Hallo zusammen,
ich würde gerne an meinen Intel NUC5 (NUC5PPYH) ein serielles Terminal
(VT220) anschließen. Der NUC5 hat intern auf einer Stiftleiste die
entsprechenden Pins herausgeführt. Aus den Specs des NUC5 kann ich
leider nicht entnehmen, ob der serielle Port nur TTL-Pegel kann, oder
auch RS232-Pegel.
In der Spec des NUC7 steht, dass TXD TTL-Pegel liefert und RXD RS232
kann - beim NUC5 leider nicht.
Hat von euch schon wer an den NUC5 ein RS232 Gerät benutzt?
Oder reicht zum Testen/Messen ein Widerstand an RXD?
Andreas B. schrieb:> Miss doch die Pegel an der ruhenden RS232 nach. Wenn da negative> Spannungen auftauchen, ist es echtes RS232. Bei 4.5-5V eben nicht.
Das werde ich machen. Aber wie gesagt, der NUC7 liefert ausgangsseitig
(TXD) TTL-Pegel und von daher will ich eben nicht darauf vertrauen, dass
er eingangsseitig auch tolerant für RS232 Pegel ist...
100Ω W. schrieb:> Warum verwendest du nicht einfach einen USB-zu-RS232 Converter?
Wäre möglich, aber wenn das Ding doch schon einen eingebauten seriellen
Port hat, dann möchte ich den gerne verwenden.
jobi schrieb:> In der Spec des NUC7 steht, dass TXD TTL-Pegel liefert und RXD RS232> kann - beim NUC5 leider nicht.
Was steht dort genau? In den Specs, die ich auf die Schnelle gefunden
habe, sind diese Pins gar nicht aufgeführt, weder beim NUC7 noch beim
NUC5.
Du kannst dir das TxD-Signal des NUC mit einem Oszi (sofern du eines
hast) anschauen.
Wenn der Signalpegel invertiert ist (Startbit high, Datenbit 1 low,
Datenbit 0 high), handelt es sich um ein RS-232-Signal (ggf. mit auf TTL
begrenzten Signalpegeln). Der RxD-Eingang ist dann höchstwahrscheinlich
±15V-tolerant, weil es sonst kaum eine praktische Anwendung für diese
Schnittstelle gäbe. Um sicher zu gehen, könntest du die Signalspannung
an RxD mit einem Widerstand und 2 Schottky-Dioden gegen VCC und GND
begrenzen.
Wenn hingegen die Signalpegel nicht invertiert sind, ist es eine
UART-Schnittstelle ohne Transceiver. Selbst wenn RxD ±15V-tolerant wäre,
würde die Kommunikation mit dem VT220 wegen der umgekehrten Polarität
des Signals nicht funktionieren. In diesem Fall brauchst du auf jeden
Fall einen Adapter.
Edit: Du brauchst gar nicht unbedingt ein Oszi. Es reicht, mit einem
Voltmeter den Ruhepegel von TxD zu messen. Ist der Pegel nahe 0V oder
negativ, ist es RS-232, sonst ein UART. Wenn du den NUC dauerhaft
Nullbytes senden lässt, sind die Pegel jeweils andersherum.
Yalu X. schrieb:> Was steht dort genau? In den Specs, die ich auf die Schnelle gefunden> habe, sind diese Pins gar nicht aufgeführt, weder beim NUC7 noch beim> NUC5.
Danke Yalu,
es hat sich erübrigt. Der NUC5PPYH besitzt definitiv keine Pins, wo die
Serielle herausgeführt ist. Es ist nicht jeder NUC5 und NUC7 gleich
ausgestattet. Mist. Ich habe bei Intel die Specs für den genauen Typ
erst später gefunden.
Werde 100Ωs Vorschlag umsetzen, das über USB zu machen. Geht ja auch
nicht anders :-(
jobi schrieb:> Werde 100Ωs Vorschlag umsetzen, das über USB zu machen. Geht ja auch> nicht anders :-(
So ein Adapter kostet ja fast nichts (2,75€ beim Chinesen) und erspart
dir das Herumdoktern im NUC.
Hallo,
noch ein Tipp zu den USB-RS232-Wandlern.
Spare nicht und kaufe einen mit FDTI-Chip.
Die von Silabs und welche mit CH340-Chip funktionieren auch unter
Windows 10.
Ich habe hier einige Wandler mit Prolific-Chip - die funktionieren
leider nicht mehr unter Windows 10.
Gruß Micha
Micha schrieb:> Spare nicht und kaufe einen mit FDTI-Chip.
Ich würde 'n Teufel tun, von dieser unverschämten Firma zu kaufen.
> Die von Silabs und welche mit CH340-Chip funktionieren auch unter> Windows 10.
Ich habe mehrere CH340 Adapter, im Gegensatz zu anderen werden die nicht
gefälscht und zählen nicht die Portnummern unendlich hoch.
Ich habe eine schlechte Software, gehört zu einer Navilock "GPS-Maus",
die mit den CH340 nicht spielt - sehe das aber als Ausnahme.
Der billigste USB-RS232-Adapter, den es derzeit auf Ebay zu kaufen gibt,
ist der HL-340. Leider hat er TxD-seitig keine echten RS-232-Pegel (±3V
bis ±15V), sondern nur 0V/+5V. Trotzdem funktioniert er mit den meisten
Geräten. Der darin enthaltene CH340 verschluckt sich manchmal bei hohen
Baudraten (1,5 MBd und höher), da der Empfangspuffer etwas zu klein
geraten ist, aber über ein typisches RS-232-Kabel sind solche Baudraten
sowieso nicht realistisch.
Ich habe gerade einen HL-340 mit einem VT220 (wie der TE eines hat)
getestet und konnte dabei keinerlei Probleme feststellen.