Hallo zusammen.
Ich habe eine Ferienwohnung und möchte dort ein älteres Laptop den
Gästen für den alleinigen Internetzugang und evtl. das Nutzen eines
einfachen Textprogrammes zur Verfügung stellen.
Es soll ein möglichst ressourcenschonendes und vorallem total
abgesichertes System sein, wo man nichts "umkonfigurieren" kann, sondern
einzig und allein einen Browser öffnen bzw. das Textprogramm öffnen und
Surfen kann.
Es soll kein Terminal geöffnet werden können o.ä., wo man etwas
"verstellen" kann.
Kennt ihr eine solche Distribution, die so "abgeschottet" ist, wie die
Software eines Bankomaten bzw. eines Internet-Terminals am Flughafen?
Vielen Dank!
Marcus L. schrieb:> möchte dort ein älteres Laptop den> Gästen für den alleinigen Internetzugang und evtl. das Nutzen eines> einfachen Textprogrammes zur Verfügung stellen.
Du willst also die Hardware zur Verfügung stellen? Da gibt es keine
sichere Abschottung, wer physikalischen Zugang hat kann auch alle
Zugangsbeschränkungen aushebeln, um mit einem einfachen Beispiel
anzufangen: Man lädt das von dir abgedichtete Linux-BS garnicht erst,
sondern bootet was anderes. Da gibt es unzählige Möglichkeiten.
Ich gehe mal davon aus, dass ein Gast-WLAN wie es Fritzboxen anbieten
weitgehend sicher ist, aber nur solange man an die Fritzbox nicht
rankommt.
Georg
georg schrieb:> Marcus L. schrieb:>> möchte dort ein älteres Laptop den>> Gästen für den alleinigen Internetzugang und evtl. das Nutzen eines>> einfachen Textprogrammes zur Verfügung stellen.>> Du willst also die Hardware zur Verfügung stellen? Da gibt es keine> sichere Abschottung, wer physikalischen Zugang hat kann auch alle> Zugangsbeschränkungen aushebeln, um mit einem einfachen Beispiel> anzufangen: Man lädt das von dir abgedichtete Linux-BS garnicht erst,> sondern bootet was anderes. Da gibt es unzählige Möglichkeiten.>> Ich gehe mal davon aus, dass ein Gast-WLAN wie es Fritzboxen anbieten> weitgehend sicher ist, aber nur solange man an die Fritzbox nicht> rankommt.>> Georg
Naja, es wird eher darum gehen Oma Ulla daran zu hindern das OS zu
zerstören, nicht um die Abwehr von Profi Hackern.
LG
Bankomaten sind Windows-basiert, bei Internet-Terminals dürfte es
ähnlich aussehen. Ansonsten kann ich mich georg nur anschließen: Wenn
physischer Zugriff auf die Hardware besteht, kann man so allenfalls
Laien abhalten bzw. braucht schon Hardware, bei der sich der Zugang zum
BIOS oder UEFI sicher per Passwort schützen lässt damit man z.B. die
Bootreihenfolge nicht ändern kann. Viel wichtiger wäre der Schutz des
Netzwerkzugangs, was bei einer FritzBox kein Problem sein sollte, setzt
man ein entsprechend kompliziertes Passwort.
Aber warum Hardware bereitstellen? Heute hat doch jeder Hinz und Kunz
ein Smartphone in der Tasche und sehr viele einen eigenen Laptop.
georg schrieb:> Marcus L. schrieb:>> möchte dort ein älteres Laptop den>> Gästen für den alleinigen Internetzugang und evtl. das Nutzen eines>> einfachen Textprogrammes zur Verfügung stellen.>> Du willst also die Hardware zur Verfügung stellen? Da gibt es keine> sichere Abschottung, wer physikalischen Zugang hat kann auch alle> Zugangsbeschränkungen aushebeln, um mit einem einfachen Beispiel> anzufangen: Man lädt das von dir abgedichtete Linux-BS garnicht erst,> sondern bootet was anderes. Da gibt es unzählige Möglichkeiten.
und ebenso unzählige Möglichkeiten die Stolpersteine so anzuordnen das
es für den Gastnutzer einfach nur zach ist...
Nun... einer meiner älteren Laptops, ein Acer TM8172 speichert das
Bios-Kennwort irgendwo im Flash und nicht im CMOS-RAM und es gibt kein
default-Passwort. Ein CMOS-löschen hilft also genau nix.
Damit kann man relativ sicher das Booten von anderen OS verhindern. Die
einzige Möglichkeit besteht sich aus dem Netz eine SW zu verschaffen,
die dieses Bios-PW löscht. Dazu braucht man aber einen anderen Rechner
mit USD<>SATA-adapter oÄ, damit man die Festplatte, die man einbauen muß
(andere Bootmöglichkeit gibt es ja nicht) präparieren kann. Wenn man
dann noch perfide und ausreichend paranoid jede der Schrauben die man
lösen muß um die Festplatte zu tauschen mit einem anderen Kopf versieht
und diese dann mit Sigellack markiert... den Gast möchte ich sehen der
mit dem Werkzeug anrückt um das zu überwinden.
Die Hürde diesen Schutz auszuhebeln ist ausreichend hoch um es nach den
ersten Versuchen sein zu lassen.
Natürlich kann man ein Linux auf einer SSD mithaben, die man einbauen
kann (mit Windows ist das nicht ganz so einfach) und dann - unabhängig
vom BIOS-schutz damit arbeiten kann. Aber erst einmal in das Gerät
hineinkommen.
Und dann kommt der solide soziale Riegel:
Der funktioniert dann, wenn der Gastgeber mitteilt das alle DNS-anfragen
geloggt werden. Damit dann nachgewiesen werden kann das kein Unheil
verursacht wurde und wenn doch eins geschehen ist - der Urheber damit
dingfest gemacht werden kann.
Das ist ausreichend abschreckend.
BTDT während einem Jahr mit ca. 50 Leuten an 10 PCs unterschiedlichster
Bauform - bis dato hat es noch niemand auch nur annähernd versucht die
Hürden zu überwinden.
Oh Mann...
Wir haben 2019, nicht 1898. Sollte da ein Feriengast ein „Textprogramm“
brauchen, dann hat der seine Hardware dazu dabei.
Stell einen ausreichen schnellen und stabilen WLAN-Zugang zur Verfügung,
und alle Gäste sind glücklich.
Oliver
Marcus L. schrieb:> Ich habe eine Ferienwohnung und möchte dort ein älteres Laptop den> Gästen für den alleinigen Internetzugang und evtl. das Nutzen eines> einfachen Textprogrammes zur Verfügung stellen.
Vergiss den Mist!
Die Gäste feixen nur über deine Idee, denn sie haben viel
leistungsfäherige Hardware mit im Koffer.
Und bewerten deine Ferienwohnung als nicht internetfähig.
Also mach ein Gäste-WLAN auf.
Und/Oder einen Hotspot deines Providers.
Bei der Telekom das WLAN To-Go.
Vodafone hat, glaube ich, sowas auch.
Die Frage hat er hier doch schon einmal gestellt.
Vor ein paar Monaten wurden hier die gleiche Frage mit dem gleichen
Problem gestellt und n Leute haben sich den Arsch aufgerissen die Frage
zu beantworten.
Schon traurig, dass der Threadstarter nicht einmal in seinem eigenen
alten Thread nachschaut.