Hallo,
kann jemand einen USB-Stick empfehlen, auf dem man richtig arbeiten
kann?
Mein Problem ist, dass ich Daten an mehreren Rechnern bearbeite, also
hab ich es bisher so gehandhabt, dass ich die Daten vom Stick auf den
jeweiligen Rechner schubse, bearbeite und dann wieder auf den Stick
schiebe.
Hat den Nachteil, dass man immer hin und her kopiert, und wenn man
vergisst die Daten auf einem Rechner zu löschen, dann tappt man evtl. in
die Falle dass man auf einem alten Stand weiter arbeitet.
Freilich hab ich den Versuch gemacht, die Daten direkt auf dem Stick zu
bearbeiten, aber gefühlt würde ich sagen, dass das noch viel träger ist
als Stick->PC->Stick, sprich meine Sticks taugen wohl wirklich nur als
Speichermedium.
Ralf
grundsätzlich ist die schreib/lesegeschwindigkeit das Problem.
von daher einen USB 2.0 Stick der die Schnittstelle ausnutzt oder einen
3.0 Stick der die Leistung auch bringt, allerdings sind die nicht
unbedingt günstig. Lies dir einfach ein paar Reviews durch.
Eine andere möglichkeit könnte ein NAS sein das Zentral die Daten zur
Verfügung stellt. Allerdings schreibst du ja nicht viel über die
Anwengund und die Umgebung von daher sind alle Tipps relativ
Oberflächlich.
fuelre F. schrieb:> grundsätzlich ist die schreib/lesegeschwindigkeit das Problem.
@Ralf (Gast): Wie sind Deine Rahmenbedingungen?
Ich klinke mich mal ein, weil ich ein ähnliches Problem habe. Allerdings
kann ich vom einen PC nicht auf das NAS zugreifen, welchels ich vom
anderen PC nutzen könnte.
Welcher USB-Stick hat die beste schreib/lesegeschwindigkeit für das
gleiche Geld?
Ich denke, so ist auch die Frage von "Ralf (Gast)" gemeint. Oder?
Torsten C. schrieb:> Welcher USB-Stick hat die beste schreib/lesegeschwindigkeit für das> gleiche Geld?
es ging Samsung SSD-Festplatten als USB. Das ist ausreichend schnell
> Ich denke, so ist auch die Frage von "Ralf (Gast)" gemeint. Oder?
ich hätte fast vermutet, er sucht eine PC im USB-Stick Format. So ein
Adroid-HDMI-Stick.
@fuelre & 3162534373 :
> grundsätzlich ist die schreib/lesegeschwindigkeit das Problem.
Aber es scheint wohl auch so zu sein, dass es einfach auch schlechte
Sticks gibt, oder täusche ich mich da? Unter anderem ist ein Sandisk
CruzerEdge Stick im Einsatz, scheint jedenfalls nicht viel zu taugen.
Oder kann es am verwendeten FileSystem liegen -> NTFS?
> von daher einen USB 2.0 Stick der die Schnittstelle ausnutzt oder einen> 3.0 Stick der die Leistung auch bringt, allerdings sind die nicht> unbedingt günstig. Lies dir einfach ein paar Reviews durch.
Genau das wäre nun mein Ziel gewesen. Ein guter 2.0 müsste es tun, USB
3.x Schnittstellen habe ich nicht.
> Eine andere möglichkeit könnte ein NAS sein das Zentral die Daten zur> Verfügung stellt. Allerdings schreibst du ja nicht viel über die> Anwengund und die Umgebung von daher sind alle Tipps relativ> Oberflächlich.
Naja, ich hab ein "Light-NAS", sprich einen weiteren Stick an der
FritzBox, ist auch nicht der Hit. Und ich vergaß zu erwähnen, dass nicht
alle Rechner am gleichen Netz hängen, ein richtiges NAS wäre also nur
für einzelne Netzwerke die Lösung.
Ralf
@Torsten:
> Ich denke, so ist auch die Frage von "Ralf (Gast)" gemeint. Oder?
Genau, wobei ich gern bereit bin, in einen gescheiten Stick zu
investieren. Die 32GB 10€-Dinger aus den diversen "Superdupermärkten"
bringen es jedenfalls nicht, egal welcher Name drauf steht. You get what
you pay for...
@Peter II:
> es ging Samsung SSD-Festplatten als USB. Das ist ausreichend schnell
Stimmt, aber so'n Ding willst du nicht ständig in der Hosentasche
mitschleppen - Verwechslungsgefahr mit dem Smartphone =)
> ich hätte fast vermutet, er sucht eine PC im USB-Stick Format. So ein> Adroid-HDMI-Stick.
Nein nein, ich brauch einfach nur ein kleines und flottes mobiles
Laufwerk in der Größe eines Sticks.
@Michael:
> Und was spricht gegen eine externe 2.5"-HDD?
Der Formfaktor. Festplatten mitschleppen kann man machen, wenn man eh
einen Laptop samt Tasche dabei hat.
Ralf
nein Filesystem ist kein Problem
natürlich gibt es unterschiedliche Qualitätsstufen bei USB Sticks - ist
wie bei Autos - ein Fiat 500 fährt genauso wie ein Audi Q7 von A nach B,
doch der Audi ist einfach schneller, größter, komfotabler ...
Deshalb gibt es auch USB3 Sticks die langsamer als USB2 Sticks.
Da ich nicht mehr im Bilde bin was aktuell die Top Geräte sind kann ich
dir leider bloß sagen, dass du Tests lesen kannst.
zb. auf PCGH, Computerbase, ...
aber was ganz sicher die Leistung bringt sind sogenannte USB-SSDs, aber
mit 10€ Sticks haben die nicht mehr viel zu tun.
Moin,
die USB-Schnittstelle ist letztendlich der "Flaschenhals".
Ansonsten werden für Sticks doch i.d.R. die möglichen Transferraten
angegeben, so dass man eine Orientierung hat.
Und selbstverständlich wird "schnellerer Stick" immer auch "teurerer
Stick" bedeuten.
Aber in Anbetracht der Tatsache, dass es Zeiten gab, in denen man sich
eine Speichermenge von z.B. 16 GB nur als Lagerhalle voller Festplatten
vorstellen konnte, sollten uns die paar Euronen kein Kopfzerbrechen
bereiten.
;-)
Ralf schrieb:> Oder kann es am verwendeten FileSystem liegen -> NTFS?
Ich habe mal ein Linux auf einem USB Stick installiert und dann versucht
so weit wie möglich zu optimieren. Mit den richtigen Mountoptionen
(noatime,..), filesystem, alignment, readahead, writecaches,
io-scheduler etc. kann man je nach Anwendung schon nochmal viel
herausholen. Bei USB 2 könnte man sogar überlegen, ob man mit einem
filesystem mit eingebauter Komprimierung den USB Flaschenhals ein
stückweit umgehen könnte.
Aber da du anscheinen mit Windows arbeitest (ntfs) sind dir da wohl
ziemlich die Hände gebunden, schon alleine die Liste der unterstützten
filesysteme ist ein Witz...
Die Lösung liegt vermutlich in der Windows-Option "für schnelles
Auswerfen optimieren", diese deaktivieren, dann wird der Schreibcache
eingeschaltet. Andernfalls kannst du das vergessen.
Simon S. schrieb:> Bei USB 2 könnte man sogar überlegen, ob man mit einem filesystem mit> eingebauter Komprimierung den USB Flaschenhals ein stückweit umgehen> könnte.>> Aber da du anscheinen mit Windows arbeitest (ntfs) sind dir da wohl> ziemlich die Hände gebunden, schon alleine die Liste der unterstützten> filesysteme ist ein Witz...
Da NTFS seit etwa zwei Jahrzehnten* Kompression auf Dateisystemebene
unterstützt, sind hier niemandem die Hände gebunden.
Einen "schneller" USB-Stick kann man sich aus der Kombination eines
USB3-SATA-Adapters (in Form eines 2.5"-USB3-Festplattengehäuses) und
einer SATA-SSD zusammenbauen. Das ist dann halt etwas klobig, aber
schnell, solange es an einem USB3-Host betrieben wird.
Bei einem USB2-Host ist die Datenrate auf etwa 30..40 MByte/sec
beschränkt.
Kleiner wird es bei der Verwendung einer mSata-SSD und eines
entsprechenden Adapters; mir ist im Moment aber nicht bekannt, ob es so
etwas auch mit praktischem Gehäuse gibt.
*) das Feature wurde mit NT3.5 oder 3.51 eingeführt.
Ralf schrieb:> @Peter II:>> es ging Samsung SSD-Festplatten als USB. Das ist ausreichend schnell> Stimmt, aber so'n Ding willst du nicht ständig in der Hosentasche> mitschleppen - Verwechslungsgefahr mit dem Smartphone =)
Nein, ich denke er hat damit eine SSD gemeint, welche die Grösse eines
USB-Sticks aufweist und auch solch einen anschluss hat.
Einfach mal nach 'SSD USB Stick' googeln. Tomshardware zeigt dir z.B.
solch einen.
Ralf schrieb:> @fuelre & 3162534373 :>> grundsätzlich ist die schreib/lesegeschwindigkeit das Problem.> Aber es scheint wohl auch so zu sein, dass es einfach auch schlechte> Sticks gibt, oder täusche ich mich da? Unter anderem ist ein Sandisk> CruzerEdge Stick im Einsatz, scheint jedenfalls nicht viel zu taugen.
Ja, die Cruzer-Teile sind langsam, hab auch einen solchen im Einsatz.
4-6 MB/s schreibend sind jetzt nicht die Wucht, zumindest bei Video.
Es muß nicht am Hersteller liegen. Die bauen, was der Markt braucht:
A-Klasse bis S-Klasse. Hier Beispiel Kingston: Langsame 8GB-Sticks und
10x schnellere.
Ralf schrieb:> Hat den Nachteil, dass man immer hin und her kopiert, und wenn man> vergisst die Daten auf einem Rechner zu löschen, dann tappt man evtl. in> die Falle dass man auf einem alten Stand weiter arbeitet.
Den Stick als SVN Repo nutzen und zum Arbeiten auf den Rechner
auschecken?
Ich weiß allerdings nicht, ob das bei deinen Dateiformaten sinnvoll ist
(nicht gut für binär Dateien) und mit wievielen Schreibzyklen der Stick
dadurch belastet wird.
Grüße
Sticks sind in der Regel als FAT32 formatiert und das ist der
Flaschenhals.
Formatier ihn als NTFS und er geht ab.
Du mußt dann allerdings vor dem Abziehen warten, bis die LED nicht mehr
flackert oder ihn auswerfen.
Und es sollte schon ein USB3 Stick sein. Alten USB2 Schrott sollte man
nicht mehr kaufen.
Peter Dannegger schrieb:> Formatier ihn als NTFS und er geht ab.
FAT od. NTFS ist auch eine Rechtefrage. Wenns dumm kommt, hat der andere
User unter NTFS andere Rechte und kann nicht alles lesen. Linuxe wie
Kubuntu haben mich da schon verwundert.
Peter Dannegger schrieb:> Und es sollte schon ein USB3 Stick sein. Alten USB2 Schrott sollte man> nicht mehr kaufen.
es gibt gute USB2.0 Stickt die schneller sind als billige USB3 sticks.
und 30Mbyte/s reichen im Normalfall bequem aus. Sticks die viel
schneller sind können auch nicht mehr so klein sein, weil dort wieder
wärme entsteht.
das ganze USB3 ist doch fast nur Marketing, schnell sind sie dabei
selten geworden.
Peter Dannegger schrieb:> Sticks sind in der Regel als FAT32 formatiert und das ist der> Flaschenhals.> Formatier ihn als NTFS und er geht ab.
Kann ich nicht bestätigen. NTFS verlangsamt aufgrund seiner Jounaling
Funktion die Zugriffe eher noch (praktisch nachvollzogen). Der
Flaschenhals bei den billigen Sticks ist der Controllerchip. So sind
schlechte USB3-Sticks u.U. sogar langsamer als gute USB2-Sticks.
> Du mußt dann allerdings vor dem Abziehen warten, bis die LED nicht mehr> flackert oder ihn auswerfen.
Das sollte man sich grundsätzlich angewöhnen.
Volker S. schrieb:> die USB-Schnittstelle ist letztendlich der "Flaschenhals".
Bei vielen Sticks stimmt das nicht. Die Schreibrate praktisch aller
billigen USB-Sticks liegt erheblich unter dem, was USB2 liefern könnte.
Und auch beim lesen nutzt längst nicht jeder Stick die mögliche
Datenrate auch aus.
> Ansonsten werden für Sticks doch i.d.R. die möglichen Transferraten> angegeben, so dass man eine Orientierung hat.
Oft werden da nur Leseraten angegeben. Das ist dann ein eindeutiges
Zeichen dafür, daß die Schreibraten unterirdisch sind. Die sind nämlich
fast immer erheblich geringer als die Leseraten.
oszi40 schrieb:> Es muß nicht am Hersteller liegen. Die bauen, was der Markt braucht:> A-Klasse bis S-Klasse. Hier Beispiel Kingston: Langsame 8GB-Sticks und> 10x schnellere.
Nicht nur auf der Seite hängt es vom Markt ab. Teilweise können auch
Sticks vom selben Typ sehr unterschiedlich in der Geschwindigkeit sein,
wenn z.B. der anfangs verwendete Flash-Typ gerade nicht verfügbar ist
und dann ein anderer langsamerer als Ersatz verwendet wird. Deshalb kann
man leider auch nicht immer den Tests vertrauen. Das ist wie früher bei
den CD-Rohlingen. Da konnten auch Rohlinge von ein und dem selben Typ
von verschiedenen Herstellern und komplett unterschiedlicher Qualität
sein.
Umd das auf dein Beispiel mit den Autos zu übertragen: Das ist dann
ungefähr so, als ob du eine S-Klasse kaufst und die dann nur mit einem
A-Klasse-Motor geliefert wird, weil es bei den S-Klasse-Motoren gerade
einen Lieferengpass gibt.
Peter Dannegger schrieb:> Und es sollte schon ein USB3 Stick sein. Alten USB2 Schrott sollte man> nicht mehr kaufen.
Das ist so in seiner Pauschalität falsch. USB3 ist kein Garant für hohe
Geschwindigkeit. Es gibt USB3-Sticks, die deutlich langsamer sind, als
das, was mit USB2 erreichbar ist. Ein schneller USB2-Stick ist daher
immer noch besser, als ein langsamer USB3-Stick.
Bei geizhals gibt es eine sehr große Liste von USB-Sticks, die man auch
nach vielen Parametern wie z.B. Lese- und Schreibrate filtern kann. Das
hilft evtl. bei der Auswahl: http://geizhals.de/?cat=sm_usb
Rolf Magnus schrieb:> USB3 ist kein Garant für hohe> Geschwindigkeit.
Ist aber meine Erfahrung. Alle meine 3-er sind erheblich schneller als
die 2-er.
Natürlich auch nur am 3-er Anschluß. Am 2-er Anschluß ist kaum ein
Unterschied.
Icke ®. schrieb:> NTFS verlangsamt aufgrund seiner Jounaling> Funktion die Zugriffe eher noch (praktisch nachvollzogen).
Der Witz an NTFS ist, daß es den Windows-Cache benutzt, FAT32 aber
nicht.
Man sieht das sehr schön daran, daß die Stick-LED noch weiterblinkt,
obwohl das PC-Programm schon lange fertig ist.
Es kommt bei kleinen Dateien daher garnicht auf die reale
Geschwindigkeit des Sticks an. Erst bei vielen großen Dateien (z.B.
100GB Filmsammlung) kommt die Schreibgeschwindigkeit des Sticks zum
Tragen.
Manche USB-Treiber erlauben einen zusätzlichen Cache. Mit Cache ist dann
der Explorer in 2GB-Häppchen gesprungen und hat gigantische Schreibraten
angezeigt. Die LED blinkt natürlich gleich lange, wie ohne Cache.
Natürlich muß man unter Computerschutz für den Stick den Schutz auf
"Aus" stellen. Sonst kostet es nur unnötig Zeit und Speicherplatz.
Peter Dannegger schrieb:> Der Witz an NTFS ist, daß es den Windows-Cache benutzt, FAT32 aber> nicht.> Man sieht das sehr schön daran, daß die Stick-LED noch weiterblinkt,> obwohl das PC-Programm schon lange fertig ist.
Ich kann mir denken, was bei dir gelaufen ist. Windows hat für deinen
NTFS-formatierten Stick den SCHREIB-Cache aktiviert und beim
FAT-formatierten nicht. Letzteres ist für Wechseldatenträger Standard,
kann jedoch unabhängig vom Dateisystem in den Laufwerkeigenschaften
geändert werden.
> Es kommt bei kleinen Dateien daher garnicht auf die reale> Geschwindigkeit des Sticks an. Erst bei vielen großen Dateien (z.B.> 100GB Filmsammlung) kommt die Schreibgeschwindigkeit des Sticks zum> Tragen.
Es ist gerade umgedreht, weil das Öffnen und Schließen von Dateien
zusätzlichen Overhead verursacht. Bei gleicher Gesamtgröße dauert daher
das Kopieren einzelner Dateien länger als bei einer einzigen großen.
Eben nachvollzogenes Praxisbeispiel:
Stick Transcend Jetflash 620 4GB, einmal FAT32, einmal NTFS formatiert.
Kopierdauer Ordner mit 100 Unterverzeichnissen und 881 Dateien:
FAT32 1:41 min / NTFS 1:52 min.
Kopierdauer einzelne AVI-Datei mit 701MB:
FAT32 1:23 min. / NTFS 1:23 min.
Ralf schrieb:> Unter anderem ist ein Sandisk> CruzerEdge Stick im Einsatz, scheint jedenfalls nicht viel zu taugen.
Ich habe einen ähnlichen rot/schwarzen (16GB), der hat nur 15%
Schreibrate gegenüber meinen anderen USB2 Sticks.
ich habe den Kingston DataTraveler HyperX 3.0 64 GB.
Der ist nicht ganz billig dafür mit USB3.0 und unter USB2.0 reizt er
auch bei kleinen Dateien schon die max. Geschwindigkeit von USB2.0 aus.
Anders als viele anderen USB-Sticks hat der HyperX keinen
USB-Speicherkontroller sondern einen SSD-Speichercontroller. Die
Rezessionen bei Amazon sprechen für sich.
Hab den Stick jetzt seit gut einem Jahr fast täglich im Einsatz...
Hallo zusammen,
vielen Dank für die zahlreichen Antworten.
Ich denke auch, dass nicht USB selbst der Flaschenhals ist, sondern der
entsprechende USB-Controller bzw. der Flash-Chip.
Ich werde den Stick nun probehalber mal noch mit ExFAT formatieren und
auch den Schreibcache aktivieren, und schauen ob es sich bessert.
Ansonsten kommt das Ding in die Tonne.
Es wurde erwähnt, dass bei USB 2.0 die Datenrate auf etwa 30-40MB
beschränkt ist - ich wäre froh wenn ich das hätte, das wäre dann okay.
Bei mir sind es laut Windows zwischen zwei und sechs MB schreibend, das
ist nicht brauchbar.
Das passt auch zu der Aussage von Reinhard, dass die Cruzer-Sticks murks
sind.
Parallel werd ich mir die Suche nach SSDs im Stick-Format gönnen, das
hat sich sehr interessant angehört. Ich wusste nicht, dass es sowas
(schon) gibt. Aber da wäre ich auch bereit etwas tiefer in die Tasche zu
greifen.
Besten Dank an alle.
Ralf
Icke ®. schrieb:> Eben nachvollzogenes Praxisbeispiel:>> Stick Transcend Jetflash 620 4GB, einmal FAT32, einmal NTFS formatiert.>> Kopierdauer Ordner mit 100 Unterverzeichnissen und 881 Dateien:>> FAT32 1:41 min / NTFS 1:52 min.>> Kopierdauer einzelne AVI-Datei mit 701MB:>> FAT32 1:23 min. / NTFS 1:23 min.
probier das mal mit total fragmentierter FAT und total fragmentiertem
Speicher. Wäre interessant ob das einen Unterschied macht. (vermute
ersteres schon, letzteres nicht)
Vlad Tepesch schrieb:> Icke ®. schrieb:>> Eben nachvollzogenes Praxisbeispiel:>>>> Stick Transcend Jetflash 620 4GB, einmal FAT32, einmal NTFS formatiert.>>>> Kopierdauer Ordner mit 100 Unterverzeichnissen und 881 Dateien:>>>> FAT32 1:41 min / NTFS 1:52 min.>>>> Kopierdauer einzelne AVI-Datei mit 701MB:>>>> FAT32 1:23 min. / NTFS 1:23 min.>> probier das mal mit total fragmentierter FAT und total fragmentiertem> Speicher. Wäre interessant ob das einen Unterschied macht. (vermute> ersteres schon, letzteres nicht)
wie soll denn die FAT Fragmentiert
Vlad Tepesch schrieb:> probier das mal mit total fragmentierter FAT und total fragmentiertem> Speicher. Wäre interessant ob das einen Unterschied macht. (vermute> ersteres schon, letzteres nicht)
wie soll denn die FAT Fragmentiert sein? Das ist doch ein fester block
wo nur eingetragen ist welchen Sektor belegt ist.
Vlad Tepesch schrieb:> probier das mal mit total fragmentierter FAT und total fragmentiertem> Speicher.
Fragmentierung wirkt sich bei Sticks genausowenig aus wie bei SSDs. Der
Flashspeicher muß keinen Kopf positionieren oder warten, bis der
gewünschte Sektor vorbeikommt. Das interessiert nur bei mechanischen
Festplatten.
Icke ®. schrieb:> Fragmentierung wirkt sich bei Sticks genausowenig aus wie bei SSDs. Der> Flashspeicher muß keinen Kopf positionieren oder warten, bis der> gewünschte Sektor vorbeikommt.
Nun kann Flash-Speicher aber typischerweise keine Sektoren einzeln
löschen, sondern nur deutlich größere Blöcke (z.B. 128kB). Somit muss
erst ein ganzer Block gelesen, zwischengespeichert, modifiert, dann das
Original gelöst und der neue Block geschrieben werden. Werden aber
mehrere Sektoren in einer Reihe geschrieben, kann das zusammengefasst
werden.
Mir ist jetzt nicht bekannt, ob es dafür bei USB-Sticks auch sowas wie
TRIM gibt, mit dem das Dateisystem dem Controller sagen kann, ob die
restlichen Blocke überhaupt gebraucht werden, aber davon gehört habe ich
bisher nicht.
Somit kann ich mir gut vorstellen, daß Fragementierung zwar nicht beim
lesen, aber beim schreiben sich durchaus auswirkt.
Ralf schrieb:> Mein Problem ist, dass ich Daten an mehreren Rechnern bearbeite
Also ich habe das mit einem SVN Server auf meinem Webspace gelöst.
Es ist zwar etwas aufwändig, einmalig pro Gerät eine Syncronisation
durchzuführen, aber danach schiebt man nur noch die Deltas rüber.
Backup macht der Hoster, da kann dann auch kein USB Stick verlorengehen.
Nachteil: Langsam, wenn keine ausreichende Netzverbindung vorhanden.
Rolf Magnus schrieb:> Nun kann Flash-Speicher aber typischerweise keine Sektoren einzeln> löschen, sondern nur deutlich größere Blöcke (z.B. 128kB). Somit muss> erst ein ganzer Block gelesen, zwischengespeichert, modifiert, dann das> Original gelöst und der neue Block geschrieben werden. Werden aber> mehrere Sektoren in einer Reihe geschrieben, kann das zusammengefasst> werden.
Das ist prinzipiell richtig, aber anders als bei Magnetfestplatten
müssen bei Flashmedien im Dateisystem logisch aufeinanderfolgende Blöcke
durch das Wearleveling nicht unbedingt auch auf dem physischen Flash
zusammenhängen. Also könnte eine Defragmentierung im ungünstigen Fall
sogar eine Verschlechterung bewirken.
Hallo,
ein kurzes Update: das Formatieren mit ExFAT hat den Stick schon etwas
beschleunigt, wobei freilich die Datenraten immer noch nicht an das ran
kommen, was USB 2.0 High-Speed zu bieten hat. Ich kann nun wenigstens
akzeptabel mit dem Stick arbeiten, aber langfristig muss etwas
schnelleres her, das werd ich dann in einem zweiten Schritt machen,
Empfehlungen gab es ja bereits einige, danke hierfür an alle.
Fazit: der Overhead durch NTFS auf einem Stick scheint tatsächlich eine
Rolle zu spielen, und das umso auffälliger, je "billiger" der Stick ist.
Ralf
Ralf schrieb:> Mein Problem ist, dass ich Daten an mehreren Rechnern bearbeite, also> hab ich es bisher so gehandhabt, dass ich die Daten vom Stick auf den> jeweiligen Rechner schubse, bearbeite und dann wieder auf den Stick> schiebe.
Schonmal drüber nachgedacht stattdessen sowas wie SyncThing oder
vergleichbares zu verwenden und dann komplett auf diese archaischen
USB-Sticks zu verzichten?
Und was sind das überhaupt für Dateien die Du da bearbeitest? Eventuell
wäre ja sowas wie git oder svn für das Problem weitaus angemessener?