CAN - Netzwerk / NMEA

OP #5357438
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Guten Tag,

mein Name ist Andreas. Vor langer Zeit habe ich mal eine Ausbildung 
gemacht zum Informationselektroniker. Viel zu lange her um noch alles zu 
wissen. Der Job ging halt einfach Richtung PC/Server-Welt und damit habe 
ich die Nähe zur Elektronik verloren. Hoffe das ich hier Leute finde die 
noch näher dran sind und mir bei meinem Vorhaben etwas unter die Arme 
greifen können.

NMEA ist ein Standard der auf dem CAN - Netz aufbaut. Da ich für meinen 
kleinen Kutter derzeit ein Netzwerk aufbauen möchte suche ich geeignete 
Materialien hierzu.

Generell scheint der Aufbau nicht weiter komplex zu sein, doch was mich 
stört sind die immensen Lizenzgebühren die mit jedem Stück Kabel und 
Stecker mitgekauft werden muss. So kommt es das ein 30cm Kabel mit 
Stecker leicht mal 20€ Kostet. Da investiere ich das Geld lieber mal 
wieder in ein bißchen Lötzinn.

Es sollen max 5 Teilnehmer/Endgeräte vernetzt werden

Generell sind es 4 Kabel + Schirmung wie folgt aufgebaut.

1 Shield Cable Shield Bare drain wire

2 NET-S +12v Device power Red wire

3 NET-C Device Ground Black wire

4 NET-H Dominant high signal White wire

5 NET-L Dominant low signal Blue wire

power lines sind 22AWG
signal lines sind 24AWG

Jeweils verdrillt und ummantelt, jedoch die signal leitungen sind etwas 
dicker ummantelt. Ob das relevant ist kann ich nicht einschätzen.

Ich habe Google gequält bis zur Erschöpfung, jedoch sehe ich vor lauter 
Wald die Bäume nicht. Das heißt die Auswahl ist einfach viel zu groß.

Um es kürzer zu machen, auf was muss ich unbedingt bei der Kabelwahl 
achten und was spielt bei so einem kleinen Netzwerk gar keine Rolle und 
ich kann es vernachlässigen. Wellenwiderstand/Impedanz, Schirmung und 
Isolierung.

Viele Grüße
Andreas
#5357818
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Moin,

was ist mit RJ11-Steckverbindern? ca. 20m lagen bei mir damals drin, 
Baudrate war sowas um 500kbps. Die Stecker/Buchsen gibt's auch 
allerorten in IP68-Variante, aber die kosten dann. Ansonsten gibt es 
auch gut lötbare Sachen ausm "Landwirtschafts-kompatiblen" Bereich, die 
etwas günstiger sind, z.B mal bei Banggood.com nach "IP68 connector" 
suchen.
Vom Kabel her würde ich mir keine grossen Sorgen machen, aber was 
geschirmtes würde ich schon nehmen, wenn's an nem lecker 
funkenspratzenden Generator vorbeiläuft.
OP #5357830
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Martin S. schrieb:
> Moin,
>
> was ist mit RJ11-Steckverbindern? ca. 20m lagen bei mir damals drin,
> Baudrate war sowas um 500kbps. Die Stecker/Buchsen gibt's auch
> allerorten in IP68-Variante, aber die kosten dann. Ansonsten gibt es
> auch gut lötbare Sachen ausm "Landwirtschafts-kompatiblen" Bereich, die
> etwas günstiger sind, z.B mal bei Banggood.com nach "IP68 connector"
> suchen.
> Vom Kabel her würde ich mir keine grossen Sorgen machen, aber was
> geschirmtes würde ich schon nehmen, wenn's an nem lecker
> funkenspratzenden Generator vorbeiläuft.

Das ist auch eine Idee, allerdings ist Geräteseitig/NMEAseitig ein 
Micro-C Stecker vorgegeben. Was meinst du denn was der 
Kabeldurchmesser(litze) für eine Auswirkung hat. Ich lese immer wieder 
das die Impedanz das Zünglein an der Waage für eine stabile Verbindung 
ist.
Gast #5357917
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Andreas M. schrieb:

> Um es kürzer zu machen, auf was muss ich unbedingt bei der Kabelwahl
> achten und was spielt bei so einem kleinen Netzwerk gar keine Rolle und
> ich kann es vernachlässigen. Wellenwiderstand/Impedanz, Schirmung und
> Isolierung.

Wie lang soll die Kabelage denn werden?
Gibt es Stichleitungen?
Wie hoch ist die Bitrate bei dem CAN2000 eingestellt?
#5357928
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Andreas M. schrieb:
> Was meinst du denn was der
> Kabeldurchmesser(litze) für eine Auswirkung hat

Der hätte v.A. eine Auswirkung auf den Strom. Die 
Impedanz/Wellenwiderstand ist eher eine Frage der induktiven/kapazitiven 
Last des Kabels, aber bis die Pulse bei den NMEA-Baudraten 
auseinanderschmieren, müsstest du einen laaangen Kutter haben. Die 
billigen RJ11-Telefonkabel, die ich verwendet habe, waren null 
impedanzkontrolliert, wenn du da optimal arbeiten willst, müsstest du 
halt nach der Impedanzangabe 60 Ohm suchen - aber wie gesagt, ich sehe 
das eher relaxt bei den Dimensionen.
Wichtig ist allenfalls die Terminierung, sonst siehst du bei längeren 
Kabeln die berüchtigten Reflexions-Überschwinger. Gehe jetzt mal von 
aus, dass die Geräte immer jeweils zwei Buchsen haben, oder? Dann kannst 
du nen 120-Ohm-Widerstand ja im Stecker (als Eigenbau-Terminator) 
versenken und bei Bedarf zuschalten.
Gast #5358414
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Was meinst du mit das die Geräte immer zwei Buchsen haben?
Sie haben auf der Geräterückseite ein M12er gewinde und darin befinden 
sich 4 connetor-pins je nach dem männlich bzw weiblich. Sie nennen es 
nmea micro-c denke aber das es industriestandard ist.

Die Baudrate ist 500kbs und die länge des Boots ist 5m. Das längste 
Kabel wird max 3m sein und vom Außenborder kommen. Der Rest besteht aus 
Stichleitungen von Echoloten.
Gast #5358460
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Die Micro-C sehen aus wie 5-pol M12 Stecker, aber die Aussparung scheint 
eckig statt halbrund zu sein.

http://www.interfacebus.com/NMEA-2000-micro-c-connector-pin-assignments-orientation.jpg

vs.

https://www.arnotec.de/fileadmin/_migrated/pics/M12-Stecker_5pol_M12-Buchse_Steckerbelegung.jpg

Das teure wird wohl die Beschaffung des Steckers sein.


Als Kabel würde ich 2x2x0,irgendwas mit Schirm als Außenkabel 
beschaffen.
Schade dass es EIB Kabel nicht für außen gibt, das wäre perfekt.
OP #5358468
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Erik schrieb:
> Die Micro-C sehen aus wie 5-pol M12 Stecker, aber die Aussparung scheint
> eckig statt halbrund zu sein.
>
> 
http://www.interfacebus.com/NMEA-2000-micro-c-connector-pin-assignments-orientation.jpg
>
> vs.
>
> 
https://www.arnotec.de/fileadmin/_migrated/pics/M12-Stecker_5pol_M12-Buchse_Steckerbelegung.jpg
>
> Das teure wird wohl die Beschaffung des Steckers sein.
>
>
> Als Kabel würde ich 2x2x0,irgendwas mit Schirm als Außenkabel
> beschaffen.
> Schade dass es EIB Kabel nicht für außen gibt, das wäre perfekt.

Evtl könnte man ja die "Nase" ja vorsichtig entfernen, ist ja für mich. 
Wäre dann eben beim Verbinden mit Vorsicht verbunden um nicht 
versehentlich zu verpolen
OP #5358563
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Erik schrieb:
> NMEA Kabel gibs zB hier:
> 
https://busse-yachtshop.de/s/Maretron-NMEA2000-Kabel-Meterware-standard-Micro-Kabel?curr=EUR
>
> kostet jetzt ein paar € mehr pro Meter, aber bei den geringen Längen
> würde ich da mal drüber wegsehen.
>
>
> Bleiben noch die M12/Micro-C Stecker bzw für den Stich ein T-Stück.

Vielen Dank, Preis für das Kabel geht wirklich noch.

Stecker scheint wirklich das Problem zu sein.

Ein Stecker 23Euronen aaaaargggg bei 8 Stück 184€ :(
Gast #5358607
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Du hast leider nicht wirklich eine sinnvolle Geldspanne angegeben.
Nur "20€ für 30cm" sind zu teuer.

Wie wir jetzt sehen, sind alleine die beiden Stecker teurer. ;)

Sparen kann man da eigentlich nur, wenn man sich irgendwie billigstes 
Außenkabel beschafft und auf Stecker und Buchsen weitgehend verzichtet 
und in Kabelmuffen direkt verbindet.

Wartbarkeit und Robustheit stehen dabei natürlich auf einem anderen 
Blatt.
OP #5358622
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Erik schrieb:
> Du hast leider nicht wirklich eine sinnvolle Geldspanne angegeben.
> Nur "20€ für 30cm" sind zu teuer.
>
> Wie wir jetzt sehen, sind alleine die beiden Stecker teurer. ;)
>
> Sparen kann man da eigentlich nur, wenn man sich irgendwie billigstes
> Außenkabel beschafft und auf Stecker und Buchsen weitgehend verzichtet
> und in Kabelmuffen direkt verbindet.
>
> Wartbarkeit und Robustheit stehen dabei natürlich auf einem anderen
> Blatt.

Das stimmt, mein Gedanke war. Das diese Stecker bestimmt nicht für NMEA 
erfunden wurden. Sondern wie so oft in dem Bootssektor von irgendwo aus 
der Industrie kommen einen neuen Namen bekommen und dann wesentlich 
teurer verkauft werden

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