Hi,
wie kann ich am einfachsten einen Rundstahl von 10mm durchmesser
kreisrund biegen? Durchmesser 30cm, 40cm, 50cm, 60cm.
Gibt es einfache Biegevorrichtungen? Wie heißt soetwas, und wie geht
das?
Und wie kann ich solche Schnecken:
http://www.hausjournal.net/flacheisen-biegen
erzeugen? mit 10mm Rundtahl, etwas 2 Windungen im Abstand von 3-4cm
zueinander, nach außen leicht größer werdent wie im Bild?
Danke
Gruß
DS
Schraubstock, Hammer, rundholz Wassergetränkt, und nen Brenner.. Heiß
machen bis es glüht und wie der Rest anzuwenden ist sollte man schon
erahnen können
Moin,
je nach Menge an Ringen würde ich mir entweder eine passende
Rollenbiegmaschine oder eine freundliche Schlosserei suchen.
Die Maschine lohnt sicher erst ab einer beachtlichen Stückzahl.
Wie man so eine Spirale macht, weiss ich auch nicht.
--
SJ
Na ja die Sache ist recht simpel.
Die Ringe könnte man auf einer Profilbiege machen.
Muss man aber nicht.
Eigentlich reichen 2 einfache Werkzeuge. Ein sogenannter Zwei-
spitz und eine Ziehgabel.
Nun benötigt man noch festen Halt für den Zweispitz.
( Amboss oder kräftiger Schraubstock ), der Rest ist Übung.
Auch eine solche Schnecke wird so eingerollt.
Bis Flach 30 x 6 geht das kalt.
Viele Grüße
Bernd
Wenn du aber vorhast, deine eigenen Gitter zu schmieden,
( Das Gitter habe ich im Alter von 17 Jahren als Lehrling
gebaut ) brauchst du etwas mehr Ausrüstung.
Schmiedefeuer, Amboss, div. Hämmer, Zuschläger = der mit dem
Vorschlaghammer, Kehlhämmer usw.
Und ein wenig Übung.
Grüße Bernd
Hallo Bernd!
Schönes Teil, gefällt mir. Nur rein aus Interesse: Was würde eine
solches Schmuckstück heute wohl kosten? Wieviel Stunden Arbeit müsstest
du investieren, um so ein Gitter - nicht zu Lehrzwecken rein per Hand -
sondern mit allen sinnvoll einsetzbaren Maschinen herzustellen?
Hi,
danke für die vielen informativen Links. Ich werde mich mal umsehen.
Ich habe vorerst nur Interesse daran die Schnecke und Kreise zu biegen.
Ich habe einen sehr großen Schraubstock (Leinen) und eine stabile
Werkbank (Eigenbau).
Mir geht es eben genau um eine Lösung welche nicht so viel Platz
benötigt, womit ich jedoch immer mal wieder reltiv einfach Kreise und
Schnecken biegen kann.
Mir schwebt etwas gebrauchtes vor, kann ruhig alt sein, ich werde mich
auch mal lokal und bei den kleinanzeigen umsehen :-) ansonsten:
Eigenbau.
Das Suchwort "Rollenbiegemaschine"/"Profilbiege" wird mir sicher helfen,
auch den "Zwei-spitz" und die "Ziehgabel" werde ich mir mal ansehen.
Selber etwas bauen ist nicht das Problem, habe Zugriff auf alle
möglichen Dinge, nur eben an der eigenen Werkbank begrenzt Platz weshalb
ein Schmiedefeuer vorerst leider! ausfällt :-) es geht mir jedoch ja
erstmal "nur" darum den o.g. Rundstahl zu biegen. Keine Ornamente, keine
Galvanik etc...
Viele Grüße
DS
Harald W. schrieb:> Das möcht ich mal sehen, wie Du damit 10mm Rundstahl wickelst.
Kinderspiel... Man wundert sich was die Dinger an Drehmoment haben.
So kann man wunderbar Hochstromdrahtwiderstände selber wickeln.
Naja, mit 'ner Drehbank für Schiffsmotoren-Kurbelwellen ist ein
10mm-Rundstahl sicher recht einfach zu wickeln, aber mit den im
Hobby-Bereich eher vertretenen Tischdrehmaschinen kann man etwa um den
10er Rundstahl wickeln, aber das war's auch schon...
Trotz den gefühlten 45 Grad, ( Es sind nur 37 in der Werkstatt ),
ein Foto des High Tech Equipment, das nötig ist :)
Ja, das ist 10 mm Rundstahl.
Grüße Bernd
Jochen schrieb:> Hallo Bernd!>> Schönes Teil, gefällt mir. Nur rein aus Interesse: Was würde eine> solches Schmuckstück heute wohl kosten? Wieviel Stunden Arbeit müsstest> du investieren, um so ein Gitter - nicht zu Lehrzwecken rein per Hand -> sondern mit allen sinnvoll einsetzbaren Maschinen herzustellen?
Das ist gar nicht so leicht zu beantworten.
Bei dem Teil sind alle Einzelteile selbst gemacht. Jedes Blatt wurde
aus 3 mm Stahlblech ausgemeißelt und danach geschmiedet.
So 120 Arbeitsstunden stecken da sicher drin.
( Entspricht heute ca. 6000,-€ )
Sinnvoll einsetzbare Maschinen haben wir natürlich auch vor mehr
als 40 Jahren genutzt.
( Säge, Schere, Luftschmiedehammer ), da ist nichts Neues
dazugekommen.
Den 3 D- Drucker, der so ein Gitter über Nacht aus Staub zu-
sammensintert, gibt es noch nicht.
Grüße Bernd
Bernd F. schrieb:> Trotz den gefühlten 45 Grad, ( Es sind nur 37 in der Werkstatt ),> ein Foto des High Tech Equipment, das nötig ist :)
schränkeisen - die hatten wir auch in der werkstatt um stahlschienen an
beine anzupassen. zum prothesenbau.
Bernd F. schrieb:> Den 3 D- Drucker, der so ein Gitter über Nacht aus Staub zu-> sammensintert, gibt es noch nicht.
Ich dachte, sowas würde mit Flüssigstahl gedruckt. :-)
Bernd F. schrieb:> Den 3 D- Drucker, der so ein Gitter über Nacht aus Staub zu-> sammensintert, gibt es noch nicht.
Das gibt es. Metall Auftragssintern mit Laser gibt es mindestens schon
20 Jahre.
Und ein Frauenhofer-Institut bei Dresden macht auch richtige
Metall-Drucke.
Der Preis ist eine andere Sache.
michael_ schrieb:> Bernd F. schrieb:>> Den 3 D- Drucker, der so ein Gitter über Nacht aus Staub zu->> sammensintert, gibt es noch nicht.>> Das gibt es. Metall Auftragssintern mit Laser gibt es mindestens schon> 20 Jahre.> Und ein Frauenhofer-Institut bei Dresden macht auch richtige> Metall-Drucke.
Aber auch der macht so ein Gitter mit Sicherheit nicht über Nacht, wie
von Bernd gefordert - und auch mit Sicherheit nicht in der Größe :-)
Dass es Lasersintern mit Metallpulvern gibt, dürfte auch Bernd bekannt
sein.
@Bernd: Eine Erleichterung zur Herstellung solcher Tore dürfte
heutzutage ein CNC-Plasmaschneider sein. Der kann die Blätter etc.
ausschneiden, die dann nur noch fertig bearbeitet werden müssen.
Tolle Arbeit übrigens :-)