Thomas schrieb:
> Kennt ihr zufällig Optokoppler die eine hohe Emitter-Kollektor Spannung
> aufweisen. So im Bereich 60-70 V.
Gibts nicht.
Schau dir die Zonenfolge des Transistors im Optokoppler an: vom
Kollektor, über die Basis zum Emitter: n - p - n. Zwei pn-Übergänge in
Reihe. Die Basis ist meist nicht rausgeführt, aber das macht nichts. Nun
lege in Gedanken eine Spannung zwischen Kollektor und Emitter und schau
auf die pn-Übergänge. Je nach Polung sperrt entweder die Strecke
Kollektor-Basis oder Emitter-Basis.
Die Kollektor-Basis-Diode ist für eine hohe Sperrspannung ausgelegt. Sie
bestimmt die Spannungsfestigkeit eines Transistors (egal ob im
Optokoppler oder nicht). Die Basis-Emitter-Diode hingegen ist nicht
für Sperrbetrieb ausgelegt. Sie bricht typisch bei ca. 7V durch. Und
wenn das einmal passiert ist, dann ist der Transistor hin. Also nicht
ganz kaputt, aber die Stromverstärkung ist deutlich geringer.
Deswegen eignet sich ein Optokoppler (mit Transistor auf der
Sekundärseite) nicht zum Schalten von Wechselspannungen. Wenn man sowas
braucht, kann man entweder eine Diodenbrücke verwenden und den
Optokoppler in die Diagonale legen. Oder man verwendet einen Opto-Triac.
Im Prinzip auch ein Optokoppler, nur daß da auf der Sekundärseite ein
Triac drin ist.
XL