen, bis die Frequenz genau stimmt. Dazu braucht man
einen Frequenzzähler.
Lastfrei kann man an einem Timerausgang messen, beispielsweise.
Man sollte nicht vergessen, die hinprobierte Kapazität dann auch an
mehreren Exemplaren zu verifizieren.
Man sollte aber schon sagen, dass man das nur tut, wenn es nötig ist.
Für den Hausgebraucht reicht der berechnete Wert aus.
Viel wichtiger ist zu berechnen, ob der Quarz überhaupt zuverlässig
anschwingen kann. Wie das geht, kann man (als Beispiel) hier nachlesen:
https://www.st.com/content/ccc/resource/technical/document/application_note/c6/eb/5e/11/e3/69/43/eb/CD00221665.pdf/files/CD00221665.pdf/jcr:content/translations/en.CD00221665.pdf
Und ja, das ist nötig, man tut das. Gehört einfach dazu.