Hi,
ich suche einen Bitcounter, der mit einer Eingangsfrequenz von 24,576MHz
klarkommt und 512 sowie 16 Teiler-Ausgänge hat. Hat da jemand einen
Vorschlag?
Habe hier einen 4040BE liegen, der kommt aber nur mit etwa 10MHz Eingang
klar...
Gruß,
Julian
@ julian (Gast)
>Habe hier einen 4040BE liegen, der kommt aber nur mit etwa 10MHz Eingang>klar...
Nimm einen 74HC4040, das ist eine schnelle CMOS Version. Dann klappt das
auch mit 25MHz.
MFG
Falk
Die Nummer 151610 war tatsächlich vorrätig. Den hatte ich vorher noch
nicht gefunden (c:
Habe den also gestern abend noch bekommen und jetzt eingelötet.
Grundsätzlich arbeitet er auch wie er soll. Allerdings habe ich z.B. am
Ausgang eine max Spannung von etwa 3.3V (VCC ist 5V) und beim Low-Pegel
des Takts immer noch 1.6V. Zwischendurch ist dann immer mal ein Impuls,
der auf 0V runtergeht. (Siehe auch Mess-Bild im Anhang) Hat dafür jemand
eine Erklärung?
Also das Phänomen mit dem Spannungsbereich ist gerade auf wundersame Art
und Weise verschwunden.... Dafür ist zwischendurch immer mal ein etwas
breiterer Impuls zu sehen. Habe das nochmal angehängt... Das sollte ja
egtl auch nicht sein.
Für 48kHz hat das Signal aber beachtlich langsame Flanken.
Falls es ein Steckbrettaufbau sein sollte, bitte mal die Kontaktgabe an
allen benutzen IC Pins kontrollieren.
Ich hatte tatsächlich eine schlechte Lötstelle... Daher die einzelnen
verlängerten Zyklen...
Die schräge Flanke kam durch den Digitalfilter des Oszis... Anbei mal
ein Bild wie es jetzt ungefiltert aussieht. Sollte ich da evtl noch ein
RC-Glied an den Ausgang hängen?
Dann liegt der beobachtbare Ripple evtl. an der Messung selbst,
beispielsweise der Position vom Masseclip. Oder du hast Übersprechen
drin. Ist aber letzlich egal.
Hier nochmal eine Großaufnahme aller beteiligten Frequenzen.
Ganz unten die 24.576MHz, darüber die 48kHz und ganz oben die
1,536Mhz... Sauber ist wohl was anderes...
Kann ich das wirklich so lasen?
Das Überschwingen könnten Leitungs- oder Tastkopfoszillationen sein.
Direkt am Pin messen, nicht nch 20cm Leitung. Masseclip ab oder offen
lassen, jedenfalls nicht an GND ran. Statt dessen falls vorhanden mit
Massefeder an GND, oder sonst Masseschild vorne am Tastkopf so kurz(!)
wie möglich an GND.
Also bisher konnte ich diese Schwingungen, egal wie ich gemessen habe,
nicht wegbekommen... Messtechnicsch sind die ja immerhin 2.4V Peak to
Peak... Von -1.2V bis 1.2V bei Low-Pegel. Da ich den Takt an einen
AT91SAM7A3 (TK für den SSC) anlege dürfte das schon problematisch sein.
Der LOW-Pegel darf max 0.8V betragen...
Noch irgendwelche Ideen, was ich tun könnte?
Gruß,
Julian
@ julian (Gast)
>Noch irgendwelche Ideen, was ich tun könnte?
Irgendwas ist da faul, deine Signale sind auch während des konstanten
Pegls tierisch verrauscht/verzittert.
Wie misst du? Ich hoffe mit einem 10:1 Taskopf.
Was für ein Scope ist das? Welche Bandbreite hat es?
MFG
Falk
Also, erstmal zum Aufbau:
Oszilloskop ist ein LeCroy WaveAce 214. Ich messe im Moment mit 3
Kanälen. Tastköpfe sind die originalen von LeCroy (auf 10x gestellt).
Lediglich am ersten habe ich eine Masseklemme, die im Moment an einen
Masse-Pin am Evaluation-Board geht. (Siehe Foto)
Ob ich mit Masseklemme oder Massefeder aus kürzestem Weg messe macht
keinen Unterschied. Allerdings: Wenn ich direkt an den Pins des 4060
Messe sehen die Frequenzen besser aus, als wenn ich sie an den Kontakten
zwischen DAC und uC messe.
Ich speiße mit einem 2-Kanal Labor-NT, da der 4060 mit 5V gespeißt
werden muss, während die Platinen mit D/A-Wandler und Sample-Rate
Converter (http://www.twistedpearaudio.com/digital/metronome.aspx) 7.5V
brauchen.
Die Sample-Rate Converter-Platine dient im Moment ausschließlich als
Quelle für die 24.576MHz. Ansonsten ist sie abgeklemmt.
Der uC ist ein AT91SAM7A3 auf dem dazugehörigen EK-Board.
julian schrieb:> Ob ich mit Masseklemme oder Massefeder aus kürzestem Weg messe macht> keinen Unterschied.
Dort wo die Masseklemme jetzt sitzt, ist einer der maximal ungünstigsten
Punkte, denn das Signal wird ja sogar an einer ganz anderen Platine
abgenommen... :-o
> Allerdings: Wenn ich direkt an den Pins des 4060 Messe sehen die> Frequenzen besser aus, als wenn ich sie an den Kontakten> zwischen DAC und uC messe.
Um wieviel besser?
Ist deine Frequenzteilerplatine da rechts unter dem Oszilloskop?
Dir muß schon klar sein: 24MHz ist HF, da kommt es auf Millimeter (oder
wenigstens cm) an... :-o
Also, ich habe den Versuchsaufbau mal optimiert.
Die Teiler-Platine liegt jetzt zwischen den anderen. Alle Kabel die mit
den Takten zu tun haben habe ich so kurz wue möglich gehalten. Anbei ein
Bild vom neuen Aufbau, während ich die 48kHz-Leitung messe (mit
Massefeder).
Die Messung auf dem Oszi ebenfalls im Anhang. Oszi steht auf DC, ja.
julian schrieb:> während ich die 48kHz-Leitung messe (mit Massefeder).
Interessant wäre das andere Ende des Frequenzbereichs.
Und/oder die Flanken der Signale.
Um das ganze nochmal fortzuführen, ich möchte mit den Frequenzen den SSC
des AT91SAM7A3 takten. Der 4060 fungiert damit quasi als externer
Controller für den I2S-Bus, den ich zur Verbindung vom AT91 (SSC) an das
DAC-Modul verwende.
Ich habe das ganze jetzt trotz der unschönen Clocks mal angeklemmt und
die Firmware auf externen Takt eingestellt, aber funktionieren tut das
ganze leider noch nicht. Jetzt ist natürlich die Frage, ob es daran
liegt, dass auf dem Takt zuviel Müll ist und der AT91 die Pegel gar
nicht sauber erkennt oder ob es an der Firmware liegt...
Letztlich habe ich nur zwei Register verändert. Und zwar das TCMR
(0x10402, CKS=TK, CKO=none, CKG=none, START=falling edge of TF,
STTDLY=1) sowie das TFMR-Register (0x18f, DATLEN=15, FSOS=NONE,
DATNB=1).
In der Original-Version ist der Takt im uC generiert worden und das hat
soweit funktioniert.
Wie würdet ihr vorgehen um das Problem weiter einzugrenzen?
@julian (Gast)
> IMAG0043.jpg> 1,5 MB, 39 Downloads
Und mal wieder ein Fall für Dr. Bildformate. :-(
>Oszilloskop ist ein LeCroy WaveAce 214.
Das hat 100 MHz.
> Ich messe im Moment mit 3>Kanälen. Tastköpfe sind die originalen von LeCroy (auf 10x gestellt).
Gut.
>Lediglich am ersten habe ich eine Masseklemme,
Und dann wundern dich deine Messergebnisse? Ohje!
So geht das nicht!
> die im Moment an einen>Masse-Pin am Evaluation-Board geht. (Siehe Foto)
Totaler Mist.
JEDER Taskopf braucht eine SEHR kurze Masseanbindung.
>Ob ich mit Masseklemme oder Massefeder aus kürzestem Weg messe macht>keinen Unterschied.
Glaub ich nicht.
> Allerdings: Wenn ich direkt an den Pins des 4060>Messe sehen die Frequenzen besser aus, als wenn ich sie an den Kontakten>zwischen DAC und uC messe.
Deine "Verbindung" sind wilde Klingeldrähte! Schon mal überlegt, dass
25MHz KEIN Pappenstil sind?
Und dass die Anstiegszeit der Signale verdammt kurz ist?
Siehe Wellenwiderstand.
Du brauchst eine SOLIDE Verbindung für deine Signal, wenigsten
verdrillte Doppelleitungen (Signal + GND).
MFG
Falk
Falk Brunner schrieb:> Und mal wieder ein Fall für Dr. Bildformate. :-(kopfeinzieh sorry /c:
>>Oszilloskop ist ein LeCroy WaveAce 214.>> Das hat 100 MHz.
Was ja reichen sollte!?
>>Lediglich am ersten habe ich eine Masseklemme,>> Und dann wundern dich deine Messergebnisse? Ohje!> So geht das nicht!>>> die im Moment an einen>>Masse-Pin am Evaluation-Board geht. (Siehe Foto)>> Totaler Mist.>> JEDER Taskopf braucht eine SEHR kurze Masseanbindung.
Ok, wird zukünftig bedacht. Zuletzt hatte ich ja nur noch
1-Kanal-Messungen mit Massefeder gemacht. Kürzer schaffe ich die
Masse-Anbindung nicht.
>>Ob ich mit Masseklemme oder Massefeder aus kürzestem Weg messe macht>>keinen Unterschied.>> Glaub ich nicht.
Ist aber wirklich so...
>> Allerdings: Wenn ich direkt an den Pins des 4060>>Messe sehen die Frequenzen besser aus, als wenn ich sie an den Kontakten>>zwischen DAC und uC messe.>> Deine "Verbindung" sind wilde Klingeldrähte! Schon mal überlegt, dass> 25MHz KEIN Pappenstil sind?> Und dass die Anstiegszeit der Signale verdammt kurz ist?> Siehe Wellenwiderstand.> Du brauchst eine SOLIDE Verbindung für deine Signal, wenigsten> verdrillte Doppelleitungen (Signal + GND).
Ok... also werde ich mal sehen, wie ich das Löse. Im Grunde habe ich ja
mehrere zusammengehörige Takte - Die unterschiedlichen Taktleitungen zu
verdrillen ist aber eher keine gute Idee, oder? Sollte ich jede
Taktleitung mit einer Masse-Leitung zusammen verdrillen? Dann produziere
ich ja ohne Ende Masse-Leitung...
Oder vielleicht gleich ein geschirmtes Cat5 Kabel benutzen? :D
Sorry, ist mein erster Versuch im MHz bereich...
Danke für Deine/Eure Ausdauer mit mir!! (c:
julian schrieb:> Sollte ich jede Taktleitung mit einer Masse-Leitung zusammen verdrillen?
Bingo!
> Dann produziere ich ja ohne Ende Masse-Leitung...
Schon mal einen SCSI-Bus gesehen? Oder ein Ultra-ATA Kabel? Bei
hochfrequenten Signalen gehört zu jeder einzelnen Signalleitung stets
auch eine eigene Masseleitung.
A. K. schrieb:> julian schrieb:>>> Sollte ich jede Taktleitung mit einer Masse-Leitung zusammen verdrillen?>> Bingo!>>> Dann produziere ich ja ohne Ende Masse-Leitung...>> Schon mal einen SCSI-Bus gesehen? Oder ein Ultra-ATA Kabel? Bei> hochfrequenten Signalen gehört zu jeder einzelnen Signalleitung stets> auch eine eigene Masseleitung.
ATA sind doch idR Flachbandkabel... Und nicht verdrillt...
SCSI lasse ich gelten (c:
Also nehme ich jetzt eine Nummer solidere Kabel und verdrille die
jeweils mit einer Masseleitung?
Oder bieten sich da irgendwelche Standardkabel an, die passend verdrillt
sind?
@ julian (Gast)
>> Das hat 100 MHz.>Was ja reichen sollte!?
Naja, gerade so. Denn die Anstiegszeit ist irgendwas um die 5ns, das
sind ~70MHz.
>Ok, wird zukünftig bedacht. Zuletzt hatte ich ja nur noch>1-Kanal-Messungen mit Massefeder gemacht. Kürzer schaffe ich die>Masse-Anbindung nicht.
Das reicht.
>mehrere zusammengehörige Takte - Die unterschiedlichen Taktleitungen zu>verdrillen ist aber eher keine gute Idee,
NEIN!
> oder? Sollte ich jede>Taktleitung mit einer Masse-Leitung zusammen verdrillen?
JA!
> Dann produziere>ich ja ohne Ende Masse-Leitung...
Und?
Schau dir mal die Flachbankabel für Festplatten mit ATA-3 an, dort ist
jede 2. der 80 Adern Masse.
>Oder bieten sich da irgendwelche Standardkabel an, die passend verdrillt>sind?
Dein CAT-5 Kabel hat 4 Paar.
MFG
Falk
Also, ich war fleißig und habe jetzt überall verdrillte Kabel. Anbei die
24,576MHz sowie die Flanke der 48kHz wie sie jetzt aussehen.
Ist das vertretbar? Oder immer noch nicht ok?
Hätte jetzt vom Gefühl gesagt, damit müsste der uC klarkommen, oder?
Noch nen Bild zur Illustration vom Ausgang eines 74HC-Gatters
http://carrotindustries.net/ring.png
Das Blaue Signal ist direkt mit der Massefeder gemessen (kann man die
eigentlich wo nachkaufen?)
Das Pinke mit der üblichen Masseschnur.
@ julian (Gast)
>Also, ich war fleißig und habe jetzt überall verdrillte Kabel. Anbei die>24,576MHz
Na das ist doch astrein.
> sowie die Flanke der 48kHz wie sie jetzt aussehen.
Naja, bissel komischer Unterschwinger, aber OK.
MFG
Falk
Luk4s K. schrieb:> Das Blaue Signal ist direkt mit der Massefeder gemessen (kann man die> eigentlich wo nachkaufen?)
Bei den Testecs ist keine dabei, aber es gibt sie als Zubehör - ich hab
sie mal bei rscomponents gesehen. Kreative Zeitgenossen bauen sich die
auch schon mal selber.
Ok, danke Jungs... Habe ich mal wieder was gelernt (c:
Nun muss ich rausfinden, warum der AT91 noch nicht mitspielt... Aber das
ggfls in einem anderen Thread...
Bzgl. der 48kHz werde ich nochmal gucken, ob ich noch irgendwo weiter
optimieren kann...
Gruß,
Julian!