Hallo,
die Schaltung soll es ermöglichen mit den Tastern 1 - 8 das jeweilige
Relais einzuschalten. Vor dem einschalten des ausgewählten Relais, soll
das Relais welche angezogen ist abschalten.
Die Schaltung funktioniert soweit, nur das beim Einschalten der Spannung
alle Relais anziehen.
Hat einer einen Typ für mich wie ich das Problem einfach löse?
Angenommen, man möchte etwa eine halbe Sekunde. Tau gleich R mal C. Da
es ein CMOS ist, darf man schön hochohmig werden. 4,7 MOhm und ein 0.1µF
beispielsweise sollten gut laufen, eventuell ein Folien-C zum Versuchen
mit 1 oder 2.2µf am Anfang. Man muß beachten, daß der C auf die Seite
klemmt, auf der der Reset aktiv ist......
Leider war ich verhindert, deshalb kommt die Antwort so spät. Also hab
jetzt mehrere Möglichkeiten probiert. Mehrer C´s und auch von 2Mohm bis
10Mohm alles durch. Keine Ahnung. Habe jeweils ein Kombi vor den Reset.
Hallo Cansie,
ziehen die Relais wirklich an?
Die CD40xx schaffen bestenalls einige einstellige mA am Ausgang.
Für ein Relais dürfte das kaum ausreichen, es sei denn Du stresst die
4076.
Wäre eine Lösung mit einem Prozessor nicht einfacher zu realisieren?
So schafft z.B. ein PIC ca. 25mA pro Port.
Die Pull-Ups an den Tastern sind bereits integriert. Selbst der
Taktgenerator ist eingebaut.
Die Schaltung reduziert sich so auf den PIC, die Taster und die Relais
samt Löschdioden. Die Software ist trivial und auch für Anfänger
problemlos zu verstehen.
Du kannst dann auch jedes Schaltverhalten einfach umsetzen, bei späteren
Änderungen brauchst Du nicht zu löten.
Ok, war jetzt nicht ganz Deine Frage ...
Gruß
Gerd
Hab die Schaltung mit LEDs aufgebaut und gerade Relais ersetzt. Du hast
recht, die Relais ziehen nicht an. Mit Pics hab ich mich noch nicht
weiter befasst.
Wenn es keine möglichkeit gibt, die Schaltung mit Relais zu realisieren,
muss ich das auf PIC ändern. Was bräuchte ich genau dazu?
Danke
hinter jeden Ausgang der 4076 einen Transistor mit passendem
Basisvorwiderstand, der dann die Relais schalten.
Ein BC548 müsste für deine Zwecke vermutlich funktionieren, als Basis
widerstand würde ich vermutlich 8,2k Ohm nehmen.
Hallo Cansie,
die eleganteste Methode wäre einen Leistungsschalter über einen
Optokoppler anzuschließen. Diese gibt es integriert in einem Gehäuse,
z.B. DIP8.
Jetzt stellt sich die Frage welche Last Du schalten möchtest.
Falls es etwas aus dem Stromnetz ist (z.B. 230V-Glühlampen) oder
zumindest ein Wechselstrom geschaltet werden soll würde sich ein
Triac-Optokoppler wie der TLP3616 eignen.
Willst Du einen Gleichstrom schalten müsste es ein Optokoppler mit
Transistor sein. Ein Triac würde in diesem Fall nicht mehr ausschalten.
Je nach Spannung und Strom gibt es dafür zahlreiche Bauteile.
Suche einfach bei einem Liferanten - am Besten einen der parametrische
Suche erlaubt (z.B. Farnell) - ein Bauteil nach Deinen Spezifikationen.
Du kannst Dich dann nach günstigen Lieferquellen umsehen.
Diese Variante hat viele Vorteile gegenüber Relais, z.B. geringerer
Ansteuerstrom, keine Probleme durch Induktivitäten (keine Löschdiode),
verschleißfrei, zuverlässiger, platzsparend, billiger, ...
Gruß
Gerd
PS: Sich mit PIC oder Konsorten zu beschäftigen lohnt sich!
Optokoppler und Relais ist meist nicht nötig. Statt einzelner
Transistoren könnte man ggf. ein Treiber IC wie ULN2003 nutzen - das
spart ggf. Lötstellen und Platz.
Einige der 40xxer CMOS ICs gibt es auch als 74HC40xx, sonst gibt es die
ähnliche Funktion meist auch aus der Serie - da hat man dann bis etwa 20
mA am Ausgang, aber halt nur bis etwa 6 V Versorgung.
Von den Datenblattangaben der Treiberleistung eines Pins eines CMOS 4000
muß man sich noch lange nicht ins Bockshorn jagen lassen!
Indessen ist es wahr, daß sie bei 5V noch nicht mal 1mA Strom leisten,
um die TTL-Spezifikation noch zu erfüllen. Dort geht es aber um ein
Fenster, in dem man noch gültige High- und Low-Pegel bekommt. Bei 9V und
15V sind sie durchaus in der Lage, selbst uralte LEDs hell leuchten zu
lassen.
Ich hatte gerade LEDs an einem Zähler 4040, bei 10V und 20mA pro LED,
das geht sehr gut, und sehr hell mit den 30 Jahre alten LEDs.
Für eine industrielle Entwicklung, die einigermaßen sicher sein soll,
würde ich aber doch separate Treiber überlegen. Dort hat man sich ja
auch an garantierte Datenblattangaben zu halten. Im Hobby geht das auch
mal als Restrisiko auf die eigene Kappe.
Im CMOS-Kochbuch steht es ebenfalls, daß die 4000 doch gar nicht so
schwach auf der Brust sind, und man ihnen zumindest bei
Betriebsspannungen ab 9V noch schöne Ströme entlocken kann. Die
Lastkurve in manchem Datenblatt zeigt es auch.
Cansie schrieb:> mal gehts , mal nicht ...mh
Ich würde auch zum ULN2803 + MC raten. Z.B. der ATtiny2313 hat 17 IOs,
also perfekt für 8 Ein- und 8 Ausgänge.
Er hat ein internes Unterspannungsreset und internen Takt.
Programmiert wird er vorzugsweise in C, Bascom gibt es aber auch.
Man kann für die Tasten eine Entprellung programmieren, damit sie nicht
auf Störungen ansprechen.
Und eine Verriegelung, wenn Tasten gleichzeitig gedrückt werden.
Man kann auch eine Totzeit programmieren, damit die Relais immer erst
abfallen und nie 2 gleichzeitig gezogen sind.
Man kann auch im EEPROM die letzte Stellung abspeichern und beim
Einschalten wieder das gleiche Relais ziehen lassen.
Durch die Programmierung ist man deutlich flexibler und zuverlässiger.
Super. Vielen Dank für alle Antworten! Klasse, bin echt begeistert wie
schnell und sachlich man hier Hilfe bekommt.
Werde jetzt ein bisschen was bestellen müssen und die Tage weiter
probieren.
Die Schaltung werde ich so verändern, dass ich den Grundaufbau nutzen
kann und mich in der nächsten Zeit mit PICs bzw Atmel beschäftigen und
denke da hab ich viel Nachholbedarf :-)
Nochmal DANKE an alle und werde jetzt auf die Post warten müssen.